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 Gasthaus

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Vaessa Cassel
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BeitragThema: Gasthaus    Do Dez 08, 2016 9:57 pm

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Ein kleines, wenn auch feines Gasthaus, in dem man sich von einer Reise erholen kann. Es gibt Wein, Met und das ein oder andere zu Essen, um seinen Hunger zu stillen. Sogar Zimmer zum nächtigen sind vorhanden.

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BeitragThema: Re: Gasthaus    So Dez 11, 2016 6:19 pm

cf: Räuberlager

Sie waren beinahe zwei Tage gelaufen, ehe sie ein Gasthaus erreichten. Caryn war die ganze Zeit vorrausgegangen und die beiden hatten nur spärlich Worte gewechselt. Wirklich erfahren hatten die beiden nichts voneinander in den Stunden und keiner von beiden hatte viel geschlafen. Doch dann war es dort vor ihnen, ein kleines Gasthaus, aus dem man schon laute Stimmen vernehmen konnte. "Scheint ja einiges los zu sein", merkte Lerris kurz an, sah sich um und entdeckte sogleich einen Anbindebalken. Rasch band er das dunkelbraune Pferd an, warf ihm etwas Heu aus einer kleinen Hütte daneben hin und betrat zusammen mit Caryn das Gasthaus. Wie die Stimmen von draußen schon vermuten ließen, war es voll in dem kleinen Wirtshaus, beinahe alle Tische waren belegt. Die Luft schien von Met, Bier und Wein getränkt. Doch auch der Duft von Schinken und frischem Gebäck drang zu Lerris vor. So ein richtiges Essen, das wäre schon etwas. Er merkte wie ihm schon das Wasser im Mund zusammenlief. Aber ob überhaupt noch Zimmer frei sind? Lerris hatte da so seine Zweifel. Ein kleiner, dicklicher Mann, er musste wohl der Wirt sein, stand hinter dem Tresen. In zügigen Schritten ging Lerris auf ihn zu. "Verzeiht", sprach er den Wirt an. "Sie hier und ich bräuchten Zimmer. Habt Ihr noch etwas frei?" Mit seiner Hand wies er grob zu Caryn.
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Caryn Forestyr
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BeitragThema: Re: Gasthaus    So Dez 11, 2016 9:24 pm

cf: Räuberlager

Zwei Tage waren vergangen, seit sie das Räuberlager verlassen hatten. Es waren zwei qualvolle Tage für Caryn gewesen, wenn sie es auch nicht zugeben wollte. Sowohl das tagelange Hungern und Dursten als auch ihr geschundener Körper insbesondere ihrer gebrochen Rippe forderten nun einmal ihren Tribut. Ruhe und Schlaf hätten dem möglicherweise Abhilfe verschafft, doch unterwegs war das nicht möglich. Auch fiel es ihr schwer, auf dem harten Waldboden zu schlafen, der Schmerz in ihrer Rippe machte das nicht gerade einfacher. Ebenso war es mit dem Laufen. Caryn war nur froh, nicht reiten zu müssen, sonst hätte sie den Schmerz und die Erschöpfung unmöglich verbergen können. So gelang es ihr einigermaßen gut, auch wenn ihr Gesicht von Stunde von Stunde blasser wurde. Dennoch bildete sie die Vorhut, auch damit Lerris keinen Blick auf ihr Gesicht erhaschen konnte. So lieb ihr seine Gesellschaft auch war, das Misstrauen ihm gegenüber war noch lange nicht verschwunden. Sprachen taten sie kaum und so wusste Caryn nach zwei Tagen in etwa so viel über ihren Begleiter wie zuvor auch - so gut wie gar nichts. Sie konnte nicht behaupten, dass ihr das sonderlich gefiel, doch sprechen lag momentan abseits ihrer Möglichkeiten. Sie würde ihn schon noch früh genug löchern.
Als sie das gesuchte Gasthaus endlich erreichten, schleppte sie sich nur noch. "Scheint ja einiges los zu sein", kommentierte Lerris den Lärm, der aus der Gaststube kam. Caryn nickte nur leicht, es war das einzige wozu sie noch fähig schien. Stumm folgte sie ihm, als er sein Pferd anband und dann das Gasthaus betrat. Der Geruch innerhalb der Gaststube brachte sie beinahe zum Weinen, so köstlich duftete es. Doch bevor sie aß, musste sie liegen und schlafen. Für eine längere Zeit.
Der Wirt hinter der Theke - ein dicklicher Mann, dessen Haare grau und rar gesät waren - putzte ein paar Krüge. Er sah auf, als Lerris nach den Zimmern fragte, musterte zuerst den Sprecher und huschte dann weiter zu Caryn. Seine Augen weiteten sich etwas beim Anblick ihrer Blutergüsse, die sich inzwischen gelb verfärbt hatten. Sein Blick wanderte zurück zu Lerris, diesmal merklich kühler. "Wir haben nur noch eines frei", erwiderte er knapp.

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BeitragThema: Re: Gasthaus    So Dez 11, 2016 11:08 pm

"Wir haben nur noch eines frei", erwiderte der Wirt knapp und Lerris merkte, wie ihm zunächst heiß und dann kalt wurde. Nur noch eines... Mit einer Hand fuhr er sich durch die Haare, seufzte auf und packte nach seinem Goldbeutel an seinem Gürtel. "Wenn Ihr noch ein paar Münzen dazu bekommt, sind dann zwei Zimmer frei?", fragte er den Wirt. "Ich sagte, wir haben nur noch eines frei", wiederholte dieser, dieses Mal in einem etwas schärferem Ton. "Wollt Ihr es nun oder nicht?" Lerris blickte etwas hilflos zu Caryn, ehe er sich wieder zu dem Wirt drehte. "Äh, ja. Sicher", erwiderte Lerris rasch. "Habt Ihr auch...äh, gibt es eine Möglichkeit in der Hütte nebenan zu schlafen?" Der Wirt lachte auf. "Ihr meint wo wir das Heu lagern? Sicher, wenn Ihr lieber dort pennt." Er war sichtlich amüsiert. "Zimmer ist die Treppe hoch, letzte Tür links", fügte er grinsend hinzu. "Danke", sagte Lerris zögernd und drehte sich dann wieder zu Caryn um. Vermutlich hatte sie das Gespräch mitbekommen. "Nehmt das Zimmer, mir ist ein weiches Bett nicht so wichtig." Das stimmte nicht so ganz. Eigentlich hatte er sich gerade darauf gefreut, mal wieder in einem Bett schlafen zu können, doch wenn das nicht ging, dann war das eben so.
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Caryn Forestyr
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BeitragThema: Re: Gasthaus    Mo Dez 12, 2016 5:25 pm

Es musste an ihrer Erschöpfung liegen, denn anders konnte Caryn es sich nicht wirklich erklären, warum sie zuerst nicht ganz verstand, welches Problem Lerris mit dem Zimmer hatte. An ihrer Erschöpfung und der Tatsache, dass sie sich in den letzten zwei Tagen so sehr an seine Anwesenheit gewöhnt hatte, dass es für sie beinahe selbstverständlich geworden war, ihn neben ihr zu wissen, Misstrauen hin oder her. Doch als sie näher darüber nachdachte, wurde ihre Kehle trocken. Ein Zimmer, ein Bett... Kein Wunder, dass er sich so sträubte. Schließlich hatte sie anfangs mehr als deutlich gemacht, wie abgeneigt sie dieser Art Bekanntschaft sie war. An dieser Meinung hatte sich bislang auch nichts geändert. Nun, nicht ganz... So ungern Caryn es sich eingestehen wollte, sie hatte sich immer wieder bei dem Gedanken erwischt.
"Wenn Ihr noch ein paar Münzen dazu bekommt, ist dann noch ein Zimmer frei?", fragte Lerris mit einer Spur Verzweiflung. Hoffnungsvoll wartete Caryn auf die Antwort des Wirtes - und wurde enttäuscht. Scheinbar war tatsächlich nur noch eines frei. Im Geiste bereitete sie sich bereits auf die kommenden Situationen vor. Vermutlich würde es zu einigen kommen, die eher unangenehm waren, doch damit würde sie schon fertig werden. Schließlich war sie keine unschuldige Lady, dass sie bei dem Wissen, sich mit einem Mann das Zimmer teilen zu müssen, direkt in Ohnmacht fiel. Lerris würde auch keinesfalls der erste sein und sicher auch nicht der letzte.
Der jedoch wollte sich mit dem Gedanken scheinbar so gar nicht abfinden. Als er sich quasi dazu bereitwilligte in der Scheune zu schlafen, sah Caryn ihn ungläubig an. So schlimm war sie jetzt auch wieder nicht, oder?! Ohne dass sie wirklich darüber nachdachte, erwiderte sie mit einem Kopfschütteln: "Vergesst es! Ihr kommt mit!" Mit diesen zugegeben etwas harschen Worten legte sie dem Wirt einige Goldmünzen auf die Theke und wandte sich zum Gehen. Dabei trat sie zu hart auf, dass der Schmerz einmal wieder durch ihre Seite jagte. Durch zusammengebissene Zähne und mit verzogenem Gesicht - die Alternative zu einem gequälten Aufschrei - fügte sie hinzu: "Wenn Ihr noch etwas Verbandszeug hättet..." Es war an der Zeit, die Rippe ordentlich zu bandagieren.

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BeitragThema: Re: Gasthaus    Di Dez 13, 2016 7:33 pm

Es überraschte Lerris, als Caryn den Kopf schüttelte. "Vergesst es! Ihr kommt mit!" Vollkommen verblüfft lief er hinter der Frau her, die eben beim Wirt das Zimmer bezahlt hatte. Jenes Zimmer, welches beide sich nun...teilen würden? Lerris erwischte sich selbst dabei, wie er Caryn fassungslos anstarrte, die Augen geweitet. Sie wollte sich das Zimmer mit ihm teilen, ein einziges Zimmer mit garantiert nur einem einzigen Bett. Aber wieso? Nach all dem, was ihr angetan worden sein musste. Konnte sie so schnell darüber hinweggekommen sein? Ihre Verletzungen sind nicht einmal verheilt. Das schmerzverzogene Gesicht entging ihm keinesfalls. "Wenn Ihr noch etwas Verbandszeug hättet...", setzte sie an und er nickte. Er hatte noch welches, natürlich. Langsam war Caryn vorgegangen und dann betraten beide das Zimmer. Die Treppe hoch, letzte Tür links. Dieses war es. Ein kleines Zimmer in einem kleinen Wirtshaus, mit einem Doppelbett, das durchaus ebenfalls größer sein könnte. Auf den Holzdielen lag ein schmuddeliges Bärenfell. Vielleicht kann ich darauf ja schlafen. Noch immer wollte Lerris sich nicht mit dem Gedanken anfreunden, sich ein Bett mit Caryn zu teilen. Nicht, dass er es nicht gewollt hätte, nein, eigentlich hätte er Nähe zu dieser Frau sicher stets willkommen gehießen, doch genau dort lag das Problem. Sie war eine Frau, ansehnlich noch dazu und er ein Mann, zwar niemals diese Art von Männern, aber noch immer ein Mann. Aus irgendeinem Grund fürchtete er sich vor solch unangenehmen Situationen. Man kann nicht immer Herr seiner selbst sein... Seinen Gedankengang nicht nach außen tragend, legte er sein Gepäck auf dem Boden ab und holte sogleich sein Verbandszeug heraus. "Hier, bitte." Er reichte Caryn das Verbandszeug und ließ seinen Blick erneut durch den Raum schweifen.
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Caryn Forestyr
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BeitragThema: Re: Gasthaus    Di Dez 13, 2016 8:49 pm

Im Grunde konnte Caryn es gar nicht mehr erwarten, das Zimmer und damit das Bett zu erreichen. Sie brauchte Schlaf, eine Menge und so wäre sie am liebsten gerannt. Doch ihre Verletzungen machten ihr da einen gründlichen Strich durch die Rechnung, so dass sie die Treppe nur mit einiger Mühe erklimmen konnte. Lerris, von dem kein Wort des Widerspruchs gekommen war, folgte ihr stumm, wenn sie sich seiner Verwunderung auch bewusst war. Doch die Erschöpfung reichte zu weit, als dass sie sich jetzt groß Gedanken darum machen konnte.
Das Zimmer war klein, aber gemütlich, das Bett einigermaßen sauber und auch der Staub hielt sich in Grenzen. Doch Caryn kam es nach langen Nächten auf dem Waldboden vor wie der Palast eines Königs. Ohne sich lange umzusehen, ging sie direkt auf das Bett zu und ließ sich erleichtert darauf fallen. Allein den Stoff unter ihren Fingern zu spüren war eine Wohltat.
Lerris folgte wesentlich zögerlicher. Caryn beobachte, wie sein Blick zuerst am Bett hängen blieb und dann zu einem Bärenfell auf dem Boden wanderte. Er stellte sein Gepäck auf dem Boden ab, wühlte ein wenig darin herum und förderte Verbandszeug zu Tage. Als Caryn es entgegennahm, streiften ihre Finger die seinen. Der plötzliche Körperkontakt hinterließ ein Kribbeln auf ihrer Haut. Mit einem innerlichen Kopfschütteln legte sie das Verbandszeug neben sich und legte erst einmal ihren Umhang ab. Einfach nur darauf bedacht, ihren Oberkörper so schnell wie möglich zu bandagieren, knotete sie ihr Mieder auf. Erst als sie nur noch im Unterhemd da saß, wurde ihr wieder Lerris' Anwesenheit bewusst. Ihre Finger verharrten in der Bewegung und Caryn spürte, wie ihre Wangen heiß wurden. Sie hatte geahnt, dass es zu unangenehmen Situationen kommen würde, doch so schnell?

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BeitragThema: Re: Gasthaus    Di Dez 13, 2016 9:59 pm

Ein wenig verloren stand Lerris einfach weiter im Raum umher und erwischte sich dabei, wie er wieder nur Caryn beobachtete, selbst als diese begann ihr Mieder aufzuknoten. Du Idiot, du Narr! Doch er benötigte einen Moment bis er seinen Blick von Caryn abwenden konnte. Wie kann etwas nur so wunderschön sein? Doch halt, worüber dachte er eigentlich nach? Hatte das kein Ende? Du benimmst dich wie ein kleiner Junge. Lerris konnte sich nicht über diese Narrheit seiner selbst beruhigen. Rasch wandte er seinen Blick von Caryn ab, die, wie er bemerkte, schon errötete. Es war keine gute Idee. Ich hätte das Gold nehmen und verschwinden sollen. Mit ein paar Schritten war er am anderen Ende des Raumes angelangt, wo er sich mit dem Rücken an der Wand zu Boden gleiten ließ. Er griff nach seinem Schwert und einem Lappen und begann die Klinge zu polieren - einfach um etwas zu tun zu haben und dieser unangenehmen Situation zu entfliehen. "Ich werde auf dem Boden schlafen", sagte er plötzlich, ohne wirklich zu wissen warum. Vermutlich wollte er einfach das Schweigen brechen, diese unangenehme Stille im Raum. "Ihr braucht nicht zu lügen, ich weiß, dass Euch lieber ist, nicht mit einem Fremden das Bett teilen zu müssen. Ich verstehe das schon. Ich würde es wohl genau so wollen."
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Caryn Forestyr
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BeitragThema: Re: Gasthaus    Di Dez 13, 2016 11:12 pm

Caryn spürte seinen Blick auf sich ruhen. Gerade als sie ihr Mieder aufschnürte, hätte er ihr unangenehm sein sollen, doch aus irgendeinem Grund war es das nicht. Auch als sie errötete, war es nicht, weil Lerris sie beobachtete. Oder doch? Ganz sicher war sie sich nicht, doch es spielte ohnehin keine Rolle, denn kaum hatte er ihre roten Wangen bemerkt, setzte er sich in eine Ecke und begann sein Schwert zu polieren, dass allerdings bereits glänzte vor Sauberkeit.
Seltsamerweise zitterten ihre Hände etwas, als Caryn das Mieder auszog und sich mit einem weiteren Blick zu Lerris - wobei sie sich nicht ganz einig mit sich selbst war, ob es ihr lieber wäre, ob er zu ihr herübersah oder nicht - das Unterhemd über den Kopf zog. Ein schmerzerfülltes Stöhnen konnte sie sich nicht verkneifen, da die Bewegung nicht gerade die angenehmste war. Mit zusammengekniffenen Lippen griff Caryn nach der Bandage, in der Absicht, die ganze Sache so schnell wie nur möglich hinter sich zu bringen. Doch plötzlich begann Lerris zu reden, den Blick noch immer gesenkt: "Ich werde auf dem Boden schlafen. Ihr braucht nicht zu lügen, ich weiß, dass es Euch lieber ist, nicht mit einem Fremden das Bett teilen zu müssen. Ich verstehe das schon. Ich würde es wohl genau so wollen."
Caryn verharrte in der Bewegung und sah ihn nachdenklich an. Tatsächlich wäre es keine Lüge zu sagen, es machte ihr etwas aus, im selben Bett mit ihm zu schlafen. Doch andererseits war es doch nicht die Wahrheit. Aber sie konnte ihn doch schlecht auf dem Boden schlafen lassen. Schließlich stand sie noch immer in seiner Schuld, das wäre einfach nicht angemessen. Sie blickte zu Boden und erwiderte: "Tatsächlich würde es mir recht wenig ausmachen. Das Bett ist breit genug für uns beide. Und um meine Unschuld zu sichern, könnt Ihr es machen wie die noblen Ritter in den Geschichten und Euer Schwert zwischen uns legen." Den letzten Satz sagte sie mehr im Scherz, bevor sie - wieder ernst - hinzufügte: "Ihr müsst nicht auf dem Boden schlafen."
In der Hoffnung, dieses Thema damit abgeschlossen zu haben, wandte sie sich wieder ihrer Bandage zu. Es entpuppte sich als schwieriger als erwartet, den Stoff um ihren Körper zu wickeln, ohne vor Schmerz in Tränen auszubrechen und selbst als sie es schaffte, war es lange nicht fest genug, um als nennenswerte Stütze zu dienen. Alleine würde sie das sicher nicht hinkriegen. Wieder wanderte ihr Blick zu Lerris und sie biss sich auf die Unterlippe. Eigentlich hatte sie keine andere Wahl. Und doch - mit nacktem Oberkörper? Warum musste das alles nur so kompliziert sein. "Ich... bräuchte hier Hilfe", merkte sie mit erneut heißen Wangen und unsicherer Stimme an.

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BeitragThema: Re: Gasthaus    Sa Dez 17, 2016 2:12 pm

Weiterhin tat er so, als müsste er sich furchtbar auf das Schwertpolieren konzentrieren und hob seinen Blick dementsprechend kein Bisschen. Auch nicht, als Caryn versuchte, Lerris zu überzeugen, dass er nicht auf dem Boden schlafen müsse. Damit schien sie dieses Thema auch schon wieder abgehakt zu haben. Ich bin mir da noch nicht so sicher. Doch ein wenig Zeit hatte er nun eben auch noch, um sich schlussendlich zu entscheiden. Und um meine Unschuld zu sichern, hatte sie gesagt, könnt Ihr es machen wie die noblen Ritter in den Geschichten und Euer Schwert zwischen uns legen. Bei dem Gedanken musste Lerris leise amüsiert schnauben. "Ich...bräuchte hier Hilfe." Die Stimme der jungen Frau ließ ihn aufblicken, ehe er sah, dass sie an ihrem Oberkörper nicht bekleidet war, und sein Blick wieder zu Boden schoss. Voller Scham errötete und blickte dann langsam wieder auf, bemüht, Caryn ins Gesicht und nirgendwo anders hinzuschauen. Sie bekommt die Bandage nicht alleine um ihren Oberkörper, realisierte Lerris. "Wartet", sagte er rasch, legte sein Schwert ab und stand auf. Mit ein paar großen Schritten war er bei dem Bett angekommen und setzte sich neben die Frau - mit großem, distanzierten Abstand. Vorsichtig nahm er ihr den Verbandsstoff ab und wickelte ihn ebenso vorsichtig um ihren Körper und befestigte ihn rasch. "Ähm, hier." Nervös biss er sich auf die Unterlippe und wandte seinen Blick ab, schaute ziellos in der Gegend herum.
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Caryn Forestyr
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BeitragThema: Re: Gasthaus    Sa Dez 17, 2016 7:36 pm

Sie war sich nicht sicher, was genau sie erwartet hatte. Doch die meisten Männer hätten die Situation ohne weiteres ausgenutzt und sich an dem Anblick ihres nackten Oberkörpers geweidet. Nicht, dass er sonderlich anziehend wirkte, grün und blau wie er war - wie eigentlich der Rest ihres Körpers war. Vor allem die rechte Seite, wo sie den Tritt kassiert hatte, der ihr die Rippe gebrochen hatte. Doch auch der Rest war nicht gerade leer ausgegangen. Doch das hätte die meisten nicht interessiert - nicht bei dem Anblick nackter Brüste. Nicht so Lerris. Als sie ihn um Hilfe bat, sah er auf - und senkte den Blick sofort wieder. Kurz darauf stand er auf und setzte sich neben sie - mit weitaus größerem Abstand als nötig gewesen sein. Seine Wangen waren feuerrot - in etwa so rot, wie die ihren inzwischen sein mussten. Stell dich nicht so an! Als wäre er der erste, der dich oberkörperfrei sieht. Als würde das irgendetwas bedeuten. Doch genau das tat es aus irgendeinem Grund und das machte die ganze Situation extrem unbehaglich. Während er ihr mit vorsichtigen Bewegungen die Bandage um den Oberkörper wickelte, bedeckte Caryn ihre nackte Brust mit den Händen und blickte mit zusammengebissenen Zähnen zu Boden. In ihr tobten die Gefühle - Emotionen, die sie kaum zuordnen konnte. Oder besser gesagt nicht zuordnen wollte. Denn unter der Verfangenheit, die die ganze Szene in ihr auslöste, lauerte eine seltsame Anziehungskraft. Fast schon hoffte sie, dass er sie versehentlich berührte. Doch das geschah nicht. Als die Bandage fest genug saß, zog er seine Hände zurück, während Caryn rasch nach ihrem Hemd griff und es sich über den Kopf zog. So bedeckt entspannte sie sich - doch lange nicht genug. Sie musste sich dreimal räuspern, ehe sie schließlich ein gemurmeltes Danke herausbekam. Derweil brannten ihre Wangen noch immer wie Feuer. Worauf habe ich mich da eigentlich eingelassen?

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BeitragThema: Re: Gasthaus    Sa Dez 17, 2016 7:56 pm

Wahrscheinlich hatte die ganze Situation bald ihr Höchstmaß am Unangenehm-Sein erreicht, das hoffte Lerris zumindest. Wohin sollte das Ganze noch laufen? Heiß und rot wie seine Wangen angelaufen waren, konnte man fast vermuten, er würde zum ersten Mal in seinem Leben eine Frau sehen. Doch so ist es nicht. Er war zwar niemals der große Aufreißer gewesen, aber jungfräulich war sein Leben nicht mehr, schon lange nicht mehr. Diese Vorsicht mit der Lerris die Bandage um den Oberkörper der jungen Frau gewickelt hatte, sie rührte daher, dass er sich irgendwie davor fürchte, ihre Haut zu berühren. Es wäre wohl falsch zu leugnen, dass er eine solche Berührung nicht willkommen gehießen hätte, doch genau diese Willigkeit dazu schreckte ihn aus einem unerfindlichen Grund ab. Vielleicht weil es ihr genau so unangenehm sein musste, weil das letzte Mal, als sie von einem Mann angefasst wurde, das nicht aus ihrem eigenen Willen geschah, du Idiot... "Danke", hörte er sie murmeln und schon hatte sie wieder ihr Hemd über den Kopf gestreift. Erleichtert atmete Lerris leise aus und erhob sie dann rasch wieder vom Bett. "Ihr...ihr müsst müde sein. Wenn Ihr schlafen wollt...Ich gehe in der Zeit nach unten...etwas essen und trinken...", stammelte er verlegen. "Es...Ihr müsst natürlich nicht...Nur wenn Ihr wollt...Eure Entscheidung."
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Caryn Forestyr
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BeitragThema: Re: Gasthaus    Sa Dez 17, 2016 8:56 pm

Nein!, war der erste impulsive Gedanke, der Caryn durch den Kopf schoss, als er anbot, ihr ihre Ruhe zum Schlafen zu lassen und in der Zeit etwas zu essen und zu trinken. Du kannst doch jetzt einfach nicht gehen! Bevor sie länger darüber nachdachte - was sich bisher noch nie als Fehler erwiesen hatte -, erwiderte sie rasch: Ich komme mit. Sofort wurden ihre Wangen noch röter, wenn das überhaupt möglich war. Ganz große Klasse. Wolltest du nicht eigentlich schlafen gehen? Ja, eigentlich schon. Aber... Ja, was aber? Sie wollte nicht, dass er sie jetzt verließ? Um etwas zu essen, während sie schlief? Das war doch wirklich kindisch. Darum geht es doch gar nicht. Ich habe nur auch Hunger und etwas zu trinken kann nie schaden..., rechtfertigte sie sich vor sich selbst. Innerlich lachte sie darüber. Natürlich. Als das Schweigen zwischen ihnen sich dehnte, fügte sie etwas stammelnd hinzu. Ich... Ich bin hungrig. Und so schlimm ist es nicht, also die Müdigkeit... Wunderbar? Ging es eigentlich noch peinlicher? Röter konnte ihr Gesicht gar nicht mehr werden. Rasch griff sie nach ihrem Mieder, streifte es über und knotete es wieder zu. Das hatte sie schon so oft gemacht, dass ihre Finger eigentlich geübt und geschickt darin sein mussten, doch stattdessen zitterten sie nun so sehr, dass Caryn sich mehrmals verknotete. Was zur Hölle ist eigentlich los mit dir? Als sie es endlich geschafft hatte, band sie sich den Umhang um. Der gab ihr irgendwie ein Gefühl der Sicherheit - das sie momentan auch dringend brauchte.

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BeitragThema: Re: Gasthaus    Sa Dez 17, 2016 11:29 pm

Das Schweigen zwischen den Beiden empfand Lerris als äußerst unangenehm, sodass er unbewusst begann, von einem auf den anderen Fuß zu treten. Als er es bemerkte, unterband er dieses Verhalten natürlich schlagartig. "Ich komme mit", durchbrach Caryn schließlich das Schweigen und Lerris hob die Augenbrauen. Sie war doch eben noch so müde...und jetzt? Jetzt wollte sie mit nach unten kommen. Er räusperte sich einmal verlegen, als sie fortfuhr. "Ich...Ich bin hungrig. Und so schlimm ist es nicht, also die Müdigkeit..." Sie versucht sich zu rechtfertigen. Wären beide nicht in dieser unangenehmen Situation, würde Lerris nun vermutlich grinsen. Amüsiert und auch ein wenig triumphierend, dass sie nicht wollte, dass er geht. Aber das ist doch kindisch. Sie hat es doch erklärt. Sie ist nur hungrig. Was bildest du dir darauf nur wieder ein? Dennoch konnte er sich ein leichtes, lächerliches Grinsen nicht verkneifen. Verdammt, bei den alten Göttern, reiß dich zusammen. "Äh, ja sicher", sagte er zögernd. "Ihr könnt gerne mitkommen...ich habe es ja gesagt, also...Ich meine, Ihr könntet so oder so entscheiden was Ihr tut, ich habe Euch ja nichts zu befehligen..." Du verrennst dich immer mehr... Hektisch drehte Lerris sich um, und schon lagen seine Finger auf dem Türknauf. "Äh, gehen wir", nuschelte er und trat rasch aus dem Zimmer.
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Caryn Forestyr
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BeitragThema: Re: Gasthaus    So Dez 18, 2016 12:17 am

Kaum erschien das Grinsen aus seinem Gesicht, konnte Caryn es nicht verhindern, dass sich ein schiefes Grinsen als Erwiderung auf ihre Lippen schlich. Einen kurzen Moment befürchtete sie, er könnte ihr verbieten, mit ihm zu kommen, wer wusste schon, vielleicht hatte er bereits die Nase voll von Caryn. Doch nein. Äußerst umständlich erklärte er ihr, dass sie gerne mitkommen konnte, schließlich hätte er ihr ja nichts zu sagen. Erleichtert wurde ihr Grinsen etwas breiter und sie folgte ihm zur Tür hinaus und die Treppe hinunter. Gehen war noch immer mühsam. Vielleicht hätte sie sich doch besser hinlegen sollen. Aber nein, sie hatte ja Klette spielen müssen, weil... Ja, warum eigentlich? Warum wollte sie unbedingt bei diesem Mann bleiben? Ihr schoss da eine Antwort durch den Kopf, die Caryn jedoch konsequent zur Seite schob. Nein, nicht heute, nicht jetzt, nicht so kurz nach der Sache mit den Räubern.
Einen freien Tisch zu finden war gar nicht so einfach wie gedacht, doch in der hintersten Ecke fand Caryn einen. Sie setzte sich als Erste, mit dem Rück zur Wand, etwas, was sie sich in den vergangen Jahren schnell angewöhnt hatte. Immer den Raum im Blick haben, immer auf der Hut sein. Dabei war sie dieses misstrauische Verhalten längst leid. Es erschöpfte, verhinderte normale Gespräche und Freundschaften. Das war doch keine Lebensweise. Und sie wusste, Lerris zu begleiten, war der erste Schritt gewesen, davon abzukommen. Denn was wusste sie schon von ihm? Seinen Namen, mehr nicht. Und doch hatte Caryn zugelassen, dass sie im selben Zimmer schliefen, aller Wahrscheinlichkeit nach sogar im selben Bett. Ich muss verrückt sein. Doch so fühlte es sich nicht an.

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BeitragThema: Re: Gasthaus    Di Dez 20, 2016 12:53 am

Caryn war es gewesen, die zuerst einen freien Tisch entdeckt hatte. Es war auch der einzige noch freie Tisch, denn das Gasthaus hatte sich seit der Ankunft der beiden nicht geleert - ganz im Gegenteil, es schien als wäre es unterdessen noch voller geworden. Lerris konnte sich auch irren, doch genau so kam es ihm vor. Nachdem Caryn sich gesetzt hatte, nahm auch Lerris Platz, ihr gegenüber, mit dem Blick zur Wand. Es machte ihm nichts, das Geschehen im Rücken zu haben. Etwas müde stützte er seinen Kopf auf seiner Hand ab und musterte Caryn kurz. Ich weiß rein gar nichts über sie. Ich kenne sie gar nicht. Aber was genau musste er über sie wissen? Ich weiß nichts über sie und sie weiß nichts über mich. Vielleicht war es einfacher, etwas über sie herauszubekommen, wenn er etwas über sich erzählte...vielleicht aber auch nicht. Ob ich es versuchen sollte? Lerris war sich ganz und gar nicht sicher. "Mein Name ist Lerris...", sagte er leise, obwohl er sich selbst nicht ganz sicher war, weshalb genau er das tat. "Mein Name ist Lerris Schnee. Das heißt, ich bin ein Bastard aus dem Norden." Unnötig dies hinzuzufügen, der Name Schnee war ihr sicherlich nicht unbekannt. "Mein Vater ist...war Rickard Karstark." Nun wusste sie, wer er war...oder auch nicht. Bekannt mochte der allgemeine Bastard-Name des Nordens natürlich sein, aber Lerris selber... Aber selbst wenn...was bringt ihr noch ein Name?
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Caryn Forestyr
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BeitragThema: Re: Gasthaus    Di Dez 20, 2016 12:20 pm

"Mein Name ist Lerris...", sagte er plötzlich und Caryn hob eine Augenbraue, wollte ihm bereits sagen, dass er ihr seinen Namen schon zwei Tage zuvor genannt hatte, doch da sprach er bereits weiter. "Mein Name ist Lerris Schnee." Sie richtete sich auf und erwiderte seinen Blick. Ein Bastard. Überrascht war sie nicht, irgendwie hatte sie ihn nie für einen Adeligen gehalten, doch seine Schwertkünste verrieten, dass er kein Bauer sein konnte, ebenso wie seine Kleidung. Da blieb nicht viel übrig außer Bastard. Wovon sie aber überrascht war, war die Offenheit, mit der er diese Tatsache darlegte. Caryn kannte einige Bastarde - ihr Onkel Malden, ihr Ziehbruder Jon, ein alter Freund und kurzweiliger Geliebter namens Bastyan... Und sie alle reagierten beschämt und peinlich berührt, wenn man sie auf ihren Nachnamen ansprach. Nur Bastyan hatte irgendwann frei darüber gesprochen - nach Wochen, die sie miteinander geschlafen hatten. Nachdem er ihr voll und ganz vertraut hatte. Der Gedanke, dass Lerris eben dieses Vertrauen in sie hatte, erschreckte Caryn. Wir kennen uns seit zwei Tagen... Doch ging es ihr nicht irgendwie genauso? Sie hatte darauf bestanden, dass er sie begleitete, dass er mit ihr im selben Raum schlief, sie war in seiner Anwesenheit eingeschlafen - ohne je wachsam oder auf der Hut zu sein. Sie vertraute ihm.
"Mein Vater ist...war Rickard Karstark", fuhr Lerris fort und Caryn versteifte sich. Rickard Karstark. Jener Rickard Karstark, der zwei seiner Söhne im Krieg verloren hatte und zwei Kinder, die mit dem falschen Namen geboren wurden, im Schlaf ermordet hatte, um seine Kinder zu rächen. Mit bemüht neutraler Stimme, in der aber noch ein Rest Wut und Verachtung für diesen Mann mitschwang, den Robb vollkommen zu Recht hingerichtet hatte, sagte sie: "Ich wusste nicht, dass Rickard Karstark einen ... weiteren Sohn hatte." Das Wort Bastard vermied sie lieber. Stattdessen musterte sie Lerris. Rotes Haar, wässrig grünblaue Augen, Sommersprossen. Er hatte nichts von den Karstarks an sich. "Ihr seht ihm nicht gerade ähnlich." Und bei all der Verachtung dem sie seinem Vater entgegenbrachte, hoffte sie aus tiefstem Herzen, dass das auch für seinen Charakter galt.

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BeitragThema: Re: Gasthaus    Di Dez 20, 2016 7:10 pm

Es war ein großer Schritt für Lerris gewesen, seinen Status als unehelichen Sohn eines Lords - eines verstorbenen Lords - offenzulegen. Als Kind hatte ihm sein Nachname nie Gutes verhießen und wieso sollte es nun anders sein? Niemals hätte er das getan, eigentlich niemals. Doch nun war es geschehen und ein wenig überrumpelt hatte er sich mit der Aussage auch selber. Wie kann es sein, dass ich ausgerechnet ihr so etwas anvertraue? Sein eigenes Verhalten machte ihn misstrauisch. "Ich wusste nicht, dass Rickard Karstark einen ... weiteren Sohn hatte", hörte er Caryn reden, etwas zögerlich. Sie will dieses Wort nicht in den Mund nehmen. Bastard... Wahrscheinlich denkt sie, ich würde empfindlicher darauf reagieren. Was auch nicht verwunderlich war. Normalerweise machte Lerris das auch nicht, sich mit dem vollen Namen vorstellen. "Ihr seht ihm nicht gerade ähnlich." Er lächelte leicht. "Nein...nein, das tue ich wohl nicht", bestätigte Lerris und schüttelte den Kopf etwas. "Ich sehe wohl eher meiner Mutter ähnlich. Sie ist verstorben, schon länger her", fügte er rasch hinzu. Und wahrscheinlich habe ich auch sonst nicht viel mit meinem Vater oder meinen Halbbrüdern gemeinsam. Die Wirtin, eine mittelalte, kleine, rundliche Frau, kam in diesem Moment an den Tisch der beiden. "Was darf es denn sein?" - "Ein Bier für mich und ein Brot mit Schinken", bestellte er ruhig und blickte dabei Caryn an, richtete sich etwas auf.
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Caryn Forestyr
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BeitragThema: Re: Gasthaus    Di Dez 20, 2016 8:44 pm

"Ich sehe wohl eher meiner Mutter ähnlich", erwiderte er mit einem schwachen Lächeln, das Caryn ohne weiteres erwiderte. Da hatten sie wohl etwas gemeinsam. Ihr hatte man immer gesagt, sie sähe aus wie das Ebenbild ihrer Mutter. Ob das tatsächlich stimmte, wusste sie nicht, woher auch? Ihre Mutter war gestorben, nur Stunden, nachdem sie ihre Tochter und ihren totgeborenen Sohn zur Welt gebracht hatte. Doch Malden hatte darauf bestanden und ihr Onkel hatte sie nie angelogen. Und dennoch hatte diese Ähnlichkeit ihren Vater nie davon abgehalten, ihre Kindheit mit den Füßen zu treten und sie zu dem zu verformen, das sie nun war. Monster. Nein, kein Monster. Nur, wenn sie die Kontrolle verlor. Und das würde sie nicht, nie wieder, sie hatte es sich geschworen.
Caryn riss sich selbst aus ihren Gedanken, indem sie Lerris ein schiefes Grinsen schenkte. "Eure Brüder müssen Euch um Euer Aussehen beneidet haben." Ein Kompliment, das nicht nur im Scherz gemeint war. Die Karstarks waren keinerlei sonderlich hübsche Brut, Lerris musste herausgestochen haben. Schließlich war er ansehlich - kein Loras Tyrell, den die meisten Mädchen nicht mehr aus dem Kopf bekamen, doch keineswegs hässlich. "Das mit Eurer Mutter tut mir Leid", fügte Caryn etwas zögerlich hinzu. Sie hatte ihre Mutter nie gekannt, insofern vermisste sie sie nicht gerade. Und was ihren Vater betraf... Sie hatte seinen Tod nie bedauert. Mord, es war Mord. Und du und Malden wart die Täter. Und wenn schon? Er hatte es verdient. Und doch konnte Caryn sehr gut nachvollziehen, wie es war, einen solchen Verlust zu machen. Malden, Robb und der Großteil ihrer Männer - die Menschen um sie herum starben wie die Fliegen. Und sie konnte nicht gerade behaupten, dass sie dies völlig kalt ließ.
Als die Wirtin nach ihrer Bestellung fragte, sah sie zu der rundlichen Frau auf und erwiderte mit einem schwachen Lächeln: "Wasser, Brot und Käse bitte." Bier entsprach nicht gerade ihrem Geschmack, Wein mied sie seit dem Verrat des Diebes lieber und Met war ihr zu süß im Moment. Außerdem hatte sie keine Ahnung, wie sich Alkohol auf ihren erschöpften Körper auswirkte. Am Ende traf sie noch die falschen Entscheidungen. Und die gingen meist in eine ganz bestimmte Richtung.

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BeitragThema: Re: Gasthaus    Di Dez 20, 2016 10:09 pm

Sie schenkte ihm ein schiefes Grinsen. "Eure Brüder müssen Euch um Euer Aussehen beneidet haben." Lerris bemerkte, wie seine Wangen rot anliefen und kratzte sich verlegen am Kopf. Halbbrüder. "Naja", stammelte er unruhig. "Ich denke nicht, dass sie mich um irgendetwas beneidet haben." Ob das wirklich bloß ein Scherz war? Lerris war sich nicht ganz sicher und so beschloss er weiter dazu zu schweigen. "Das mit Eurer Mutter tut mir Leid", sagte Caryn als nächstes und Lerris zuckte mit den Schultern. "Ist schon einige Zeit her...zehn Jahre, denke ich." Und in dieser Zeit hat sich so viel geändert...wie die Zeit vergeht. "Euch muss also nichts leidtun." Er lächelte schief und ein wenig gezwungen und beobachtete Caryn dann, die ebenfalls ihre Bestellung abgab, ehe die Wirtin wieder verschwand. Was sie doch für schönes Haar hat und ihre Augen... - Moment, was wird das? Schnell unterbrach er seinen eigenen Gedankengang, ehe er noch ins Unermessliche stieg. Du bist doch nicht etwa in sie... Aber nein, so etwas passierte nicht, nicht ihm, nicht mit ihr. Das wäre unangemessen. "Was ist mit Euch? Habt Ihr einen Nachnamen? Nichts für ungut, doch wie eine Bäuerin seht Ihr mir nicht aus. Ich verbrachte die ersten vierzehn Jahre meines Lebens unter Bauern und Müllern, Ihr seid sicherlich nichts von beidem." Er verschränkte seine Arme vor der Brust. Vielleicht würde sie nun etwas von sich preisgeben. Entweder das oder du warst zu aufdringlich und nun wird sie dir gar nichts mehr erzählen...
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Caryn Forestyr
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BeitragThema: Re: Gasthaus    Di Dez 20, 2016 10:39 pm

Als seine Wangen rot anliefen, konnte Caryn gar nicht anders als zu lächeln. Er schien es nicht wirklich oft Komplimente zu bekommen. Er ist ein Bastard, was denkst du denn? Kurz musste sie an Jon denken. Der Jon, der sie alle im Schwertkampf geschlagen hatte - nun, keine große Herausforderung bei Caryn, wenn sie ein Schwert in den Händen hielt, blieb es für gewöhnlich nicht lange dort - doch das Lob dafür nie wirklich akzeptiert hatte. Aber es stimmte doch. Anstelle seiner Brüder hätte Caryn ihn ganz sicher beneidet. Während sie ihre Bestellung aufgab, spürte sie seinen Blick auf sich ruhen und so ungern sie es zugab, es fühlte sich gut an. Denn er musterte sie nicht begierig oder misstrauisch oder verächtlich, wie die Blicke in letzter Zeit allzu oft gewesen waren. Nein, stattdessen hatte der Ausdruck in seinen Augen etwas Versunkenes, als würde er ein seltenes Kunstwerk betrachten. Und das fühlte sich verdammt gut an.
Als er nach ihrem Nachnamen fragte, blickte Caryn nachdenklich auf die Tischplatte. Natürlich hatte sie einen Nachnamen. Doch war es weise, diesen preiszugeben? Sein Vater war ein Karstark gewesen und seit seiner Hinrichtung waren die Karstarks nicht sonderlich gut auf die Starks zu sprechen... Oder deren Anhänger. Andererseits war ihr Haus so klein und unbedeutend, der Name war den meisten unbekannt. Und wenn man schon den Namen nicht kannte, wie sollte man da wissen, auf welcher Seite dieses Haus stand? Welche Seite eigentlich? Robb ist tot, diese Hurensöhne von Boltons haben die Macht. Es gibt keine Seiten mehr. So oder so, es war ungefährlich. Und nachdem er so ehrlich zu ihr gewesen war, wollte sie ihn nicht anlügen. "Mein Name ist Caryn Forestyr. Auch im Norden, im tiefsten Zipfel des Wolfswaldes. Nicht sonderlich bekannt." Sie zuckte mit den Schultern. "Aber ich würde mich nicht als Lady bezeichnen. Eher als..." Ja, als was? Kämpferin, Monster? "Eher als Jägerin." Die Antwort war mehr als nur vage. Aber immerhin wissen wir nun beide den vollen Namen des jeweils anderen. Mehr als zuvor.

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BeitragThema: Re: Gasthaus    Di Dez 20, 2016 11:17 pm

Er war nicht zu aufdringlich gewesen, jedenfalls ließ nichts an Caryns Verhalten darauf schließen. Zwar war, das, was sie von sich erzählte recht rar, doch immerhin sprach sie und vermutlich hatte Lerris selber ebenfalls nicht sehr viel mehr Informationen von sich preisgegeben. Sie kommt auch aus dem Norden. Er hatte es sich schon gedacht. Sie sah nicht aus wie eine Südländerin und so verhielt sie sich auch nicht. Caryn Forestyr. Der Nam Forestyr war Lerris nicht vollkommen unbekannt, er hatte sich stets darum gesorgt, sich zumindest ein kleines Bisschen zu bilden, doch Unterricht bei einem Maester wie ihn die meisten Adelskinder bekamen, hatte er niemals genossen. So kannte er nicht einmal die Hälfte aller Häuser in Westeros und das Lesen war ihm auch niemals sonderlich leicht gefallen. Forestyr war ihm also ein Name, doch einordnen konnte er diesen nicht wirklich. Als Caryn sagte, sie würde sie eher als Jägerin als als Lady bezeichnen, hob Lerris seine Augenbrauen. Eine Jägerin?"Dann hoffe ich, dass ihr nicht eines Tages eines so elenden Todes sterbt wie Robert Baratheon", frotzelte er schief grinsend und nahm gleich darauf sein Bier entgegen, das die Wirtin gerade gebracht hatte. Er nahm den Krug in die Hand, trank einen Schluck und wischte sich mit dem Handrücken den Schaumbart von seinen Lippen ab. "Ihr wolltet wirklich nur Wasser?", fragte er - einfach um irgendetwas zu fragen.
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Caryn Forestyr
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BeitragThema: Re: Gasthaus    Di Dez 20, 2016 11:52 pm

"Dann hoffe ich, dass ihr nicht eines Tages eines so elenden Todes sterbt wie Robert Baratheon", war seine einzige Erwiderung, die Caryn ein amüsiertes Grinsen auf die Lippen zauberte. Zur Antwort gab sie ein teils amüsiertes, teils verächtliches Schnauben von sich. "Das, was die meisten Adligen als Jagd bezeichnen ist mehr eine Hetze. Es geht um den Spaß am Töten, nicht ums Überleben. Wir ernähren uns hauptsächlich durch die Jagd, deshalb gehen wir... subtiler vor. Wie Raubkatzen. Keine Hunde, keine Speere, keine Pferde. Nur Pfeil und Bogen und Fallen. Soll heißen: Ich töte aus dem Hinterhalt. Da wird es einem Wildschwein schwer fallen, mich aufzuschlitzen." Über die Jagd zu reden war sicheres Terrain. Keine Bekennung zu irgendeiner Seite, keine allzu deutlichen Informationen. Dieses vorsichtige, misstrauische Verhalten lief bei ihr eigentlich automatisch, doch heute musste sie sich selbst immer wieder daran erinnern. Sie schob es auf die Erschöpfung, doch im Grunde wusste sie, dass es damit nichts zu tun hatte. Aus unerfindlichen Gründen vertraute sie Lerris, hatte ihm schon von dem Moment an vertraut, den sie ihn gesehen hatte.
Kaum hatte Caryn ihre Ausführungen beendet, brachte die Wirtin Getränke und Essen. Mit einem freundlichen Lächeln nahm sie ihren Krug mit Wasser und den Teller mit Brot und Käse entgegen. Sie beobachtete, wie Lerris sofort einen Schluck von seinem Bier nahm. "Ihr wolltet wirklich nur Wasser?", fragte er und sie zuckte mit den Schultern. "Bier entspricht nicht gerade meinem exzentrischen Geschmack, witzelte sie mit einem schiefen Grinsen auf den Lippen. Aber es war nicht der Geschmack. Es war der Alkohol. Und die Bereitwilligkeit zu... na ja, allem, die dieser in ihr auslöste. Und dann wäre unangenehm zu wenig, um die Situation zu beschreiben, in die sie dann geraten würden. Nein, Wasser war voll und ganz in Ordnung.

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BeitragThema: Re: Gasthaus    Mi Dez 21, 2016 5:31 pm

"Soll heißen: Ich töte aus dem Hinterhalt." Für einen Moment verschwand das Lächeln aus dem Gesicht des jungen Mannes und er blickte Caryn mit einem gewissen Misstrauen an. Für einen kurzen Zeitraum konnte er selber nicht verstehen, weshalb genau er das tat. Auf was für einen Menschen hast du dich bloß eingelassen? Er fing sich doch rasch wieder und lächelte erneut. Auf jeden Fall scheint sie keine Person zu sein, mit der man es sich verspielen sollte...Denke nur an diese Räuber. Doch diese schienen ihr ja jede Menge angetan zu haben. Sachen, zu denen Lerris aus eigenem Prinzip niemals im Stande wäre. Trotzdem... Sie könnte Anhängerin der Boltons sein. Man sagte, sie würden Menschen lebendig häuten. Ob sie auch so jemand ist? Sehr viel hatte ihr Haus ja nicht über sie ausgesagt. Wie kannst du einer Fremden einfach so blind vertrauen? Du musst ein Narr sein, Lerris Schnee. Und doch, als sie wieder sprach schienen all seine Zweifel wie weggeweht und erneut verlor er sich in ihrer Schönhei- Verdammt nochmal, Lerris! "Bier entspricht nicht gerade meinem exzentrischen Geschmack", sagte sie und er schwieg, starrte nur in seinen Krug. Wie sollte er herausfinden, wer sie war, wozu sie gehörte? "Ich war bei der Roten Hochzeit", sagte er schnell und ohne Zusammenhang einer typischen Konversation. "Ich meine, ich lebe noch, aber ich war dort. Nicht direkt drinnen, aber...ich konnte flüchten. Die wenigsten konnten das."
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Caryn Forestyr
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BeitragThema: Re: Gasthaus    Mi Dez 21, 2016 6:51 pm

Plötzlich verschwand das Lächeln aus Lerris' Gesicht und Misstrauen trat in seine Augen. Was zur Hölle? Caryn musste etwas Falsches gesagt oder getan haben, sonst konnte sie sich diesen plötzlichen Ausbruch von Misstrauen nicht erklären. Und obwohl sie zuerst verwirrt darüber war, löste es doch eine gewisse Erleichterung in ihr aus. Denn so sollten Gespräche unter Fremden ablaufen, vor allem in Kriegszeiten. Gegenseitiges Misstrauen, nicht der vertraute beinahe schon freundschaftliche Umgang, der bei ihnen immer wieder durchbrach.
Lerris erwiderte nichts zu ihren Jagdtechniken und ihr kleiner Scherz, was das Bier betraf, entlockte ihm nicht einmal ein Zucken der Mundwinkel. Irgendwie löste das eine gewisse Enttäuschung in ihr aus, denn so erleichtert Caryn zuerst auch über einen "normalen" Umgang gewesen war, so machte ihr das eisige Schweigen, das nun herrschte, mehr aus, als sie wahrnehmen wollte. Sie überlegte gerade an einer Frage, einer Aussage, irgendetwas, um die ungemütliche Stille zu durchbrechen, als Lerris plötzlich sprach.
"Ich war bei der Roten Hochzeit." Die Aussage hatte keinerlei Kontext, keinerlei Bezug zu ihrem vorherigen Gespräch. Doch kaum erreichten die Worte ihre Ohren, erstarrte sie mitten in der Bewegung - sie war gerade dabei gewesen, einen Schluck Wasser zu nehmen - und sie spürte, wie die Wut sie wieder umfing wie eine alte Freundin. Es war jene Wut, die Caryn nach Königsmund gebracht hatte, sie Monate von Duellen auf Leben und Tod hatte durchstehen lassen und die sich schützend wie eine Rüstung um sie gelegt hatte, so dass da keine anderen Gefühle waren außer Wut und Hass. Die perfekten Instrumente zum Töten. Ihre Wut war nicht gegen Lerris gerichtet, wie auch? Er war dort gewesen, hatte er gesagt. Als Walder Frey an seinem Tisch saß und lachte, während Roose Bolton Robb einen Dolch durchs Herz jagte. Es waren jene zwei Männer, gegen die ihre Wut gerichtet war, jene Verräter, die einen qualvollen Tod verdient hatten und doch so unerreichbar waren.
"Ich konnte flüchten. Die wenigsten konnten das." Unwillkürlich hob Caryn den Kopf und starrte ihn an. Wenn er hatte fliehen können... Malden, vielleicht war es ihm auch gelungen. Dann hätte er dir längst eine Nachricht zukommen lassen. Und doch, sie musste es wissen. "Ihr wisst nicht zufällig von einem anderen Mann, dem die Flucht gelungen ist. Malden. Malden Schnee. Vielleicht hatte er einige Männer dabei, Bogenschützen." Ihre Stimme schwankte zwischen Verzweiflung und Hoffnung. Bitte sag ja. Bitte sag, du weißt, dass er lebt. Doch wie wahrscheinlich war das schon?

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