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 Kleiner Garten

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BeitragThema: Re: Kleiner Garten   Mi Mai 04, 2016 3:00 pm

Sie sah zu ihm und wartete aufmerksam, aber geduldig auf eine Antwort von Lord Martell. Dabei wehte eine frische Brise durch den kleinen Garten, in welchem sich Büsche und Blüten nun langsam im Wind zu bewegen begannen. Ein hübscher Anblick, der einem allerdings eine gemeine kleine Gänsehaut bereiten konnte, wenn man falsch gekleidet war, egal wie schön die Sonne auch schien und die kleine Terrasse mit den Stühlen und den kleinen Tischen wärmte. Die Wärme überwog und so konnte Sera die Sonnenstrahlen auf ihrer scheinbar makellosen Haut genießen, während sie den Worten ihres Gesprächspartners lauschte und bei seinen letzten Worten begann zu schmunzelte.
Sie senkte aus reiner Bescheidenheit kurz den dunkelbraunen Blick und dann wieder zu dem Herrn mit dem dornischen Akzent, der kurz darauf die Gelegenheit ihres Schweigens nutze, um einem Diener aufzutragen Wein aus Dorne zu holen. "Geschichten habe ich zu erzählen, ja. Meine eigenen als auch die, die ich bereits gehört habe, Mylord. Doch meine Geschichten gleichen Geheimnissen, müsst Ihr wissen.", sagte sie rätselhaft und zwinkerte ihm zu, während der Wein gebracht wurde. Man reichte Oberyn als auch Sera einen und nach einem sanften Nippen an dem Tropfen aus Dorne, ließ sie ihn sich auf der Zunge zergehen. "Die dornischen Weine sind und bleiben wohl weiterhin die Besten.", lobte sie die Wahl des Lords und schaute lächelnd zu ihm, ehe sie fortfuhr.
"Ich tausche meine Geheimnisse nur, Lord Martell. So macht es mehr Spaß, sie überhaupt zu erzählen. Wobei es natürlich kein Geheimnis ist, dass ich die Tochter von Lord und Lady Dunwyn bin, welche mich als eine Art Mündel nach Casterlystein geschickt haben."
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Oberyn Martell

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BeitragThema: Re: Kleiner Garten   Di Mai 10, 2016 2:32 am

" Hmm ...." Man merkte ihm an das er kurz nachdachte indem er die Augenbrauen leicht zusammenzog und  leichte Denkerfalten auf seiner Stirn sichtbar wurden für... ungefähr 5 Sekunden bevor er mit den Schultern zuckte und die Augenbrauen in die Höhe glitten für einen Blick der garniert wurde von einem spitzbübischem Lächeln. "Ich habe eigentlich garkeine Geheimnisse. Seitdem jeder bereits von Ost nach West meinen Namen vernommen hat und weiss wozu ich in der Lage bin. Vielleicht wurde über einiges sogar mal eine Zusammenfassung verfasst, aber ich erinnere mich nichtmehr an den Namen des Schreibers. Wi..... Wig.... Wik... naja wie auch immer.Ein sehr verdächtiges Grinsen umspielte kurzzeitig seine Lippen, während sein Kopf leicht schief lag und er sie beobachtete. Wenn seine Blicke nun Hände hätten, würden sie an den Trägern ihres Obergewands entlangstreicheln bis dieser ganz zufällig von seinem Platz gelöst werden könnte. Doch er bewegte sich nicht, allein der Blick vermittelte diese sehr ausgeprägte Libido in dem Mann vor ihr, besonders bei einem guten Schluck Wein. " Aber vielleicht gibt es ja etwas was ihr noch nicht über mich wisst. Wie wäre es wenn ich euch eine Frage beantworte und ihr mir eine Frage beantwortet?..so lernen wir uns gleich ein bisschen besser kennen... Er zog seine Sätze mit seinem Akzent ganz gewollt öftersmal in die Länge und prägte die Worte die er betont haben wollte mit einem dornischem Charme dem kaum einer widerstehen konnte... oder wollte. Er war einfach direkt und indirekt zugleich, doch wusste jeder wie gern er sich in Kleinfinger´s Bordellen aufhielt und dort wilde Orgien feierte. Viele Westländer dachten auch das in Dorne sowas an der Tagesordnung stünde. Besonders die, die abfällig über Dorne dachten. Von dort stammten nur die Wilden, mit ihrer Kampfeslust und ihren freizügigen sexuellen Beziehungen sowie der ehrenvolle Umgang mit den Bastardkindern die sie aus ihren Eskapaden zeugten. Sie waren...einfach anders. Nicht liniengetreu. Er beobachtete sie während  sie den Wein kostete und er langsam ihre Kehle herunterglitt.. der unausweichliche Schluckreflex und die dazugehörigen Halsbewegungen schien er ganz genau nachzuverfolgen während er ganz gediegen selbst nach einem kurzen Anstossen einen weiteren Schluck nahm. Der Wein war gut, Sie sah gut aus und war in einem flexiblem Alter, doch  gerade als die  Gedanken an  goldene Löwen auf rotem Feld und die Regens von Castamere-Gesänge aus Oberyn´s Kopf verschwunden waren fiel wieder ein Wort das zu den dreckigen Lennisters führte. Doch diesmal liess er sich nicht soviel anmerken, er hoffte eher sie würde auf sein Vorschlag eingehen. Es gab doch auch viel wichtigeres was man sie fragen könnte... z.b. ob sie es gerne in den A... nein ... oder mit einer anderen? nein... nicht als erstes... andererseits musste er zugeben das genauere Informationen über Casterlystein auch nicht verkehrt sein konnten in seinem perversem Gehirn.
" Wieso haben sie dich fortgeschickt von Zuhause? Haben sie dich nicht geliebt? Oberyn war direkt und manchmal auch etwas kantig und vielleicht sogar verletzend wenn man  jedes Wort auf die Goldwage legte das seinen Mund verliess. Ihm war das Konzept von den Westlanden schon bekannt, doch meistens waren es Geiseln die als Kinder verschachert wurden aus politischen Gründen. Sowas fand er ein wenig primitiv, doch selbst Dorne beugte sich gewissermassen den westlichen  Regeln solange es Doran für richtig hielt.
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BeitragThema: Re: Kleiner Garten   Do Mai 12, 2016 12:43 am

Sie hörte ihm aufmerksam zu und konnte seine Blicke auf sich spüren. Vielsagende Blicke, das sah Sera aus ihrem Augenwinkel heraus ganz deutlich und sie konnte nicht leugnen, dass es ihr irgendwie gefiel. Doch welcher Frau konnte es auch nicht gefallen ab und an mit solchen Blicken gemustert zu werden. Die Lady aus dem Westen schmunzelte etwas schelmisch und nippte wieder an ihrem Becher, während sie ab und an einen nahezu neugierigen Blick aus ihren braunen Augen zu Oberyn hinüber warf.
Seine Worte offenbarten einen gewissen Reiz und Sera war sich sogar sicher, den ein oder anderen Teil aus Lord Martells Leben wirklich noch nicht gehört zu haben. Natürlich, sie hatte, nachdem Lex sie zur Lady gemacht hatte, lesen gelernt, hatte gelernt zu reden wie eine Hochgeborene. Ja, sie hatte sich sogar in der einfachen Geschichte Westeros' unterweisen lassen, damit ihre Vergangenheit mit allen Mitteln verschleiert blieb. Dass ihr persönlicher Lennister-Löwe dabei half, stand natürlich außer Frage, aber selbst wenn ihr großgewachsenes Gegenüber nach der ein oder anderen Kleinigkeit fragen sollte, würde sie diesen Fragen schon gekonnt aus dem Weg gehen. Das konnte die ehemalige Hure, dass konnte sie aus eigener Erfahrung sagen und es verhalf ihr dabei bei seinem gestellten Vorschlag eine Entscheidung zu treffen, die für sie beide interessant werden könnte. Zudem war der Tag bisher noch viel zu langweilig gewesen, um diesen weiterhin so zu verschwenden.
Daher ließ die dunkelhaarige Schönheit ihre Mundwinkel und Brauen spielen. "Ihr unterbreitet interessante Angebote, Mylord. Angebote, die ich bei gutem Wein und ausgezeichneter Gesellschaft schlecht ausschlagen kann.", antwortete sie ihm schließlich und stibitzte sich mit ihren feinen Händen eine rote Weintraube vom Bund, der so verführerisch in einer Obstschale auf einem Beistelltischchen lag. "Fragt ruhig. Ich habe Euch ja bereits eine Antwort entlocken können.", forderte sie dann, nachdem die kleine Beere genüsslichen verspeist hatte.
Bei seiner Frage sah sie mit einer hochgezogenen Braue zu Oberyn hinüber, doch sie kicherte süß und strich sich eine entflohene schwarze Haarsträhne hinters Ohr. "Ihr seid herrlich direkt, Mylord.", sagte Sera, bevor sie fortfuhr. "Aber nein. Lady Lara liebte mich von Herzen und ich liebe sie immer noch. Wir schreiben uns Briefe. Mit meinem hohen Lord Papa kam ich wunderbar aus. Doch sie schickten mich dennoch in die Stadt der Löwen, da diese in den Zeiten des Kriegs sicherer schien. Sie wollten nicht riskieren ihr Herzstück an Barbaren zu verlieren und so blieb ich in Casterlystein. Es gefiel mir dort."
Sie nippte an ihrem Wein. Diese Geschichte ging ihr schon seit vielen Jahren leicht über die vollen Lippen, welche geübt darin waren Lüge als auch Wahrheit zu erzählen. Doch sie sah nun wieder zu ihrem Gesprächspartner hinüber und sah ihn fragend an.
"Stimmen die Geschichten über Euren liebsten Zeitvertreib, Mylord? Ich bin mir sicher, dass Ihr meist Besseres zu tun habt, als in den Gärten von Königsmund zu sitzen und Wein zu trinken." Allein die Blicke zuvor waren ihr schon Antwort genug, doch sie konnte es sich doch nicht nehmen lassen, zu fragen.
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Oberyn Martell

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BeitragThema: Re: Kleiner Garten   Mo Mai 23, 2016 2:20 am

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BeitragThema: Re: Kleiner Garten   Sa Mai 28, 2016 6:19 pm

Es war ein herrlichen prickelndes Gefühl, das bei solcherlei Spielchen durch Mark und Glieder schoss. Zudem konnte Sera nicht verneinen, dass keinen Spaß machte mit dem Prinzen von Dorne zu sprechen, wobei der jungen und vermeintlichen Lady bewusst war, dass sie sich in seiner Gegenwart durchaus hüten musste. Die Geschichten über Lord Oberyn waren ihr schließlich nicht gänzlich unbekannt auch wenn es teils nur Gerüchte sein könnten, die an ihr Ohr gelangt waren. Aber das spielte nur eine kleine Rolle, schließlich spielten sie hier um kleine Geschichten und die dunkelhaarige Schönheit könnte vielleicht ein wenig hinter die Fassade der 'roten Viper' schauen. Zumindest wäre es auf gar keinen Fall unpraktisch, da sie gehört hatte, wie sehr der hochgewachsene Mann aus Dorne die Lennisters verabscheute. Doch sie schmunzelte, gespielt verlegen.
"Ich hege Vergnügen am Spielen, Mylord. Und wenn es zu kalt ist, kann man sich selbst in Casterlystein mit vielen Dingen ein bisschen Wärme bereiten. Warmer Wein hilft im Norden gegen die Kälte, wie ich hörte", sie grinste und nahm einen Schluck aus ihrem Becher, hörte dann neugierig was er zu sagen hatte und konnte sich bei seinen Worten teils ein herzhaftes Grinsen ebenso wenig verkneifen. Oh, wir könnten sicher eine Menge Spaß zusammen haben, Prinz Martell. Zu schade, dass ich meine Treue bereits vergeben habe, dachte sich Sera, dabei ein wenig verschmitzt schmunzelnd. Doch die ehemalige Prostituierte ließ ihren Gesprächspartner keines Falls aus den Augen und sah zu wie er letzten Endes über seine eigenen Worte lachte, selbst wenn dieses schon fast einem Kichern glich. "Kämpfe und Blutvergießen gegen das Vergnügen im Bett...hm...Es hießt nach dem Einen wird das Andere umso besser." Sie lachte etwas und zuckte mit den Brauen, ehe sie wieder zu ihm sah. "Ich habe noch keinen Mann an meiner Seite... doch die Vorstellung unterdrückt zu werden stimmt mich ein wenig nachdenklich. Aber wahrscheinlich nur, weil ich mich nicht unterdrücken lassen würde."
Sie zuckte sanft mit den Schultern. Sera war stets eine Kämpferin gewesen - im übertragenen Sinn natürlich. Aber wenn eine Frau mit ihren eigenen Waffen zu kämpfen wusste, sollte sich ein jeder Mann vor einer solchen Frau fürchten. Glücklicher Weise war die schöne Schwarzhaarige eine solche Frau, zumindest erschien sie sich selbst so.
"Habt ihr noch weitere Fragen an mich?"
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BeitragThema: Re: Kleiner Garten   Di Jun 14, 2016 10:31 pm

Last Post

(OOC: Erstell nen neuen Charakter und geb den hier frei ^^)

Trotz des Spaßes, den die junge Lady gerade empfand, sagte ihr etwas, dass es nicht das aller klügste war, mit einem unverkennbaren Hasser der Lennisters Spielchen zu spielen. Sera war klug genug, um über die richtigen Dinge Schweigen zu bewahren, aber sie sollte dennoch nicht zu viel wagen, das wusste sie. Gerade in der Stadt des Königs konnte das verheerende Folgen haben. Das hatte die Vergangenheit schon oft genug zur Schau gestellt, selbst wenn die ehemalige Prostituierte nicht persönlich dabei war und es mit eigenen Augen sehen konnte.
Geschichten konnten manchmal genauso aussagekräftig sein, wie das wahrhaftige Bild vor Augen. Vielleicht nicht ganz so verstörend, aber dennoch kraftvoll in der Aussage. Weshalb erzählte man sich wohl so oft allerlei Märchen und Sagen und Legenden über dies und jenes.
Aber das spielte nun keine Rolle. Der dunkelhaarigen Schönheit war nur bewusst, dass sie weg musste und das mit Gefühl tun sollte, daher wandte sie sich mit einem charmanten Lächeln wieder an den berühmten Prinzen, der auch als die Rote Viper bekannt war, und schenkte ihm einen eben solchen tiefgreifenden Blick wie viele Male zuvor auch schon. "Leider muss ich Euch mitteilen, Lord Martell, dass ich für eine weitere Spielrunde passen muss. Die Zeit ruft nach mir und mein Gespür sagt mir, dass ich gerade an einem anderen Ort gebraucht werde", sagte sie und stand galant auf, blickte jedoch weiterhin zu ihm. "Mein Herz schmerzt ein wenig, Euch hier so sitzen zu lassen, Mylord. Aber wir werden uns bestimmt bald wieder sehen. Schließlich scheint diese Stadt nur endlos zu sein." Bei diesen Worten zwinkerte Sera und mit einem letzten zuckersüßen Lächeln auf den Lippen wandte sie Oberyn den Rücken zu und ging wieder ihrer Wege.

tbc: ???
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Lannia Rothweyn

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BeitragThema: Re: Kleiner Garten   Mo Jun 19, 2017 11:12 am

cf: Lannias Gemächer

Lannia hatte an ihre Großmutter geschrieben und war gespannt über ihr Eintreffen hier in Königsmund. Es war ohnehin ein wunder, dass sich die alte Lady Rothweyn zu Wort gemeldet hatte, aber wenn die junge Rebe so genau drüber nachdachte, verstand sie durchaus. Die Häuser Lennister und Rothweyn würden sich vereinen und wenn die Löwen die Trauben zwischen ihren Pranken hatten, waren die Tyrells ebenso gut greifbar, wie alle weiteren Verbündeten des großen Hauses der Weite. Ob der Schachzug von Joffrey wirklich überdacht war oder nicht, es war ein kluger Zug gewesen. Einer der das Reich um Königsmund wieder etwas 'festigte' wenn man das denn so sagen konnte. Mit ihrer Leibwache an der Seite strich Lannia einmal sanft über die Saiten ihrer kleinen Leier.
"Auch wenn ich den Namen Lennister annehmen werde, denke ich, dass es mir oder eher uns keineswegs schlecht in Casterlystein gehen wird... Jaime und ich konnten uns gut unterhalten", meinte die hübsche Brünette zu Trevas und zupfte weiter auf den Saiten herum. Vielleicht würde das alles angenehmer werden, als sie befürchtet hatte. Zudem war Tywin Lennister nun offiziell als tot anerkannt worden. Vergiftet hieß es und munkelte man. Aber wie bei allen Dingen, die geflüstert wurden, war es nur schwer die Wahrheit heraus zuerkennen.
Lannia kannte tödliche Gifte. Konnte sie selbst mischen und sagen, ab wann eine Dosis unvermeidlich zum Tod führte. Nicht das beste Handwerk für eine Frau, aber ohne Zweifel die beste Waffe für eine Frau - so sagten es schon alte Geschichten und Lieder.

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Jaime Lennister

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BeitragThema: Re: Kleiner Garten   Do Jul 20, 2017 9:13 pm

cf: Turm der Hand
Nach dem Gespräch mit seiner Schwester wanderte Jaime im Roten Bergfried umher, bis seine Füße ihn in den kleinen Garten führten. In letzter Zeit verbrachte er zu viel Zeit in den Gärten, wenn er aufgewühlt war. Doch was sollte er auch sonst tun? War er davor aufgebracht gewesen, war er auf die Trainingsplätze gegangen und hatte an seinen Kampffähigkeiten gefeilt, bis er fast umfiel vor Erschöpfung. Man rief Jaime Lennister als einen der begabtesten Schwertkämpfer von Westeros – oder hatte es zuimdest getan -, und wer einen solchen Ruf behalten wollte, durfte niemals auf seinen Fähigkeiten sitzen bleiben. Besser ging immer. Und deshalb hatte er geübt, geübt, geübt, bis all sein Denken in seinem Arm lag, der vor- und zurückschnellte, in seinen Beinen, die einen tödlichen Tanz vollführten, kurz – bis Jaime in den Rausch des Kampfes verfallen war. So war es ihm stets möglich gewesen zu vergessen, er hatte seine Sorgen nie ertränkt wie Tyrion – oder Cersei. Ihr täglicher Weinkonsum musste sich in den langen Monaten, in denen er in Gefangenschaft gesessen hatte, mindestens verdreifacht haben. Auch heute hatte sie nach dem Wein gerochen, stärker als noch bei ihrer Auseinandersetzung am Morgen. Entsprechend erregt war ihre Stimmung auch gewesen und es hatte Jaime einiges an Zeit gekostet, sie zu dem Gespräch mit ihrem Sohn zu überreden.
Es war dieses Gespräch mit seiner Schwester, das ihn aufwühlte. Das Gespräch, der Tod ihres Vater, seine Verlobung mit Lannia Rothweyn – seltsam, was alles in so wenigen Tagen geschehen konnte. Doch für Jaime gab es kein Schwerttraining mehr, keinen Kampfrausch. Das hatte Locke ihm genommen, mit seiner rechten Hand. Jaime hatte ihm im Gegenzug das Leben genommen, doch jetzt fühlte diese Rache sich stumpf an. Was hatte es schon gebracht? Der Kerl war tot und er war hier – ein Krüppel, der nun auch die einzige Art der Zerstreuung verloren hatte. Vielleicht sollte ich mit dem Trinken anfangen... Das schienen Politiker ja zu bevorzugen und bald genug würde er nur noch das sein: Ein Politiker. Herrscher über Casterlystein. Ehemann von Lannia Rothweyn, bald Lannia Lennister. Er würde Kriege nur noch aus der Ferne steuern.
Den Blick gedankenverloren zu Boden gerichtet durchquerte er in seinem gewohnt militärischen Schritt den Garten. Gehen ersetzte das Kämpfen nicht, keineswegs. Doch es bot zumindest irgendeine Tätigkeit und sei sie noch so stupide. Um die Ecke vernahm er eine halbwegs vertraute Stimme, konnte sie aber nicht genau zuordnen – und war umso überraschter, plötzlich vor seiner Verlobten zu stehen. “Lady Rothweyn, welch eine Überraschung, euch hier zu treffen”, begrüßte er sie förmlich und neigte als Zeichen des Respekts den Kopf. Er hatte es zwar erst nach der Bestattung seines Vaters vorgehabt, doch die zufällige Begegnung war doch eine gute Gelegenheit, ihr Gespräch fortzuführen. “Ich hoffe, Ihr seid wohlauf?”

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Lannia Rothweyn

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BeitragThema: Re: Kleiner Garten   Di Jul 25, 2017 1:43 pm

Sie gingen weiter durch den kleinen Garten außerhalb des Bergfrieds. Auf Zeit waren diese Steine zu zerdrückend und einengend für das Gemüt. Und Trevas hatte scheinbar nach wie vor einen Kloß im Hals, was die junge Rothweyn durchaus verstehen konnte. Vielleicht empfand er wirklich stärker für sie, als sie es sich überhaupt ausmalen konnte und nun? Nun war die Hoffnung für ihn verpufft, da seine Lady einem anderen versprochen war und eine Hochzeit geplant werden musste. Es war seltsam und doch so real! So vieles wird sich ändern, dachte sich Lannia und runzelte die Stirn. Nur eine minimale Falte bildete sich auf ihrer zarten Stirn, welche sich aber sofort in Luft auflöste, als sie andere Schritte vernahm, geordnete Schritte eines militärischen Takts.
Als würden die Götter wollen, dass sie das Gespräch vom Morgen fortführten, erschien ihr Verlobter um die Ecke und schien so überrascht, wie Lannia sich fühlte. "Die Überraschung ist auch ganz meinerseits, Mylord", sagte sie ehrlich, schmunzelte aber - wenn auch traurig.
"Mir geht es bestens, kein Grund zur Sorge... Ich... ich habe um den Verlust eures Vaters gehört. Mein Beileid. Tywin Lennister war ein großer Mann", sagte sie und schenkte ihm einen beistehenden Blick aus bläulichen Augen.

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Tommen Baratheon

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BeitragThema: Re: Kleiner Garten   Mi Jul 26, 2017 10:43 pm

Langsam, beinahe bedächtig setzte Tommen einen Schritt vor den anderen. Jede Wache, an der er vorbei kam, grüßte er lächelnd, und die Hände hatte er artig hinter dem Rücken verschränkt.

In den letzten Tagen hatte er sich stets darauf konzentriert, die Gänge des Burgfrieds - und überhaupt überall - langsam abzulaufen. Nicht gar rasch und aufgeregt, wie sonst. Er war schließlich kein Kind mehr, wie man ihm immer und immer wieder mit strengem Ton und tadelnden Blicken sagte.
Die Übungseinheiten mit Osric wurden häufiger, und es war Tommen ein Rätsel, warum man es noch nicht aufgegeben hatte, ihm im Schwertkampf zu unterrichten - er war nach wie vor grauenhaft. Insbesondere im Vergleich zu anderen, beispielsweise Joff.
Den Gedanken an seinen Bruder verdrängte er sogleich, er konzentrierte sich stattdessen auf das Licht, dass durch die Fenster nach innen fiel, und darauf, dass er gleich den Garten betreten würde.

Zwar war er fest entschlossen, von seinem kindlichen Sein Abstand zu nehmen, um seine Mutter stolz zu machen, die so oft schreckliche Launen hatte und zu viel trank...aber er konnte nicht anders, als sich an den schönen Blumen und verschiedenem Getier zu erfreuen, das man in den königlichen Gärten bewundern konnte. Das, wenigstens, konnte man ihm nicht nehmen.

Wohlig aufseufzend trat er hinaus und ging ein wenig die kiesigen Wege entlang.
Dann hielt er auch schon inne - Stimmen, ganz in der Nähe. Aufhorchend folgte er ihnen, bog um eine Ecke, und blieb wie angewurzelt stehen.

"Onkel. Sir Jaime, wie..wie schön.", purzelte es instinktiv aus seinem Mund. Und dann wurden seine Ohren warm und er neigte hastig den Kopf, entschuldigend lächelnd. "Lady Lannia, seid gegrüßt."
Er blickte die Dame an und sah dann wieder zu seinem Onkel. Ein wenig mulmig verschränkte er die Finger vor sich, die Arme schlaff fallen lassend. Er...wusste nicht was er sagen sollte. Sein Verhältnis zu Jaime war nie schlecht gewesen - und doch fühlte sich Tommen seit seines Onkels Rückkehr nicht immer ganz wohl in dessen Gegenwart. Jaime Lennister hatte offensichtlich Furchtbares erlebt, und das war zu sehen - in den Äußerlichkeiten und in seinem Verhalten. Tommen konnte nicht ganz beschreiben, aber Sir Jaime kam ihm seit seiner Rückkehr ein wenig anders vor. Und das machte ihm zuweilen Angst.
Hinzu kamen die Geschehnisse bei Joffs Hochzeit, und dann die plötzliche Verkündung von der Verlobung mit Lianna Rothweyn...
Alles geschah so schnell.

Jaime und er hatten seit Ewigkeiten keine Gelegenheit gehabt, mehr als ein paar Worte zu wechseln - eigentlich noch garnicht, seit der Rückkehr des Lennisters.
Deswegen wusste Tommen nicht so recht, wie er sich nun verhalten sollte, und er blickte ein wenig scheu lächelnd zu den beiden, das Kinn zwar gereckt und die Augen neugierig, doch nachdenkliche die Stirn runzelnd und in beührendem Abstand wie festgefroren.

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Spielerin: Kritty
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Jaime Lennister

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BeitragThema: Re: Kleiner Garten   Do Aug 10, 2017 8:21 pm

Jaime nickte zu der Beileidsbekundung zu seiner Verlobten und musterte sie, um herauszufinden, wie ernst ihre Worte gemeint waren. Er war noch nie gut darin gewesen, Menschen zu lesen wie sein Vater oder sein Bruder. Meistens kaufte er ihnen ab, was sie sagten. Dementsprechend schlecht war er auch darin, sich zu verstellen, selbst wenn all die Jahre, in denen er seine Beziehung zu Cersei hatte verbergen müssen, ihn doch einiges gelehrt hatten. Dennoch – wirklich gut war er darin nicht. Nur ein Grund, weshalb er daran zweifelte, ein guter Herrscher über Casterlystein zu sein. Aber was blieb ihm schon anderes übrig? In den Krieg würde er schließlich nicht mehr ziehen.
Lannias Worte klangen durchaus ehrlich und auch ihr trauriges Schmunzeln überzeugte Jaime. Nur fand er in ihren Worten nicht wirklich sind. Das Verhältnis zwischen dem Hause Lennister und dem Hause Tyrell war nie das Beste gewesen, die geplante Hochzeit zwischen Cersei und Loras hin oder her. Nie so schlecht wie das Verhältnis zu den Starks, aber dennoch… Wie konnte Lannia Rothweyn ernsthaft über den Verlust ihres baldigen Schwiegervaters trauern? Er konnte ihr nie etwas bedeutet haben, ob sie nun Jaime heiratete oder nicht.
“Ich danke Euch für Euer Beileid”, sagte er schließlich, als er nun doch von der Ehrlichkeit ihrer Worte überzeugt war und bot ihr seinen Arm an. “Wollt Ihr mich durch den Garten begleiten?” Schlussendlich griffen die Lektionen in Höflichkeit, die nun Ewigkeiten weg schienen, doch, wenn auch zögerlich. Mit Lannia an seiner Seite schritt er weiter durch den Garten und versuchte seine Schritte an ihr ganz und gar nicht militärisches Tempo anzupassen. Es fühlte sich ungewohnt an. Cersei hatte er nie so herumführen dürfen. “Gefallen Euch die Gärten?”, fragte er schließlich, um ein Gespräch zu beginnen.
Weitere Schritten auf dem weißen Kies waren zu hören. Kein Erwachsener, tippte der Königsmörder und er riet richtig. Wer da um die Ecke bog und abrupt stehen blieb, war sein Ne… Sohn Tommen. “Onkel, Sir Jaime”, begrüßte er ihn sofort mehr oder minder stürmisch, bevor sein Blick wohl auf Lannia fiel und er etwas rot wurde. Jaime lächelte fast unmerklich. “Prinz Tommen”, erwiderte er die Begrüßung. Er hatte den Jungen immer gemocht. Ja, er war kindisch, wie Cersei sich oft beklagt hatte, doch er war auch unglaublich unschuldig und liebenswert. Ganz im Gegenteil zu seinem Bruder Joffrey. Der bessere König wäre er bestimmt.
Doch auch wenn der junge Prinz immer noch kindlich wirkte, hatte er einen guten Schuss in Richtung Mannesgestalt gemacht. Seine Pausbacken hatten etwas an Speck verloren und er war eindeutig größer geworden seit dem letzten Mal, da sie miteinander gesprochen hatten. Und das war vor dem Krieg gewesen. “Wie geht es dir, Tommen?”, fragte Jaime, etwas förmlich. Denn anders hatte er mit seinen Kindern nie reden dürfen. Etwas, was er insgeheim stets bedauert hatte. Andererseits hatte sein Vater ihm geradezu aufgetragen, Kinder mit Lannia zu zeugen, Kinder, die offiziell wie inoffiziell die seinen waren, Kinder, die den Namen Lennister trugen. Er hatte eine zweite Chance. Und vielleicht war es der Gedanke, der ihn nun doch etwas positiv auf die bevorstehenden Verplichtungen stimmte.

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Lannia Rothweyn

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BeitragThema: Re: Kleiner Garten   Fr Aug 11, 2017 4:02 pm

Wahrscheinlich war es schwer für ihren Zukünftigen Ehemann schwer zu glauben, dass sie wirklich Mitleid für den Verlust von Tywin Lennister empfand. Aber der Tatsache entgegenblickend, dass er ein Lennister war, konnte man nicht abstreiten, dass er ein großer Mann war. Er hat Dinge vollbracht, von denen andere wahrscheinlich nur träumen konnten, auch wenn die Massaker der Roten Hochzeit von Robb Stark wahrscheinlich ihm zu verschulden war. Ihm und dem neuen Wächter des Nordens. Lannia kannte das Gerede, schließlich erhielt sie genügend Nachricht von ihrem Vater und konnte sich so das ein oder andere selbst zusammenreimen. Dennoch war ihre Beileidsbekundung ehrlich gemeint und so vernahm es wohl auch schließlich Jaime, der ihr dann - ganz den Sitten verfallen - seinen Arm anbot. Ohne großartig zu Zögern hakte sich die Jüngere bei ihm ein. "Ich begleite Euch gerne, Mylord", erwiderte sie noch zusätzlich und ging dann gemächlich neben dem Königsmörder her. Sie beide versuchten wohl sich dem Gang des jeweils anderen anzupassen, bis sich ein einigermaßen gleicher Takt eingestellt hatte.
"Die Gärten von Königsmund sind schön, keine Frage. Doch sie werden wohl nie an die Pracht von Rosengarten oder dem Arbor herankommen, das muss ich gestehen", gab Lannia zu, horchte dann aber - wie wohl auch ihre Begleitung - auf die sich nähernden Schritte. Um die nächste Ecke kam dann auch schon, fast stürmisch, der junge Prinz und Bruder von Joffrey, Tommen Baratheon. Erst seinen sogenannten Onkel grüßend, schien sein Blick dann fast entschuldigend an der Lady Rothweyn zu hängen, ehe er sich ein wenig verneigte und sie ebenso grüßte. Auch die Brünette neigte den Kopf. "Es ist schön Euch zu sehen, Prinz Tommen. Begleitet uns doch durch die Gärten, wenn Euch danach ist", lud Lannia ihn ein und lächelte herzlich. Sie hatte den Prinzen nicht wirklich oft zu Gesicht bekommen und nutze die Gelegenheit nun, um ihn ein wenig zu mustern. Er hatte Ähnlichkeit zu Joff, war in seinen Zügen aber noch kindlicher und weitaus weicher, als sein älterer Bruder. Sein Haar ähnelte mehr dem von Jaime, wenn sie es sich erlauben durfte so etwas zu denken, wobei ihr sogleich der Gedanke durch den Kopf schoss, dass sie in naher Zukunft die Kinder von ihm gebären werde müssen. Wie sie wohl aussehen werden?, fragte sie sich und tippte schon jetzt auf blondes Haar.
"Wenn es die Zeit und die Umstände zulassen, wirst du deinen Onkel und mich doch sicher auf Casterlystein besuchen kommen, Tommen, oder nicht?", wollte Lannia dann wissen, um das Gespräch noch ein wenig voranzutreiben.

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Trevas Batler

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BeitragThema: Re: Kleiner Garten   So Sep 03, 2017 2:55 pm



cf. Lannis Gemächern

Lannia brauchte ihn nicht daran zu erinnern, dass man sie den Löwen zum Fraß vorwarf und sie dann den Namen Lennister annehmen würde. Innerlich kochte er vor Wut. Dieser vermaledaite kleine Zwerg hatte ja wirklich Nerven. Joffrey konnte froh sein, wenn er Trevas nicht über den Weg lief. Innerlich hoffte er auch, dass nicht wieder irgendjemand vorbei kam und das Lied der Lennisters sang. Dann müsste er dies alles nämlich hinnehmen und konnte nichts machen. Man konnte ihm dann noch eher auf der Nase herumtanzen.
"Casterlystein ist wenigstens weit genug von Königsmund weg. Auch wenn es der Sitz des Hauses ist, so hoffe ich dennoch nicht dass dort sonderlich viele von dieser Sippe herumlaufen!"
Eigentlich wollte er noch etwas zu diesem Haus sagen, aber der Neuankömmling brachte ihn zum schweigen. Jaime Lennister. Sohn des Tywin Lennisters und Bruder der Königin Regentin die dieses Biest auf den Thron gesetzt hatte. Er war sich nicht wirklich sicher ob es ihm besser gehen sollte jetzt da der Kopf der Lennisters tot war. Genugtuung fühlte sich wohl anders an. Auch wenn es kein Mitleid war so kam in ihm ein gewisses Verständnis auf. Lange musterte er den Königsmörder und ließ ihn nicht aus den Augen. Er traute ihm nicht und das würde sich auch so schnell nicht ändern.

Da er aber kein schlechtes Licht auf seine Lady werfen wollte, verneigte er sich kurz vor Jaime und begrüßte ihn.
"Ser Jaime Lennister. Seid gegrüßt!"
Man sah den Widerwillen in seinem Tun. Seine Gesichtszüge versuchte er zu überspielen, doch man konnte ihm irgendwo ansehen, dass er es hasste sich vor Jaime zu verneigen. Langsam hob er den Kopf wieder und trat noch einen Schritt zu Lannia. Die beiden liefen los und Trevas lief ein paar Schritte hinter ihnen. Er war der Leibwächter von Lannia. Doch dies gab ihm noch lange nicht das Recht dem Gespräch folgen zu dürfen. Solange er seine Lady im Auge hatte,, konnte er im Notfall eingreifen und er wollte den Königsmörder auch nicht aus den Augen lassen. Nachdem sie eine Weile gelaufen waren, kam noch eine Person auf sie zu. Tommen Baratheon, der kleine Bruder dieses Bastards der sich König schimpfte. Auch vor ihm verneigte er sich leicht und hielt den Blick immer auf sein Ziel gewandt.
"Prinz Tommen!"
Seine Worte klangen kurz angebunden. Wenn Lannia Jaime heiratete, bedeutete das jetzt für ihn dass er auf alle drei aufpassen musste? Denn Tommen konnte man ja bald als so eine Art Neffen von ihr bezeichnen oder? Na war ja ganz toll. Auf Lannia gab er gerne Acht, aber auf den Rest?
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Tommen Baratheon

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BeitragThema: Re: Kleiner Garten   Fr Sep 08, 2017 7:44 pm

Tommens Augen leuchteten auf, als sowohl sein Onkel als auch Lady Lannia freundlich antworteten - sie schienen sich überhaupt nicht gestört zu fühlen und wollten nicht, dass er ging.

Er lächelte dem Ritter zu und zuckte gleichzeitig mit den Schultern.
"Mir geht es gut, vielen Dank. Man meint nach wie vor, mich mit dem Schwertkampf zu quälen, obgleich ich leider weiterhin keine großen Fortschritte mache."
Kurz blickte er peinlich berührt auf den Boden vor sich, doch dann hob er den Blick wieder, grinsend.

"Aber jeder hat seine Talente. Mir liegt das Schwert eben nicht besonders. Dafür gibt es Männer wie dich."
Er wandte sich dann an die weibliche Begleitung seines Onkels, leicht den Kopf neigend.
"Sehr gerne, Lady Lannia. Das wäre mir eine Ehre."
Um seine Worte zu betonen, machte er ein paar Schritte auf das Paar zu. Erst jetzt bemerkte er die andere Begleitung, und Tommen schoss Röte ins Gesicht - er hatte den Mann überhaupt nicht gegrüßt! Hätte ihn der Mann, der treu beinahe niemals von Lady Lannias Seite wich, nicht gegrüßt, hätte Tommen ihn wohl vollends übersehen.
"Entschuldigt. Seid auch Ihr gegrüßt."

Sie setzten sich alle in Bewegung, und Tommen griff die Frage von zuvor auf.
"Selbstverständlich werde ich Casterlystein besuchen kommen. Nichts wäre mir lieber."
'Dann könnte ich auch weg von Joffrey..., schoss es ihm durch den Kopf, doch natürlich sprach er die Worte nicht aus.
"Meine Schwester könnte mich sicherlich begleiten?", fügte er dann hinzu, und beäugte seinen Onkel von der Seite, abwartend zu ihm aufblickend.

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Jaime Lennister

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BeitragThema: Re: Kleiner Garten   Mi Okt 04, 2017 2:18 pm

Lannias Leibwache schien nicht sonderlich angetan von Jaime zu sein, dem es wiederum äußerst schwer fiel, dem bewaffneten Mann den Rücken zuzukehren. Ihm würde es sicher nur Recht sein, wenn die Eheschließung urplötzlich aufgelöst werden würde – selbst wenn dies darin bestand, dass Jaime mit einem Schwert im Rücken starb. Und ganz ehrlich? Wie unwahrscheinlich war das schon? Es lauerten überall Feinde und nach Tywins Tod würden sie sich wesentlich mehr trauen. Sein Vater war in ganz Westeros gefürchtet und verhasst gewesen und doch hätte es niemand gewagt, sich ihm zu stellen – zumal all jene, die es je versuchten, einen brutalen Tod erlitten hatten, ob es nun die Familie Regn war oder der Junge Wolf und sein Gefolge. Jaime, Cersei und Tyrion hingegen hatte man nie gefürchtet. Für das Gemeine Volk waren sie nur Welpen, zwei davon verkrüppelt und die andere eine Frau. Wer würde sie schon fürchten? Und Angst war der Grundstein für Respekt, das wusste er. Denn Liebe konnten sie noch viel weniger erwarten.
Doch Jaime verdrängte die Gedanken und wandte sich seiner baldigen Gemahlin zu. “Dann werden die Gärten von Casterlystein euch umso mehr enttäuschen, fürchte ich. Dafür kann ich die Aussicht von den Klippen wirklich empfehlen”, erwiderte er und merkte, wie er in ihrer Gegenwart langsam sicherer wurde. Sie war dem Königsmörder sympathisch und er glaubte sich einzubilden, dass sie ihn lange nicht so verabscheute wie Cersei Robert vor seinem Tod. Und das waren doch schon einmal gute Voraussetzungen für eine erträgliche Ehe oder?
Tommen hingegen schien so zu sein, wie er immer gewesen war. Offen, herzlich und unglaublich liebenswert. Seine Klagen über den Schwertkampf entlockten Jaime ein Schmunzeln. Er selbst hatte viele Jahre versucht, seinem Sohn diese Fertigkeiten anzutraineren, allerdings erfolglos. Der Prinz würde ebenso wenig in den Krieg ziehen wie er. Für Jaime waren diese Zeiten vorbei, für Tommen würden sie vermutlich nie beginnen. Ein Dorn im Auge von Cersei und ihrerzeits Robert und Tywin. Sie stempelten ihn als schwach ab und vielleicht hatten sie Recht. Doch sein Wesen war durchaus angenehmer als das seines großen Bruders und das wusste Jaime zu schätzen.
“Du hast Recht, der Schwertkampf ist nicht jedermanns Metier.” Doch dann wurde er ernst. “Aber meines ist es auch nicht mehr.” Wie immer etwas unglücklich beäugte Jaime seine Goldhand, auf der Lannias weiße, feingliedrige Hand lag. “Ich denke an Turnieren werden wir beide nicht mehr teilnehmen”, versuchte er dem Ganzen eine scherzhafte Note zu geben.
Dahingegen stimmte Tommens Frage ihn äußerst nachdenklich. Sicherlich wusste er noch nichts, von dem Plan, den Tyrion und Jaime entwickelt hatten. Wie auch? Docch wieviel konnte und durfte er davon verraten. “Ich weiß nicht, ob und wann Myrcella aus Dorne zurückkommt und ihrer Familie einen Besuch abstattet, aber dann steht Casterlystein gewiss auch auf der Liste”, drückte er sich so vorsichtig wie nur möglich aus.

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Lannia Rothweyn

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BeitragThema: Re: Kleiner Garten   So Nov 05, 2017 2:09 am

Ihre Leibwache machte kein großes Geheimnis daraus, dass er die Lennisters nicht leiden konnte. Aber in der Öffentlichkeit musste er sich beherrschen. Solch ein Verhalten wie zuvor, ging nicht. Erst recht nicht vor und auf der Hochzeit! Man würde ihn nur hinrichten. Eine Vorstellung, die sich Lannia nicht ausmalen wollte. Denn trotz ihrer Verlobung mit dem Königsmörder, mochte oder liebte sie den Dunkelhaarigen sehr, wollte nicht dass er von ihrer Seite wich, weil er ihr das Gefühl von Sicherheit gab. Eine unerklärliche Sache, aber wahrscheinlich lag es daran, dass Wache und Lady sich einfach schon seit ihrer Kindheit kannten.
Aber Trev war in diesem Moment nicht mehr als ihre Leibwache, ihr Beschützer, auch wenn sie bezweifelte, dass ihr in der Gegenwart von Jaime und Tommen wirklich Gefahr drohte. Aber das war der jungen Lady ebenso egal wie dem Dunkelhaarigen. Aber ihre Aufmerksamkeit galt dennoch erstmal ihrem Verlobten. "Dann werdet ihr mir die Klippen bei Casterlystein schmackhaft machen müssen", erwiderte Lannia auf die Worte des Lennisters, ehe auch schon Tommen zu ihnen gestoßen kam.

Beim Schwertkampf hielt sich die Brünette zurück, wobei die Fingerspitzen der Rothweynlady bei den etwas wehmütigen und ernsteren Worten des Löwen über dessen Goldhand strich. Sie wusste er würde nichts auf dieser spüren. Doch das Gold schien glatt und rau zu gleich zu sein, anscheinend ebenso, wie dieser Ritter gestrickt war. Eine harte Schale mit weichem Kern, wie es bei so vielen Männern der Fall war, wenn sie Erzählungen trauen durfte - und das sollte eigentlich keiner. "An Turnieren gibt es noch weitere Disziplinen als den Schwertkampf, Mylord. Vielleicht wäre Bogenschießen eine Möglichkeit... oder der Wurf von Messern", überlegte Lannia laut und sah dann zu Tommen. "Wo seht ihr Eure größten Talente, Prinz Tommen? Talente jeglicher Art sollten geschult werden, wenn ihr mich fragt."
Wann auch immer Myrcella aus Dorne zurück kam, könnte sie zusammen mit ihrem Bruder nach Casterlystein kommen. Darin lag gar kein Zweifel. Doch die Frage, wann sie zurückkehrte, blieb vorerst unbeantwortet. "Wann auch immer dieser Besuch sein wird, sie wird herzlich Willkommen sein. Ihr beide."

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Tommen Baratheon

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BeitragThema: Re: Kleiner Garten   So Dez 03, 2017 4:24 pm

ot:Ich überspringe Trevas mal...ich hoffe das ist in Ordnung?

Als sein Onkel seine unechte Hand referierte sah Tommen für einen Moment unangenehm berührt zu Boden und verlagerte sein Gewicht.
Doch als Sir Jaime fortfuhr sah er wieder auf und versuchte sich an einem vorsichtigen Lächeln. Höflich nickte er und erwiderte Lady Lannias Blick.

"Ihr habt recht, Lady Lannia. Ich schätze ich werde meine Talente noch entdecken.", etwas zöglicher fügte er dann hinzu: "Ich...verstehe etwas von Tieren. Allerdings befürchte ich, dass es in diesem Bereich keine Zukunft für mich gibt, da es sich für unsereins wohl nicht ziemt, einfacher Tierhändler oder dergleichen zu werden."
Er zuckte mit den Schultern und sog die Unterlippe ein. "Ich denke das Schreiben liegt mir.", schloss er dann, und zeigte ein schwaches Lächeln. Gerne wäre er in Vielerlei Dingen begabt wie seine Schwester, ja sogar sein Bruder. Der Gedanke an Myrcella ließ sein Herz einen kleinen Sprung machen.

Er wandte sich wieder an seinen Onkel.
"Kann es denn sein, dass Myrcella nie wieder kommt?", fragte er und seine Augen weiteten sich ein wenig. Dieser Gedanke kam ihm abstrus und unglaublich vor. Unbewusst ballte er die Hände zu Fäusten und presste die Lippen fest aufeinander.

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