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 Die Viper und der Bär

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Anicia Allyrion

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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   Mo Sep 18, 2017 12:55 pm

Ich zog eine Augenbraue hoch und schüttelte den Kopf Pass bloß auf, nicht dass du mich dann noch so sehr magst, dass du mich nicht mehr hergibst... brummte ich sarkastisch und seufzte Das kommt ganz darauf an, mit wem du verhandelst... Es gibt genug, die froh wären, wenn du mir die Kehle durchschneidest... Mit einem tiefen Seufzen dachte ich daran, wie die Tolands in den ersten Wochen versucht hatten, mich zu beseitigen, und wie enttäuscht sie gewesen waren, als sie es nicht geschafft hatten. Es stört mich nicht, es stört mich nur, dass du Geld durch mich verdienst... brummte ich leise während ich ins Zelt ging. Dass das ganze das erste Mal war, dass ich allein im Zelt war, merkte ich kaum, das Heulen des Windes und das Wackeln des Zeltes um mich herum verunsicherten mich sehr, weshalb ich mich schweigend auf mein Lager setzte und auf ihn wartete.
Du hättest dir ruhig ein besseres Wetter aussuchen können, wenn du mich schon hier im Norden entführen musst... hier ist es eh schon so saukalt, und dann auch noch so ein Wetter... brummte ich wenig begeistert, aber es war auch kein Vorwurf zu hören, schließlich konnte er ja wohl nichts dafür. Auf sein Angebot hin überlegte ich kurz und zuckte die Schultern Such du es dir aus... Ich bin in beidem nicht sonderlich gut...

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Gorjon Rikke

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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   Mo Sep 18, 2017 3:50 pm

"Keine Sorge, eher schmilzt die Mauer.", brummte Gorjon weit weniger sarkastisch, sondern einfach recht ungehalten. Er hatte nicht vor sie länger zu behalten als notwendig, so viel stand für ihn deutlich fest, daher musste sich Anicia in dieser Hinsicht wirklich keine Sorgen machen. Was ihn allerdings störte war der Umstand des sie so viele Feinde hatte, die wohl kaum für sie zahlen würden. "Mit wem sollte ich deiner Meinung nach verhandeln? Ich habe Lösegeld von deinen Eltern gefordert, das war die nahe liegende Variante.", hakte er dann sofort streng nach. Wenn sich die Sache als Zeitverschwendung erwies musste er schnell gegen lenken und andere Leute wegen des Lösegelds kontaktieren.
"Pech gehabt. Je eher ich das Geld habe desto eher bist du hier weg, also solltest du mir lieber helfen.", brummte er auf ihre Bemerkung hin es störe sie das er Geld mit ihr verdienen würde. Aus Spaß nahm er so eine Entführung bestimmt nicht vor und es war für ihn auch letztlich egal was sie störte, so lange sie kooperierte und er am Ende das Geld hatte. "Das Wetter könnte schlimmer sein, darüber kannst du echt nicht motzen. Sei froh das wir hier im schönen Norden sind, nicht bei euch im Süden. Oder wäre dir ein durchgeschwitzter Entführer lieber?", höhnte er dann noch, ehe er sich ein Set Spielkarten schnappte.
"Gewürfelt haben wir gestern schon...", murmelt er während er mischte und dann begann er auch schon auszuteilen, erklärte derweil die Regeln. Schwer war es wieder nicht, aber für den Einstieg war dies wohl besser. Das Kartenspiel war schon alt und abgegriffen, einige Karten waren wohl schon abhanden gekommen, sodass Ersatzkarten genommen wurden, deren Kartenrücken sich nicht unterscheiden ließ, dafür waren die Bilder aber durch sehr krude Kritzeleien von Gorjon ersetzt worden.
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Anicia Allyrion

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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   Di Sep 19, 2017 12:30 pm

Ich schmunzelte leicht und zuckte dann die Schulter Wenn du an meinen Vater gerätst, hast du gute Chancen, das Geld zu bekommen. Meine Mutter würde dir wohl eher nichts zahlen und mein Bruder würde sich wohl eher auf den Weg machen um mich zu holen als auch nur die kleinste Summe zu zahlen... Aber bei ihm ist die Chance, dass ihr etwas erhaltet größer als bei Mutter... mit einem Seufzen schüttelte ich den Kopf  und strich mir durch die Haare Wären wir hier im Süden, wären wir nicht in dieser Situation, weil du mich dann gar nicht erwischt hättest... Hättest du hier auch nicht, wenn ich nicht diese verdammte Kutsche nehmen müsste... schnaubte ich nur und seufzte dann leise. Wieder einmal bemerkte ich, wie sehr ich meine Heimat vermisste, die Hitze dort, die Freiheit, wenn ich auf dem Rücken meines Pferdes saß. mit gesenktem Blick und zusammengepressten Lippen kreuzte dann jedoch die Beine, um ihm zuzuhören, ungeachtet meines Kummers.
Die Regeln waren wirklich denkbar einfach, sodass wir schnell zu spielen beginnen konnten. Mit einem leichten Schmunzeln registrierte ich, dass er einige Karten ersetzt hatte. Insgeheim nahm ich mir vor, sie entweder durch ganz neue oder durch qualitativ hochwertige Karten zu ersetzen. Ich hätte wenigstens etwas zu tun, wenn ich ihm die Karten zeichnete, ich müsste mir also nur noch die nötigen Materialien beschaffen, ohne dass er etwas davon mitbekam, ich wollte ich nicht beleidigen wegen seiner eher schlampigen und kindlich einfachen Zeichnungen.

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Gorjon Rikke

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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   Mi Sep 20, 2017 4:25 pm

Gorjon hörte sehr genau zu was Anicia zu sagen hatte und ein Teil davon verwunderte ihn, nämlich das ihre Mutter kein Lösegeld zahlen würde. Er hatte angenommen ihre ganze Familie wäre bemüht sie zurück zu bekommen, bloß eben auf andere Arten. "Ich habe meinen Rabenbrief an den Lord adressiert, also wird dein Vater ja wohl die Forderung erhalten und erfüllen.", knurrte er verwirrt und schnaubte direkt hinterher. "Und für deinen Bruder wäre es zu hoffen das er sich fernhält, wobei... hm... soll er ruhig kommen, dann kassiere ich am Ende doppelt so viel Geld.", brummte er weiter und schüttelte dabei den Kopf. Einen Rettungsversuch konnte er nun wirklich nicht gebrauchen.
"Wir sind aber nicht im beschissenen Süden. Und ich weiß nicht was die Kutsche an irgendwas geändert haben sollte. Zu Fuß oder auf einem Pferd wärst du noch einfachere Beute gewesen., brummte er dann, wonach er sich aber schnell wieder zusammen riss, schließlich hatte er nicht vor die ganze Zeit mit ihr nur zu streiten. Sie waren gezwungen zusammen im Zelt auszuharren, da wollte er wirklich lieber Karten spielen als zu streiten, auch wenn er sich natürlich keinerlei Frechheiten von Anicia gefallen lassen wollte.
Da die Regeln des Spiels so einfach waren konnte sie auch direkt loslegen und nachdem Gorjon anfangs noch die Oberhand hatte musste er sich Anicia doch erschreckend oft geschlagen geben als sie den Bogen raus hatte und einfach trickreicher und klüger war. Etwas genervt grunzend begann er wieder zu mischen. "Wir spielen jetzt ein anderes Spiel...", brummte er und begann komplexere Regeln zu erklären, die er nach belieben ergänzen würde, wenn es zu seinem Vorteil nutzte.
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Anicia Allyrion

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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   Fr Sep 22, 2017 11:45 am

Ich nickte nur leicht Dann dürftest du gute Chancen haben... Ihm geht die Familie über alles... Leicht wehmütig dachte ich an meine Familie zurück oder eher an meine männlichen Verwandten, meine Mutter war nicht so wirklich diejenige, die ich wirklich vermisste. Erstens gilt mein Bruder als einer der besten Kämpfer in den sieben Königslanden, gegen ihn hättet ihr keine Chance, und zweitens: Wenn du ihm auch nur ein Haar krümmst, werde ich dich höchst persönlich durch die sieben Höllen jagen! Meine Worte zeigten deutlich, dass ich die Einstellung meines Vater in Sachen Familienverständnis teilte, sie ging mir über alles, selbst meine Mutter, auch wenn es hier nicht auf Gegenseitigkeit beruhte.
Wäre ich nicht in dieser verfluchten Kutsche gewesen, hätte ich a) besser Kämpfen können als in dieser dämlichen Kiste, und b) hätte ich dann im Notfall fliehen können... Außerdem ist es sehr viel angenehmer, selbst zu reiten als herumkutschiert zu werden... Mit einem Seufzen ließ ich die Sache nun aber auf sich beruhen, schließlich war es nicht meine Absicht, schon wieder einen Streit vom Zaun zu brechen.
Dass es ihn doch reizte, dass ich immer wieder gewann, war irgendwo klar, aber dennoch konnte ich da schließlich nichts dafür, und schon wieder absichtlich verlieren wollte ich nicht, weshalb ich auch nicht anders konnte als leicht triumphierend zu lächeln, als er das Spiel wechselte. Die nun folgenden Regeln waren deutlich komplexer, man musste sich mehr konzentrieren, aber sie waren doch recht gut verständlich, weshalb ich schließlich nickte und mit ihm zu spielen begann.

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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   Sa Sep 23, 2017 9:32 pm

"Dein Vater klingt nach einem guten Mann. Wenn er ebenso zügig ist wie familiär, dann wirst du schnell wieder bei ihm sein.", meinte Gorjon mit fester Stimme. Er war miserabel darin sich in andere Leute herein zu versetzen, was er aber sehr wohl verstand war die Sorge um die eigene Familie, da er sich damit besonders gut identifizieren konnte. Was Anicias Bruder anging verzog er allerdings wieder das Gesicht und er schnaubte noch dazu spöttisch. "Pah! Dein Bruder hätte keine Chance gegen mich, kein Südländer kann mich besiegen. Sei also lieber froh das er nicht hier ist und du mich nicht jagen musst. Und hör auf mit dem dämlichen Gerede von sieben Höllen.", tönte er groß, keinesfalls gewillt die Kampfkunst eines Südländers irgendwie zu würdigen.
"Möglicherweise wäre es etwas schwerer gewesen. Aber gepackt hätten wir dich trotzdem und wenn wir dafür dein Pferd erschossen hätten...", brummte er dann schulterzuckend. "Aber du hast schon Recht, es ist angenehmer selbst zu reiten. Dein Pech das du in der Kutsche saßest.", fügte er noch hintenan, wobei sein Tonfall dieselbe Gleichgültigkeit beinhaltete wie zuvor.
Beim Kartenspiel war Gorjon schnell unterlegen, weshalb er auch das Spiel wechselte. Hier lief es schon sehr viel besser für ihn, teilweise auch weil er sich neue Regeln dazu erfand, die ihm halfen. Irgendwann wurde ihm auch das aber zu blöd und er verlange erneut ein neues Spiel zu spielen, bei dem es wirklich mehr um Glück ging als um Taktik, sodass es sehr ausgeglichen war, aber trotzdem doch spaßig weil teils skurrile Spielsituationen und Spielzüge entstanden. Draußen wurde es derweil immer kälter und man könnte hören wie der Wind an Stärke gewann. Ein Schneesturm peitschte über das Lager hinweg, doch Gorjon störte sich nicht groß daran. Er nahm einen Schluck Schnaps, bot die Flasche kurz Anicia an und spielte dann doch lieber weiter, so lange der Sturm eben dauerte.
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Anicia Allyrion

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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   So Sep 24, 2017 12:09 pm

Ich nickte leicht und seufzte leise, das Heimweh und die Sehnsucht nach meiner Familie packten mich mit einem Mal unvermittelt und ich musste den Kopf senken, damit man es mir nicht ansah. Aus diesen Grund erwiderte ich auch auf seinen bissigen Kommentar über meinen Bruder nichts. Mochte er von ihm halten, was er wollte, mein Bruder würde es mit ihm schließlich genauso halten. Für ihn waren die Nordmänner grobschlächtig, unzivilisiert und barbarisch. Einen Teil davon konnte ich mittlerweile ja bestätigen, auch wenn sie zivilisierter waren als ich es erwartet hatte.
Wieso seid ihr eigentlich nicht geritten? Ihr hättet eine viel größere Reichweite, wenn ihr zu Pferd wärt... warf ich dann ein, auch wenn ich nicht unbedingt reden wollte. Zu spielen war mir weitaus lieber, vor allem, weil ich merkte, dass jeder Sieg Gorjons Laune hob. Und ein gut gelaunter Bestientöter hieß weniger Streit und weniger Stress für mich.
Als er schließlich ein zweites Mal das Spiel wechselte, setzte ich mich anders hin und seufzte leise, während ich mir den Mantel enger um die Schultern zog. Das Heulen des Windes, das mittlerweile zu einem schieren Gebrüll angewachsen war, war nicht wirklich angenehm für mich, und auch die Kälte, die er mit ins Zelt wehte, war nichts, was ich mir wünschen würde. Dennoch wandte ich mich wieder Gorjon zu und spielte mit ihm, lehnte aber den Schnaps ab, schließlich hatte ich noch gut in Erinnerung, wie mein Körper das letzte Mal darauf reagiert hatte.

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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   Di Sep 26, 2017 8:55 pm

Gorjon sah es als ein Zeichen von Einsicht bei Anicia, dass sie nichts weiter freches erwiderte, sondern vorerst schwieg, während er über ihre Familie und insbesondere über ihren Bruder sprach. Das sie sich ihren Teil dabei dachte ahnte er nicht, sodass er einfach zufrieden und nicht weiter erzürnt war. "Ganz einfach weil Pferde zu teuer sind. Wir haben sowieso nicht viele Pferde, erst recht nicht genug für mein ganzes Gefolge. Außerdem wäre es schwer gewesen sie hier mit genug Futter zu versorgen.", bekam sie also eine recht simple und keinesfalls spöttische Antwort auf ihre Frage. Gorjon wäre wirklich lieber geritten, aber dafür fehlte schlicht das Geld.
Die Kälte im Zelt machte ihm weit weniger aus als die Niederlagen beim Kartenspiel. Er war schon weit Schlimmeres gewohnt und im Zelt war es für seinen Geschmack sogar noch recht gemütlich. Das sie den Schnaps ablehnte sah er einfach als ihre eigene Schuld, er nahm einen Schluck extra und stellte die Flasche dann ab, nach einem ebenso kurzen wie lauten Aufstoßen konnte das Spiel dann weiter gehen und sie zockten noch sehr lange, während draußen der Sturm wütete.
"Klingt ganz so als wäre das Schlimmste überwunden.", murmelte er dann irgendwann, als es allerdings immer noch kalt und zugig war. Er wusste genau wie sich das Wetter im Norden verhielt, daher war er auch erleichtert über das was er hörte, auch wenn Anicia vermutlich weniger damit anfangen konnte. "Ich wette so einen anständigen Schneesturm kennt ihr gar nicht, hm? Den ganzen Tag nur in der Sonne schwitzen und braten... nein... das ist nichts für mich. Euer Land kenne ich nur von Erzählungen und doch weiß ich das mich keine zehn Pferde dorthin kriegen würden."
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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   Do Sep 28, 2017 8:59 pm

Ich nickte nachdenklich, als er mir meine Frage beantwortete. Scheinbar lohnte es sich nicht, die Pferde zu benutzen, also war das Geschäft mit den Entführungen und den Lösegeldforderungen wohl nicht so wirklich Alltag für die Nordmänner, ansonsten wären die Kosten für Pferde und das Futter leicht zu decken. Irgendwie erleichterte mich diese Erkenntnis, hieß es doch, dass ich es nicht mit professionellen Kopfgeldjägern oder eher Lösegelderpressern zu tun hatte. Damit stieg auch die Chance, dass man mit ihnen verhandeln oder sie täuschen konnte, ihnen fehlte einfach die Routine und Erfahrung, um die Gerissenheit der Vipern aus Dorne aufzuwiegen.
Wenn du das sagst... will ich dir das mal glauben... ich hoffe sehr, dass du recht hast... das ist ja schon fast gruslig, wie laut der Wind ist... gab ich nur zurück und zog mich enger zusammen, während wir spielten. Stürme gibt's bei uns auch, aber dann eben Sandstürme... Die sind aber weitaus angenehmer als das hier... Wärmer vor allem... Dass euch hier nicht der Schwanz abfriert ist wirklich ein Wunder... brummte ich dann leise und schüttelte den Kopf Genauso, wie mich freiwillig keine zehn Pferde hier her bekommen hätten... Nochmal wirst du mich jedenfalls nicht sehen, wenn ich erst hier weg bin... Mit einem tiefen Seufzen streckte ich mich und schnappte mir seine Schnapsflasche, um einen kleinen Schluck zu nehmen. Schon das bisschen, das ich nahm, bewirkte ein heftiges Husten, wärmte mich aber auch von innen, sodass ich ihm die Flasche freiwillig und ohne Zögern wieder hinstellte und den Mantel wieder um mich zog.

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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   Fr Sep 29, 2017 12:33 am

Was Anicia sich so überlegte war für Gorjon sehr uninteressant. Er glaubte nicht das sie noch einmal eine Flucht wagen würde, daher durfte sie nachdenklich sein so viel sie wollte, ohne sein Misstrauen zu erwecken. "Ich bin mir ganz sicher und... natürlich habe ich Recht. Ich kenne das Wetter hier, also mach dir keine Sorgen.", versicherte er ihr dann, wobei mal wieder sein übergroßer Beschützerinstinkt zum Vorschein kam, der in dieser Situation natürlich eher hinderlich war.
Als sie die Sandstürme erwähnte staunte er und seine Augen wurden groß. "Ein Sturm aus Sand?", fragte er ungläubig und schüttelte dann den Kopf. "Jetzt nimmst du mich aber auf den Arm!", behauptete er knurrig und mit verschränkten Armen, hatte er Sand doch überhaupt erst einmal in seinem Leben und an der Küste gesehen. So wie sie den Schnee nicht kannte war ihm der Sand also ein Rätsel, erst Recht wenn er noch dazu stürmen sollte. Ihre folgende Erwähnung eines Wunder ließ ihn aber dreckig auflachen. "Man muss den Schwanz warmhalten, ist doch klar. Das geht nur wenn er viel Bewegung hat.", lachte er und war sich auch nicht zu fein eine entsprechende Geste zu machen.
"Du wurdest von weit weniger Pferden und einer Kutsche her gebracht, also spuck nicht so große Töne.", knurrte er dann wiederum, allerdings auch dicht gefolgt von einem Schmunzeln. Diese mäßig tiefsinnigen Gespräche und Frotzeleien waren ganz nach seinem Geschmack und vertrieben die Zeit zumindest für Gorjon sehr gut. Das sie dann auch noch endlich den guten Schnaps aus der Heimat zu würdigen wusste freute ihn auch, zumindest bis sie wieder zu Husten begann. "Banause...", brummte er in seinen Bart, als die Flasche wieder stand, wonach das Kartenspiel aber weiter ging, bis der Wind allmählich schwächer wurde.
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Anicia Allyrion

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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   Do Okt 12, 2017 2:11 pm

Ich musterte ihn lange und schüttelte den Kopf. Mir war mehr als bewusst, dass ich nur zwei Möglichkeiten hatte: Entweder ich blieb hier, bei diesem Haufen ungehobelter, widerlicher Nordmänner, bis mein Vater das Lösegeld schickte, oder ich schaffte es zu fliehen. Wenn ich nur an eines der Kutschpferde gelangen könnte, und mehr Informationen über Weg und Entfernung aus Gorjon herausbekam, standen meine Chancen für eine erfolgreiche Flucht gar nicht so schlecht. Doch es würde ihn vermutlich misstrauisch machen, wenn ich ihn zu auffällig fragte, und solange der Wind draußen heulte, hatte es für mich eh keinen sinn, auch nur an eine Flucht zu denken.
Nein, ich nehme dich nicht auf den Arm... Wieso sollte ich dich über etwas so Nichtiges wie einen Sturm anlügen? Sein nächster Kommentar ließ mich leicht das Gesicht verziehen und ich schmunzelte, während meine Augen böse aufblitzten Dann muss er euch hier in Ermangelung passender Partner ja bald anfallen... Oder legt ihr euch doch zu euren Männern oder Hunden, um genug Bewegung zu gewährleisten? gab ich zuckersüß zurück. Die derbe Sprache ekelte mich zwar an, aber ich war alles andere als prüde, und wenn er mir eine solche Vorlage lieferte, konnte ich sie nicht einfach so verstreichen lassen.
Diese Laune verschwand jedoch, als er darauf kam, dass ich ja doch hier war. Mit einem leisen Knurren sah ich ihn an Ich bin hier, weil man mir beim letzten Mal, als ich mich geweigert habe, einen verdammten Schürhaken ins Kreuz gerammt hatte! Ich mag den Norden hassen und ich mag eine Kriegerin sein, aber ich bin nicht dämlich. Ich riskiere nicht ein Krüppel zu werden, nur weil es mir hier zu kalt ist! zischte ich und legte meine Karten ab, sodass er sah, dass er so oder so verloren hätte, während ich aufstand und aus dem Zelt in den Wind trat. Er zerrte an meinem Haar und meiner Kleidung, aber ich konnte einfach nicht drinnen bleiben, wenn die Erinnerungen an die Tolands durch meinen Kopf geisterten. Diese Erinnerungen machten mich schwach, und Schwäche konnte ich hier sicher nicht gebrauchen.

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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   Fr Okt 13, 2017 5:28 pm

"Was weiß ich? Weil du dich hier aufspielen willst? Ein Sturm aus Sand... das ist doch unerhört...", brummte Gorjon laut und erbost, wonach sich sein Gesichtsausdruck jedoch schnell veränderte, denn die ganze Sache klang doch ziemlich interessant, vor allem wo Anicia so vehement darauf bestand das es die Wahrheit war. Kurz versuchte er sich vorzustellen wie ein Sturm aus Sand wohl aussehen würde, doch dann schaffte sie es ihn wieder zu provozieren. Wütend schnaufend schüttelte Gorjon den Kopf und er sah sie bedrohlich an. "Pass bloß auf... du bist die einzige Frau hier im Lager...", knurrte er, auch wenn er nicht wirklich vorhatte sich bei ihr die erwähnte Bewegung zu holen. "Wir gehen in die umliegenden Dörfer und treiben es mit den Weibern dort...", brummte er dann aber sicherheitshalber noch hinterher, bevor sie wirklich noch dachte er würde es mit den Hunden treiben.
Ihre folgenden Worte überraschten ihn mal wieder und während er es zu verarbeiten versuchte starrte er auch ungläubig auf die Karten, während sie bereits davon schritt. Er verstand absolut nicht was sie gemeint hatte, aber es klang alles andere als gut. "Komm sofort zurück!", brüllte er jedoch etwas, womit er überhaupt nicht darauf einging, denn draußen brauste immer noch der kalte Wind. Natürlich konnte er sie so nicht aufhalten, weshalb er direkt energisch hinterher schritt.
"HE! Ich hab gesagt du sollst zurück kommen!", musste er angestrengt gegen den Sturm anbrüllen, schnell senkte er aber lieber den Blick, denn noch immer war der Wind zu eisig um einfach dagegen anzugehen. Er stapfte ihr sehr energisch nach und bekam sie auch rasch am Arm zu packen. "Was auch immer du dir gedacht hast, es war eine bescheuerte Idee! Bei so einem Sturm geht man ins Zelt!", brüllte er erbost, während er sie in die entsprechende Richtung zurück zehrte.
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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   Sa Okt 14, 2017 2:38 pm

Natürlich, um anzugeben erzähle ich vom Wetter... Ich verdrehte leicht die Augen und schnaubte Ich habe auch nicht geglaubt, dass es Stürme aus Schnee geben würde, ich wusste ja kaum, was Schnee ist. Also verkneif dir ein Urteil, bis zu es weißt... Fast schon sehnte ich mich nach jener Zeit, in der ich nicht wusste, was Schnee war, wie sehr seine kälte auf der Haut brannte, wie sehr sein grelles Weiß blendete. Damals war eigentlich noch vor einigen Wochen gewesen, als die Tolands und ihre Strafen noch meine größten Probleme gewesen waren.
Seine Drohung berührte mich kaum. Jeden, der mich anfassen wollte, konnte ich innerhalb weniger Augenblicke entmannen, und auch wenn das vermutlich mehr als nur ein paar harte Worte für mich zur Folge hätte, ich würde nicht zulassen, dass man mich anrührte Versuch es ruhig, dann kannst du deinen Schwanz als Zeichen deines gebrochenen Versprechens um den Hals tragen! knurrte ich also nur, verschwand dann nach draußen.
Es war nicht ganz leicht für mich, gegen den noch immer ziemlich starken Wind anzukommen, doch jeder Schritt weg von dem Zelt minderte die Wut und den Hass in meinem Inneren. Mehrfach tauchte der Gedanke, dass ich tot ein besseres Leben hätte, in meinem Kopf auf, und kurz bevor ich nach dem Messer an meinem Gürtel greifen konnte, wurde ich hart am Arm gepackt. Gorjons Worte verstand ich kaum, dennoch sträubte ich mich gegen seinen Griff und versuchte mich zu befreien. Wenn er mich jetzt zurück zwang, konnte ich nicht dafür garantieren, dass ich den letzten Schritt nicht doch gehen würde. Ich würde es meiner Familie ersparen, für mich zu zahlen, meiner Mutter den lästigen Parasiten vom hals schaffen, den sie in mir sah, den Tolands ebenso, und ihm in einem letzten Akt der Rebellion das Geld entwenden, indem ich ihm die Chance, es zu bekommen, für ihm nahm. Gleichzeitig wollte ich aber leben, also konnte ich einfach nicht zurück in dieses Zelt. Mit einem gezielten Tritt in seinen Magen schaffte ich es, dass sich sein Griff lockerte und ich mich befreien konnte, woraufhin ich einige Schritte von ihm weg machte, dieses Mal mit dem Wind, was deutlich einfacher ging als dagegen anzukämpfen Ich kann nicht! fauchte ich laut genug, dass er mich hörte Früher oder später wirst du mir dafür dankbar sein!

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