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 Der Schlossgarten

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Trevas Batler

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BeitragThema: Re: Der Schlossgarten   Sa Jul 02, 2016 4:21 pm

Trevas lächelte und strich ihr über die Arme. " Hey. Alles wird gut. Ich kenne Loras auch. Glaube mir er wird ins Exil gehen ganz allein schon um euch zu schützen. Er ist ein sehr großer Familienmensch und seine Familie bedeutet ihm auch alles!" Er wusste das er Lannia damit vielleicht nicht wirklich beruhigen konnte, aber er empfand es so und er wollte sie nicht anlügen. "Loras schafft das schon. Er ist ein zäher Bursche und auch nicht schlecht im Kämpfen. Glaube mir!" Dann fingen sie an mit Vertrauen. Ja hier konnte man wirklich niemandem vertrauen. Außer vielleicht Olenna, aber das waren dann auch schon alle. "Gibt es nicht auch noch die Königin der Dornen? Eure Großmutter? Vertraut ihr ihr nicht?" Es interessierte ihn jetzt gerade. Er war der Einzige dem sie vertraute. Irgendwie freute es ihn das zu hören und er würde alles dafür tun, dass es so blieb. Er musterte die Couch. Ein solches Möbelstück war ungewöhnlich für einen Garten, aber es passte zu Lannia. "Dann werde ich dies mit Freuden tun. Ich glaube aber auch nicht das Loras sich von allen verabschieden wird. Er ist zu nah am Wasser gebaut und vielleicht hat er Angst, dass er dann dadurch seine Meinung doch noch ändert!" Er konnte es nur vermuten.

( Sorry für den kurzen Post. Meine Hand macht Probleme und da war ein längerer leider nicht drin. Bin froh dass ich einen zu Stande bekommen habe. Hoffe aber trotzdem dass er dir gefällt^^)
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Lannia Rothweyn

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BeitragThema: Re: Der Schlossgarten   So Jul 03, 2016 5:08 pm

Wahrscheinlich hatte Trevas recht und Loras würde gehen, gerade um seine Familie zu beschützen. Und natürlich... er konnte kämpfen, war ein Meister mit der Lanze. Und dennoch machte sich die Cousine des Blumenritters etwas Sorgen, auch wenn sie wusste, dass ihr Freund versuchte sie zu beruhigen und sie vielleicht auf andere Gedanken zu bringen.
Gerade als das Thema auf die Vertrauten der jungen Lady rutschte, schien der dunkelhaarige junge Mann das zu schaffen, denn seine Frage nach Olenna regte sie zum Nachdenken an. Natürlich sie ist ihre Großmutter und Lannia konnte durchaus behaupten, dass sie sich mit der Dornenkönigin verstand, aber dennoch störte sie etwas, obwohl sie zur Familie gehörte. "Ich vertraue ihr auch... Irgendwie. Klar, sie gehört zur Familie, aber sie hatte stets einen engeren Bund zu Marge, obwohl auch ich oft in den Genuss ihrer Anwesenheit kam", antwortete die junge Frau mit dem bronzenen Haar, während sie sich inzwischen wieder auf ihrer Couch niedergelassen hatte. "Ich vertraue dir dennoch mehr. Ich kenne dich schon mein gefühltes Leben lang und du warst mir stets ein Freund als auch eine gute Wache, Trevas." Lannia war ehrlich zu ihm und klopfte nun auf den freiden Platz neben sich, während sie seinen Worten lauschte.
"Wahrscheinlich hast du Recht. Dann werde ich mich wohl nur in Gedanken von ihm verabschieden können. Oder erschickt eines Tages einen Brief und lässt mich wissen, wo es ihn hin verschlagen hat, damit ich ihm schreiben kann", stimmte ihm die junge Lady zu und griff zu ihrem Glas Wein, das auf einem kleinen Beistelltisch stand, um daran zu nippen. "Aber ich will nicht länger darüber reden... sonst kommen mir noch weitere Pläne in den Kopf, die ich zum Schutz meiner Familie nicht in die Tat umsetzten sollte."

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Trevas Batler

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BeitragThema: Re: Der Schlossgarten   Mo Jul 04, 2016 10:22 am

Trevas hörte zu was Lannia über ihre Großmutter sprach. Von dieser Seite hatte er es natürlich noch nicht betrachtet. Lady Olenna war für ihn ein Buch mit tausend Schlössern. Undurchdringbar und Undurchschaubar. Auch wenn er große Respekt vor der Königin der Dornen hatte. "Du hast Recht verzeih. Es ist schwer jemandem bedingungslos zu vertrauen. Besonders in der heutigen Zeit und besonders hier in der Hauptstadt!" Als er so viel Lob über sich hörte, musste er lächeln. "Es erfüllt mich auch mit Stolz und Freude dir ein guter Freund und eine gute Wache sein zu dürfen. Für dich würde ich durch die Hölle gehen und mein Leben geben um deines zu schützen!" Er hoffte nur dass hier nicht so viele Männer vorbeikamen die dann das Lied 'Regen von Castamaere' singen. Wenn er dieses nur hörte kam es ihm hoch. Da vernichtet man ein Haus und prahlt durch ein Lied noch damit. Er verabscheute die Lennisters. Jedoch fuhr er nicht aus der Haut sondern blieb ruhig. "Loras schreibt dir bestimmt, wenn er es kann!" Immerhin lebte Loras jetzt auf einem anderen Kontinent weit nach der Meerenge und da stellte er es sich recht schwierig vor. Schwierig, aber nicht unmöglich. Er sah sich um. "Seit wann steht hier eigentlich ein Sofa?" Leicht musste er schmunzeln. Außerdem wollte er ein bisschen das Thema wechseln und Lannia auf andere Gedanken bringen.
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Lannia Rothweyn

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BeitragThema: Re: Der Schlossgarten   Mo Jul 04, 2016 3:42 pm

Lannia schmunzelte bei seinen Worten, winkte allerdings ab und schüttelte leicht den Kopf. "Es muss nichts verziehen werden, Trevas. Aber ja, es ist tatsächlich schwer jemandem zu vertrauen, deswegen bin ich ja froh jemanden zu haben, dem ich vertrauen kann", sagte sie und blickte kurz durch den Garten. Sie könnte schwören Schritte zu hören, weswegen sie sich etwas aufsetzte, um vielleicht mehr sehen zu können. Doch da war noch nichts und noch niemand. Wahrscheinlich spukt es schon in meinem Kopf, dachte sie sich und konzentrierte sich lieber wieder auf ihr Gegenüber, der sich über das gehäufte Lob, dass sie ihm gegeben hatte sichtlich freute, was wiederum die junge Lady aus dem Hause Rothweyn freute und sie grinsen ließ.
"Ich hoffe, doch dass er schreibt, sonst stauche ich ihm bei seiner Rückkehr erst zusammen, bevor ich ihm um den Hals falle", kicherte sie und war froh, langsam auf andere Gedanken zu kommen. Ja, dafür liebte sie den jungen Recken vor sich wirklich. Er schaffte es oft, sie vom Wesentlichen abzulenken, damit sich Lannia nicht mehr so den Kopf zerbrach, wobei sie das wahrscheinlich tun sollte und es immer wieder machte - gerade wenn es um ihre Familie ging.
Kurz folgte sie seinem schweifenden Blick durch den Garten, konnte aber immer noch nichts Außergewöhnliches erkennen, obwohl sie schwören konnte, in der Nähe Stimmen zu hören, die langsam und etwas unbeholfen näher kam. Irgendwelche Wachen, die patrouillierten und sich über unwichtige Dinge unterhielten und sich über dreckige Witze auslachten. Es war nichts Neues und das würde es auch nie sein. Erst die Frage von Trevas holte die hübsche Lady zurück auf den Boden der Tatsachen und zurück in die Gegenwart. Sie zuckte mit den Schultern, grinste unschuldig und sah mit großen Augen zu dem dunkelhaarigen Recken auf. "Seit dem ich ein paar Diener dazu genötigt habe, sie hier raus zu tragen. Banken gibt es immer in Gärten. Ich wollte eine gemütliche Couch, in die mich lehnen kann", sagte sie mit einer ebenso unschuldig klingenden Stimme. Wie zur Untermalung ihrer Worte lehnte sie sich mit ihrem Glas Wein in der Hand zurück und nahm einen kleinen Schluck.
Aber die Ruhe blieb nicht lange, denn jene Stimmen, welche sie zuvor gehört hatte, kamen nun deutlich näher und kaum, dass sie nahe genug waren, erkannte Lannia, was sie da vor sich her trällerten. Sofort stellte sie ihr Glas auf dem kleinen Tisch ab und setzte sich wieder etwas auf, sah mit einem prüfenden und leicht sorgenvollen Blick zu Trevas, da sie sehr genau wusste, wie sehr er dieses Lied hasste. "Bitte bleib einfach ganz ruhig...", sagte sie leise, stand wieder auf wartete darauf, bis die Wachen an ihrem schattigen, mit Sonnenlicht besprenkeltem Plätzchen vorbei kommen würden.

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Trevas Batler

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BeitragThema: Re: Der Schlossgarten   Mo Jul 04, 2016 4:45 pm

Ein sanftes Lächeln machte sich auf dem Gesicht von Trevas breit. Nicht viele vertrautem ihm oder besser gesagt vertraute er sich nicht vielen Leuten an. Lannia wusste eine ganze Menge über ihn und darüber war er auch mehr als nur froh. "Sicherlich hättest du auch deinem Cousin vertraut, aber leider ist er nicht hier. Er hätte sich deiner sicher gerne angenommen. Ich frage mich noch immer wie Joffrey so etwas tun konnte, aber das beweißt mal wieder wozu ein Lennister außer Kontrolle  alles fähig ist!" Er spielte hierbei auf die Vernichtung seines Hauses an. An die Hinrichtung von Ned Stark und an viele andere Dinge bei denen die Lennisters vorherrschend waren. Sie machten sich nicht sonderlich beliebt in der Bevölkerung aber sie hatten Macht und Einfluss und einen König der herrschte wie er wollte und sich nichts sagen ließ. Während er den weiteren Worten von Lannia lauschte, sah er sich um. Jedoch konnte er nichts und niemanden entdecken. Sie waren also allein? Recht ungewöhnlich für Königsmund möchte man meinen. Er lächelte Lannia an. "Na dann hoffen wir doch mal das Loras so klug ist und dir schreibt!" Doch dies wird er sicherlich tun. Zumindest nahm Trevas es an. Er konnte nicht komplett ohne seine Familie sein.
Dann hörte er sich die Erklärung an, warum ein Sofa den Garten zierte. "Ich verbessere dich nur ungerne, aber es sind Bänke Teuerste!" Jetzt musste er doch grinsen. Doch lange hielt diese gute Laune an. "....und also sprach der Lord von Castamaere....." Er hörte leise Stimmen und die sangen ein Lied das er auf den Tod hasste, weil es von dem Untergang seiner Familie handelte. Seine Miene verdüsterte sich. "....Doch Regn nun beweint die Burg....." Diese Worte. Diese verdammten Worte. Er wollte das Lied nicht hören und immer wenn er es hörte, machte es ihn rasend. Tief atmete er ein und aus und versuchte sich nicht aufzuregen. Die Wachen kamen immer näher. Ebenso der Gesang. "....Doch niemand hört ihn mehr....." Sie kamen immer immer näher und innerlich brodelte Trevas. Er hörte die Worte von Lannia. "Ich hasse das Lied!" Er kramte in seiner Tasche nach seinem Dolch. "....Ja Regen fällt auf seine Burg....." Sie waren nur noch ein paar Schritte entfernt.
Die Wachen würden nicht wissen was sie mit diesem Lied anrichteten, dass sie so laut und aus tiefstem Herzen sangen. "....und niemand hört ihn mehr!" grölten sie und lachten. Das Lied endete gerade in dem Moment wo sie zu Lannia und Trevas traten und seine Augen funkelten böse. Dann packte er sich einen von ihnen und drückte ihn gegen den Tisch. Dann rammte er ihm seinen Dolch in den Arm.
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Lannia Rothweyn

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BeitragThema: Re: Der Schlossgarten   Mo Jul 04, 2016 6:05 pm

Sie seufzte bei seinen Worten. Ja, Loras wäre wahrscheinlich jemand gewesen, dem sie sich ebenso anvertraut hätte, wie sie es bei Trevas tat. Ihre Wache und ihr Cousin hatten sich zudem immer gut verstanden und konnten ebenso zusammen feiern, wenn es der Augenblick zu ließ. In Gelassenheit feiern... es wäre wieder etwas schönes, doch die Frage war, welchen Grund zum Feiern sie hätten. Derzeit gab es wohl kaum einen. Erst der Tod von Marge und nun die Verbannung von Loras. Nein, derzeit lief etwas schief und Lannia war sich fast sicher, dass die Katastrophen noch kein Ende haben würden. Aber sie die brünette Schönheit wollte wirklich nicht weiter über die Zukunft nachdenken, geschweige denn darüber reden, auch wenn es meist kaum möglich war, es nicht zu tun.
Aber wenigstens schaffte sie es mit ihrer vertrauenswürdigen Wache zu lachen und selbst das war schon mal Gold wert. "Er wird klug genug sein. ich weiß es sicher...", sagte sie sich und tat das Thema damit ab, während sie über ihr Gesagtes nachdachte und die Verbesserung ihres Sprechfehlers mit einem Lachen und einem in ihrer Hand versteckten, peinlich berührten Blick abtat. "Verzeih... Mein Kopf ist bereits vollkommen vernebelt von all den schlechten Nachrichten, die uns in letzter Zeit erreichten", entschuldigte sie sich und blickte dann wieder zu ihm, sah sein Grinsen und wie es im nächsten Augenblick wieder verschwand. Nein... Warum müssen diese verfluchten Leute jetzt hier lang laufen...!? Und dieses Lied singen!?, fragte sie sich und alle möglichen existierenden Götter dieser Welt.
Über Trevas' Blick legte sich sofort ein finsterer Schatten, der von Lannia nicht unbemerkt blieb. Das würde Ärger geben, sie hatte im Gefühl und dennoch versuchte ihre Wache mit ein paar sanften Worten zu beruhigen. Doch es schien als sei der dunkelhaarige Recke in tiefster Trance; hörte kaum was sie sagte, während die Soldaten der Lennisters immer näher kamen und weiterhin aus Herzenslust ihr Liedchen trällerten. Wie er nach irgendetwas kramte, bekam die junge Rothweyn nur nebenbei mit, stattdessen legte sie ihm sanft eine lockere Hand auf die Schulter und sah ihn aus ihren blauen Augen eindringlich an. "Bitte mach ja nichts Dummes, Trevas", sagte sie nochmal und hoffte dieses Mal würden ihre Worte eher zu ihm durchdringen. Doch vergebens...
Kaum machten die tiefen Klänge des Liedes lautem Gelächter Platz, schlenderten die beiden Rotröcke an ihnen vorbei und Lannias langjähriger Freund war nicht mehr zu halten. Eine der Wachen landete schnell auf dem kleinen Beistelltisch und erhielt dank eines Dolchs ein neues Andenken an diesen Tag. Die junge Lady selbst machte einen großen Schritt zurück und brachte keinen Ton heraus, während der noch aufrecht stehende Lennister wütend auffuhr und nach seinem Schwert griff. "Was soll das, du verfluchter Bastard!?", knurrte er Trevas an und wollte sein Schwert ziehen.

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Trevas Batler

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BeitragThema: Re: Der Schlossgarten   Mo Jul 04, 2016 6:31 pm

Trevas war ganz außer sich. Eigentlich hatte er sich unter Kontrolle. Nun gut in Rosengarten sang man dieses Lied auch nicht. Doch zu Festen und Feiern konnte er das Lied auch ertragen oder ging einfach. Warum jetzt nicht? Warum war er nicht einfach gegangen oder hatte zumindest versucht es zu ignorieren? Vielleicht war es einfach alles zu viel in den letzten Tagen? Loras mochte er auch sehr gerne und die Nachricht seiner Verbannung nahm ihm wahrscheinlich mehr mit als er zugeben wollte. Niemand hier wusste wie er auf dieses Lied immer reagierte und das war auch gut so. Eigentlich hätte er ja damit rechnen müssen dass er den 'Regen von Castamaere' irgendwann hören würde oder? Doch vermutlich niemand konnte ahnen dass er so ausrasten würde. Die Worte des einen Mannes machten es nicht viel besser. Im Gegenteil. Sie verschlimmerten es eher. Den Dolch zog er heraus und das Blut floss von den Armen des Mannes. Dann rammte er ihm den Dolch in den Oberkörper, genauer gesagt in die Schulter. "Was das soll? Die Lennisters rotteten mein Haus, meine Familie aus und brannten Castamaere nieder. Sie plusterten sich auf und stellten sich als die Guten dar. Ihr alle singt das Lied und erfreut euch darüber das Menschen gestorben sind. Diese Freude werde ich euch alle austreiben, darauf kannst du dich verlassen. Wer auch immer dieses Lied ins Leben gerufen hat, dem kannst du danken dass du jetzt stirbst!" Mit finsterter Miene sah er ihn noch einmal an, bevor er sich blitzschnell drehte und ihm den Dolch durchs Herz rammte. Dann sah er zu Lannia. "Dir geht es gut?" Lange würde das sicherlich nicht mehr dauern und sie würden kommen. Die zweite Wache war der Weilen schon auf den Weg um eine weitere Patrouille darüber in Kenntnis zu setzen und Trevas dann festnehmen zu lassen. Dieser sah sich sein Massaker an und seufzte. Dann fluchte er mit sich selber. So konnte man wirklich niemandem helfen, aber diese Erkenntnis kam leider zu spät. Man hörte schon die Schritte der anderen Wachen.
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Lannia Rothweyn

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BeitragThema: Re: Der Schlossgarten   Mo Jul 04, 2016 7:08 pm

Sie konnte nicht mehr tun, als dem Treiben einfach zuzusehen. Weg sehen ging nicht, dafür war die Aufregung zu groß und Lannias Muskeln zu verspannt. Dass ihre Leibwache 'Die Regen von Castamaer' nicht ausstehen konnte wusste sie. Doch für gewöhnlich hatte er sich im Griff und war selten so außer sich, wie jetzt. Seine Worte waren zwar wahr, doch es würde schwere Folgen haben, wenn das hier noch schlimmer wurde, das wusste die junge Lady aus dem Hause Rothweyn. Doch während ihrer Sprachlosigkeit, sah sie einfach zu, wie sich das rote Blut, das aus Arm, Schulter und schließlich auch der Brust der Wache quoll und den Boden als auch den Tisch floss und beides in roten Pfützen bedeckte. Sie konnte Blut sehen, sehr wohl. Nicht selten erinnerte es an einen kräftigen Rotwein, der durch alle Adern eines jeden Menschen floss. Und dennoch mochte sie weder den Anblick noch diesen scharfen, eisernen Geruch, der einem dabei in die Nase stieg.
Als alles vorbei zu sein schien und der tote Lennister mit einem dumpfen Aufprall auf dem Boden landete, fand Lannia zum ersten Mal ihren Atem wieder und sah Trevas mit etwas starrem Blick an. Seine Frage erschien ihr so surreal in diesem Moment. Wahrscheinlich fand sie auch genau deshalb keine Antwort. Aber nach einem weiteren Augenblick fand sie wenigstens ihre Stimme wieder und sah den dunkelhaarigen Recken eindringlich und mit großen blauen Augen an.
"Trevas... Du hast gerade einen Rotrock umgebracht... Im Garten des roten Bergfrieds", sagte sie und umfasste in der nächsten Sekunde seinen Kopf mit sanftem als auch leicht zittrigem Griff. "Die werden dich festnehmen und im schlimmsten Fall vor ein Urteil des Königs stellen. Der König der vor nicht einem Tag meinen Cousin grundlos in die Verbannung geschickt hat", fuhr sie fort und hörte bereits die heraneilenden weiteren Wachen.
"Jetzt muss ich wohl dich davor bewahren nichts Dummes mehr zu machen." Sie zwang sich zu einem schwachen Lächeln, schüttelte aber den Kopf und dachte nach, während die Schritte lauter wurden und die Rotröcke schließlich direkt vor ihnen standen. "Im Namen des Königs, Ihr seid verhaftet!", sagte ein unbekannter Recke mit rotem Umhang und lauter als auch deutlicher Stimme.

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Trevas Batler

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BeitragThema: Re: Der Schlossgarten   Mo Jul 04, 2016 10:00 pm

Er sah sich den Ort des Geschehens genau an. Vermutlich konnte man den Tisch als Feuerholz benutzen und auch mit der Wache war nicht mehr sonderlich viel anzufangen. Als sie ihre letzten Atemzüge tat, zog er den Dolch mit ausdrucksloser Miene wieder heraus und das Blut floss aus der Wunde. Er brauchte einen Moment um zu realisieren was wirklich passiert war. Er ließ den Dolch in seinen Händen fallen und sah dann zu Lannia. "Ja....Ja das habe ich. Er hätte nur nicht singen brauchen Lannia. Einfach nicht singen. Er hätte es lassen sollen. Schweigen sollen oder einfach gar nicht erst hier lang laufen müssen!" sagte er dann und man konnte denken, dass er den Verstand langsam verlor und durchdrehte. Er sah sie auch mit triumphierenden Blicken an. Doch es schwang auch viel Hass und Wut in diesen mit. "Ach der König. Der kann mir gestohlen bleiben. Er ist nicht mein König. Wird er auch niemals sein. Nicht so jemand der einen ehrenhaften Mann wie Ned Stark hinrichten lässt und deinen Cousin seiner Titel und seiner Heimat beraubt. Der ihn in die Verbannung schickt!" Sie hatten das Problem dass er diese Worte nicht sonderlich leise aussprach. Im Gegenteil. Er grölte sie fast. Als er die Wachen hörte, lachte er sie aus. "Ich gehe mit euch jede Wette ein, dass der König nicht einmal darüber Bescheid weiß!" Er lachte die Wachen aus.
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Lannia Rothweyn

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BeitragThema: Re: Der Schlossgarten   Mo Jul 04, 2016 11:07 pm

Sie hörte seine Worte und schüttelte nur weiter den Kopf. Trevas schien dem Wahnsinn nah und sie erwiderte seinen durchtrieben Blick, mit großer Sorge in ihren blauen Augen. Es endete in einer Katastrophe, wie sie es im Gefühl gehabt hatte und das war alles andere als gut! Die Wachen waren hier lang gekommen und hatten gesungen, es war unschön und dennoch hätte er nicht so handeln dürfen. Nicht so offenherzig zumindest. Und was den König betraf, so würde er sicher davon hören. So konnte sie sich einen Moment lang nicht halten und verpasste ihrem Freund eine gut gemeinte Ohrfeige, damit er wenigstens still war. "Sei still!", zischte sie und konnte kaum über ihren barschen Ton gegenüber Trevas hinweg sehen.
Sie sah zu Wachen hob eine Hand, um sie für einen Moment zu stoppen. "Bitte, haltet noch einen Moment ein. Ich will mit ihm reden, bevor ihr Eurer Pflicht nachgehen könnt, ehrenwerte Männer. Kümmert Euch zuerst um Euren toten Kameraden. Er soll nicht hier verweilen." Mit ernstem Blick aus kühle blauen Augen sah sie den Befehlshaber der kleinen Truppe an und wartete ab, bewahrte so gut es gerade ging eine eiserne Miene, bis der Rotrock sich einverstanden gab und seine Leuten Befehle erteilte und Lannia sich ausatmend ihrer Leibwache zuwandte und diesen mit festem Griff am Arm packte und ihn mit dem gleichen durchdringenden Blick ansah, mit dem sie gerade den Wachmann durchbohren konnte.
"Hör zu! Ich habe keine Lust darauf noch jemanden zu verlieren, der mir nahe steht. Also sei ruhig und schweige, während die dich mitnehmen. Denn so bekomme ich dich vielleicht noch in einem Stück aus dem Kerker und zwar ohne, dass der König - und ja er ist nun mal auch noch dein König - dich als Verräter abstempelt. Und sei dir bewusst, dass das ein Befehl deiner Lady ist."
Das noch beim König sagte sie extra leise. Sie hatten hier ohnehin schon genug Ärger. Doch Lannia sah ihre Leibwache immer noch so befehlshaberisch an, wie zuvor und seufzte dann, um ihm einen Kuss auf die Wange zu geben. "Bitte mach ja nichts mehr Dummes, mein Lieber", sagte die Schönheit mit dem bronzenen Haar noch und ließ ihn dann wieder los, um ihn eindringlich anzusehen und zu überlegen.

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Trevas Batler

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BeitragThema: Re: Der Schlossgarten   Di Jul 05, 2016 11:09 am

Eigentlich wollte Trevas weiter reden und auf den König und die Lennisters fluchen, aber da bekam er schon eine Ohrfeige von Lannia verpasst. Kurz schüttelte er denn Kopf.Er sah sie an und als sie ihm bedeutete still zu sein, nickte er nur und wartete ab was geschehen würde. Sollte jemand es wagen Lannia zu nahe zu kommen, dann würde er Trevas kennen lernen. So viel stand fest. Ein kurzes Lächeln umspielte seine Lippen als er hörte wie Lannia den Wachen unbewusst Befehle erteilte. Dann wandte sie sich wieder an ihn und er beruhigte sich langsam. Warum hatte er nur so überreagiert? Gerade an so einem Ort wie diesem? Kurz nickte er. "Deinem Befehl werde ich Folge leisten und kooperieren!" Erstens war er ihr unterstellt und zweitens wollte er nicht dass Lannia noch jemanden verlor der ihr nahe stand. Schon gar nicht ihren Leibwächter. Wer sollte die Lady Rothweyn denn sonst beschützen? Kurz fuhr er mit seinen Augen zur Seite und sah wie die Wachen ihren Kameraden weg brachten. Dann wurde er gepackt und festgenommen. "Schon gut. Ich kann alleine laufen und werde euch sicherlich nicht umbringen. Ich folge euch auch so!" Nur er hatte keine Lust von diesen schmierigen Typen angefasst zu werden. Er gab Lannia mit einem Zwinkern zu verstehen, dass er verstanden hatte. Trevas würde nichts Dummes mehr machen und er hoffte nur das Lannia ihm diese Aktion irgendwann verzeihen könnte.

gt. Kerker
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Lannia Rothweyn

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BeitragThema: Re: Der Schlossgarten   Di Jul 05, 2016 1:44 pm

Die junge Lady Rothweyn war froh zu hören, dass Trevas auf sie hören würde und endlich wieder zu Sinnen kam. Innerlich konnte sie zudem nur über sich selbst grinsen, da sie es nahezu ohne Probleme geschafft hatte, die Rotröcke ein klein wenig unter ihre Kontrolle zu bringen. Hätten sie ihre Leibwache einfach so mitgenommen, wäre es nur noch schlimmer geworden. Keiner konnte ohne Konsequenzen über den König herziehen oder dessen sogenanntes Thronrecht in Frage stellen. Das würde nur mit einem rollenden Kopf enden, der aufgespießt wurde. Die Geschichte von Eddard Stark hatte jeder gehört und Lannia war heilfroh darüber, dass sie es nicht mit eigenen Augen hatte ansehen müssen.
Immer noch mit leichter Sorge im Blick, sah sie zu wie die Rotröcke Trevas schließlich ergriffen, wodurch sie einen kleinen Schritt zurück wich und immer noch nachdachte. Ihr Kopf schien schon zu dampfen, denn sie fand derzeit nur eine Lösung für dieses Problem und sie war sich nicht sicher, ob sie mit dieser Lösung durchkommen würde. Sie seufzte und schenkte dem dunkelhaarigen Recken, der nun davon geschleppt wurde und ihr noch ein Zwinkern zuwarf, ein letztes Lächeln ehe sie sich mit einem Biss auf die Unterlippe dazu durch rang und noch kurz hinterher eilte. "Verzeiht, Recke!" Einer der Rotröcke wandte sich ihr zu, während die anderen weiter liefen. "Was gibt's, My Lady?"
"Ich möchte, dass ihr mich unverzüglich zum König bringt. Ich bitte auf der Stelle um eine Audienz. So könnt ihr ihm auch gleich von diesem... bedauerlichen Vorfall berichten." Der Mann in Rüstung un rotem Umhang schien widersprechen zu wollen. "Natürlich werde ich Euch für die Freundlichkeit einen kleinen Dank zukommen lassen. Die guten Herren, die die Stadt schützen, haben schließlich eigentlich besseres zu tun, als einer kleinen Lady ihre Wünsche zu erfüllen." Wahrscheinlich ein wenig geschmeichelt durch ihre Worte und gierig nach dem Geld, das Lannia ihm geben würde, gab er sich einverstanden und führte sie weg vom Ort des Geschehens, um sie zum Thronsaal zu geleiten. Auf dem Weg dort hin überlegte sie sich bereits gut, was sie sagen beziehungsweise wie der König wohl reagieren würde.
Vor den Türen des Thronsaals wartete sie einen Moment, damit der Rotrock voran gehen konnte, um zu berichten und sie hoffentlich auch gleich wieder zu holen, damit sie mit dem König sprechen konnte. Joffrey war bekannt für seine Launen und sie hoffte inständig ihn mit irgendeiner Gegenleistung bestechen zu können.

tbc: Thronsaal

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BeitragThema: Re: Der Schlossgarten   Fr Sep 23, 2016 3:02 pm

[First Post]

Der junge Adelige hatte es nicht wirklich eilig gehabt, seinen familiären Geschäften in der hiesigen Hauptstadt nachzugehen, weswegen er die voherigen Tage eher zu privaten Zwecken genutzt hatte, als um eine Audienz beim König zu erbitten. Sein Auftrag war simpel gewesen - Er sollte an Stelle seines Vaters nach Königsmund reisen und neue Konditionen für die ausgelaufenen Lieferversprechen an eisigem Silber herausschlagen. Einfacher gesagt als getan, so war Lyridon noch nie mit mehr Autorität als der seines eigenen Vaters konfrontiert gewesen. Aber der Optimusmus griff in diesen Tagen tiefer als die Furcht vor dem Königshaus.

Der junge Mann griff sich kurz an die schwere Tasche, die er mit sich trug. In ihr befand sich eine maßgefertigte und facettenreich verzierte Maske aus dem reinstem eisigem Silber, das jemals an der Nordküste der Westlande gefördert wurde. Sein blauer Schimmer war bis in die Weiten Essos wohlbekannt, und seine Familie hatte sich durch die langjährige Perfektion der Silberschmiederei einen Namen gemacht, der bis in die Königslande selbst reichte. Haus Everither war nicht der einflussreichste Vasall der sieben Lande, aber wenn es um Schmuck, Dekorationen und Kunstschmiederei ging, fiel sein Name meist als erstes. Ein Umstand, auf den Lyridon zugegebenermaßen stolz war.
... Nur hatte er wenig Interesse daran, selbst einmal an der Spitze dieses Hauses zu stehen.

Etwas erschöpft ließ der junge Adelige sich auf einer der zahlreichen Bänken des Schlossgartens nieder. Die Barden hatten keine Lügen besungen - In seiner Pracht und seinem Prestige strahlte der Rote Bergfried und sein Garten eine fast unbeschreiblich wohlwollende Aura aus. Der Gedanke, sich hier als König niederlassen zu dürfen, erweckte bestimmt in vielen Männern des Reiches einen Neid und eine Gier, der nur allzu schwer nachzukommen war.
"Wäre es nicht um die Hauptstadt selbst... Dieser Ort wäre wie ein Himmel auf Erden." sprach er zu sich selbst, ehe er den Blick in den Schlossgarten schweifen ließ. Die Luft war erfüllt von wohlriechenden Düften, Damen in kunstvollen Kleidern stolzierten durch die zahllosen Wege und Wachen in prunkvoller Rüstung strahlten eine Autorität aus, der man sich wohl nur ungerne stellen wollen würde.
Der König ist derzeitig beschäftigt. Wir senden einen Boten aus, wenn er bereit ist Sie zu empfangen.
Das waren die Worte, die man zu ihm gesprochen hatte, als er um eine Audienz beim Königshaus bat. So wie er die Herrschaften der Aristrokatie kannte, wäre das wohl ein Ding von mehreren Stunden. Aber das störte den jungen Adeligen herzlich wenig, denn desto mehr Zeit er hatte, desto mehr konnte er von diesem wundervollen Schloss sehen.

[Timeskip -> Essos; Okay v. Admina]


Zuletzt von Lyridon Everither am Mo Okt 17, 2016 2:29 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Joffrey Baratheon
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BeitragThema: Re: Der Schlossgarten   Sa Sep 24, 2016 7:45 pm


cf. Thronsaal

Endlich war es vorbei und Joffrey musste nicht mehr auf diesem Gott verdammten Thron sitzen. Erstens war er unbequem und zweitens langweilte er sich dann immer so. Ganz zu schweigen von den Audienzen die er als König abhalten musste. Konnte das nicht jemand anderes tun? Seine Mutter zum Beispiel? Die hatte eh den ganzen Tag nichts zu tun. Zumindest nahm er es an, denn schließlich blieben ja alle Aufgaben an ihm hängen. Es zeigte sich wieder einmal dass er überhaupt keine Ahnung vom Regieren hatte und das weit mehr dazu gehörte. Um ein wenig frisch Luft zu schnappen begab er sich in den Garten und sah schon von Weitem welch rege Geselligkeit doch bestand. Während er so lief, verschränkte er die Arme hinter dem Rücken und grüßte Lords und Lady die ihm gerade über den Weg liefen. Immerhin gehörte es sich so und sicherlich hätte seine Mutter auch darauf bestanden. Ihm selbst war es aber auch wichtig und er kam immer näher auf Lyridon zu. Gerade als er um die Ecke biegen wollte, wurde er von einer Küchenmagd angerempelt und sofort ging er an die Decke. "Wie könnt ihr es wagen den König anzurempeln? Habt ihr keine Augen im Kopf oder soll ich sie euch persönlich aus eurem Gesichte reißen?" herrschte er das Mädchen an, welches stark zitterte und dann schnell nickte, bevor sie verschwand. Sie wurde vom Koch gerufen der Joffrey freundlich grüßte. Der Baratheon beruhigte sich und grüßte zurück indem er eine Hand hob. Dann lief er weiter seines Weges. War sein Personal wirklich so nutzlos? Die ganzen Diener und all dies? Wer wählte sie überhaupt aus und welche Kriterien wurden dabei getroffen? Vielleicht sollte er sich damit wirklich einmal auseinander setzen. Doch zunächst wollte er einfach nur seinen Spaziergang genießen und das möglichst ungestört.

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BeitragThema: Re: Der Schlossgarten   Mi Okt 26, 2016 3:11 pm

cf: Der Thronsaal

Kurz nachdem Jaime den Thronsaal verlassen hatte, tat seine Schwester es ihm gleich und folgte ihm. Noch nie in ihrem Leben war Cersei in solch eine Lage gekommen. Es war stets einfach für sie zu wissen, wo sie stand und auch auf wessen Seite. Was hatte sie Joffrey vor einer Weile noch gesagt? Jeder, der keiner von uns ist, ist ein Feind. Es klang so einfach. Und doch half es ihr in dieser Situation kein wenig weiter. Mein Sohn und mein geliebter Bruder stehen sich gegenüber. Es war doch zu grotesk. Sie musste sich ein hysterisches Lachen unterdrücken. Zu verrückt. Doch nicht Joffrey alleine trug an diesem Desaster die Schuld. Verfluchte Rothweyn und deren Wache. Aber was hatte man auch zu erwarten bei einer Verwandten der Tyrells.
Im Schlossgarten hatte Cersei ihren Bruder eingeholt. Wieso muss ich ihm eigentlich hinterherlaufen? Früher kam er immer zu mir. Sie berührte ihn am Unterarm. "Jaime." Für einen Moment sagte Cersei nichts mehr, sondern blickte ihren Bruder lediglich an. "Geh ein Stück mit mir." Es war keine Frage und auch nur eine halbe Bitte. Eine Königin stellt keine Fragen und sie bittet nicht. Eine Königin befiehlt. Und dieses halbherzige Bitten war schon das größte Kompromiss, mit dem sie Jaime entgegenkommen konnte.
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Jaime Lennister

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BeitragThema: Re: Der Schlossgarten   Sa Okt 29, 2016 5:33 pm

cf: Thronsaal

Der Zorn wallte immer noch in hohen Wogen in seinem inneren Auf und Ab. Allein die Tatsache, dass Joffrey sich erdreistete, ihn aus der Königsgarde zu entlassen, als wäre er ein einfacher Diener, der seinen Aufgaben nicht gerecht wurde. So hätte ich mich meinem hohen Vater gegenüber nie verhalten! Die Tatsache, dass der König keinen Schimmer hatte, dass Jaime sein Vater war statt dieser nutzlose Säufer Robert Baratheon, ließ er außer Acht. Es war keine Entschuldigung. Doch diese Hochzeit übertraf alles. Jaime dachte absichtlich nicht weiter darüber nach, sonst würde es hier tatsächlich noch Tote geben. Seine verbliebene Hand öffnete und schloss sich wieder, wie als versuchte er so, seine Wut abzureagieren. Nicht, dass es sonderlich gut funktionierte.
Jaime achtete nicht darauf, wohin er ging. Es spielte auch keine Rolle. Hauptsache, er war allein und konnte in Ruhe über all das nachdenken. Dementsprechend wütend fuhr er auch herum, als er eine Hand an seinem Arm spürte und seinen Namen hörte. Cersei. Was zur Hölle wollte sie jetzt von ihm? Vor wenigen Tagen noch hatte sie ihn kaum angesehen, obwohl er diese ganze Zeit in Gefangenschaft nur an sie gedacht hatte, nur davon geträumt hatte, sie endlich wieder in seinen Armen zu halten. Er hatte ein verdammtes Kind von einem Turm gestoßen, um sie zu behalten und sie versetzte ihn Tag um Tag nach seiner Rückkehr, als schämte sie sich für das, was er geworden war. Ein Krüppel. Tja, liebe Schwester, jetzt hast du wohl zwei missgebildete Brüder, dachte Jaime, nun noch zorniger als zuvor. Er zitterte geradezu.
In ihrer Kindheit war Cersei immer besonders gut darin gewesen, ihn zu beruhigen und andersherum war es immer genauso gewesen. Doch nach all dem, was geschehen war, hatte sie längst nicht mehr diese Wirkung auf Jaime. Sicher war sie nur hier, um die Schuld von sich abzuweisen. "Ich konnte nichts tun, du weißt doch, wie impulsiv Joffrey handelt...", konnte er ihre Stimme fast schon hören. Oh ja, Joffrey war impulsiv und unberechenbar, doch Cersei war seine Mutter und Königin Regentin. Sie musste ihm Einhalt gebieten. Doch im Grunde war sie machtlos. Eddard Starks Hinrichtung war nur das beste Beispiel hierfür. Und schon wieder stand sie hier, unfähig, ihren Sohn in die Schranken zu weisen. Nur, dass es diesmal um Jaime ging und nicht um den Kopf eines grimmigen Nordländers, den er nie hatte leiden können.
Wusstest du davon?, fragte er mit leiser, zischender Stimme, die Wut darin kaum unterdrückt. Natürlich hatte sie davon gewusst, was fragte Jaime überhaupt?! Und dennoch packte er sie mit einer Hand am Unterarm und wiederholte - diesmal lauter: Wusstest du davon?!

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Joffrey Baratheon
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BeitragThema: Re: Der Schlossgarten   Mo Nov 21, 2016 5:54 pm

cf. Thronsaal

Wieder einmal verschlug es den jungen König in den Garten. Jede Person die ihm früher davon erzählte, die hätte er wahrlich strafen lassen. Niemand würde vermuten dass so ein Spaziergang doch recht......in Ordnung war. Zwar beruhigte es ihn nicht, aber so kam er wenigstens mal von dem unbequemen Thron herunter. Wer bei den Göttern hatte so ein unbequemes Metallding überhaupt gebaut? Derjenige muss verrückt gewesen sein. Wieder lief er ein paar Schritte durch den Garten und traf auch schon auf die ersten Lords und Ladys. Wie es der Anstand gebot, grüßte er diese mit einem aufgesetzten Lächeln. Seine Mutter wäre sicherlich stolz auf ihn. Nur wie sah Stolz aus? Eigentlich hatte er für seine Entscheidungen Lob oder Anerkennung erwartet und wo blieb es? Von ih wollte doch immer jeder gute und weise Entscheidungen. Dies war so eine gewesen. Somit konnte man das Haus Tyrell über das Haus Rohtweyn an seine Familie binden. Doch offenbar wusste niemand seine Mühe zu schätzen. Mittlerweile war es ihm egal. Das Wetter war recht gut. Immerhin regnete es nicht und so entschied er sich dazu ein wenig um den großen Teich zu laufen. Nach sitzen war ihm gerade überhaupt nicht zumute. Er sah ein paar Wachen die sich in einer Ecke unterhielten. Sollten die nicht ihrer Arbeit nachkommen? Immerhin galt es den König zu beschützen und immer ein wachsames Auge auf ihn zu haben. Dieser Moment in dem Joffrey durch den Garten lief, war ein solcher und man sollte ihn nicht aus den Augen lassen, wenn man für seine Sicherheit verantwortlich war.

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BeitragThema: Re: Der Schlossgarten   Di Nov 22, 2016 9:06 pm

Nach einem tagelangen Ritt quer durch die Sturmlande hatte Eleynor endlich Königsmund, die Hauptstadt Westeros, erreicht. Da es ihr Vater nicht für nötig hielt, seine Tochter höchstpersönlich hierher zu bringen, viel auch der Empfang eher weniger spektakulär aus. So wurde sie von den Wachen der Swanns direkt in der Königsgarde übergeben, welche sie dann wiederum auf ihr Zimmer gebracht hatten. Doch vielleicht war dies gar nicht so schlecht. Die letzten Tage waren mehr als anstrengend und obwohl Eleynor das Reiten liebte, musste sie sich eingestehen, dass solch ein Ritt nicht zur Gewohnheit werden sollte. Wie auch immer. Das Zimmer war groß, größer als ihr eigenes auf Steinhelm und auch das Bett lud direkt für ein Nickerchen ein.
Nun waren schon einige Stunden vergangen und sie hatte noch nichts weiter von Königsmund gesehen als diesen Raum und den wahrlich atemberaubenden Ausblick auf das Meer. Also beschloss sie einen Spaziergang durch die Gärten zu machen. Ihr Bruder Grandon hatte in jeder Post die er ihr schickte von den Gärten geschwärmt und dass sie ihn unbedingt mal besuchen musste. Allein schon wegen der Vielfalt an Pflanzen. Zwar konnte sich die Lady nie wirklich an Blumen und der gleichen erfreuen, wie etwa ihre Großmutter welche dem Hause Tyrell entstammt, dennoch hatten sie auch auf Eleynor eine entspannende Wirkung.
Sie schlenderte ein wenig herum bis sie schließlich einen Teich erblickte, an welchem sie sich nieder lies. Ihr Bruder hatte Recht, hier konnte man Stunden verbringen.
Während sie so vor sich hin träumte, bemerkte sie einen jungen Mann in edlen Kleidern in ihre Richtung laufen. Sofort erhob die Lady sich: „Guten Tag, mein König.“ sagte sie ehrwürdig und verneigte sich dabei höflich. Zwar hatte sie König Joffrey noch nie in ihrem Leben gesehen, doch die Beschreibungen ihres Bruders, und auch Onkels, welcher der Königsgarde angehört, waren mehr als treffen. Aber auch die goldene Krone, welche den Kopf des Jungen schmückte, war ein deutliches Indiz dafür, dass es sich hierbei um ihren zukünftigen Ehemann handelte.
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Joffrey Baratheon
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BeitragThema: Re: Der Schlossgarten   Fr Nov 25, 2016 6:49 am

Momentan war einer dieser Momente in denen Joffrey über vielerlei Dinge nachdachte. Ja, es war schwer vorstellbar, aber auch er hatte gewisse Entscheidungen zu treffen. Immerhin konnte ja nicht jede so einfach über die Bühne gehen wie die Hinrichtung von Ned Stark. Auch wenn alle Leute sagen, dass es nicht gut war. Zur Einsicht kam er noch immer nicht. Der Lord von Winterfell hatte damals behauptet er sei nicht der Thronerbe und das konnte er doch nicht tolerieren.Doch er wollte nicht über Vergangenes nachdenke, nein. Viel mehr wollte er diesen schönen Teich und das gute Wetter genießen. Die Wachen stellten sich in Position und ließen ihren König nicht aus den Augen. Richtig so. Immerhin sollte es so sein. Während er so lief, wurde er von jemanden angesprochen. Als er seinen Blick in die Richtung wandte aus welcher er die Stimme vernommen hatte, blickte er in die Augen einer Lady. Von welchem Haus sie kam? Er hatte keine Ahnung. Vermutlich von einem Hohen. Denn man würde keine Bauerntrampel in den Schlossgarten oder waren sie jetzt schon soweit? Kurz musterte er sie. Ihre Kleidung verriet ihm allerdings dass sie kein einfacher Bauer sein konnte oder aber hervorragend im Stehlen war. Leicht neigte er den Kopf. "Guten Tag MyLady. Sagt was verschlägt euch an diesen Ort? Mit wem habe ich überhaupt das Vergnügen?" Da sie ihn König nannte, bezweifelte er dass sie seinen Namen nicht kannte. Aus diesem Grund stellte er sich auch nicht vor. Gute Manier wurde ihm beigebracht, weshalb er sich auch nach ihrem Namen erkundigte.

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BeitragThema: Re: Der Schlossgarten   Fr Dez 02, 2016 4:04 pm

Langsam hob Eleynor ihren Blick wieder und bemerkte sofort wie der König sie musterte.Ob das nun ein Gutes Zeichen war, konnte sie in diesem Moment noch nicht mit Gewissheit sagen. Doch so tat sie ihm es gleich, wenn auch etwas weniger auffällig. Sein Gesicht sah noch recht jung aus, vielleicht etwas älter als sie selbst, während er jedoch recht groß gewachsen war. Er überragte sicherlich um einige Zentimeter, was für einen Mann nie schlecht war. Auch wenn sie bereits viele Geschichten über den König gehört hatte, so wirkte er in diesem Moment kein bisschen grausam, zumindest nicht auf die junge Lady.
„Oh verzeiht mir, ich vergaß mich vorzustellen.“ Begann die Brünette nun, als der König sich schließlich noch ihrem Namen erkundigte. Wie hätte sie das nur vergessen können? Ihr waren durchaus Manieren beigebracht wurden, doch ab und an vergaß auch sie mal den Anstand. Auf Steinhelm gebrauchte sie einfach viel zu selten solche Umgangsformen. „Mein Name ist Eleynor aus dem Hause Swann.“ Sie machte eine kleine Pause um die Reaktion des Königs abzuwarten bevor sie fortfuhr. „Nun, mein Vater dachte ich solle doch unbedingt mal die Hauptstadt sehen.“ Vorsichtig warf sie ihm ein lächeln zu. Sie musste vorsichtig sein mit dem was sie erzählte, schließlich wusste sie nicht inwieweit der König bereits darüber informiert wurde, dass er gerade mit seiner zukünftigen Ehefrau sprach? Es gab noch keine offizielle Zusammenführung und Kennenlernen, daher konnte es auch gut sein, dass er noch gar nichts wusste. Sollte dies der Fall sein, so war sich Eleynor sicher, war es besser, wenn er es von seiner Mutter und nicht von ihr erfährt.
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Joffrey Baratheon
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BeitragThema: Re: Der Schlossgarten   So Dez 04, 2016 11:20 am

Sein Gesicht sah recht jung aus, weil er noch jung war. Trotz seiner paar Lebensjahre musste er schon so eine hässliche Maske tragen. Denn was sich unter dieser befand war noch hässlicher. Wer wollte schon einen vernarbten König sehen? Sicherlich niemand und mit der Maske konnte er vielleicht mehr Autorität herüberbringen. Zumindest nahm er es an. Als sie sich vorstellte überlegte er einen Moment.
"Welch überaus reizender Name.....wirklich!" murmelte er nur so nebenbei weil er gerade zwei Wachen beobachtete.
Was trieben die da? Anstatt Wache zu halten und zu patrouillieren, spielten sie Karten und pfiffen vergnügt vor sich hin.
"Ihr entschuldigt mich kurz?"
Mit recht wütender Miene trat er auf die Beiden zu die auch sogleich stramm standen. Vermutlich wussten sie was ihnen jetzt drohte. Joffrey blieb stehen und sah die beiden an. Dann sah er auf die Karten und verschränkte die Arme hinter dem Rücken.
"E....Eu...Euer Gnaden es.....es tut uns Leid...."
Eine Wache versuchte sich herauszureden, erntete dafür aber nur einen bösen Blick von Joffrey. Ihm gefiel die Situation gar nicht.
"Schluss jetzt. Die Aufgabe der Wache ist es den König zu beschützen und sie liegt nicht darin Karten zu spielen. Wenn mir etwas zugestoßen wäre, wen von euch hätte ich dann zur Rechenschaft ziehen sollen?"
Er überlegte und lief um sie herum. Vermutlich hatte der halte Garten seine Worte vernommen. Er war ja immerhin nicht sonderlich leise gewesen. Immer wieder fragte er sich wer denn diese Menschen auswählte.
" Ihr seid entlassen und wagt es nicht noch einmal hier aufzutauchen. Ansonsten lasse ich euch hängen!"
Nun sah er sich nach den Karten um. Als er diese gefunden hatte, zerriss er sie. Dann drehte er sich um und ging wieder.
"Entschuldigt dass ich einfach gegangen bin. Eine dringende Gelegenheit bedurfte meiner Schlichtung!"
Joffrey wusste nichts von einer Hochzeit und das war vielleicht auch ganz gut so. Noch immer war er sauer, aber dafür konnte die MyLady ja nichts. Seine Mutter hätte ihn nur wieder eine Predigt gehalten wie man sich Damen gegenüber zu verhalten hat.
"Lasst uns ein Stück spazieren gehen!"
Es war ein Angebot, dass sie hoffentlich annahm. Man schlug dem König nichts aus, wenn man wusste was gut für einen war.

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BeitragThema: Re: Der Schlossgarten   Mo Dez 05, 2016 6:52 pm

Es war wie eine Ohrfeige für Cersei, wie ihr Bruder mit ihr sprach. Ob sie davon gewusst hatte, wollte Jaime wissen. Nichts anderes kam aus seinem Mund. "Wusstest du davon?" Unsanft griff er mit seiner Hand nach ihrem Unterarm. Mit der, die nicht aus Gold ist, dachte sie bitter. Mit der Hand, die da ist. Ihr wäre so etwas niemals passiert. Wie kann man sich seine Hand abschlagen lassen. Von einem Barbaren. Wäre sie bloß nicht als Frau geboren worden. Er hat nicht nur seine Hand verloren. Seit Jaime wieder zurückgekehrt war, hatte er sich verändert und es gefiel Cersei nicht. Ganz und gar nicht. "Ich erfuhr es nur eine kurze Zeit vor dir", beantwortete sie Jaimes Frage ruhig, auch wenn sie sich sehr zurücknehmen musste. Innerlich raste sie vor Wut. Noch niemals bekam ich den Respekt, der mir gebührte. Früher dachte Cersei, dass ihr geliebter Bruder ihr diese Anerkennung schenkte. Doch es war eine Lüge. So war es nie. Ich habe mich immer belogen. "Was hätte ich denn tun sollen? Joffrey vor dieser...dieser Rotheweyn und all den Wachen maßregeln? Wie soll irgendjemand in Westeros einen König respektieren, der von seiner Mutter vor aller Augen maßgeregelt wird?" Joffrey wird niemals für voll genommen werden, realisierte Cersei. Er traf schon zu viele schlechte Entscheidungen.
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Jaime Lennister

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BeitragThema: Re: Der Schlossgarten   Di Dez 06, 2016 9:43 pm

"Was hätte ich denn tun sollen?!" Natürlich. Ihm war klar gewesen, dass sie sich nur herausreden würde. Es war nicht ihre Schuld. Nein, war es nicht, nie gewesen. Aber König hin oder her, es war ihre verdammte Pflicht ihren Sohn zu maßregeln. Es nimmt ihn ohnehin niemand mehr ernst, hätte er ihr am liebsten ins Gesicht gespuckt, doch stattdessen versuchte er sich zu beherrschen. Sie hatte nichts getan, während ein König unselige Entscheidungen traf. Kam ihm das nicht bekannt vor? Schließlich hatte er Jahre unter dem Irren König gedient, hatte seine Untaten stumm verfolgt und nichts getan. Zu gut konnte er sich noch an Rickard und Brandon Stark erinnern. Die Schreie und der Geruch nach verbranntem Fleisch. Was hatte er Eddard Stark noch einmal gesagt? "400 Leute standen dort und haben nur zugeschaut. Aber dann hatte er Aerys getötet. Eine Tat, für die man andere verehrt hätte, doch Jaime hatte nur Verachtung erfahren, als sei er ein Verbrecher. Nach außen hin hatte er immer getan, als würde es ihm nichts ausmachen, selbst gegenüber Cersei. Verdammt, er hatte es sich selbst vorgemacht. Aber das tat hier nichts zur Sache.
Langsam flaute die Wut ab und er löste seine Hand vom Arm seiner Schwester. Vor Tagen noch hätte er es kaum erwarten können, sie anzufassen, doch jetzt fühlte er sich in ihrer Gegenwart wie bei den meisten anderen Frauen. Ungerührt. Er kommentierte ihre Aussage nicht, sondern drehte sich nur stumm um. Ich sollte mich umziehen, sagte er nur, ehe er sich von seiner Schwester entfernte. Frische Kleidung würde gut tun. Und dann? Nun, es war wohl Zeit seiner Verlobten einen Besuch abzustatten, so ungern Jaime das auch tun wollte. Aber eine gute Beziehung zu der Frau, mit der er den Rest seines Lebens verbringen würde, konnte nicht schaden. Ändern an der Verlobung ließ sich ja ohnehin nichts mehr.

tc: Lannias Gemächer

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BeitragThema: Re: Der Schlossgarten   So Dez 11, 2016 10:50 pm

Natürlich entging Eleynor nicht, wie der König sein Augenmerk auf zwei der Wachen richtete welche anscheinend nicht ihren eigentlich angemessenen Tätigkeiten nachkamen. Dabei rückte ihre Anwesenheit erst einmal in den Hintergrund. Doch sie machte sich nichts daraus und entschuldigte Joffrey natürlich. Was sollte sie auch anderes machen? Sie konnte ihm, dem König von Westeros, ja schlecht verbieten seine Angestellten zurecht zu weisen. Also begab sich der junge Mann zu den beiden während Eleynor mit einem leichten Schmunzeln auf den Lippen zusah wie er die Wachleute geradewegs zusammen faltete.
Es war erstaunlich wie viel Respekt die Beiden vor ihm hatten. Klar, er war der König dennoch war Joffrey mindestens halb so alt wie die Männer und, trotz seiner hochgewachsenen Statur, noch immer einen Kopf kleiner. Doch kaum stand Joffrey mit verschränkten Armen vor ihnen, standen sie stramm wie eingefroren und gaben keinen Laut mehr von sich. Mit bösem Blick umkreiste er die beiden und seine Maske, welche die Hälfte seines Gesichtes verdeckte, verlieh seinem Gesichtsausdruck noch einmal besonders Nachdruck.
Sie hatte von der schrecklichen Hochzeit gehört, auf der seine Gemahlin vergiftet wurde, obwohl er doch allen Anschein nach als Ziel angedacht war. Er überlebte das Ganze, lebt nun aber im ständigen Zwach diese Maske tragen zu müssen, damit niemand sein vernarbtes Gesicht sehen muss.
Eleynor hatte diese Geschichte nur für eine Geschichte von vielen, die man sich so erzählt, gehalten, doch hier wurde sie eines besseren belehrt.
Nachdem er noch ein letztes Mal den halben Garten zusammen geschriehen hatte, und den beiden Wachen klar und deutlich gemacht hatte, dass sie entlassen seien, schlug er seinen Weg zurück zu Eleynor ein.
„Ihr braucht euch doch nicht zu entschuldigen.“ sagte sie mit einem leichten Lächeln auf den Lippen. „Und wenn ihr mich fragt, hatten die beiden es verdient. Schließlich sind sie nicht ihrer Pflicht nachgekommen.“ fügte sie dann noch hinzu und sah ihm dabei in die Augen.  
Tatsächlich hatte sie nicht damit gerechnet, dass Joffrey ihr anbot ein Stück zu gehen. Dabei klang es jedoch weniger wie eine Frage. Mehr wie ein Angebot welches sie besser annehmen sollte. „Liebend gern.“ stimmte sie schließlich zu. Nie im Leben hätte sie sich getraut etwas anderes zu sagen, zu mal Joffrey noch nichts von der bevorstehenden Hochzeit zu wissen schien. Oder er lies sich nichts anmerken, als er erfahren hat wem er gegenüber steht. Wie auch immer... es war also besser, wenn sie es sich nicht jetzt schon mit dem König verspielte. Sie trat schließlich ein Stück näher an ihn heran und hackte sich bei ihm unter bevor sie sich schließlich in Bewegung setzten.
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Joffrey Baratheon
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BeitragThema: Re: Der Schlossgarten   So Jan 08, 2017 10:57 am

Wie konnte man solche Personen nur als Wachen für den König einstellen? Da müsste er mal ein ernsthaftes Wort mit dem Verantwortlichen sprechen. In den Sieben Königslanden musste es doch wohl mal ein paar vernünftige Wachen geben oder? Es war eine Unverschämtheit ihm solche Nichtsnutze vor die Füße zu setzen.
Während Joffrey wieder auf dem Weg zu Eleynor war, tuschelten die beiden Wachen etwas und packten schnell die zerrissenen Karte zusammen. Dann verschwand sie ebenfalls aus dem Garten. Noch immer war der König geladen.
Musste er sich denn wirklich um alles kümmern? Wofür hatte er seine Untergebenen und warum hatte jeder Bedienstete eine Aufgabe wenn er doch alles selber klären musste? Während sie so liefen antwortete er der Lady neben ihm.
"In der Tat. Als Wache hat man die Aufgabe den König und seine Familie zu schützen und nicht die Zeit mit einem Kartenspiel tot zu schlagen!"
Ihm gefiel es dass sie seine Auffassung teilte, aber meinte sie es ehrlich oder sagte sie das nur weil er der König war und die Konsequenzen fürchtete? Immerhin war beides möglich. Gerade als er weitersprechen wollte, kam eine Wache auf sie zu und hielt. Die Wache verneigte sich tief.
"Euer Gnaden. MyLady!"
Er ließ Eleynor nicht aus, was auch besser für ihn war. Denn man musste beim König mit allerlei Konsequenzen rechnen wenn er der Meinung war, dass man falsch gehandelt hat. Joffrey sah ihn nur an.
"Ja?"
Seine Worten klangen genervt und er machte auch so einen Eindruck. Konnte er nicht einmal in Ruhe spazieren gehen ohne dass jeder etwas von ihm wollte? Vielleicht sollte er den Garten für Wachen und Unbefugte unzugänglich machen.
" Ich überbringe eine Botschaft vom kleinen Rat. Er plant wieder zu Tagen und bittet euch dieser Sitzung beizuwohnen. Man schickte mich aus, um euch diese Nachricht persönlich zu überbringen und damit diese Informationen nicht an die falschen Leute geraten!"
Mit einem kurzen Nicken gab Joffrey zu verstehen dass er es zur Kenntnis genommen hat und die Wache verneigte sich, ehe sie verschwand.
"Verzeiht dass wir immer wieder unterbrochen werden!"
ES klang wie eine Entschuldigung, aber es war nur eine höfische Floskel die er einsetzte. Ihn nervte es nur gehörig, aber ob es Eleynor störte war ihm eigentlich ganz gleich. Dann sollte sie sich bei ihm beschweren.

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