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 Die Viper und der Bär

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Gorjon Rikke

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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   Di Sep 12, 2017 3:14 pm

Auch für Gorjon war der Waffenstillstand sehr seltsam. Er bekam keine Widerworte, keine Beschimpfungen und auch kein Nörgeln von Anicia zu hören, dabei rechnete er noch immer bei jeder Gelegenheit damit ihr eine scheuern zu müssen. Nachdem er sie gefesselt und zugedeckt hatte konnte er sich aber etwas besser damit anfreunden, es war natürlich deutlich angenehmer wenn sie sich nicht ständig bekriegen mussten. Trotzdem traute er dem Frieden nur weil sie jetzt eben so sicher angekettet war, das Eisen konnte sie unmöglich durchscheuern.
Am Morgen wurde er zeitig wach und das nach einer sehr erholsamen Nacht. Sogleich streckte er sich und kam dann zu ihr gekrochen. Er befreite sie von den Ketten an den Händen und begann danach erst sich anzuziehen. "Morgen...", brummte er sogar leise, wenngleich es irgendwie widerwillig und nicht wie ein echter Gruß klang. Rasch machte er sich für den Tag fertig und musterte sie dann kurz, nickte ihr zu mit ihm aus dem Zelt zu gehen, was ja ebenfalls Bestandteil der Regeln war.
Draußen setzte er sich an die Feuerstelle und brachte sie auch schnell in Gang, es war noch sehr früh und recht frisch draußen, sodass er zufrieden seufzte als das Feuer endlich brannte. Anicia bekam von ihm noch eine Decke umgelegt, dann wurde Essen verteilt und er aß mit ihr, wenn auch schweigend. Wirklich zu tun haben wollte er mit ihr nichts, der Waffenstillstand sah nicht vor das er sich mit ihr beschäftigte, also ließ er sie auch schnell wieder alleine.
Gorjon widmete sich einigen Arbeiten im Lager, doch viel war nicht mehr zu tun. Alles war längst aufgebaut und Feuerholz zu beschaffen brauchte nicht lang, ebenso wenig die diversen Wartungs- und Reparaturarbeiten. Schließlich saßen die Nordmänner also wieder beisammen um zu würfeln, doch es fehlte ein Mitspieler aus der üblichen Runde und sonst wollte Niemand mitmachen, weshalb er sich mies gelaunt umsah und seufzte als sein Blick auf Anicia fiel. Sogleich winkte er sie her. "He! Komm mal rüber! Willst du mitmachen?"
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Anicia Allyrion

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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   Di Sep 12, 2017 5:07 pm

Ich schloss die Augen und schlief bald ein. Sonderlich gut konnte ich die Nacht zwar nicht durchschlafen, es war einfach zu kalt und ich von ziemlich wirren Träumen heimgesucht wurde. Mehrfach erwachte ich also und es dauerte ziemlich lange, bis ich wieder eingeschlafen war. Dementsprechend müde war ich auch, als ich am morgen erwachte, weil er mich von den Fesseln befreite. Schlecht gelaunt zog ich mich an und folgte ihm dann nach draußen. Die kalte Luft brannte auf der Haut und ich sehnte mich fast schon danach, wieder ins Zelt zu kommen, dort war es zumindest halbwegs warm. Wenigstens hatte ich jetzt das Messer wieder und das Gewicht am Gürtel zu spüren, war doch beruhigend, als ich mich neben Gorjon setzte.
Überrascht sah ich ihn an, als er mir die Decke um die schultern legte, lächelte dann aber leicht und aß ein wenig, dennoch war ich erleichtert, als er ging. Lange blieb ich auch nicht mehr sitzen, bevor ich schließlich durch das Lager ging, um die Müdigkeit zu vertreiben, sodass ich schließlich, als Gorjon mich rief, ein waches Funkeln in den Augen hatte Sieh an, eine Frage statt einem Befehl? Du kannst ja auch nett... Man hörte, dass es nicht direkt spöttisch war, sondern wirklich ein Ausdruck von Erstaunen. Langsam musterte ich das Spiel und zuckte die Schultern Ich kann es versuchen... ich habe nur noch nie gewürfelt...

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Gorjon Rikke

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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   Di Sep 12, 2017 6:22 pm

Nie hätte Gorjon damit gerechnet das Anicia ihn mal anlächeln würde ohne das es hämisch wirkte. Genauso gut wunderte er sich aber auch darüber das er ihr die Decke umgelegt hatte, sodass er ihre Mimik einfach ignorierte und weiter im Text machte, als wäre es nie geschehen. Es war ein kleiner Betriebsunfall, weiter nichts.
Als er sie dann später zu sich rief schienen die Dinge schon wieder wie beim Alten zu sein, denn sie hatte einen Spruch auf den Lippen, den er für ziemlich dumm hielt. "Gewöhn dich lieber nicht daran...", knurrte er zurück, auch wenn sie wirklich eher erstaunt als spottend gewirkt hatte. Solche feinen Unterschiede verstand der Nordmann einfach nicht immer. Trotzdem durfte sie natürlich zum Spiel hinzukommen, sie war schließlich ohnehin nur aus Mangel an Mitspielern eingeladen worden, da konnte sie Sprüche klopfen wie es nur beliebte.
Als sie dann erklärte noch nie zuvor gewürfelt zu haben starrten alle Nordländer sie gleichermaßen schockiert an. Vier große Augenpaare glotzten sie an, dann schüttelte Gorjon brummend den Kopf. "Was verflucht nochmal lernt man eigentlich im Süden?", fragte er gleichermaßen ungläubig wie belustigt, dann schüttelte er abermals den Kopf und strich sich dabei seufzend über den Bart. "Du wirst es schnell lernen.", stellte er fest und deutete auf den freien Platz neben sich am Feuer.
Sobald sie saß begann er auch das Spiel zu erklären, wirklich schwer war es tatsächlich nicht zu lernen. Es ging um viel Würfelglück und ums Bluffen, im Prinzip musste sie sich nicht einmal fortgeschrittene Taktiken merken, bloß die Wertigkeiten der Wurfergebnisse, die alle einem logischen Muster folgten. Sogleich ließen die Nordmänner auch ihre Becher auf die Holzplatte vor ihnen krachen und das Spiel begann. Was sich sofort zeigte war, dass Anicia nun plötzlich auf einer Stufe mit den Männern stand. Es wurde gesprochen, gewürfelt und derbe gescherzt und ein Außenstehender wäre nie im Leben darauf gekommen das sie eine Gefangene war, bloß die Ketten an ihren Füßen verrieten es noch.
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Anicia Allyrion

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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   Di Sep 12, 2017 7:10 pm

Ich schüttelte den Kopf Werde ich nicht, keine Sorge... sonst fang ich am Schluss sogar noch an, dich zu mögen... brummte ich als Antwort und ließ mich neben ihn auf den Platz am Feuer sinken, obwohl die Männer mich nach wie vor ungläubig anstarrten. Man lernt normale Sachen, zu reiten oder zu fechten, und keinen solchen Zeitvertreib wie Würfeln... erwiderte ich und hörte dann zu, als man mir erklärte, wie das Spiel funktionierte. Gorjon hatte Recht gehabt, sonderlich schwer war es wirklich nicht, also konnte es schnell losgehen.
Sonderlich viel Können musste man wirklich nicht, sodass es mir recht leicht fiel, die Nordmänner zu übertölpeln und bald mehrere Runden zu gewinnen. Schnell war mir klar, dass ich mir keine großen Mühen machen musste, um hier zu gewinnen, doch das nicht sonderlich begeisterte Grummeln der Männer brachte mich bald dazu, absichtlich zu verlieren. Zu sehr machte es mir Spaß, hier mit den Männern zu spielen. Sie behandelten mich nicht länger wie eine Gefangene und auch die Blicke fielen weg. Wenn sie zu gereizt wären, weil ich ständig gewann - was bei dem beschränkten Verstand der Nordmänner wirklich leicht war - würden sie nicht länger so sein, daher verlor ich jetzt immer öfter absichtlich, sodass die Männer das Gefühl haben mussten, mir überlegen zu sein.

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Gorjon Rikke

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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   Di Sep 12, 2017 7:34 pm

Ein ungehaltenes Prusten entwich Gorjon und es zeigte deutlich das er Lachen musste, obwohl er es gar nicht wollte. "Soweit kommts noch!", brummte er umso lauter, denn das Letzte was er nun wollte war anzufangen Anicia zu mögen oder von ihr gemocht zu werden. In seinem Kopf hatte sich längst festgesetzt das sie einfach die widerspenstige Gefangene zu sein hatte, auch wenn der Waffenstillstand dies langsam zu ändern drohte. Ihre Erklärung der im Süden gelehrten Dinge gab ihm da eine gute Gelegenheit wieder ein wenig zu spotten. "Reiten lernt man hier auch und besser. Fechten... pah, so was unnützes! Mit ein paar mickrigen Zahnstochern rumzufuchteln ist nun wirklich keine ernsthafte Kampfkunst.", tönte er also laut, was beim Spiel wiederum schnell vergessen war.
Tatsächlich grummelten die Nordmänner mehrmals, als Anicia am Anfang so gut loslegte. Es war gut das sie nachzulassen schien und Gorjon grinste triumphierend. "Anfängerglück!", lautete seine Diagnose und die Männer lachten. "Anfängerglück! Ja, Anfängerglück!", stimmten sie kräftig zu, dann ging der Spaß weiter und es freute jeden Nordmann sichtlich wenn er gewann. Auch Gorjon hatte seinen Spaß und er behandelte Anicia wirklich gut und so wie es sich vermutlich auch gehörte.
Der Spaß wurde erst getrübt als ein vollkommen glückloser Nordmann ausstieg und sie somit zu Viert zurückblieben. Die anderen Beiden berieten sich kurz und schlugen dann direkt ein anderes Spiel vor, dem Gorjon auch direkt zustimmte. Es handelte sich um ein Teamspiel, Zwei gegen Zwei und er rechnete damit mit einem der anderen beiden Nordmänner zusammen zu spielen, aber sie hatten sich bereits zusammen getan, womit sie Gorjon überrumpelten. "Moment mal...", brummte er und schielte dann zu Anicia herüber. Lachend erklärten die Nordmänner die Regeln, kompliziert war es wieder nicht, erforderte aber Zusammenarbeit und ein wenig Vertrauen um im Team zu gewinnen. "Den Burschen erteilen wir gefälligst eine Lektion...", brummte Gorjon leise zur Dornerin, als die anderen Beiden schon siegessicher spotteten.
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Anicia Allyrion

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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   Di Sep 12, 2017 8:12 pm

Ich zog die Augenbrauen hoch Ein paar mickrige Zahnstocher? Ich könnte dir mit einem Degen das Herz durchstoßen, sodass du schön langsam und qualvoll mit jedem Herzschlag mehr verblutest, während dein Blut deinen Brustkorb von innen her füllt... erwiderte ich kühl und schüttelte den Kopf Außerdem ist es auch keine große Kampfkunst, mit einem Hammer in der Gegend herumzufuchteln und anderen den Schädel einzuschlagen... letzteres sagte ich nur sehr leise, sodass keiner der Nordmänner mich hören konnte, ich wollte schließlich keinen weiteren Streit provozieren. Zu schön war es zu sehen, wie die Männer sich wie kleine Jungs freuten, wenn sie gewannen.
Als das Spiel wechselte, blinzelte ich irritiert, vor allem, als ich erfuhr, mit wem ich im Team sein würde. Zusammenarbeit mit ihm? Mal sehen, ob das funktioniert... Als ich jedoch hörte, dass er einen ähnlichen Siegeswillen hatte wie ich, lächelte ich leicht Worauf du dich verlassen kannst... erwiderte ich also und lächelte böse. Tatsächlich war ich ziemlich zuversichtlich, denn das Spiel, das die beiden ausgewählt hatten, wurde auch bei den Männern der Allyrions gern gespielt, ich war also mit den Regeln ebenso vertraut war wie mit einigen Kniffen und Tricks, wir haben also durchaus ziemlich gute Chancen, die beiden zu besiegen. Die werden noch bereuen, mich unterschätzt zu haben...

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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   Mi Sep 13, 2017 2:38 pm

Gorjons höhnisches Lachen hallte durchs gesamte Lager und er schüttelte amüsiert den Kopf. "Du bist ja eine echte Killerin, wie? Ganz schön gefährlich die Mädchen aus dem Süden! Können mit einer zu langen Nähnadel herum fuchteln!", höhnte er weiter über die südländische Fechtkunst und hämmerte dann zur Demonstration sein Schwert auf den Tisch. "Da! Das ist eine anständige Waffe mit der man was anfangen kann. Kein Südländer kann einen echten nordischen Krieger besiegen!", verkündete er stolz und steckte das Schwert dann wieder weg. Ihren leisen Kommentar überhörte er tatsächlich, sodass es danach keinen weiteren Streit mehr gab.
Der überraschende Spielwechsel drohte Gorjon zu überfordern und er war wirklich nicht begeistert mit Anicia zusammen arbeiten zu müssen. Doch er wollte unbedingt gewinnen und scheinbar war es auch bei der dornischen Lady so. Ihren Siegeswillen erkannte er direkt und er nickte ihr schmunzelnd zu, als er ihren bösen Blick erkannte. Mittlerweile wusste er, das es bedeutete das sie fest entschlossen war etwas zu erreichen. Sie begannen also zu spielen und es zeigte sich recht schnell das Anicia wirklich unterschätzt worden war und die Regeln sehr gut kannte. Sie brauchten zwar ein wenig um sich abzustimmen, aber dann ging es erstaunlich leicht miteinander heimliche Absprachen zu treffen und die Gegner herein zu legen. Ihre Listigkeit und seine direkte Art machten es fast unmöglich Spielzüge vorherzusehen, sodass sie bald haushoch führten.
Natürlich hatte Gorjon großen Spaß dabei zu gewinnen und den beiden Männern eins auszuwischen, nachdem sie zuvor so große Töne gespuckt hatten. Er selbst hatte nun wieder einmal die größte Klappe und lachte viel, auch Anicia lächelte er oft zufrieden an, als hätte es die Entführung nie gegeben. Schließlich zogen sich die Verlierer zurück und er blieb etwas verwundert neben ihr sitzen, als bemerkte er erst jetzt das sie ja die Gefangene war. "Für ne Südländerin... bist du ganz in Ordnung..."
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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   Mi Sep 13, 2017 4:08 pm

Ich zog langsam eine Augenbraue hoch Du hast genug Angst vor mir, um mich im Schlaf zu fesseln, also solltest du lieber aufpassen, was du sagst... Außerdem ist der Kampf mit einem Degen sehr viel eleganter und erfordert mehr Körperkontrolle und Können als der Kampf mit so einem Schwert... Natürlich hätte ein Kämpfer mit Degen keine Chance gegen so ein wuchtiges Schwert... Abzublocken wird schwer, ja, aber dennoch würde ich einen Degen jederzeit bevorzugen... erwiderte ich schmunzelnd und schüttelte den Kopf, widmete mich dann aber dem Spiel. Dass ich ihm mit meiner Aussage eigentlich recht gegeben hatte und es fast schon ein Lob gewesen war, verdrängte ich bald aus meinem Kopf.
Das Spiel an sich machte mir großen Spaß, vor allem, da es nicht lange dauerte, bis Gorjon und ich zu einem Team wurden und wir einen Sieg nach dem anderen erzielten. Schmunzelnd lehnte ich mich schließlich zurück und sah den beiden Männern nach, die ziemlich beleidigt schienen, weil sie verloren hatten. Mit einem kleinen Lächeln musterte ich Gorjon Und für den Anführer einer barbarischen Horde Nordmänner bist du sehr viel weniger unausstehlich als ich gedacht hätte... erwiderte ich, doch anders als sonst fehlte meiner Stimme die obligatorische Schärfe und ich klang wirklich fast schon freundlich. Tatsächlich hatte ich wirklich gefallen an ihm gefunden, oder zumindest hatte ich aufgehört, seine Gegenwart zu hassen, was schon mehr war, als ich jemals erwartet hatte.

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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   Mi Sep 13, 2017 4:25 pm

"Na, weil du ja auch so hinterhältig bist...", knurrte Gorjon ziemlich ungehalten, was jedoch schnell wieder verschwand. Wie sehr sie sich bald widersprach bemerkte er nicht einmal, stattdessen triumphierte er aber auch ohnehin. "Eben! Und wenn er mit dem Degen keine Chance hat, ist er nutzlos!", verkündete er laut, trotzig und stolz darauf scheinbar das Wortgefecht gewonnen zu haben, auch wenn es ja eigentlich Anicia war die von sich aus eingelenkt hatte und bloß sachlich geblieben war. Schmunzeln musste Gorjon also auch und in gewisser Weise waren die Wogen damit auch geglättet.
Dies war dringend nötig, um wie geplant zu gewinnen. Der gemeinsame Ehrgeiz vereinte sie nun und sie wurden zu einem sehr guten Team. Lachend sah Gorjon den Verlierern hinterher, ehe er sich etwas widerwillig wieder Anicia zuwandte. Er musterte sie ebenfalls, wenn auch ohne das Lächeln. Erst als sie sprach musste er schmunzeln und er klopfte ihr kräftig, aber eben eher freundschaftlich auf die Schulter. "Das hab ich immer schon gewusst.", lachte er in Bezug auf ihre Worte, wonach er sie erneut musterte und dann leise seufzte. Langsam bückte er sich herunter und im Nu war sie auch die Ketten um ihre Füße los.
"Verzichte darauf mir abzuhauen, ja? Das wäre nur wieder unnötiger Ärger.", brummte er, als er das schwere Eisen einfach hinter sich ablegte. Sein Blick war ernst und er sah ihr direkt ins Gesicht als er dies sagte. "Denk jetzt aber nicht das ich dich ausstehen kann!", fügte er dann hastig hinterher und schmunzelte leicht. Wenn sie nicht gerade dabei war ihm die Augen auszukratzen ließ es sich irgendwie doch ganz gut mit Anicia aushalten.
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Anicia Allyrion

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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   Mi Sep 13, 2017 5:16 pm

Ich schüttelte den Kopf und beließ es dabei, auch wenn es mir gehörig gegen den Strich ging, dass er einen Kämpfer mit Degen als nutzlos abstempelte, vor allem, weil ich mit meinem Degen bereits einen der größten Kämpfer in Dorne besiegt hatte, obwohl dieser ein Schwert geschwungen hatte. Und genau genommen war meine Waffe auch kein wirklicher Degen, sondern eher ein schmales Schwert, leicht genug, um auch von einer zierlichen Frau wie mir mit der nötigen Stärke geführt zu werden, und doch stabil genug, um den Angriffen der anderen standzuhalten.
Als er mir nach dem Spiel die Fesseln abnahm, blinzelte ich überrascht. Niemals hätte ich damit gerechnet, dass er mir so viel Vertrauen entgegen brachte, und ich nickte nur leicht Keine Sorge, nochmal tu ich mir das nicht an... hier ist es einfach viel zu kalt um ordentlich fliehen zu können... Vor allem nicht mit einer Horde furchtbar sturer Nordmänner mit bissigen Hunden im Nacken und halb erfrorenen Füßen... Erst jetzt, da ich es aussprach, merkte ich, dass ich das wirklich ernst meinte. Ich würde keinen weiteren Fluchtversuch unternehmen, solang er mich weiterhin so behandelte wie seit dem ersten Versuch. Ich hatte ein gewisses Maß an Freiheit, es herrschte Waffenstillstand und keiner der Männer fasste mich mehr an.
Oh, keine Sorge, ich würde es nie wagen so etwas zu denken... erwiderte ich schmunzelnd und stand langsam auf. Ich merkte zwar, dass ich aufgehört hatte, ihn zu hassen, doch von Mögen konnte absolut nicht die Rede sein.

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Gorjon Rikke

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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   Mi Sep 13, 2017 7:34 pm

Gorjon war selbst mehr als nur ein wenig überrascht davon das er Anicia die Ketten abgenommen hatte, doch er stand zu seiner Entscheidung und würde ihr vertrauen. Ihr Kommentar brachte ihn tatsächlich auch zum schmunzeln und er nickte kräftig. "Verlass dich drauf, die sture Horde würde dich bis zur Mauer hetzen wenn es sein muss.", bekräftigte er, doch er war sich nun sehr sicher das sie keine weitere Flucht planen würde. Ob dies nun am Waffenstillstand oder der größeren Freiheit im Lager lag wusste Gorjon nicht, es interessierte ihn auch kein Stück.
Gemeinsam mit ihr erhob er sich dann und ein zufriedenes Nicken begleitete ihre Worte. "Gut so.", fand er, was wohl seine Bewertung zu ihrer gesamten Lage im Moment war. Er mochte sie nicht und sie mochte ihn nicht, aber sie mussten sich jetzt nicht mehr ständig bekriegen und hassen. Dies zeigte sich auch als er noch einmal für die restlichen Nordmänner klar stellte das sie ihre Ketten nicht mehr tragen musste, schließlich hatte es ja kaum Jemand im Lager mitbekommen. Ebenso wurde noch einmal garantiert das Niemand sie anfassen sollte, womit sogar schon ein leises Murren durch die Runde ging, das Anicia jetzt plötzlich so gut behandelt wurde. "Und schon bist du sein Prinzesschen...", grummelte einer der Nordmänner im Vorbeigehen, natürlich so das Gorjon es nicht hörte.
Der Anführer der Nordmänner stapfte stattdessen wieder zum Holz hacken und hielt sich den restlichen Tag über von Anicia fern. Erst am Abend als es wieder eine warme Mahlzeit am Feuer gab rief er sie her, weniger befehlerisch, aber immer noch so laut wie üblich. Er bedeutete ihr sich neben ihn zu setzen und gab dann das Essen an sie aus, scherzte ein wenig über den Sieg beim Würfeln, sehr zum Leidwesen der beiden Verlierer. Als es dann wieder ins Zelt ging nahm er sich die Handschellen und zögerte, legte den Kopf schief. Er musterte sie kurz und schüttelte dann den Kopf. Die Fesseln wurden wieder beiseite gelegt und Anicia durfte zum ersten Mal wieder völlig frei schlafen.
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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   Mi Sep 13, 2017 8:16 pm

Ich schmunzelte leicht und schüttelte den Kopf So weit würde ich nicht mal kommen... Zumal ich nicht mal wüsste, in welche Richtung ich dafür muss... Ich rieb mir leicht die Fußknöchel und stand dann auf, bevor ich mich auf den Weg zum Fluss machte, um mir das Harz von dem Baumstamm, auf dem ich gesessen hatte, von den Fingern zu waschen. Es war zwar nicht schlimm, aber doch irgendwie störend, wenn die Finger so klebten, und ohne Wasser würde ich es wohl nicht entfernen können.
Als die Worte des Nordmannes mich erreichten, als ich an ihm vorbei ging, lächelte ich ihn zuckersüß an Neidisch? Sobald ich weg bin, kannst du ja gerne sein Prinzesschen sein... Ein Kleid steht dir sicherlich ganz wunderbar! Auf sein wütendes Knurren reagierte ich nur mit einem glockenhellen Lachen Spätestens wenn ihr euer Geld habt, wirst du dankbar dafür sein... Denn würdest du mich jetzt in Stücke hacken, seht ihr keinen Cent und dann war alles umsonst... Ich wusste, dass ich mit dieser Provokation eine sehr gefährliche Schiene fuhr, doch meine spitze Zunge hatte ich noch nie wirklich unter Kontrolle gehabt, und ich würde es vermutlich auch nie, also konnte ich auch nicht wirklich anders reagieren.
Nachdem das Hart von meinen Fingern gewaschen war, streunte ich etwas durch das Lager und den angrenzenden Wald, entfernte mich jedoch nie wirklich weit, sodass ich, als ich gerufen wurde, ziemlich schnell zur Stelle war. Noch immer begeisterte es mich nicht, wie ein Hund zu springen, sobald er rief, doch der neue Frieden war das auf jeden Fall wert, wie ich im Zelt auch schnell merkte. Als ich realisierte, dass er mich nicht fesseln würde, schenkte ich ihm das erste ehrliche Lächeln überhaupt, seit ich hier war. Um zu zeigen, dass ich nicht vorhatte, dieses Zugeständnis zu missbrauchen, legte ich mein Messer zu den Fesseln, bevor ich unter die Decke schlüpfte und ihm den Rücken zukehrte. Dass er mir nichts tun würde war mir klar, er würde das Lösegeld schließlich nicht riskieren.

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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   Mi Sep 13, 2017 11:02 pm

Kräftig nickend lachte Gorjon über Anicias Worte, wobei er ihr Richtung Norden wies. "Da geht es lang. Aber es wundert mich nicht das du es nicht wusstest, deine letzte Flucht war nicht gerade gut geplant. Du bist einfach losgerannt, oder? Ohne zu wissen wohin?", meinte er dabei schmunzelnd und ließ sie dann ziehen, damit sie sich waschen und entspannen konnte.
Das sie zuvor noch den brummigen Nordmann beleidigte entging Gorjon zum Glück, sodass sie allzu leichtes Spiel hatte einfach davon zu schlendern. Zwar brummte ihr der Mann noch ein paar unschöne Dinge hinterher, doch dabei sollte es dann auch bleiben, denn mit ihrem Scharfsinn und ihrer spitzen Zunge konnte hier wirklich Niemand auch nur ansatzweise mithalten.
Auch als sie im nahen Wald herum turnte hielt sie Niemand auf, auch wenn in diesen Fällen doch immer einige wachsame Augenpaare auf ihr lagen. Es wurde toleriert das sie sich am Rand des Lagers aufhielt, doch sobald die Hunde nervös wurden war es ein sicheres Zeichen sie besser im Auge zu behalten. Niemand wollte sich die Belohnung entgehen lassen, daher war es auch beruhigend für die Männer das sie scheinbar auf Gorjons Kommando hin ankam.
Der Zweitgeborene schenkte ihr im Zelt ebenfalls ein Lächeln, auch wenn es ehr flüchtig und auch etwas verwundert war. Rasch zog er sich aus, dann konnten sie ruhig schlafen und da er keinen Grund hatte mit ihr zu schimpfen wurde es auch eine friedliche Nacht. Am Morgen gähnte er lautstark und ziemlich verwundert darüber wie friedlich es gegangen war. Er räumte die Fesseln endgültig weg und gab ihr das Messer wieder in die Hand. "Morgen...", brummte er dabei wieder, jedoch eine Spur freundlicher als beim letzten Mal, wonach er sich endlich anzog. Trotz des erhöhten Vertrauens hatte sie aber immer noch keine Chance allein im Zelt zu verbleiben, sodass sie zum Frühstück wieder ans Feuer musste, kurz ließ Gorjon sie alleine um mehr Feuerholz zu holen. In diesem Moment kam aber der Nordmann heran der sie bereits einmal belästigt hatte und er wirkte sehr übellaunig und verhielt sich ihr gegenüber direkt wieder aggressiv, bedrängte sie auch hartnäckig und bedrohlich.
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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   Do Sep 14, 2017 1:18 pm

Ich zuckte die Schultern Woher hätte ich denn wissen sollen, wo ich hinrenne? Ich hatte keine Zeit, um mir etwas zu überlegen, und ich kenne mich hier auch nicht aus… in dem Moment war der Gedanke einfach nur wegzukommen… hätte ich mir vorher noch einen Plan gemacht, hätte ich die Flucht vergessen können… Langsam ging ich von ihm weg und schüttelte den Kopf. Wie stellt er sich das denn vor? Eine Flucht so schnell zu planen? Leise grummelnd schüttelte ich den Kopf und seufzte dann.
Die Nacht verging sehr ruhig, was mich auch ziemlich überraschte, doch am Morgen erwachte ich gut ausgeruht und mit einem kleinen Lächeln richtete ich mich auf. Ich streckte mich und stand dann auf, um das Messer entgegen zu nehmen, bevor ich es wieder am meinen Gürtel hängte und ihm nach draußen folgte. Dass ich nicht allein im Zelt sein durfte, störte mich nicht wirklich, schließlich gab es dort nichts, was mich interessieren würde.
Als am Feuer der Nordmann, der mich Gestern mit nicht gerade freundlichen Phrasen bedacht hatte, wieder zu mir kam, drückte meine Laune wieder, vor allem, als er so aufdringlich wurde. Ich versuchte, ihm so gut es ging auszuweichen, weil ich vermeiden wollte, dass es zu ernsteren Kämpfen kam, doch er ließ einfach nicht locker, weshalb ich schließlich aufstand und vom Feuer wegging. Er folgte mir trotzdem hartnäckig, weshalb ich schließlich das Messer zog und knurrte Fass mich an und du bist schneller eine Prinzessin als du schauen kannst! Ich merkte, dass meine Stimme lauter war als beabsichtigt, und einige der Nordmänner blickten zu uns herüber.

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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   Do Sep 14, 2017 2:24 pm

Gorjon lachte leise und schüttelte den Kopf. Anicias kopfloser Fluchtversuch hatte sie ordentlich auf Trab gehalten, dabei hatte sie gar keinen wirklichen Plan gehabt und er konnte nun abwinken und die Sache gut sein lassen. Wenigstens verlieh es ihm ein noch größeres Gefühl von Überlegenheit, denn hätte sie einen bestimmten Plan verfolgt wäre es möglich das sie ihn immer noch im Sinn hatte, so aber machte es sie nochmals harmloser und es half ihr zu vertrauen.
Aus diesem Grund ließ er sie auch guten Gewissens beim Feuer zurück, schnell hatte Gorjon das nötige Feuerholz aufgetrieben und er befand sich bereits auf dem Rückweg, als der Nordmann Anicia weiter belästigte und sie ihre Warnung ausstieß. Sie war so laut das auch Gorjon ihre Stimme vernahm und wütend schnaufend ließ er das Holz fallen und eilte hinzu. Der Nordmann war von ihrer Drohung nur noch wütender und stieß seinerseits einige Drohungen und auch üble Beschimpfungen aus, das Messer beeindruckte ihn sichtlich wenig und er ignorierte es gar.
Was er allerdings nicht ignorieren konnte war Gorjons Faust, die sich sehr plötzlich in seinen Magen grub und ihn von den Beinen riss. Keuchend und prustend krabbelte der Mann erschrocken einige Schritte zurück, während Gorjon sich zwischen ihn und Anicia stellte. "Ich hab gesagt Niemand fasst sie an!", polterte er sofort los und der Nordmann rappelte sich hämisch grinsend auf. "Du bist so ein Depp! Die kleine Hexe hat dich jetzt schon im Griff!", tönte er und dieses Mal schlug Gorjon ihm hart unters Kinn, sodass der Nordmann so schnell nicht mehr hochkam. "Hör auf so eine Scheiße zu reden! Ich habe gesagt Niemand fasst sie an, also hat sie auch Niemand anzufassen!", brüllte er dagegen und ging dann kopfschüttelnd das Holz aufsuchen und das Feuer schüren. Anicia winkte er sehr vehement heran und deutete ihr auf den Platz direkt neben sich, mit sehr viel Nachdruck in seinen Bewegungen.
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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   Do Sep 14, 2017 9:11 pm

Der neue Frieden war für mich wirklich angenehm, denn so konnte ich mich mehr darauf verzichten, ständig alles und jeden anzufeinden. Im Falle dieses einen Nordmannes jedoch war auch der neue Friede mit Gorjon sinnlos, wenn er nicht gar der Auslöser für alles war. Während ich von ihm zurückwich, flackerte in mir die Angst auf, auch wenn ich das nie im Leben zugegeben hätte. Der Mann war fast dreimal so breit wie ich und überragte mich um fast zwei Köpfe, Angst zu haben wäre da vermutlich nur natürlich.
Dementsprechend erleichtert war ich, als Gorjon zu uns stieß, und das erste Mal war es für mich akzeptabel, dass jemand anderes für mich in die Bresche sprang. Gegen einen wütenden Mann von diesem Kaliber mit einem Schwert in der Hand hatte ich keine Chance, auch nicht, wenn ich besser kämpfte als er. Mit diesem vergleichsweise winzigen Messer gegen das Schwert anzutreten, wäre nicht nur hoffnungslos, sondern auch ziemlich dumm. Daher überließ ich es Gorjon gern, er schien dem Mann schließlich ordentlich Kontra geben.
Als die Sache schließlich erledigt war, huschte ich an dem bewusstlosen Mann vorbei und setzte mich neben Gorjon, während mein Herz noch immer heftig klopfte und es beruhigte mich langsam, als ich neben ihm saß, da kein anderer der Nordmänner sich mehr in seine und damit in meine Nähe traute Danke... murmelte ich leise

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Gorjon Rikke

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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   Do Sep 14, 2017 9:26 pm

Gorjon hatte kein Problem damit seine Untergebenen mit Gewalt und Prügel bei Gehorsam zu halten, so auch nicht als sein ausdrücklicher Befehl Anicia nicht anzurühren kurz davor war gebrochen zu werden. Er war heilfroh um den Waffenstillstand und Frieden mit ihr, sodass er erst recht entschlossen war diesen Zustand zu bewahren, indem er verhinderte das sie angefasst wurde. Das er dabei mal wieder über die Stränge schlug bemerkte er nicht, es interessierte ihn auch nicht das da jetzt ein ungehorsamer Nordmann bewusstlos am Boden lag. Zwei Kameraden kamen ohnehin schnell hinzu um ihm aufzuhelfen und ihn schwer gestützt in sein Zelt zu bringen, man würde sich also um ihn kümmern.
Als die dornische Lady sich neben ihn setzte und ihm dankte lächelte Gorjon schwach, sein Nicken war aber sehr zufrieden. Er rutschte demonstrativ ein Stück näher zu ihr hin, als deutliche Warnung für alle weiteren Ärgermacher, auch wenn dies vermutlich nicht nötig war. So oder so achtete er dabei aber auch sehr genau darauf das kein Körperkontakt bestand. "Schon gut. Muss ja mein Versprechen halten.", brummte er ihr besonders knurrig zu, konnte aber doch nicht verhindern das er sie anlächelte, weshalb er sich schnell herum drehte und dazu überging das Feuer erneut zu schüren.
An Wärme mangelte es also nicht als man ihnen einen Krug Ziegenmilch hinstellte, er war sehr groß und würde ihnen wohl den ganzen Tag reichen. Außerdem brachte man wieder Brot und dazu gab es auf einer Bohnenpaste auch Froschschenkel, vermutlich frisch von einem nahen Tümpel. Gorjon machte sich sofort gierig über seine Portion her, wobei er herzlich wenig Manieren bewies und alle beim Essen nur erdenklichen Geräusche von sich gab. Ein sichtbarer Fetzen Frosch hing ihm noch im Bart als er sich zufrieden wieder Anicia zuwandte und sie musterte. "Was hältst du davon wenn wir uns neue Opfer suchen, die wir beim Würfelspiel abziehen können?"
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Anicia Allyrion

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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   Do Sep 14, 2017 10:17 pm

Dass er meinen Dank so abwehrte, kränkte mich einerseits, denn von mir ein 'Danke' zu hören war äußerst selten, andererseits war ich froh darum, da mir das auch dabei half, die nötige emotionale Distanz zu der ganzen Sache zu wahren. Die Vorstellung, dass ich anfangen könnte den Nordmann zu mögen, war mir zuwider, schließlich war er einerseits der Mann, der mich entführt und geschlagen hatte, andererseits war er ein Nordmann, was eigentlich schon reichen sollte, um ihn nicht zu mögen. Dass er es geschafft hatte, ein 'Danke' von mir zu hören, war schon wirklich das höchste der Gefühle, mehr sollte ich nicht zulassen.
Als man das Essen brachte, überließ ich Gorjon ohne zu Zögern meine Portion und hielt mich stattdessen an Brot und Ziegenmilch. Der Gedanke, Frosch zu essen, war für mich wirklich abstoßend, besonders als ich sah, wie die Männer um mich herum über ihr Essen herfielen. Als Gorjon mich schließlich ansprach, deutete ich leicht angewidert auf den Fleischfetzen und schüttelte dann den Kopf Ich bezweifle, dass deine Männer sonderlich viel mit mir zu tun haben wollen... und wir sollten uns auch nicht zu sehr... verbrüdern... brummte ich leise, bevor ich aufstand und vom Feuer wegging. Im Wald hinter seinem Zelt setzte ich mich schließlich auf einen nicht vom Schnee bedeckten Fleck Moos und begann, aus einem herumliegenden Stück Holz etwas zu schnitzen, auch wenn ich darin wirklich nicht begabt war. Aber ich war allein dabei und er konnte so demonstrieren, dass er sich nicht mit dem Feind eingelassen und sich gegen die eigenen Leute verschworen hatte, wenn er allein war.

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Gorjon Rikke

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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   Do Sep 14, 2017 10:38 pm

Etwas verwundert puhlte sich Gorjon den Rest an Froschfleisch aus dem Bart. Schulterzuckend verdrückte er auch diesen Rest, wonach er Anicia musterte und langsam nickte. "Stimmt wohl...", brummte er zwar, aber wirklich einverstanden war er nicht. Immerhin konnte er langsam verstehen das es besser war wenn er Niemanden durch ihre Anwesenheit provozierte. Ihre genauen Gedankengänge entzogen sich ihm, aber Gorjon kam sehr schnell selbst darauf das es besser war sich ihr nicht zu freundlich zu stellen. Somit suchte er sich eben andere Mitspieler fürs Würfeln und obwohl es in letzter Zeit einigen Zoff im Lager gegeben hatte war das dies schnell vergessen und die Nordmänner amüsierten sich.
Immer wieder sah Gorjon zu ihr herüber, als eine Kontrolle ob sie auch brav an Ort und Stelle blieb und auch um zu sehen was sie da schnitzte. Er war neugierig und auch ein wenig misstrauisch geworden, denn es konnte gut und gerne eine Waffe sein die gefährlicher war als ihr Messer. Trotzdem blieb er ihr vorerst fern und hielt sich einfach wie sonst auch im Lager auf, fast als hätte man sie nie hierher gebracht, womit auch die kontrollierenden Blicke ausblieben.
Irgendwann war es dann wieder Zeit zum Essen und er rief sie wie gewohnt lautstark herbei. Dichte Wolken waren aufgezogen und er brummte als er nach oben sah. "Gut möglich das es bald schneit...", murrte er und zuckte dann mit den Schultern, übergab ihr ihre Portion vom Essen, dieses Mal froschfrei. "Was hast du eigentlich geschnitzt?", wollte er dann von ihr wissen und natürlich wollte er es nicht nur hören sondern auch sehen.
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Anicia Allyrion

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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   Fr Sep 15, 2017 10:07 am

Ich nickte nur und verzog leicht den Mund Wenn deine Männer annehmen, du hättest dich auf welche weise auch immer mit mir verbündet, werden sie dir nicht länger folgen und selbst das Geld wird sie nicht davon abhalten, mich zu töten... es wäre also wenig sinnvoll, sowas zu provozieren... Nachdem ich geendet hatte, entfernte ich mich von ihm und suchte mir einen ruhigen Platz. Ich ging nicht davon aus, dass man mich einfach so allein oder unbeachtet ließ, schließlich spürte ich die musternden Blicke deutlich.
Das Lachen der Nordmänner, als diese zu spielen begannen, drang an meine Ohren, und ich registrierte zufrieden, dass die Männer sich nicht von Gorjon abgewandt hatten, was mich bis zu einem gewissen Grad beruhigte. Das letzte, was ich brauchen konnte, war ein Aufstand der Nordmänner gegen Gorjon, weil der daran gedacht hatte, dass man nur für "unbeschädigte Ware" Lösegeld bekam.
Als er nach mir rief, erhob ich mich seufzend und schüttelte den Kopf, während ich zu Gorjon ging. Dass er Schnee ankündigte, begeisterte mich nicht wirklich, mir war jetzt schon zu kalt, und wenn der Schnee noch dicker fallen würde, würden meine Füße selbst in den Stiefeln frieren. Mit einem Seufzen nahm ich das Essen entgegen und stocherte nicht sonderlich begeistert in dem Eintopf, gab ihm dann das nicht wirklich gekonnt geschnitzte Holzstück, das eine Hand wie auf dem Wappen der Allyrions darstellte, auch wenn sie nicht so sonderlich detailliert war.

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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   Fr Sep 15, 2017 10:25 pm

"Hm... naja... also so gesehen...", murmelte Gorjon verwirrt, als ihm Anicia erklärte warum es wichtig war sich nicht zu freundlich zu stellen. Der Nordmann musste sich eingestehen das ihre Worte durchaus Sinn ergaben und für den Moment hatte sie es geschafft ihn zu überfordern, sodass er sie ziehen ließ. "Die werden sehr wohl auf mich hören!", brüllte er ihr noch trotzig nach, doch da war es bereits zu spät und die dornische Lady war verschwunden, um sich in der Nähe des Lagers irgendwie selbst zu beschäftigen. Natürlich war sie dabei unter ständiger Beobachtung, auch wenn dies nicht direkt mit ihrem Hinweis zu tun hatte.
Zufrieden nahm Gorjon zur Kenntnis das Anicia gehorsam heran kam, als er nach ihr rief. Er zeigte dies in keiner Weise, sprach stattdessen lieber über das Wetter und den bald drohenden Schneefall. Er war sich sogar sehr sicher das der Schnee kommen würde, weshalb man Anicia direkt einen sehr warmen Mantel brachte, der ihr zwar zu groß war, doch konnte sie ihn um sich schlagen und sich regelrecht darin verpacken, wenn es ihr zu kalt wurde. Ansonsten würde sie es aber aushalten müssen, höchstens ein weiteres Paar Socken wollte man ihr noch geben.
Als sie ihm das geschnitzte Holz übergab musterte Gorjon es kritisch, als hätte er jetzt irgendeine Form von großer Handwerkskunst erwartet. "Eine Hand...", stellte er dann nur völlig nüchtern fest, womit er zu Anicia rüber sah und den Kopf schief legte. "Hat es irgendeinen Grund das du ausgerechnet eine Hand schnitzt?", fragte er sie, als er ihr das Stück zurückgab, auch wenn er eher damit rechnete das es ein zufälliges und aus Langeweile entstandenes Motiv war. Während sie dann aßen begann auch tatsächlich ein leichter Schneefall einzusetzen, es war nur der Beginn und im Verlauf des Nachmittags und Abends würde es gewiss heftiger werden.
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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   Sa Sep 16, 2017 1:15 pm

Ich zuckte leicht die Schultern und nahm es zurück Zum einen ist eine Hand nicht so sonderlich schwierig, selbst wenn man wie ich kein Talent fürs Schnitzen hat, und zum anderen ziert eine Hand das Wappen meiner Familie erwiderte ich nur und aß dann langsam weiter. Es war keine große Sache, dass ich gerade eine Hand geschnitzt hatte, aber fünf gerade Finger aus dem Holz herauszuarbeiten war nicht sonderlich schwer, und doch hatte das Motiv eine Bedeutung für mich.
Als der Schneefall einsetzte, blickte ich nicht sonderlich begeistert nach oben, auch wenn es mich faszinierte, wie die scheinbar schwerelosen weißen Kristalle aus dem grauen Himmel schwebten, legte ich mir wegen der zunehmenden Kälte den Umhang um die Schultern. Der schwere Stoff drückte meine zierlichen Schultern nieder, aber dennoch war ich dankbar dafür, weil er mich mit einer angenehmen Wärme umgab.
Als ich mit dem essen fertig war, erhob ich mich wieder und entfernte mich vom Feuer und von den Männern, bis ich am Waldrand ankam. Dort blickte ich kurz in die Krone eines der großen Bäume, ehe ich mit schnellen, routinierten Bewegungen mit dem Aufstieg begann, den Umhang ließ ich am Boden zurück, da er mich durch sein Gewicht zu sehr behinderte. Je höher ich kam, desto mehr lächelte ich, bis ich in der Krone ankam und, während ich mich am Stamm festhielt, dem Schnee beim Fallen über dem Lager zusehen konnte.

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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   Sa Sep 16, 2017 7:48 pm

Mit Anicias Erklärungen war Gorjon zufrieden, es war nahe liegend das ihr das Motiv etwas bedeutete und ein Wappen als Zeichen der Familie machte sich auch als geschnitztes Objekt immer gut. Es erinnerte den Nordmann daran wie sehr er seine eigene Familie vermisste, viel zu lange schon war er unterwegs, um Geld zu beschaffen. Seine Entschlossenheit sie da zu behalten und an ihr ein ordentliches Lösegeld zu verdienen stieg somit nur noch, gleichzeitig erinnerte der kurze Wortwechsel ihn aber auch daran sie nicht nur wegen des Geldes gut zu behandeln, sondern weil sie eben auch eine Familie hatte und seine Ehre gebot ihm doch sie besser zu behandeln.
Der Umhang war da wohl das Mindeste, die Kälte wurde schließlich stündlich schlimmer. Gorjon machte es weit weniger aus als Anicia, immerhin war er noch weitaus schlimmere Kälte gewohnt, während es für sie wohl ein völliger Schock war, so kalt hatte sie vermutlich noch keinen Tag erlebt. Das sie sich vom Feuer entfernte konnte er daher nicht so recht begreifen und sein Blick folgte ihr nun etwas misstrauisch und auch neugierig was sie vor hatte. Das sie ausgerechnet auf einen Baum klettern musste ließ ihn wütend brummen und er stapfte ihr direkt hinterher.
Gorjon hatte gleich mehrere Gründe warum er ihr Vorhaben für schlecht hielt und er es unterbinden wollte. Zunächst konnte sie sich von oben einen zu guten Überblick verschaffen und eine Flucht besser planen. Zum Anderen wusste er nicht wie geschickt sie klettern konnte, wenn sie stürzte und sich verletzte würde es die Aussicht auf Lösegeld schmälern. Der dritte Grund war dann schließlich der Grund, den er ihr auch nannte. "Komm runter da, das ist Blödsinn! Hier unten ist es geschützt, aber da oben wird dich gleich der eisige Wind so richtig durchpusten. Wir gehen in die Zelte, bevor es schlimmer wird. Da wird noch richtig was runter kommen heute.", erklärte er und forderte dabei auch sehr streng das sie ihm folgen möge.
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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   Sa Sep 16, 2017 10:29 pm

Obwohl ich hier oben im Wind und ohne Umhang höllisch fror, war der Anblick, der sich mir nun bot, einfach unbeschreiblich. Das dreckige Schlammbraun des im Lager zertrampelten Schnees wurde langsam immer mehr von dem frischen, kalten Weiß der fallenden Flocken überdeckt, die Zelte erhielten eine pudrige Decke und es schien fast, als würde der Schnee alles hässliche oder schändliche in der Welt verstecken, um dann nur eine makellose, glitzernde Welt zu hinterlassen. Verzaubert blickte ich mich also um, während die Welt sich verwandelte.
Einzig ein gewisser Nordmann störte diese friedliche Stille. Leicht genervt blickte ich zu ihm hinunter. Dennoch musste ich wohl oder übel einsehen, dass das, was er sagte, durchaus sinnvoll war, also begann ich langsam mit dem Abstieg, bis ich neben ihm ankam und den Mantel aufhob. Dafür, dass du mich nicht ausstehen kannst, machst du dir aber ziemlich Gedanken um mich... du musst sehr an dem Geld hängen, das du vielleicht oder vielleicht auch nicht bekommen wirst... Letzteres war zum einen dazu gedacht, ihn daran zu erinnern, dass ich immer noch einen Ausweg hatte, wenn er oder einer seiner Männer es wagen sollte, mich in irgendeiner Weise zu schänden, und zum anderen, um ihn vorzuwarnen, dass ich nicht wusste, ob meine Mutter eine Lösegeldzahlung für mich überhaupt zulassen würde. Das beste Verhältnis hatten wir schließlich nicht, seit sie mich abgeschoben hatte.

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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   So Sep 17, 2017 8:03 pm

Ungeduldig sah Gorjon den Baum herauf, wo Anicia langsam herab kletterte. Er konnte es nicht erwarten sie heile auf festem Boden zu sehen und er reichte ihr sogar den Mantel, als es soweit war. Ihre Worte beantwortete er zunächst mit einem Kopfschütteln, erst als sie den Mantel auch gut angelegt hatte und sie zum Lager zurück gingen antwortete er ihr. "Ich kann dich ausstehen. Nicht sonderlich gut, aber du bist... hm... du... du bist erträglich würde ich sagen. ", erklärte er zunächst, was ihn doch Einiges an Überwindung kostete, schließlich kam sie aus dem tiefen Süden und er sprach es bewusst zuerst aus, sodass Niemand sonst es hören konnte.
"Ich werde das Geld bekommen, verlass dich drauf.", brummte er dann, fest davon überzeugt das man für sie bezahlen würde. "Und das Geld brauche ich eben, obs dich stört oder nicht. Ist dein Pech, aber für mich muss es sein.", brummte er dann weiter und hielt ihr dann den Eingang des Zeltes offen, schließlich hatte sie es mit dem schweren Mantel ja wirklich nicht so leicht einen Arm zu heben. Er ließ sie herein schlüpfen und folgte dann erst nach, als er noch einmal alle Befestigungen des Zelts kontrolliert hatte. Er klopfte auch etwas Schnee von der Plane, eigentlich sinnlos weil noch sehr viel mehr fallen würde, aber es gehörte irgendwie zum Kontrollgang dazu.
Im Zelt selbst war es überraschend und angenehm warm, sie würden es also gut aushalten können, selbst wenn es noch viel kälter würde. Allerdings begann der Wind auch wie von ihm vorher gesagt sehr viel fester am Zelt zu reißen, sodass klar war, das es draußen viel zu ungemütlich war um lange im Freien zu bleiben. Immerhin hatte er vorgesorgt und sie hatten warmen Brennnesseltee, wovon er ihr auch gleich in einen kleinen Becher einschenkte. "Tja... da werden wir noch ne Weile im Schnee verbringen... so ein Scheiß Wind...", grummelte er dabei und zuckte mit den Schultern. "Karten spielen oder würfeln?", lautete dann seine nächste Frage, irgendwie mussten sie sich ja die Zeit vertreiben.
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