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 Der Innenhof

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Kalya Rikke

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BeitragThema: Der Innenhof    Do Jul 06, 2017 5:26 pm

Der Innenhof der Seewind-Wacht mit Zugang zu den Stallungen, der Familiengruft, den Zwingern und dem Wohntrakt der Familie.

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Kalya Rikke

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BeitragThema: Re: Der Innenhof    Do Jul 06, 2017 6:08 pm

cf: Die Straßen

Es fiel mir unglaublich schwer, ihn allein zu lassen, doch mit jedem Meter, den ich meinem Zuhause näher kam, wurde es leichter, da ich mich mehr und mehr damit abfand, dass es eben so sein musste. Daher fiel es mir auch leicht, schließlich zu meinem Vater zu gehen und ihm alles zu erklären, was passiert war. Er versprach mir, keinen Angriff auf die Boltons zu starten und den Frieden zu wahren, solange es keinen Grund dafür gab.
Die nächsten Wochen waren unglaublich schwer für mich. Jeden Tag quälten mich die Gedanken an das, was zurücklag, an Gorjon und vor allem an die Gefühle, die seine Nähe in mir ausgelöst hatte. Dieses warme Kribbeln, das immer in meinem Herzen gewesen war, wenn ich in der Nacht aufgewacht war und gemerkt hatte, dass er an meiner Seite lag und mich beruhigte, auf mich aufpasste. Immer wieder saß ich an meinem Fenster und versuchte, einen Brief an Gorjon zu schreiben, doch alles, was ich schrieb, klang irgendwie künstlich oder schrecklich steif, sodass ich die Blätter jedes Mal wieder zerknüllte und sie an die Wand warf. Normalerweise fiel es mir nie schwer, die richtigen Worte zu finden, doch wenn es um Gorjon ging spukte mein Kopf nur Unsinn aus.
Jeden Tag dachte ich an ihn und begann mehr und mehr zu bereuen, dass ich damals gegangen war, doch immer wieder redete ich mir ein, dass es schon richtig und alles andere falsch gewesen wäre. Es tröstete zwar nicht wirklich, aber zumindest konnte ich mir so klar machen, dass es nicht umsonst gewesen war.
Meine Laune sank fast täglich und irgendwann begann ich, die meiste Zeit in meinem Zimmer zu verbringen, zu zeichnen, hinter den Ställen an meinen Bogenschießkompetenzen zu arbeiten oder mit den Hunden zu arbeiten, um auch mit ihnen vertrauter zu werden. Als einer der Diener schließlich an meine Tür klopfte und mich bat, zum Tor zu kommen, war ich daher auch dementsprechend mies gelaunt. Dennoch ging ich hinunter und straffte die Schultern, sodass hinter meiner distanzierten, kühlen Fassade meine Wut, die Einsamkeit und den schmerz nicht wahrnehmen konnte.
Wer stört mich denn jetzt schon wieder? Ich hatte doch gesagt, dass ich nicht gestört werden will! fragte ich leise und blinzelte, als ich Gorjon erblickte. Einige Meter vom Tor entfernt blieb ich stehen und starrte ihn an, ohne noch etwas zu sagen.

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Gorjon Rikke

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BeitragThema: Re: Der Innenhof    Do Jul 06, 2017 6:25 pm

cf: Die Straßen

Wie es ihm befohlen worden war rannte der Wächter los, doch es wurde schnell klar das er diese Anordnung nicht als Erstes ausgeführt hatte. Mehrere weitere Wächter kamen hinzu, noch bevor es irgendeine Spur von Kalya gab, sie liefen auf die Mauer oder ans Fallgittter und Gorjon wurde klar, dass sein Name hier bekannt und nicht gerne gehört war. Misstrauisch richtete man sogar eine Armbrust auf ihn, was ihn aber erst recht dazu veranlasste ruhig und trotzig stehen zu bleiben. "Ihr seht hässlicher aus als die Fische aus dem See, möchte ich wetten. Kannst du mit deinen Schwimmhäuten die Armbrust überhaupt gut festhalten?", knurrte er die Wachen sogar an, erbost darüber das ihm solch ein Empfang bereitet wurde, auch wenn er ihn sich selbst zuzuschreiben hatte.
Als dann aber ein weiblicher Schatten aufs Tor zugelaufen kam hörte er mit seinem Spott auf und ging einfach vor, ungeachtet der Wächter legte er die Hände ans Fallgitter und sah sie mit großen Augen an, presste das Gesicht dabei leicht ans kalte Eisen. "Kalya! Ich bin es! Und ich hab Wurzi mitgebracht. Sag diesen Hampelmännern sie sollen mich endlich rein lassen!", meinte er zu ihr, wieder mit all seiner gewohnten Lautstärke und tiefer, brummiger Stimme. Er rüttelte leicht am Gitter und Wurzi sprang ebenfalls leicht daran hoch.
Das Verhalten irritierte die Wächter offenbar und einer trat zur Lady hin. "Ich werde euren Vater informieren.", meinte er nur und lief los, wovon Gorjon nicht viel mitbekam. "Schick mich bitte nicht sofort wieder weg. Ich wollte dir ja schreiben, aber... von Angesicht zu Angesicht ist es doch schöner. Ich wollte dich einfach sprechen.", sprach er stattdessen lieber wieder mit Kalya, es lag wohl an ihr das Fallgitter hochziehen zu lassen, denn die Wächter waren sehr misstrauisch.
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Kalya Rikke

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BeitragThema: Re: Der Innenhof    Do Jul 06, 2017 6:48 pm

Schweigend sah ich Gorjon weiter an und packte den Wachmann am Kragen Wenn du meinen Vater ansprichst, bist du dran. Du wirst jetzt dieses Tor öffnen und die beiden hereinlassen! brummte ich und sah zu, wie das Fallgitter hochgezogen wurde.
Wurzi kam sofort zu mir, sobald das Tor weit genug geöffnet war, damit er hindurch kam. Sanft lächelnd ging ich auf die Knie und streichelte den Hund, den Blick zu Gorjon gerichtet Was willst du hier? fragte ich kühl und richtete mich wieder auf. Seine Gegenwart verwirrte mich ziemlich und ich verschränkte die Arme. Sofort flammte die Sehnsucht in meiner Brust wieder auf und mein Herz begann wie wild zu schlagen. Ich wollte das nicht fühlen. Es machte mir Angst, dass allein seine Stimme zu hören und ihn zu sehen mich zu einer solchen Reaktion brachte und ich schickte einen der Wachmänner los, um ein Gästezimmer herrichten zu lassen, während einer der Stallburschen sich um das Pferd des Gastes kümmerte.
Langsam trat ich vom Tor zurück und ging mit Wurzi an meiner Seite ein Paar Schritte weg, sodass Gorjon eintreten konnte und nicht direkt in einem Pulk aus Wachen stand, obwohl diese noch immer nicht sonderlich begeistert schienen, den Mann einzulassen, der für meine Entführung verantwortlich war, doch wenigstens die Waffen waren mittlerweile verschwunden und sie ließen ihn ein, obwohl sie noch immer in der Nähe blieben und ihn nicht aus den Augen ließen.

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BeitragThema: Re: Der Innenhof    Do Jul 06, 2017 6:59 pm

Ein Grinsen huschte über Gorjons Gesicht als Kalya den Wachmann am Kragen packte und irgendetwas brummte, was er nicht ganz verstehen konnte. Es gefiel ihm einfach sie wieder so kampflustig zu sehen und als das Fallgitter sich in Bewegung setzte trat er kurz zurück, damit alles reibungslos ablaufen konnte. Wurzi war dann sofort bei der Lady und heilfroh sie zu sehen. Er leckte sie sogar überschwänglich ab und blieb dann aufgeregt an ihrer Seite, als sie sich aufrichtete.
Ihre kühle Stimme überraschte Gorjon doch sehr. Er wusste nicht was er erwartet hatte, aber dieser Empfang gefiel ihm gar nicht und er stach auch irgendwo. "Hab ich doch gesagt! Ich wollte dich besuchen und mit dir reden.", bellte er also zurück, ähnlich kalt wie sie, weil es ihn verletzt hatte so empfangen zu werden. Kurz musterte er sie, dann trat er aber zumindest vor und in den Innenhof der Festung ein, sofort wurde hinter ihm wieder das Fallgitter abgelassen.
"Tut ihr denen was ins Essen das die so nervös sind?", fragte er Kalya, wobei er höhnisch auf die Wachen deutete, denen dies natürlich gar nicht gefiel. Als sich seine Hand senkte musste er seufzen, er blieb neben ihr stehen und sah sie an. "Wenn du mich nicht hier haben willst, dann sag es einfach. Ich bin hierher geritten, weil ich dich sehen wollte.", erklärte er und verschränkte die Arme, musste aber trotzdem lächeln als er sie ansah. "Ich glaube kaum das deine Schergen uns zu Zweit allein lassen würden, hm?", stellte er fest und kraulte dann kurz über Wurzis Kopf. "Meine Mutter war sehr froh das es dir gut geht. Ich soll Ser Andrej schlagen hat sie gesagt, aber das soll ich ja nicht...", versuchte er einfach ins Gespräch zu kommen.
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BeitragThema: Re: Der Innenhof    Do Jul 06, 2017 7:08 pm

Ich seufzte tief Monatelang lässt du nichts von dir hören, und dann stehst du plötzlich hier, beleidigst meine Männer und erwartest dann, dass sie uns allein lassen? Du weißt aber schon, dass sie wissen, wer du bist und was du getan hast, oder? Ich verschränkte ebenfalls die Arme und sah trotzig zu ihm hoch Ich weiß noch nicht, ob ich dich hier haben will, wenn ich ehrlich bin. Aber ich bin mir sicher, mein Vater würde mit dir reden wollen, von dem her zeige ich dir dein Gästezimmer...
Noch immer war keinerlei Regung in meinem Gesicht oder meiner Stimme zu erkennen, und ich führte ihn langsam zum Wohntrakt der Burg Wurzi muss aber draußen bleiben, die Hunde dürfen hier nicht rein stellte ich kühl fest und warf Wurzi einen entschuldigenden Blick zu. Er bekam von unserer Köchin, die das wehleidige Winseln des Hundes gehört hatte, zum Trost einen großen Knochen, sodass es halb so schlimm war und der Hund sich mit seiner Beute in den schatten der Mauern legte.
Ich meinerseits führte Gorjon nun durch die kühlen Gänge an den Bildern meiner Ahnen vorbei zu einem der Gästezimmer. Ich war angespannt, obwohl wir nun zu zweit waren, die Wachen waren im Hof zurückgeblieben, und ich traute mich nicht so recht, irgendwas an Gefühlen zuzulassen, da ich nicht wusste, ob ich mich dann noch würde beherrschen können. Wenn du Andrej anfasst, fliegst du in hohem Bogen wieder raus, soviel kann ich dir versprechen... Außerdem ist er nicht hier, er ist mit meinem Vater unterwegs... sie kommen erst in ein paar Tagen zurück... murmelte ich auf seine letzte Bemerkung hin und seufzte leise, als ich das besagte Gästezimmer betrat. Ein großes Bett stand an der Wand, gegenüber eines Kamins, nd es bot sich ein herrlicher Ausblick über den Wald.
Sobald sich die Tür geschlossen hatte, drehte ich mich zu ihm und sah ihn an, nun sah man den Schmerz in meinen Augen Was willst du wirklich hier?

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BeitragThema: Re: Der Innenhof    Do Jul 06, 2017 7:28 pm

"Pff! Monatelang? Jetzt übertreib nicht... und deine Männer sollen sich benehmen, ich weiß doch das sie mit dir genau dasselbe gemacht haben wie ich.", erwiderte Gorjon stur und bockig, als sie so zu ihm aufsah. Das sie ihn angeblich nicht hier haben wollte ärgerte ihn unheimlich, auch wenn er es mit aller Macht zu verbergen versuchte. "Danke. Wie freundlich.", knurrte er also halbwegs beherrscht auf ihr Angebot mit dem Gästezimmer hin und natürlich folgte er ihr dann auch. Das Wurzi draußen bleiben musste überraschte ihn nicht, er streichelte dem Hund noch einmal aufmunternd über den Kopf und folgte ihr dann weiter.
Im Inneren der Burg sah er sich sehr genau um, besonders die Bilder der Ahnen fingen seinen Blick oftmals ein, er war es gar nicht gewohnt das überhaupt etwas an Wänden hängen konnte außer Fackeln. Somit verzögerte sich die Ankunft im Gästezimmer geringfügig, was vielleicht auch ganz gut war, da Gorjon sich so hatte abkühlen können. Das Kalya nämlich sofort wieder drohte missfiel ihm sehr. "Schon klar. Ich hab doch gesagt ich tue ihm nichts.", versicherte er einfach nochmal, über ihren Vater verlor er lieber vorerst kein Wort. Überhaupt war er sich nicht sicher ob er lange genug bleiben sollte um ihm zu begegnen.
Langsam schritt er auf das Fenster zu und spähte in den Wald. Als die Lady ihn nach seinem Grund für den Besuch fragte zuckte er kurz mit den Schultern und drehte sich dann zu ihr herum. "Ich habe es schon gesagt. Ich bin wegen dir hier. Ich wollte dich wieder sehen. Ich... hab dich vermisst...", murmelte er immer leiser werdend und verschränkte dann die Arme. "Vielleicht hat Wurzi einfach immer nur nach dir gejault und ich wollte das er still ist.", behauptete er dann trotzig und entgegen seiner vorherigen Worte, während er wieder zu ihr kam und sie ansah. Er seufzte und legte den Kopf schief. "Wenn du mich nicht hier haben willst... sag es endlich..."
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BeitragThema: Re: Der Innenhof    Do Jul 06, 2017 7:41 pm

In erster Linie hast du dich zu benehmen. Dass du das selbe wie sie getan hast machts nicht unbedingt besser knurrte ich leise und schüttelte den Kopf Will ich dir auch geraten haben... fügte ich dann leiser an, als er erneut versicherte, Andrej in Ruhe zu lassen.
Als er im Gästezimmer dann meinte, er sei hier, weil er mich vermisst habe, schlug mein Herz einen Salto. Deine Korrektur danach dass er wegen Wurzi hier sei, ließ es jedoch unsanft wieder zu Boden fallen. Wenn du wegen dem Hund hier bist, dann nein, dann will ich dich hier nicht haben! zischte ich verletzt, verschränkte die Arme und wich zurück Er hat mich ja jetzt gesehen, ihr könnt also getrost wieder verschwinden
Ich wollte es nicht zugeben, aber es tat verdammt weh, dass er mir erst solche Hoffnungen machte und mich dann eiskalt wieder fallen ließ. Nur mit Mühe schaffte ich es, die Tränen zurückzuhalten, denn mein Kopf schaffte es einfach nicht, seine Aussagen nach wahr und falsch zu sortieren. Für mich klang es einfach so, als wäre er wegen einem Hund hergekommen, obwohl ich mich seit Wochen so sehr danach sehnte, ihn zu sehen, oder wenigstens irgendwas von ihm zu hören, egal was. Und jetzt war er hier, und mein Herz hatte sich eingebildet, es sei meinetwegen, weil er sich vielleicht genauso danach gesehnt hatte wie ich. Aber nein, er kam wegen einem verdammten Köter!

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BeitragThema: Re: Der Innenhof    Do Jul 06, 2017 7:49 pm

Das Kalya so zickig und bockig war führte dazu das Gorjon sich tatsächlich vollkommen unerwünscht vorkam. Es schmerzte ihn sehr und machte ihn daher so aggressiv und wenig empfänglich für ihre subtilen Regungen als sie über den Grund für seine Anwesenheit sprachen. Das sie aber noch eine Spur bissiger wurde entging ihm dennoch nicht und sofort fühlte er sich wieder zurückgewiesen, jedoch nur bis sie so vehement auf ihre Abreise bestand. Wenn Gorjon eins wusste, dann das Kalya ihren lieben Wurzi nicht einfach wieder verscheuchen würde. Der Nordmann atmete also tief durch und trat auf sie zu, sodass sie wirklich sehr nah beieinander waren, für ein normales Gespräch geradezu unpassend.
"Jetzt hör mal eine Minute auf mich anzufauchen.", meinte er dabei und sah sie an, seufzte kurz und strich sich rasch über den Bart. Er verlagerte sein Gewicht nervös von einem Fuß auf den Anderen und nahm sich dann einfach ihre Hände, immer noch kamen sie ihm zerbrechlich und ein wenig kalt vor. "Kalya, ich bin wegen dir hier. Nur wegen dir, ich schwöre es bei allen Göttern.", verkündete er dann mit lauter Stimme und sah ihr kurz in die Augen. Sein Herz schlug ein paar Mal schmerzhaft laut und dann hielt er ihre Hände etwas fester, als er sie rasch zu sich hinzog.
Gorjon war nie geduldig oder vernünftig gewesen und der Nordmann handelte auch jetzt einfach nach seinem Bauchgefühl heraus. Und sein Bauchgefühl hatte ihn gezwungen Kalya nun zu küssen. Ganz sanft drückte er ihr seine Lippen auf und versuchte dabei ihre Reaktion zu spüren, er zog sich dann jedoch auch wieder zurück. "So! Und deswegen bin ich auch gekommen. Jetzt weißt du es!"
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BeitragThema: Re: Der Innenhof    Do Jul 06, 2017 8:09 pm

Ich schüttelte trotzig den Kopf, doch er ließ mir einfach keine Zeit etwas zu erwidern. Mit verengten Augen hörte ich ihm zu, doch es kam kaum bei mir an, was er sagte. Als er mich dann küsste, erstarrte ich. Ich konnte nichts tun, konnte mich nicht bewegen, nicht reagieren. Als er mich schließlich wieder freigab, setzte mein Verstand aus und ich schlug zu. Es war kein fester Schlag, mit dem meine Faust an seinem Kiefer landete, doch es reichte, um mich aus seinem Griff zu befreien und Abstand zwischen uns zu bringen.
Was zur Hölle war das?! schrie ich wütend und verletzt und verwirrt. Es war eigentlich genau das, was ich mir erhofft hatte, und doch war es das letzte, was ich gewollt hatte. Es war aus mit meiner Selbstbeherrschung und heiße Tränen rannen über meine Wangen Hast du mir noch nicht genug wehgetan?! fragte ich bitter, noch immer überfordert von der Situation. Um mich nicht noch mehr zu blamieren, drehte ich mich um, ging zur Tür und ließ ihn allein.
Ich wusste wirklich nicht, warum ich auf seinen Kuss so reagierte. schließlich war es genau das gewesen, was ich mir gewünscht hatte. Dennoch trieb es mir die Tränen in die Augen, wenn ich jetzt daran zurückdachte. Was hatte er sich nur dabei gedacht? Wie stellte er sich das vor? Schließlich konnte er doch wohl nicht verlangen, dass ich mit ihm ging, oder? Ich konnte doch nicht wegen ihm meine Heimat verlassen, wenn ich nicht einmal wusste, ob er es ehrlich meinte.

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BeitragThema: Re: Der Innenhof    Do Jul 06, 2017 8:21 pm

Für einen Moment hatte Gorjon einen sichtbaren Hoffnungsschimmer in den Augen als er sich von ihr löste und sie einander kurz anstarrten. Doch mit einem einzigen Schlag riss ihn Kalya zurück auf den Erdboden und dann in ein tiefes, schwarzes Loch. Der Faustschlag war nicht kräftig gewesen, hatte ihm weder körperliche Schmerzen noch ein Verletzung zugefügt und doch ließ er sie erschrocken los. Ihr wütender Schrei und der Faustschlag hatten ihn an ganz anderer Stelle getroffen und sein Kopf wurde hochrot. "Aber ich wollte doch gar nicht...", konnte er nur hervor bringen bevor sie aus dem Zimmer rannte. Seufzend und ratlos blieb er zurück und einige Augenblicke nutzlos im Raum stehen.
Als die Tür dann aber längst geschlossen war stieß er einen wütend Schrei aus und in seiner Wut musste die nächstbeste Vase erstmal als Wurfgeschoss herhalten. Mit einem lauten Klirren zerbarst sie an der Wand, während Gorjon nun auch kräftig mit der Faust gegen die Tür hämmerte, um seiner Wut freien Lauf zu machen. Wie gestochen lief er vor dem Fenster auf und ab, sein Zorn galt dieses Mal bloß sich selbst. Was hatte er sich nur dabei gedacht Kalya einfach zu küssen? Sie war eine Lady und hatte ihn offenbar nicht einmal sehen wollen, diese Erkenntnis traf ihn nur schwer.
Laut schnaubend verließ er das Zimmer, da kamen ihm zwei Wachen entgegen, die den Lärm und eine weinende Lady gehört hatten. "Macht Platz!", knurrte er wütend, eigentlich bereits im Begriff die Burg zu verlassen, weil er hier nur Ablehnung und Schmerz erfuhr, da wollte man ihn aufhalten, gar festnehmen weil er randaliert hatte und seine Taten nicht vergessen waren. Gorjon zappelte und wehrte sich, hatte gegen zwei Männer auch keine größeren Probleme, bis weitere Soldaten herbei kamen und er im Handgemenge plötzlich einen stechenden Schmerz verspürte, als würde seine Wade verbrennen. Wie die Klinge in sein Bein gelangt war wusste er selbst nicht, jedoch war die Aufregung groß und das Geschrei lautstark. Er schnaufte lauthals alle Flüche die er nur kannte, während es um ihn herum langsam schwarz wurde.
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BeitragThema: Re: Der Innenhof    Do Jul 06, 2017 8:38 pm

Ich lief nach draußen und ließ mich neben Wurzi zu Boden fallen. Ich weinte, und der Hund ließ sogar seinen Knochen liegen, um zu mir zu kommen und mich zu trösten. Die Arme um ihn geschlungen vergrub ich meine Nase in seinem rauen Fell und weinte einfach. Ich weinte, weil ich mich verliebt hatte. Weil ich den Mann, den ich liebte, gerade geschlagen hatte. Weil ich Angst hatte. Weil ich einfach nur zurück gehen wollte, um ihn zu küssen, mich zu entschuldigen. Und weil ich eben genau das nicht konnte.
Erst das Geschrei in den Gängen riss mich grob aus meiner Trauer. Stolpernd stand ich auf und lief wacklig und mit Staub auf dem Rock wieder hinein. Als ich sah, was sich zutrug, blinzelte ich verwirrt Was bei den Göttern tut ihr da?! Er ist ein Gast! Mein Gast! Nehmt sofort die Finger von ihm! Ihr werdet ihn jetzt in mein Gemach und mir eine Schüssel kaltes Wasser und den Maester bringen! SOFORT! Meine Stimme war schärfer und lauter als sonst und man hörte, dass ich es absolut ernst meinte. Obwohl noch immer Tränen auf meinen Wangen glitzerten, doch in meinen Augen blitzte ein wütender Funke, der die Leute dazu veranlasste, sofort meine Befehle zu befolgen. Drei Männer brachten Gorjon in mein Zimmer und legten ihn auf mein Bett, und ich begann damit, seine Wunde zu reinigen. Ganz leise flüsterte ich immer wieder, wie leid es mir tat, dass ich ihn nicht hatte schlagen wollen, dass er mir verzeihen müsse. Mit einem Stoffstreifen, den ich von meinem Kleid abgerissen hatte, stoppte ich notdürftig die Blutung, indem ich sein Bein abband, doch mehr konnte ich nicht tun, solang der Maester nicht da war.

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BeitragThema: Re: Der Innenhof    Do Jul 06, 2017 8:49 pm

Die Schreie der Lady sorgten augenblicklich dafür das die Soldaten auseinander gingen und Gorjons Arme nahmen, um ihn zu stützen. Gefühlt hunderte Entschuldigungen wurden laut und man merkte sofort deutlich, dass die Männer es ehrlich nicht darauf angelegt hatten, sondern mit der Situation einfach überfordert waren. Die Situation war eskaliert und jetzt waren die Soldaten selbst geschockt darüber, sodass sie sofort parierten und unter ihrer Führung alle Befehle schleunigst ausführten.
Gorjon selbst bekam von all dem herzlich wenig mit. Der plötzliche Schmerz nach der kurzen, intensiven Anstrengung hatte ihn von den Socken gehauen und er öffnete zwar gelegentlich die Augen, ansprechbar war er aber nicht. Es schien wirklich so als würde er kaum etwas von seiner Umgebung mitkriegen, denn auch als er im Bett lag zuckte er gelegentlich aus, als müsste er sich gegen einen unsichtbaren Angreifer verteidigen. Er brabbelte wirres Zeug, bekam starke Schweißausbrüche oder verkrampfte sich urplötzlich, wobei er sich im Laken festkrallte und es herum riss.
"Lasst mich los! Lasst mich los, ich will zu Kalya!", brabbelte er dann immer wieder hörbar, er erkannte weder die Rothaarige noch verstand er ihre Worte. Ihr Tonfall und ihre Stimme halfen ihm aber trotzdem zur Ruhe zu kommen, sodass er sich nicht mehr wehrte als der Maester dann kam und sich um ihn kümmerte. Die Wunde war wirklich tief, doch das Glück war das nichts Wichtiges getroffen wurde. Es blutete stark und war daher bedrohlich, aber der Knochen war unversehrt geblieben, sodass die Behandlung zwar sorgfältig durchgeführt wurde aber insgesamt nicht lange dauerte. Gorjon krümmte sich immer wieder vor Schmerzen, beinahe jeder Behandlungsschritt brannte höllisch. Unterdessen war auf der Burg der Teufel los, all der Radau hatte sämtliche Bewohner aufgescheucht und Gespräche und Gerüchte gingen wie ein Lauffeuer umher.
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BeitragThema: Re: Der Innenhof    Do Jul 06, 2017 9:02 pm

Ich blieb an seiner Seite sitzen und nahm seine Hand, um dem Maester Platz zu machen. Ich bin hier... ich bin doch hier... flüsterte ich immer wieder und eine Träne fiel von meiner Wange, um auf seinen Lippen zu landen. Es schmerzte mich mehr als ich zugeben wollte, ihn so zu sehen, und zu wissen, dass es meine Schuld war, traf mich noch tiefer. Dennoch weigerte ich mich standhaft, mich auch nur einen Zentimeter von ihm zu entfernen, während der Maester ihn behandelte.
Mit Argusaugen beobachtete ich, was er tat, und sorgte dafür, dass er richtig versorgt wurde. Ich wollte nicht, dass Gorjon wegen schludriger Wundversorgung an einer Entzündung erkrankte und daran starb. Es erschien mir wie ein Albtraum, wenn ich nur daran dachte, dass er hier, in meinem Bett sterben könnte, und das nur, weil ich abgehauen war. Wäre ich geblieben, wäre auch er in seinem Zimmer geblieben und alles wäre nicht passiert.
Als der Maester uns wieder allein ließ, mit genauen Anweisungen wie ich mit Gorjon umgehen sollte, beugte ich mich langsam zu Gorjon hinunter Bitte verzeih mir... Ich wollte das alles doch nicht... Es tut mir so leid... Bitte, verzeih mir... flüsterte ich immer wieder und küsste ihn ganz leicht auf die Lippen, noch immer Tränen auf den Wangen und einen Puls von gefühlt 300.

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BeitragThema: Re: Der Innenhof    Do Jul 06, 2017 9:30 pm

Der Maester war nicht wirklich damit einverstanden das Kalya so nah beim Verletzten blieb während er ihn versorgte, konnte es ihr aber auch schlecht verbieten. So gab er sich einfach größtmögliche Mühe und die Behandlung wurde nach allen Regeln der Kunst durchgeführt, man hätte es unmöglich besser machen können. Mit einer kurzen Verbeugung erklärte er ihr was weiterhin zu tun wäre um den Verwundeten zu schneller Genesung zu verhelfen, dann zog er sich vorerst zurück, nachdem sein Werk verrichtet war.
Gorjon hatte von Kalyas Versprechen wenig gehört. Ihr Flüstern war zwar bei ihm angekommen, aber er reagierte nicht direkt darauf, nur ihre Träne ließ ihn kurz zucken, was bewies das er zumindest in eingeschränkter Form auf seine Umwelt reagieren konnte. Die Behandlung war wie eine einzige Tortur gewesen, aber der Schmerz hatte ihn auch ganz langsam wach werden lassen. Müde blinzelnd öffnete er wieder die Augen, Alles vor ihm wirkte verschwommen und als wäre es in leichter Bewegung seitwärts. Somit hatte er größte Schwierigkeiten die rötliche Silhouette vor ihm zuzuordnen und für einen Moment fürchtete er sich vor ihr und regte sich kurz weg, aber als Kalyas leise Stimme diesen Schleier zerschnitt beruhigte er sich sofort.
"Was? Wie?", murmelte er völlig neben sich und sah sie an. "Was? Wo bin ich? Warum bist du bei mir? Du... hast mich geschlagen... Kalya, es tut mir so leid, ich... wollte nicht... es tut mir Leid, ich hatte kein Recht...", brummt er ohne wirklich auf ihre Worte zu hören, aber eindeutig wacher und ansprechbarer als zuvor. Er drehte sich auch mehr zu ihr hin, stöhnte aber sofort auf, als er damit sein Bein kurz belastete. "Warum weinst du denn?", fragte er sofort, als wäre all dies nicht geschehen, was deutlich zeigte wie verwirrt er war.
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BeitragThema: Re: Der Innenhof    Do Jul 06, 2017 9:55 pm

Immer wieder flüsterte ich diese Worte, wollte ihn zu mir zurück holen, ihn dazu zwingen, endlich aufzuwachen. Als er schließlich zu mir sprach, sah ich ihn mit Tränen in den Augen an Warum ich...?! fragte ich scharf, lachte dann jedoch auf und strich ihm zittrig über die Wange Ich hab mir solche Sorgen um dich gemacht... Es tut mir so leid... Ich... Ich wollte dich doch nicht schlagen! Es tut mir so unendlich leid... Ich wollte das alles nicht... Wieder kamen die Tränen und ich wandte mich leicht ab, stand dann stolpernd auf, holte mir ein Taschentuch und wischte mir die Tränen weg
Es tut mir so leid, Gorjon... Ich... weiß nicht, warum ich so reagiert habe... Ich wollte doch, dass du mich küsst... ich weiß nicht, warum ich dich geschlagen hab... es tut mir leid, das ist alles meine Schuld... ich wollte das nicht... Schließlich verstummte ich, als ich merkte, dass ich hysterisch wurde. Ich war ja eigentlich eine ziemlich ruhige Person, aber in diesem Moment war mein Verstand einfach wie ausgeschaltet, von meiner Selbstbeherrschung keine Spur mehr. Die Angst um Gorjon hatte klar Spuren hinterlassen.
Ich dachte... als ich dich so gesehen hab... ich dachte du würdest sterben... sprach ich dann den Kern meiner Angst aus und biss mir auf die Lippe, während ich mich langsam wieder beruhigte

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BeitragThema: Re: Der Innenhof    Do Jul 06, 2017 10:08 pm

Das Lachen von Kalya ließ auch Gorjon lächeln, es war jedoch ein äußerst verwirrtes Lächeln das zeigte, dass er nicht begriff worum es überhaupt ging. Er sah sie einfach an und neigte seinen Kopf leicht zu ihrer Berührung hin, die ihm sofort sehr angenehm war. "Sorgen? Warum denn Sorgen?", fragte er leise und seines eigenen Zustands völlig unbewusst. Er war wie im Halbschlaf und wusste einfach nicht was geschehen war, bloß das sie jetzt bei ihm war und er irgendwie nur noch lächeln wollte. Als sie also kurz aufstand um die Tränen zu trocknen griff er nach ihr, doch er war viel zu ungeschickt und betäubt um sie packen zu können.
"Du wolltest... es?", fragte er verwirrt, nicht nur wegen der Verletzung sondern endlich auch wegen ihrer Worte. Sein Kopf drohte wieder zu drehen und schloss kurz die Augen um dagegen vorzubeugen. "Ist doch nicht deine Schuld...", konnte er noch brummen, dann musste er laut aufstöhnen als er wieder sein Bein regte. Sein Gesicht verkrampfte sich dabei und seine Hand donnerte auf den Nachttisch, stieß ihn somit um, doch das Holz war unbeschädigt geblieben und man musste ihn bloß einfach wieder aufrichten.
Mit Gorjon war es wohl nicht so einfach, denn als sie davon sprach das er gar sterben müsste wollte er sich sofort wieder aufrappeln. Er stöhnte schmerzerfüllt und langgezogen, schüttelte dann aber trotzig den Kopf. "Blödsinn! Das ist doch nur ein Kratzer!", behauptete er stolz und setzte sich zum Beweis auch auf, wonach er sie ansah. Sein Verstand kehrte langsam zu ihm zurück und er konnte den dicken Verband erkennen, dazu eine Menge Blut in ihrem Bett und auf dem Fußboden. "Hör bitte auf dich ständig zu entschuldigen... du hast ja nicht auf mich eingestochen... sei bitte ruhig... und küss mich nochmal..."
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BeitragThema: Re: Der Innenhof    Do Jul 06, 2017 10:17 pm

Ich versuchte ihn festzuhalten, dafür zu sorgen, dass er sei Bein still hielt, doch gegen ihn hatte ich einfach keine Chance, er war stärker als ich. Als der Nachttisch dann laut rumpelnd umfiel, zuckte ich daher ziemlich erschrocken zusammen und wurde leicht blass Ja ich... ich wollte es... es hat so weh getan, als du gesagt hast du seist wegen dem Hund hergekommen... da konnte ich einfach nicht mehr klar denken... ich senkte leicht den Kopf und biss mir auf die Lippe, sah ihn dann wieder an Das ist kein Kratzer... du musst dich hinlegen und ausruhen... du musst wieder gesund werden... bevor irgendwas anderes passieren kann... murmelte ich und drückte leicht gegen seine Schulter, um meine Worte zu bekräftigen Wenn du nicht von selbst liegen bleiben willst, dann zwing ich dich dazu... auch wenn ich das nur sehr ungern täte... also bitte, bleib einfach liegen...
Seine Worte lösten ein leichtes Ziehen in meinem Herzen aus, doch ich schüttelte wehmütig den Kopf Ich werde dich nicht küssen... nicht bevor du nicht vollständig genesen bist... Dein Bein braucht Ruhe und dein Körper Zeit, um zu heilen... Ich wusste selbst nicht, warum ich nach Ausreden suchte, ihn nicht zu küssen. Doch es war wirklich so, seine Gesundheit ging einfach vor. Außerdem hatte ich bereits mehrere Wochen gewartet, da konnte ich auch noch ein paar Tage mehr warten.

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BeitragThema: Re: Der Innenhof    Do Jul 06, 2017 10:29 pm

Kalyas Widerstand war für Gorjon kaum der Rede wert, sie hatte einfach keine Chance ihn festzuhalten. Ihre Berührung schaffte es allerdings ihn von gröberem Leichtsinn abzuhalten, zumal ihre Worte ihn auch wieder erschaudern ließen. "Das hätte ich nie sagen dürfen...", seufzte er mit leisem Knurren und sank dabei schon wieder etwas herunter, auch wenn er immer noch viel zu weit aufsaß. "Aber dein Empfang war so kühl... ich dachte du würdest mich einfach abweisen und wollte... ach, ich weiß ja selbst nicht was ich wollte...", klagte er danach, zum ersten Mal etwas quengelig.
Immerhin ließ er sich nun von ihr zurück ins Bett drängen, ganz langsam zwar, aber ohne Widerstand zu leisten. Er lächelte schwach und deutete dabei ein Nicken an. "Dann halt ein großer Kratzer. Aber ich sterbe nicht, versprochen.", versuchte er gleichzeitig an seiner Behauptung festzuhalten und sie zu beruhigen, was gewiss keine kluge Kombination war. Aber zum Denken war er momentan absolut nicht fähig, also musste sie sich damit abfinden. "Ich bleib ja liegen...", murrte er dann, scheinbar war er aber eher verärgert wegen dem verweigerten Kuss, nicht wegen der Bettruhe.
Nach ihrer wehmütigen Ablehnung packte er also einfach kurzerhand hinter ihren Kopf, um ihr einen kurzen Kuss aufzudrücken, etwas fester als beim ersten Kuss. "Du solltest doch wissen, das es nichts bringt mir zu widersprechen.", murmelte er danach, ließ es dann aber gut sein. Er seufzte einfach hörbar und legte sich dann ruhig hin. "Kann ich Wasser kriegen? Ich habe so einen schrecklichen Durst..."
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BeitragThema: Re: Der Innenhof    Do Jul 06, 2017 10:38 pm

Ich seufzte tief Ich war so kühl... weil ich mich selbst davon überzeugen wollte, dass es... mir nichts ausmacht... dass du mir nie geschrieben hast, ich nichts gehört habe... Und dann stehst du plötzlich da, und... Ach, ich weiß doch auch nicht was ich mir gedacht hab... Es tut mir leid... murmelte ich und registrierte nur am Rande, dass er sich wieder hinlegte.
Als er sich seinen Kuss auch gegen meinen Willen stahl, wurde ich rot, lächelte aber Aber das ist das erste Mal, dass ich um deinen Starrkopf froh bin... gestand ich leise und lächelte leicht Auch wenn ich es dir übel nehmen sollte, dass du mich auf so schrecklich unromantische Weise um meinen ersten Kuss gebracht hast... fügte ich leise an, stand dann auf und ging zu dem Krug mit kaltem Wasser auf der Kommode. Langsam brachte ich ihm den Becher und seufzte leise Der Maester hat deine Wunde verbunden und eine Salbe aufgetragen, die die Heilung beschleunigt und eine Entzündung verhindert... Es sollte also nicht allzu lange dauern, bis du wieder gehen kannst... Aber auch dann solltest du lieber im Bett bleiben oder zumindest viel Sitzen, damit die Wunde nicht wieder aufgeht und sich vielleicht doch noch entzündet... erklärte ich ihm und ließ mich am Fußende des Bettes nieder, in sicherer Entfernung zu seinem verletzten Bein, aber auch zu seinen Lippen, die mich auf so köstliche Weise vollends verwirrten.

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BeitragThema: Re: Der Innenhof    Fr Jul 07, 2017 3:43 pm

"Ich wollte schreiben, wirklich!", versicherte Gorjon sofort, wobei er kurz ungeschickt vorzuckte, was seinem Bein gar nicht gefiel. Stöhnend sank er zurück und blieb nun etwas ruhiger. "Aber geschriebene Worte... das ist nicht mein Fall. Alles klang so heuchlerisch... ich habe viele Nachrichten geschrieben, aber keine Einzige abgeschickt...", erklärte er und seufzte dann, als er kurz zu Kalya aufblickte. Das sie sich wieder entschuldigte ließ ihn kurz mit dem Kopf schütteln, sie sollte es nicht tun und er wollte nicht weiter darauf reagieren, damit sie es bleiben ließ.
Der Nordmann lachte leise als sie nach dem gestohlenen Kuss lächeln konnte und so herrlich rot wurde, auch er lächelte sie danach an. "Glaub mir, der erste Kuss muss seltsam sein. Ich bin mir ziemlich sicher das es falsch ist wenn er romantisch ist.", war er sich recht sicher Alles richtig gemacht zu haben. Es verwunderte ihn sehr das es ihr erster Kuss gewesen war, warum wusste er allerdings selbst nicht. Gorjon musste sich bewusst daran hindern jetzt anzusprechen das einem Kuss normalerweise auch kein Kinnhaken folgte, aber dann würde sich Kalya wohl nur wieder entschuldigen und das wollte er nicht.
Als sie ihm das Wasser reichte trank er sofort gierig und mit einem kräftigen Zug war der Becher auch schon wieder leer. "Mehr bitte... am Besten gleich den ganzen Krug!", verlangte er sofort, denn sein Durst war schrecklich. Es war als hätte ihn der erste Becher erst richtig darauf aufmerksam gemacht, also trank er gierig den ganzen Krug leer, wobei ihm ein dünnes Rinnsal durch den Bart lief und auf seine Brust tropfte. Zufrieden stöhnte er und nickte dann.
"Ja, hab ich verstanden. Viel Bettruhe... eine Entzündung ist zu gefährlich...", wiederholte er, wenn auch nur widerwillig. Den ganzen Tag im Bett liegen zu müssen war die schlimmste Strafe die er sich vorstellen konnte, auch wenn da diese rothaarige Schönheit am Bettende wartete und ihn verwirrte. "Was wird dein Vater sagen, wenn er mich hier liegen sieht? Ich sollte ihm auf eigenen Beinen entgegen treten.", hatte er statt der Entzündung schon wieder eher seinen Stolz vor Augen.
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BeitragThema: Re: Der Innenhof    Fr Jul 07, 2017 4:45 pm

Ich seufzte leise Trotzdem sollte der erste Kuss einem nicht gestohlen werden... rügte ich ihn sanft und lächelte etwas Aber du hast recht... ich... hab immerhin lange genug darauf gewartet... und glaub mir, jedem anderen hätte ich nicht nur einen Kinnhaken verpasst... wenn du das so nennen willst... Jedem anderen hätte ich vermutlich die edelsten Teile zu Brei getreten... stimmte ich ihm dann leise zu und lächelte errötend.
Lächelnd brachte ich ihm den ganzen Krug und sah ihm zu Ganz genau. Wenn du willst, leiste ich dir Gesellschaft so weit ich kann... aber ich muss mich im Moment leider auch um die Angelegenheiten meines Vaters kümmern, solang er nicht hier auf der Seewind-Wacht ist... außerdem muss ich aufpassen, dass nicht irgendwer zu dir kommt und dich umbringt... Du hast nicht sonderlich viel Sympathie unter den Wachen erregt...
Mit einem leisen Seufzen stand ich auf Mein Vater wird mindestens eine Woche weg sein, sodass dein Bein genug Zeit hat, sich zu erholen, und dann kannst du ihm auf eigenen Beinen entgegentreten... wenn du das willst... gestand ich ihm schließlich zu und musterte ihn Und zu der Tatsache, dass du in meinem Bett liegst, wird er nichts sagen, solange ich nicht hier schlafe... und das werde ich auch nicht... ich gehe in das Gästezimmer und du bleibst hier

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BeitragThema: Re: Der Innenhof    Fr Jul 07, 2017 5:02 pm

Gorjon zuckte mit den Schultern. "Immerhin wird er dir so immer im Gedächtnis bleiben.", versuchte er sich ganz aus dem Schlamassel heraus zu reden, durchaus auch mit Humor, denn ihr Lächeln verriet ja das sie ganz böse sein konnte. "Das hätte ich zu gerne gesehen!", lachte er bei ihrer kühnen Behauptung bezüglich der edlen Teile, wobei sein ganzer Körper zu beben schien. Zu gerne hätte er ihr jetzt über die roten Wangen gestreichelt, aber dafür saß Kalya leider ein gutes Stück zu weit weg.
Somit nahm Gorjon mit dem kalten Wasser vorlieb, das er bitter nötig hatte. Erst als der Krug keine einzigen Tropfen mehr hergab war er zufrieden. "Kümmer dich gut um das Schloss. Ich hab das Gefühl du bist hier die einzige Person bei klarem Verstand. Auch wenn du jetzt widersprechen wirst.", mahnte er sofort, die Pflicht ging für sie in seinen Augen klar vor. "Aber... ich freue mich über jede Minute die du bei mir bist. Vielleicht kann ich dir ja helfen und Leute anbrüllen die nicht hart arbeiten...", ließ er es sich aber auch nicht nehmen sie doch an seiner Seite zu wünschen, ganz so als könnte sie sich zweiteilen. Der letzte Teil war nur halb scherzhaft gemeint, irgendwie musste er ja jetzt auch Dampf ablassen.
Ihre Warnung vor den Wachen brachte ihn nur zum lachen. "Die sollens ruhig versuchen!", gab er sich kühn, natürlich mit lautstarkem Grölen und der Faust auf der Brust. "An einem guten Tag nehm ichs allein mit eurer ganzen Garnison auf.", behauptete er noch, bevor er sich wieder in die Decke sinken ließ und seufzte. "Ich trete deinem Vater auf eigenen Beinen entgegen. Und... äh... entschuldige das ich dein Bett vollgeblutet habe."
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BeitragThema: Re: Der Innenhof    Fr Jul 07, 2017 5:23 pm

Ich schüttelte den Kopf Pass auf damit, was du dir wünscht... sonst zeig ichs dir auch noch... aber glaub mir, ich weiß, wie ich richtig zutreten muss... ich mag mit deiner Stärke oder deiner Größe nicht mithalten können, aber ich bin um einiges schneller... und vor allem jetzt, wo du so eingeschränkt bist... murmelte ich leise und versuchte damit, ihm klarzumachen, dass ich auch entgegen meiner Gefühle handeln und zuschlagen oder zutreten würde, wenn er mich so anfasste, wie ich es absolut nicht wollte. Egal wie viel er mir bedeutete und wie viel ich für ihn empfand, auch ihn würde ich nicht einfach tun lassen, was er wollte. Ich war noch immer eine Lady, und das würde ich auch immer bleiben. Meinen Stolz würde auch ein Nordmann wie er nicht brechen, egal wie die Worte seines Hauses lauteten oder wie er es sich vorstellte. Ich würde niemals nur eine kleine, gehorsame Hausfrau werden, und ich würde ihm auf jeden Fall Widerworte geben, sobald er der Meinung war, mich blöd anmachen zu müssen.
Schließlich stand ich langsam auf und seufzte Du mein Lieber bleibst im Bett. Meine Männer kann ich auch selbst anschreien, wenn ich das will oder für nötig erachte... Daher hast du keinen Grund, aufzustehen oder rumzurennen. Und du wirst keinen meiner Männer angreifen, solang du hier bist, verstanden?!

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BeitragThema: Re: Der Innenhof    Fr Jul 07, 2017 9:19 pm

Gorjon seufzte laut und nickte dann, Kalyas Drohung konnte ihn nicht lange stören, sie klang im Gegenteil sogar ganz süß. "Ich hoffe ich gebe dir keinen Grund dazu mich zu verprügeln.", wiegelte er also ab, mit lautem Brummen und einem Lächeln auf den Lippen. Gorjon nahm es durchaus ernst das sie sich verteidigen wollte und es war auch gut so. Wenn dann wollte er eine echte Nordfrau, voller Stolz und eigenem Willen und Kalya versprach genau dies. "Wenn du magst bringe ich dir beizeiten ein paar richtig fiese Griffe bei, mit denen du jeden Mann jammernd zu Boden schickst.", bot er ihr sogar an, weil es ihr scheinbar so viel bedeutete sich wehren zu können, was sie ihm ja auch bereits bewiesen hatte.
Der Nordmann grummelte sich einen leisen Fluch in den Bart, vermischt mit allerhand unverständlichem Kauderwelsch, als sie so streng die Bettruhe bekräftigte. "Ist ja gut.", maulte er nur und sah zu ihr hoch. "Ich greif bestimmt Niemanden an, solange ich im Bett hocke. Ich bleib hier schön liegen.", versprach er also halbwegs feierlich und hob dabei eine Hand. Das er aber nicht ganz still liegen konnte zeigte sich sofort, Gorjon rutschte in eine andere Position und legte sich das Kissen so auf, das er aufrecht im Bett saß, das Bein immer noch schön geschützt, aber er konnte nun auch aus dem Fenster spähen.
"Würdest du mir einen großen Gefallen tun und dich um Wurzi kümmern während ich unpässlich bin? Nur dir würde ich ihn anvertrauen.", bat er dann, denn der Hund würde nun sicherlich erstmal sehr aggressiv sein, vor Allem wo sein Herrchen plötzlich nicht mehr zu ihm kommen würde. "Lass ihn aber lieber nicht zu den anderen Hunden. Sonst hast du nämlich entweder eine ordentliche Beißerei oder reichlich Nachwuchs am Hals."
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