Game of Thrones

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 Solar von Stannis

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BeitragThema: Solar von Stannis   Sa Okt 15, 2016 4:33 pm

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Fein eingerichtete Gemächer für Stannis Baratheon.

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BeitragThema: Re: Solar von Stannis   So Dez 04, 2016 8:17 am

Es war der Morgen nach dem ausschweifend gefeierten Fest in der großen Halle der Manderlys als Stannis erwachte und sich mit zugekniffenen Augen in seinem dunklen Solar umblickte. Der Norden war immer so dunkel. Vor allem dann wenn die Starks niemals müde wurden zu betonen dass der Winter nahte. Stannis zog sich selbst schnell um, als der Page mit dem Frühstück hereinkam. "Guten Morgen, euer Gnaden." sagte er und stellte das Tablett auf den groben Holztisch ab. "Ich weiss noch nicht ob der Morgen gut ist oder wird." sagte Stannis mürrisch und blickte missmutig zum Regen hinaus aus dem Fenster. "Aber danke." sagte er zum Pagen nickend, als er sich an sein Tablett mit einem Glas kalter frisch gemolkener Kuhmilch, hartes Brot, streng riechender Käse, grobe Wurst und Ei machte. Er hatte nie viel auf die opulenten Frühstücksmähler der Höfe in Westeros gegeben. Im Gegenteil hatte es ihn immer geärgert wie Robert sich eine ganze Tafel zum Frühstück bestellte, von der am Ende nur ein Bruchteil aufgegessen war. Wenn auch ein großer wie Stannis hinsichtlich der ehemaligen Leibesfülle seines Bruders zugegen musste. Nichtsdestotrotz war es immer eine riesige Verschwendung an Essen die dann in den Küchen und den Räumen der Bediensteten im Roten Bergfried verzehrt wurde. Wie Stannis gehört hatte sogar in Flohnest. Das allermeiste musste aber immer weggeschmissen werden. Kopfschüttelnd nahm Stannis ein Schluck Milch und blickte dann den Pagen an der stumm neben ihm stand und seinem Herrn beim Essen zuschaute. "Haben sich unsere Feiernden wieder in ihren Betten eingefunden?" fragte Stannis während er die harten Brotkrumen zerkaute. "Ja euer Gnaden." sagte der Page. "Es hat aber am Ende acht Männer bedurft um Lord Manderly zu Bett zu bringen." "Wunderbar." sagte Stannis sarkastisch. Er hielt sich mit jeglichem Kommentar zurück. Viele machten sich über Lord Manderlys Fettleibigkeit gerne lustig. Er selbst wusste nicht wie er damit umgehen sollte. Er hätte sicher seinen Gastgeber verachtet, wenn dieser politisch nicht so ausgefuchst wäre. Ned Stark hatte gewusst war er an seinem Vasallen in Weisswasserhafen gehabt hatte. Manderly hatte zusammen mit seinen Vorfahren eine Hafenstadt in einer wirklich unwirtlichen Gegend großgezogen, deren Handel gar nicht so schlecht war. Weisswasserhafen war jedenfalls nur geringfügig schlechter aufgestellt als Möwenstadt. Und das war schon ziemlich gut. Und Manderly wusste wie man gute, kriegstaugliche Schiffe baute. Davon hatte nicht zuletzt Robb Stark profitiert. Und Stannis wollte auch profitieren. Deshalb entschied er keinen Gedanken mehr an die Physis von Wyman Manderly zu verschwenden.
"Ich werde mich heute Nachmittag wieder mit Lady Leanna treffen." sagte er zu seinem Pagen. "Wir werden unsere Berichte vergleichen. Steht sonst noch irgendwas an?" "Ja euer Gnaden." sagte der Diener und nickte. "Lord Warrek Cassel, der rechtmäßige Lord von Schwarzfell, möchte euch sprechen." Stannis überlegte einen Augenblick. Cassel... Cassel... Er kannte den Namen. Waren das nicht mitunter die treusten Vasallen der Starks gewesen. Er wusste sehr wenig über dieses kleine Haus was ihn gehörig ärgerte. Wenn er etwas hasste dann war es etwas nicht zu wissen, obgleich er dies als König können musste. "Diese Cassel stammen aus Schwarzfels? Wurde das nicht von den Boltons eingenommen?" "So ist es euer Gnaden." "Hmm. Ich weiss das die Starks viel auf die Cassels hielten. Wenn das stimmt könnte Lord Warrek ein wichtiger Verbündeter sein. Jedenfalls wäre er eher ein Mann der Tat als Lord Manderly." dachte er überlegend. Mittlerweile wurde er das Herumsitzen und das Ausdenken von Strategien sowas von Leid. Es musste etwas getan werden. "Ich werde ihn hier in meinem Solar empfangen." entschied Stannis der glaubte das ein solches Gespräch besser nicht in den Konferenzraum gehörte. "Lasst ihn wissen das ich ihn gerne hier in einer Stunde treffen möchte. Man soll einen Lord nicht zu lange warten lassen. In der Zwischenzeit werde ich in die Bibliothek gehen und hoffen mir etwas Wissen über die Cassels anzulesen. Ihr richtet derweil mein Solar her." sagte er barsch und beendete sein Frühstück. Der Diener nickte ergeben und räumte sein Frühstück auf. Und während Stannis in der Bibliothek sich einen Überblick über das Haus Cassel verschaffte, wurde sein Solar schnell zurechtgemacht. Nach einer Stunde war er zurück, und setzte sich wieder an seinen alten Platz. Ihm gegenüber stand nun ein Stuhl. Der Stuhl wo Warrek Cassel Platz nehmen würde. Stannis war gespannt auf den Mann von dessen Haus man sagte das treuste Haus an der Seite von Haus Stark zu sein. Würde er auch ihm die Treue schwören? Er musste es herausfinden. Als die Tür aufging und der Diener seinen Besucher ankündigte, erhob er sich aufrecht und blickte Warrek Cassel aufmerksam musternd an. "Seid gegrüßt Lord Cassel. Ich höre das ihr mit mir zu sprechen wünscht. Bitte setzt euch." sagte er ohne zu lächeln.
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BeitragThema: Re: Solar von Stannis   Mi Dez 07, 2016 11:10 pm

cf: Petyrs Unterkunft

Mit gemischten Gefühlen im Schlepptau machte sich der junge Recke aus dem Norden auf zu den Gemächern des großen Lords, wobei man sich vor diesem vielleicht angewöhnen sollte 'seine Majestät' zu sagen. Warrek hielt nicht dringlichst viel von einem Kniefall und er würde sich auch davor hüten sein Knie vor einem Mann zu beugen, den er nur in so geringem Maße kannte. Zwar glaubte er, dass Stannis Baratheon eher auf den Eisernen Thron gehörte, als ein verwöhnter Bengel, der zudem auch noch ein Teil Lennister war. Ein König war er jedenfalls nicht, zumal der Mann, zu dem er nun gerne wollte, besser mit sich reden lassen würde.
So bat Lord Cassel um eine Audienz bei seiner Majestät, woraufhin ein Bediensteter hin und her eilte und beide Lords über ein Treffen in einer Stunde benachrichtigte.
Diese Zeit würde Warrek nutzen. Er suchte zwischenzeitlich noch seine eigene Unterkunft auf und zog sich um, machte sich nach dem langen Ritt und den zwei Unterredungen zuvor etwas frisch und nahm einen Schluck warmen Wein, um die Glieder zu wärmen.
Frischer und wacher als zuvor, machte sich der dunkelhaarige Nordmann in den Farben seines Hauses, grau und weiß, nun auf zum Solar des Baratheons, welcher ihn bereits erwartete.

Der Solar war extra für jenes Gespräch hergerichtet worden. Zwei Stühle, nicht mehr und die Wappen des brennenden Herzens mit dem Hirschskopf an den Wänden. Ein Feuer brannte im Kamin, um das Zimmer zu wärmen. Doch sich nicht länger der Einrichtung widmend, schaute Warrek seinem Empfänger nun entgegen und musterte diesen aus dunklen Augen aufmerksam, nachdem er durch einen Diener hereingeleitet wurde.
"Auch ich grüße Euch, König Stannis Baratheon. Ich möchte Euch tatsächlich sprechen, denn ich bin der Annahme, dass Ihr und ich in diversen Angelegenheiten, die den Norden betreffen, eine gemeinsame Lösung finden könnten... und auch sollten." Die Worte des Kriegers kamen galant und ohne Scheu über seine Lippen, aber er zeigte zu Beginn eine seichte Verbeugung und somit den nötigen Respekt vor dem anderen Mann. Dennoch war sein Blick eine harte Fassade aus Granit, eine leichte Kühle mit dem Ernst, der zu so einer Zeit von Nöten war.
Mit einem dankbarem Nicken folgte er aber dem Angebot von Stannis und setzte sich auf eben jenen Stuhl an dem Ende des Tisches, das ihm gehören sollte. "Ihr werdet sicher gehört haben, dass die Boltons sich nach und nach eine Burg nach der anderen unter den Nagel reißen...", fing er langsam an und lehnte sich leicht zurück, um die Hände auf seinem Schoß zu falten.

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BeitragThema: Re: Solar von Stannis   Sa Dez 10, 2016 3:48 pm

Stannis war ohne es zu zeigen mit Lord Warreks Aufmachung vom ersten Augenblick an zufrieden. Sein dunkles schulterlanges Haar, dass sein markantes Gesicht umdeckte, liess ihn noch grimmiger erscheinen als er wohl ohnehin schon war. Man sah sofort die Ähnlichkeit zu dessen Onkel Ser Rodrik, den er damals einmal in Königsmund bei Roberts Krönung im Gefolge von Ned Stark gesehen hatte. Auch wenn das schon gut zwanzig Jahre her war. Stannis vergaß niemals ein Gesicht. Eine Eigenschaft die sich immer wieder auszahlte. Endlich mal jemand der nicht bloß rumsaß und redete. Er wusste zumindest schonmal das die Stark die Furchtlosigkeit der Cassels geschätzt haben musste. In seiner kurzen Zeit in der Bibliothek hatte er herausgefunden, dass das Haus den Stark schon seit Jahrhunderten verbunden war. So war es auch in Winterfell Tradition gewesen, dass der jüngere Bruder des Lords oder des Erben des Hauses Cassel Kastellan von Winterfell wurde. Zuletzt hatte Ser Rodrik diesen Posten innegehabt bevor er von Theon Graufreud ermordet wurde. Und sein Neffe Jory Cassel war Hauptmann der Wache von Ned Stark gewesen. Wenn Stannis also jemanden suchte mit dem er den Norden von den Boltons befreien könnte, dann saß dieser jemand hier gerade vor ihm. Auch störte ihn seine ruppige Art nicht im geringsten. Er dachte selbst manchmal darüber nach ob er nicht besser im Norden geboren wäre. Die direkte Art der Menschen gleich zum Punkt zu kommen gefiel ihm jedenfalls besser, als das floskelhafte Gesülze mit dem die Adeligen im Süden um den heißen Brei herumzureden versuchten. Nicht das alle im Süden so waren... Robert war nie um seine wahren Gedanken verlegen gewesen. Aber bei Robert hatte das auch nie Probleme gegeben. Bei Stannis schon. Er knirschte mit den Zähnen als er daran zurückdachte, verwarf den Gedanken aber wieder. Rasch wandte er sich schließlich Warrek Cassel zu. Ohne eine Miene zu verziehen nickte er mit seinem Kopf. "Es ist gut das wir uns treffen, Lord Warrek. Ich nehme ebenfalls an das ihr und ich das gleiche Ziel haben. Die Boltons haben in diesem Land genug angerichtet. Sie haben Brandon Stark ermordet, Winterfell geplündert und im Norden Angst und Schrecken verbreitet. Wie ihr eben sagtet habe ich auch gehört das eure Burg wie die von vielen anderen Häusern des Nordens erobert wurde. Für solche Verbrechen muss es Gerechtigkeit geben. Und ich beabsichtige den Boltons diese Gerechtigkeit zu geben. Unser Stahl ist die Antwort. Unser Stahl in unseren Fäusten, Unser Stahl in ihren Herzen." Er schwieg einen Moment.
"Euer Lehnsherr Lord Eddard Stark war der erste Lord der sich mir anschloss. Wisst ihr das? Ich habe sein Opfer nicht vergessen. Umso mehr drängt es mich die Boltons zu vernichten. Ich kann seinen Tod nur ehren, solange ein Stark unter meiner Herrschaft den Norden regiert. Und ich werde nicht ruhen ehe ich dieses Ziel erreicht habe. Ich frage euch deshalb Lord Warrek. Werdet ihr mir folgen und mich als euren König in diesem Unterfangen unterstützen, so wie es euer alter Lehnsherr tat?" Seine Augen waren nun direkt auf Warrek gerichtet.
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BeitragThema: Re: Solar von Stannis   So Dez 11, 2016 1:22 pm

Er schien von dem anderen Mann genausten unter die Lupe genommen zu werden. Seine Erscheinung, seine Art und seinen Vorschlag. Warrek störte sich nicht sonderlich daran, denn schließlich hatte auch der Lord Baelish ihn mit musternden Blicken begutachtet, hatte versucht den jungen Lord in seinem Sein zu analysieren. Aber er schüttelte diese Gedanken und musterte den Baratheon seinerseits ebenso. Seine Erscheinung wirkte auf eine gewisse Weise kühl, aber erhaben, so wie es sich für einen König, ob er nun auf dem Thron saß oder nicht, gehörte.
Auch seine Worte versprachen viel und machten dem Recken aus dem Norden nur deutlicher, dass die beiden Männer tatsächlich das gleiche Ziel verfolgten. Beide wollten sie wieder einen Stark auf dem Posten des Wächters des Nordens und Warrek fiel auf, dass Stannis dieses Vorhaben ebenso mit Stahl durchbringen wollte, so wie die Nordmann. Sie hatten ihre Interessen also innerhalb weniger Minuten abgesteckt und schienen beide etwas mit den Plänen des anderen anfangen zu können. Doch die interessante Frage blieb offen.
Der König aus Drachenstein wollte sich der Unterstützung des Cassels sicher sein. Etwas, das der dunkelhaarige Mann in Kettenhemd und Lederwams gut verstehen konnte, aber es gab Etwas, das ihm in dieser Sache ebenso wichtig war. Ned Starks vorherige Herrschaft im Norden waren den meisten Vasallen ein Wohl gewesen. Wenige hatten rebelliert und wenn sie es getan hatten, waren die Wogen schnell geglättet worden. Umso mehr hatte der Tod des Wächters den Norden in Betrübnis gestürzt und ja, der Norden sollte seine Vergeltung bekommen, denn er vergaß nie... Und Die Boltons und die Freys würden noch für die Rote Hochzeit zahlen. Ebenso wie der Kindkönig für sein Todesurteil über Lord Eddard.
"Der Norden vergisst nicht... und er wird seine Vergeltung bekommen, ganz gewiss", sprach der Lord und strich sich einmal über den Bart, ehe er sein Gegenüber direkt und aus dunklen Augen ansah. "Ich werde Euch als meinen König akzeptieren... für Euch den Norden zurückgewinnen und sichern, bis wieder ein Stark auf Winterfell sitzt.... Aber ich werde nicht das Knie vor Euch beugen, König Barahteon", machte er mit ruhiger Stimme und seinem gewohnt grimmigen Blick deutlich. Natürlich konnte Warrek Befehle wahrnehmen und sie ausführen, aber er handelte dennoch lieber nach eigener Taktik und Strategie.
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BeitragThema: Re: Solar von Stannis   Di Dez 13, 2016 7:28 pm

Als Warrek den letzten Satz sagte, stand Stannis plötzlich auf und ging zum Beistelltisch herüber um in aus groben Holz gefertigten Krügen sich und dem Nordmann Bier einzuschenken. Normalerweise hätte er Wein getrunken. Aber Stannis wusste das die Nordmänner aus anderem Holz geschnitzt waren. Hier war Wein als Getränk des Südens verpönt. Man griff lieber zu Met oder wie jetzt in seinem Fall auf Bier zurück. Natürlich gab es einige Lords wie Wyman Manderly die die Sitten des Südens auslebten. Aber hier im Norden war das eher eine Ausnahme. Ihn persönlich war das Getränk vollkommen gleich. Stannis machte sich weder aus Wein noch aus Bier wirklich viel. Bier war ihm jedoch Zeit seines Lebens menschlich lieber gewesen, da es seinem Lebensstil als Anführer von Soldaten eher entsprach. Wein dagegen war nicht umsonst als Getränk der Intrigen bekannt. Aus konventionellen Gründen trank er dementsprechend beide Getränke, achtete aber darauf nie mehr als ein Glas oder einen Krug zu sich zu nehmen. Er musste nur an Robert denken um zu wissen warum. Und das war einer der wenigen Momente in seinem Leben wo er trotz aller Schmähungen und Kränkungen die er von seinem Bruder erfahren hatte Mitleid mit ihm hatte. Robert hatte nicht einfach so zu trinken angefangen. Das alles hatte seinen Grund. Und Stannis wusste ihn. Stumm blickte er aus dem Fenster und sah den Regen auf die Scheiben niederprasseln. Lyanna Stark. Ihr Tod war an seinem Bruder nicht spurlos vorbeigegangen. Als Ned Stark vom Turm der Lust mit der traurigen Nachricht ihres Todes zurückkehrte, war Robert von einem Tag auf den anderen nicht mehr derselbe gewesen. Zusätzlich war er ab diesem Zeitpunkt auch noch gerade König und musste ein zerstörtes Land wiederaufbauen. Und sich damit abfinden das die Liebe seines Lebens fort war. Hier kam schließlich der Alkohol ins Spiel. Je länger Lyanna tot war, umso fetter und betrunkener schien Robert zu werden. Und einsamer. Alles nur um die Traurigkeit wegzutrinken. Nie hätten die beiden darüber geredet. Doch Stannis hatte gewusst was in seinem Bruder vorging. Und es tat ihm trotz allem Leid... Aber ändern konnte er es nicht. Er konnte nur seine eigenen Schlüsse daraus ziehen. Und den einzigen Schluss den er daraus zog war niemals die Kontrolle über sich zu verlieren. Ein Versprechen das er gehalten hatte. Bis heute.
Das alles ging ihm in Windeseile durch den Kopf als er vor Warrek stand und ihm seinen Krug reichte.
"Nicht ihr werdet vor mir das Knie beugen, Lord Warrek." sagte er schlicht. "Der rechtmäßige Lord von Winterfell wird es sein der vor mir niederkniet wenn ich ihn zum Wächter des Nordens ernenne. Ihr habt vor ihm dann niederzuknien. Ihr leistet mir eure Gefolgschaft indem ihr ihm dient." Er ging zu seinem Platz und setze sich, von wovon er Warrek nachdenklich betrachtete. "Ich freue mich das wir was die Befreiung des Nordens angeht eine Übereinstimmung haben. Seid versichert das mir die Worte ´Der Norden vergisst nicht´ bewusst sind. Ich vergesse auch nicht. Weder Gutes noch Schlechtes." Er nahm einen Schluck Bier und blickte dann Warrek mitten ins Angesicht. "Ich werde nie vergessen das es ein Nordmann war der meinen rechtmäßigen Anspruch auf den eisernen Thron als erstes unterstützt hat. Lord Eddard Stark. Sein Tod durch dieses Inzestbalg betrübt mich noch immer. Und weil ich weiss das die Menschen des Nordens sich vom Süden oft fremdbestimmt fühlen, werde ich einen eurer Lords in meinen kleinen Rat berufen. Er soll dort eure Interessen vertreten. Niemand soll mehr behaupten können das eure Stimme beim König nicht gehört wird. Das und die Befreiung des Nordens von den Boltons samt der Rückgabe des Throns von Winterfell an das Haus Stark ist was ich zu geben imstande bin um mich als euer König als würdig zu erweisen. Das ist meine Antwort auf eure Sorgen, Lord Warrek."
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BeitragThema: Re: Solar von Stannis   Fr Dez 16, 2016 6:41 pm

Mit aufmerksamen dunklen Augen verfolgte der Lord von Schwarzfels, wie der König von Drachenstein sich erhob und zu einem kleinen Tisch hinüber ging, um dort zwei Becher mit Bier zu befüllen. Warrek wartete ab, was der andere Mann über seiner Aussage dachte, denn soweit der Recke wusste, war der Baratheon kein Mensch, der ein großartiges Geheimnis aus seinen Gedanken machte. Zumindest, wenn das zuvor gesagte ihn selbst betraf. Zudem war ohnehin Sitte hier oben, zu sagen, was man dachte, auch wenn es einem den Kopf kosten konnte. Man lebte seinen Stolz aus und hielt sich nicht lange mit viel Gesülze auf, wie es vielleicht ab und an im Süden Westeros' der Fall war.
So hatte der dunkelhaarige Nordmann auch hier nicht viel um den heißen Brei herumgeredet, sondern war gleich zum Punkt gekommen, um das Gespräch voran zu treiben und alle Beteiligten nicht unnötig lange mit Worten zu fesseln.
Schließlich wurde ihm von dem anderen Lord ein mit Bier gefüllter Becher gereicht, welcher von dem jungen Cassel mit einem dankenden Nicken entgegengenommen wurde, ehe Stannis ihm antwortete und seine Ansichten offenbarte, während dieser zu seinem Platz zurück ging und sich wieder auf diesem niederließ, um sein Gegenüber, Lord Warrek Cassel, mit einem überlegenden Blick zu betrachten. Stannis Baratheon tat wohl gut daran sich als rechtmäßigen König empor zu kämpfen, denn seine Versprechungen ließen auf gute Zukunft für den Norden schließen, mit welcher Warrek durchaus zufrieden wäre, so dass der junge Recke mit den dunklen Strähnen, die so üblich in ihrer Familie waren, bedacht nickte und schließlich einen Schluck des Biers kostete, ehe er antwortete.
"Eure Ansichten für die Zukunft des Nordens sprechen für sich. Sie verheißen Gutes... aber es ist ein noch langer Weg bis der Norden gänzlich von den gehäuteten Männern befreit ist. Dennoch sehe ich euch als König auf dem Eisernen Thron, der tatsächlich etwas bewirken kann und auch etwas bewirken wird, scheint es mir", meinte Warrek mit einem direkten und ehrlichen Blick zu dem anderen Mann hinüber. "Demnach berufe ich mich auf meine zuvor gesagten Worte, Stannis. Ich werde Euch als meinen König akzeptieren und bei der Befreiung des Nordens helfen." Bei diesen Worten nickte er seiner Majestät mit dem Respekt zu, den er ihm zollte. "Lord Manderly bietet mir einen Teil seine Truppen, um meinen Sitz von den Gehäuteten zu befreien. Es wird der erste Aufruhr, der den Boltons einen Denkanstoß geben wird. Danach werde ich mich persönlich an die anderen Häuser des Nordens wenden. Zuerst an jene, die die Starks immer noch nicht vergessen haben, so wie ihr oder ich. Wobei es schwer sein wird ihre Zustimmung zu gewinnen, solange wir noch keinen erbberechtigten Stark hier haben. Die verbliebenen Erben von Ned Stark sollen scheinbar Theon Graufreud zum Opfer gefallen sein, ebenso wie mein Onkel. Doch ich behaupte, sie sind noch am Leben... und streifen durch die Ebenen des Nordens", erklärte Warrek seinem Gegenüber und senkte kurz seinen dunklen Blick, ehe er wieder aufsah.
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BeitragThema: Re: Solar von Stannis   Mi Dez 21, 2016 6:18 pm

Stannis rührte sich bei Warreks langer Rede nicht, doch innerlich war sein einziges Gefühl grimmige Genugtuung. Er war scheinbar an den richtigen Mann geraten. Mit Warrek Cassel an seiner Seite konnte jetzt alles sehr schnell gehen. Aufmerksam horchte er aber auf, als der Cassel ihm seine Pläne bezüglich der Rückeroberung von Schwarzfels mitteilte. Das war zwar schön und gut doch war Warreks ungestüme Art ein Risiko. War er nämlich damit erfolgreich alleine seine Burg zu erobern, würde sich schnell der Eindruck aufdrängen das Cassel den Norden auch gut ohne ihn befreite. Die Lords würden ihm kaum folgen wollen, wenn er hier in Weisswasserhafen versauerte während Cassel zum glorreichen Eroberer aufstieg. Er musste das ganze so zu seinen Gunsten drehen, ohne Cassels Rolle zu beeinträchtigen. "Ich muss eigentlich mit ihm gehen." dachte er. "Und doch wäre es unverantwortlich Leanna hier mit allem allein zu lassen." Außerdem war ja da immer noch Melisandre. Die rote Frau war auf der Suche nach Rickon Stark. Was wenn sie mit ihm zurückkehrte und Stannis nicht antraf? Verdammt! So sehr es ihn wurmte wegzugehen: Leanna allein zu lassen, Rickon und die Ankunft seiner Tochter zu verpassen... Er hatte einfach keine Wahl. Er musste den Lords des Nordens beweisen das er sich zur Not für sie opfern würde. Liess er diese Gelegenheit mit Warrek verstreichen, würde man ihn als jemanden verlachen der den Namen eines Kindes brauchte um seinen Anspruch hier geltend zu machen. Er musste es einfach tun. Als Reaktion zu Warrek runzelte er daher die Stirn. "Ich ehre euren Mut Lord Warrek. Aber die Boltons haben viele Mannen unter Waffen. Lord Manderlys Männer von denen ihr ohnehin nur einen Bruchteil erhalten werdet, werden nicht genug sein wenn die Mehrheit zur Verteidigung von Weisswasserhafen zurückbleibt. Mit den Truppen werdet ihr vielleicht mehrere Vorposten im Wolfswald erobern oder Stoßtrupps aufhalten können. Aber sicher werdet ihr nicht eine ganze Burg damit einnehmen. Und sei es eure Burg." Die Atmosphäre kühlte merklich ab. Wenn der Nordling direkte Worte so liebte, musste er sie auch von ihm ertragen. Um ihn aber nicht gänzlich vor den Kopf zu stoßen fügte Stannis hinzu. "Ich sage nicht das ihr von euren Plänen ablassen sollt. Im Gegenteil. Ihr solltet an ihnen festhalten. Was die Erben von Ned Stark angeht, so haben mich und Lord Manderly Berichte erreicht das sich Rickon Stark nicht unweit der Insel Skagos versteckt halten soll. Ich habe Lady Melisandre die Rote Priesterin losgeschickt um nach ihm zu suchen und ihn sicher hierherzubringen.
In der Zwischenzeit sollten wir die Boltons in Schach halten. Ich werde euch dabei helfen Schwarzfels zurückzuerobern, Lord Warrek. Wenn wir unsere Kräfte vereinen können wir mit der richtigen Strategie eure Burg befreien. Getrennte Wege zu gehen würde uns schwächen. Genau das was die Boltons wollen. Ich werde jedenfalls nicht mehr in Weisswasserhafen bleiben. Das Zeit des Redens ist vorüber. Die Zeit des Kampfes hat begonnen!"
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BeitragThema: Re: Solar von Stannis   Fr Dez 30, 2016 5:04 pm

Der junge Recke war gespannt was der König von Drachenstein auf seine Pläne sagen würde. Ob er seine Zustimmung äußern würde, war fraglich, aber Warrek war der festen Überzeugung, dass Schwarzfels mit wenigen Truppen zurückzuerobern war. Die kleine Burg aus Holz und Stein, war nicht mehr als eine Kleinstadt mit einer geräumigen Halle als Wohnsitz der Cassels. Winterfell war damit nicht vergleichbar und Weißwasserhafen noch weniger, als größte Stadt des Nordens. Zwar konnte er die Zweifel des anderen Mannes verstehen, doch der junge Cassel wusste sicher, wie es um seine Heimat stand, so dass er sich bei den Worten seiner Majestät ein kleines Schmunzeln verkniff, obwohl die Worte zu Rickon Stark noch mehr Hoffnung boten und noch mehr Grund, um aufzubrechen. Wer immer die Lady Melisandre war, er wollte das Schicksal des künftigen Lords von Winterfell nicht einer Fremden überlassen, wie sehr Stannis dieser Frau auch zu vertrauen schien. "Ich nehme eure Zweifel zur Kenntnis, König Stannis. Doch Schwarzfels ist keine Burg. Schwarzfels ist eine kleine Stadt und zudem mein Sitz, der Weißwasserhafen am nächsten gelegen ist und den ich nicht lange kampflos aufgeben werde. Wenn die Boltons demnächst vorhaben an die Tore der Neuen Burg zu klopfen, um Lord Manderlys Treue zu fordern, werden sie sich in Schwarzfels sammeln. Etwas, das wir verhindern sollten, wenn wir die gehäuteten Männer in Schach halten wollen, wie ihr selbst sagtet", erklärte der Nordmann ruhig. "Was Rickon Stark angeht, so sollte man seine Sicherheit nicht allein in die Hände einer Frau legen, wie sehr Ihr dieser auch vertrauen mögt... Begleitet mich und wir werden die Boltons ein erstes Stück zurückdrängen und den Lord von Winterfell sicher hier her bringen", schlug er nun wiederum vor und sah den Baratheon eindringlich mit seinen dunklen Augen an.

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BeitragThema: Re: Solar von Stannis   Fr Jan 13, 2017 6:15 pm

Stannis hatte gewusst das der junge Lord nicht begeistert sein würde, sobald er hörte das er Melisandre auf die Suche von Rickon Stark geschickt hatte. Wenigstens konnte Warrek aber sehen das er ehrlich mit ihm war. Natürlich ärgerte er sich insgeheim wieder, dass er nicht besser über die Beschaffenheit der Burg der Cassel Bescheid gewusst hatte. Hätte er doch nur mehr Zeit zum Lesen gehabt. Immerhin war er zufrieden das Warrek seinen Vorschlag angenommen hatte die Stadt gemeinsam von den Boltons zu erobern. Und wenn sie auf diese Weise ihre Kräfte bündeln und den Jungen finden würden, wäre dies eine guter Anfang um die lange erwartete Wende im Kampf um Winterfell herbeizuführen. Die Boltons brauchten eine Niederlage. Und diese Niederlage musste er ihnen mit einem Lord aus dem Norden beibringen. Und er glaubte diesen in diesem Moment vor sich zu haben. Als Warrek ihn so eindringlich ansah, neigte Stannis nur den Kopf ohne seinerseits den Augenkontakt aufzugeben. "Es war nicht meine Absicht euch das Gefühl zu geben besser über euren Sitz Bescheid zu wissen, Lord Cassel. Deshalb freue ich mich das ihr euch einer gemeinsamen Unternehmung nicht verschließt. Sobald wir eure Burg den Boltons abgenommen haben, können wir unsere Kräfte bündeln und Suchtrupps nach den Jungen ausschicken. Mir ist euer Unbehagen bezüglich Lady Melisandre nicht entgangen. Ein Grund mehr das wir beide uns persönlich der Suche nach dem Jungen annehmen, sollten wir den ersten Sieg gegen die Boltons errungen haben."
Er breitete eine kleine Karte von den Ländereien des Hauses Cassels um Schwarzfels aus, die er in der Bibliothek gefunden hatte. "Ich schlage vor ihr erläutert mir wie ihr Schwarzfels einzunehmen gedenkt. Ihr solltet euch dort besser auskennen als ich. Was ich vor unserem Gespräch noch sehen konnte war das der Wolfswald im Norden unweit von der Stadt liegt. Könnte man das nutzen wenn man eine Armee dort platziert die die Stadt aus der Deckung angreift von der sie zunächst nicht gesehen werden kann?"
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BeitragThema: Re: Solar von Stannis   Mo Jan 30, 2017 9:47 pm

Es schien nach seinem Konter so, als würde sich Stannis mit seinem Vorschlag einverstanden geben, sich noch gemeinsam auf die Suche nach dem Jungen zu begeben. Etwas, dass den jungen Cassel doch ein wenig beruhigte, auch wenn der eigentliche und dazukommend wichtige Part natürlich auch noch bevorstand. Schwarzfels wurde nicht stark von den Boltons besetzt. Doch die kleine Stadt war unterbesetzt gewesen, da einige Männer dem jungen Wolf in den Süden gefolgt waren. Keine sind bisher zurückgekehrt. Es blieben alleine die wenigen Männer, die Warrek um sich gescharrt hatte, um seinen Sitz eigentlich zu verteidigen. Doch es waren zu wenige gewesen, so viel stand nun mehr als fest. Umso mehr freute es ihn, dass Lord Manderly sich einverstanden gegeben hatte, ihm einige hundert Mann für die Zurückeroberung zu geben. Alleine 400 bis 500 würden reichen, da war sich der Dunkelhaarige sicher, der die Worte des Königs von Drachenstein mit einem Nicken zur Kenntnis nahm, ehe er sich die kleine Karte, die dann auf dem Tisch ausgerollt wurde, genauer ansah. Man sah den Schwarzfels auf seinem seichen Hügel. Markiert als eine gerundete Stadtmauer und dem Namen des Orts.
Weiter im Norden die Andeutung eines Walds. Doch nicht der Wolfswald. "Verzeiht, euer Gnaden, aber das", Warrek deutete auf die gezeichneten Bäume, "ist der Hornwald. Ich glaube kaum, dass er von Nützen für eine Zurückeroberung sein würde, außer wir würden bei Nacht zuschlagen und langsam voran gehen. So wäre die Sicht von den Wachtposten deutlich beeinträchtigt zumal Schwarzfels noch leicht erhöht auf einem Hügel liegt. Für den einen Überraschungsmoment, wäre er aber dennoch zu weit weg, befürchte ich", überlegte er laut und deutete dann auf den Weißklinge, der Fluss, der bei Schwarzfels floss.
"Hinter der großen Halle befindet sich nur ein einziger Wachposten, dieser ist auf den Weißklinge ausgerichtet. Von dort aus könnte ein Trupp agieren, während ein zweiter die Hauptposten von Vorne ablenkt und den Anschein erweckt wir würden direkt attackieren. Ich kenne den ein oder anderen lockeren Stein und Holzbalken im Schutzwall. Fast eine Art Loch, die dem Regen oder geschmolzenem Schnee Abfluss gewährt. Zwei kräftige Axthiebe und im Nu haben wir die Männer innerhalb des Walls, wo sie die Boltons in der Mangel hätten und wir die Tore öffnen können."
Mit einem prüfenden Blick sah Warrek wieder zu Stannis und versuchte zu ergründen, was dieser von seiner Idee hielt. Männer würden sie durch Lord Manderly genug haben.

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BeitragThema: Re: Solar von Stannis   So Feb 12, 2017 8:32 am

Innerlich seufzte er auf. Es fiel ihm schwer das zuzugeben, aber der Cassel Lord wusste besser Bescheid als er. Nichtsdestotrotz hatte er sich entschieden. Er würde Lord Warrek helfen die Burg der Cassel von den Boltons zu befreien. Komme was wolle. "Ich verstehe." sagte er und knirschte mit den Zähnen. "Dann würde ich gerne die Ehre annehmen den Hauptposten von vorne anzugreifen. Taktisch gesehen ist es vielleicht sogar besser wenn die Boltons nicht gleich wissen das ihr auf der Spielfläche erschienen seid. Wenn ihr mir die betreffenden Stellen am Wall zeigt,werden wir sie auch brechen. Meine Soldaten und ich könnten für die nötige Ablenkung sorgen. Das gibt euch genug Zeit euch um den anderen Hauptposten zu kümmern. Wir könnten uns dann vor der Halle wiedertreffen, wo wir dann gemeinsam kurzen Prozess mit den sogenannten Statthaltern der Boltons ins Schwarzfels machen. Wäre das für euch annehmbar?" Er hoffte das Warrek einwilligte. Der Nordmann musste verstehen das Stannis als König keine Rolle in der zweiten Reihe mit Warrek als Anführer akzeptieren würde. Sie führten gemeinsam. Aber nicht einer über den anderen. Dafür war jeder von ihnen einfach zu stolz. Und ihre Männer erwarteten das Stannis und Warrek ein Symbol der Stärke abgaben.
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BeitragThema: Re: Solar von Stannis   So Feb 19, 2017 6:25 pm

Es war nicht weiter verwunderlich, dass der Lord von Schwarzfels auch besser über sein Land und seine 'Burg' Bescheid wusste. Warrek war in der kleinen Stadt aufgewachsen, kannte die Leute dort. kannte die Stärken und die Schwächen der kleinen Feste, welche seine Heimat war und immer noch ist, egal welcher Lord sich anmaßte dort zu walten und zu herrschen.
Aufmerksam horchte der Nordmann also dem Baratheon und verfolgte seine Vorschläge für die Aufteilung der Truppen nebenbei auf der Karte, warf seiner Gnaden aber immer noch ab und zu einen Blick aus seinen dunklen Augen zu. Es würde wohl den größten Sinn machen, wenn der Lord von Drachenstein sich um den Hauptangriff kümmern würde, während der ruhige, dunkelhaarige Mann im Schatten agieren würde - vorerst. Er kannte schließlich die Stelle, an der er arbeiten müsste, um durch den Wall zu brechen und die Boltons im Ring von Schwarzfels zu überraschen. Sobald dann ebenso das Tor auf wäre, wäre das Thema gegessen und Stannis könnte mit seinen Trupp ebenso hinein, um mit den Gehäuteten Männern kurzen Prozess zu machen.
Schließlich nickte Warrek und richtete sich wieder ein wenig auf, sah den rechtmäßigen König an. "Es scheint als hätten wir unseren Schlachtplan, euer Gnaden", sagte er schlicht. "Ich würde vorschlagen, dass wir in spätestens zwei Nächten aufbrechen. Abends los reiten, so dass wir Schwarzfels zum Morgen erreicht haben und im Morgengrauen zuschlagen können. Mein Trupp wird sich vom Fluss aus nähern, Eurer vom freien Feld aus. Es ist besser im Nebel der Dämmerung zuzuschlagen, so ist die Sicht der Gehäuteten erschwert.", erklärte der Nordmann weiter und sah dann wieder zu Stannis. Wenn es so weiter gut ging, würden sie hier sicherlich bald fertig sein und die Vorbereitungen konnten beginnen.

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BeitragThema: Re: Solar von Stannis   Di Feb 21, 2017 2:59 am

Stannis nickte. "Einverstanden. Ihr erwähntet vorhin das Schwarzfels von einer Holzpalisade umgeben ist. Dementsprechend würde es Sinn machen zunächst mit Fußsoldaten durch einen Rammbock das Tor zu durchbrechen, um anschließend mit Reitern den Widerstand niederzureiten. Würde das funktionieren oder schlagt ihr eine andere Strategie vor?" Er wollte nicht zu viele Männer bei dem Unterfangen verlieren. Wenn man die Träger am Rammbock mit zahlreichen Schildern ausstattete, würde das für zusätzlichen Schutz sorgen. Die größeren Schlachten für die Befreiung des Nordens standen erst bevor und Stannis wollte für diese noch ausreichend Männer zur Verfügung haben. Er hoffte dass das Unterfangen nicht zu lange dauerte. Er würde Leanna hier lassen müssen, was ihm nicht besonders gefiel. Aber das Schlachtfeld war für sie kein Ort. Er konnte nur Sorge tragen, dass das ganze so schnell wie möglich ging. Und da war ja noch die Sache mit Rickon Stark. Stannis wollte von Warrek wissen, wie dieser sich die Suche nach dem Stark-Erben vorstellte. Auch darüber würden sie zu reden haben. Schließlich stünde dies als nächstes Zeil gleich nach der Eroberung von Schwarzfels auf dem Plan. "Wie wollen wir bei der Suche nach Rickon Stark hinterher vorgehen? Ihr kennt den Norden wesentlich besser als ich. Habt ihr darüber schon nachgedacht?"
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Warrek Cassel

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BeitragThema: Re: Solar von Stannis   Di Feb 28, 2017 2:06 pm

Er ließ sich die Strategie des anderen Lords durch den Kopf gehen und nickte dann ein wenig. Wahrscheinlich wäre am besten, zuerst einen Rammbock zu benutzen. Spätestens wenn Warrek mit seinem Trupp durch die Palisaden war, würden die Boltons am Tor ohnehin schwächeln, da sie sich auf ihre Feinde im Inneren der Feste konzentrieren würden. Somit wäre der Rammbock schneller durch und die Reiter hätten im Anschluss keine großen Schwierigkeiten mehr. "Es sollte funktionieren. Ich sehe keinen Grund, aus dem der Rammbock nicht durchbrechen sollte." Seine Miene war ernst und natürlich schmerzte es den Nordmann ein wenig sein eigenes Heim ein wenig niederbrennen zu müssen. Aber es würde sich lohnen. Letztendlich wäre die Pest der Gehäuteten wieder beseitigt und der Cassel hätte Schwarzfels wieder. Es war schon schwer genug, seinen Sitz zurückzulassen. Doch ein guter Mann sollte wissen, wann eine Schlacht vorerst verloren war.
Dieses Mal aber würde das für die Boltons der Fall sein.
Was die Suche nach dem Erben von Winterfell anging, so war dies natürlich eine wahrscheinlich kniffligere Sache. Es gab nur Gerüchte darum, wo sich der jüngste der Starks aufhalten könnte. Wo er sich herumtrieb und ob er tatsächlich noch lebte. Schließlich war Gerede eben auch nur noch Gerede. Von Brandon Stark hatte man schließlich überhaupt nichts mehr gehört. Die Wahrscheinlichkeit war groß, dass er tatsächlich bereits unter den Toten wandelte. "Wir sollten uns bereits auf dem Ritt nach Schwarzfels ein wenig umhören und umsehen. Die Augen offen halten. Einen richtigen Suchtrupp werden wir erst nach der Zurückeroberung zusammenstellen können." Warrek überlegte laut. "Wahrscheinlich wird man ihn kaum in der Nähe von irgendwelchen Burgen finden. Eher im Freiland, wo nur schwer eine Verfolgung möglich wäre. Doch der Norden bietet nicht viel außer Brachland, Fels und Gras. Höhlen und die Wälder werden wohl die ersten Anlaufpunkte sein, an denen wir suchen sollten. Der Hornwald bietet sich natürlich als nächstes an. Inzwischen wird er weit weg von Winterfell sein und auch weg von der Mauer... Es wäre zu riskant gewesen, hätte man ihn dort untergebracht."

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BeitragThema: Re: Solar von Stannis   Do März 23, 2017 2:04 pm

"Gut." Der König nickte zufrieden. "Wir haben bezüglich der Strategie eine Übereinstimmung. Ich schlage vor das wir die einzelnen Details auf dem Weg gemeinsam mit unseren Kommandanten besprechen. Einen Rammbock aus einem Baumstamm zu schnitzen, sollte keine ganze Woche dauern. Wir dürften die Mauern schon durchbrochen haben, ehe die Boltons die Worte des Hauses Stark am eigenen Leib erfahren. Der Winter naht, Lord Warrek. Und lasst uns Sorge dafür tragen, dass wir ihn dieses Mal dem gehäuteten Mann bringen. Mit einer Haut überlebt man den Winter besser." Nachdem dies erledigt war, wanderten seine Gedanken wieder zum Jungen. Stannis grimmiger Blick wurde stolzer. Offenbar wusste er hier mehr Bescheid als der Nordmann. Lord Manderly musste es unterlassen haben den jungen Lord davon zu unterrichten. Auf den fetten Meermann war eben doch noch Verlass. "Vielleicht kann uns das Wissen weiterhelfen, dass Lord Manderly durch einen Jungen zu Teil wurde der den Überfall von Winterfell durch die Boltons damals überlebt hat." Stannis lehnte sich zurück und nahm den Cassel-Lord nicht aus den Augen lassend ein Schluck Bier. "Bei diesem besagten Jungen handelt es sich um einen Bastard von den Eiseninseln, der unter Theon Graufreuds kurzer Herrschaft über Winterfell als dessen Knappe diente. Als die Boltons den Sitz der Stark einnahmen, gelang es ihm zu fliehen und die Fährte von Rickon Stark und einer Wildlingsfrau aufzunehmen. Er konnte ihnen noch bis zur Nordostküste folgen um zu sehen, dass sie Zuflucht auf der Insel Skagos fanden. Dort fiel er dann Lord Manderlys Männern in die Hände, die ihn halb verhungert aufgabelten und nach Weißwasserhafen brachten." Er setzte den Krug wieder ab und blickte Warrek grimmig an. "Das ganze ist jetzt drei Monate her. Es besteht die Möglichkeit das wir den Jungen in diesem Gebiet finden könnten. Deshalb würde ich den Fokus bei der Suche genau dorthin verlegen. Wenn wir die Boltons solange mit kleinen Scharmützeln rund um Winterfell beschäftigen, können wir ungestört ohne ihre Aufmerksamkeit zu erregen die Suche nach dem Jungen fortsetzen. Sofern ihr nicht bessere Vorschläge habt, Mylord." fügte er nachdrücklich hinzu.
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Warrek Cassel

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BeitragThema: Re: Solar von Stannis   Di März 28, 2017 3:03 am

Die Strategie für die Zurückeroberung Schwarzfels' war geklärt und die Strategie stand soweit auch. Es war also an der Zeit sich noch über einen anderen ebenso wichtigen Punkt Gedanken zu machen. Dass Rickon und Brandon Stark wahrscheinlich immer noch am Leben waren, hatte inzwischen mehr oder weniger die Runde gemacht, seitdem Theon Graufreud in Winterfell überrannt worden war. Man hatte kein Wort mehr von dem Sohn Balons gehört, der inzwischen ebenso zu seinem ertrunkenen Gott gewandert war, während sein Bruder seine salzige Krone bekommen hatte. Was Euron Krähenauge Graufreud noch für Eiseninseln plante war ungewiss. Eine Tatsache die man ändern musste, keine Frage. Doch nicht jetzt. Der Norden hatte Priorität.
Die Erzählung über den ehemaligen Knappen von Theon waren erschreckend genau, aber die Frage war, ob man sie für bahre Münze nehmen konnte. Warrek hatte seine Zweifel, ließ den König aber ausreden und überlegte dann, ließ sich dessen Worte durch den Kopf gehen.
"Wenn sie dort waren, werden sie innerhalb dieser Monate weiter gezogen sein. Schließlich würden sie nicht erkannt werden wollen und das können sie beinahe nur schaffen, wenn sie in Bewegung bleiben", bedachte der dunkelhaarige Nordmann und fuhr sich einmal über den Bart, starrte dabei mit einem grimmigen Blick aus dunklen Augen auf die Karte auf dem Tisch. "Sie waren nahe der Mauer, fast zu nahe und dem Risiko nahe entdeckt zu werden, also werden sie wahrscheinlich wieder Richtung Süden durchs Ödland reisen. Vielleicht haben wir Glück und sie sind ganz in der Nähe. Aber mehr als spekulieren, können wir derzeit ohnehin nicht. Die alten Götter werden mit uns sein müssen, während wir während des Kriegs immer wieder kleine Suchtrupps nach ihnen ausschicken. Spätestens, wenn wir einen Jungen mit einem schwarzen Schattenwolf an der Seite finden, haben wir den Erben Winterfells", sagte der Recke aus dem Hause Cassel und sah wieder zu Stannis hinüber. Er hatte dazu nicht mehr zu sagen und spürte, wie ihm langsam die Müdigkeit der vergangenen Stunden in die Glieder kroch.
"Euer Gnaden, Ich würde nun gerne darum bitten, gehen zu dürfen. Ich bin müde und würde mich nun gerne für ein paar Stunden in meine Gemächer zurückziehen."

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BeitragThema: Re: Solar von Stannis   So Apr 16, 2017 2:41 pm

Stannis nickte nur grimmig, und trank in einem Zug seinen Humpen aus. "Ja wir haben eine Übereinstimmung. Und damit beende ich auch diese Unterredung Lord Warrek. Ihr dürft gehen." Dann nachdem er sich von Warrek verabschiedet hatte, blickte er wieder auf die Karte. Jetzt wo die Strategie bezüglich Schwarzfels besprochen war, wandte der König seinen Blick weiter über die Karte des Nordens aus. Seit dem Fall des Hauses Stark waren die Häuser des Nordens allesamt gespalten. Einige Verräter die den Boltons als selbsternannte Wächter des Nordens die Treue geschworen hatten. So wie die Staublins oder Umbers. Dann gab es noch die die die Boltons ablehnten und sich ebenfalls mit Ihnen im Krieg befanden. Mormont und Hornwalds zum Beispiel. Leider standen die meißten bisher auch Stannis eher ablehnend gegenüber. Er erinnerte sich noch mit Missmut an die Antwort von Lyanna Mormont, als er ihren Brief als Reaktion auf sein Bündnisgesuch erhalten hatte. "Die Bären-Insel kennt nur einen König im Norden. Und sein Name ist Stark!" Stannis hatte das Papier zornentbrannt zerknüllt in die Flammen geworfen. Nicht das er die Ablehnung nicht schon gewöhnt war. Schon damals als Davos ihn auf Drachenstein vor der Religion des Herrn des Lichts gewarnt hatte, als das diese dazu führen könnte dass das Volk ihn nicht lieben würde, hatte er nur abgewinkt weil das Volk ihn ohnehin nicht liebte. Doch jetzt wo die Ablehnung mit Hindernissen auf dem Weg zu seinem Anrecht, den eisernen Thron, führte machte ihn das nur wütend. Seine einzige Hoffnung war Rickon Stark. Nur mit dem Jungen als Lord von Winterfell konnte er den Norden einen. Und er würde alles daran setzen, damit das auch gelang. Seine Augen brannten funkelnd, als er den Blick von der Karte nahm und den leeren Stuhl anblickte auf dem Warrek eben noch gesessen hatte.
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Warrek Cassel

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BeitragThema: Re: Solar von Stannis   So Apr 30, 2017 3:45 pm

Mit einem respektvollen Nicken verabschiedete sich der grimmige Nordmann von König Stannis Baratheon und erhob sich, stellte den leeren Becher ab und ging. Die Posten vor dem Solar schlossen die Tür hinter dem Lord von Schwarzfels wieder und neigten ebenso den Kopf zum Abschied vor ihm, was Warrek mit einem einzelnen Nicken und Blinzeln zur Kenntnis nahm.
Der Tag war lang gewesen und er freute sich eigentlich sehr auf ein warmes Bad und eine Matratze aus Stroh und Heu. Alles würde bequemer sein, als der stundenlange Ritt oder die knorrige Wurzel eines alten Baumes unter seinem Rückrat so dass man versuchen konnte es am nächsten Morgen einzurenken. Auf dem Weg zu seinen Gemächern trat er niemanden mehr, auf den er sonderlich achten musste. Lord Manderly verspeiste wahrscheinlich sein nächstes knusprig braun gebranntes Hühnchen mit Soße und Stannis war in seinem Solar geblieben, um weiterhin grüblerisch über den Karten zu sitzen und sich zu fragen, wie gut dran er wohl wirklich mit Lord Warrek Cassel war.
Der junge Recke selbst konnte ihm diese Frage selbst nicht gänzlich beantworten. Wer auf dem Thron saß, war dem Cassel im Grunde scheißegal. Gut, Joffrey Baratheon war bei den Göttern kein Segen, aber es waren ohnehin die Leute hinter ihm, welche gefährlich waren und die Strippen zogen. Tywin Lennister beispielsweise.
Aber darum würde er sich morgen noch kümmern oder sobald seine Cousine eingetroffen war, wenn die See sie nicht doch schon verschluckt hatte. An seinem Gemach angekommen, wurde Warrek allerdings unvorbereitet überrascht.

tbc: Gemächer von Warrek

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