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 Die Viper und der Bär

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Gorjon Rikke

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BeitragThema: Die Viper und der Bär   Do Dez 29, 2016 10:52 pm

"Vorwärts!", schallte der Befehl über den Brückenkopf hinweg und eiliger Bewegung zweier huschender Schatten folgte ein lauter Krach und panische Schreie. Die Saboteure hatten die Brücke zur rechten Zeit zum Einsturz gebracht und die südländische Kutsche war zu einem abrupten Halt gekommen. Die Pferde bockten, sträubten sich gegen urplötzlich vor ihnen erschienenen Flusslauf. Die alte Holzbrücke hatte den perfekten Ort für den Hinterhalt ergeben und Gorjons zähes Ringen nach Geduld belohnt. Endlich mussten seine Männer und er nicht mehr im Versteck auf die südländische Dame lauern, für deren Gefangennahme ihm eine hübsche Summe ausgelobt worden war.
Bolzen durchzuckten die Luft und einer der Dunkelhäutigen fiel keuchend vom Kutschbock. Der andere Mann wurde von gleich drei Nordländern hinunter gezerrt und zum Opfer ihrer Stiefel und Äxte. Gorjon würdigte das Gemetzel keines Blicks. Er riss die Kutsche auf und wurde direkt von einer wahren Furie empfangen. Der Zweitgeborene hatte keinerlei Erfahrung mit den Damen des Südens, aber das er hier direkt eine Portion Geschrei, Fingernägel und wilde Schläge bekam überraschte ihn. Dementsprechend ruppig riss er sie aus dem Gefährt, fluchend und wilde Drohungen ausstoßend.
Aber es half nichts. Erst, als ein weiterer Nordmann hinzu kam gelang es die Frau niederzuringen. Eiligst begann man damit sie zu fesseln. "Halt endlich still, du Miststück!", schimpfte Gorjon unentwegt, aber es brauchte einen kräftigen Schlag, um sie endlich ruhiger zu kriegen.
Angesichts dieses unerwarteten Widerstands überließ Gorjon es seinen Leuten, die Dame wegzutragen. Das Zeltlager war nicht weit entfernt, aber er musste erst seine Wut abbauen, bevor er sich der Gefangenen widmen konnte. Man hatte das Geld nur für ihre lebendige Entführung versprochen, daher schlug er lieber die Kutsche kurz und klein, bevor er zum Lager zurück stapfte. Angeblich hatte man die Gefangene bereits in seinem Zelt an die zentrale Stange gebunden. Vorher nahm er sich aber noch einen Lappen, um das blutig gekratzte Gesicht abzuwischen. Einen leisen Fluch murmelnd trat er ein und sofort warf er den Lappen verächtlich in ihr Gesicht. "Dein kleiner Aufstand ist beendet.", bellte er sie an, während er zufrieden ihre Fesseln prüfte.
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Anicia Allyrion

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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   Fr Dez 30, 2016 10:15 am

Warum nur musste ich unbedingt durchs ganze Land in den Norden reisen? Reichte es Lady Toland nicht, mich auf Geistberg zu quälen? Nein, anscheinend nicht, denn jetzt saß ich seit fast zwei Wochen in dieser engen, stickigen Kutsche fest, die mich über holprige Straßen schaukelte. Jede Minute, die ich hier drin verbringen musste, machte mich aggressiver, und als wir schließlich zu allem Überfluss auch noch stehen blieben, riss mir der Geduldsfaden. Bevor ich jedoch losschreien konnte, ging die Tür auf und ein grobschlächtiges, bärtiges Gesicht erschien. Ohne mich wirklich zurückhalten zu können ging ich auf den Mann los, doch durch die Enge der Kutsche blieben mir nicht besonders viele Möglichkeiten. Ich kratzte und schlug, fügte ihm mehrere blutige Wunden im Gesicht zu, bevor er mich aus der Kutsche zerrte. Draußen war es wesentlich einfacher, mich zu wehren, weshalb auch ein zweiter Nordmann nötig war, um mich endlich festzuhalten. Meine Hände wurden mit rauen Stricken gefesselt und ich wurde von den Männern in ein Lager aus Zelten gebracht. Es war ziemlich kalt, vor allem für mich, aber ich hatte eigentlich nicht vor, lange hier zu bleiben. Als der Mann schließlich wieder ins Zelt kam, war ich an den hölzernen Mittelpfosten des Zeltes gebunden. Trotzig sah ich ihn an und schüttelte den Kopf Du denkst, das wars schon? Wie süß, ich hab nicht mal angefangen! Als er mir so nah kam, zog die die Arme hoch und traf ihn dadurch am Kinn Es war ein ziemlich fester Schlag, aber leider kein so fester wie ich es gern gehabt hätte. Die fesseln hielten mich einfach zu sehr auf.

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Gorjon Rikke

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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   Fr Dez 30, 2016 2:02 pm

Der spöttische Kommentar der Südländerin ließ Gorjon genervt und irritiert zu ihr aufblicken. Er grummelte einen leisen Fluch in seinen Bart und wollte fortfahren, da überraschte sie ihn mit dem plötzlichen Schlag. "Gib endlich Ruhe!", schrie er sie an und die Strafe für ihre Aufmüpfigkeit folgte sogleich. Zornig verpasste er ihr eine Schelle für die dreisten Worte und gleich eine weitere hinterher, wegen des schmerzhaften Schlags.
Gorjons Hand begann nach der zweiten Schelle schmerzhaft zu prickeln. In seiner Wut hatte es keine Zurückhaltung gegeben und nun ballte er die Hand immer wieder zur Faust, um das unangenehme Taubheitsgefühl und die aufsteigende Wärme in der Innenfläche zu bekämpfen. Er tat dies jedoch mit der Hand hinter dem Rücken, da er der Frau keinerlei Triumph gönnen wollte. "Schön, das wäre also auch geklärt.", grummelte er ungehalten, da er nun keinen Widerstand und keine derartigen Worte mehr erwartete.
Mit skeptischen Blick musterte der Nordmann dennoch die Gefangene. Es fiel ihm schwer zu glauben, dass eine derart kleine Person einen solchen Aufstand veranstalten konnte, aber er spürte die Beweise quasi auf der eigenen Haut. Als er wieder auf sie zu trat stemmte er eine Hand quer gegen ihre Arme, sodass ein weiterer, unüberlegter Schlag leicht abgefangen werden konnte. Dank ihres Widerstands zog er noch einmal kräftig an ihren Seilen, doch er hatte nichts an der Arbeit seiner Männer zu beanstanden. Lediglich ihre Arme wollte er ihr besser festbinden, damit sie nicht wieder auf dumme Gedanken kommen konnte, sodass er einen weiteren Strick heran nahm. "Sei eine brave, kleine Lady.", brummte er genervt, während er beginnen wollte ihre Fesseln zu sichern.
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Anicia Allyrion

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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   So Jan 22, 2017 10:02 am

Ich konnte mir ein kleines Schmunzeln nicht verkneifen. Denn obwohl meine Wange durch seine Schläge schmerzte und sich dort eine rote stelle abzeichnete, mein Kopf gegen den Mittelpfosten geschleudert war und dadurch jetzt schwarze Punkte vor meinen Augen tanzten, sah ich seinen Schmerz in seinen Augen. Ist das die so berühmte Kraft der Nordländer? Enttäuschend... Als er begann, meine Arme neu zu fesseln, zog ich die Arme hoch und versetzte ihn einen Schlag gegen das Kinn. Da meine arme hinter dem Rücken gefesselt waren, war der Schlag nicht so fest wie ich beabsichtigt hatte, aber ich traf ihn dennoch. Der stechende Schmerz, der durch meine Schulter schoss, als ich sie mir durch die schnelle, heftige Bewegung in eine eigentlich unnatürliche Richtung auskugelte, trübte meinen Triumph kurz, doch ich würde mich nicht einfach so unterkriegen lassen, und das hatte ich ihm auch gezeigt. Er konnte mich so oft schlagen wie er wollte, konnte mich beschimpfen und erniedrigen, ich würde weder meinen Stolz noch meinen Charakter verraten, indem ich mich ihm unterwarf oder mich irgendwie änderte, nur weil er der Meinung war, mich hier festhalten zu müssen. Ich wusste absolut nicht, was er von mir wollte, oder wer ihm den Auftrag dazu gegeben hatte, mich zu kidnappen, aber irgendwie interessierte es mich auch nicht, denn es würde nichts ändern daran, dass ich hier war und vermutlich auch hier bleiben würde.

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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   So Jan 22, 2017 12:49 pm

Ein abfälliges Grunzen entfuhr Gorjon als die widerspenstige Furie auf seine Schläge hin nur weiteren Spott übrig hatte. Aber er wusste auch wer hier eindeutig die Oberhand hatte. Seinen Zorn konnte dies nur bedingt mildern. "Du wirst die Kraft der Nordländer noch kennenlernen, wenn du so weiter machst.", bellte er sie wütend an, begann dann ihre Fesseln zu sichern.
Doch kaum das er sich daran machte schlug sie wieder nach ihm aus, ein dreister Schlag unters Kinn. Sonderlich schmerzhaft war es nicht, aber Gorjon war überrascht weil es vollkommen unerwartet gekommen war. "Du kleines Miststück...", zischte er. Sofort packte er wieder ihre Hände, zog sie dieses Mal langsam nach oben, sodass ihre Arme auf schmerzhafte Weise gestreckt wurden. "Mach ruhig weiter so, wirst schon sehen was du davon hast.", schimpfte er, zog ihre Hände dann wieder herunter. Dieses Mal war er nicht so unkonzentriert. Er drückte ihre Arme gegen den Pfahl und schlang das Seil um sie herum. Es war eine einfache Rechnung, ein riesiger Mann würde den Kraftvergleich mit der winzigen Frau leicht gewinnen. Somit fesselte er ihr nun auch die Arme, band sie zugleich am Pfahl fest, sodass sie diese Art von Schlägen vergessen konnte.
Mit grimmigem Blick trat er von ihr zurück. "Ich kann mir gut vorstellen warum man dich loswerden wollte.", höhnte er, schließlich hatte sie sich als ekelhaftes Biest herausgestellt. Da nun kein Widerstand mehr zu erwarten war trat er zu ihr hin und kniff mit einer Hand ihr Kinn zusammen, wodurch er sie zwang ihn anzusehen. Er grinste hämisch und ließ sie dann wieder los.
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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   Sa Jun 17, 2017 11:45 am

Ich stieß ein leises Knurren aus und drehte den Kopf zu ihm, ließ aber zu, dass er meine Hände an den rauen Holzpfahl fesselte. Ich konnte ja so oder so nichts dagegen tun, gegen seine körperliche Stärke hatte ich einfach nichts entgegenzusetzen. Doch aufzugeben war für mich auch keine Alternative, er hatte vielleicht die Stärke, ich Raffinesse und Selbstdisziplin.
Als er vor mich trat und seine Worte mich erreichten, knurrte ich wieder leise Glaubst du das weiß ich nicht? Selbst meine Familie wollte mich loswerden, also bitte, es ist normal für mich... Aber bei dem ganzen ist das Problem bei dir, schließlich musst du mich hier behalten, dafür wirst du bezahlt. Für eine Tote gibt's kein Geld
Man hörte deutlich die Schadenfreude, denn ich käme damit klar, hier zu sein, es war immernoch besser als bei den Tolands. Ich hatte ein Dach über dem Kopf, wenn auch nur ein Zeltdach, es war halbwegs warm hier drin und ich hatte die Möglichkeit, mich mit jemandem zu duellieren, wenn auch nur mit Worten.
Als er jetzt wo nach war, konnte ich nicht widerstehen. Ich trat so fest ich konnte gegen sein Knie, sodass die Kniescheibe kurzzeitig verschoben wurde und auf den Nerv drückte, was, wie ich bereits auch selbst erfahren durfte, höllisch weh tat Solang ich hier bin und solang du mich so behandelst, kannst du dich auf viel Widerstand gefasst machen. Du magst die Entführung geschafft haben, aber Brechen wirst du mich nicht!

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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   Sa Jun 17, 2017 3:53 pm

Nachdem er die widerspenstige Südländerin noch strammer gefesselt hatte glaubte Gorjon endlich gewonnen zu haben und ihr dies nach ihrem vorherigen Aufstand nochmal richtig reindrücken zu können. Doch je mehr er tat desto biestiger wurde sie, was ihn gehörig zu reizen begann. Prompt wurde es auch noch schlimmer, als sie ihn erinnerte das es für eine Tote kein Geld geben würde. Zähneknirschend rollte er die Augen und versetzte ihr blitzschnell den nächsten Schlag. "Dein Glück...", knurrte er nur, schnaubte danach aber schon wieder gewaltig. Das sie ihn zur Weißglut trieb konnte und wollte er nicht verbergen.
Am Schlimmsten wog die Tatsache das sie auch noch recht hatte. Er durfte sie nicht zu hart anfassen, sonst würde es kein Geld geben, was nach den bisherigen Mühen natürlich keine Option war. Allein aus Rache für ihre Frechheiten begann er aber schon zu überlegen wie er den Aufenthalt möglichst unangenehm für sie gestalten konnte ohne bleibende Schäden zu hinterlassen. Keine brauchbares Gedankenspiel, lenkte es den Nordmann doch nur zusätzlich ab. Gorjon war wieder von ihrer Flinkheit überrascht, als sie ihm gegen das Knie trat. Sein eigenes Gewicht arbeitete gegen ihn als ihn der Schmerz zu einem kurzen Schrei verleitete und er humpelte einige Schritte seitwärts bevor er doch stürzte, es war bereits zu viel Masse in Bewegung.
Kochend vor Wut schlug er auf den Erdboden, stapfte dann sofort wieder hoch, was ein Fehler war denn der Schmerz stach ihm sofort wieder ins Knie. Doch Gorjon war so in Rage das er es ignorierte und ihr dieses Mal mit der geschlossenen Faust in den Magen schlug. "Verfluchtes Miststück!", brüllte er mal wieder und nahm ein weiteres Seil zur Hand, um nun auch ihre Füße gründlich zu verschnüren. "Bald kannst du dich nicht mehr rühren...", schnaubte er als er fertig war und von ihr zurücktrat, immer noch ließ sich erkennen das mit dem Knie etwas nicht stimmte.
"Wenn das so ist kannst du dich darauf gefasst machen die Zeit hier gefesselt und geknebelt vor dich hin zu vegetieren...", brummte er nur auf den nächsten Kommentar und begann dann sich rasch ein Horn Met einzuschenken, von einem kleinen Fässchen im Zelt. Nachdem er es herunter gestürzt hatte wischte er sich rasch über den Bart und musterte sie dann noch einmal genau. Kopfschüttelnd schickte er sich an das Zelt zu verlassen und sie sich vorerst austoben zu lassen.
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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   Mi Jun 21, 2017 1:09 pm

Ich lächelte kalt und krümmte mich bei seinem Schlag keuchend zusammen Tu, was immer du willst. Fessle mich, bis ich mich nicht mehr rühren kann, aber ich werde mich immer irgendwie wehren! Zwar war ich mir durchaus bewusst, dass ich in der benachteiligten Position war und er aufgrund seiner körperlichen Überlegenheit sowie der Tatsache, dass ich gefesselt war, absolut die Oberhand hatte, doch ich hatte in meinem Leben bereits zu viel durchgemacht, um mich von derlei offensichtlichen Hindernissen aufhalten zu lassen. Ich wusste, es gab immer irgendwo einen Weg, wie man sich wehren konnte, und sobald ich ihn fand, würde dieser Nordmann es noch mehr als bereuen, diesen Auftrag angenommen zu haben.
Du hast keine Ahnung, mit wem du dich angelegt hast. und ich schwöre dir, du wirst es noch bereuen, eine Allyrion herausgefordert zu haben! knurrte ich ihn an und wandte dann demonstrativ den Kopf ab, als er zum Ausgang ging. Ich würde ihn sicherlich nicht zurückhalten, wenn er gehen wollte. Sollte er doch mit dem Rest seiner ungewaschenen, grobschlächtigen, widerlichen Nordmänner den vermeintlichen Sieg feiern, sie würden noch früh genug merken, dass es im Grund eine Niederlage war. Zumal es wohl kaum als Sieg bezeichnet werden konnte, wenn ein Haufen riesiger Nordmänner ein kleines Mädchen besiegte.

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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   Mi Jun 21, 2017 6:28 pm

Kopfschüttelnd knurrte Gorjon die Lady noch einmal an. "Das sehen wir noch...", brummte er nur gereizt, als sie ankündigte immer weiter Widerstand zu leisten, ganz egal wie sehr er sie fesseln würde. Für den Anfang sah er sie jedenfalls gut genug verschnürt, zumal er glaubte das ihr Widerstand ohnehin nicht mehr lange anhalten würde. Ihre kühnen Worte reizten ihn nur, aber er unterschätzte sie genug um sie auch als leere Drohungen einzuschätzen. Daher verzichtete der Nordmann auch darauf sie noch weiter zu fesseln.
Über den Knebel hingegen dachte er noch einmal nach, als sie wieder frech wurde. Aus der Information eine Allyrion vor sich zu haben machte Gorjon herzlich wenig. Er kannte dieses Haus nicht, überhaupt waren ihm nur die wenigsten Häuser des Südens geläufig, weshalb er äußerst unbeeindruckt mit den Schultern zuckte. "Und du wirst jetzt die Klappe halten.", grunzte er also genervt und nahm sich einen dicken Lappen zur Hand, den er ihr sogleich äußerst rabiat in den Mund stopfte. Da er ihre Aufmüpfigkeit nun kannte passte er genau auf das sie auch keine Faxen dabei machte, er hielt sie kraftvoll fest und band ihr dann ein weiteres Tuch um den Mund, sodass sie wohl vorerst Ruhe geben würde.
Nun endlich verließ Gorjon tatsächlich sein Zelt, um sich bei seinen Kameraden und mit ein paar Humpen Met abzulenken. Sein Frust über die widerspenstige Gefangene war groß, aber der Gedanke an die gute Bezahlung ließ es ihn schnell wieder vergessen. Trotzdem verspürte er erst spät den Drang zum Zelt zurückzukehren und er hatte ihr Abendessen bereits dabei. Brot, Gemüseeintopf, einen Apfel und frisches Wasser brachte er ihr, womit sie sowohl reichlich als auch gutes Essen bekommen würde. Er würde kein Risiko eingehen und sie zumindest in dieser Hinsicht gut behandeln, frisches Essen und Trinken musste er ihr wohl gewähren. Er stellte die Sachen neben ihrem Pfahl ab und zog ihr den Knebel runter. "Zeit fürs Abendessen. Sei brav.", knurrte er. Da sie so gefesselt war würde er sie zu allem Überfluss wohl füttern müssen, man merkte ihm an wie sehr es ihm missfiel.
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Anicia Allyrion

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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   So Aug 27, 2017 12:14 pm

Ich schnaubte leicht und grinste, ein böses Funkeln trat in meine Augen. Für den Moment blieb ich tatsächlich friedlich und verzichtete sogar auf eine weitere bissige Bemerkung, als er mich knebelte. Es amüsierte mich eher, dass er so schwere Geschütze auffahren musste, er, der große Nordmann, um ein junges Mädchen wie mich zu bändigen. Und ich hatte weiß Gott nicht vor, es ihm leichter zu machen. Sollte er ruhig merken, was für ein Fehler es gewesen war, mich gefangen genommen zu haben.
Zufrieden lehnte ich den Kopf leicht zurück an den Pfahl, während das Triumphgefühl weiter durch einen Körper spielte und ich, trotz des Knebels in meinem Mund, nicht anders, als  vor mich hin zu grinsen. Dieses Grinsen hielt an, obwohl ich draußen die Männer reden und lachen hörte und obwohl ich merkte, dass die Stricke, die mich hier festhielte, fest genug waren. Ich würde mich nicht befreien können, nicht, ohne an eine Waffe zu kommen, und an eine Waffe käme ich so lange nicht, wie ich hier, verschnürt wie ein Braten zu Weihnachten, auf dem kalten Boden saß.
Als der Nordmann schließlich zurückkehrte, schlug ich die Augen wieder auf und sah ihn an. Obwohl er mich nun von dem Knebel befreite, hielt ich den Mund geschlossen. Ich hatte keinen Hunger, und von seinen dreckigen Händen würde ich erst recht kein Essen annehmen. Lieber wollte ich verhungern und so verhindern, dass er den Lohn für diese Entführung bekam, als dass ich ihm den Gefallen tat, auch noch dazu beizusteuern, dass er mich ausliefern konnte an wen auch immer. Ich wusste schließlich nicht, wer ihm den Auftrag gegeben hatte, mich zu entführen, und ich wollte es auch nicht wissen. Wenn ich jemals hier herauskam, und wusste, wem ich es zu verdanken hatte, dann würde ich vermutlich nur versuchen, meine Rache zu bekommen, und ohne das dafür erforderliche Wissen konnte ich ohne diese Schuld weiterleben.
Mein Blick war kalt und hart, während ich meinem Entführer ins Gesicht blickte Spar dir die Mühe und gib das Essen lieber deinen Männern, sie brauchen es sehr viel mehr, um ihre Fettschicht aufrecht zu erfahlten!

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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   So Aug 27, 2017 6:50 pm

Nachdem Anicia geknebelt war glaubte Gorjon tatsächlich ihre Aufmüpfigkeit unterbunden zu haben. Sie hatte weder geschimpft noch gebissen oder sonst irgendeinen Widerstand ausgeübt, trotzdem konnte er gut darauf verzichten sich allzu bald wieder mit ihr zu beschäftigen. Das es irgendwann sein musste war aber auch klar, schließlich musste er ihre Gesundheit sicherstellen. Viel zu spät war ihm eingefallen das es nicht klug gewesen war sie geknebelt zurückzulassen, wenn sie erstickte konnte er seine Bezahlung vergessen. Diese Bezahlung trieb ihn überhaupt nur an sie nun mit gutem Essen zu versorgen, zumindest war es sein Vorhaben gewesen, bis sie wieder aufmüpfig wurde.
Für einen Moment legte der Nordmann ungläubig den Kopf schief, dann grunzte er wieder wütend und stellte das Essen kurz beiseite. "Meinen Männern geht es sehr gut, sie sind alle satt.", knurrte er zunächst nur zurück, während er zumindest den Wasserschlauch vorbereitete. Das sie nichts essen wollte war vorerst ihr Problem, erneut musterte Gorjon sie und er kam schnell zu dem Schluss das diese zierliche Person nicht viel Essen verbrauchte und auch nicht kurz davor war zu verhungern. Trotzdem konnte er nicht ewig zulassen das sie nichts aß, auch wenn er weit davon entfernt war jetzt an einen Hungerstreik zu glauben.
"Wenn du nichts isst, werde ich es dir irgendwann in den Hals stopfen. Also überlegs dir gut...", brummte er kopfschüttelnd und hielt ihr dann demonstrativ den Wasserschlauch hin. Ohne auf eine Antwort zu warten führte er ihn direkt an ihren Mund und hielt ihn so das sie bequem trinken konnte, geradezu dazu gedrängt wurde Flüssigkeit aufzunehmen. Nachdem sie solange geknebelt gewesen war rechnete er damit das sie zumindest den rauen Hals und trockenen Mund loswerden wollte. "Also was ist? Isst du jetzt gleich was?", wollte er danach ungehalten wissen.
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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   Di Aug 29, 2017 12:23 pm

Ich schnaubte leise und schüttelte den Kopf, genoss dann aber die Zeit, in der ich allein war. Zwar pochte mein Körper von seinen Schlägen und Tritten, doch jetzt, da ich allein war, konnte mein Körper sich wieder etwas beruhigen, noch dazu, da ich jetzt keine weiteren Schmerzen zu erwarten hatte. Klar, ich tat dem Nordmann gegenüber stark und hart, doch ich war eben doch nur ein Mädchen, und er ein Koloss von einem Mann. Seine Schläge brachten meine Knochen zu vibrieren und meine Haut prickelte schmerzhaft davon. Ihm würde ich das sicher nicht zeigen, er brauchte es nicht zu wissen, doch mir musste ich es eingestehen. Es hatte schließlich keinen Sinn, mich selbst zu belügen, obwohl mein Körper mir unmissverständlich klar machte, dass er Schmerzen hatte.
Diese Schmerzen waren auch der Grund, warum ich, als er wieder kam, halbwegs ruhig blieb. Komm mir zu nahe und du wirst sehen, was dir passiert! knurrte ich, als er mir drohte, mich zum Essen zu zwingen. Zwar war es eigentlich mein Plan gewesen, auch das Wasser zu verweigern, doch als es so kühl über meine Lippen rann, trank ich doch, ich konnte gar nicht anders. Das grobe Tuch schien mir sämtliche Feuchtigkeit ausgesaugt zu haben, und jetzt etwas zu trinken war unglaublich angenehm. Essen würde ich dennoch nichts, was ich ihm auf mit einem Blick auf seine Frage hin zeigte. Von dir nehm‘ ich sicher kein Essen! knurrte ich und wandte demonstrativ den Kopf ab.

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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   Di Aug 29, 2017 2:36 pm

Als Gorjon die neuerlich Drohung vernahm kam er der Gefangenen sofort bewusst ganz nahe, setzte sich direkt neben sie und grunzte wütend. Er konnte nicht anders als auf ihre Herausforderungen einzugehen und er ließ sich allzu leicht von ihr provozieren. Trotzdem bekam sie nun so viel zu trinken wie sie wollte und während sie trank überlegte Gorjon wie lange sie wohl ohne Essen aushalten würde. Dadurch das sie Wasser getrunken hatte, hatte Anicia im Grunde genommen schon Schwäche gezeigt, nachdem sie sich vorher so vehement gesträubt hatte. Der Nordmann war also zuversichtlich, entschied dann auch das es in Ordnung war sie mal hungrig schlafen zu lassen, wenn sie genug getrunken hatte.
Ihr Knurren provozierte ihn allerdings doch wieder und er verpasste ihr eine weitere Ohrfeige. "Morgen wirst du essen, ob du willst oder nicht.", kündigte er an, woraufhin er sie wieder knebelte und sich dann ihr gegenüber setzte. Gorjon selbst begann nun ihre Ration zu futtern, wobei er manches Mal wütend über den Rand seiner Schüssel in ihre Augen starrte, es ging so lange bis alles Essen weg war, dann räumte er schnell die Schüssel weg und nahm ihr auch den Knebel wieder ab.
Ohne weitere Worte begann Gorjon sich dann auszuziehen, als wäre sie gar nicht im Zelt. Er pflegte es nackt zu schlafen, da würde er seine Gewohnheit nicht wegen Anicia ändern. Knurrend prüfte er noch einmal ihre Fesseln, dann legte er einige Felle um sie, sodass sie es in der Nacht warm haben würde, wonach er sich seinerseits hinlegte, sich wortlos auf die Seite drehte und dann auch relativ schnell und schnarchend einschlief.
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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   Di Aug 29, 2017 8:26 pm

Ich schnaubte leicht, als er mir zu nahe kam, doch die Seile hielten mich zu straff am Mittelpfahl des Zeltes fest als dass ich irgendetwas ausrichten konnte. Zu gern hätte ich ihm dieses furchtbar selbstgefällige Gehabe austreiben und verhindern, dass er sich so siegessicher wähnte. Andererseits war es nicht schlecht, wenn er mich unterschätzte und für eine geringe Bedrohung hielt. Dann wäre es sehr viel leichter, ihm eins auszuwischen, wenn ich erst soweit war, dass ich frei kam. An diesem Vorhaben änderte auch seine Drohung nichts.
Dass er das Essen aß, das er für mich mitgebracht hatte, scherte mich herzlich wenig, ich hatte es schließlich abgelehnt. Auch seine bösen Blicke konnten mir herzlich wenig anhaben. Da störte es mich schon sehr viel mehr, dass er sich auszog. Ihn nackt zu sehen war so ziemlich das Letzte, was ich jetzt wollte, und daher wandte ich den Kopf ab und verzog das Gesicht. Etwas zu sagen brauchte ich nicht, man sah deutlich, dass es mich irgendwie anekelte, einen nackten Nordmann vor mir zu haben, der gut dreimal so breit war wie ich.
Als er sich hinlegte, lehnte ich den Kopf an den Pfahl und schloss die Augen. Allerdings begann ich, statt zu schlafen, die Hände immer wieder hin und her zu bewegen, um so das Seil an dem rauen Holzstamm durchzuscheuern, während er schlief. Ich würde so zwar keinen Schlaf bekommen, aber den hätte ich auch so nicht bekommen, diese Haltung war schließlich furchtbar unbequem. Die Arbeit zahlte sich aber aus, ich merkte schnell, wie sich das Seil lockerte, sodass ich es schließlich mit einem Ruck zerreißen konnte, als die Sonne nur noch ein paar Stunden davon entfernt war, aufzugehen. Hastig löste ich die Fesseln an meinen Füßen und stand auf, bevor ich mit hartem Blick auf Gorjon zutrat, eines seiner Messer in der Hand, bereit, zuzustechen.

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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   Di Aug 29, 2017 9:21 pm

Weder die Abscheu noch die Selbstgefälligkeit seiner Gefangenen störten Gorjon noch, während er sich auszog und Alles für die Nacht fertig machte. Schnell lag er auf einem provisorischen Bett aus Fellen, überhaupt waren Felle wohl das Einzige was es im Zelt im Überfluss gab. Sie boten der zugedeckten Anicia auch die perfekte Deckung für ihr nächtliches Treiben, denn weder konnte Gorjon sehen was sie tat noch konnte er es hören, denn das leise Scheuern von Seil auf Holz wurde von ihrer Decke geschluckt, sodass er immer noch selig vor sich hinschnarchte als sie freikam.
Als Anicia dann jedoch mit dem Messer auf ihn zu trat gab es ein lautes Scheppern und sofort setzte sich Gorjon auf, sein Schwert in der Hand und der Blick wütend und auf die Frau gerichtet. In der Dunkelheit hatte sie die Schale übersehen, in der zuvor das Essen gebracht worden war, sodass sie dieser Fehler nun verraten hatte. Schnaufend und mit dem Schwert in ihre Richtung bereit gehalten erhob sich der nackte Nordmann, sie konnte kaum angreifen ohne von der größeren Reichweite seiner Waffe zurückgehalten zu werden.
"Du verdammtes Miststück machst nur Ärger...", knurrte er, doch dank ihres Messers kam er immerhin nicht direkt auf die Idee Anicia zu packen. "Hast ja echt einen tollen Plan gehabt für deine Flucht...", schnaufte er stattdessen höhnisch während er einen Schritt auf sie zu machte. "Es ist egal ob du aus dem Zelt kommst... da draußen sind Wachhunde und ein Lager Nordmänner... du kommst nicht mal bis in den Wald... und wenn du hier ganz schlimme Dummheiten anstellst, landest du auf einem Pfahl...", drohte er ihr nun finster und mit tiefer Stimme, dann richtete er das Schwert auf ihre Messer. "Lass es fallen.", bellte er scharf.
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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   Di Aug 29, 2017 10:40 pm

Ich verfluchte mich innerlich sofort, als mein Fuß gegen die verdammte Schale stieß, die laut scheppernd gegen den Bettpfosten kullerte. Dennoch ließ ich mich nicht von meinem Vorhaben abbringen. Ich drehte das Messer geschickt in der Hand, bevor er ganz wach war, und knurrte leise Selbst schuld, würde ich sagen! Du musstest mich ja unbedingt mit deiner Horde ungewaschener Barbaren aus der Kutsche zerren! Langsam wich ich vor ihm zurück, wobei ich mich damit gleichzeitig auf den Eingang des Zeltes zubewegte Mein Plan war eigentlich, dich umzubringen und zu verschwinden… Aber da du mir so wenig zutraust… Sollte ich dir vermutlich beweisen, was ich kann… Weder Wachhunde noch Nordmänner können mich aufhalten, und du erst recht nicht…
Mit einem bösen Lächeln verschwand ich aus dem Zelt und lief los. Die Nordmänner merkten gar nicht, was los war, und die Hunde waren noch immer in ihren Zwingern, sodass ich, entgegen seiner Prognose zwischen den Bäumen in die Schatten eintauchen und verschwinden konnte. Ich blieb in der Nähe des Lagers, doch mithilfe von feuchter Erde überdeckte ich meinen Geruch, nachdem ich mich meiner Kleidung entledigt hatte, sodass die Hunde ihnen keine Hilfe sein würden, wenn sie nach mir suchen sollten. Meine Spuren verwischte ich, sodass man mich nicht bis zu dem Baum verfolgen konnte, auf den ich nun stieg. Ich war hoch genug oben, als dass man mich von unten nicht mehr sehen konnte, aber ich sah alles, was unter mich passierte, ebenso wie ich alles sah, was im Lager geschah.

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Gorjon Rikke

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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   Di Aug 29, 2017 11:08 pm

"Ja, das musste ich!", bellte Gorjon bloß zornig, während er sich aufrappelte. Er bemerkte deutlich das sich Anicia auf den Zeltausgang zubewegte, aber er wähnte ja die Nordmänner und Wachhunde als perfekte Versicherung, dass sie es nicht weit schaffen würde. "Na, dann zeig was du drauf hast. Aber am Ende deines kleinen Aufstands wirst du es schwer bereuen!", knurrte er ebenso böse lächelnd, womit Gorjon sogar darauf verzichtete ihr direkt hinterher zu hetzen. Er hatte sich erneut provozieren lassen und war somit überheblich geworden, wirklich viel traute er der Südländerin auch nicht zu, sie war bisher zwar ein Biest gewesen, aber das war auch Alles.
Kaum das sie aus dem Zelt geschlüpft war warf er sich immerhin in seine Hose, bevor Gorjon auch schon Befehle brüllend nach draußen stürmte. Die Hunde bellten tatsächlich schon laut, ihnen war es nicht entgangen das Anicia los gerannt war. Allerdings waren sie gut angeleint, sodass die Nordmänner erstmal aufwachen und sie befreien mussten, vorher konnten die Hunde wenig ausrichten. Sofort machte man sich auch auf die Jagd nach ihr, die Männer liefen brüllend und mit Fackeln ausgestattet in den Wald, während die Hunde gierig nach einer Fährte schnupperten.
Lediglich Gorjon fiel etwas zurück, er verlegte sich mehr aufs schimpfen als auf die Jagd, als er merkte das es doch gar nicht so einfach war. Ihre Kleidung war rasch gefunden, doch von der Frau fehlte jede Spur. "Steht nicht so blöd herum! Sie ist nackt und irgendwo im Wald! Findet sie!", peitschte er seine Männer voran, die auch brav ausschwärmten um doch irgendwie eine Spur zu finden. Gorjon hingegen blieb grummelnd am Lager zurück, zufälligerweise in der Nähe ihres Verstecks, sodass sie nicht einfach ungesehen herab schlüpfen konnte.
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Anicia Allyrion

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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   Mi Aug 30, 2017 11:57 am

Würde mich mal interessieren, wegen wem du das so dringend 'musstest'... Wer würde für mich Lösegeld zahlen? Meine Mutter sicher nicht, und die Tolands ja wohl erst recht nicht... schoss es mir durch den Kopf, als ich im Wald verschwand. Mir fiel absolut niemand ein, dem ich wichtig genug war, als dass er für mich zahlen würde, außer mein Vater vielleicht, aber da stand meine Mutter im Weg, und sie würde nicht zulassen, dass er Geld für etwas aus ihrer Sicht so unnützes wie mich ausgab. Allein der Gedanke daran, dass meine Mutter mich eher hier verrotten lassen würde als auch nur irgendwas zu zahlen, stach ziemlich, obwohl meine Beziehung zu ihr nun wirklich nicht die beste war, und ich rannte nochmal entschlossener weiter.
Die eisige Nachtluft brannte auf meiner Haut, kaum dass ich mich entkleidet hatte, doch ich wusste, dass ich meinen Geruch aus dem Kleid nicht so leicht rausbekommen würde, und hätte ich es anbehalten, hätten mich entweder die Hunde gefunden oder die Männer, weil man in einem Kleid wirklich nicht sonderlich gut flüchten konnte. Dass es half, sah man ja, als die Nordmänner ohne wirklichen Anhaltspunkt durch den Wald pflügten und vermutlich jedes Lebewesen im Umkreis einer Meile erschreckten. Nur Gorjon musste ja unbedingt direkt unter dem Baum stehen bleiben, auf den ich mich zurückgezogen hatte. Verdammt! Wenn ich mich jetzt zu sehr bewegte, würden mich die zitternden Nadeln verraten, und auf den Boden zurückkehren konnte ich erst recht nicht.
Fieberhaft überlegte ich, was ich tun konnte, um ihn wegzulocken, und kurzentschlossen packte ich einen der großen Zapfen von einem Ast neben mir und warf. Durch die Dunkelheit sah man ihn nicht, doch man hörte den Aufprall und das Rascheln der Blätter, als er einen kleinen Hang hinunter rollte. Ich hoffte, dass er darauf hereinfallen und gehen würde, doch zur Sicherheit blieb ich lieber still sitzen, sodass er mich nicht sehen würde.

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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   Mi Aug 30, 2017 3:39 pm

Die Jagd hatte begonnen und Gorjons Zorn peitschte die Männer und Hunde nach vorne. Das widerspenstige Miststück namens Anicia würde schwer büßen müssen, das malte sich der Nordmann bereits aus, während sich seine Männer auf die Jagd machten. In seinem Zorn musste er jedoch auch daran denken das er sie nicht zu übel strafen durfte, wenn er denn noch seine Bezahlung sehen wollte. Den Jägern wurde also klipp und klar mitgeteilt das sie zwar herzubringen sei, allerdings in einem Stück und unbeschadet. Es machte die Flucht nur noch schlimmer das sie nicht einfach Alles unternehmen konnten um sie zurück zu holen.
Fluchend und brummend blieb er also in der Nähe des hohen Baums zurück, um sich etwas zu beruhigen, damit er der Frau nicht direkt an die Gurgel ging, sollte er ihrer habhaft werden. Er schimpfte sich den Frust heraus, bis plötzlich ein verdächtiges Rascheln zu hören war und er aufschreckte. Es war zu leise gewesen um zu einem Nordmann zu gehören, aber ein dornisches Mädchen würde perfekt zu dem Geräusch passen und ohne groß nachzudenken stürmte Gorjon drauf los, in Richtung der Geräuschquelle. "Komm sofort heraus! Sonst kannst du was erleben!", drohte er lautstark, während er begann das Gebüsch zu durchwühlen.
Natürlich blieben seine Versuche fruchtlos und er arbeitete sich bloß genervt bis zu dem kleinen Hang hervor. So wie es geklungen hatte war sie in diesem Gebüsch gewesen, folglich musste sie wohl den Hang herab geflüchtet und dann zwischen die nächsten Bäume sein. "Oh, dich krieg ich!", schimpfte Gorjon weiter, während er den Hang herab stapfte, doch gerade als er außer Sichtweite war hielt er inne. Der erfahrene Jäger erkannte keinerlei Spuren und dies war gerade bei dem nassen Hang verdächtig. Er selbst riss mit jeder Bewegung den Boden auf, aber weder hier noch weiter voraus waren Spuren von Anicia zu sehen, einer dornischen Lady traute er es nicht zu sich derart geschickt durch einen nordischen Wald zu bewegen als das sie keine Spuren hinterließe. Daher kehrte er um, auch wenn es zuerst den Anschein gehabt hätte als würde er nun Gespenster jagen, von ihrem Beobachtungspunkt am Baum hatte Anicia dies unmöglich sehen können.
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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   Mi Aug 30, 2017 4:22 pm

Sobald ich mein Ziel erreicht hatte und er seinen Posten unter meinem Baum verließ, verließ ich mit einem Satz den Ast. Das Rascheln reihte sich in das der vielen Vögel ein, die durch sein Gebrüll aufgeschreckt wurden, sodass es keinen Verdacht erregen würde. Trotzdem beeilte ich mich weit weg zu kommen. Ich war früher schon immer auf Bäumen herumgeklettert und so war es nicht schwer für mich, das Gleichgewicht zu halten, doch es wurde, je weiter ich kam, immer schwerer, Äste zu finden, die in dieser Höhe mein Gewicht und den Schwung aushielten, sodass ich bald gezwungen war, in tiefere Gefilde zu wechseln. Ich verharrte jedes Mal, wenn ich einen Nordmann in der Nähe hörte oder sah, und legte eine ziemlich weite Strecke zurück, bis ich mich traute, wieder auf den Boden zu kommen.
Bei einer Köhlerhütte auf dem Weg stahl ich mit ein Hemd, das mir eigentlich zu groß war, aber mit einem braunen Gürtel zu einem kurzen Kleid wurde, dazu eine braune Hose, die ich mehrfach umkrempeln musste, bis sie passte. Unruhig blickte ich mich um, da ich nicht wirklich wusste, wie weit ich mich vom Lager entfernt hatte und wie weit die Nordmänner ihren Suchradius ausdehnen würden, wenn sie nichts fanden. Ich hatte jedenfalls nicht vor, mich wieder fangen zu lassen, deshalb wandte ich mich wieder in die Richtung, in die ich schon die ganze Zeit unterwegs war, und lief nun am Waldboden dahin.

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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   Mi Aug 30, 2017 5:42 pm

Mühselig kämpfte sich Gorjon wieder den Hang empor, er war Anicia in diesem Moment dichter auf den Fersen als er es erwartet hatte und nur weil ihn sein Rascheln und Schimpfen so weit ankündigte konnte sie wohl still im Baum verharren, während er unter ihr hindurch ging und die Umgebung zu durchkämmen begann. Er konzentrierte sich jedoch auf einen Bereich außerhalb ihres Fluchtwegs, sodass er rein gar nichts von ihrer Flucht über die Baumkronen bemerkte und sie bald schon zu Fuß weiter konnte. Überall waren aber Nordmänner im Wald, was Gorjon nur zusätzlich aufregte, denn trotz der Mühen schien sie wie vom Erdboden verschluckt.
Deshalb wurden die Bemühungen auch intensiviert und man kam schließlich an der Köhlerhütte an, wo der Lärm der Nordmänner den Köhler natürlich längst geweckt hatte. Er kam hinaus und wurde direkt ausgefragt, konnte aber natürlich keine Auskunft geben. Er stellte jedoch fest das Kleidung fehlte und dies ließ natürlich nur eine Schlussfolgerung zu. Man hatte endlich eine neue Fährte und wusste nun auch in etwa wie sich Anicia getarnt hatte. Dem Köhler wurde wärmstens empfohlen mit Niemandem darüber zu sprechen und die Augen offen zu halten, sonst würde man ihm die Hütte abbrennen. Nach der Drohung ging die Jagd weiter und dieses Mal bekamen die Hunde sogar eine brauchbare Fährte.
Anicias Vorsprung war jedoch groß und sie war flink. Die Hatz würde also dauern, auch wenn eine Horde großer Nordmänner mit Hunden natürlich ein wenig schneller durch den Wald kam als die kleine Frau. Ihr Lärm würde sie sicherlich schon früh ankündigen, aber das spielte keine Rolle für Gorjon.
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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   Do Aug 31, 2017 12:24 pm

Ich wusste nicht, wohin ich mich wenden sollte. Der Wald sah überall gleich aus und er schien sich unendlich auszudehnen, daher beschloss ich, meine Richtung beizubehalten, irgendwann musste ich schließlich an die Baumgrenze kommen. Dass mit jedem Schritt meine Füße mehr schmerzten, versuchte ich zu ignorieren, ebenso die Tatsache, dass ich immer wieder Abdrücke hinterließ, mal im feuchten Lehm, dann wieder als blutige Spur auf alten Blättern oder durch einen abgerissenen Ast auf meinem Weg. Sie würden es sehr viel leichter haben mir zu folgen, aber ich konnte mir jetzt einfach keine Zeit mehr lassen, wenn ich vor Sonnenuntergang irgendetwas erreichen wollte. Jetzt, da die Sonne meinen Weg erhellte, war es so oder so schon leichter, schließlich war ich mitten in der Nacht losgerannt, doch wirklich besser orientieren konnte ich mich dadurch auch nicht.
Erst, als die Bäume sich nach gefühlten Stunden, die ich gelaufen war, endlich lichteten, konnte ich sagen, dass ich zumindest die richtige Richtung eingeschlagen hatte. Wie gern würde ich einfach stehen bleiben, etwas ausruhen, meine Füße wärmen und überlegen, was ich zu tun hatte. Aber das ging nicht, nicht solange ich mir nicht sicher sein konnte, dass ich die Nordmänner abgeschüttelt hatte. Entschlossen wandte ich mich daher nach Süden und lief wieder los, auch wenn ich schon lange nicht mehr mit der Geschwindigkeit laufen konnte, die ich gern an den Tag gelegt hätte. Meine Füße waren eiskalt, übersäht von kleinen Wunden und ich war dermaßen müde von der durchgemachten Nacht, dass meine Sicht immer wieder verschwamm und es mir schwer fiel, mich zu konzentrieren, obwohl ich wusste, dass ich, wenn ich eine Chance haben wollte, eine der größeren Straßen erreichen, ein Pferd stehlen oder eine Waffe bekommen musste.

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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   Do Aug 31, 2017 8:54 pm

Schnell lag die Hütte des Köhlers hinter den Nordmännern und die Jagd ging quer durch den Wald weiter. Mit der guten Fährte und den immer deutlicher werdenden Spuren war es jedoch nicht getan, wie Gorjon schnell feststellen musste. Die Sache drohte sich in die Länge zu ziehen und er musste immer wieder Männer zurück zum Lager schicken. Anfangs bloß um ihre Habe zu sichern, später aber auch weil die Stimmung schlechter wurde, Niemand wollte sich gerne die Nacht um die Ohren schlagen um einer dornischen Frau quer durch den Wald zu folgen. Ebenso erschien es ihm schnell klüger ihr mit einer kleinen Gruppe zu folgen, so würde sie nicht so schnell auf sie aufmerksam.
Drei Männer und der beste Spürhund verblieben also noch, als der Wald sich lichtete und erste Sonnenstrahlen den Tag erhellten. Die Laune war allerdings zappenduster und es begann langsam aber sicher zu einer echten Ausdauerprobe zu werden. Schlafmangel hatten die Männer wahrlich nicht, doch war es auch nicht angenehm so ewig lange auf der Hatz zu sein und die Nordmänner schnaubten und pumpten ordentlich, als ein kleiner Trampelpfad ihre Aufmerksamkeit weckte.
Nun, wo die Fluchtrichtung von Anicia mehr als klar war hatte Gorjon neue Ideen. "Sie läuft stets in dieselbe Himmelsrichtung, also werden wir uns noch weiter aufteilen, versuchen sie auf den Flanken zu überholen. Ihr Zwei bleibt mit dem Hund dicht auf ihren Fersen. Ich versuche es über rechts, du da über links!", bellte er ein paar rasche Befehle, dann ging es auch los. Die Spuren waren frisch und Anicia konnte nicht weit sein, während das Team mit den Hunden also ihre Aufmerksamkeit auf sich ziehen wollte setzte Gorjon einen entschlossenen Sprint an und seine Mühen sollten belohnt werden.
Eine zierliche Gestalt links von ihm machte er schnell als Anicia aus. Er hörte das Bellen des Hundes, der seine eigenen Geräusche übertönte, womit die Chance da war. Mit einem mächtigen Satz sprang er aus dem Unterholz auf die erschöpfte Lady zu und sofort griff er nach Anicia, im Versuch seine Arme um sie zu wickeln und sie einfach zu Boden zu reißen, eine Hand als Absicherung und ihre Arme kontrollierend, die andere Hand auf ihren Mund gepresst. "Hab ich dich du kleine Schlampe!", freute er sich schon, noch während er seinen Angriff versuchte, obwohl er sie kaum erreicht hatte. Aber sie wirkte abgelenkt und müde, seine Chancen standen wohl gut.
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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   Do Aug 31, 2017 11:02 pm

Ich wusste nicht, wie lange ich so weiter machen konnte. Ich hatte weder Proviant noch Wasser, meine Füße waren mittlerweile vermutlich blau und ich zitterte wie Espenlaub. So würde ich den Nordmännern sicher nicht entkommen. Die waren ausgeruht, gestärkt und kannten sich hier sehr viel besser aus, ganz zu schweigen davon, dass sie mit dem Temperaturen hier vermutlich sehr viel besser klar kamen als ich. Ich fror schon bei dem Gedanken daran, nördlicher als Königsmund zu sein, und hier, so weit im Norden, war es gewissermaßen schon ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch rühren konnte und noch nicht zum Eiszapfen erstarrt war.
Als das Gebell eines Hundes hinter mir laut wurde, verzog ich das Gesicht Verdammt, sie sind schon viel näher als gedacht! Ich versuchte, nochmal schneller zu werden, doch bevor ich das schaffen konnte, riss mich eine Bewegung neben mir aus der Konzentration und ich machte ganz automatisch einen Satz zur Seite, sodass ich Gorjons Angriff zumindest für den Moment ausweichen konnte. Panik wallte in mir auf und das Adrenalin ließ mein Herz schneller schlagen, als ich mich hastig umwandte und wieder losrannte. Dieses Mal war mir egal wohin, einfach nur weg. Mehrfach stolperte ich über meine Füße, Wurzeln oder Steine, und obwohl jeder Schritt einer Höllenqual gleichkam blieb ich nicht stehen. Wenn ich es täte, würden sie mich wieder erwischen, und das konnte ich nun wirklich nicht gebrauchen.

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BeitragThema: Re: Die Viper und der Bär   Do Aug 31, 2017 11:16 pm

Schnaufend und mit bedrohlichem Tunnelblick stürzte Gorjon auf seine Beute zu. Er versuchte entschlossen der Dame habhaft zu werden, aber Anicia war einfach unglaublich flink und getrieben von der Macht der Verzweiflung. Sein plumper Angriffsversuch verlief sich also an ihrem geschickten Ausweichmanöver und Gorjon grunzte wütend als er kurz stürzte. Sofort rappelte er sich aber auf um die Verfolgungsjagd aufzunehmen, auch die Männer mit dem Hund kamen nah heran, ließen das Tier aber noch nicht von der Leine, da sie wussten das Anicia nur lebend und wohlbehalten ihr Geld wert sein würde, man scheute sich also davor den Zorn von Gorjon zu wecken indem man den Hund ohne Befehl losließ.
"Stehen bleiben! Sofort stehen bleiben!", brüllte der Anführer des Trupps jedoch bloß, was sich an Anicia richtete und nicht die Hundeführer. In seiner Rage hatte er das Tier glatt vergessen, wieder setzte der Tunnelblick bei ihm ein. Somit pflügte er ihr einfach hinterher, ganz egal das es dabei über Stock und Stein ging. Anicia hatte es deutlich schwerer voran zu kommen und je näher er ihr kam desto wütender und lauter wurde sein Schnauben. Auch das Bellen des Hundes kam immer lauter heran, doch er ließ ihn nicht von der Leine.
Stattdessen bediente sich Gorjon des Stricks, den er mitgenommen hatte um Anicia zu fesseln, sobald sie gefangen war. Er legte ihn wie eine Schlinge zusammen und schmiss dann einfach aus dem Lauf damit, sodass der Strick nach vorne durch die Luft zischte. Er zielte so auf die Beine der Fliehenden, von der Reichweite her würde es jedenfalls passen. Er wollte sie ins straucheln und zu Fall bringen, womit die Nordmänner aufholen würden.
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