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 Tomas alte Jagdhütte

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Vasilyssa Krenz

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BeitragThema: Re: Tomas alte Jagdhütte   Do März 23, 2017 6:41 am

Während ich auf dem Bett lag und ihm beim Schreiben zusah, zierte ein geheimnisvolles Lächeln meine Lippen, als wüsste ich etwas, das kein anderer wusste, doch in mir sah es ganz anders aus. In mir war eine Verwirrung, die dem Chaos im Zimmer meines jüngsten Bruders nahekam. Fragen über Fragen spukten durch meinen Kopf: 'Was, wenn Vater doch nicht zahlt? Dann war alles umsonst!' war eine davon, oder 'Wenn das alles hier rauskommt, wird Tomas Familie schrecklich enttäuscht sein...', aber die schlimmste war eindeutig: 'Was, wenn er sich gegen die Hochzeit entscheidet und das hier die letzten Stunden sind, die wir zusammen haben? Wir würden uns danach wohl nie wieder sehen...'
Es war beängstigend, sowas zu denken, und doch war es im Bereich des Möglichen, dass er die gleiche Angst spürte wie ich, wenn es darum ging, wie lange dieser Frieden noch halten würde, und lieber jetzt noch die Notbremse zog, bevor es zu spät war und wir eine Ehe voller Streit führen müssen. Vielleicht wäre es auch durchaus besser so, dann wären die letzten Erinnerungen an den jeweils anderen wenigstens gute Erinnerungen, keine an einen Streit oder an den Hass zwischen uns, sondern an friedliche Stunden zu zweit, an aufregende Küsse und das warme Kribbeln.
Als er schließlich zu mir kam, verscheuchte ich all diese Gedanken und erwiderte seinen Kuss mit geschlossenen Augen. Langsam setzte ich mich auf und schielte auf sein Blatt, um die Worte mitzulesen, während er sie rezitierte. Einerseits rührte mich sein Gedicht unendlich und ich musste mich sehr zusammenreißen, um konzentriert zu bleiben, statt anzufangen zu träumen, andererseits erschwerte es mir die Entscheidungsfindung nun noch zusätzlich. Die Tatsache, dass ich keine Ahnung hatte, was er empfand, machte es wirklich schwer, das selbe über mich herauszufinden. Denn ja, seine Nähe verwirrte mich - auf eine gute Art und Weise - und seine Berührungen lösten etwas in mir aus, das ich noch nie in dieser Form gespürt hatte, aber ich schreckte noch immer davor zurück, das, was ich empfand, als Liebe zu bezeichnen.
Liebe war so ein großes Wort, dass ich nicht einmal sagen konnte, was alles dazugehörte, wie sich reine Liebe anfühlte. Ich spürte in mir eine gewisse Sehnsucht danach, zu lieben, ihn zu lieben, aber was war, wenn er nicht so empfand? Wenn ich mich jetzt auf die Liebe einließ, und er mich dennoch wegschickte, würde es noch mehr wehtun als jeder Schlag meines Vaters.
Es ist wunderschön... Jedes Wort kommt direkt von hier... eine Hand wanderte langsam zu seinem Herzen, verharrte dort einige Sekunden und strich dann weiter nach oben zu seiner Schulter, wo sie liegen blieb. Lange ließ das Kribbeln nicht auf sich warten, obwohl es bei dieser eher beiläufigen Berührung nicht so stark war, wie es sein konnte, wenn er mich küsste oder massierte. Dann war es wirklich, als hätte er eine Tür in mir aufgestoßen und tausende Schmetterlinge befreit.

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Tomas Drees

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BeitragThema: Re: Tomas alte Jagdhütte   Do März 23, 2017 10:43 am

Mit ihrer Hand auf seinem Herz fühlte sich Tomas von tiefer Wärme durchströmt. Auch ihre Worte trugen zu diesem Gefühl bei und er lächelte sie glücklich und verträumt an. Der Moment kam ihm länger vor als er eigentlich war und trotzdem schien er schmerzlich kurz, als ihre Hand auch schon zu seiner Schulter glitt. "Du hast mich eben inspiriert...", murmelte er fast entschuldigend für die romantischen Worte und sofort grinste er weiter, man merkte das er sich sehr wohl mit ihr fühlte und langsam beugte er sich vor um eine Hand um ihre Schulter zu schlingen und sie für einen intensiven Kuss an sich zu ziehen.
Seltsamerweise konnte er den Kuss nicht so sehr genießen wie zuvor. Es ging ihm viel zu viel durch den Kopf, denn der Gedanke jeder Kuss könnte allmählich der Letzte zwischen ihnen sein drängte sich unangenehm in den Vordergrund. Dabei hatte Tomas längst noch keine Entscheidung über ihre Zukunft treffen können, sie waren nur so wenige Tage zusammen gewesen, da war die Angst groß. Er wusste nicht wie es Vasilyssa dabei ging, auch hatte er Angst seine Gefühle offen zu legen, zumal er nicht einmal wusste welche Gefühle es waren. Wenn er jetzt von Liebe sprach fürchtete er sie zu vergraulen, weil es von außen betrachtet doch viel zu schnell ging.
Tomas seufzte, als sie sich voneinander lösten. Sein Blick ruhte lange auf ihr und er erhob sich langsam, schritt zu einem Fenster und starrte ausdruckslos in den Wald. "Lyssa... ich muss zugeben, dass ich verwirrt bin...", murmelte er schließlich. "Ich genieße die Zeit mit dir sehr, aber... was ist wenn... du weißt wie es jahrelang zwischen uns ging...", begann er aller Ängste zum Trotz doch von der Zukunft zu sprechen. Wieder einmal fühlte er sich verloren, wünschte sich sehnlichst ein Signal von ihr.

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Vasilyssa Krenz

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BeitragThema: Re: Tomas alte Jagdhütte   Do März 23, 2017 1:49 pm

Ich lächelte sanft und genoss den Kuss sehr. Ich liebte es, seine weichen Lippen zu spüren, und vor allem, wenn ich ihm dabei so nah sein konnte. Allerdings schien es ihm ähnlich zu gehen wie mir, denn auch von ihm kam nicht die gleiche Leidenschaft wie sonst.
Du bist nicht der einzige, der Angst hat... Ich will bei dir sein, so lange es geht, aber... was, wenn wir uns für die Hochzeit entscheiden und es nach ein paar Wochen oder Monaten doch wieder so wird, wie es war? Wenn wir uns wieder nur streiten? Ich seufzte tief und sank auf en Stuhl am Kamin. Bevor das passiert... würde ich die Ehe lieber ganz sein lassen... ich will nicht, dass zwischen uns wieder so ein Hass entsteht... Immerhin... würde es mit guten Erinnerungen enden, wenn wir... es beenden... Meine Stimme war nur sehr leise, man hörte, dass mich der Gedanke, ihn zu verlassen, zumal es ja schon morgen wäre, mehr als abschreckte. Ich wollte nicht gehen, nicht, wenn es keine andere Möglichkeit gab. Ich wollte ihn bei mir haben, sooft und solang es nur möglich war.
Langsam stand ich auf und ging zu ihm, zögerte aber zu sprechen. Ich... weiß nicht, ob es Liebe ist, oder ob es Liebe wird... Aber... Dieses Gefühl, dieses Kribbeln, wann immer du mich berührst, oder auch nur ansiehst... Das... sind auf jeden Fall keine rein freundschaftlichen Gefühle... Das ist sehr viel mehr... Auch wenn ich absolut nicht weiß was... Und irgendwie... macht es mir Angst, wie schnell sich das alles gewandelt hat...

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Tomas Drees

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BeitragThema: Re: Tomas alte Jagdhütte   Do März 23, 2017 2:25 pm

Tomas beobachtete sie genau als sie sprach. Es erleichterte ihn, dass sie ebenfalls Angst hatte, da war er wenigstens nicht mehr allein mit diesem Gefühl. "Genau diese Fragen geistern mir ebenfalls durch den Kopf.", murmelte er, bevor sie sich auf dem Stuhl am Kamin niederließ. Sein Blick folgte ihr nun, aber er blieb lieber auf Abstand. Ein kurzes Nicken, gefolgt von einem Seufzen waren die Reaktion auf ihre nächsten Worte, die ihn noch in seiner Annahme sie könnten genau dieselben Gedanken haben bestärkte.
"So oder so... egal wie wir uns entscheiden, wir könnten die Entscheidung schwer bereuen. Oder... es könnte die beste Entscheidung unseres Lebens sein...", sprach er das Problem offen aus. Die Ungewissheit war einfach zu groß um da keine Magenschmerzen zu haben, doch ihre Frage nach der Liebe und die Beschreibung des Kribbelns weckten seltsame Entschlossenheit in ihm. Sein Blick richtete sich zu Boden und er lächelte. "Ich weiß ganz genau was du meinst... bei mir ist es haargenau so... das Kribbeln... ein warmes Gefühl... und dann ganz viel Angst über die Ungewissheit...", murmelte er, bevor er zu ihr aufsah und ganz langsam zu ihr schritt.
Sein Hand streichelte ihre Wange und er lächelte wehmütig. "Wie wir uns auch entscheiden, du sollst wissen, wie sehr ich die kurze Zeit hier mit dir genossen habe.", stand eine Sache schon fest. Es wäre verrückt die Entscheidung jetzt an irgendwelche Bedingungen zu knüpfen die bis morgen erfüllt sein sollten. Ebenso war es verrückt einfach aus dem Bauch heraus zu entscheiden. Sie steckten in der Zwickmühle, es ließ sich nicht anders sagen, weshalb er einen anderen Ansatz wählte. "Bei unserer Vorgeschichte... da hätte ich nicht gedacht, dass es... überhaupt soweit kommen könnte...", murmelte er und lächelte. "Meine... Eltern haben sich erst während der Hochzeit kennen gelernt, sie... hatten gar keine Wahl. Vielleicht... sollten wir uns sogar glücklich schätzen, aber... diese Entscheidungsgewalt ist auch eine gewaltige Bürde.", fügte er an und strich ihr sanft über die Wange. Eine Idee kam in seinen Kopf, ein alter Trick seines Vaters bei schweren Entscheidungen. "Kopf wir heiraten, Zahl wir lassen es bleiben...", erklärte er also, als er eine Münze zückte und warf. Er fing sie und hielt sie verdeckt auf seinem Unterarm fest.
"Was... was glaubst du ist es?", fragte er zögerlich und seufzte. Natürlich hatte Tomas nicht vor diese schwere Entscheidung einem simplen Münzwurf zu überlassen. Aber so ging der Trick auch gar nicht. Es ging darum zu prüfen ob man auf ein bestimmtes Ergebnis hoffte und Tomas verspürte genau diesen Wunsch stärker als er es geahnt hatte. Sein Blick suchte den von Vasilyssa. "Was... hoffst du ist es?", fragte er langsam.

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BeitragThema: Re: Tomas alte Jagdhütte   Do März 23, 2017 2:38 pm

Ich seufzte leise. Einerseits beruhigte es mich sehr, dass auch er diese Angst und Ungewissheit spürte. Andererseits hatte ich sehr gehofft, dass er eine Entscheidung treffen würde, dann hätte ich es nicht tun müssen. Warum konnte er nicht einfach sagen, was er wollte? Andererseits könnte es aber auch sein, dass wir... uns zu sehr bemühen, es zu bereuen oder als Segen zu sehen, je nach Ergebnis... murmelte ich leise und seufzt. So würde es mit dann vermutlich gehen, dass ich versuchen würde, der Ehe etwas gutes abzugewinnen, selbst wenn sie sich als Katastrophe entpuppen würde.
Als er schließlich eine Münze zückte, blinzelte ich verwirrt. Hatte er wirklich vor, diese Entscheidung, die den Rest unseres Lebens bestimmen konnte, einem Münzwurf zu überlassen? Es war mir wirklich unangenehm, es wirklich so leichtfertig aufgrund eines Zufalls zu entscheiden, ohne wirklich eine eigene Entscheidung darüber treffen zu können. Ich... weiß nicht... Ich biss mir auf die Lippe und zögerte, senkte kurz den Kopf und wurde rot Ich hoffe auf Kopf... Man bereut im Leben später immer nur das, was man nicht getan hat... wenn es wirklich sein sollte, dass es nicht funktioniert, können wir immer noch getrennte Schlafzimmer nehmen... Aber ich hoffe auf Kopf, trotz allem... Ich schloss die Augen, aus Angst, die Münze könnte doch Zahl zeigen. Was, wenn er sich darauf verlassen würde? Wenn er der Münze wirklich mehr vertraute als seinem Gefühl?

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BeitragThema: Re: Tomas alte Jagdhütte   Do März 23, 2017 3:00 pm

Tomas nickte und senkte doch wieder den Kopf. Sie hatte schon Recht, er sollte nicht nur zwischen Katastrophe und Segen unterscheiden. Allerdings war es in dieser Situation alles Andere als einfach, es war leichter sich ein pures schwarz-weiß Denken einzureden, jedenfalls für ihn.
So oder so wagte er nun den Münzwurf. Dabei war ihm ihre Reaktion sehr wichtig. Es schien ihr nicht zu behagen, was durchaus die gewünschte Reaktion war. Mit klopfendem Herzen beobachtete er sie, ihre Worte waren nun extrem wichtig. Ein leichtes Lächeln bildete sich bei ihm, je mehr sie sprach und er schloss kurz die Augen und seufzte. Als er aufsah hatte nun wiederum Vasilyssa die Augen geschlossen. "Bitte, sieh jetzt her. Ich will das du es siehst.", bat er also und erst wenn sie wieder die Augen öffnete würde er fort fahren. Noch immer verbarg seine Hand die Münze auf dem Unterarm. Er nahm sie in seine Faust, hielt ihr die Hand hin ohne die Faust zu öffnen und steckte die Münze ohne Umschweife in sein Säckel zurück, ohne das Jemand eine Chance haben könnte sie zu sehen. Nachdem er den Säckel ein paar mal geschüttelt hatte war der Münzwurf unwiederbringlich annulliert und er lächelte sie an.
"Auch ich habe auf Kopf gehofft.", erklärte er verlegen lächelnd, erst jetzt merkte Tomas wie rot er geworden war. "Deine Einstellung ist toll, man bereut was man nicht getan hat...", wiederholte er dann und schmunzelte. Ganz vorsichtig trat er an sie heran und sah in ihre Augen. "Vasilyssa, wir werden heiraten.", bekräftige er und allein die Worte auszusprechen drohte ihn in Ohnmacht zu bringen. Es kribbelte am ganzen Körper und er wusste nicht welche Auswirkungen die Entscheidung haben würde. Aber es tat irgendwie auch ganz gut sie getroffen zu haben.
Langsam beugte er sich zu ihr herunter, für einen weiteren, zärtlichen Kuss. "Lass uns sofort zum Jägershof gehen. Ich... halte die Lüge nicht mehr aus. Wir beenden diese Scharade, bevor uns andere Gedanken kommen können. Dann wird sich Niemand mehr um uns Sorgen machen müssen.", bat er nun und nahm vorher noch ihre Hand, gab ihr einen Handkuss. Er lächelte, auch wenn die letzten Minuten ihn völlig erschöpft hatten. Nicht körperlich, aber geistig.

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BeitragThema: Re: Tomas alte Jagdhütte   Do März 23, 2017 3:22 pm

Entgeistert sah ich zu, wie er die Münze wieder in seine Tasche steckte. Das ganze Theater, und jetzt? Alles umsonst! Ich hatte ihm umsonst gesagt, wie ich fühlte. Ich wich einen Schritt zurück und blinzelte kurz Du verarscht mich, oder? fragte ich nach und sah ihn an, wobei ich absolut nicht wusste, was ich fühlen sollte.
Freude, weil er die Hochzeit ebenfalls wollte und sie nun offiziell machte? Angst, weil es jetzt offiziell war? Wut, weil er mich so getäuscht hatte? In mir war einmal mehr absolute Verwirrung, und sein Kuss war auch nicht sonderlich zuträglich, er verwirrte mich nur noch mehr, da das Kribbeln meine Gedanken lahmlegte und ich konnte absolut nicht herausfinden, was los war.
Lass uns gehen... Deine Eltern haben es verdient, die Wahrheit zu erfahren... oder zumindest ihren Sohn zurückzubekommen... murmelte ich leise und lächelte kurz, ging dann zu meiner Tasche, legte das Gedicht, das er für mich geschrieben hatte, in meine Tasche und packte auch den Rest zusammen. Fast wehmütig betrachtete ich die Hütte nochmal, trat dann nach draußen. Ich würde die Zweisamkeit und Nähe hier vermissen, denn auch wenn Jägershof nicht das größte Anwesen war, so war es doch größer als die Hütte und es gäbe sehr viel mehr Platz, wie wir uns aus dem Weg gehen könnten. Was, wenn ich ihn wirklich seltener sehen würde? Dann hätte die Ehe genau den entgegengesetzten Effekt als den, den man eigentlich von einer solchen Verbindung erwartet hätte.

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BeitragThema: Re: Tomas alte Jagdhütte   Do März 23, 2017 3:39 pm

Ihre Reaktion war weder überraschend noch unverständlich. Tomas lächelte sanft, biss sich aber auch innerlich auf die Zunge, unsicher ob er es nicht übertrieben hatte. "Lyssa, ich verarsche dich nicht. Ich... wollte nur das wir auf unsere Gefühle hören und... dies schien mir der einzig ehrliche Weg...", erklärte er mit leicht gesenktem Kopf. "Ich hoffe sehr, du verzeihst mir das ich gedrängt habe, jedoch... ich habe es einfach nicht mehr ausgehalten. Und... ob wir die Entscheidung heute oder morgen fällen... es ist so oder so zu wenig Zeit um sinnvoll darüber nachzudenken, wir... mussten auf unsere Herzen hören.", versuchte er weiterhin es ihr schmackhaft zu machen, dabei war er selbst von Gefühlschaos durchzogen.
"Ja, gehen wir...", murmelte er und lächelte doch. Er rührte sich jedoch nicht direkt vom Fleck, sondern beobachtete sie kurz. "Du... solltest deine Tasche hier lassen. Deine Sachen sind hier ja in Sicherheit, aber... es wäre unserer Lüge abträglich wenn du... mit Gepäck zurückkehrst, immerhin... wurdest du ja entführt.", sprach er, was wirklich schwer fiel. Er musste jetzt hinterhältig sein, an die Lüge denken und sie logisch halten. Entführer hätten ihr kaum erlaubt Gepäck mitzunehmen. "Du müsstest dich sogar noch einmal umziehen.", stellte er fest und seufzte. "Ich verspreche, wir werden Alles zu einem späteren Zeitpunkt zurückholen.", fügte er noch an und machte sich dann selbst fertig.
Viel musste Tomas eigentlich nicht tun. Er musste seine mitgenommene Ausrüstung wieder anlegen, was schnell geschehen war. Trotzdem dauerte es länger, denn die traute Zweisamkeit zurückzulassen fiel schwer. Doch für seine Familie war es Alles wert. "Meine Familie wird ihren Sohn zurückbekommen. Und eine wunderbare Lady hinzu.", erklärte er schließlich und lächelte verlegen. Es war wirklich nicht einfach, aber sie mussten jetzt einfach gehen und noch einmal lügen. Ein einziges Mal, damit sie glücklich werden konnten.

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BeitragThema: Re: Tomas alte Jagdhütte   Do März 23, 2017 4:07 pm

Ich blickte kurz zu ihm zurück und schüttelte den Kopf Das war ziemlich gemein von dir... Du hättest mich auch einfach fragen können... Ich hab gedacht, du wolltest das hier wirklich mit dieser Münze entscheiden... Ich musste mich schwer beherrschen, um ihn nicht anzuschreien. Ich wollte keinen Streit, und ich wolle auch keinen Hass. Aber die Erleichterung, dass er diese Entscheidung nicht einfach so leichtfertig getroffen hatte, brachte mich dermaßen durcheinander, dass ich nicht wirklich wusste, wie ich reagierte. Bei seinen Worten ließ ich die Tasche von meiner Schulter gleiten und zögerte. Ich nahm das Kleid, das ich bei unserer 'Flucht' getragen hatte und zog es wieder an, wobei ich mich bemüht, ihm meinen Körper vorzuenthalten und ihn nichts sehen zu lassen. Langsam musterte ich das Kleid, packte dann den Ärmel und zog mit einem Ruck daran, sodass sich die Naht löste und das helle Unterkleid sichtbar wurde. Etwas Asche und Dreck vervollständigten den zerzausten, dreckigen Look, meine Haare waren ebenfalls schnell angepasst, sodass ich kurz darauf wirklich aussah, als hätte man mich entführt. Meine Schönheit verbarg sich dabei hinter dem Dreck, und die Tatsache, dass ich von meinem Vater als Abschiedsgeschenk noch einige blaue Flecke und Prellungen hatte, machte das ganze noch überzeugender.
Ich schob mir langsam das Gedicht, dass er gerade für mich geschrieben hatte, unter das Mieder, nicht gewillt es hier zu lassen. Das hier lasse ich nicht hier... es ist mir zu wichtig... murmelte ich, bevor ich aus der Hütte ging und mich langsam auf den Weg nach Jägershof machte.

Tbc: Der Innenhof des Guts

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