Game of Thrones

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 Die Schöne und das Biest

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Kalya Rikke

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BeitragThema: Re: Die Schöne und das Biest   Sa Jun 24, 2017 8:12 pm

Ich musterte ihn und nickte leicht Das erklärt einiges... ich hoffe sehr, dass ihr bald wieder in eure Heimat könnt... Ich weiß, wie es ist, sich danach zu sehnen zuhause zu sein... kurz wurde klar, dass auch ich meine Heimat vermisste. Ich sehnte mich nach der Burg, meinem Vater, den Honigkeksen unserer Köchin.
Im Zelt angekommen warf ich Gorjon einen kurzen Blick zu Bist du jetzt meine Nanny oder was? brummte ich und begann die Socken zu stopfen. Ich gab mir große Mühe damit, schloss die Löcher und verstärkte die kaputten Stellen, sodass sie so leicht nicht mehr reißen konnten, legte dann die Socken zur Seite und legte mich hin. Auch wenn es mir widerstrebte zu tun was er mir befohlen hatte, es war ein langer Tag gewesen und ich war ziemlich müde, sodass ich schnell in einen tiefen schlaf fiel.
Sonderlich erholsam sollte er aber nicht werden, denn kurz nach Mitternacht wurde ich wieder unruhig, sprach sogar leise im Schlaf, versuchte mit Worten etwas zu vertreiben und rief um Hilfe.

Es war nicht nachts, und doch war es dunkel als wäre die Sonne schon versunken, da dicke Wolken den Himmel bedeckten und ein scharfer Wind um die Mauern der Burg pfiff, als wollte er sich einen Weg ins Innere schlagen. Ich lief durch die dunklen Gänge, auf der Flucht vor etwas, das mir dicht auf den Fersen war. Es war ein Mensch, ich hörte es an den Schritten, doch ich sah nichts. Nur der rasselnde Atem verriet mir, wie nah mein Verfolger bereits war, und immer wieder spürte ich, wie seine rauen, großen Hände mich streiften.

Jedes Mal, wenn mich im Schlaf die Hände meines Verfolgers mich streiften, warf ich mich im Schlaf unruhig herum und wimmerte leise vor Angst.

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Gorjon Rikke

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BeitragThema: Re: Die Schöne und das Biest   Sa Jun 24, 2017 8:27 pm

Der Krieger nickte leicht wehmütig und sah zu ihr hin. "Pass auf dich auf...", murmelte er sogar noch, kurz bevor sie Gorjon folgen musste. Letzterer war ganz und gar nicht begeistert davon das sie allzu lange mit den Männern sprach, aber auch zu angeschlagen um sich jetzt groß darum zu kümmern. "Deine Nanny?", grunzte er stattdessen ungehalten und schüttelte vehement den Kopf. "Hundemüde triffts eher...", grummelte er weiter, womit er für den Tag auch fertig mit der Welt war. Bei all der Müdigkeit dachte er schon gar nicht mehr an Kalyas unruhigen Schlaf, Gorjon war einfach schnell weggepennt und schnarchte wieder leise.
Erneut wurde der Nordmann mitten in der Nacht geweckt und er war anfangs noch verwirrter als beim ersten Mal. Stöhnend und völlig verschlafen blickte er sich um, da wurde er sich des vertrauten Klangs bewusst. Kalya wimmerte schon wieder ganz jämmerlich und er brummte leise einen Fluch, krabbelte dann aber zu ihr herüber. "Kalya! Es ist doch alles gut, dir passiert nichts. Du hast wieder einen Alptraum.", versuchte er sie zu beruhigen, anstatt sie anzuschnauzen, denn sein Schlaf war ihm allemal heiliger als alles Andere.
Mit einem weiteren Stöhnen legte er sich neben ihr hin, konnte schon wieder ihre Umrisse erkennen. "So geht das echt nicht weiter. Jede Nacht wimmerst und heulst du...", brummte er, durchaus genervt und vorwurfsvoll. Nach einem tiefen Seufzen gab er ihr eine weitere Decke und hielt dann den Blick auf sie gerichtet. "So... jetzt keine weiteren Ausreden mehr. Du hast Alpträume, das steht felsenfest.", meinte er und seine Stimme gewann allmählich wieder ein wenig an Lautstärke, auch wenn es verhältnismäßig doch noch ein Flüstern war. "Sag... was träumst du eigentlich?"
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Kalya Rikke

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BeitragThema: Re: Die Schöne und das Biest   Sa Jun 24, 2017 8:44 pm

Ich versuchte panisch zu fliehen, so viel Abstand zwischen mich und meinen Verfolger zu bringe, doch ich schaffte immer nur ein paar Meter zu gewinnen, ehe er wieder aufholte. Mittlerweile liefen mir Tränen über die Wangen, während ich immer weiter rannte. Schließlich kauerte ich mich in einem Zimmer hinter einen Schrank und wimmerte leise. Ich wurde jedoch gepackt und gegen die Wand gestoßen, mein Kopf kam hart auf und ich fiel in eine bodenlose Schwärze.

Ich erwachte mit einem Keuchen und fuhr hoch, blickte mich panisch um und versuchte mich zu beruhigen. Die Tränen auf meinen Wangen nahm ich kaum war, doch als ich merkte, dass Gorjon so nah neben mir war, entspannte ich mich langsam Du hast ja recht... flüsterte ich und fuhr mir durchs Gesicht und die Haare Seit meiner Kindheit habe ich diese Albträume... aber sie hatten eigentlich aufgehört... Ich... weiß nicht, warum sie wieder da sind... Man hörte mir meine Verzweiflung darüber deutlich an, die Träume machten mir wirklich Angst.
Ich.. ich war zuhause... es war Sturm, aber.. es war niemand da... aber irgendwer hat mich gejagt, die ganze Zeit durch die Burg... Ich konnte nicht entkommen, er war schneller als ich... Ich merkte kaum, wie ich bei der Erzählung wieder zu weinen begann, heiße Tränen rannen über meine Wangen und tropften auf meine Hände, die ich zitternd im Schoß verschränkt hatte

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BeitragThema: Re: Die Schöne und das Biest   Sa Jun 24, 2017 8:56 pm

Noch immer kamen Laute von Angst und Verzweiflung von Kalya und allmählich begann auch Gorjon unruhig zu werden. Er war sogar regelrecht erleichtert als sie ihren Kopf hoch riss und damit scheinbar wieder ansprechbar wurde. Er konnte in der Dunkelheit ihr leichtes Zittern erkennen, anhand ihrer Stimme wusste er auch das sie tatsächlich viel geweint haben musste. In dieser Situation konnte er gar nicht streng mit ihr sein, er war wütend, aber er riss sich zusammen und entlud es nicht auf ihr.
Ruhig hörte sich der Nordmann an was sie zu sagen hatte, er schluckte hart und nickte einmal kurz. Gorjon war nicht in der Lage zu begreifen das es vermutlich auch mit ihm zusammenhing das sie sich verfolgt sah und somit unternahm er auch keine Überlegungen in diese Richtung. Er hatte gerade einfach eine wunderschöne Lady in seinem Zelt die jämmerlich weinte und er wusste das er ihr gefälligst zu helfen hatte. Also unterbrach er sie nicht, erst als sie fertig war und wieder die Tränen flossen regte er sich.
"Ganz ruhig...", murmelte er geradezu sanft, was bei ihm zwar immer noch recht kantig klang, aber durchaus eine Verbesserung des üblichen Tonfalls darstellte. Ganz langsam nahm er ein Tuch und trocknete ihr tatsächlich einige Tränen, wobei er sehr vorsichtig war und ihr mit langsamen Bewegungen zeigte das er keine Gefahr war. Dann überließ er ihr das Tuch und legte sich wieder hin. "Weißt du... ich hatte früher auch mal schlimme Alpträume. Hm... da war ich zehn Jahre alt, glaube ich...", sprach er leise und seufzte kurz. Die ganze Zeit über sah er sie an und er blieb nah bei ihr.
"Wir hatten einen Vorhang... vor einem Fenster, das nicht ganz dicht war, also kam Wind dadurch und ließ den Vorhang nachts aufbäumen. Ich... dachte da wäre ein schlimmes Monster in meinem Zimmer, das da hinter lauert... also konnte ich kaum schlafen...", berichtete er weiter und versuchte dabei zu beobachten ob sie noch weinte. "Mein Bruder hat es mitbekommen... und dann hat er sich einen Schürhaken geschnappt und auf den Vorhang eingestochen, dass nur so die Fetzen flogen. Bei den Göttern, ich weiß nicht mehr wie er ohne Ärger davon gekommen ist. Jedenfalls habe ich Tränen gelacht, weil das Monster natürlich tot war, meine Bruder musste es erwischt haben, so wild wie er zugestochen hat. Tja... und da ich wusste das mir das Monster nichts mehr anhaben kann... waren auch die Alpträume verschwunden...", beendete er seine Geschichte und streckte nun ganz vorsichtig einen Arm aus, sodass sie die Wahl hatte ob sie nah bei ihm und vielleicht sogar in seinen Armen schlafen wollte.
"Ich sagte dir mein Name ist Bestientöter. Das kommt nicht von irgendwo... ich habe Wölfe, Bären, sogar einen Schattenwolf getötet. Also traut sich kein Monster in dieses Zelt wenn ich hier bin und dich beschütze. Und wenn es nicht einmal ein Monster wagt... dann bestimmt auch keine Person... du kannst... ganz beruhigt schlafen...", fuhr er fort und kam damit wohl endlich zum Punkt. Er versicherte sich noch das sie keine Tränen mehr auf den Wangen hatte, wischte sie wenn nötig noch einmal ab und nickte ihr dann zu. "Jetzt schlaf... du bist sicher..."
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BeitragThema: Re: Die Schöne und das Biest   Sa Jun 24, 2017 9:19 pm

Zitternd wandte ich ihm den Blick zu und hörte ihm zu. Ich hatte es nicht erwartet, doch es beruhigte mich, seiner tiefen, brummigen Stimme zuzuhören. Es tat gut zu merken, dass ich nicht allein war, dass auch ein großer Krieger wie Gorjon Albträume hatte Das... ist eine schöne Geschichte... aber das wird bei mir nicht funktionieren. ich kann nicht einfach... irgendein erfundenes Monster töten... Weil meine Monster real sind... flüsterte ich und wischte mir mit dem Tuch die Tränen ab. So viel Mitgefühl und Sanftmut hätte ich ihm gar nicht zugetraut, doch es war überraschend angenehm.
Vorsichtig rückte ich etwas näher und legte mich nah neben ihn, sodass ich seine Wärme spürte, mein Kopf lag an seiner Schulter und ich sah zu ihm auf. In der Dunkelheit waren meine Augen geweitet und ich blickte wie ein kleines Mädchen fast staunend zu ihm auf.
Wenn ich jemals einem Wolf begegnen würde... ich würde vor Angst erstarren... murmelte ich leise und schloss die Augen wieder. Ich hab seit Jahren schreckliche Angst vor Hunden... seit die meines Vaters mich durch den Wald gehetzt haben... Ich erinnerte mich daran, dass ich früher immer einen Welpen haben wollte und erzählte Gorjon auch leise davon, dass ich immer von einem treuen Freund an meiner Seite geträumt hatte, der mit mir aufwuchs und an meiner Seite war, wenn sonst niemand da war, dass ich jetzt aber selbst vor Welpen Angst hatte, wenn auch nicht so viel, aber dennoch.
Langsam wurde meine Stimme leise, während ich sprach, und schließlich glitt ich langsam wieder in den Schlaf, an ihn geschmiegt und sehr viel ruhiger.

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BeitragThema: Re: Die Schöne und das Biest   Sa Jun 24, 2017 9:29 pm

Obwohl er sich nicht ganz sicher war glaubte Gorjon zumindest das Kalya allmählich ruhiger wurde. Er hatte viel geredet und dadurch seine Müdigkeit in Schach gehalten, aber er musste sich nun wieder anstrengen um ihr nicht einfach wegzupennen. Ihre leise Stimme klang immer noch nach einem großen Bedürfnis von Schutz und er biss sich auf die Lippe. Mit einem Mal war er ihr gar nicht mehr böse für irgendwelche Frechheiten und er sah sie tatsächlich einfach nur als kleines Mädchen neben ihm.
"Real? Aber... gerade dann kann ich sie töten...", flüsterte er zurück und überließ ihr das Tuch ganz. Er spürte ihre Wärme und ihre langen Haare an seiner Schulter und lächelte leicht, legte dann vorsichtig seinen Arm ein wenig um sie. Er konnte von ihrem Gesicht nur wenig erkennen, jedoch glaubte er sie staunen zu sehen und es gefiel ihm unglaublich gut, er gefiel sich auch selbst in seiner Rolle. "Die meisten Wölfe sind Feiglinge. Die würden vor dir wegrennen.", stellte er dann fest und natürlich enthielt es auch einen Seitenhieb gegen die Starks, da konnte er nicht anders. Sein Hauptaugenmerk lag aber darauf sie zu trösten, also ritt er nicht weiter darauf herum.
Gorjon lauschte still wie sie von ihrer Kindheit erzählte und von ihrem Wunsch einen Welpen zu haben, der sich wohl zerschlagen hatte. "Weißt du was... morgen gehen wir zusammen zu unseren Hunden...", flüsterte er kurzentschlossen zurück. "Ich bin ja bei dir. Und ich zeige dir was für gute Tiere es sind. Es wird nichts geschehen und vielleicht verlierst du deine Angst. Man... muss sich seinen Ängsten nämlich stellen, weißt du?", erklärte er es und gähnte dann herzhaft. Gorjon merkte wie ihre beiden Stimmen immer leiser wurden und er spürte auch das sie einander noch ein klein wenig näher rückten, ehe er ebenfalls vom Schlaf übermannt wurde. Seine Atmung wurde ruhig und er schlief nun sehr gut, als sie einander gegenseitig warm hielten.
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BeitragThema: Re: Die Schöne und das Biest   Sa Jun 24, 2017 9:48 pm

Du kannst sie nicht töten... Der Mann aus meinem Traum... ist mein Vater... Er vrfolgt mich, weil... er nie zufrieden ist, mich immer weiter treiben will... Ich enttäusche ihn laufend... murmelte ich und seufzte leise. Nur ungern dachte ich daran, wie sehr sich unsere Beziehung verschlechtert hatte, nachdem mein Bruder uns verlassen hatte. Früher waren wir ein Herz und eine Seele gewesen. Er hatte sofort gesehen, wenn es mir schlecht ging und hatte alles für mich getan. Ich war seine kleine Prinzessin gewesen. Jetzt war ich nur noch eine Schande für sein Haus.
Ich schloss die Augen und murmelte noch leise Ich will nicht zu den Hunden... Sie machen mir Angst... Ich glitt tiefer in den Schlaf und schmiegte mich an ihn, ohne wirklich zu merken, dass er nackt war. Es war einfach beruhigend, seinen gleichmäßigen Herzschlag zu hören und das sanfte auf und ab seines Atems zu spüren, sodass ich mich gegen den Schlaf einfach nicht wehren konnte.
Ich schlief tief und wachte erst am nächsten Morgen wieder auf, den Rest der Nacht hatte ich in erholsamem Schlaf ohne weitere störende Träume verbracht. Jetzt an Gorjon gekuschelt aufzuwachen war angenehmer, als ich gedacht hatte. Ich fühlte mich gut, geborgen und beschützt. Irgendwie hatte ich den Drang, ihm zu danken, mich zu revanchieren, doch ich wusste nicht, was ich tun sollte. Außerdem wollte ich nicht, dass ich mich in seiner Gesellschaft so sehr wohlfühlte. Ich sollte ihn hassen, oder ihn zumindest fürchten, und mich nicht wohlfühlen. Daher wand ich mich schnell aus seiner Umarmung, allerdings ohne ihn zu wecken, schlüpfte aus dem Zelt und wusch mich, bereitete ihm dann ein reichhaltiges Frühstück und brachte es ihm ins Zelt, bevor er erwachen konnte.

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BeitragThema: Re: Die Schöne und das Biest   Sa Jun 24, 2017 9:56 pm

Es erstaunte Gorjon sehr, das Kalya ausgerechnet wegen ihres Vaters diese Alpträume hatte. Er nickte unschlüssig, denn wenn es so war dann konnte er es tatsächlich schlecht durch einen Totschlag bereinigen. Nachdenklich legte er den Kopf schief und brummte leise etwas unverständliches. "Jedenfalls lasse ich nicht zu das er dich hier verfolgt.", gab er dann trotzig von sich, mehr konnte er für die Rothaarige gerade wohl nicht tun, abgesehen von seiner körperlichen Nähe.
Das sie nicht zu den Hunden wollte ließ er nicht gelten. "Gerade weil du Angst hast solltest du zu ihnen...", murmelte er noch kraftlos und somit recht monoton, dann waren sie auch schon beinahe eingeschlafen. Es war ein sehr ruhiger Schlaf und überaus erholsam noch dazu. Gorjon hatte seinen Arm etwas enger um sie gelegt, ohne es wirklich zu merken. Trotzdem hatte sie leichtes Spiel dabei ihm am Morgen zu entschlüpfen, so sehr hatte die Unterbrechung der Nachtruhe ihn wieder gestört. Der Schlaf war einfach zu gut um ihn früh aufzugeben, erst als er einen angenehmen Duft wahrnahm öffneten sich langsam seine Augen und er sah sich verwirrt brummend um.
"Morgen...", murmelte er und streckte sich ausgiebig, wobei die Decken von ihm abfielen und er wieder nackt vor ihr saß. Überrascht wurden seine Augen groß, als er das Frühstück sah, dass sie ihm brachte. "Was ist das denn?", fragte er geistlos, dabei konnte er es ja sehen und was er sah gefiel ihm überaus gut. Gorjon schnupperte noch einmal und lächelte sie dann an, er konnte gar nicht an Ärger denken weil sie das Zelt unerlaubt verlassen hatte, wo sie sich doch große Mühe gemacht haben musste. "Danke.", meinte er noch mit kräftiger und wieder lauter Stimme, dann ließ er es sich auch schon schmecken, ohne wirkliche Manieren aber mit sehr viel Appetit und Freude.
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BeitragThema: Re: Die Schöne und das Biest   Sa Jun 24, 2017 10:15 pm

Auf dem Weg zurück zum Zelt brachte ich dem Mann vom Vortag seine frisch gewaschenen und gestopften Socken vorbei und lächelte bei der offensichtlichen Freude des Mannes. Ich ließ mir auch das andere Paar geben, um auch dieses zu stopfen. Insgesamt hatten es vermutlich mehr als die meisten Nordmänner nötig, dass man ihre Sachen flickte, stopfte und wusch. Viele sahen ziemlich verlottert und heruntergekommen aus, nicht wirklich wie stolze Soldaten, sondern mehr wie billige Söldner, sodass ich mir vornahm, im Laufe des Tages alles an Wäsche einzusammeln, was ich finden konnte, damit sie sich wenigstens wieder stolz zeigen konnten.
Schließlich betrat ich das Zelt wieder und stellte das Frühstück neben Gorjon auf dem Boden ab. Es freute mich, dass ihn eine so kleine Geste so sehr freute. Ich schmunzelte leicht und warf ihm ein Fell in den Schoß, um zumindest seine Männlichkeit zu bedecken, und lehnte mich an den Mittelpfosten des Zeltes Ich würde dich gern um einen Gefallen bitten... begann ich und strich mir die Haare zurück Ich brauche Seife und einen Kamm, und ein neues Kleid... dieses hier starrt vor Dreck und offen gesagt stinkt es ziemlich... Nicht unbedingt begeistert zupfte ich an dem Kleid, der dicke Baumwollstoff war getränkt von Schlamm und Schmutz, sodass kleine Dreckklümpchen abfielen, als ich den Stoff wieder losließ. Daher mein Angebot: Ich kümmere mich um eure Wäsche und sorge dafür, dass ihr nicht mehr ausseht wie billige Söldner, dafür besorgst du mir seife, Kamm und ein warmes Kleid

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BeitragThema: Re: Die Schöne und das Biest   Sa Jun 24, 2017 10:28 pm

Der junge Krieger bedankte sich artig als sie ihm die Socken gab und zog sie auch sofort an, man merkte das es eine deutliche Besserung für ihn darstellte. Er überließ ihr das andere Paar gerne und bedankte sich noch kurz, dann musste er aber auch an die Arbeit.
Gorjon lachte als sie ihm das Fell in den Schoss warf und rückte es kurz zurecht, sodass es auch seine Beine wärmte. Er aß genüsslich und sah zu ihr hoch als sie von einem Gefallen sprach. Kurz hob er eine Augenbraue, aber man konnte sehen das er ihr aufmerksam zuhörte und nicht sofort ablehnend war. Ihre Bitte sorgte jedoch nur für ein müssiges Kopfkratzen, aber als er das Angebot hörte nickte Gorjon.
"Klingt gut.", meinte er knapp, denn er war noch am essen. Es dauerte nicht lange und er war fertig, stand dann auf und sprach weiter während er sich anzog. "Aber ich habe noch ein weiteres Angebot für dich.", meinte er und sah kurz zu ihr, griff dann als er die Hose anhatte in einen kleinen Beutel und reichte ihr schon einen groben Kamm, den er selbst gelegentlich benutzte. "Du kriegst Seife und ein paar warme Kleider, während ich weg bin machst du die Wäsche. Und dann gehen wir zusammen zu den Hunden, ich zeige dir das du keine Angst haben musst und helfe dir dich ihnen zu stellen. Es wird dir gut tun, aber du musst mir versprechen das du es ernsthaft versuchst und nicht sofort weg rennst.", meinte er dann, vor allem in der Hoffnung ihre Alpträume so doch eindämmen zu können. Denn wenn sie mutiger würde, würde sie vielleicht weniger Angst im Schlaf haben.
Mit diesem Angebot im Raum war er fertig damit sich anzuziehen. Kurz zögerte er, dann hielt er ihr seinen Arm hin. "Du darfst mich ins Dorf begleiten um die Kleider anzuprobieren. Aber versuch das nicht als Fluchtmöglichkeit zu sehen. Wenn du dich den Dorfbewohnern anvertraust oder versucht zu rennen... dann endet es übel für sie. Sieh es also als einen Ausflug und genieß ihn einfach. Du wirst meine Geisel bleiben, aber... ich glaube nicht das ich dich gefangen halten oder... schlecht behandeln sollte. Solange du bei mir bleibst, wirst du wieder eine Lady sein."
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BeitragThema: Re: Die Schöne und das Biest   Sa Jun 24, 2017 10:44 pm

Dankbar dafür, dass er sich zumindest teilweise bedeckte, setzte ich mich auf sein Bett und musterte ihn lange, dann verzog ich das Gesicht Wie soll ich die Wäsche machen, während du Kleidung kaufst, wenn ich doch mitkommen soll? Und du solltest dich wirklich mal entscheiden. Entweder ich bin deine Geisel oder du hältst mich nicht gefangen. Beides gleichzeitig wird wohl kaum funktionieren... murmelte ich und musterte den groben Kamm, drehte ihn dann etwas in den Händen. Schließlich stand ich auf Wenn ich mit zu den Hunden gehen soll, will ich, dass ich im Gegenzug frei im Lager sein kann. Nichts mehr von immer nur in deiner Nähe. Ich verspreche im Lager zu bleiben, dafür hörst du auf Wachhund zu spielen. Ich werde nicht weglaufen, wo sollte ich schon auch hin? Dafür hörst du auf mir jede Sekunde des Tages irgendwas vorzuschreiben
Ich stand langsam auf und musterte ihn lange. Es war mir durchaus ziemlich wichtig, endlich wieder allein gehen zu können wohin ich wollte, und wenn es nur innerhalb der Lagergrenzen war, doch es machte mir schwer zu schaffen, durch ihn und seine Kontrolle derart eingeschränkt zu sein. Ich wollte ein gewisses Maß an Vertrauen, denn gerade das war für die Umsetzung meines Plans von entscheidender Bedeutung. Wenn ich andauernd beobachtet wurde, hätte ich keine Chance, irgendwas zu manipulieren.

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BeitragThema: Re: Die Schöne und das Biest   Sa Jun 24, 2017 10:53 pm

Gorjon seufzte und schüttelte den Kopf. "Ja gut, war nicht vollkommen durchdacht...", musste er zugeben und verzog dann das Gesicht. "Du bist meine Geisel. Aber es gibt einen Unterschied ob ich dich die ganze Zeit gefesselt im Zelt verwahre oder dir gewähre dich halbwegs frei zu bewegen, oder?", murrte er dann, mit großem Unverständnis das sie so bockig auf seine Großzügigkeit reagierte. Das sie schon wieder frech wurde machte ihn wütend, glaubte er doch gerade sie ein wenig umgänglicher gehabt zu haben.
Dementsprechend war Gorjon auch kaum gewillt lange mit Kalya zu verhandeln. "Meinetwegen. Du darfst dich im Lager frei bewegen, sofern du deswegen deine Arbeit nicht vernachlässigst.", gestattete er ihr es einfach frei heraus und sah sie dann erwartungsvoll an. "So, und jetzt versprich mir das du es mit den Hunden ernsthaft versuchst.", verlangte er und nahm kurz den Kamm an sich um sich hastig durch Bart und Haare zu fahren, was man nicht als nennenswert beachten konnte, denn noch immer blieb er sehr zottelig und wild. Dann gab er den Kamm wieder an sie zurück, man merkte das er ihm nicht sonderlich wichtig war und er ihn kaum benutzte.
Nachdem er sich auch wieder sein Schwert umgelegt hatte hielt er ihr wieder den Arm hin, damit sie sich einhaken sollte. "Wir gehen jetzt gemeinsam zum Dorf, dann kannst du dir die Kleider aussuchen die du willst. Danach ist immer noch Zeit für die Wäsche.", meinte er mit einer Stimmlage die schon wieder ins befehlende ging, jedoch auch mit einem Lächeln und dem scheinbaren Angebot eines Waffenstillstands. Das er sie behalten würde stand außer Frage, jedoch ebenso das sie nun viel besser behandelt würde.
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BeitragThema: Re: Die Schöne und das Biest   Sa Jun 24, 2017 11:19 pm

Ich nickte leicht und seufzte leise Gut, ich werde es versuchen. Aber wenn einer der Hunde mir zu nahe kommt, wenn ich das nicht will, dann bin ich weg! Und dann bekommst du mich auch nicht mehr zu denen hin! schränkte ich klar ein. Ich würde den Hunden sicherlich keine zweite Chance geben. Wenn sie mir zu nahe kamen, würde ich gehen, sofort. Dennoch war ich bereit, es zumindest zu versuchen. Es wäre für mich schließlich auch sehr viel entspannter, wenn ich nicht ständig Angst haben müsste, dass mir ein Hund begegnete.
Schließlich legte ich die Hand auf seinen Arm und trat mit ihm aus dem Zelt Wenn du mich irgendwo berührst, wo es sich nicht ziemt, dann ist a) unsere Abmachung Geschichte und b) dein Leben ab jetzt eine absolute Hölle, dann kannst du jede weitere Kooperation vergessen! warnte ich ihn leise und ging dann mit ihm ins Dorf. Es gab einige Kleider und ich wählte einige der billigeren aus, sodass ich nun über insgesamt vier Kleider verfügte, dann kaufte ich noch ein Stück Seife aus Heumilch und Lavendel, die unglaublich gut roch und auf der Haut eine unglaublich weiche Textur erzeugte, die sehr viel angenehmer war als die körnige Seife, die man mir im Lager gegeben hatte.

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BeitragThema: Re: Die Schöne und das Biest   Sa Jun 24, 2017 11:30 pm

Gorjon nickte, als er ihre Einschränkung gehört hatte. "Mehr hätte ich auch nicht verlangt.", stimmte er ihr mit der gewohnt brummig-kräftigen Stimme zu und war damit auch sehr zufrieden. Er konnte sich kaum vorstellen wie Jemand solche Angst vor Hunden haben konnte und glaubte somit das sie auch ein wenig übertrieb. Trotzdem nahm er sich vor ihr ernsthaft zu helfen und gleichermaßen auch auf sie aufzupassen, damit die Hunde tatsächlich nicht zu nahe kamen. Denn wenn sie durch die bloße Anwesenheit von Hunden doch Angst bekam, dann würde sein Schlaf gewiss irgendwann wieder darunter leiden.
Als sie die Hand aufs einen Arm legte führte er sie aus dem Zelt, ganz wie es ein Edelmann tun würde. Ihre Warnung nahm er mit einem Augenrollen und einem lauten Schnauben zur Kenntnis. "Ich zittere bereits, Prinzessin...", knurrte er dazu, aber Gorjon verhielt sich tatsächlich hochanständig. Zwar zog er sie ein wenig enger zu sich, aber dabei blieb es dann auch, weder wurde sie angefasst noch blöd angesprochen, er ließ allerdings später keine Gelegenheit aus auf ihren Hintern zu glotzen während sie sich ihre Kleider auswählte. Er bezahlte die Kleider ebenso wie die Seife, die er für äußerst seltsam hielt und ließ sie dann wieder die Hand auf seinen Arm legen bevor es zurück ging.
Der Nordmann hatte wohlwollend zur Kenntnis genommen das sie sich für billige, schlichte und warme Kleider entschieden hatte. Praktisches anstatt Schickes zu wählen kannte er nur von wenigen Ladys, also gefiel es ihm. Er brachte die gekauften Sachen mit ihr zum Zelt und ließ ihr dann Ruhe sich umzuziehen, während er zum Essen ging, er hielt ihr eine Ration reserviert. "Gleich gehen wir zu den Hunden. Halt dich erst hinter mir und sieh mir zu, ich zeige dir wie du dich ihnen näherst oder verhinderst das sie Interesse an dir zeigen."
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BeitragThema: Re: Die Schöne und das Biest   Sa Jun 24, 2017 11:51 pm

Auch wenn es schwer war es zuzugeben, ich hatte Spaß auf dem Ausflug in die Stadt. Oder eher in das Dorf, denn als Stadt konnte man es wirklich nicht bezeichnen. Dennoch fühlte ich mich dort sofort wohl, konnte ich doch endlich mit anderen Menschen reden, die nicht zu den Nordmännern gehörten und sich auch absolut nicht wie sie verhielten. Zwar bemerkte ich doch, dass mich einige Burschen angafften, wie auch Gorjon mich angaffte, doch ich ignorierte die Blicke geflissentlich. Ich war es gewöhnt, dass ich auf diese Art angegafft wurde, und anfangs hatte ich mich jedes Mal darüber aufgeregt, doch mit den Jahren hatte ich gemerkt, dass es einerseits nichts brachte und es andererseits irgendwie doch schmeichelhaft war.
Zurück im Zelt legte ich das verdreckte Kleid ab und schlüpfte in eines der neuen, ein Kleid aus dunkelgrünem, warmen Leinen mit hellen Einsätzen am Ausschnitt und den Ärmelsäumen. Dazu legte ich den braunen Ledergürtel des alten Kleides um meine Taille und gab dem ganzen damit etwas Form und Eleganz.
Bei seiner Ankündigung wurde ich nervös, spannte mich an und stellte das Essen, das ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht verzehrt hatte, auf den Stamm neben mir. Ich war wirklich nicht sonderlich erpicht darauf, zu den Hunden zu gehen, geschweige denn mich ihnen zu nähern. Doch ich wusste, dass es bis zu einem gewissen Grad nötig war Nun gut, bringen wir es hinter uns...

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BeitragThema: Re: Die Schöne und das Biest   So Jun 25, 2017 12:07 am

Auch Gorjon hatte bei dem Ausflug in das Dorf seinen Spaß. Alle Burschen waren neidisch auf die Schönheit an seinem Arm und er tat einfach so als wäre sie zu ihm gehörig. Vor Allem aber wollte auch er mal wieder mit anderen Menschen reden, sein Trupp hatte sich bislang eher abgekapselt und war wenig unters Volk gekommen. Er trank sogar eine lokale Metspezialität mit wildem Wacholder während er kurz auf sie warten musste und war deshalb noch ein Stückchen besser drauf.
Als sie aus dem Zelt kam wanderten natürlich allerhand neugierige Augenpaare zu ihr, darunter auch das von Gorjon. Mit einem kurzen Knurren sorgte er für Ruhe in der Runde, ganz so als sehe er es als sein alleiniges Recht sie anzuschauen. "Sieht gut aus.", machte er ihr ein halbherziges Kompliment, war dann aber eher wieder mit dem Essen beschäftigt, im Gegensatz zu ihr war er völlig entspannt wenn es um die Hunde ging. Der Nordmann bemerkte nicht einmal das Kalya den Rest ihres Essens abstellte, stattdessen erhob er sich seelenruhig und ging dann voran zu den Hunden.
"Warte hier.", empfahl er streng, als sie sich den Tieren näherten und schon erstes Gebell zu hören war. Ganz ungerührt davon ging er zu den Hunden und machte ein älteres Exemplar frei, der Hund sprang sofort etwas zu ihm hoch und Gorjon lachte herzlich, während er das Tier kräftig streichelte und kraulte. "Hunde sind sehr nützlich, intelligent und verspielt.", erklärte er Kalya dabei und sah wieder zu ihr, den Hund gut im Griff. "Das hier ist Wurzi, er ist schon etwas älter aber immer noch gut drauf.", fuhr er fort und lachte wieder, als der Hund zu ihr sah, er hielt ihn aber weiter gut fest und streichelte ihn beruhigend.
Mit Wurzi im Arm ging er etwas näher zu ihr und beobachtete ihre Reaktion. Er hielt in sicherem Abstand an und gab ihr zunächst allerhand allgemeine Tipps, was der Verhalten von Hunden anging und wie sie dafür sorgen konnte das sie nicht angesprungen wurde. Außerdem hatte er spezielle Hinweise was Wurzi gern mochte und legte ihn dann an eine Leine. Die ganze Zeit über durfte sie den Abstand einhalten den sie für richtig hielt. "Ich möchte das du näher kommst. Du darfst ihn sogar streicheln.", verlangte er dann aber und wartete nun gespannt was sie tun würde. Er selbst knuddelte, herzte und spielte mit dem Hund als wären sie immer schon beste Freunde gewesen.
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BeitragThema: Re: Die Schöne und das Biest   So Jun 25, 2017 12:17 am

Ich schnaubte bei seinem Kompliment leise Meine Mutter sagte immer ein nicht wirklich ernst gemeintes Kompliment kommt einer Lüge gleich. Also halt das nächste mal lieber den Mund und hör auf mich abspeisen zu wollen brummte ich und erhob mich dann langsam, angespannt. Es fiel mir schwer, ihm zu folgen, und als das Gebell einsetzte, war ich drauf und dran umzudrehen und wegzulaufen.
Mein Herz klopfte mit jedem Schritt, der mich den Hunden näher brachte, ein bisschen schneller, und als er schließlich einen der Hunde herausholte und dieser mich so ansah, wurde ich blass. Ich blieb auf Abstand, sodass uns immer mindestens fünf Meter trennten. Ich wusste, dass das kein Vorsprung wäre, wenn es wirklich soweit kommen sollte, dass ich vor dem Tier fliehen musste, aber es war doch genug Raum als dass ich Zeit hätte, mein Messer zu ziehen und mich zu verteidigen.
Trotz meiner Angst hörte ich Gorjon die ganze Zeit über zu, ohne den Hund aus den Augen zu lassen. Selbst wenn er schon etwas älter war, er wäre dennoch um einiges schneller als ich und seine Zähne trotzdem noch potenziell tödlich. Daher zögerte ich auch, als er verlangte, ich solle zu ihnen kommen. Statt dem Befehl Folge zu leisten machte ich einen Schritt zurück und schluckte hart, bevor ich vehement den Kopf schüttelte. Für meine Begriffe war schon das, was wir jetzt hatten, viel zu nah, und obwohl kein Anzeichen von Gefahr zu erkennen war, machte es mich nervös, dass in den Zwingern neben mir die Hunde noch immer kläfften. Als einer ans Gitter sprang und in meine Richtung schnappte, machte ich einen erschrockenen Satz und starrte das Tier verängstigt an, dass die Zähne immer wieder durch die Gitterstäbe zuschnappen ließ, als könnte es sich nichts schöneres vorstellen als sie in mein Fleisch zu schlagen.
Meine Hände begannen zu zittern, als ich merkte, dass die Situation mich heillos überforderte, und hilflos stand ich einfach nur da, auf der einen Seite der geifernde Hund, auf der anderen Seite Gorjon mit Wurzi, der noch immer friedlich wie ein Lämmchen aussah.

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BeitragThema: Re: Die Schöne und das Biest   So Jun 25, 2017 11:47 am

"Da hat deine Mutter allerdings Recht gehabt.", entgegnete Gorjon, wenngleich auch mit einem lauten Schnauben. Kurz legte er den Kopf schief und dann lächelte er knapp. "Das Kleid sieht echt gut an dir aus. Aber es ist nicht halb so schön wie du.", sprach er das nächste Kompliment aus und dieses Mal erkannte man an seiner Stimme deutlich, das er es auch so meinte und er ehrlich war. Kalya gefiel ihm sehr, so viel stand fest.
Bei den Hunden wunderte er sich ernsthaft über die Reaktion der Rothaarigen. Gorjon mochte die Hunde sehr und er konnte nicht begreifen wie man sich nur so anstellen konnte. Er gewährte ihr den Sicherheitsabstand trotzdem und behielt auch ihre Reaktionen im Blick, leider hatte sie wohl einfach die ganze Zeit mal mehr und selten weniger Angst. Mit ruhiger Stimme erklärte er ihr trotzdem wie sie sich bei Hunden verhalten sollte, auch bläute er ihr ein Niemals wegzurennen,
sondern sich eher langsam und mit dem Blick zum Hund zu entfernen, weil sie ohnehin zu langsam sein und womöglich einen Jagdinstinkt wecken würde.
"Komm... wir suchen uns mal ein ungestörtes Fleckchen, fern ab des Zwingers. Dann musst du nur mit einem Hund auf einmal klar kommen.", forderte er dann und deutete ihr aufs andere Ende des Lagers. Er ging langsam mit Wurzi an der Leine los, sodass sie weiterhin die Gelegenheit hatte ihren Abstand selbst auszusuchen. "Und wenn du dann Wurzi erträgst, dann hilft es bestimmt auch mit den anderen Hunden.", fand Gorjon und kam sich damit wahnsinnig genial vor. Er hielt den Hund gut fest, bis die anderen Tiere nicht mehr zu hören oder zu sehen waren und streichelte ihn dann wieder.
"Versuch es doch noch einmal. Komm ruhig etwas näher und sieh ihn dir genau an.", forderte Gorjon nun und kniete sich dabei neben den Hund. Er ließ sich von ihm sogar übers Gesicht lecken und spielte noch ein wenig, um zu zeigen das es völlig ungefährlich war. "Er wird an dir schnuppern wollen, um dich kennenzulernen. Halt dann einfach still, streck ihm vielleicht etwas die Hand hin.", empfahl er sogar schon eine Vorgehensweise für den nächsten Schritt, auch wenn er damit wohl schon zu weit voraus griff.
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BeitragThema: Re: Die Schöne und das Biest   So Jun 25, 2017 12:05 pm

Sein Kompliment überraschte mich sehr, vor allem weil es ehrlich gemeint war. Ich hatte nie gedacht, dass er auch freundlich sein konnte, wenn für ihn nichts dabei heraussprang. Doch es rührte mich auch irgendwie, auch wenn er sich vermutlich nur auf das körperliche Aussehen bezog. Und ich wusste, dass er recht hatte, ich war wirklich nicht hässlich, doch es war oftmals so, dass alle nur das Äußere beachteten und vergaßen, dass auch innere Schönheit zählte und teilweise auch sehr viel besser war als äußere.
Sein Vorschlaf, sich von den Zwingern zu entfernen, gefiel mir sehr gut und ich folgte ihm sofort, ging aber langsam etwas näher, sodass nur noch etwa ein Meter und Gorjons Körper mich von dem Hund trennten. Ich musste schließlich zugeben, dass er wirklich absolut nicht so aussah, als würde er mich verletzen wollen, eher als würde er einfach nur kuscheln wollen.
Als wir wieder standen blieb ich unschlüssig stehen und musterte ihn Du hältst ihn fest? fragte ich nochmal, um mich zu versichern, dass er mir nicht zu nahe kommen würde, wenn ich es nicht sollte. Doch auch ohne auf seine Antwort zu warten ging ich ganz langsam näher. Mein Herz schlug mir bis zum Hals und meine Hände zitterten, als sich die Bilder, wie ich durch den Wald gehetzt worden war und einer der Hunde sich in meinem Bein verbissen hatte, in meinen Kopf drängten.
Ich hielt den Blick auf den Hund gerichtet, während ich mich näherte, und kaute auf meiner Lippe, streckte jedoch schließlich leicht die Hand aus, um ihn schnuppern zu lassen, wandte dabei aber den Blick ab, dann würde ich zumindest nicht sehen wenn er zubiss. Sobald die kalte Schnauze meine Haut streifte zuckte ich leicht zusammen und war drauf und dran, die Hand wegzuziehen, doch ich zwang mich, stillzuhalten und mich der Angst zu stellen. Gorjon hatte schließlich recht, ich konnte nicht ewig mit dieser Angst leben.

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BeitragThema: Re: Die Schöne und das Biest   So Jun 25, 2017 12:32 pm

Wie sie das Kompliment nun empfing konnte Gorjon nicht genau sagen, aber er bildete sich ein damit mächtig Eindruck bei Kalya geschunden zu haben, ebenso mit seinem Umgang mit den Hunden. Das er es nicht nur tat um ihr zu helfen sondern ihr zu gefallen erwähnte er natürlich nicht, er musste auch zu sehr aufpassen das Wurzi jetzt keine zu hastigen Bewegungen in ihre Richtung unternahm. Die anderen Hunde stellten kein Problem mehr dar aber Gorjon ahnte nun das selbst ein Hund schon genug war um Kalya zu panischer Flucht zu bewegen.
"Ich halte ihn gut fest.", versicherte der Nordmann also und demonstrativ deutete er auf die Leine, dann hielt er Wurzi auch noch zusätzlich mit einem Arm gut umklammert, was zwar nicht wirklich helfen würde, aber zumindest den Anschein von Sicherheit erwecken konnte. Aufmerksam beobachtete er wie sie sich näherte und der Hund sah tatsächlich sehr neugierig zu ihr hin, doch er gehorchte Gorjon gut genug um jetzt nicht einfach auf sie zu zulaufen. "Sitz.", befahl er nur und Wurzi parierte sofort, blieb somit ruhiger als sie die Hand ausstreckte. Der Hund begann an ihr zu schnuppern und Gorjon lächelte leicht, denn er war tatsächlich nur neugierig.
Da sie wegsah löste er seinen Griff vorsichtig und Wurzi durfte nun von ihm begleitet um sie herum gehen und sie weiter beschnuppern. "Ich glaube er mag dich. Er ist so lieb...", erklärte Gorjon der Schönheit dabei und tatsächlich drängte der Hund seinen Kopf leicht an ihre Hand. "Streichel ihn doch mal.", forderte Gorjon daraufhin von Kalya, er freute sich so sehr das er vergaß das es vielleicht zu schnell gehen konnte. Wurzi jedenfalls blieb genauso lieb und verspielt wie zuvor, sodass Gorjon ihm sogar etwas Leine ließ.
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BeitragThema: Re: Die Schöne und das Biest   So Jun 25, 2017 12:53 pm

Ich entspannte mich langsam, als ich merkte, dass der Hund nichts tat, doch als ich merkte, dass er mich umkreiste spannte ich mich sofort wieder an und zog die Hand zurück Du hast versprochen ihn festzuhalten! murmelte ich leise und biss mir auf die Lippe. Ich wollte weg, doch jetzt, da der Hund weder von Gorjon noch von der Leine gehalten wurde, hatte ich keine Chance mehr zu fliehen, der Hund wäre schneller. Trotzig verschränkte ich die Arme, als der Hund mir den Kopf in die Hand drängte, und schüttelte den Kopf Ich will nicht murmelte ich und zog den Kopf schützend zwischen die Schultern.
Ich wusste zwar, dass meine Angst ziemlich irrational war, zumal Wurzi ja wirklich ganz brav war und keinerlei Anstalten machte, mich irgendwie anzugreifen oder zuzubeißen, doch allein sein Hecheln zu hören und immer wieder zu spüren, wie sein Schweif mein Kleid streifte, weckte so viele schlechte Erinnerungen an meine bisherigen Begegnungen mit Hunden, sodass ich keine Möglichkeit hatte, mich zu entspannen oder mich darauf einzulassen. Sobald ich Wurzi ansah, sah ich nur die Jagdhunde meines Vaters oder die Hunde der Boltons, ihre grausamen Augen, wie sie irgendwelche Tiere zerfleischten.
Wieder schüttelte ich den Kopf und schloss kurz die Augen Ich kann das nicht... flüsterte ich und entfernte mich langsam von Gorjon und Wurzi. Sobald ich genug Abstand zwischen uns gebracht hatte, drehte ich mich um und lief zurück ins Lager. Tränen standen in meinen Augen, doch ich versuchte, es vor den anderen zu verbergen, während ich die Wäsche einsammelte und zum Bach ging, um sie zu waschen. Ich spürte Angst und Verzweiflung, aber auch Trauer. Ich hatte so sehr gehofft, meine Angst mit Gorjons Hilfe überwinden zu können, doch es ging einfach nicht. Zu viele Erinnerungen kamen in mir hoch, zu viele Ängste von damals, als dass ich sie einfach so ignorieren könnte. Stattdessen setzte ich mich auf einen Felsen am Bach, legte mir einen Umhang um die Schultern und begann damit, die Wäschestücke zu flicken. Sobald ich fertig war, wusch ich die Sachen und hängte sie zum Trocknen über die Äste der umliegenden Bäume.

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BeitragThema: Re: Die Schöne und das Biest   So Jun 25, 2017 6:32 pm

Gorjon nickte und hielt kurz die Leine hoch, mit der er den Hund immer noch deutlich kontrollierte, auch wenn er sie nicht mehr ganz so eng geführt hielt. "Ich halte ihn fest. Ich halte ihn sogar sehr gut fest, keine Sorge.", versicherte er noch einmal, denn obwohl Wurzi nun um Kalya herum ging war Gorjon immer noch direkt zur Stelle und wie er es versprochen hatte befand sich der Hund auch immer noch in seiner Kontrolle. Sonderlich viel zu nützen schien es leider nicht, denn Kalya war weiterhin sehr ängstlich und weigerte sich auch den Hund zu streicheln.
"Wenn du es nicht willst, dann musst du es auch nicht.", gestand er ihr zu, allerdings mit hörbarem Widerwillen. Noch immer wollte es nicht in seinen Kopf rein, wie sie sich so anstellen konnte. Aber er war nun davon überzeugt das sie nicht schauspielerte und somit blieb er einfach da und sorgte dafür das der Hund ihr nicht zu sehr auf die Pelle rückte. Dazu gehörte auch die Leine wieder etwas enger zu nehmen, so wie sie es gewünscht hatte. Gorjon hoffte noch immer auf Besserung bei ihr und war daher maßlos enttäuscht als sie einfach abbrach. Er hielt Wurzi fest und knurrte leise etwas in seinen Bart während er ihr nachsah.
Bevor er ihr folgte spielte er noch etwas mit Wurzi, denn das Tier sollte nicht den Eindruck haben etwas falsch gemacht zu haben. Er tat so als wäre nichts gewesen und brachte den Hund zurück in den Zwinger, danach erst folgte er ihr zum Bach, jedoch nur um kurz nachzusehen was sie nun tat. Da Kalya dazu überging sich um die Wäsche zu kümmern störte er sie nicht, er selbst musste auch erstmal wieder runter kommen, denn es machte ihn zornig wie sehr der Versuch missglückt war. Gorjon kümmerte sich also wieder um das Lager und ging allerlei kleineren Arbeiten nach. Nach einer Weile brachte er ihr noch einen weiteren Mantel der geflickt werden sollte. "Morgen probieren wir es wieder.", brummte er dabei nur.
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BeitragThema: Re: Die Schöne und das Biest   So Jun 25, 2017 7:48 pm

Ich wollte nicht, dass Gorjon sich beleidigt fühlte, aber ich hatte einfach nicht genug Vertrauen zu ihm um zu wissen, dass er den Hund wirklich festhielt. Er konnte ihn jederzeit loslassen und dann hätte ich absolut keine Chance mehr zu entkommen. Es war mir weitaus lieber, diese Begegnung abzubrechen, und trotz der Niederlage gegen die Angst hatte ich doch einen gewissen Fortschritt erreicht. So nah war ich einem Hund schon seit Jahren nicht gewesen. Und ich hatte ihn sogar berührt, wenn auch nur kurz. Wenn Goron wüsste, wie sehr ich mich bisher gegen jeden Kontakt mit Hunden gewehrt hatte, und wenn es nur Sichtkontakt war, dann wüsste er, dass das heute wirklich heftig für mich gewesen war.
Es tat mir daher auch unglaublich gut, allein und in Ruhe am Bach zu sitzen und mich beruhigen zu können. Die etwas eintönige Flickarbeit half mir dabei, meinen Herzschlaf zu beruhigen und langsam wieder herunterzukommen. Daher schaffte es nicht mal sein Kommentar, mich wieder aufzuregen Werden wir sehen... murmelte ich nur und nahm den Mantel entgegen. Mit geschultem Blick beachtete ich die Schäden und legte ihn dann auf den Stapel mit den noch zu flickenden Sachen. Es war noch ein beachtlicher Haufen, würde also noch ein gehöriger Zeitaufwand sein, doch es war eine mehr als willkommene Ablenkung von allem, was bisher heute passiert war.

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BeitragThema: Re: Die Schöne und das Biest   So Jun 25, 2017 8:12 pm

Mit einem vehementen Kopfschütteln begegnete Gorjon Kalyas wenig hilfreicher Aussage. "Ganz bestimmt.", versicherte er sofort trotzig, er hatte es noch nicht aufgegeben ihr die Hunde wieder etwas näher zu bringen, daher duldete er keinen weiteren verfrühten Rückzieher. "Wir machen es jeden Tag, bis du dich daran gewöhnt.", ging er sogar noch einen Schritt weiter, während er sich neben sie setzte. Interessiert beobachtete Gorjon wie geschickt sie sich bei der Arbeit anstellte und nahm dann ein bereits von ihr fertig gestelltes Teil an sich. Kalya hatte ganze Arbeit geleistet, dies zeigte sich deutlich als er den Stoff sehr kritisch begutachtete und sich ansah wie sie die Löcher ausgebessert und verstärkt hatte.
"Du bist eine sehr gute Hausfrau. Viele Ladys scheitern an diesen Dingen...", stellte er zufrieden fest, man konnte raushören das es ein großes Kompliment von ihm sein sollen. Gerade im Norden war es wichtig wenn die Dame des Hauses eben nicht nur gut aussah, sondern sich auch um viele Dinge im Haus kümmern konnte, daher wusste Kalya vermutlich das sie sich geehrt fühlen sollte. Gorjon sah ihr noch ein wenig zu und ging dann selbst wieder an die Arbeit, schickte ihr beizeiten den Quartiermeister, weil sie kochen sollte.
Er selbst beschäftigte sich in der Zwischenzeit mit den Hunden und versuchte herauszufinden welcher von ihnen am wenigsten angriffslustig auf Fremde reagieren würde. Er versuchte mit allen zu spielen, sodass sie bei guter Laune waren und auch die Hunde die sonst nicht oft bei ihm gewesen waren ihn besser kannten. So versuchte er sie schon auf den morgigen Tag vorzubereiten, wenn er Kalya wieder herbringen würde. Als er zufrieden war ging er wieder zum Feuer und wartete dort aufs Essen. Der Quartiermeister hatte aus dem Dorf einige Zutaten organisiert und sie damit betraut Haggis für Gorjon zu machen, vermutlich weil er sich einschleimen wollte, denn er wusste das es das Leibgericht des Hauptmanns war und als das Essen aufgetragen wurde behauptete er das Haggis sei von ihm und der Eintopf wiederum von Kalya.
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BeitragThema: Re: Die Schöne und das Biest   So Jun 25, 2017 8:36 pm

Ich seufzte tief und schüttelte den Kopf Ich komme mit, aber mach dich darauf gefasst, dass es langsamer geht als du es dir wünscht... schränkte ich ein und seufzte leise Glaub mir, ich will das schaffen, ich will diese Angst loswerden, aber... wann immer ich einen Hund sehe, sehe ich nur die Hunde der Boltons, wie sie dieses... kleine Mädchen zerfleischen... Ich wusste nicht, warum ich ihm das verriet. Ich hatte noch nie mit jemandem darüber gesprochen, was damals passiert war, nicht einmal mit meinem Vater, aber irgendwie fühlte es sich richtig an, es ihm zu sagen, damit er zumindest wusste, warum ich mich derart sperrte.
Meine Mutter hat immer darauf bestanden, dass ich alles lerne, was man können muss, um einen Haushalt zu führen... erklärte ich und lächelte leicht, sein Kompliment rührte mich sehr, zumal es absolut unerwartet gekommen war. Daher machte ich auch mehr oder weniger ungerührt weiter, doch das Lächeln blieb in meinem Gesicht.
Als man mich holte um beim kochen zu helfen, war der Haufen bereits zusammengeschrumpft, doch einige Teile hatte ich noch vor mir. Das Kochen machte mir jedoch großen Spaß, zumal Haggis auch das liebste Essen meines Vaters war und ich das Rezept daher mehr oder weniger im Blut hatte.
Als der Quartiermeister jedoch mein Essen als seines ausgab, war ich etwas beleidigt. Bisher war der Mann recht freundlich zu mir gewesen, aber das war doch ziemlich gemein, sodass ich die zweite Portion für Gorjon absichtlich stark nachsalzte, bevor ich sie dem Quartiermeister übergab, der sie an den Nordmann überbrachte. Er würde schon noch sehen, was es bedeutete, sich mit mir anzulegen. Gleichzeitig ergänzte ich die fehlende Würze im Eintopf, der bisher ziemlich fade schmeckte, sodass sich das Geschmacksverhältnis nun eigentlich umgekehrt hatte, der Eintopf also das bessere Gericht war.

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