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 Innenhof des Guts

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Tomas Drees

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BeitragThema: Re: Innenhof des Guts   So Mai 28, 2017 4:28 pm

In gewisser Weise war Tomas sogar froh als Vasilyssa ging um mit ihrem Bruder zu sprechen. Er genoss ihre Anwesenheit sehr, aber so viel Zärtlichkeit und Lob waren ihm beinahe unangenehm geworden, so verlegen war er. Es freute ihn nicht nur, es wärmte ihm auch das Herz, dass seine Verlobte so dachte. Leise seufzend sah er ihr noch einen Moment nach, dann ging er zum Fenster und nahm ihren Platz dort ein. Seine Hände zitterten leicht als er sich ein Sitzkissen umschob und er nahm sich einen Moment um einmal durchzuatmen.
Nachdenklich blieb er am Fenster sitzen während Vasilyssa mit ihrem Bruder sprach. Doch dieses herumsitzen gefiel ihm sehr schnell nicht mehr und er ging ihr langsam und vorsichtig nach, bis er den Gang mit dem Zimmer ihres Bruders einmal entlang ging, als wäre er zufällig vorbei gekommen. Niemand sonst war hier und er seufzte, ging den Gang wieder zurück und blieb dieses Mal kurz vor der Tür stehen. Unruhig blickte er sich um, dann wagte er es ganz kurz zu lauschen, zog sich aber sofort mit hochrotem Kopf zurück. Während er ans Fenster zurück ging war er auf sich selbst wütend. Er musste einfach abwarten und ihr vertrauen.
Die Zeit wollte er also nutzen um eine weiteres Gedicht für sie zu schreiben, er nahm es sich fest vor, aber genau dies schien ihn zu hindern. Kaum ein Wort wollte sich aufs Papier bringen lassen, was sehr ungewöhnlich für ihn war. Frustriert legte er die Feder nach einer Weile ab und ging einfach wieder ans Fenster, sah aus dem Regen hinaus und wunderte sich ob sie wohl Erfolg hatte.

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Vasilyssa Krenz

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BeitragThema: Re: Innenhof des Guts   Sa Jun 03, 2017 11:24 am

Ich merkte, wie ich mich immer mehr in Rage redete, wie mir Tränen in die Augen stiegen. Einerseits war es einengend, wie mein Bruder sich verhielt, doch andererseits verstand ich ihn doch, schließlich wollte ich ihn ebenso wenig verlieren wie er mich gehen lassen wollte.
Am ende stand ich schließlich mitten im Raum, Tränen auf den Wangen. Ich wusste einfach nicht, was ich noch machen sollte, da Cason mich einfach nur stumm ansah und keinerlei Reaktion zeigte. Es kostete mich viel Geduld, einfach zu warten, nichts zu tun, ihm den Schritt zu lassen. Ich wollte ihn schließlich nicht dazu drängen, mir zu antworten. Irgendwann jedoch hielt ich es einfach nicht mehr aus und flehte leise Cason, bitte, jetzt sag doch endlich irgendwas...
Er blickte mich nachdenklich an und schüttelt dann den Kopf Ich weiß nicht, was ich sagen soll... Egal wie oft du mir sagst, dass ich dich nicht verlieren würde, dass er gut für dich wäre, ich werde dich zwangsläufig verlieren. Und er wird dich zwangsläufig verletzen. Du kannst mir nichts versprechen, über das du keine Kontrolle hast...
Ich hörte in seiner Stimme, dass er es wirklich bedauerte, dass es so gelaufen war und dass er so war, doch ich merkte auch, dass er seine Meinung nicht so schnell ändern würde.

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Tomas Drees

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BeitragThema: Re: Innenhof des Guts   So Jun 04, 2017 7:33 pm

Je länger er am Fenster hockte desto unruhiger wurde Tomas. Der sonst so beruhigende Fall des Regens schien nun störend und der Ausblick auf den Hof war nicht annähernd so verlockend wie die verschlossene Tür von Casons Zimmer. Immer wieder ertappte sich der junge Ritter dabei in diese Richtung zu spähen und mit einem Seufzen erhob er sich schließlich wieder. Langsam, fast schleichend, bewegte er sich wieder bis vors Zimmer. Zu lauschen wagte er dieses Mal nicht, stattdessen blieb er gefühlt ewig lange einfach vor der Tür stehen, als könnte er glatt hindurch gucken. Natürlich gelang ihm dieses Kunststück nicht, stattdessen spielte ihm sein Verstand nur manch einen Streich was dort gerade geschehen mochte.
Tomas malte es sich schlecht aus, als wäre das Band zwischen den Geschwistern unweigerlich zerrissen und natürlich war dies allein seine Schuld. Tomas schluckte hart und ging bis direkt an die Tür, dort erst zögerte er wieder. Er hatte schon die Faust geballt und erhoben, aber er wagte es doch nicht anzuklopfen, verharrte kurz in dieser Pose und ging dann doch lieber wieder schnell zurück. Anstatt sich jedoch vors Fenster zu setzen suchte er seine Mutter auf.
Obwohl er sonst fast alles mit seinen Eltern bereden konnte erzählte Tomas nicht was sein Problem war. Er fragte lediglich nach allerhand Dingen aus der Vergangenheit, natürlich die Familie Krenz betreffend. Es wurde ein lockeres Gespräch das ihn sehr ablenkte, aber er erfuhr auch wie Cason und Vasilyssa früher zu einander waren, zumindest wie es aus der Sicht seiner Mutter gewesen war. Als er Nachfragen machte wie ein Streit unter Geschwistern sich wohl auswirken könnte wurde sie stutzig und gewann den Eindruck Tomas habe mit seiner kleinen Schwester irgendeinen Streit, was er sofort vehement verneinte. Er zog sich lieber zurück, dachte aber zumindest darüber nach was seine Mutter gesagt hatte. Im Prinzip hatte sie recht, Geschwister würden sich früher oder später bei fast allem wieder zusammenraufen können, es gab ihm Mut und die Geduld wieder am Fenster zu warten.

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Vasilyssa Krenz

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BeitragThema: Re: Innenhof des Guts   Sa Jun 10, 2017 10:52 am

Ich presste die Lippen zusammen und schüttelte langsam den Kopf Cason, bitte... Ich liebe Tomas, ach wenn ich selbst nicht ganz verstehe, wie das so schnell gehen konnte... Ich habe wirklich alles versucht, um ihn zu hassen, mich nicht zu verlieben... aber ich konnte es einfach nicht... Er ist mir wirklich wichtig geworden... ich senkte etwas den Kopf und seufzte Ich will dich nicht verlieren... Du warst doch immer für mich da, warum jetzt nicht? Ich brauche dich... Diese ganze Situation ist wirklich schwer für mich... Ich wurde von Vater verkauft, wurde von einem Bär angegriffen und jetzt muss ich mich auch noch damit herumschlagen, dass du meinst, ich würde dich vergessen, nur weil ich jemand anderen in mein Leben gelassen habe! Kannst du dir vorstellen, wie anstrengend das ist?
Ohne dass ich es verhindern konnte, traten mir Tränen in die Augen und ich sah ihn vorwurfsvoll an Du hast mir einmal versprochen, für immer bei mir zu sein, immer für mich da zu sein. Und jetzt tust du nichts dergleichen. Du lässt mich ins Messer laufen, wieder und wieder, weil du zu stur bist, einfach mal anzuerkennen, dass ich auch jemanden gefunden habe! Enttäuscht wandte ich mich ab und ging zur Tür Wenn du mich fragst, bist du derjenige, der mich allein lässt und nicht andersrum. Tomas ist wenigstens für mich da, wenn ich ihn brauche...
Verletzt und enttäuscht verließ ich sein Zimmer und ging den Gang entlang von der Tür weg. Ich hörte Cason, wie er mir folgte, und schließlich holte er mich ein, drängte mich an die Wand und sah mich an Ich soll dich allein lassen?! Ich bin hier, oder? Ich passe auf dich auf, deshalb bin ich hier! Und so schnell wie das hier alles passiert, glaube ich einfach nicht, dass das alles echt ist! Er spielt doch nur mit dir, aus Rache oder was weiß ich! Ich habe mehrfach mitbekommen, wie jemand verletzt wurde, wurde selbst auch oft genug verletzt! Ich will dir das einfach ersparen!

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BeitragThema: Re: Innenhof des Guts   So Jun 11, 2017 5:52 pm

Als die Tür aufging konnte Tomas es direkt von seinem gemütlichen Platz am Fenster hören. Er konnte nicht direkt in den betreffenden Gang sehen, aber das Vasilyssa und vielleicht Cason gerade dabei waren das Zimmer zu verlassen wusste er trotzdem und so erhob er sich aufgeregt und neugierig, um sich direkt auf den Weg zu ihr zu machen. Tomas vermutete das ihr Gespräch bereits beendet war, sodass es ihn sehr überraschte wieder aufgeregte Stimmen zu hören. Als er gerade an der Ecke zum betreffenden Gang war hielt er kurz inne um zu lauschen, natürlich erkannte er Casons Stimme sofort und was er in der kurzen Zeit aufschnappte brannte sich sofort in seine Ohren ein.
Hastig kam er um die Ecke und sah dann auch noch wie sie gegen die Wand gedrückt wurde, bereits etwas entfernt vom Zimmer und sofort stapfte der junge Ritter hinterher. "He! Lass sie los!", rief er sofort herüber und trat ihr dann so schnell er konnte zur Seite. "Was soll das überhaupt?!", fragte er Cason dann empört und für den Moment war da keine Schüchternheit mehr bei ihm zu spüren, es hatte für ihn einfach so gewirkt als würde seiner Schwester irgendein Leid zufügen, was ihn sofort ohne eine Möglichkeit nachzudenken aufgebracht hatte.
Schon ein wenig besitzergreifend legte er einen Arm um ihre Schulter, sah aber weiterhin wütend auf Cason. "Ich spiele hier ganz bestimmt kein Spiel mit ihr! Und verletzt habe ich sie doch schon mehr als es mir lieb ist, daher weiß ich genau das ich es nie wieder tun will.", stellte er sofort klar, dieser Punkt ging ihm besonders nahe, aufgrund ihrer mehr als turbulenten Vergangenheit. Allein der Gedanke daran Vasilyssa könne ihm etwas vorspielen oder andersherum ließ ihn mit Bauchschmerzen zurück, sodass er sich heftig dagegen wehren wollte.

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BeitragThema: Re: Innenhof des Guts   Sa Jun 17, 2017 12:11 pm

Ich versuchte Cason von mir fernzuhalten, allerdings hatte ich nicht so wirklich eine Chance gegen dessen Stärke. Von oben starrte er mich stechend an, ich starrte ebenso zurück. Als Tomas uns unterbrach bzw. voneinander trennte, blinzelte ich verwirrt und schluckte bei seinen Worten. Ich wusste nicht, wie ich darauf reagieren sollte. Es war unglaublich süß, was er gesagt hatte, und mir fiel keine passende Erwiderung oder Ergänzung dazu ein. Also legte ich nur einen Arm um Tomas, auch um zu zeigen, dass ich mich nicht von ihm lösen würde, egal wie sehr Cason mich dazu zu überreden wollte.
Du hast ihr schon oft weh getan, allerdings! Daher werde ich dafür sorgen, dass es nie wieder dazu kommt! Himmel noch eins, Cason! Jetzt hör endlich auf damit! Ich habe bei dir doch auch kein solches Theater gemacht, als du verlobt wurdest! Ich kann deine Verlobte auch nicht ausstehen, aber ich mache deshalb kein solches Gewese! Es ist normal, dass man, wenn man erwachsen wird, seine eigenen Wege geht, also mach deshalb jetzt kein solches Theater! Du wusstest doch ganz genau, dass ich früher oder später heiraten würde, also hör auf! Du solltest lieber froh sein, dass ich mit jemandem verlobt bin, der mich versteht! Jemanden, den du kennst!

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BeitragThema: Re: Innenhof des Guts   Sa Jun 17, 2017 4:30 pm

Die Worte von Cason trafen Tomas erneut tief und er wollte schon wieder zum Protest ausholen, da kam ihm Vasilyssa zuvor. Nur ein unverständlicher Laut des Erstaunens entwich ihm noch, dann hörte er ihr aufmerksam zu und nickte unbewusst als sie meinte ihr Bruder solle kein Theater mehr veranstalten. Noch immer überraschte es ihn auf die bestmögliche Art das sie so für ihn einstand und ganz kurz schoss ihm der Gedanke in den Kopf das es wiederum die Geschwister Krenz sein könnten die ihr Spiel mit ihm trieben. Doch dann dachte er an die Zeit in der Hütte zurück und daran das Vasilyssa ihn niemals küssen würde, nur um ihm später eins auszuwischen. Tomas schüttelte den Gedanken schleunigst ab und er drückte sie etwas fester an sich.
"Bitte, hört auf eure Schwester.", meinte er dann als sie fertig war und noch bevor Cason die Gelegenheit hatte etwas zu erwidern. Kurz räusperte sich der junge Ritter, dann ging es aber auch schon weiter. "Wir wollen doch wirklich Beide das Gleiche, nämlich das Vasilyssa glücklich ist. Bitte, ich verstehe doch sogar was in dir vorgeht. Ich habe ja selbst eine kleine Schwester. Diese Hochzeit... sie soll unsere Häuser verbinden und... nicht auseinander treiben.", versuchte er es aber trotz allem noch diplomatisch zu halten.
Ein kleiner Teil in Tomas wollte Cason gerade am Liebsten einfach ins Gesicht schlagen. Doch er verstand die Probleme seines zukünftigen Schwagers einfach zu gut, als das er dies zulassen konnte. Außerdem wollte er Vasilyssa ein guter Mann sein und dazu gehörte sicherlich nicht sich mit ihrem Bruder zu prügeln. Sich einfach weiter alles gefallen zu lassen stand für Tomas aber auch nicht zur Debatte. Er gewann das Gefühl sie beschützen zu müssen, also stellte er sich sogar leicht vor, fast ein wenig als würde er sie abschirmen wollen.

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BeitragThema: Re: Innenhof des Guts   Mi Jun 21, 2017 12:40 pm

Ich legte Tomas eine Hand auf die Schulter und sah Cason an Cason, Tomas hat Recht. Das hier soll unsere Familien einen, nicht entzweien... Ich will nicht noch mehr Streit verursachen... Man hörte, dass ich es wirklich mehr als satt hatte, dass immer alle wegen mir stritten. Schon mein Vater hatte deshalb immer schlechte Laune gehabt und auch meine Geschwister hatten sich oftmals gestritten, weil ich wieder irgendwas angestellt hatte.
Langsam trat ich zurück und blickte die beiden an Ich will nicht schon wieder der Grund sein, wegen dem sich zwei Freunde zerstreiten... ihr beide wart früher so gut befreundet, und jetzt streitet ihr die ganze Zeit, meinetwegen... Ich will das nicht mehr.. Ich will euch beide nicht verlieren, aber wenn es so weitergeht, werde ich mich irgendwann entscheiden müssen, und ich will weder Tomas verlassen, noch meine Familie verraten... Ich merkte, wie meine Wut verschwand und in Frustration und Angst umschlug. Ich wollte mich nicht entscheiden. Ich wusste auch nicht, wie ich mich entscheiden würde. Einerseits weckte Tomas in mir Gefühle, die ich so vorher nie gekannt hatte und die mich wirklich süchtig werden ließen, zum Beispiel dieses Kribbeln, wann immer er mich berührte oder küsste, oder diese Wärme, wenn ich neben ihm einschlief und er auch das erste war, das ich am Morgen sah. Andererseits war Cason meine Familie und schon immer für mich da gewesen, wenn ich ihn gebraucht hatte, er hatte schon so oft die Schuld auf mich genommen, wenn ich eh schon in Schwierigkeiten gewesen war.
Ich wollte mich nicht zwischen den beiden entscheiden müssen, und ich hatte große Angst davor, dass es so weit kommen würde, wenn ich weiter für Streit zwischen ihnen sorgte.

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BeitragThema: Re: Innenhof des Guts   Do Jun 22, 2017 5:51 pm

Tomas schluckte kurz und nickte dann zustimmend, als Vasilyssa ihn in seiner Aussage bekräftigte. Ihm wurde schmerzlich bewusst das die bevorstehende Hochzeit momentan eigentlich nur Lyssa und ihn näher zusammen gebracht hatte, ihre Familien hingegen hatten sich eher entzweit. Nach dem Rauswurf ihres Vaters drohte nun auch das Verhältnis mit ihrem Bruder abzukühlen, was er unbedingt verhindern wollte. "Niemand hier will Streit.", versicherte er noch einmal, auch wenn es wahrlich kein gutes, überzeugendes Argument war und viel zu hastig vorgetragen wurde.
Als seine Verlobte zurücktrat blickte er sie fragend an, ihre Worte gingen ihm sichtlich nahe. Er wusste das ihr das Geschehen sehr schwer zusetzte und seufzte leise, kaum hörbar. "Niemand hier muss sich entscheiden...", meinte er kopfschüttelnd und sah zu ihrem Bruder herüber. "Cason, es ist mir wirklich ernst das wir uns aussprechen und versöhnen. Von Bruder zu Bruder können wir doch reden. Ich weiß wirklich was in dir vorgehen muss, das war nicht so leer dahin gesagt. Es ist ja sogar deine Aufgabe, wenn nicht sogar Pflicht deine Schwester zu beschützen, aber... ebenso ist es meine Pflicht und auch mein Wunsch auf meine Verlobte acht zu geben. Vasilyssa und ich haben einander verabscheut, es ist wahr. Und woher der Umschwung kommt weiß ich ja selbst nicht, jedoch... jedoch... ist es nun einfach ganz anders.", sprach er mit fester Stimme und vollkommen ehrlich, ohne den Blick von Cason zu scheuen.
Es kostete Tomas ein großes Maß an Kraft dies zu tun, aber er wollte es auch unbedingt für seine Familie und natürlich auch Lyssa tun. Kurz sah er zu ihr rüber und lächelte, dann blickte er wieder zu Cason und er streckte ihm dabei die Hand hin. "Für unsere Häuser... für den Frieden... und schließlich auch... für sie...", sprach er dabei, ein eindeutiges Angebot die Sache aus der Welt zu schaffen.

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Vasilyssa Krenz

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BeitragThema: Re: Innenhof des Guts   Do Jul 20, 2017 12:53 pm

Ich biss mir auf die Lippe und schüttelte den Kopf, wandte mich dann ab Entschuldigt mich bitte... murmelte ich und ließ die beiden allein. Es reichte mir, was ich bisher gehört hatte, und ich wollte nicht Gefahr laufen, meinen Bruder nochmal anzuschreien und damit alles noch schlimmer zu machen.
Der Streit hatte mich, jetzt da die Wut verraucht war, ziemlich verängstigt zurückgelassen, und ich musste mich irgendwie beruhigen, weshalb mein Weg mich nach draußen in den Garten führte, wo die warmen Sonnenstrahlen, die nun nach dem Regen durch die Wolkendecke brachen, mein Gesicht trafen und mein Haar aufflammen ließen.
Langsam sank ich unter einem der Bäume ins Gras und lehnte mich etwas zurück, bis mein Rücken die Rinde des Baumes berührte. Mit geschlossenen Augen seufzte ich tief, mein Herz klopfte heftig. Ich hoffte sehr, dass der Streit beigelegt werden konnte, auch ohne dass irgendjemand danach mit gebrochenem Herzen zurückblieb. Ich wollte keinen der beiden verlieren, und vor allem wollte ich niemanden verletzen.
Wenn sie deinetwegen auch nur eine Träne vergießt, Tomas, dann wirst du dafür bezahlen! Sie hat genug durchgemacht, auch wenn sie nicht immer ganz unschuldig daran war. Sie soll glücklich werden, und senn du ihr wehtust, bist du dran... ich tue das hier nur für sie... knurrte Cason, nahm jedoch seine Hand an und neigte den Kopf.

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BeitragThema: Re: Innenhof des Guts   Mi Aug 16, 2017 7:03 pm

Tomas sah Lyssa mit einen hörbaren Seufzen nach und musste sich wirklich kurz auf die Zunge beißen um nicht doch einen plumpen, dummen Versuch zu unternehmen sie aufzuhalten. Letztendlich ließ er sie ziehen, weil er genau wusste wie angespannt sie gerade war, aber es fiel ihm außerordentlich schwer, zumal er nun mit ihrem Bruder allein war. Dieser zeigte sich auch gleich von einer anderen Seite, einer viel härteren Seite, die Tomas so noch nicht erlebt hatte. Die Drohung kam an, so viel verriet schon sein angespannter Gesichtsausdruck, jedoch sah er Cason trotzdem in die Augen als er die Hand schüttelte.
"Ich schwöre, du wirst es nicht bereuen. Und ich werde ihr niemals willentlich weh tun.", versicherte er abermals, jedoch erst als ihre Hände sich gelöst hatten. Kurz zögerte er, wobei sich auch sein Kopf senkte, doch dann sah er mit festerem Blick wieder auf. "Ich werde mich in meiner eigenen Heimat nicht bedrohen lassen. Es ist nun meine Aufgabe sie zu beschützen, nicht mehr deine. Auch wenn ich den Versuch... doch irgendwie wertschätze.", fügte er noch hinzu, es musste einfach heraus, auch wenn es nicht klug war. Damit ging Tomas dann auch ab und zwar in dieselbe Richtung wie Vasilyssa.
Kaum das er draußen war atmete der junge Ritter tief durch. Die ganze Situation war wahnsinnig schwer gewesen und zuletzt hatte er sich von Cason stark provoziert gefühlt, ihm am Liebsten an den Kopf geworfen das er nie zur Stelle gewesen war wenn seine Verlobte unter ihrem Vater gelitten hatte. Doch er wusste das er sich das nicht anmaßen konnte und es auch Lyssa nicht gewollt hätte. Also atmete er einige Male tief durch und ging dann nach Lyssa suchen, er wusste das sie nach draußen gegangen war, mehr aber leider nicht.
Nach einiger Zeit fand er sie schließlich in den Gärten vor, unter einem Baum sitzend und sichtlich in Gedanken. Langsam trat er zu ihr hin und setzte sich neben sie, unsicher ob er sie vielleicht berühren oder umarmen sollte. "Ich habe deinem Bruder die Hand geschüttelt. Wir haben eine Einigung erzielt.", verkündete er, fast äußerst steif und mechanisch klang. Er wollte nur die Wahrheit sagen, die Drohung jedoch heimlich unter den Tisch kehren. Es kam ihm zu Gute, das er früher schon öfter so stocksteif geworden war, wenn er nervös war, daher wusste sie wohl das es nicht ihre Schuld war, dass er so wortkarg war und sich einfach nur zu ihr setzte.

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BeitragThema: Re: Innenhof des Guts   So Aug 27, 2017 12:34 pm

Es wird immer meine Aufgabe sein, sie zu beschützen, egal mit wem sie verheiratet ist oder wo sie lebt. Sie ist meine kleine Schwester, und ich werde sie immer beschützen, komme was wolle! Sollte ich jemals den Eindruck haben, es geht ihr hier nicht gut, werde ich sie von hier fort holen, damit sie wieder glücklich werden kann. Auch wenn ich sehr hoffe, dass das nicht nötig sein wird... Cason neigte leicht den Kopf und trat zurück, was einem Friedensangebot gleichkam, etwas, das man von ihm nur sehr selten erhielt.
Ich saß still unter dem Baum und betrachtete das Spiel von Licht und Schatten, das die Sonne durch die Blätter des Baumes auf die Wiese malte. Ich war froh, dass das Gespräch mit meinem Bruder halbwegs ruhig und friedlich abgelaufen war, ohne dass jemand zugeschlagen hatte. Und doch wollte ich, ich hätte es getan. Hätte ich zugeschlagen, wäre ich jetzt vielleicht weiter von meiner Familie entfernt als je zuvor, doch mein Standpunkt wäre klar gewesen und es hätte Cason gezeigt, dass ich kein kleines Kind mehr war.
Und wie sieht diese Einigung aus? fragte ich, als Tomas zu mir kam Wird er gehen? oder wird es weiter Streit und Zorn zwischen euch geben, bis einer fort oder tot ist? fügte ich an und hob den Blick, um ihn anzusehen. Ich hoffte so sehr, dass er all das verneinen würde. Ich wollte keinen Streit mehr, keinen Zorn, keinen Hass, und vor allem wollte ich nicht, dass ich schon wieder zwei Brüder entzweite. Cason hatte Tomas immer verteidigt, wenn ich von ihm geschimpft hatte, hatte ihn behandelt wie einen Bruder. Ich wollte nicht der Grund für eine solchen Streit zwischen ihnen sein. Nicht mehr.

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BeitragThema: Re: Innenhof des Guts   So Aug 27, 2017 7:02 pm

Tomas hörte sich noch an was Cason hinzufügte. Er hatte von ihm weggehen wollen, aber das konnte er dann doch nicht. Er konnte Lyssas Bruder nicht einfach so stehen lassen, nachdem sie eine Art Einigung erzielt hatten, sodass er noch einmal respektvoll zuhörte und schließlich nickte. "In der Tat, das wäre wohl deine Pflicht. Allerdings werde ich nicht einfach zulassen das du sie fortschleppst, es wäre meine Pflicht als Ehemann sie wiederum davor zu beschützen und in ihrer neuen Heimat zu halten. Ich hoffe wirklich das es niemals nötig sein wird. Vermutlich regen wir uns Beide gerade über nichts auf. Aber für den Fall der Fälle... tu Alles was du kannst, um sie zu holen und zu schützen. Ich glaube... wenn ich wirklich jemals schlecht zu ihr bin... dann ist es jetzt mein Wille, das sie vor mir bewahrt wird.", meinte er am Ende, womit er Cason Recht gab und er ihn sogar dazu anstiftete seine Schwester zu beschützen.
Es war eine kuriose Situation und Wendung, über die Tomas auch auf seinem Weg zu seiner Verlobten nachdachte. Es war tatsächlich sein Wille immer gut zu ihr sein, vor Allem aber dass sie es immer gut hatte. Wenn das bedeutete das ihr Bruder sie beschützte, dann sollte es so sein, auch wenn allein der Gedanke daran Tomas jetzt schon in eine seltsame Stimmung aus Wut und Melancholie versetzte.
Als er Vasilyssa erblickte war das aber für den Moment verflogen. Er lächelte warm, als sie einige Gegenfragen stellte und ihm so half seine Gedanken zu ordnen. Dabei flog sein Blick auch wieder über sie und auch wenn der junge Ritter es nicht zugeben wollte, war es doch ein kurzzeitig begehrender Blick. "Weder noch.", erklärte er dann lächelnd. "Er wird bleiben, aber der Streit ist begraben. Wir haben Frieden geschlossen... oder wenigstens einen Waffenstillstand. Er wird mir für den Moment vertrauen.", blieb er bei der Wahrheit, auch wenn er ausließ das er Cason quasi dazu animiert hatte Vasilyssa wieder nach Hause zu holen, wenn er sie schlecht behandelte. Er erwog dies gar nicht, hatte er sich doch so fest vorgenommen sie glücklich zu machen. Lächelnd reichte er ihr auch die Hand. "Möchtest du spazieren gehen? Ich glaube ich könnte die frische Luft jetzt gut vertragen."

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BeitragThema: Re: Innenhof des Guts   Di Aug 29, 2017 1:04 pm

Casons zufriedenes Nicken begleitete Tomas, als der sich entfernte, ebenso wie ein nicht sonderlich begeisterter Blick. Es gefiel dem ältesten der Wells-Söhne wirklich nicht, seine kleine Schwester so gehen zu lassen und das Anwesen zu verlassen, doch nach allem vertraute er Tomas weit genug, um Lyssa in seiner Obhut zu lassen und darauf zu vertrauen, dass sein Schwager ihn alarmieren würde, wenn er Hilfe brauchte oder Vasilyssa irgendetwas zustieß. Mit dieser Hoffnung kehrte er in sein Gästezimmer zurück und legte sich dort hin.
Ihr habt euch wirklich geeinigt? Und das ohne, dass irgendjemand zugeschlagen hat? Ich nickte langsam und lächelte etwas Das freut mich sehr zu hören… Ihr beide habt euch früher so gut verstanden… Ich wollte nicht, dass ihr streitet… erklärte ich langsam und lächelte etwas. Es freute mich wirklich sehr, dass es zu einer friedlichen Einigung gekommen war, da der Streit schon jetzt Gefahr geborgen hatte, die Hochzeit wirklich zu verhindern.
Mit einem sanften Lächeln nahm ich schließlich seine Hand und erhob mich langsam Es würde mich freuen, mit dir spazieren zu gehen… Die frische Luft tut uns beiden sicherlich gut… antwortete ich und lächelte erneut, bevor ich mit ihm losging. Die frische Luft tat wirklich gut, klärte meinen Kopf und verscheuchte die bösen Gedanken aus meinem Geist.

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BeitragThema: Re: Innenhof des Guts   Di Aug 29, 2017 3:18 pm

Von Casons Blick bekam Tomas nicht mehr allzu viel mit. Er war selbst allerdings auch nicht gerade begeistert, aber er konnte mit der Situation wie sie jetzt war leben. Sicherlich gab es bessere Lösungen, die er auch versuchte sich auszumalen, aber er kam schließlich dazu die Sache einfach zu akzeptieren wie sie war. Das Gespräch mit seiner Verlobten half dabei auch ungemein, allein schon Vasilyssa wieder lächeln zu sehen gab ihm Kraft.
"Niemand hat zugeschlagen, das verspreche ich dir. Wir haben uns geeinigt und der Fall ist jetzt erledigt, wir sollten nicht weiter darauf herum reiten und die Dinge einfach ruhen lassen. Er wird weiterhin ein gern gesehener Gast auf der Hochzeitsfeier sein und auch danach in Jägershof stets willkommen sein.", erklärte er ihr ruhig und ebenfalls mit einem Lächeln. "Vielleicht hat es geholfen das wir uns stets so gut verstanden haben.", konnte er danach nur mutmaßen, es klang jedenfalls plausibel und er hoffte ebenso sehr wie Vasilyssa das es auch weiterhin friedlich bleiben würde.
Tomas half ihr dann auf und hielt auch weiter ihre Hand als sie gemeinsam spazieren gingen. Anfangs blieb er sehr schweigsam, er musste noch einmal die ganze Situation verarbeiten. Aber langsam taute er in der frischen Luft wirklich auf. Tomas begann sanft mit dem Daumen über ihren Handrücken zu streichen, wobei er sie stets anlächelte. Sehr schnell ließ er ihre Hand los und legte stattdessen direkt einen Arm um sie, er wollte ihr noch näher sein. "Die letzten Tage waren sehr schön... aber auch sehr anstrengend. Ich will ehrlich sein, ich bin immer noch etwas überwältigt. Überglücklich, aber auch überwältigt. Lyssa... allein schon dich so nennen zu können ohne das wir zanken, mit dem Wissen das ich dich zärtlich lächeln sehen ist toll. Verzeih mir das ich schon wieder so schnulzig werde, aber... du bist... mir sehr schnell sehr wichtig geworden...", sprach er dann auch mit ihr, wobei er schon wieder errötete und dann seufzte. Langsam drehte er sich zu ihr und strich ihr dann die Haare hinter die Ohren. Seine Hände strichen sanft über ihre Wangen und er lächelte sie kurz an, ehe er sie wieder küsste, so ausgiebig und innig wie noch nie zuvor.

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BeitragThema: Re: Innenhof des Guts   Do Okt 12, 2017 2:00 pm

Ich nickte langsam und seufzte Ich bin froh... dass das jetzt geklärt ist... Ich wollte euch keinen Unfrieden ins Haus bringen... murmelte ich noch, bevor ich etwas nickte und schwach lächelte. Ihr wart früher wirklich gute Freunde... Er hat immer versucht, dich vor mir zu verteidigen... Nicht, dass er es geschafft hätte, aber du hast ihm etwas bedeutet... Wie ein Bruder... Mit einem leichten Lächeln erinnerte ich mich daran, wie Cason mich in meinem Zimmer eingeschlossen und solange nicht herausgelassen hatte, bis ich ihm mein Versprechen gegeben hatte, Tomas für die nächste Woche in Frieden zu lassen, egal was er auch tat. Gehalten hatte ich es nicht wirklich, dafür war ich einfach zu impulsiv, aber das war eine andere Geschichte.
Mein Lächeln verschwand jedoch, bevor ich aufstand und neben ihm herging. Die Bewegung beruhigte meine Gedanken langsam, meine Unruhe ließ nach und ich konnte mich endlich wieder etwas entspannen. Besonders, als er seinen Arm um mich legte und ich so seine Wärme und Nähe spürte. Seine Worte jedoch verwirrten mich dann wieder und ich schluckte hart. Du bist mir auch wirklich wichtig geworden... Ich.. hätte nie gedacht, dass es zwischen uns einmal so sein könnte... Und es macht mir irgendwie Angst, dass es so ist... Dass es... so schnell ging... Es fühlt sich irgendwie so surreal an... Wie ein Traum... murmelte ich leise, den Blick gesenkt. Ich hoffte sehr, dass ihn meine Worte nicht verletzten, schließlich waren sie absolut nicht negativ gemeint, aber ich wusste auch nicht, wie ich es anders formulieren sollte, um ihm klar zu machen, wie es sich anfühlte. Klar, mein Herz schlug jedes Mal höher, wenn er mich ansah, aber da ich früher alles getan hatte, um ihm auszuweichen, verwirrten mich diese neuen Gefühle für ihn sehr und machten mir doch ziemlich Angst, eben weil ich sie nicht verstand.

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Tomas Drees

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BeitragThema: Re: Innenhof des Guts   Fr Okt 13, 2017 7:27 pm

Tomas schüttelte langsam und ruhig den Kopf. "Mach dir darum bitte keine Sorgen, du hast uns bestimmt keinen Unfrieden gebracht.", meinte er leise und zögerlich lächelnd. Er hatte damit gerechnet das es die ganze Zeit wie beim Tag ihrer Ankunft nur mit Streit vonstatten gehen würde, aber darum musste er sich nun nicht mehr den Kopf zerbrechen. Das es nicht immer nur glatt lief war normal und irgendwie auch beruhigend, zu viel Idylle so schnell passte einfach nicht zu ihrer vorherigen Beziehung. "Sehr gute Freunde, ja. Aber das kann sich ändern... fürchte ich... auch wenn... ich es mir natürlich anders wünschen würde. Vielleicht haben wir uns nach der Hochzeit ja beruhigt...", murmelte er unsicher, als sie über Cason sprach, er wollte wirklich gerne dafür sorgen das sie wieder freundschaftlich miteinander umgehen konnten. Kurz musste er aber auch überlegen ob dies möglicherweise der Preis für die neuen Gefühle bezüglich Lyssa war, mit ihr verstand er sich nun prächtig, vielleicht lief es darum mit ihrem Bruder so schlecht.
Umso wichtiger wurde es Tomas die Sache richtig zu erklären und Vasilyssa seine Gefühle darzulegen. Auch sie sprach davon wie verwunderlich es sei das sie einander nahe waren und er verstand sie damit gut. Trotzdem kränkte es ihn auch irgendwo, da sie erwähnte es würde ihr Angst machen. Tomas wusste nicht warum, aber diese Wortwahl lag ihm quer im Magen und nach dem Kuss sah er ein wenig betrübt aus, auch wenn er ehrlich versuchte sie anzulächeln.
"Surreal trifft es ganz gut...", meinte er leise, wobei er es aber immerhin schaffte den Blickkontakt zu halten. "Es ist seltsam... ich will einerseits jede Sekunde mit dir verbringen und erforschen warum wir so denken... andererseits möchte ich aber auch nichts kaputt machen...", seufzte er dann, sichtlich bemüht einfach ehrlich mit ihr zu sein. Wenn er schon so verwirrt war, dann sollte sie wenigstens ehrliche Worte erhalten, das war im Moment das Mindeste. "Ich kann die Hochzeit kaum erwarten... andererseits fürchte ich wir... könnten danach wieder streiten und das will ich absolut nicht... es ist wirklich verwirrend... Vasilyssa ich... verstehst du was ich meine? Ich meine nicht das ich nicht heiraten will, so ist es auf keinen Fall. Aber ich will das wir uns weiter achten und kein böses Wort mehr fällt... ich weiß nicht ob ich dir ein guter Mann wäre..."

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Vasilyssa Krenz

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BeitragThema: Re: Innenhof des Guts   Sa Okt 14, 2017 2:45 pm

Ich nickte ganz langsam und seufzte leise. Ich merkte schnell, dass ich ihn verletzt hatte. Wenn es um meine Gefühle ging, war ich absolut nicht gut mit Worten oder Taten, das war schon immer so gewesen. Deshalb habe ich ja Angst... Ich weiß nicht, wie sowas hier geht, und alles, was ich tue, könnte das Ende bedeuten... Wenn ich nicht aufpasse, werde ich dich eines Tages so sehr verletzen, dass du es mir nicht verzeihen kannst... Wenn das alles, diese Gefühle, nur... so stark sind, wegen dem, was im Wald war, dann werden sie früher oder später wieder verschwinden, und wenn wir dann wieder so streiten wie früher, könnte ich das nicht aushalten... Ich weiß nicht, woher das alles kommt, was es bewirkt oder ausgelöst hat... Und ich habe Angst, dass es wieder verschwindet...
Langsam senkte ich den Kopf und biss mir auf die Lippe. Dass es mir jemals passieren würde, dass ich in Tomas Nähe sein wollte, so oft es ging, hätte ich mir noch vor einigen Wochen nicht träumen lassen, früher war er immer nur der kleine nervige Junge gewesen, der mir jede Chance genommen hatte, die Gunst meines Vaters zu erringen, weil er einfach in allem so viel besser war als ich, ohne irgendwas dafür tun zu müssen, während ich um jedes bisschen Kämpfen musste. Er hatte den Stolz meines Vaters sofort gehabt, als er auf Quellspring angekommen war, und ich hatte Jahr um Jahr vergeblich darum gekämpft. Und jetzt plötzlich war all das vergeben und vergessen, ohne dass ich es wirklich gemerkt hatte. Insgeheim war ich jetzt sogar froh, dass es so gewesen war, andernfalls hätte mein Vater ihn nie als potenziellen Ehemann gesehen.

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BeitragThema: Re: Innenhof des Guts   Mo Okt 16, 2017 10:07 pm

Tomas ärgerte sich das sie bemerkt hatte, das er gekränkt war. Er hatte es nicht zeigen wollen, war aber zu ungeschickt darin gewesen es zu verbergen. Er überlegte zunächst was er sagen konnte um den möglicherweise falschen Eindruck er wäre zu schwer beleidigt abzuwehren, doch da er sich nicht traute die Worte die ihm einfielen zu sagen hörte er ihr zunächst einfach nur zu. Lyssa fasste sein Gefühlsleben perfekt zusammen, es zeigten sich große Gemeinsamkeiten was die Wahrnehmung der Situation anging und dies beruhigte ihn. Er begann also leicht zu lächeln während sie sprach und senkte dann ebenfalls verlegen den Kopf.
"Ich weiß auch nicht wie das hier geht...", seufzte er dann zunächst, als er wieder aufsah. "Aber... ich weiß trotzdem das du dir keine Sorgen machen musst mich zu verletzen. Ich dachte ich könnte dir nie verzeihen was damals zwischen uns passiert ist, aber... das ist jetzt völlig vergessen. Ich habe eher Angst das ich derjenige bin, der dich verletzt...", sprach er ehrlich zu ihr und nahm vorsichtig ihre Hand, jedoch ganz langsam und auf eine Weise, dass sie ihm etwas entgegen kommen musste, wenn sie den Kontakt nicht unterbrochen haben wollte.
"Ich bin einfach froh das du hier bist. Und wir diese Gefühle füreinander haben.", meinte er dann und schluckte, ehe er sie direkt ansah. "Ich wage kaum es auszusprechen, aber... glaubst du... es wäre vielleicht gut wenn wir bis zur Hochzeit den Kontakt zurück schrauben? Versteh das bitte nicht falsch, ich will das nicht weil ich deine Anwesenheit nicht mag... ich genieße sogar jede Sekunde mit dir... aber ich denke... es könnte uns helfen zu sehen was mit unseren Gefühlen und... so einige Wogen glätten, bis zur Hochzeit, wo... ich hoffe jedenfalls... also... das die Gefühle dann noch stärker da sind, weil wir uns vermisst haben..."

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BeitragThema: Re: Innenhof des Guts   So Nov 26, 2017 12:57 pm

Sein Vorschlag ließ mein Herz einen Moment aussetzen, nachdem es durch den erneuten Körperkontakt zu rasen angefangen hatte. Jetzt schlug es irgendwie schleppend weiter und ich biss mir auf die Lippe Ich kann nicht dafür garantieren, dass ich das durchhalte... Immerhin sind es noch ein paar Wochen bis zur Hochzeit... begann ich dann langsam und sah ihn lange an ...aber ich glaube, du hast recht... wenn wir uns weniger sehen, werden wir uns vielleicht über unsere Gefühle klar und... mein Bruder hätte dann auch keinen Grund mehr anzunehmen, ich wollte von ihm nichts mehr wissen... Es wird also wirklich das beste sein... wenn wir uns bis zur Hochzeit nicht mehr so viel sehen...
Es fiel mir überraschend schwer, diese Worte auszusprechen, und auch, wenn er gesagt hatte, ich könne ihn gar nicht so sehr verletzen, dass er mich nicht mehr wollte, hatte ich noch immer große Angst davor, dass diese Trennung vielleicht irgendwas verändern würde, dass wir merkten, dass wir ohne einander doch besser dran waren. Doch diese Sorgen wollte ich ihm nicht verraten, ich wollte nicht, dass sie bei ihm auch aufkamen oder er dachte, ich würde mir wünschen, dass es passierte, weil ich schon jetzt daran dachte. Also küsste ich ihn noch einmal sanft und strich über seine Wange, den leichten Bart an seinem Kinn, trat dann langsam zurück und seufzte leise.

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BeitragThema: Re: Innenhof des Guts   Sa Jan 06, 2018 1:59 pm

Kaum das Tomas seinen Vorschlag unterbreitet hatte bereute er ihn auch schon wieder, denn Vasilyssas Reaktion verhieß nichts Gutes. Unsicher und wie betreten sah er sie an, ohne wirklich zu wissen worauf es nun hinauslaufen würde. Auch ihre erste Aussage konnte ihm keinen Hinweis geben, es beunruhigte ihn nur noch mehr und er schluckte hart, ehe er versuchte ihrem Blick stand zu halten. Langsam nickte er dann als sie sprach und er fühlte sich als würde ihn ein großer Stein im Magen herunter drücken, auch wenn sie eigentlich seine Beweggründe verstanden hatte.
"Es wird sehr schwer... ich weiß das es schwer wird für mich... aber ja... es ist das Beste...", wiederholte er noch einmal, auch um es sich selbst zu bekräftigen, dann sah er ihr in die Augen. Zeitgleich mit ihr neigte er sich zum Kuss nach vorne und man konnte eine große Sehnsucht bei ihm spüren. Er strich vorsichtig über ihre Hand und trat dann ebenfalls zurück, kaum noch fähig ihr in die Augen zu sehen. "Bis bald, Lyssa...", sprach er noch leise, dann entfernte er sich mit großen Schritten von ihr und bald war sie aus seinem Sichtfeld verschwunden.
Damit begann eine lange Wartezeit für den jungen Ritter, schon der erste Tag kam ihm endlos vor. Er tat alles um ihr aus dem Weg zu gehen, damit ihre Abmachung auch wirklich bestand und einen Sinn hatte. Jeden Tag schrieb er seine Gedanken nieder und früh erkannte er zumindest einen Nutzen. Ihr Bruder Cason wurde wieder umgänglicher und weniger reizbar, was Tomas etwas beruhigte, sodass er sich noch mehr seinen Gefühlen widmen konnte. Mit der Zeit wurde ihm auch klarer was geschehen war und dieser Glauben festigte sich mit jedem Tag den er von ihr getrennt war. Jedes einzelne Gedicht behütete er dabei noch stärker als jene die sie bereits gesehen hatte, man bekam ihn auf dem Gutshof kaum noch zu Gesicht. Erst als die Hochzeit näher rückte taute er auf, zeigte sich überall und half kräftig und pflichtbewusst mit. Er erweckte dabei jedoch auch den Eindruck als wäre es wirklich eine Pflicht, die er mit Ernsthaftigkeit erfüllen musste.

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BeitragThema: Re: Innenhof des Guts   So März 04, 2018 2:54 pm

Ich erwiderte nichts mehr, blickte ihm nur einen Moment verletzt nach. Kurz glomm Ärger in mir auf, das Bedürfnis, ihn anzuschreien, doch ich tat es nicht, wandte mich nur selbst ab und ging davon, die Hände fest umeinander gekrampft, um das Zittern darin zu unterbinden oder zumindest vor den anderen zu verbergen, was nicht gerade leicht war, da es andauerte. Jeden Tag, den wir getrennt waren, den ich ihn nicht sah, nicht mit ihm sprechen konnte, verstärkte es ein wenig, bis ich nach etwa einer Woche damit anfing, meinen Ärger über die Trennung abzuarbeiten. Ich half, wo immer es nötig war, erledigte jede Aufgabe, die man mir zuteilte, sei es Kartoffeln schälen, Boden scheuern oder Wäsche abkochen. Anfangs bekam ich kaum Aufgaben, bis ich es ausdrücklich so verlangte. Wenn ich nichts zu tun hatte, ritt ich aus, unternahm ewige Spaziergänge, von denen ich teils erst nach Sonnenuntergang zurückkehrte, oder frischte meine Fähigkeiten mit den verschiedenen Waffen wieder auf. Großen Gefallen fand ich daran, im Wald auf die verschiedenen Bäume zu klettern und dort, verborgen vor aller Augen, zu zeichnen. Ich zeichnete alles, von den Blättern, die mich umgaben, bis zu den Tieren, die mir begegneten.
Wenige Tage vor der Hochzeit ließ man mich jedoch nicht mehr aus den Mauern des Guts, wodurch meine Anspannung wieder anwuchs. Ich hatte viel nachgedacht in all der Zeit und war zu einem Schluss gekommen, ob dieser mit dem, zu dem Tomas gekommen war, übereinstimmte oder nicht. Ich hoffte es sehr, sonst würde es nur wieder zu Streit führen. Ich hatte zwar einiges, was er sich würde anhören müssen, sobald die Zeit dafür gekommen war, dennoch war ich nicht unbedingt in der Stimmung für richtigen Streit. Daher ging ich ihm nun auch auf dem Hof aus dem Weg, während alles für die Festlichkeiten dekoriert wurde, Speisen und Getränke geliefert oder vorbereitet wurden, sprach ihn nicht an und vermied es tunlichst, zu ihm zu sehen, um zu vermeiden, irgendetwas über meinen Entschluss zu verraten.

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BeitragThema: Re: Innenhof des Guts   Di März 20, 2018 11:08 pm

Immer wieder musste Tomas zu Vasilyssa rüber sehen, er konnte einfach nicht anders. All seine verstohlenen Blicke führten jedoch jedes Mal dazu das er sich tierisch ärgerte, einerseits über sich selbst weil er zu schwach war wegzusehen, andererseits aber auch über die kalte Schulter, die er von ihr gezeigt bekam. Tomas war sich über seine Gefühle klar geworden und nun brannte es jedes Mal, wenn sie so demonstrativ weg sah, ob sie es mit Absicht tat oder auch nicht konnte er dabei nicht erkennen. Für Tomas war einfach klar, dass es eine gewaltige Aufgabe sein würde sie vor der Hochzeit nicht mehr anzusprechen.
Trotz dieser Ablenkung half der junge Ritter dennoch eifrig mit. Es war fast so als wollte er die Zeremonie schneller herbei führen, auch wenn er tunlichst versuchte seine Aufregung zu verdecken. An seinem Gesichtsausdruck ließ sich wohl kaum etwas ablesen, wohl aber an seiner leicht nervösen Art, der übereifrigen Arbeitseinstellung und dem gelegentlichen und leicht zittrigen Zupfen an seinen Fingern. Schon als sie Kinder waren hatte er diese Geste unfreiwillig gezeigt, wann immer er sich einerseits auf eine Sache freute, deshalb aber auch ängstlich war, sodass Lyssa vielleicht erkennen konnte was mit ihm los war, wenn sie doch noch aufmerksam zu ihm rüber sah.
Als dann ein erster Gast aus der Verwandschaft eintraf konnte Tomas endlich für längere Zeit verhindern, dass er zu ihr rüber sah. Es handelte sich zwar lediglich um einen entfernten Cousin seines Vaters, dennoch war es eine willkommene Ablenkung und der junge Ritter stellte schnell fest das er sich mit diesem Gast überraschend gut verstand, was ihm ein wenig half. Kaum das er jedoch wieder für sich war kehrte die ganze Aufregung zurück und die Nacht vor der Hochzeit konnte er kaum schlafen. Am Morgen schaffte er es dennoch ein sehr stattliches Bild abzugeben, was vor allem an der Arbeit zweier Diener, sowie dem Gewand für seine Hochzeit lag. Das Haus Drees war nicht bekannt für grelle Farben oder teuren Schmuck, doch schaffte er es dennoch ritterlich, stattlich und ein gutes Stück erwachsener auszusehen, als die Zeremonie näher rückte.

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BeitragThema: Re: Innenhof des Guts   Mi März 21, 2018 12:04 pm

Ich spürte seine Blicke. Immer wieder glitt ein warmes Kribbeln über meinen Nacken und meinen Rücken, wenn er zu mir sah. Und doch widerstand ich dem drang, zu ihm zu sehen, als ich es wieder spürte. Ich wusste, ich würde in seinem Gesicht zumindest ein wenig Ruhe finden, mein Herz würde sich beruhigen, wenn mein Blick den seinen traf. Doch die Angst davor, dort etwas zu sehen, das nicht mit meinem Entschluss zusammenpasste, hielt mich davon ab, mich ihm zuzuwenden. Dementsprechend froh war ich jedes Mal, wenn die Sonne hinter den Mauern des Guts versank und ich mich in mein Zimmer zurückziehen konnte.
Schließlich war er jedoch da, der letzte Morgen, den ich als unverheiratete Frau erleben würde. Gleich vier Zofen schwirrten um mich herum, kaum dass ich aus dem Bett war. Man steckte mich in die Badewanne, entfernte die Haare an den Beinen, bürstete mein Haar eine gefühlte Ewigkeit, steckte mich dann in das wunderschöne Hochzeitskleid, das schon meine Mutter bei ihrer Hochzeit getragen hatte. Als Abschluss wurden meine Haare hochgesteckt, sodass nur einige wenige Locken neben meinem schlanken Hals herunter fielen und auf meinen Schultern tanzten. Als ich mich nun im Spiegel ansah, stieg die Nervosität in mir an. Nur noch so wenig Zeit bis zur Zeremonie, aber doch genug, um sich wegen der dämlichsten Ängste und Sorgen verrückt zu machen.

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BeitragThema: Re: Innenhof des Guts   Mo Apr 02, 2018 7:19 pm

Jede Stunde machte Tomas nervöser und brachte neue Fragen mit sich. Am meisten quälte ihn warum Vasilyssa nicht ein einziges Mal zu ihm gesehen hatte, ganz so als hätte sie irgendetwas vor ihm zu verbergen oder eine plötzliche Abneigung gegen ihn entwickelt. Doch auch gewaltige Zweifel ob er gut genug für sie war nagten an dem jungen Ritter, auch wenn er sich alle Mühe gab es zu vertuschen. Allen Verwandten denen er begegnete schien jedenfalls nichts aufzufallen, er wurde bereits teilweise im Voraus beglückwünscht, was ihm albern vorkam, aber auch eine willkommene Ablenkung war.
Schließlich war der Moment gekommen sich in die kleine Septe am Waldrand zu begeben, ein gutes Stück von Jägershof entfernt und direkt am kleinen Bach. Das Gebäude war lichtdurchflutet und lag angenehm abseits, bei einer malerischen Lichtung. Tomas hatte hier schon oft gebetet und er tat es dieses Mal auch wieder, allerdings still für sich und in der Hoffnung das Lyssa seinen Entschluss teilen würde. Wie es Tradition war war er zuerst in der Septe und er erwartete vollkommen aufgeregt die Zeremonie und ihre Ankunft. Nervös spielte er an seinen Fingern rum, allerdings hinter seinem Rücken, damit niemand es merkte. Sein Blick fiel in die Runde und er musste feststellen das doch erstaunlich viele Gäste anwesend waren, was ihm nicht gerade half.
Als dann aber Vasilyssa die Septe betrat und er sie zum ersten Mal in ihrem Brautkleid sah war alles egal. Es war als hätte der Blitz Tomas getroffen und er erstarrte augenblicklich, als er sie sah. Sein Blick war nur noch auf ihre Augen gerichtet und er lächelte warm. Die Nervosität versuchte sich einen Krieg mit der Vorfreude zu leisten und kurz schien ihm die Zeit still zu stehen, ehe sie gemeinsam beim Septon standen. In seinen Augen konnte man seine Antwort bereits deutlich ablesen. Er wollte sie heiraten, war Hals über Kopf in sie verliebt. Doch ebenso sah man seine Zweifel, ob es ihr ähnlich erging.

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