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 Hafendistrikt

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BeitragThema: Re: Hafendistrikt   Mo Aug 10, 2015 4:28 am

Er schien erleichtert. Das hörte sie an seiner Stimme, spürte sie in der Luft. Es war nicht schwer zu erraten, dass er sie ansah und so drehte sie den Kopf etwas, drehte nun dem Fenster den Rücken zu.
Er sah immernoch leicht durch den Wind aus, so wie sie sich des nachts gefühlt hatte. Aber jetzt hatte sie ihre Sinne voll im Griff, war sich allem bewusst was sie tat und würde sich nicht noch einmal ablenken lassen.

"Zeigt mir doch erst einmal die Kleider und erzählt mir dabei von meiner neuen Behausung und deren Umgebung.", meinte sie und verschränkte die Arme vor der Brust. Ihre Augen suchten erneut die seinen, hatten noch immer die Tiefe, die sie vor wenigen Minuten noch ausgestrahlt hatten.
" Ich bin schon gespannt was Ihr alles für mich da habt.", fügte sie leicht lächelnd hinzu, doch nun war es nicht mehr der sanfte Ausdruck, sondern wieder ihr leicht unterkühlter Tonfall. Doch ihre Ausstrahlung war noch immer die einer Raubkatze, die es nicht abwarten konnte einen Moment der Unaufmerksamkeit zu erhaschen und zuzuschlagen. Sie lag eindeutig auf der Lauer, doch er konnte ja nicht ahnen, was sie gerade im Sinn hatte zu jagen.
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BeitragThema: Re: Hafendistrikt   Mo Aug 10, 2015 4:40 am

Sie schien ihn genau lesen zu können ,als sie ihn ansah und er versuchte es ein wenig zu verschleiern, indem er ihrem Blick nun erstmal auswich mit einem kurzen Seitenblick...

Gewiss... aber hier habe ich nur eine begrenzte Auswahl... in der Seidenstrasse finden sich die Meisterstücke... andererseits... würde ich dir auch gerne etwas Schneidern lassen das deinen .... Bedürfnissen entspricht....doch vorerst musst du mit was weniger perfekt sitzendem vermutlich Vorlieb nehmen... er ging rasch bis zur Türe... höflich wie sonst selten ... er öffnete die Tür

Hier entlang Mi Lady sagte er und bot ihr nun dennoch an sich bei ihm einzuhacken und wieder Körperkontakt zu haben... auch wenn es nur zum Vorwand war.... keiner hatte sie reinkommen sehen ...die Männer würden sich so oder so wundern...doch mehr noch ,wenn sie nicht mitspielte ...

Sie würden durch weite Gänge schreiten daraufhin .... und immer wieder abbiegen.... Es roch nach Parfüm.... fast überall hier...

Nichtsdesdotrotz hoffe ich etwas da zu haben was dir angemessen erscheint... sagte er mit einem feinem Lächeln... und trotzallem was man über ihn wusste, charmant. Über seine Vergangenheit gab es kaum Geheimnisse die niemand kannte... was seine Gegenwart betraf.. nunja...da ging er gerade Kleider aussuchen... mehr gab es da nicht zu sagen.

Sie gelangten zu einem Raum den er aufschloss. Dahinter befand sich ein Raum der scheinbar aus Schränken und Schubladen bestand... bis auf eine Umkleidekabine und 2 Bequeme Sessel...
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BeitragThema: Re: Hafendistrikt   Mo Aug 10, 2015 2:40 pm

Sie sah das er ihr auswich und scheinbar nicht wusste was sie dachte. Und das war auch gut so. Deswegen hielt sie ihre Fassade und auch das hatte sie lange üben müssen, bis es geklappt hatte.
Als er die Seidenstraße erwähnte, erinnerte sie sich dort einmal einem Auftrag nachgegangen zu sein. Kurz schwelgte sie in solcherlei Erinnerung, bis er wieder auf sich aufmerksam machte.
"Nun, wir werden wohl etwas für mich finden.", sagte sie knapp und musterte ihn noch einmal kurz. Hatte sie diesen Mann gerade etwa wirklich geküsst? Und das vor dem Frühstück?

Als er ihr den Arm anbot, nahm sie die Geste hin und hakte sich bei ihm unter, ohne etwas zu sagen. Er wollte ja scheinbar einen gewissen Anblick darbieten mit ihr an seiner Seite und irgendwie gefiel Milah dieses Schauspiel. Denn mehr als das war es nicht für sie. Sie tat für die Öffentlichkeit so, als wäre sie jemand anderes. Und da sie als Kind schon immer davon geträumt hatte, einmal zu schreiten wie die höflichen Damen, war das hier eine gute Übung.
Schließlich beherrschte sie die Manieren der feinen Leute, hatte sie doch genügend von ihnen beschattet und beobachtet. Nun zusammen mit Lord Baelish, schritt sie durch weiter und lange Gänge, sah sich nicht mehr um, als es ihr in dieser Position zustand und erreichte gemeinsam mit ihm den Raum, in dem es große Schränke gab.
"Welch schönes Zimmer ihr da habt.", meinte sie und knickste etwas übertrieben. Als sie den Raum erreichten und er die Tür geschlossen hatte, legte sie die alberne Haltung ab und ging zu einem der Schränke, riss die Tür auf und besah sich die Kleider. Nach einigem durchkämmen der Stoffe, nahm sie ein paar heraus und verschwand in der Umkleide.
Nach einer ganzen Weile, in der sie ihre Waffen so abgelegt hatte das man es deutlich klimpern und klackern hörte und sie wieder anlegte um auszuprobieren ob sie unter das Gewand passten, kam sie mit dem ersten Kleid heraus. Es war ein blaues Baumwollkleid, mit einer Kapuze daran. Sie tendierte sowieso eher zu Kapuzen, das war wohl eine Berufskrankheit. Vorne hatte das Kleid eine helle Scharte aus cremefarbenem Stoff. Das Kleid schmiegte sich perfekt an ihren schlanken Körper und dennoch war keine Ausbeulung einer Waffe darunter zu sehen.
"Und? Wie findet Ihr mich, Lord Baelish?", fragte sie, raffte das Kleid etwas und drehte sich im Kreis.
"Und stellt Euch vor. Ich bin bis auf die Zähne bewaffnet.", meinte sie keck und sah ihn beinahe wieder gefährlich an. Ihr gefiel das Kleid, aber sie würde auch noch die anderen anprobieren wollen und war schon wieder auf dem Weg in die Umkleide.

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BeitragThema: Re: Hafendistrikt   Mo Aug 10, 2015 3:06 pm

Lord Baelish nickte Das werden wir. sagte er knapp... die Türe war bereits geöffnet und seine Wachen sahen beide... doch sagten nichts... es war auch nichts besonderes Vorgefallen, ihrer Meinung nach... Nur wunderten sie sich etwas...wer diese Frau war... und starrten ihr nach...

Lord Baelish ignorierte seine Männer jedoch gekonnt in diesem Augenblick... auf dem Weg trafen sie mehrere Damen und junge Männer die von einer Ecke vom Haus zum anderen huschten. Manche machten Dienstbotenarbeit und anderen sah man an ,dass sie gerade auf andere Weise arbeiteten. Mancher und Manche mussten sich erstmal frisch machen .... Lord Baelish ignorierte sie gerade alle sehr gekonnt...

Ihr Knicks war nicht perfekt, aber auch nicht übel... vielleicht war das Absicht nur um ihn zu necken ,dachte er ... kurz schien sich ein schmollmund bei ihm abzuzeichnen , dieser verwandelte sich aber schnell in ein feingezeichnetes Lächeln ...

Hier habt ihr einiges zum durchsuchen...meinte er als sie bereits so zielstrebig damit anfing...sie verlor keine Zeit und Baelish setzte sich gemütlich ... eine Teekanne stand auf einem Komodentisch und in Schubladen fand er mehrere Tassen... er setzte sich ,schlug die Beine leicht übereinander und holte 2 Tassen aus der Schublade und füllte erst eine mit lauhwarmen ,dunklem, Tee.

Magst du Tee? rief er ihr in die Umkleide zu...

Als sie wieder herauskam , beäugte er sie gründlich und lächelte zufrieden...

Man sieht es dir wirklich nicht an... und gleichzeitig schmeichelt es deinen Konturen... eine gute Wahl... damit kannst du zumindest unbehelligt auch mal dich in das Licht wagen ... sagte er mit einem etwas scherzlichem Grinsen.... dann bot er ihr eine Tasse auf einer Untertasse an mit dem Tee, falls sie welchen mochte...
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BeitragThema: Re: Hafendistrikt   Mo Aug 10, 2015 3:21 pm

Lord Baelish schmeichelte Ihr. Nicht mit Worten, auch wenn er das allzu deutlich tat, sondern mit seinen Blicken. Es gefiel ihr, dass er scheinbar Gefallen an ihr gefunden hatte, denn so konnte sie in Ruhe weiter ihr Netz spinnen, ohne das er es bemerken würde.

Der dargebotene Tee wurde von ihr dankend angenommen, doch wartete sie unauffällig darauf, dass er zuerst einen Schluck nahm. Dann trank auch sie etwas und lächelte danach kurz.
"Ganz passabel das Gewäsch.", meinte sie knapp und stellte die Tasse auf dem Tisch wieder ab. Sie hatte grazil getrunken, wie man es von einer Adligen hätte erwartet und nicht von einer skrupellosen Meuchelmörderin.
"Bereit für das nächste Kleid, mi Lord?", fragte sie beinahe in freudiger Erwartung und schritt zurück zur Umkleide, wo sie sich wieder entkleidete und das neue Kleid anzog, ihre Waffen wieder unterbrachte, so dass man es nicht vermutete und wieder heraustrat. Diesmal hatte sie sich in ein Kleid aus weinrotem Stoff gehüllt, welches ebenso eine Kapuze hatte, die sie aber nicht aufsetzte. Darin gefiel sie sich recht gut, wusste aber nicht ob es ihr stand und sah Lord Baelish an.
"Wie gefällt es Euch? Ich bin mir nicht sicher..", meinte sie leicht lächelnd, aber doch irgendwie weiterhin kühl. Sie schaffte es gleichzeitig zu ihrem Lächeln unfreundlich zu klingen, wie kein anderer.
Geduldig und mit leicht knurrendem Magen wartete sie bis er ihr eine Antwort gab.

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BeitragThema: Re: Hafendistrikt   Mo Aug 10, 2015 3:30 pm

Er war eigentlich ein ziemlicher Kritiker... und doch sah sie einfach stattlich aus ... und dabei immernoch so leicht exotisch .. er mochte das.

Sie tranken kurz den Tee und er musste etwas schmunzeln .... Gewäsch dachte er. Und setzte seine Tasse ebeneso ab.

Nur zu gerne, Mi Lady.... sagtmal wo hast du deine manieren gelernt? du bist geübter als ich gedacht hätte, obwohl ich dich noch nicht unter vielen Menschen agieren sehen durfte.


Das nächste Kleid versteckte auch alles notwendige und die Farbe war schön...

Der Schnitt scheint mir mehr als Reisekleid geeignet als um am Hof zu interagieren. sagte er ehrlich und bat sie ,sich mal zu drehen darin ...
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BeitragThema: Re: Hafendistrikt   Sa Aug 22, 2015 3:38 am

Sie verbrachten noch einige Zeit damit die Kleider auszuwählen... Doch letzendlich würde er sie zum Abendessen einladen und sich einen gemütlichen Abend gönnen. Sie durfte aber kein Wein trinken und er nahm nur wenig zu sich , bevor jeder in seinem Zimmer schlafen sollte...

Nächster Tag

Lord Baelish bekam Nachricht mitgeteilt von Robin Arryn´s dahinscheiden und Ser Harold Hardyng hatte die Herrschaft in der Ehr übernommen... Das ärgerte ihn ... zuerst ganz schön sodass er lange auf und ab ging und sich gedanken darüber machte wie er dies zu seinem Vorteil nutzen konnte. Er hätte diese Lücke zu gern selbst gefüllt. Doch nungut. Man konnte nicht immer der schnellste sein. Manchmal brauchten gute Dinge einfach seine Zeit. Diese Zeitlang durfte keiner zu ihm. Er wollte niemanden hören und er zerbrach sogar ein Glasgefäss an der Wand...

Schliesslich jedoch liess er nachricht unter seinem Gefolge verbreiten.

Bereitet alles vor sagte er

Ich werde dem neuem Lord von Hohenehr ein Besuch abstatten. sagte er zu Olyvar und Ros die schliesslich alles andere in die Wege leiteten.... Milah würde sie vielleicht begleiten und er wünschte auch die Anwesenheit von Ystera "Blume"...

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BeitragThema: Re: Hafendistrikt   Sa Aug 22, 2015 1:50 pm

An dem Abend zuvor war sie zu dem Schluss gekommen, sich die meisten Kleider selbst zu gestalten, um sie für sich praktisch zu machen. Und mit diesem Gedanken war sie auf ihr Zimmer gegangen, nur um noch lange auf dem Fensterbrett zu sitzen und sich an den Gedanken zu gewöhnen, als sie selbst vorgestellt zu werden und ohne ihre allzu geliebte Vermummung herumlaufen zu müssen. Sie liebte ihren Gesichtsschleier und ihren Umhang. Warum zum Henker tat sie das gerade?

Nächster Tag

Am nächsten Morgen wurde sie von dem Scheppern eines Glasbehälters geweckt. Sofort fuhr ihre Hand zur Klinge, die unter ihrem Kopfkissen lag und sie war aufgesprungen. Doch wie es schien kam es aus dem Nachbarzimmer. Noch immer hellwach durch den Krach lauschte sie, doch es war nichts zu hören, was Kleinfingers Unmut zum Ausdruck brachte. Sie musste sich wahrlich noch daran gewöhnen jemanden zu beschützen, doch sie war jetzt schon ziemlich gut darin, denn sie hatte Reflexe wie eine Raubkatze, ein Gehör wie ein Wolf und die Schnelligkeit eines rasenden Pferdes. Es schien nichts weiter passiert zu sein, also beruhigte sich Milah wieder etwas und sah sich nach ihrem Kleid um.
Das sollte sie nun also anziehen, dachte sie bei sich und seufzte leise. Mit ein paar geschickten Handgriffen verfrachtete sie ihre Waffen an ihre Plätze, wo sie unter dem Kleid nicht zu sehen sein dürften. Mit weiteren Handgriffen war das Unterkleid angezogen, darüber die nächste Schicht und so weiter. Ihre Haare flocht sie sich zu einem ordentlichen Zopf ein, der Wind und Wetter überstehen würde. Denn sie hatte das Fußgetrappel unten in den Fluren schon gehört. Man schien sich auf eine Reise vorzubereiten und sie war sich sicher, dass sie mit anwesend sein würde. Also war sie top vorbereitet und war schon auf dem Weg zum Fenster heraus, wo sie sich geschickt an der Wand entlang hangelte und Lord Baelishs Zimmer betrat, ohne das dieser es merkte. Wie immer stand sie an der hintersten Wand im Halbschatten, einen Umhang aus dunkelrotem Stoff um und beobachtete ihn.
"Was beunruhigt Euch, Mylord?", fragte sie mit ihrer ruhigen und leicht bedrohlichen Stimme.

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BeitragThema: Re: Hafendistrikt   Sa Aug 22, 2015 2:09 pm

Er zuckte kurz zusammen und sah zu ihr . Er wirkte nicht sehr amüsiert.

Der Sohn von Lady Arryn ist auf tragische Weise ums Leben gekommen. Es wird Zeit den neuen Lord von Hohenehr zu begrüssen. sagte er und stupste bei den Worten mit dem rechten Zeigefinger an seinem Kinnbart.

Wart ihr schonmal im grünem Tal? ...der einzige Durchgang dorthin führt über ein Tor in den Bergen was strengstens bewacht wird, genannt das Bluttor. erklärte er egal wie ihre Antwort lautete.

Die Abreise wird gerade vorbereitet und ich wünsche das ihr mich begleitet. Natürlich um mich vor möglichen Gefahren zu beschützen. er öffnete die rechte Hand und liess von seinem Kinn ab. Dem Drang auf & ab zu laufen konnte er aber kaum entgegenwirken. Es kam irgendwie automatisch über ihn.

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BeitragThema: Re: Hafendistrikt   Sa Aug 22, 2015 2:19 pm

Sie hörte ihm gewissenhaft zu. Ja beinahe interessiert. Aber das war sie nicht. Sie war nur darauf erpicht zu erfahren was sie damit zu tun haben würde.
"Natürlich Lord Baelish.", sagte sie lauernd. "Ich werde Euch begleiten, auch wenn ich noch nicht im grünen Tal war und mich dort nicht auskenne."
Nach ihren Worten ging sie langsam und geschmeidig auf ihn zu, wie ein Raubkatze, legte eine Hand kurz an seine Wange und lächelte, beinahe so wie am letzten Tag, bevor sie ihn geküsst hatte. Sie liebte es wenn Männer wegen ihr eine Gänsehaut bekamen.
Kurz sah sie ihm tief in die Augen nur um ihn dann wieder los zu lassen.
"Auch wenn man es nicht sieht, bin ich bestens ausgerüstet um Euch mit meinem Leben zu beschützen, Mylord.", flüsterte sie nun schon mehr fürsorglich statt gefährlich und ließ dann von ihm ab, um zum Fenster zurückzugehen.
"Wann erwartet Ihr mich beim Schiff?", fragte sie noch, bevor sie aus dem Fenster steigen würde.
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BeitragThema: Re: Hafendistrikt   Sa Aug 22, 2015 2:43 pm

Er spürte wie sie näherkam, verzog diesmal jedoch kaum eine Mine...Er war nicht in der Stimmung um auf weibliche Reizungen zu reagieren... allerdings sah er ihr tief in die Augen und man merkte ,dass er bereits etwas plante... er rührte sich kaum ,bis sie sich löste. Wenigstens hielt sie ihn kurz so still. Bevor er wieder begann herumzugeistern in seinem Zimmer/Büro.

Das wird sich ändern. Ihr werdet euch diesmal alles in Ruhe ansehen. Besonders Hohenehr. Aber ihr werdet nichts unternehmen, ausser es entstehen besondere Umstände. Falls ich gefangengenommen werde oder verletzt werden sollte, zähle ich auf meine Leibwache um mich vor weiterem Schaden zu bewahren. Doch wir machen keinen ersten Schritt. Wir sehen uns an wie die Situation sich entwickelt. Haltet Ausschau nach einem guten und geschützem Scharfschützen Platz... wir haben einiges zu tun.... und können uns keine Fehler leisten. sagte er.

Wir reisen zu Land. sagte er. Seine Kutsche würde ihnen als Gefährt dienen, während sie eskortiert wurden von 50 Getreuen.

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BeitragThema: Re: Hafendistrikt   Sa Aug 22, 2015 3:11 pm

Milah hörte ihm diesmal aufmerksam zu. Irgendetwas führte Kleinfinger doch im Schilde! Sie musste nur herausfinden was es war. Sie hasste es in ein Spiel rein gezogen zu werden, von dem sie die Regeln nicht kannte.
"Wie Ihr wünscht Lord Baelish. Ich werde mein Pferd vorbereiten und Euch so eskortieren. Ich verspüre nicht den Wunsch mir mit Euch eine Kutsche zu teilen.", sagte sie zu ihm gewandt und neigte leicht das Haupt. Sie würde sich ihm unterordnen, solange sie auf der Reise waren, aber sie würde sich nicht alles gefallen lassen, das musste er wissen. Und sie war sich sicher, dass er es wusste, denn ansonsten wäre er ziemlich dumm zu glauben sie würde sich ohne wenn und aber unterordnen und behandeln lassen wie einen Hund, den man herbeirufen konnte. Nein so war sie nicht und würde sie auch nie sein, so viel stand fest.
"Ich versuche mich zurückzuhalten, Mylord. Ich bin immer hinter Euch.", sagte sie noch, bevor sie aus dem Fenster rauschte, unbemerkt, wie eh und je.

Es war frisch geworden, auch in Königsmund. So war sie ziemlich froh sich ein paar unnütz erscheinende Bahnen Stoff zusätzlich angezogen zu haben. Es würde sonst zu Pferd ziemlich kalt werden. Aber Milah war es nicht anders gewohnt, war sie doch selbst im Norden groß geworden und kam mit dem rauen Wetter gut zurecht. Schon war sie bei den Ställen, sattelte und zäumte ihren Hengst Assam, legte ihm beruhigend eine Hand auf den starken Hals und flüsterte ihm zu.
"Es geht auf eine Reise, mein Freund. Nur sind wir diesmal nicht allein." Das kluge Tier spitzte die grauen Ohren und sah zu ihr. Sein Blick sagte ihr, dass er verstanden hatte und er ließ sich ruhig aus dem Stall führen, wo sie ihn in die Nähe der Kutsche lenkte und ihn streichelnd auf den Lord und sein restliches Gefolge wartete, aber nur Augen für ihr Pferd hatte, zumindest für einen Moment.
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Ystera Strom

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BeitragThema: Re: Hafendistrikt   Sa Aug 22, 2015 4:13 pm

Kaum war Ystera auf Lord Petyr Baelish getroffen, hatte sich ihr Leben verändert. Am Anfang war sie sich nicht einmal sicher, ob sie seinem Angebot nachkommen sollte, aber war dann froh, dass sie es angenommen hatte. Denn so war sie in Sicherheit. Sonst wäre sie sicher irgendwann auf den Straßen von Königsmund getötet oder vergewaltigt wurden und beides wollte sie sich ersparen. Zumal die Straßen der Stadt nicht gerade die Saubersten waren und man sich mit einer Menge von Krankheiten anstecken konnte. Sie war dem Lord sehr dankbar und auch dafür, dass er sie auf eine Reise mitnahm. Endlich kam sie aus der Hauptstadt heraus und weg von Olyvar. Diesen fand sie unsympathisch und konnte ihn nicht ersehen. Wer wusste denn was er sich dachte, wenn er Ystera sah? Ros teilte ihr mit was der Lord vor hatte und kurz Zeit später packte sie alles was sie brauchte und es war eigentlich nichts. Denn sie hatte Nichts. Brauchte sie überhaupt etwas? Sicher war sie sich nicht. Denn normalerweise reiste sie nicht durch Westeros.

Als sie sich dann auf den Weg zum Hafen begab, überkam sie ein Gefühl von Glück. Glück von Olyvar getrennt zu sein. Sie hasste ihn und würde sich wohl nie wirklich mit ihm anfreunden können. Wie dem auch sein, kam sie nach einer Weile am Hafen an und erblickte schon eine Kutsche. Sie war wirklich schön. Vielleicht empfand es Ystera auch einfach nur so, weil sie wenig Kutschen gesehen hatte in ihrem Leben. Daneben war eine Lady auf einem Pferd. Die kannte sie nicht. Als sie vor Kleinfinger halt machte, knickste sie und begrüßte ihn. "Lord Baelish? Danke für die Ehre sie begleiten zu dürfen!" Dann wandte sie sich an die Frau. " Seid auch ihr gegrüßt MyLady!"

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Petyr Baelish

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BeitragThema: Re: Hafendistrikt   Sa Aug 22, 2015 4:24 pm

Baelish trat hinaus ins Freie und auf seine Kutsche zu, als Ystera auch auftauchte. Noch gerade rechtzeitig. Baelish lächelte. und neigte sein Haupt kaum merklich...

"Ystera, schön euch zu sehen. Dies ist Milah, sie wird uns begleiten." Er stellte sie beide kurz vor, die anderen waren nicht so wichtig und Ros kannte sie ja schon. Diese lächelte sie ein wenig an und musterte sie erstmal..so wie immer. Sie hatte nichts... Zum Glück war man auf sowas vorbereitet, zumindest würde sie nicht erfrieren oder Hunger leiden.

"Ich brauche eure Hilfe auf dieser Reise" sagte er. Alles weitere würde er ihr in der Kutsche erklären. Zuviele Ohren waren hier überall... Königsmund war im Grunde nirgends sicher. Wenn man ausserhalb schon fast nirgends wirklich sicher sein konnte, das keine Spione lauschten.

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BeitragThema: Re: Hafendistrikt   Sa Aug 22, 2015 7:20 pm

Kaum war Milah kurz in ihre Gedanken versunken, tauchte auch schon Lord Baelish und eine Fremde auf. Da passte man mal einmal nicht auf...
Milah hob nur leicht den Kopf, als die Fremde zu ihr herantrat. Als diese sie als "Mylady" ansprach musste sie sich ein Augenbraue hochziehen verkneifen. Sie war ja alles mögliche, aber ganz sicher keine Lady. Lord Baelish stellte sie einander vor und auch Milah zog es in diesem Augenblick vor zu knicksen, bevor sie sich, da es ladyliker erschien, auf ihr Pferd helfen ließ. Das musste sie nicht sonderlich üben und hätte es natürlich sonst auch allein geschafft. Allerdings wollte sie die höflichen Manieren irgendwie wahren. Erfolgreich oben angekommen nahm sie die Zügel auf und Assam schnaubte, wölbte seinen starken, massigen Hals und scharrte mit dem Vorderhuf.
Andere Reiter wären jetzt genauso nervös geworden wie das Tier, doch Milah wusste das Assam keineswegs nervös, mehr jedoch aufgeregt war.
"Mylord, Mylady, Ihr solltet einsteigen bevor der Tag endet.", sagte sie zu Kleinfinger und Ystera hinab. Ihre Sinne waren schon wieder geschärft und sie sah, dass die Kutsche einiges an Aufsehen erregt hatte. Das gefiel ihr ganz und gar nicht und sie würde lieber sehen, dass die beiden schnell einstiegen und sie abfahren konnten.
Lord und die Frau stiegen nun schließlich ein und die Türen schlossen sich. Kaum war dies geschehen, trieb Milah Assam leicht an und flankierte somit die geschlossene Kutsche, ritt direkt neben der Tür her, damit sich niemand unerwünschtes Zutritt verschaffen könnte, würde aber, sobald das Gelände etwas weiter wurde, etwas von der Seite weichen und auch zwischendurch Mal nach vorn reiten oder sich zurückfallen lassen, allein um möglichen Spuren auf die Schliche zu kommen.
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Petyr Baelish

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BeitragThema: Re: Hafendistrikt   So Aug 23, 2015 3:10 pm

Ystera durfte als erste einsteigen. Lord Baelish stimmte Milah zu mit einem leichtem nicken und einem gepresstem Lächeln... Bald darauf stieg auch er ein und die Türe schloss sich, bevor sich der Trupp in Bewegung setzte und Königsmund verliess.

tbc. : Bluttor
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Caryn Forestyr
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BeitragThema: Re: Hafendistrikt   Mo Mai 23, 2016 11:35 pm

First post of Caryn Forestyr

In dieser Nacht würden einige Leute sterben. Caryn Forestyr würde nicht zu ihnen gehören. Sie würde sie töten. Zumindest war das der Grund, warum sie zu solch später Stunde noch durch die Straßen des Hafenviertels lief. Noch hatte sie keinerlei Vorstellungen, wer diese Nacht nicht überleben würde, aber das konnte sich bald ändern.
Im Hafenviertel von Königsmund war sie das erste Mal, seit sie ihre nächtlichen Streifzüge durch die Stadt begonnen hatte. Der erste Mann war im Flohloch gestorben, nachdem er versucht hatte, ihr die Geldbörse abzunehmen, die Caryn demonstrativ am Gürtel trug. es war ein schneller Tod gewesen und er hatte sie kaum befriedigt. Am nächsten Tag war sie wieder im Flohloch gewesen. Da war es ein kleines Mädchen gewesen. Die Menschen in dieser Stadt gierten nach Geld und Lebensmitteln, dass sie alles taten. Wäre das Mädchen in ihr mehr als nur eine unbeteiligte Zuschauerin, hätten diese Menschen ihr sogar leid getan.
Doch das naive Gör sagte nichts, gar nichts, seit sie auf Harrenhall von dem Tod des Jungen Wolfes erfahren hatte. Sie hatte jegliche Kontrolle aufgegeben, ließ sie tun, was sie wollte. Es war ein seltsames Gefühl der Freiheit, nicht mehr an dieses Mädchen gebunden zu sein. Andererseits machte es ihr auch Sorgen. Dieses dumme Kind trauerte, dass war ihr klar, aber irgendwo tief im Inneren war ihr auch klar, dass sie ohne sie nicht überleben konnte. Jeder Mensch musste kontrolliert und gezügelt werden, wenn er seine animalischen Triebe ausführte, und diese Kontrolle war stets das Mädchen gewesen. Doch jetzt war sie untergetaucht, schaute zu und verharrte in eisigem Schweigen.
Das hatte Caryn bereits in Schwierigkeiten gebracht. Der letzte Tote im Flohloch war zu brutal gestorben. Kastriert, das Auge ausgestochen und dann zum Verbluten liegen gelassen. Das sah nicht mehr nach einem gewöhnlichen Todesfall aus und die Leute waren misstrauisch geworden. Deshalb war Caryn heute im Hafendistrikt.
Es machte kaum einen Unterschied. Das Viertel war für den Abschaum wie das Flohloch auch. Es roch nach schmutzigen, hungrigen Menschen und Scheiße. Es roch nach Leid. Und auch hier waren die Diebe und Vergewaltiger nicht weit, ließen sich von Caryns betont unschuldigem Verhalten täuschen und hatten eben diesen überraschten Gesichtsausdruck, wenn sie starben. Das hoffte Caryn zumindest. Es war ermüdend, das unschuldige Lamm zu spielen und der Geruch war beinahe unerträglich.
Bisher hatte ihr auch noch niemand Beachtung geschenkt. Die Messer in ihren Stiefeln drückten kühl gegen ihre Haut und ihre Hände kribbelten. Sie wollte die Waffen benutzen, verletzen, verstümmeln, töten. Doch es musste jemand sein, der es zumindest ansatzweise verdient hatte.
Als auch nach einer halben Stunde noch nichts geschehen war, entschloss sie sich, einen Schritt weiter zu gehen. Hallo?, rief sie mit betont zittriger Stimme. Ich habe mich verlaufen. Kann mir irgendwer helfen?
Keine fünf Minuten später hörte sie leise Schritte am Ende der Gasse. Caryn lächelte. Dann konnte es also losgehen.
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Dannyl Nahyris

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BeitragThema: Re: Hafendistrikt   Di Mai 24, 2016 1:04 am

First post of Dannyl Nahyris

Es war ein Abend, wie jeder andere, ich schlich mich durch die Straßen und suchte nach irgendeinem Opfer, dem ich sein Hab und Gut abnehmen konnte. Nicht wenige hatte ich in dieser Nacht schon gestohlen, es war wirklich erstaunlich, wie wenig die Leute selbst in diesen Vierteln ihr Heim vor Einbrechern schützten. Mein Plan war es fürs Erste aus Königsmund zu verschwinden, zu viele suchten mittlerweile nach mir und es war wohl das Schlimmste für einen Dieb gesucht zu werden. Mit beschwingtem Schritt ging ich die durch die Gassen des Hafendistrikts, an den etwas strengeren Geruch hatte ich mich in den letzten Tagen schon gewohnt, doch wenn es ein heißer Tag, wie heute gewesen war, mussten selbst die robustesten Fischer ihre Nasen verdecken. Es war schon Spät, der Mond stand hoch am nächtlichen Himmel und viele trieben sich noch auf den Straßen herum und genossen die schwüle Nacht. Sehr zu meinem Vergnügen, die meisten hatten zwar nicht genug als dass sich meine Mühen lohnen würden, doch allein des Spaßes Willen hatte ich mich doch dazu entschlossen meinen Schabernack mit ihnen zu treiben. Einige einfache Taschenspielertricks vorgezeigt und angetrunkene Seefahrer waren begeistert und schon kam man ins Gespräch. Es half oft sich mit Menschen zu unterhalten, ich gab mich oft als jemand anderes aus und dann genau bescheid zu wissen, wie dieser Typ Mensch sprach, sich verhielt, oder schlichtweg den Tag über tat, das konnte den Unterschied zwischen Erfolg und Niederlage bedeuten. Es war mehr als peinlich auf zu fliegen, mit ein Grund, warum ich Königsmund verlassen wollte. Zu viele kannten mich, zu viele hatte ich schon über den Tisch gezogen und jetzt, das auch noch die Behörden nach mir suchten wurde es wohl höchste Zeit. Langsam näherte ich mich den etwas stilleren Gebieten des Hafendistrikts und sah mich interessiert um. In manchen Häusern waren unerwartete Schätze versteckt, manchmal fand sich auch ein nur sehr leicht bewachtes Lager, in dem sich kostbares aus den fernen Ländern befand. Mein Abend sollte dann doch etwas anders verlaufen, denn meine Ohren vernahmen etwas. Einen Ruf, einen Schrei einer jungen Frau. Oh Dannyl, das ist dein Glückstag! Eine holde Maid, die nur auf Rettung wartet und ganz zufällig ist ein netter Fischer in der Nähe, der sie aufgabelt. Mit schnellen Schritten lief ich den Rufen entgegen und ging im Kopf noch einmal meine Rolle durch. In letzter Zeit hatte ich die Fischer der Stadt studiert und wusste, wie ich sie überzeugend spielen konnte, oft genug getestet hatte ich dieser Rolle ebenfalls, also durfte kaum etwas schief gehen. Ich bog um eine Ecke und schon sah ich die Frau, die um Hilfe geschrieen hatte. Mit einem freundlichen Lächeln kam ich auf sie zu. "Was macht ihr denn hier draußen, diese Gegend kann für jemanden wie euch sehr gefährlich sein, vor allem zu dieser Stunde.", rief ich ihr zu, während ich auf sie zuging. Sie schien mir nicht sehr viel bei sich zu haben, doch schließlich fiel mein Blick auf ihre Geldbörse, die sie schon fast zu auffällig am Gürtel trug. In kaum einer Sekunde hatte ich die Lage erkundet und mir einen Plan zurecht gelegt. "Kommt, ich führ euch zurück." Meinte ich schließlich immer noch freundlich grinsend und mit dem leichten Akzent der Seeleute hier am Hafen.

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"Ich bin zwar ein Dieb, aber ein ehrlicher, möchte ich behaupten"
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Caryn Forestyr
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BeitragThema: Re: Hafendistrikt   Di Mai 24, 2016 5:01 pm

Die Schritte, die sie gehört hatte, kamen von einem Mann, der die Gasse herunterkam. Sofort unterdrückte Caryn ihr kleines Lächeln, setzte eine teils ängstliche, teils misstrauische, teils erleichterte Miene auf und musterte ihn. Er war klein, kaum größer als sie und ärmlich gekleidet. Sein Haar war braun und viele Strähnen verfilzt, ein Dreitagebart zierte sein Gesicht. Seine Augen konnte Caryn in der Dunkelheit kaum erkennen, doch das, was sie sehen konnte, reichte, um sie davon zu überzeugen, dass sie diesen Mann nicht leiden konnte. Auch glaubte sie nicht, dass er gekommen war, um ihr zu helfen. Sie schätzte ihn entweder als Räuber oder Vergewaltiger ein, je nachdem als was er sich entpuppte, würde sie ihm die Finger oder seine Männlichkeit nehmen, ehe Caryn ihn tötete. Es war der einzige Deal auf den das Mädchen sich eingelassen hatte, als sie noch ein wenig mehr getan hatte als nur zu schauen. Wenn schon töten, dann sollen es die richtigen sein, hatte sie verlangt. Caryn hatte diese Forderung darauf herunter gehandelt, den entsprechenden Tätern ihre Strafe zukommen zu lassen, bevor sie sie tötete.
Der Mann kam näher und begann mit dem Akzent eines Seemannes mit ihr zu sprechen. Jetzt konnte Caryn das angeblich freundliche Lächeln auf seinen Lippen sehen. Es kam ihr irgendwie gekünstelt vor.
Sie wollte ihm gerade antworten, hatte den Mund schon geöffnet, als das Mädchen aus ihrer Position der stillen Zuschauerin hoch schnellte. Robb, war ihr einziger Gedanke. Innerlich verdrehte Caryn die Augen. Das ist nicht Robb, Liebes. Sie sprach das Mädchen stets mit Liebes an. Kurzes Schweigen. Dann: Ich will nicht, dass du ihn tötest. Der Mann schien auf eine Antwort zu warten. Hör mal, Liebes, das können wir gleich ausdiskutieren, aber momentan bin ich beschäftigt. Das Mädchen schwieg. Typisch für sie, genau in den Momenten einzugreifen, in denen es brenzlig wurde und sie beide aufzuhalten.
Caryn trat einen Schritt zurück, als würde sie dem Mann nicht ganz trauen, wippte dann aber scheinbar unsicher auf den Fußballen. Ich habe mich verlaufen, wisperte sie schießlich. Würdet Ihr das wirklich tun? Mein Vater ist auf einem Schiff am Hafen. Sie heißt Lady Maryanne. Aber ich weiß nicht mehr, wie man zum Hafen kommt. Sie ließ ihre Stimme extra weinerlich und ängstlich anhören, wie eine kleine Lady, die ihr ganzes Leben nur verhätschelt worden war und so ein grundlegendes Gefühl wie Misstrauen kaum kannte.
Die Geschichte von dem Schiff war natürlich ausgedacht, wobei die Lady Maryanne tatsächlich im Hafen lag. Caryn hatte dies nachgeprüft. Nicht, dass die Leute misstrauisch wurden, bevor der eigentliche Spaß überhaupt anfing.

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BeitragThema: Re: Hafendistrikt   Di Mai 24, 2016 10:40 pm

Das Licht des Mondes fiel auf das Gesicht der jungen Frau und langsam konnte ich auch mehr von ihrem Gesicht erkennen. Sie schien in etwa in meinem Alter zu sein, hatte braune Haare, wohingegen ihre Augen mir in einem dunkelgrau entgegenschienen. Mit wenigen Zentimetern überragte ich sie noch, was bei meiner Größe seltener der Fall war, als es mir leib war. Es war wirklich überraschend, wie groß die Frauen in Königsmund waren, ich traute mich es nicht einmal ausmalen, wie groß die Frauen dort sein würden. Mein freundliches Lächeln hatte sich, während sie sprach in ein ernst, besorgtes Stirnrunzeln verwandelt. Sie schien wirklich sehr verwirrt zu sein, jedenfalls kam es mir so vor und was wäre ich denn für ein Mann, wenn ich ihr nicht helfen würde. Als sich mein Mund wieder öffnete, sprach ich wieder als der freundliche Fischer und ging die ersten Schritte. "Die Lady Maryanne?" Ich kannte das Schiff, es war vor einigen Tagen hier im Hafen gelandet und war reich beladen mit Ware aus Essos. Zu meinem Missvergnügen war sie aber auch sehr gut bewacht und allein würde ich es kaum schaffen mich dort hinauf zu schleichen. Ich war gut, aber auch ich hatte meine Grenzen. Ein nachdenkliches Nicken später erhob ich erneut die Stimme, die merkwürdig laut in der leisen Gasse klang "Kommt mir bekannt vor und der Hafen ist auch nicht weit, kommt!" Und damit machte ich mit langsamen Schritten auf und bedeutete ihr mit einer einfachen Handbewegung mir zu folgen. Vielleicht ist sie ja doch mehr wert, als das Geld, das sie bei sich trägt... Ihrem Tonfall zu Urteil war sie ein verwöhntes Mädchen eines reichen Händlers und wenn ich Glück hatte liebe ihr Vater sie genug, um etwas von seiner Ware, als Auslöse springen zu lassen. Doch irgendetwas lies mich dennoch misstrauisch bleiben, irgendetwas an ihr passte nicht. Sie mochte sich wie ein verzogenes Gör anhören, doch wenn man sie etwas genauer betrachtete passte ihre Erscheinungsbild nicht zum Rest. Sie trug kein Kleid, das allein war schon höchst selten und vorhin, als es eine kurze Pause gegeben hatte, hatte ich einen merkwürdig bedrohlichen Ausdruck auf ihrem Gesicht gesehen. Ach, bild dir doch nichts ein! Sieh sie dir doch mal an! Ja, auf den ersten Blick sah sie wirklich nicht aus, als wäre sie eine große Bedrohung. Ich bog um die erste Ecke und schlug den direkten Weg zum Hafen an, nur schlug ich hin und wieder etwas abgeschiedenen Wege ein. "Ist euer Vater ein Händler?", fragte ich schließlich und warf einen Seitenblick zu ihr. Ich kannte die Gegend mittlerweile in und auswendig und wusste, wo die beste Stelle war, um ihr das kleine Säckchen abzunehmen. In meinen Gedanken spukte immer noch der Gedanke sie zu benutzen, um an Bord der Lady Maryanne zu kommen, doch dafür musste sie mir erst bestätigen, dass meine Vermutung stimmte.

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BeitragThema: Re: Hafendistrikt   Mi Mai 25, 2016 3:56 pm

Kein Versuch, sie in irgendeiner Form zu berauben. Keine gierig schleimigen Blicke, die den Mann als Vergewaltiger enttarnen würden. Entweder war er tatsächlich der Verbrecher, für den Caryn ihn hielt, und er spielte seine Rolle so gut, dass nicht einmal sie einen Kratzer in der Fassade erkennen konnte, oder er war wirklich ein freundlicher fischer, der ihre Worte für bare Münze nahm. Dieser Verdacht verstärkte sich noch, als er ihr mit sanfter Stimme anbot, sie zum Hafen zu bringen. Zu dem Schiff, auf dem sich angeblich ihr Vater befand. Und wenn er nun tatsächlich unschuldig war? In jedem anderen Fall hätte Caryn ihn sofort getötet, ob unschuldig oder nicht, denn er drohte, ihre Tarnung zu entdecken. Aber das Mädchen war wieder wach und hatte einen Narren an diesem Kerl gefressen. Sie würde gewiss eingreifen, wenn Caryn ihm die Kehle aufschneiden wollte.
Unschlüssig folgte sie dem Mann durch die verwinkelten Gassen und mit jeder Abzweigung wurde sie sich sicherer, dass er keinesfalls der unschuldige freundliche Fischer war. Zwei Tage lang war Caryn durch diese Gassen gelaufen, hatte jeden weg genommen und überprüft, um einen möglichen Fluchtweg zu kennen, sollte es brenzlig werden. Sie hatte den Weg zum Hafen gekannt, und das hier war sicher nicht der direkte. Das alleine bestätigte ihren Verdacht nicht, mehr die Tatsache, dass der Mann die dunklen, engen Gassen nahm. Gassen, in denen man jede Art von Verbrechen begehen konnte, ohne dass irgendwer darauf aufmerksam wurde.
Diese Erkenntnis besserte Caryns Stimmung ungemein auf. Dann würde es heute wohl doch noch einen Toten geben.
Die Frage nach ihrem angeblichen Vater traf sie unerwartet. So weit hatte sie ihre kleine Geschichte nicht entwickelt. Immerhin wusste Caryn, dass die Lady Maryanne aus Braavos kam. Daran konnte man anknüpfen. Schade nur, dass sie nicht von Anfang an einen bravosischen Akzent in ihre Stimme gelegt hatte, sonst hätte sie sich leicht als Händlerstochter ausgeben können. Aber so musste sie tricksen. Und es musste eine gute Geschichte sein, denn der Mann durfte nicht misstrauisch werden. Das verdarb den ganzen Spaß.
Nein, mein Vater ist kein Händler. Meine Familie ist entfernt verwandt mit den Manderly von Weißwasserhafen. Wir wohnen in einer kleinen Burg an der Küste, aber der Norden ist nicht mehr sicher. deshalb will mein Vater mich nach Braavos bringen. Wir werden mit der Lady Maryanne dorthin segeln. Caryn legte ein wenig stolz in ihre Stimme und Sehnsucht. Es sollte den Anschein haben, als vermisse die kleine Lady ihre Heimat.
Dann schob sie ein ängstliches: Ist es noch weit? hinterher.

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BeitragThema: Re: Hafendistrikt   Do Mai 26, 2016 4:11 am

Geduld. Geduld war wohl das alles Wichtigste bei solchen Überfällen, zu meinem Glück hatte ich diese über die Jahre antrainiert und so schnell konnte mich nichts langweien. Glücklicherweise war meine Begleiterin keine große Quasselstrippe, die mir Geschichten über ihre Familie, oder sonst noch was erzählte, während ich nur sehnsüchtig auf den richtigen Moment wartete. Gut, bei ihr würde ich es durchaus begrüßen, wenn sie mir etwas genauer erzählen würde, was ihr Vater denn so trieb, denn es konnte entscheidend für mein weiteres Vorgehen sein. Missmutig stellte ich fest, dass ihr Vater kein Händler war, also keine teure Wahre für mich, doch so wie sich das anhörte besaß ihr alter Herr durchaus Geld und das war mindestens genau so gut. Wir kamen in einer dunklen Gasse ein, sie war perfekt und nicht selten hatte ich sie in den letzten Wochen für einen Überfall dieser Art genutzt. "Ihr seid also eine Lady, ja", frage ich interessiert und mit etwas Ehrfurcht in der Stimme. Meine rechte Hand, die von ihr abgewandt war, glitt unter mein Hemd, wo ich meinen treuen Begleiter versteckt hatte und machte mich bereit. Ich seufzte einmal und sah ihr in das hübsche Gesicht. "Dann tut mir das hier schon fast Leid..." Mit einem Ruck zog ich den Dolch aus seinem Versteck, legte ihn auf ihre Kehle und drückte sie gegen die Wand der engen Gasse. Das schwache Mondlicht erfasste die Szene kaum und ließ alles nur schemenhaft und gespenstisch aussehen, während es kaum genug Helligkeit spendete, um Einzelheiten eines Gesichts zu erkennen. Das war das Perfekte an dieser Gasse, selbst wenn jemand zu ihrer Rettung kam, was allein schon höchst unwahrscheinlich war, konnte er mich nicht erkennen. Die einzige Angabe wäre meine geringe Körpergröße und dies würde kaum zu mir führen. Nur einige Fackeln der Hauptstraße des Hafens erhellten den Eingang der Gasse und ließen erahnen, wo es weiter gehen würde und die junge Lady konnte ihren Weg schon allein zurück finden, ich war doch kein Unmensch, der ein so hübsches Ding völlig orientierungslos stehen lassen würde. Meine linke Hand griff schnell nach ihrer Geldbörse, die sie am Gürtel trug und nahm sie mit einem zuckersüßen Grinsen an mich.

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BeitragThema: Re: Hafendistrikt   Do Mai 26, 2016 9:57 pm

Caryn spürte die Anspannung in seinem Körper und da wusste sie, dass er etwas vorhatte. Wie zufällig stolperte sie und kam kurz darauf wieder nach oben, doch jetzt steckten ihre Messer in den Ärmeln statt in den Stiefeln. Ihm schien es nicht aufzufallen. Gut. Je länger die Maskerade blieb, desto spaßiger würde das Ganze werden. Mit Mühe musste Caryn ein Lächeln unterdrücken. Von nun an würde sie stets in den Hafendistrikt kommen, um ihrem Blutdurst nachzukommen.
Als er sie plötzlich gegen die Hauswand drückte und ihr einen Dolch an die Kehle hielt, war ihr überraschtes Aufkeuchen nur zum Teil gespielt. Er war schneller, als Caryn gedacht hatte. Jetzt musste sie sich also überlegen, wie sie den Dolch an ihrer Kehle los wurde. Das war nicht unmöglich, in Wahrheit sogar eine Herausforderung. Caryn entschied, dass dies der interessanteste Abend des gesamten letzten Monats war.
Sie würde Zeit brauchen, das wusste sie. Daher spielte sie vorerst noch ihre Rolle. Was tut Ihr, Ser?, fragte sie mit Angst in der Stimme.
Das Geheimnis war, ihn sich so sicher fühlen zu lassen, dass er von keinerlei Gegenwehr ausgehen würde. Also verharrte Caryn in ihrer ängstlichen Position, während sie langsam das Messer aus ihrem rechten Ärmel gleiten ließ. Sie umgriff es mit den Fingern, ehe es zu Boden fallen konnte.
Es war anstrengend, einem Menschen längere Zeit ein Messer an die Kehle zu drücken. Das wusste sie aus Erfahrung und so war sie bnicht wirklich verwundert, dass der Druck an ihrem Hals geringer wurde. Ganz im Gegenteil, sie hatte nur auf diesen Augenblick gewartet. Gleichzeitig griff der Mann mit links nach der Geldbörse an ihrem Gürtel.
Ihre rechte Hand und ihr Knie fuhren gleichzeitig hoch. Beide trafen - das Knie mit voller Wucht in seine Genitalien, die Rechte Hand mit dem Knauf des Messers in die Sehnen des Handgelenkes. Seine rechte Hand öffnete sich reflexartig, der Dolch fiel klirrend zu Boden.
Caryn fuhr herum und drückte den Dieb gegen die Wand, jetzt ihrerseits ein Messer an seine Kehle haltend, ihr Knie zwischen seine Beine geschoben, bereit noch einmal zuzustoßen, sollte er Ärger machen. Ihr Atem ging kaum schneller, der kurze Kampf hatte sie kaum beansprucht.
Damit habt Ihr nicht gerechnet, Ser, habe ich Recht? Der ängstliche Ausdruck war ganz aus ihrem Gesicht verschwunden, das grausame Lächeln hatte wieder einen Platz auf ihren Lippen gefunden und den Titel Ser sprach sie so sarkastisch aus, dass er geradezu lächerlich wirkte. Was mache ich jetzt nur mit Euch? Wie Ihr wisst komme ich aus dem Norden. Dort haben lange Zeit andere Gesetze gegolten. Dieben und Räubern werden dort die Finger abgeschlagen. Man hat es stets mit einem scharfen Schlachtermesser gemacht, alle fünf an einer Hand auf einmal. Man fühlt es kaum, behaupten die Leute. Zu schade, dass ich nur ein gewöhnliches Messer bei mir habe. es wird länger dauern, schmerzhafter sein und vor allem muss ich mir jeden Finger einzeln vornehmen. Ihr habt doch in dieser Nacht nichts mehr vor, oder? Wir könnten hier etwas länger beschäftigt sein.
Mit diesen Worten drückte Caryn ihm ihren Ellenbogen in den Adamsapfel, hielt mit der linken Hand sein rechtes Handgelenk fest und setzte das Messer am kleinen Finger an. Dann begann sie - beinahe zärtlich - zu sägen. Ein kleiner Blutstropfen rollte die Hand des Mannes hinab. Caryn wollte gerade zum Sprechen ansetzen, als...

Ich konnte nicht länger zusehen. Es war eine Sache, mit der Hilfe des Monsters zu überleben, eine ganz andere jedoch, ihr dabei zu zu sehen, wie sie unschuldige Menschen grausam tötete. Aber sie war so stark. Es gab kaum eine Möglichkeit gegen sie anzukommen, besonders jetzt, wo sie ganz in ihrem Element war. Aber ich musste, ich konnte das nicht länger mit ansehen, vor allem nicht bei ihm, der Robb so ähnlich sah...
Meine ersten Vorstöße spürte sie nicht einmal, so sehr war sie beschäftigt. Doch als ich härter auf sie eindrängte, leistete sie Widerstand. Sie war stärker als ich, war es immer gewesen. Ich sollte aufhören. Es brachte nichts. Aber ich konnte nicht mit dem Wissen leben, einen weiteren Mann grundlos getötet zu haben.
Mit einem kleinen Schrei in meinem, unserem Kopf drängte ich sie mit einer solchen Wucht beiseite, dass sie sich kaum wären konnte und plötzlich hatte ich die Kontrolle. Noch mehr Blut lief den arm des Mannes herab. Abrupt riss ich das Messer zurück.
Und ich wusste, dass das Dunkelgrau meiner Augen in beinahe silberfarbenes Hellgrau gewechselt war.

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BeitragThema: Re: Hafendistrikt   Sa Mai 28, 2016 6:04 pm

Fast schon musste ich lachen, als sie mit ihrer zittrigen leisen Stimme, fragte, was ich tat. „Jetzt denk einmal scharf nach!“, forderte ich sie nur auf, während der Geldsack seinen Weg in die Tiefen meiner Tasche gefunden hatte. Immer wieder hatte ich es festgestellt, einem wurde der Arm recht schnell lahm, wenn man jemanden auf diese Art und weise bedrohte, doch da die kleine Lady zu verängstigt aussah, als dass sie einen Fluchtversuch starten würde, ließ ich den Druck ein klein wenig nachlassen. Ein großer Fehler, wie ich kurz darauf feststellen musste. Mit einem mal explodierte Schmerz zwischen meinen Beinen und ich zuckte vor Schmerz stöhnend zusammen. Kleine schwarze Punkte tanzten vor meinem Blickfeld und Tränen traten in meine Augen, während ich meine Hand reflexartig öffnete und den Dolch fallen ließ. Ehe ich richtig denken konnte, hatte sie mich an die Wand gedrückt und hielt nur mir ihr Messer an die Kehle. Ein Fluch kam mir über die Lippen und ich funkelte sie an. „So dreht sich der Spieß…“, presste ich immer noch unter Schmerzen hervor und versuchte mich auf den Beinen zu halten. Was? Nein! Nicht meine Finger! Diese verdammte Schlampe, das kann sie doch nicht machen! Mein Atem verschnellerte sich, als umgriff und anfing an meinem kleinen Finger zu sägen. Panik breitete sich in mir aus und ich wand mich unter ihrem Griff, ein leiser Schrei durchbrach die Stille der Nacht und ich spürte, wie das Blut meine Hand hinunterlief. „Warte, WARTE!! Ich geb dir das Geld zurück! Ich kann dir auch mehr geben, wenn du das willst! I-ich kann dir besorgen, was du willst, ich hab Beziehungen in der Stadt, egal was du willst ich besorgs dir! Argghhh! Scheiße! Du bekommst was du willst, wirklich alles verdammt!! BITTE!“ Ich wand mich weiter, versuchte mich irgendwie zu befreien und sie von meiner Hand weg zu bekommen. Meine Finger waren das wichtigste für mich, sie waren mein Arbeitswerkzeug, wenn man so wollte und ohne sie wäre ich verloren, doch ein Gefühl sagte mir sie würde nach meinen Fingern nicht aufhören. Flehen war eigentlich unter meiner Würde, doch wenn es um mein Leben ging ließ ich meine Prioritäten gern einmal fallen. Ihre Beine waren immer noch zwischen meinen und ich fürchtete sie würde meine Eier noch einmal quetschen, damit ich aufhörte mich zu bewegen und das würde mich möglicherweise ausknocken. Schwer atmend versuchte ich mich darauf vorzubereiten, was kommen würde und versuchte meinen Kopf klar zu bekommen, um einen Fluchtplan zu erstellen, als plötzlich…Der Druck erhöhte sich und ich schrie laut auf. Ich werde sterben! Scheiße! Das wars! Immer mehr Blut floss meinen Arm hinunter und ich wartete nur darauf, dass sie den Knochen brach und der Finger ab fiel. Mir wurde schlecht und schloss für einen Moment die Augen. Plötzlich war das Messer weg und ich riss überrascht die Augen auf. „Was ist? Ist dir das noch nicht Folter genug?!“ Bevor sie weiter machen konnte packte ich mit meiner blutigen Hand ihren Arm und entriss ihr das Messer und warf es weg. Was hier gerade vorging wusste ich nicht, warum hatte sie aufgehört?

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BeitragThema: Re: Hafendistrikt   Sa Mai 28, 2016 8:44 pm

Das reicht!, schrie die andere in meinem Kopf und prompt gehörte die Kontrolle wieder ihr. Ich konnte wieder einmal nichts machen, als nur zuzusehen...

Dieses dumme kleine Mädchen hatte sie doch tatsächlich in ihrer Arbeit gehindert und dem Mann die Chance gegeben, sich zu wehren. Jetzt dem Messer nachzurennen wäre Unsinn, der Mann weg, der Spaß vorbei. Was jetzt zählte, war eine schnelle Reaktion. Er durfte ihr nicht noch einmal entwischen. Ihm das Knie zwischen die Beine zu rammen hatte scheinbar nicht gereicht. Es war lustiger, wenn er bei Bewusstsein war, aber einen Fluchtversuch wollte Caryn nicht noch einmal ermöglichen. Diesmal flog ihr Knie ungleich höher, direkt in den Magen. Gleichzeitig schlug sie seinen Kopf mit aller Kraft gegen die Hauswand. Caryn stand über ihm und wollte gerade...

Ich wusste, was die andere vorhatte. Sobald er bewusstlos war, würde sie ihre blutige Arbeit fortsetzen, vielleicht sogar noch grausamer werden. Das konnte ich nicht zulassen. Ich war dieses ewige Blutvergießen leid.
Diesmal drängte ich die Andere mit voller Macht zurück. Sie wehrte sich, aber ich war durchaus in der Lage Rückgrat zu zeigen. Schmollend zog sie sich schließlich zurück.
Nun zu dem Mann. Ich wollte ihn nicht töten. Aber mein Geld wollte ich trotzdem zurück. Vorsichtshalber hielt ich ihm mein anderes Messer an die Kehle, griff in seine linke Hosentasche und steckte den kleinen Geldsack in mein Mieder. Er rutschte zwischen meinen Brüsten hinab.
Dann trat ich wieder einen Schritt zurück, um ihm zu zeigen, dass ich ihn nicht verletzen wollte. Es musste ihm komisch vorkommen, dieser plötzliche Wechsel.
Und was willst du jetzt machen, Liebes? Ihn gehen lassen?, fragte die andere im spöttischen Tonfall. Ja, gute Frage. Was jetzt? Dann viel mir wieder ein, was er gestammelt hatte. Du bekommst was du willst, wirklich alles... Was wollte ich? Aus dieser beschissenen Stadt heraus. Nach Hause.
Mir gefällt es hier ganz gut, keifte die andere. Und was wird aus deiner Rache?, fragte ich zurück. Sie schwieg.
Ohne den Mann aus den Augen zu lassen, hob ich erstmal seinen Dolch und mein anderes, blutbeflecktes Messer auf. Währenddessen überlegte ich mir die richtige Formulierung. Du willst ihm alles sagen, Liebes? Was, wenn er nicht zustimmt? Diesmal klang die Kritik beinahe wohlgemeint. Innerlich seufzte ich. Dann kriegst du meine Erlaubnis, ihn zu töten. Aber schnell. Die andere frohlockte in meinem Kopf.
Schließlich baute ich mich vor dem Dieb auf. Ich glaube, ich gehe auf Euer Angebot ein. Ihr habt mir versprochen, mir alles zu geben, erinnert Ihr Euch? Nun, ich werde hier in Königsmund gegen meinen Willen festgehalten. Ich darf nicht aus der Stadt heraus. Allerdings gibt es da ein paar Rechnungen zu begleichen. Ich strich mit einem Finger über meine Kehle, um ihm klar zu machen, was ich meinte. Hier kommt also mein Angebot: Ihr helft mir aus der Stadt heraus. Dafür lasse ich Euch Eure Finger und Euer Leben. Zusätzlich bekommt Ihr dreißig Goldstücke. Fünf in Anzahlung gleich, den Rest, wenn wir aus der Stadt heraus sind. Gold würde der einzige Weg sein, ihn wirklich an mich zu binden. Dann lächelte ich sanft, beinahe zärtlich. Wenn Ihr nicht darauf eingeht... Nun, dann werde ich Euch hier und jetzt töten.

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