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 Tomas alte Jagdhütte

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Tomas Drees

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BeitragThema: Re: Tomas alte Jagdhütte   Sa März 18, 2017 11:36 pm

Das Lächeln in seinem Gesicht wurde wärmer, kaum das er gehört hatte wie schön es für sie gewesen war. "Ich muss später wohl auch ein Bad nehmen.", stellte er fest und ging dann an die Arbeit. Es war gut, dass er hier schon so viel Werkzeug hatte, darunter auch unterschiedliche Messer. Es machte die Arbeit leichter, sodass er auch zeitig fertig war. Er kam ihr in der Hütte sogar entgegen, nahm den Wasserschlauch und trank, eine dringend willkommene Erfrischung.
Draußen vor der Hütte sah er ihr dann auch immer mit halbem Auge zu wie sie ihren Zopf flocht, noch während er das Kaninchen nun zubereitete. "Ja, ich bin sehr dankbar trotz des ungünstigen Wetters Erfolg gehabt zu haben. Kaninchen schmeckt mir wirklich gut, ich hoffe du magst es auch.", entgegnete er leise und brachte das Fleisch nun in die Hütte, wo er begann auch die Pilze kurz abzuwaschen und dann klein zu schneiden. Sie würden später hinzukommen und mit den Kräutern für besseren Geschmack sorgen, er hatte diese Art von Mahlzeit hier schon sehr oft gehabt.
Als er das Essen vorerst allein lassen konnte beseitigte er kurz die Unordnung vor der Hütte. Er würde das Kaninchen noch sorgfältiger verarbeiten, nichts sollte verschwendet werden. Doch zuvor reinigte er kurz die Hände, damit er sich auf das Essen konzentrieren konnte. "Du... äh... hast etwas geschrieben? Oder gezeichnet?", fragte er dann, die Neugierde brannte einfach zu stark. Es interessierte ihn ungemein was sie da getan hatte und er lächelte schüchtern bei seiner Nachfrage.
Als das Fleisch schließlich fertig war bereitete er es mit Pilzen und Kräutern auf kleinen Holzplatten vor, die man kaum als Teller bezeichnen konnte. Sie musste mit einem Jagdmesser vorlieb nehmen um zu speisen, mehr war nicht zur Hand. "Ich hoffe wirklich es schmeckt.", murmelte er noch und kostete selbst. Diese Stärkung war ein Segen und Tomas Gesicht zeigte, wie köstlich er es fand. Auch das Gefühl mit ihr zu sitzen und zu Essen war schön, wann war es auch schon in Harmonie abgelaufen? Es konnte fast als Premiere durchgehen, wenn man vom kurzen Kuchenessen zwei Tage zuvor absah.
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Vasilyssa Krenz

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BeitragThema: Re: Tomas alte Jagdhütte   So März 19, 2017 12:03 am

Ich lächelte leicht und wurde etwas rot Ich habe seit Jahren kein Kaninchen mehr gegessen... gab ich leise zu und sah ihm fasziniert beim Kochen zu. Es war unglaublich, wie präzise er das alles machte, wie genau er zu wissen schien, wie er das Fleisch behandeln musste. Mit einem Lächeln verfolgte ich jede seiner Bewegungen und atmete schließlich den betörenden Geruch des garenden Fleisches ein.
Nur... ein bisschen gekritzelt... murmelte ich leise und wurde wieder rot. Eigentlich wusste niemand, dass ich das Talent fürs Zeichnen von meiner Mutter geerbt hatte, was aber vor allem daran lag, dass sich bisher niemand dafür interessiert hatte. Zögernd reichte ich ihm das Blatt, von dem ihn zwei Kindergesicht anstrahlten, beide nass, aber erleichtert und sichtlich zufrieden mit den keksen und der warmen Milch. Einerseits war es mir peinlich, es ihm zu zeigen, andererseits hätte er es vermutlich so oder so früher oder später gesehen, da konnte ich es ihm auch gleich zeigen.
Das Essen verströmte einen so unglaublichen Geruch, dass ich es nicht erwarten konnte, es endlich zu probieren. Und ich wurde nicht enttäuscht. DAs Fleisch war unglaublich zart, auf den Punkt gegart und perfekt gewürzt. Ich lächelte leicht Es ist absolut köstlich... ich glaube nicht, dass ich bisher jemals etwas so unglaublich leckeres gegessen habe... gab ich zu und lächelte leicht, aß dann genüsslich und mit halb geschlossenen Augen weiter. Die Harmonie zwischen uns trug noch zusätzlich dazu bei, dass ich dieses Essen sehr genoss.

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Tomas Drees

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BeitragThema: Re: Tomas alte Jagdhütte   So März 19, 2017 12:13 am

Verlegen sah Tomas für einen Moment lieber wieder zum Fleisch, ehe er zurück blickte. Warum nur war sie rot geworden? Und warum nur war es ansteckend? "Auf Jägershof essen wir es häufig. Man kann hier gut Kaninchen jagen...", erklärte er mit unsicherem Ton, wobei er sich fragte ob sie es überhaupt hören wollte. Anfangs war er etwas irritiert, dass sie ihn beim Kochen beobachtete, doch es begann ihn zu freuen und er gestattete es ihr letztlich gerne.
"Ach so...", murmelte er dann nickend, als sie von Kritzelei sprach. Für ihn war die Sache damit eigentlich abgehakt, doch als sie ihm tatsächlich die Zeichnung herzeigte staunte er. Das Motiv erkannte er sofort und es war der Hauptgrund für sein Staunen. Dabei war die pure Kunstfertigkeit ihrer Zeichnung auch nicht zu verachten. Sie war talentiert, da gab es keinen Zweifel. Er betrachtete die Zeichnung lange, ein Gekritzel war es sicherlich nicht, dafür war es ja viel zu realistisch und detailliert. Wieder wurde er rot als er zu ihr aufsah.
"Du kannst toll zeichnen...", stellte er leise fest und lächelte verlegen. Es hatte ihn sehr überrascht, dass sie die Szene aus der Kindheit so verarbeitete und er wurde das Gefühl nicht los, dass sie in dieser Hinsicht ähnlich waren. Das sie zeichnete und er dichtete waren ja nur andere Ausdrucksformen für dieselben Gedanken. "Wirklich eine tolle Zeichnung...", wiederholte er geistlos, womit er nicht ansatzweise zum Ausdruck brachte was er wirklich dachte. Der Jäger musste sich förmlich losreißen, um die Mahlzeit nicht zu vernachlässigen, er wollte ja das es auch schmeckte.
Das sich die Mühen gelohnt hatten wusste Tomas spätestens bei ihrem Lächeln. Ihr Kompliment bewegte ihn und er hatte keine Zweifel an ihrer Ehrlichkeit. "Vielen Dank.", murmelte er glücklich und sogleich schmeckte es ihm auch ein bisschen besser. Die Harmonie war im Moment herrlich und der Gedanke, dass er es so auch länger mit ihr aushalten konnte schlich sich ein, doch er verdrängte ihn rasch und sogar mit einem äußerlich wahrnehmbaren Kopfschütteln. "Hm... äh... könnte eine Prise Salz vertragen...", erklärte er diese Regung mit schüchternem Lächeln und sichtlich verlegen.
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Vasilyssa Krenz

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BeitragThema: Re: Tomas alte Jagdhütte   So März 19, 2017 11:21 am

Bei seinem Kompliment röteten sich meine Wangen und ich senkte verlegen den Kopf. Wenn du möchtest, kannst du sie behalten... murmelte ich. Ich wusste nicht wirklich warum, aber irgendwie wollte ich, dass er sie behielt. Dass er irgendwas von mir hatte, das eine positive Erinnerung auslösen würde, wenn ich erst weg war. Es kam mir zwar irgendwie komisch vor, aber ganz von ihm vergessen zu werden, nach allem was passiert war, fühlte sich auch seltsam an. Ich wollte nicht einfach so vergessen werden, erst recht nicht von ihm. Warum mir das so wichtig war, konnte ich nicht sagen, aber dieses Gefühl war da und es ließ sich nicht vertreiben.
Findest du? Ich finde es perfekt so... murmelte ich auf seinen Verbesserungsvorschlag hin und lächelte etwas. Und es war nicht mal gelogen, ich fand es wirklich perfekt. Ich genoss jeden Bissen und bedauerte es fast, als mein Teller leer war. Die Aromen füllten noch immer meinen Mund und ich schloss leicht die Augen, um diesen Nachhall zu genießen, jedem Geschmack nachzuspüren bis er schließlich doch verschwand.
Irgendwann stand ich schließlich auf und seufzte Danke... es war wirklich köstlich... Ein kleines Lächeln huschte über mein Gesicht, dann spülte ich meinen Teller etwas ab und brachte ihn nach drinnen. Ein Schauer lief mir über den Rücken, als ich realisierte, was gerade passiert war. Ich hatte mit Tomas gegessen, in ganz friedlicher Atmosphäre. Ganz ohne Streit oder Anfeindung oder Stichelei. Es wird Zeit, dass ich hier wegkomme... das wird so langsam wirklich unheimlich... Dieses Kribbeln, diese Wärme, diese Vertrautheit... und jetzt sowas! Ich schüttelte leicht den Kopf und seufzte. Es machte mir wirklich Angst, wie ich empfand.

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BeitragThema: Re: Tomas alte Jagdhütte   So März 19, 2017 11:44 am

Beinahe erschrocken sah er Vasilyssa an. Tomas hatte nicht damit gerechnet diese Zeichnung überhaupt noch einmal zu Gesicht zu bekomme. All ihren Besitz hatte sie stets streng vor ihm gehütet und nun bekam er sogar ein kleines Geschenk. Sofort musste er verlegen lächeln. "Danke. Ich bewahre sie gut auf.", versprach er mit leicht rotem Kopf, wartete aber lieber bis nach dem Essen bevor er das Papier wieder anfasste. Es jetzt mit verschmierten Händen zu berühren würde es schließlich nur ruinieren.
Ihr Kompliment steigerte seine Unsicherheit nur noch. Es ließ seinen Bauch warm werden, mehr noch als es das köstliche Fleisch vermochte. "Danke...", murmelte er nur wieder und nahm einen weiteren Bissen, ehe er hoch sah. "Dann... bemühe ich mich öfters Kaninchen zu beschaffen, während wir hier sind...", schlug er vor und biss sich sofort auf die Unterlippe. Verwirrt stellte Tomas fest, dass er gar nicht mehr so erpicht darauf war den Aufenthalt schnellst möglich zu beenden. Eigentlich war es ja sogar nicht nur erträglich, sondern auch ganz schön und genau dieses Gefühl hasste er im Moment.
Als sie sich erhob und in die Hütte ging folgte sein Blick und als die Tür sich schloss seufzte er. Er spülte sich die Hände ab und lehnte sich ins Gras gesetzt an die Außenwand der Hütte. Ganz behutsam nahm er ihre Zeichnung auf und betrachtete sie erneut. In gewisser Weise ähnelte es von der Atmosphäre her ihrem Essen gerade, jedenfalls wenn man die Zeichnung ohne Kontext betrachtete. Er lächelte und rollte das Papier ordentlich zusammen, damit es nicht verschmutzen konnte.
Kopfschüttelnd versuchte er dann diese ganze Verwirrung abzulegen, doch es wollte nichts helfen. Er begann damit die Reste des Kaninchens zu verwerten, besonders das Fell musste sorgsam und ordentlich verarbeitet werden, schließlich blieb es auf ein kleines Gestell aufgespannt draußen liegen. Die Reste an ungewolltem Fleisch samt Knochen musste er weit entfernt von der Hütte entsorgen, um nicht ungewollte Tiere anzulocken. Der Weg durch den Wald entspannte ihn, doch als er zurückkehrte kamen all die seltsamen Gefühle wieder hoch.
Kurz klopfte er an die Tür, dann trat er einfach ein. Er seufzte und lächelte schwach in ihre Richtung. Sollte er seine Gedanken ansprechen? Lieber nicht, sofort fürchtete er sich. Still in Gedanken setzte er sich vors Feuer und lehnte sich zurück. Sein Nacken zog ihm immer noch und er rieb ihn ohne es wirklich zu merken.

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BeitragThema: Re: Tomas alte Jagdhütte   So März 19, 2017 11:54 am

Ich lehnte den Kopf an die Wand zurück, nachdem ich mich auf dem Bett niedergelassen hatte. Wann hatte sich das, was ich empfand, so sehr geändert? Als ich nach Jägershof gekommen war, hatte ich noch jede Sekunde, die ich mit Tomas verbringen musste, gehasst. Seine Nähe auf dem Ritt hier her war zwar unangenehm gewesen, aber sie hatte dieses Kribbeln verursacht. Und jetzt, seit er mich gerettet hatte... war dieses Kribbeln allein durch seine Anwesenheit da. Vielleicht lag es einfach daran, dass wir jetzt gemeinsam in diesen Plan verwickelt waren und zur Zusammenarbeit gezwungen waren, und jetzt hatte sich etwas in mir so sehr verändert. Es hatte sich sogar so sehr verändert, dass ich, als ich Tomas am Feuer sah und merkte, dass er wohl Nackenschmerzen vom Schlafen auf dem harten Boden hatte, aufstand, zu ihm ging und sanft seine Hand zur Seite schob. Als Gegenleistung für gestern... murmelte ich und begann ihn sanft zu massieren. Ich wusste aus vielen Büchern, wo im Nacken jene Punkte saßen, die den schmerz verursachten, und genau diese Punkte massierte ich jetzt sanft, aber doch so, dass es auch etwas brachte. Gestern hast du mich massiert, und jetzt helfe ich dir... Und heute Nacht nimmst du das Bett...
Sobald meine Finger seine weiche, warme Haut berührten und seine Haare über meine Handrücken strichen, setzte das Kribbeln wieder ein, jedoch diesmal nicht nur da, wo ich ihn berührte, sondern irgendwie überall, konzentrierte sich aber in meiner Brust. Der Drang, die Hände wegzuziehen und auf Abstand zu gehen war da, um dieses Gefühl nicht mehr zu empfinden, aber ich blieb hinter ihm knien und massierte ihn weiter.

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BeitragThema: Re: Tomas alte Jagdhütte   So März 19, 2017 12:05 pm

Als er sich ans Feuer gesetzt hatte erwartete Tomas eigentlich nur Schweigen und das Knacken des Feuers. Er erschrak ein wenig, als er plötzlich ihre Hand spürte, jedoch nicht wegen der überraschenden Berührung an sich, sondern vielmehr weil sofort das Kribbeln wieder durch seinen Körper ging. Zunächst bildete sich ein leichtes Lächeln bei ihm, doch er bekam es kurz darauf sogar regelrecht mit der Angst zu tun, als er ihre Worte hörte und spürte wie sehr ihm die Berührung zusetzte. "Du musst doch nicht...", murmelte er, während ihre sanfte Massage eine verrückte Mischung an Gefühlen auslöste. Einerseits war sie unglaublich wohltuend, was den Schmerz betraf. Andrerseits behagte es ihm aber nicht, dass es ihm so sehr gefiel. Er wollte sich freuen, aber es fiel schwer.
Schließlich entfuhr Tomas ein wohliges Seufzen. Er lehnte sich etwas zurück und begann tatsächlich sich zu entspannen. "Du machst das ganz ausgezeichnet...", murmelte er und hasste sich sofort selbst dafür. Das Letzte was sie jetzt werden sollten war vertraut. Aber war es nicht schon zu spät? Dem Ritter kam es wie Wahnsinn vor, doch innerhalb kürzester Zeit waren sie so anders miteinander umgegangen als die ganzen Jahre zuvor.
Ihre weiteren Worte regten leichtes Kopfschütteln an. "Ach was... ich... habe mich jetzt bestimmt daran gewöhnt...", wagte er leisen und schwachen Protest, wobei er eine Hand auf ihre Finger legte. Nicht um sie aufzuhalten, sondern einfach weil es ihn an den gestrigen Tag erinnerte. "Deine Hände sind schön warm...", murmelte er dann, wieder schien er erst zu sprechen und dann zu denken. Eine Ablenkung musste her, ganz dringen. Aber was sollte sich Tomas schon aus dem Hut zaubern? In der kleinen Hütte fand sich wenig und für den Moment waren auch alle praktischen Nöte gestillt. Er blieb einfach am Feuer sitzen und schloss die Augen, versuchte seine Gefühle zu sortieren, während ihre Massage weiterhin ein Hochgenuss blieb.

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BeitragThema: Re: Tomas alte Jagdhütte   So März 19, 2017 12:14 pm

Ich lächelte leicht und machte weiter Wenn du schon meinetwegen auf das Bett verzichtest, dann solltest du deshalb nicht auch noch Schmerzen haben müssen, wenn ich etwas dagegen machen kann... wehrte ich seinen Protest mit sanfter Stimme ab. Irgendwie fühlte ich mich zu meinen Brüdern zurückversetzt. Mehr als einmal hatte ich sie massiert, wenn sie sich beim Klettern oder Kämpfen wieder irgendetwas gezerrt oder verdreht hatten, und dabei hatte sich das gleiche warme Gefühl in mir ausgebreitet wie in diesem Moment. Ich liebte es, mich um andere kümmern zu können, ihnen zu helfen, und auch wenn das sonst vor allem für meine Familie galt, schloss es jetzt auch Tomas mit ein. Irgendwie gehörte er ja auch zur Familie.
Keine Widerrede... heute Nacht nimmst du das Bett... Ich habe schon so viele Nächte auf dem Boden verbracht, da macht eine mehr auch keinen großen Unterschied mehr... rügte ich ihn mit einem leichten Lächeln und drückte kurz und sanft seine Finger Deine Haut ist auch unglaublich warm... murmelte ich und fügte gedankenverloren und recht leise an Und so unglaublich weich... Prompt wurde ich rot und schluckte, fuhr dann aber mit der Massage fort. Warum nur hatte ich mich in seiner Nähe einfach nicht mehr unter Kontrolle? Sonst war es mir ein leichtes, nichts zu tun oder zu sagen, was ich nicht wollte, und bei ihm? Alles weg!

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BeitragThema: Re: Tomas alte Jagdhütte   So März 19, 2017 12:28 pm

Mit einem leichten Lächeln nickte Tomas schließlich. Irgendwie hatte sie ja Recht, wenn man es mit etwas Abstand betrachtete war es nicht ungewöhnlich, dass sie im Gegenzug seine Schmerzen linderte. Doch trotzdem war diese Angelegenheit für ihn persönlich sehr viel mehr kompliziert und vielschichtig. "Danke...", murmelte er einfach erneut und gab damit jeglichen Protest auf. Ihre Massage einfach zu genießen war auch viel schöner als jeder Gedanke an ein 'warum'. Somit blieb er auch sehr lange ganz entspannt und ruhig, man merkte einfach wie sehr es ihm gefiel.
Erst ihre nächsten Worte verzerrten seine Gesichtszüge weg von einem Ausdruck großen Glücks. Tomas seufzte. Mit einer leichten Drehung seines Kopfes stellte er fest, dass er sie jetzt wohl nicht würde ansehen können. "Wechseln wir uns ab? Auf mehr werde ich mich nicht einlassen.", gab er überraschend früh nach. Kurz schwieg er, dann wollte eine bestimmte Frage doch heraus drängen. "Wie kommt es, dass du oft auf dem Boden geschlafen hast?", wollte er wissen, konnte er es sich doch einfach nicht erklären. Sie war eine Lady, da erwartete er das sie stets ein angemessenes Bett zur Verfügung gehabt hatte. Tatsächlich hatte er sogar angenommen, dass sein Bett in der Hütte ihr bislang schäbigster Schlafplatz gewesen war.
"Ja, deine auch...", murmelte er und strich mit seinen Fingern langsam über ihren Handrücken. Sie war weich, geradezu zart - eine perfekte Haut. Schweigend genoss er die Massage weiter, bis seine Gedanken und das Kribbeln ihn zu einem Punkt getrieben hatten wo es zu genüsslich wurde. Langsam schob er ihre Hand weg und drehte sich zu ihr um. Ziemlich verlegen und mit einer Spur Verwirrung sah er sie an und lächelte schwach. "Danke... es... geht mir schon viel besser...", murmelte er. Unruhig hatte er seine Hände ineinander gelegt, seine Finger zupften aneinander, damit sie nicht sinnlos in der Luft hingen. Irgendwie war er sich gerade jeder seiner Bewegungen besonders bewusst, als ob jede falsche Regung wie eine große Beleidigung wirken konnte. Er traf ihre Augen mit seinem Blick und lächelte schwach, strich sich dann verlegen eine Haarsträhne aus dem Gesicht und wandte sich ab. Räuspernd erhob er sich. "Ich... äh.. hole noch etwas Feuerholz...", murmelte er rasch und verschwand eine Spur zu schnell, im Bestreben die unangenehme Situation hinter sich zu lassen. Sein Herz raste und er fürchtete sich.

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Vasilyssa Krenz

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BeitragThema: Re: Tomas alte Jagdhütte   So März 19, 2017 1:47 pm

Ich seufzte leise Gut, dann wechseln wir uns ab... also hast du diese Nacht das Bett... willigte ich ein, auch wenn es nicht wirklich das war, was ich hatte erreichen wollen. Wann immer mein Vater mich bestrafen wollte, weil ich irgendwas nicht so gemacht hatte wie er es wollte, es aber nicht genug war um eine körperliche Strafe zu rechtfertigen, hat er mein Zimmer verschlossen, sodass ich nicht in mein Bett konnte... Also habe ich in diesen Nächten in der Küche geschlafen, vor dem Kamin, um es halbwegs warm zu haben... Solche Nächte gab es ziemlich oft... Ich hab es irgendwie genossen, dass ich meinen Vater schon mit Kleinigkeiten so weit reizen konnte... Ein ironisches Lächeln lag auf meinem Gesicht und ich seufzte, senkte schließlich die Hände und sah ihn schweigend an. Irgendwie bedauerte ich es, dass dieser Moment vorbei war, andererseits war es vermutlich ganz gut so, um zu verhindern, dass wir wirklich noch Freunde wurden. Es würde die ganze Situation nur noch komplizierter machen als sie es eh schon war, und das brauchte ich nun wirklich nicht.
Verlegen stand ich auf, als er weg war, irgendwie war es ein seltsames gefühl, dass er so offensichtlich vor mir flüchtete. Es fühlte sich beinahe an wie früher, wenn er vor mir weggelaufen war. Mit einem tiefen Seufzen nahm ich meine Sachen vom Bett und legte sie neben den Schlafplatz an der Wand. Wieder kam mir sein Gedicht in den Kopf und gedankenverloren rezitierte ich einige der Verse aus seinem Gedicht, während ich aus der Hütte trat. Langsam ging ich zum Waldrand und blickte in die Krone einer alten Eiche auf. Ob mein Fuß schon stark genug war? Langsam begann ich mit dem Aufstieg und obwohl es höllisch wehtat, dachte ich gar nicht daran, umzukehren. Erst, als ich in den obersten Ästen saß, erlaubte ich mir Halt zu machen, und blickte über die Lichtung. Da der Baum die anderen überragte, konnte ich ungehindert über die Wipfel der Bäume und sogar bis nach Jägershof sehen.

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BeitragThema: Re: Tomas alte Jagdhütte   So März 19, 2017 2:11 pm

Tomas wagte ein vorsichtiges Nicken. Es schien ganz so als wären sie Beide mit dieser Lösung nicht ganz einverstanden, jeder wollte das der jeweils Andere das Bett nutzte. Immerhin gab es nun einen Kompromiss, eine Seltenheit zwischen Vasilyssa und ihm. Gerade noch fiel ihm diese Besonderheit auf, da erzählte sie bereits von ihrem Vater und den vielen Nächten auf dem Küchenboden. Sein Blicke senkte sich und er seufzte kaum hörbar. "Einmal hatte ich mich sehr gewundert als ich dich in der Küche getroffen habe. Ich dachte du wolltest heimlich naschen...", erinnerte er sich. Viele Dinge machten nun sehr viel mehr Sinn. Ihr Vater hatte diese Strafen ihr gegenüber sehr geschickt gewählt, damals hatte Tomas nur wenig davon mitbekommen.
"Es tut mir Leid, dass er so zu dir war...", murmelte er dann, was wohl äußerst geistlos daher kam. Er war irgendwie umso erleichterter den schnellen Rückzug angetreten zu haben. Doch es ärgerte ihn auch, so übereilt von ihr weg gegangen zu sein. Sie hatte ihm etwas Gutes getan und irgendwie sehnte er sich nun nach ihren warmen Händen, als er begann Feuerholz zu sammeln. Er beeilte sich, als könnte er es kaum erwarten zu ihr zurückzugehen. Leider lief es nur darauf hinaus, dass Tomas in der Nähe der Hütte mit einem Stapel Holz im Arm unruhig auf und ab lief. Er wollte zurück, aber irgendwie auch nicht, entschied sich letztendlich doch fernzubleiben.
Es sollte auch für ihn ein Bad im Bach werden. Sorglos entkleidete er sich, genoss dann das kühle Wasser. Er schwamm nicht lange, trieb eher auf der Stelle und dachte immer wieder daran was Vasilyssa wohl gerade tat. Das sie da bereits auf eine Baumkrone gestiegen war konnte er nicht ahnen, eben so wenig bemerkte er, dass ihre Position ihr einen guten Blick auf den Bach und auch auf Tomas bot, als er ausstieg und sich kurz abtrocknete. Wieder angezogen kehrte er zur Hütte zurück, brachte das Feuerholz nach innen und erwartete dort bereits die Anwesenheit seiner Verlobten.
Doch es war keine Spur von ihr zu sehen, sodass er langsam nach draußen schlenderte. Jetzt erst erkannte er eine Gestalt hoch oben in einem Baum. Langsam trat er näher, die eine Hand schützend an der Stirn, weil er etwas gegen die Sonne gucken musste. "Beeindruckend! Du kannst wirklich immer noch sehr gut klettern, das ist ja besser noch als auf der Mauer in Quellspring.", rief er ihr hoch und beobachtete sie.
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BeitragThema: Re: Tomas alte Jagdhütte   So März 19, 2017 2:41 pm

Ich lehnte mich leicht an den Stamm der Eiche und ließ den Blick schweifen. Als ich Tomas am Bach sah, schauderte ich. Ich wusste, dass ich wegsehen sollte, aber ich konnte einfach nicht. Es beeindruckte mich, wie unglaublich seine Figur sich entwickelt hatte. Damals war er noch ein bisschen kindlich gewesen, rundlich und weich. Jetzt war sein Körper schlank, athletisch und wirklich unglaublich. Als er aus dem Wasser stieg, wurde mein Mund trocken und ich schluckte hart. Gott, wie kann etwas so falsches nur so... unglaublich gut aussehen?! Verlegen und hochrot wandte ich den Blick ab und beobachtete stattdessen einen Adler, der über dem Wald kreiste. Wie sehr wünschte ich mir, ebenso frei und ungebunden zu sein wie dieses Tier. Einfach hingehen zu können, wohin ich wollte, ohne drauf achten zu müssen, ob jemand auf mich wartete oder nicht.
Mein Blick zuckte nach unten zu Tomas und ich lächelte leicht Hast du erwartet, ich würde das aufgeben? Das war das einzige, was mich frei gemacht hat.... Irgendwie sehnte ich mich danach, zu ihm hinunterzusteigen und seine Berührung zu spüren, und gerade deshalb hatte ich gerade deshalb Angst davor, wieder hinunterzugehen, zumal mein Fuß unglaublich schmerzte. Ich wollte diese ganzen Gefühle einfach nicht, ich wusste dass sie mich nur daran hintern würden, zu gehen, wenn es soweit wäre. Und wir machten das alles hier ja, damit wir beide unserer Wege gehen konnten. Da konnte ich es wirklich nicht brauchen, irgendwie hier festzuhängen. Na los, komm hoch wenn du dich traust

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BeitragThema: Re: Tomas alte Jagdhütte   So März 19, 2017 3:05 pm

Tomas legte eine Hand an den Stamm der Eiche und sah herauf. Er liebte dieses Gefühl von Rinde an der Haut, die Unregelmäßigkeiten ließen sich so herrlich ertasten. Er konnte sie dort oben nur noch erahnen, aufgrund der vielen Zweige in seinem Weg, was wohl besser so war, immerhin könnte er sonst Gefahr laufen ihr den Rock hoch zu gucken. Für eine Sekunde war dies sogar ganz verlockend, aber er schüttelte die unanständigen Gedanken ebenso schnell ab wie sie gekommen waren. Als ob er nicht so schon verwirrt genug wäre.
"Nein, das habe ich nicht.", erwiderte er kopfschüttelnd und trat einen Schritt zurück, um erkennen zu können wie hoch sie wohl gestiegen war. Noch immer war Tomas beeindruckt, allein schon das sie sich so weit hoch traute. Er wusste nicht recht was er sagen sollte als sie meinte, nur das Klettern würde sie frei machen. Sein Blick ging zu Boden und er seufzte, doch kaum das sie wieder das Wort erhob sah er hoch und grinste. "Na, und ob ich mich traue!", ging er sofort auf die Herausforderung ein und griff nach dem nächstbesten Ast.
Doch kaum das er sich den ersten Schritt vom Boden gewuchtet hatte und an den Stamm geklammert in seinem Halt verrutschte bereute er die Entscheidung. Ein Zurück gab es jetzt längst nicht mehr, denn er wollte sich nicht vor ihr blamieren. Tomas stellte schnell fest, dass er handelte um sie zu beeindrucken und nicht um ihr zu trotzen, während er immer höher stieg. Er war langsam, wählte seine Schritte lieber sorgfältig und warf manch einen ängstlichen Blick zu Boden. Doch er zwang sich jetzt nicht aufzugeben. "Gleich bin ich da.", rief er schon zu ihr hoch, dann waren es wirklich nur noch wenige Bewegungen und er hing ihr gegenüber am Stamm, mit festem Stand auf einem dicken Ast.
Erleichterung machte sich in ihm breit, als er sie erschöpft anlächelte. "Eine schöne Aussicht...", murmelte er, wo er jetzt weit über den Wald blicken konnte. Er stand Jägershof abgewandt, was vermutlich aber ganz gut war. Sein Blick wanderte über die Baumkronen und traf dann Vasilyssa. "Ich weiß noch, damals konntest du schneller klettern als alle Anderen.", erinnerte er sich mit sanftem Blick. Er musste etwas umgreifen, damit er festeren Halt gewann, sodass seine Hände nun ganz nah bei ihrem Körper waren, ohne sie zu berühren. Er schluckte. Die Höhe und die plötzliche Nähe zu ihr waren beängstigend. "Klettern wir lieber herab, ja?", schlug er vor.

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BeitragThema: Re: Tomas alte Jagdhütte   So März 19, 2017 3:38 pm

Ich schmunzelte leicht und sah zu ihm hinunter. Ein leichtes Lächeln trat auf meine Lippen und sich bedachte ihn mit einem beeindruckten Blick. Ich wusste, dass ich ziemlich hoch über dem Boden war, und dass er wirklich zu mir heraufkam beeindruckte mich, obwohl ich das niemals zugegeben hätte. Als er schließlich auf meiner Höhe war, lächelte ich sanft Schneller, höher und öfter... schmunzelte ich und sah ihn an. Ich hatte damals immer und überall eine Gelegenheit zum Klettern gefunden, je höher desto besser. Je näher ich dem Himmel kam und je weiter sich die Erde entfernte, desto besser hatte ich mich gefühlt, desto weniger schienen mich meine Sorgen runterzuziehen. Mit einem sanften Lächeln nickte ich Dann also nach unten... Ich stieg von dem Ast und begann mit dem Abstieg. Es dauerte länger als gedacht, da ich so nicht sehen konnte, wohin ich trat, und es war mehr ein nach unten Hangeln, da ich meinen Fuß nicht belasten wollte, um die Schmerzen nicht noch mehr zu verschlimmern.
Als ich schließlich unten ankam, machte ich ein paar unbeholfene Schritte und ließ mich in das weiche Gras sinken. Langsam legte ich eine Hand auf meinen Knöchel und massierte ihn leicht, um den Schmerz zu lindern. Es war wirklich nervig, dass ich damit so festsaß und mich nicht so wirklich bewegen konnte. Ich hasste es, wenn ich nicht richtig gehen konnte.

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BeitragThema: Re: Tomas alte Jagdhütte   So März 19, 2017 3:54 pm

Tomas lächelte leicht und sah wieder zum Wald herüber. "Es war wirklich verwunderlich, welche Orte du erreichen konntest.", stimmte er ihr letztlich zu und wagte einen Blick nach unten. Ihm war ganz und gar nicht wohl dabei so hoch in den Baum geklettert zu sein, aber er hatte vor ihr nicht feige wirken wollen und nun hing er eben hier. In gewisser Weise entschädigte der Ausblick dafür, aber im Großen und Ganzen war es doch eigentlich der kurze Wortwechsel der ihn am Meisten freute, wenn man vom Abstieg absah.
Der Ritter war heilfroh, dass sie auf seine als Vorschlag getarnte Bitte einging. Das ihr Fuß noch immer schmerzte bemerkte er dabei zunächst nicht. Sein eigenes, normales Tempo war in etwa so langsam wie sie es nun war. Da er nicht erwartet hatte, dass sie mit schmerzendem Knöchel einen solchen Aufstieg hinter sich gebracht hatte kraxelte er einfach knapp über ihr runter, stets bedacht sie nicht zu hetzen oder zu verlangsamen, er konnte sich gut an ihr Tempo anpassen.
Auf festem Boden atmete Tomas erleichtert auf, strich wieder über die Rinde des Baums. Sein Blick glitt zu Vasilyssa und er musste mit Bedauern feststellen, dass sie wieder leicht humpelte. Wortlos ließ er sich neben sie ins Gras sinken. Er saß dicht bei ihr und betrachtete nachdenklich wie sie ihren Knöchel massierte. "Wie lange war es schon so schlimm?", fragte er und hielt dann vorsichtig eine Hand vor. Dieses Mal verzichtete er darauf um Erlaubnis zu fragen, nachdem sie einander schon am Feuer massiert hatten glaubte er nicht, dass es sie aufregen würde.
Vorsichtig berührte er ihren Knöchel und tastete. "Wie wäre es mit einem warmen Umschlag?", fragte er schließlich und lehnte sich dann ins Gras zurück. Es war herrlich weich und er rollte sich leicht auf die Seite, um noch ein Auge auf Vasilyssa haben zu können. "Das wir mal zusammen in einen Baum klettern...", murmelte er versonnen und seufzte. Es half ja doch nichts, er musste mit ihr reden. Tomas nahm also seinen Mut zusammen. "Du... bist gar nicht so unerträglich wie ich dachte...", war das Beste was er raus bekam, bevor er schlucken musste. Da war er wieder, der Kloß im Hals, doch das Kribbeln spülte ihn weg. Er rollte sich leicht weg, sah nun lieber in den Himmel, biss sich dabei verärgert über seine Ungeschicktheit auf die Unterlippe.

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BeitragThema: Re: Tomas alte Jagdhütte   So März 19, 2017 4:10 pm

Ich sah kurz zu Tomas auf und dann wieder auf meinen Knöchel Schon die ganze Zeit eigentlich... aber jetzt durch das Klettern ist es wieder schlimmer geworden... In jeder anderen Situation, in der mich jemand danach gefragt hätte, ob mir etwas wehtat, hätte ich das vehement abgestritten, aber hier war es etwas anderes. Zum einen wusste Tomas bereits, dass ich mich verletzt hatte, und zum anderen war niemand hier, der es merken würde.
Diesmal überließ ich ihm bereitwillig meinen Fuß, zumal das einsetzende Kribbeln den Schmerz dämpfte und mich ablenkte Nein, ist schon in Ordnung... murmelte ich dennoch zu seinem Vorschlag, es war mir peinlich so umsorgt zu werden, einfach weil ich es absolut nicht gewöhnt war.
Hätten wir das als Kinder gemacht hätten wir uns vermutlich gegenseitig wieder runtergeschubst... murmelte ich mit einem leichten Lächeln und einer gewissen Sehnsucht in der Stimme. Ich sehnte mich wirklich nach den alten Zeiten. Nicht, weil ich damals alles getan hatte, um Tomas zu vertreiben, sondern weil meine Mutter noch gelebt hatte. Ich hatte nicht gedacht, dass ich es so... wenig hassen würde mit dir hier zu sein... gab ich zu und lächelte Eigentlich ist es sogar wirklich... angenehm... Es ist schön, einfach so mit dir hier zu sitzen... und wenn du nicht so schrecklich schüchtern und unsicher wärst... würde ich sogar sagen, es wäre nicht so schlimm gewesen mit dir verheiratet zu sein... Ich blickte zu ihm und lächelte leicht Aber das ist vermutlich einfach der Wunsch nach Schutz, den jede Frau in gewisser Weise in sich trägt... der Wunsch, erobert zu werden... diesmal war meine Stimme ganz leise, wusste nicht, ob ich wirklich wollte, dass er das über mich wusste.

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BeitragThema: Re: Tomas alte Jagdhütte   So März 19, 2017 4:25 pm

Verwundert blickte er Vasilyssa an. Es überraschte Tomas sehr, dass sie trotz der Schmerzen sogar noch den Baum hoch gekommen war. "Aber dann solltest du es doch gewiss langsamer angehen lassen...", stellte er nur wieder das Offensichtliche fest, unfähig zu begreifen das ihr Wunsch nach Klettern und Freiheit wohl den Schmerz einfach überwog. Ihre Ablehnung des Umschlags wunderte ihn hingegen nicht weiter, er nickte nur, ließ aber nicht von ihrem Fuß ab und massierte die wunde Stelle vorsichtig.
"Vermutlich...", stimmte er ihr traurig zu. Es ärgerte ihn mehr und mehr, dass sie damals so zueinander gewesen waren. "Naja, vielleicht nicht von so weit oben, aber...", begann er wieder und schüttelte letztlich doch den Kopf. Kurz seufzte er, dann sah er fragend zu ihr, biss sich innerlich auf die Zunge. Er hasste es auch ganz und gar nicht. Versonnen lächelte er, bis sie es wieder schaffte ihn schwer aus dem Konzept zu bringen. "Schüchtern...?", fragte er verwundert, senkte aber schuldbewusst und verlegen den Kopf. "Du bist... immer so verschlossen...", murmelte er und sah doch wieder zu ihr. "...aber... abgesehen davon, wäre es... es wäre wohl nicht so schlimm...", murmelte er ganz in Gedanken.
War es nicht verrückt, was sie da zu einander sagten? Tomas lächelte vorsichtig und vernahm dann ihren Wunsch. Es verwunderte ihn wie sie so sprach. Erobert werden? Nie hatte er von ihr diesen Eindruck gewonnen. Aber er kannte sie wohl wirklich nicht gut, stand gerade mittendrin sie erneut kennenzulernen. Oder war es schon zu spät. Er löste die Hand von ihrem Knöchel und verschränkte seine Finger in ihren. "Ich... kann dir Schutz bieten...", versprach er mit leiser Stimme, aber sie hatte eben völlig Recht gehabt. Seine Zurückhaltung nahm seinen Worten einiges an Gewicht. Und was das erobert werden anbelangte hatte er so überhaupt keine Ahnung was er tun sollte.
Das der Wunsch da war es zu versuchen konnte er nicht leugnen. Er lag sehr gerne hier mit ihr im Gras und noch mehr gefiel es ihm sie kennenzulernen. Er lächelte sie an und sah kurz aufs Gras, wirklich nur für eine Sekunde. Doch die Sekunde genügte um eine Entscheidung zu treffen. Eine gewagte Entscheidung zweifellos, doch er rollte sich herum, sodass er nun quasi direkt vor ihr lag und sie ansah. Bewaffnet mit einem schüchternen Lächeln führte er ihre Hand zu seinem Mund und küsste sie. Es kribbelte ihm im ganzen Körper und innerlich atmete er durch und glaubte kühner zu werden, doch er rollte sich doch nur wieder zurück und ärgerte sich über all das Gefühlschaos. Verlegen stand er auf und ging in die Hütte.
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BeitragThema: Re: Tomas alte Jagdhütte   So März 19, 2017 4:40 pm

Ich schüttelte den Kopf Nein, von so weit oben nicht... aber so hoch konnte man in Quellspring auch nicht klettern... etwas wehmütig dachte ich zurück an meine Heimat. Würde ich sie überhaupt je wieder sehen, nach allem was passiert war?
Ja, schüchtern... Seit wir hier sind hast du mich nie länger als ein paar Momente angesehen, du wirst ständig rot... Dabei sollte das eigentlich meine Aufgabe sein... Man hörte deutlich, dass es kein Vorwurf war, schließlich konnte er vermutlich selbst nicht wirklich etwas dafür. Eher war es meine Schuld, schließlich hatte ich ihn früher immer und immer wieder gepiesackt. Frauen wollen erobert werden, und auch wenn es vielleicht blöd klingt, sie mögen es, wenn sie sozusagen erbeutet werden... Wenn der Mann sich einfach nimmt was er will und vorher nicht um Erlaubnis fragt... Diese Dominanz gibt uns Sicherheit und das Gefühl begehrt zu werden... erklärte ich dann leise und seufzte. Jetzt, da ich es aussprach, merkte ich, dass es wirklich genau das war, wonach auch ich mich sehnte. Ich wollte begehrt werden, wollte geliebt werden.
Ich bin so verschlossen, weil ich bisher niemanden hatte, mit dem ich reden konnte... Seit meiner Mutter hatte ich niemanden mehr, der mir zugehört hätte, und jetzt... will ich irgendwie auch nicht mehr reden... zumindest dachte ich das...
Sein Handkuss überraschte mich ziemlich, mit einem Schlag kribbelte wieder mein ganzer Körper. Errötend senkte ich kurz den Blick, hielt ihn dann aber fest, als er gehen wollte Bitte... bleib hier... bat ich ganz leise und sah zu ihm hoch. Ich wollte wirklich nicht, dass er ging. Seine Nähe ließ mein Herz höher schlagen, und obwohl mir diese Gefühle ziemliche Angst machten, genoss ich sie sehr, wollte für den Moment nicht darauf verzichten. Warum sollte ich es nicht genießen, solange es wehrte?

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BeitragThema: Re: Tomas alte Jagdhütte   So März 19, 2017 5:23 pm

Tomas nickte langsam und ein schmales Lächeln fand den weg auf seine Lippen. "Auch sonst nicht...", bestand er darauf, dass sie einander zwar malträtiert hatten, aber sie einander nie ernsthaft verletzen wollten. Denn allein der Gedanke an einen Sturz von so weit oben genügte um in seinem ganzen Körper ein Gefühl der Schwäche auszulösen.
Ruhig hörte er sich ihre Aussagen an. Er musste sich regelrecht zusammen reißen um ihrem Blick jetzt nicht wieder auszuweichen und ihr so Recht zu geben. Aber dies bewies wohl, dass sie den Nagel auf den Kopf getroffen hatte. Das Gefühl sich entschuldigen zu müssen wurde wieder einmal stark, aber er schluckte es mit Mühe hinunter. Ruhig hörte er ihr einfach weiter zu und nickte einmal leicht.
Es verwirrte ihn, was sie sagte. Es klang ganz so, als wäre es auch ihr innerstes Begehren, dabei hatte sie sich ja stets auch gegen die kleinste Berührung aufgelehnt. Wenn man es bedachte hatte er sie wohl allein heute öfters berührt als in der gesamten Zeit zuvor. Wieder nahm er es einfach nur schweigend hin, doch innerlich brodelte es bei ihm. Er wusste nicht was er von all dem halten sollte und fühlte sich umso mehr eingeschüchtert.
"Ich habe festgestellt, dass das Bedürfnis zu reden nur noch wächst, je mehr man es zu verschließen versucht.", versuchte er sich zunächst wieder in eine nüchterne Feststellung zu retten, aber das war wohl kaum angemessen und diente nur dazu Zeit zu erkaufen. Zeit, um die Gedanken zu sortieren, denn irgendwie ging ihm Alles viel zu schnell. Er kannte noch die bockige Vasilyssa viel zu gut, als das er jetzt mit all diesen Worten umgehen konnte. Auf einmal gab sie Dinge über sich preis, die er nie für möglich gehalten hatte. Es war verwirrend, aber auch schön, denn es gab ihm zum ersten Mal wirklich das Gefühl ihr eine Art Rückhaltung verschaffen zu können.
Als sie ihn festhielt sah er sie zunächst ängstlich an, sank dann aber sanft lächelnd zurück. Er schloss ihre Hand etwas fester in seine und sah sie an. Wieder war er rot geworden, dabei wollte er es doch nicht. Je mehr er daran dachte, desto schlimmer wurde es, also rettete er sich in die andere Sache, die sie erwähnt hatte. Erobern? Er war einfach kein Eroberer und er wusste es auch. Allerdings ging es ihm durch den Kopf, ebenso die angenehme Wärme, als er realisierte, dass sie ihn bei sich haben wollte. Tomas sah sie an und sein Herz schlug. Vorsichtig beugte er sich vor, er musste all dem jetzt ein Ende bereiten.
Sein Kuss war zärtlich. Ihre Lippen berührten sich und sein ganzer Körper kribbelte. Wenn sie sich jetzt flüchtete war es ihm Recht. Dann wusste er endlich was Sache war. Ablehnung war ihn in diesem Moment sogar lieber als Verwirrung. Ein Teil von ihm glaubte sogar, dass es besser war wenn sie ihm jetzt ein Ohrfeige verpasste und sie dazu übergingen einander wieder zu verabscheuen. Doch ein großer Teil war auch einfach nur neugierig. Neugierig, was geschehen würde. Neugierig, was denn wohl das Gegenteil dieser Ablehnung sein konnte. Er fürchtete es nur noch komplizierter zu machen, doch es half nichts. Er küsste sie und es gefiel ihm.
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BeitragThema: Re: Tomas alte Jagdhütte   So März 19, 2017 5:43 pm

Ich senkte den Kopf leicht Ich war einmal kurz davor dich von der Mauer zu schubsen... gab ich ganz leise zu Als du mir mein Buch weggenommen hast... Du wärst mitten im Misthaufen gelandet... Früher hätte dieses Geständnis ein hämisches Grinsen auf mein Gesicht gezaubert, jetzt war es eher ein verlegenes An-der-Lippe-kauen.
Du hast recht... Je länger man schweigt, desto mehr wollen als die Worte nach draußen und es wird immer schwerer, sie zurückzuhalten... Aber irgendwann ist ein Punkt erreicht, da hat man sie so fest weggeschlossen, dass sie nicht mehr zurückkommen... Ein leises Seufzen begleitete meine Worte und ich schloss einen Moment die Augen Und wenn man jedes Mal, wenn man frei gesprochen hat, dafür bestraft wurde, dann hält das die Worte noch zusätzlich zurück... Ich verstummte, als ich merkte, dass ich schon wieder etwas über mich preisgab, was er eigentlich nicht wissen sollte. Ich wollte nicht, dass irgendjemand wusste, was in meiner Kindheit alles passiert war. Ich wollte es ja wenn möglich selbst nicht im Kopf haben.
Mit einer gewissen Erleichterung registrierte ich, dass er sich wieder setzte, doch diese Erleichterung verschwand, als seine Lippen meine berührten. Das Bedürfnis, zurückzuweichen und die Berührung zu unterbrechen, war groß, doch das kurz darauf einsetzende Kribbeln schwemmte es fort wie ein reißender Fluss einen losen Zweig wegspült. Ohne dass ich irgendwas tun musste, reagierte mein Körper und ich erwiderte den zärtlichen Kuss ganz leicht. Meine Augen schlossen sich und ich gab mich dem Kribbeln ganz hin. Ich hatte nicht gedacht, dass mein erster Kuss so laufen würde, aber es war besser als alles, was ich mir hätte ausmalen können. Es war perfekt.

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BeitragThema: Re: Tomas alte Jagdhütte   So März 19, 2017 6:45 pm

"Ich auch...", musste er gestehen und ganz ähnlich wie bei ihr geschah es ganz ohne Häme. "Ich weiß gar nicht mehr warum, aber ich erinnere mich an einen Heuhaufen...", erklärte Tomas weiter und seufzte leicht. Es wurde immer schwerer über diese vergangenen Zeiten zu sprechen und noch schwerer war es ihr zuzuhören als sie über die Gründe für ihre Verschlossenheit sprach.
Die schwerste Aufgabe war jedoch zweifellos der Kuss. Beinahe fluchtartig wollte er die Lippen zurückziehen. Sein Kopf gebot ihm den Irrsinn zu beenden, aber seine Lippen verweigerten es. Er spürte, dass sie auf den Kuss einging und sein Kopf wurde wieder rot. Es war ein absolut herrlicher Moment und er wollte ihn sich nicht nehmen lassen. Seine Hand ging an ihre Wange, anfangs um sie daran zu hindern sich zurück zu ziehen, aber kaum das er sie erreicht hatte wurde es ein sanftes Streicheln, denn er spürte deutlich das es keinen Rückzug ihrerseits geben würde. Er schloss die Augen und genoss es einfach.
Es war auch sein erster Kuss und ihre Unerfahrenheit war wohl deutlich. Aber es machte den Kuss nicht schlechter, eher im Gegenteil. Sie teilten einen Moment miteinander, der einfach nur schön war. Nie hatte gedacht einmal Vasilyssa Krenz zu küssen, aber nun war sie sein erster Kuss und das Gefühl dabei war großartig. Vorsichtig bewegten sich seine Lippen und der ganze Körper kribbelte. Mit geschlossenen Augen zog er sich nur sehr langsam und erst nach einer gefühlten Ewigkeit zurück.
Er öffnete die Augen wieder und sah sie. Ein Grinsen hatte sich in seinem Gesicht gebildet und noch immer lag seine Hand an ihrer Wange. Beinahe verträumt strich er mit einem Finger in ihr Haar und grinste noch eine Note stärker. Es war kein triumphierendes Grinsen, auch war keine Verlegenheit zu spüren. Es war einfach ein perfekter Moment gewesen und dies zeigte sich in seinem Gesicht. Eigentlich sollten ihm nun unzählige Fragen und Nöte in den Kopf schießen, aber für den Moment war er dermaßen dusselig, dass er sie einfach nur ansah und vor sich hin grinste. Hatte er sie... erobert? Gewiss nicht. Aber das spielte keine Rolle.
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BeitragThema: Re: Tomas alte Jagdhütte   So März 19, 2017 7:17 pm

Meine Lippen kribbelten immer mehr, mein Herz schlug immer stärker, als wollte es davonfliegen. Und das tat es in gewisser Weise auch, denn es fühlte sich an, als würde ich schweben. Das Gefühl seiner weichen Lippen auf meinen war einfach unbeschreiblich. Ich wusste, dass das hier vermutlich das dümmste war, das ich hätte tun können, aber es fühlte sich einfach so unglaublich gut an, dass ich es wirklich aufrichtig bedauerte, als der Kuss endete.
Ganz langsam öffnete ich die Augen, als ich bereit war, diese Traumwelt zu verlassen, und wurde leicht rot, als ich in Tomas grinsendes Gesicht blickte. Mein erster Reflex war Angst, doch diese löste sich auf, als ich merkte, dass es weder ein herablassendes noch ein hämisches Grinsen war, sondern einfach nur Ausdruck von Freude. Langsam bildete sich ein Lächeln auf meinen Lippen und ich senkte leicht den Kopf Genau das hab ich gemeint... murmelte ich leise und mit leicht rauer Stimme Wer könnte bei einem so unglaublichen Kuss widerstehen? ich wurde noch ein wenig röter und biss mir leicht auf die Lippe, um das fast schon dümmlich-glückliche Lächeln zu vertreiben. Irgendwas sagte mir, dass ich es jetzt, da ich wusste, wie er küsste, nochmal spüren wollte. In einem Anflug fast schon kindlicher Überschwänglichkeit beugte ich mich vor und küsste ihn erneut, nur diesmal etwas sicherer. Wieder begann mein Herz zu hüpfen, und als ich mich kurz darauf wieder zurückzog, lächelte ich Tut mir leid... Das musste sein... murmelte ich, aber man merkte mehr als deutlich, dass ich es absolut nicht bereute.

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BeitragThema: Re: Tomas alte Jagdhütte   So März 19, 2017 7:42 pm

Kaum das der Kuss endete und sich ihre Blicke wieder trafen schwebte Tomas wie auf Wolken, als er ihr Lächeln sah. Er konnte gar nicht aufhören zu grinsen, musste nicht einmal mehr den Kopf senken oder verlegen zur Seite blicken. Seine Hand trennte sich langsam und widerwillig von ihrer Wange und versank im weichen Gras. Er wollte etwas sagen, aber ihm fiel partout nichts ein. Als wäre er von ihr gelähmt worden, geradezu vergiftet. Ob das Kribbeln daran lag? Nein, dafür war es einfach viel zu schön, der ganze Kuss war zu schön gewesen.
Etwas verwirrt nickte er, als ihre Worte ihn zurück auf den Boden holten. "Wer könnte bei einer solchen Lady widerstehen...?", erwiderte er nicht weniger dümmlich und wurde ebenfalls wieder leicht rot, ohne das es sein Grinsen verhinderte oder ihn verlegen machte. Die Angst sich vor ihr zu blamieren war jedenfalls beträchtlich geschwunden. "Was hast...", begann er, da drückten sich ihre Lippen schon wieder aufeinander. Wie von selbst erwiderte er den Kuss, verlor dabei jedes Gefühl für die Zeit und stellte fest, dass seine Finger sich ins Gras gekrallt haben.
Nun sah auch er wieder etwas verlegen drein, aber er lächelte auch. "Entschuldige dich doch nicht.", lachte er kurz und seufzte dann. "Ich... konnte ja auch nicht anders...", stellte er leise fest und richtete sich ein Stück auf. Sein Blick sondierte ihr Gesicht. Kaum zu glauben wie wundervoll diese vollen Lippen von ihr doch waren. Am Liebsten hätte er sie gleich weiter geküsst und so schnell nicht aufgehört. Aber da wurden Stimmen in ihm laut, die er nicht abschalten konnte. "Was bedeutet... das jetzt?", fragte er geradeheraus, auch wenn er es lieber gelassen hätte. Aber er hatte Angst es zu verbocken, obwohl er wusste, dass diese Angst wohl am gefährlichsten war.

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BeitragThema: Re: Tomas alte Jagdhütte   So März 19, 2017 7:52 pm

Ich lachte leise und strich ihm kurz über die Wange Du bist so unglaublich süß... murmelte ich sanft und lächelte. Seine Frage allerdings verunsicherte mich etwas. Ich wusste nicht, was das bedeuten sollte. Ich wusste nicht, wie es weitergehen sollte. War es richtig, dass wir uns so nahe gekommen waren? Oder war es gut, aber schlecht im Hinblick darauf, dass wir alles getan hatten, um unsere Hochzeit zu verhindern?
Ich... weiß nicht...? Wenn mein Vater das Lösegeld gezahlt hat... ist das alles vorbei... Aber ich will es irgendwie nicht... dass es vorbei ist, meine ich... Mit einem harten Schlucken nahm ich all meinen Mut zusammen und sah ihn wieder an Immer wenn du mich berührst oder auch nur in meiner Nähe bist... kribbelt mein ganzer Körper, als würden tausende Ameisen darauf herumkrabbeln, und mein Herz schlägt schneller als die Hufe eines galoppierenden Pferdes... gestand ich leise das, was ich die ganze Zeit so sehr verheimlichen wollte. Ich habe das alles hier... nicht richtig bedacht... ich hatte nicht daran gedacht, dass wir uns... vielleicht doch weiterentwickelt haben könnten... ich war davon ausgegangen, dass alles noch so sein würde wie damals, als du gegangen bist, und wir uns einfach nahtlos weiter hassen würden... Ich habe absolut nicht damit gerechnet, dass ich... so für dich empfinden könnte... Es fiel mir wirklich schwer, all das zu sagen, weil es doch bedeutete, einen beträchtlichen Teil meiner selbst offen darzulegen, dennoch tat es gut, es zu sagen, endlich zu sagen was in mir vorging.

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BeitragThema: Re: Tomas alte Jagdhütte   So März 19, 2017 8:05 pm

Tomas Kopf neigte sich unweigerlich ein wenig mehr zu ihrer Berührung hin und er schloss dabei kurz die Augen. "Ach was...", murmelte er und grinste wieder. Süß hatte sie ihn noch nie genannt, auch war er selten so sanft von ihr berührt worden. Das Alles war einfach nur schön, aber einfach machte es die Situation nicht.
Vasilyssa brachte es schließlich auf den Punkt. Auch Tomas wollte nicht das es schon vorbei sein sollte. Er seufzte und hörte ihr dann sehr aufmerksam weiter zu, während er versuchte die Situation zu verarbeiten. "Ich... verspüre dasselbe. Manchmal auch nur wenn du mich anlächelst...", gestand er ein, vollkommen überwältigt das er mit diesem Gefühl nicht allein war. Allmählich schien sich der Nebel zu klären, aber welches Land hatten sie angesteuert? "Ich habe genauso wenig darüber nachgedacht. Wir... haben Fehler gemacht, aber... jetzt ist Alles so anders.", fiel es ihm sichtlich schwer in Worte zu fassen was ihm da durch den Kopf ging. Irgendwie schien sie seine Gedanken lesen zu können, denn es erging ihm wohl haargenau wie ihr.
Tomas seufzte kurz und beugte sich dann wieder zu ihr vor. Der dritte Kuss war nur kurz, aber sicherer als zuvor und er gab ihm irgendwie Mut. "Noch ist das Lösegeld nicht gezahlt.", stellte er fest, auch wenn er nicht wusste, was er damit sagen wollte. "Wir... haben noch Zeit, die... die Dinge zu bereinigen.", dachte er laut nach, gewann erst dadurch selbst einen kleinen Eindruck, was er überhaupt wollte. Er wollte bei ihr sein, das stand schon einmal fest. Aber bis ans Lebensende? Da war noch immer Angst in ihm. Nicht unbedingt was einen Rückfall in den alten Hass anging, sondern auch Angst über ihre Rückkehr. Er wollte seine Familie nicht weiter belügen, daher bekam er Bauchschmerzen dabei wenn er daran dachte den großen Helden zu spielen der mit seiner Verlobten zurückgekehrt war, sie gar aus den Klauen der Entführer gerissen hatte. So war er nicht und er wollte es nicht fälschlich behaupten.
"Können wir... einfach ein paar Tage hierbleiben?", fragte er sogleich und mit großen Augen. Ein Plan begann sich in seinen Kopf zu spinnen, der ebenso aufregend wie gewagt schien. "Wir... warten einfach ab... bis einen Tag vor der Lösegeldübergabe... und dann... treffen wir eine Entscheidung. Gemeinsam.", fuhr er fort und lächelte sie an. Tomas hatte nun festgestellt, dass er einfach noch mehr Zeit mit ihr wollte, das er sehen wollte wie sie auskommen würden. Es wäre falsch von einem Test zu sprechen, aber es war ganz gewiss so, dass er wissen musste wie es nun weiter gehen könnte.

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