Game of Thrones

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 Auf hoher See

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BeitragThema: Auf hoher See   Mi Jul 06, 2016 12:52 am

Dannyl Nahyris & Vaessa Cassel


Es war Zeit zum Ablegen und die junge Kapitänin hatte wahrlich genug von Königsmund. Sie war nur wenige Tage hier gewesen und hatte jetzt schon wieder genug vom Festland und der Stadt des Königs. Ihr fehlte der Wind und die Seeluft, die ihr übers Gesicht streiften, wenn sie am Steuer stand. Sie seufzte und trug eine der letzten Kisten zu einem ihrer Männer hinüber und übergab ihm diese, damit sie sich ein letztes Mal auf dem Steg umsehen konnte. Jon und Vasmos, zwei gute Männer von ihr, trugen gerade noch ein paar Vorräte für die Mannschaft auf die Weiße Wölfin und Vaessa konnte zufrieden zu Trego, ihrem ersten Maat, hinauf sehen, um von ihm ein Zeichen zu bekommen, dass nun alles an Bord war, was auch da zu sein brauchte. Keiner war mehr auf dem Steg und so stieg die blonde Frau aus dem Norden selbst hinauf und rief ein paar letzte Befehle, um die Ladung auf ihrem Schiff zu sichern.
Ob jemand das Schiff verließ oder nicht, blieb gerade unbewacht, da wirklich jeder was zu tun hatte.
Sogar die Kapitänen sicherte letzte Seile und ging, nachdem verkündet war, die Ladung wäre sicher verstaut, nochmal selbst von Bord, um die Taue zu lösen, die das Schiff im Hafen hielten. Erst dann huschte sie mit leichten Schritten zurück aufs Schiff und nahm die Planke schließlich selbst in die Hand, um diese zu verstauen. "Segel setzen! Öffnet das Großsegel! Es wird Zeit, wieder den Seewind in unseren Gesichtern zu spüren und Königsmund hinter uns zu lassen!", rief sie und beauftragte ihren Steuermann sie aus dem Hafenbecken zu lenken, während Vaessa selbst einen Patrouillen-Gang auf dem Schiff machte, um selbst zu schauen, ob alles an Ort und Stelle war. Natürlich, die vertraute ihren Männern. Aber lieber man schaute einmal mehr über die sichernden Seile, als einmal zu wenig. Und die blonde Frau aus dem Norden konnte wirklich auch nichts Auffallendes sehen, doch eines passte ihr nicht in die Sinne, als die gerade wieder die schmalen Treppen hinaufsteigen wollte, um die dunklen Lagerräume zu verlassen und sich wieder dem Deck zu widmen. Geräusche die eher an jammernden Schmerz erinnerten, als an schwer schuftende Seemänner.
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BeitragThema: Re: Auf hoher See   Di Aug 23, 2016 1:07 am

Es war wohl der am schlechtesten abgelaufene Überfall meines Lebens, ich hätte gedacht ich habe leichtes Spiel, ein alter Mann der schläft, ein gefundenes Fressen für meinesgleichen. Zu meinem Missvergnügen hatte dieser aber eine sehr, sehr laute Stimme und leichtem Schlaf. Kaum hatte ich mich an seinem Hab und gut vergriffen schrie er los und seine bediensteten holten die Stadtwache. Es wäre auch zu leicht gewesen, oder? So schnell ich konnte floh ich aus dem kleinen Anwesen des reichen Händlers, doch lief genau in die Arme der Wache. Fluchend versuchte ich mich zu wehren, irgendwie weg zu kommen, doch ich wurde erwischt. Mit einer Stichwunde im Bauch lief ich weiter, nur auf der Suche nach einem Unterschlupf. Meine Sicht verschwamm der Schmerz zwang mich fast in die Knie und nur der Gedanke nicht zur Mauer zu wollen ließ mich weiter laufen. So schnell ich konnte lief ich durch die Gassen der Hauptstadt, durch die mich die Wachen verfolgten. Zum glück waren diese Arschkriecher wegen ihrer Rüstungen so langsam, dass ich selbst mit der Verletzung noch schneller war. Ich bog um eine Ecke und plötzlich fand ich mich am Hafen wieder, verwirrt darüber wohin mich meine Füße getragen hatten achtete ich nicht darauf wo ich hin lief und stolperte über ein Fischernetzt. Wie ein Kartoffelsack ging ich zu Boden und stöhnt laut auf vor Schmerz. Ich hatte nicht gerade wenig Blut verloren, was wahrscheinlich der Grund war, warum die Wachen meine Spur noch nicht verloren hatten. Kurz wurde es mir schwarz vor Augen und ich schnappte nach Atme. Hinter mir wurden die Schritte der Rüstungsträger immer lauter und ich musste aufstehen, aufstehen sonst würde ich mich gleich freiwillig bei der Nachtwache einschreiben dürfen. Ich rappelte mich auf mit einem stummen Schmerzensschrei auf dem Lippen und lief weiter. Ohne wirklich darauf zu achten lief ich weiter, auf ein Schiff, Schiffe waren sicher und die Wachen würden sicher nicht daran denken dass ich auf eines flüchten würde, hoffte ich zumindest. Wie durch einen Tunnel sah ich was vor mir lag und war nur darauf bedacht nicht wieder zu stolpern. Unterdeck ist es sicherer, sie werden mich nicht sehen! In meinem Tunnel gefangen bemerkte ich nicht, dass das Schiff gerade dabei war abzulegen und bahnte mir meinen weg durch die Matrosen und flüchtete in das Unterdeck und ließ mich zwischen die Kisten dort fallen. Mein Atem ging keuchend, meine Hände waren fest auf die blutende Wunde gedrückt und alles schien sich um mich zu drehen.
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BeitragThema: Re: Auf hoher See   Fr Sep 02, 2016 10:57 pm

Die junge Kapitänin aus dem Norden war keine Freundin blinder Passagiere, die ungefragt auf ihr Schiff kamen und sich versteckten, um - ohne einen Penny zu verlieren - sonst wohin kamen. So gesehen, war sie sich in diesem Moment sehr sicher, dass sich ein solcher auf ihrem Schiff befand und sie ihn entdeckt hatte. Also schlich sie weiter und suchte, zog in aller Stille ihren Degen und ging weiter voran, bis sie die Quelle der leichten Blutspur auf den Planken und den Ursprung der Geräusche gefunden hatte.
Ohne mit der Wimper zu zucken hielt Vaessa dem Verletzten den Degen locker entgegen. Mit der Spitze voran natürlich, zumal sie eigentlich nicht erwartete, dass der junge Mann mit seiner Wunde noch auf irgendwelche dummen Gedanken kam, aber man konnte ja nie wissen. "Eigentlich empfange ich meine Gäste anders, aber blinde Passagiere bekommen die Behandlung, die sie verdienen, selbst wenn sie verletzt sind. Aber mich würde dennoch interessieren, was genau dich auf mein Schiff führt, da wir bereits in Königsmund abgelegt haben", sagte sie mit strengem, kühlen Blick aus blauen Augen.
Ja, eigentlich spielte sie wirklich nicht gerne die Böse, zumal sie mit den wirklich 'bösen' Jungs oft genug zu tun hatte. Piraten konnten wahre Mistkerle sein, aber so lernte man den ein oder anderen Umgang, der auf See mehr als nur angebracht war. So hatte auch die schöne Blonde gelernt, dass man auf See nicht das Knie beugte oder gar Gnade zeigte. So konnte sie diese auch jetzt nicht zeigen, selbst wenn sie eigentlich gerne auf Augenhöhe mit ihrem Gegenüber war. "Kannst du aufstehen, Bursche, oder soll ich Jemanden rufen, der dich hoch an Deck befördert?", wollte Vaessa dann wissen, legte den Kopf leicht schief, hielt aber ihren Säbel weiterhin fest in der Hand, um für den Notfall sicher reagieren zu können.
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BeitragThema: Re: Auf hoher See   Sa Sep 03, 2016 2:51 am

Alles drehte sich, die Wunde war wohl tiefer als gedacht, oder war während der Flucht, bei dem Sturz oder sonst noch wann weiter aufgerissen. Der Druck, den ich auf die Wunde ausübte gab mir ein wenig das Gefühl der Sicherheit, es schmerzte nicht mehr ganz so stark, was auch an meiner Benebeltheit liegen könnte. Sicher war nur, dass ich nicht einmal bemerkte, dass jemand auf mich zukam. Erschrocken fuhr ich zusammen und starrte mit großen Augen zu der Frau hinauf, die mir eine Degenspitze vors Gesicht hielt. Mein Hert raste und ich schluckte schwer. Sie schein zur Crew zu gehören, sie hatte mich als blinder Passagier enttarnt und. „Was? Abgelegt?“ Dem Schaukeln des Schiffes nach zu urteilen hatte sie richt, das Schiff hatte abgelegt, das war ganz und gar nicht gut. Mein Mund fühlte sich merkwürdig trocken an. Ein leiser Fluch entglitt mir und ich konnte den Blick einfach nicht von der Spitze der Waffe vor meiner Nase nehmen. „Es war nicht meine Absicht…mit zu fahren…verfolgt“, meine Sicht verschwomm und mir wurde kurz schwarz vor Augen. Es war wohl nicht sehr schlau zu sagen, dass ich ein Dieb auf der Flucht war. Ich versuchte etwas zu sagen, um mich zu erklären, doch mein Mund gehorchte mir nicht. Gerade noch so verstand ich, was die blonde Frau vor mir sagte und nickte knapp. Mit schmerzverzogenem Gesicht versuchte ich mich aufzurichten und schaffte es schwankend stehen zu bleiben. Mit aller Kraft riss ich mich zusammen und versuchte verständliche Sätze zusammen zu bekommen. „Wohin?“, fragte ich kurz angebunden und schwer atmend. Kalter Schweiß lief mir über die Stirn und den Rücken hinab. „Ich mach das später noch sauber…“, meinte ich mit einem Nicken zu den Blutstropfen auf dem Holzboden des Schiffes. Ich würde wohl länger auf dem Schiff bleiben müssen, umdrehen würden sie sicher nicht wegen mir.
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BeitragThema: Re: Auf hoher See   Mo Sep 12, 2016 12:44 am

Sie hörte genau, wie der junge Kerl vor ihr die Luft scharf einzog, als plötzlich die Spitze ihrer Klinge vor seiner Nase tanzte und sie ihn funkelnd ansah. Aber so wie es aussah, konnte er ihren Worten auch erst richtig Glauben schenken, als er selbst merkte, dass das Schiff gerade in eine Welle hinein gebrochen war und etwas schaukelte. Der Fluch, der dem Fremden über die Lippen kam bestätigte das nur noch mehr. Mit zusammengezogenen Augenliedern musterte Vaessa ihn kurz. Wenn er ein Blinder Passagier war, sollte man sich ja eigentlich freuen, abgelegt zu haben, selbst wenn man dann doch entdeckt worden war. Also schwieg die Blonde kurz und wartete erstmal auf weitere Worte des dunkelhaarigen, jungen Mannes, der dann etwas davon stammelte, dass es nicht seine Absicht gewesen war. Daraufhin konnte die Seefrau eigentlich nur eine Braue hochziehen, aber es wäre ein weiterer Anhaltspunkt dafür, warum er sich nicht über die Tatsache freute, auf einem Schiff zu sein, das ihn nach Pentos brachte. Wobei die Wunde, die immer noch zu bluten schien, natürlich auf für sein Unglück verantwortlich sein könnte. Schließlich war in seinem Gestammel auch das Wort verfolgt gefallen. Aber wenigstens konnte er aufstehen, sodass Vaessa ihren Degen ein klein wenig sinken ließ und ihn weiterhin aufmerksam musterte.
"Pentos", antwortete sie ihm knapp und entring sich auf sein Versprechen hin ein Lächeln. "Werden wir noch sehen, Blinder Passagier. Erst mal wird die Crew von dir erfahren. Dann schauen wir, was wir mit dir machen", sagte die Kapitänin, während sie langsam um ihn herum gelaufen war und nun hinter ihm stand, um ihn mehr oder weniger sanft voran zu stupsen und ihn auf Deck zu führen. Sein Gang war durch die Verletzung wohl etwas schwankend, wobei der Wellengang natürlich auch nicht gerade positiv dazu beitrug.
Auf Deck rief sie mit einem lauten Ruf ihren ersten Maat zu sich, um ihn zu informieren und sich kurz mit ihm zu beraten, ehe sie sie den Fremden auf eine Kiste setzte, damit er nicht doch noch mal umkippte. "Wie ist dein Name?", wollte sie wissen.
"Wir werden dich erst verarzten, damit du nicht verblutest, bevor du dich gescheit erklären konntest. Soll ich dich also einem Seemann der Mannschaft anvertrauen oder willst du den Captain als Heilerin? Es wird so oder so weh tun." Bei diesen Worten konnte sie sich ein schiefes Schmunzeln einfach nicht verkneifen.
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BeitragThema: Re: Auf hoher See   Mo Sep 12, 2016 1:04 pm

Pentos? Das war nicht gut, gar nicht gut! Ich war auf einem Schiff, das nach Pentos fuhr. So richtig schien ich die Bedeutung dieses Satzes noch nicht zu begreifen, sei’s wegen dem Schleier der Benommenheit, den der Blutverlust verursachte, oder des einfachen nicht begreifen wollens dieser Tatsache. Schwankend stand ich, es war ein wackeliger Stand, meine Knie wollten meinem Gewicht kaum standhalten und der Wellengang, der endgültig bewies, dass ich mich auf hoher See befand, machte diesen Balanceakt des Stehens nicht leichter. Auf die kurze Ansage der Seefrau hin nickte ich nur Knapp und betete, dass mein Magen dieses Geschaukel aushalten würde. Der Schleier wurde immer dichter und ich bekam Probleme meine Umgebung richtig zu erkennen, weshalb ich, von ihrem Stupsen angeleitet, einfach vorwärts stolperte und verbissen auf die Treppenstufen die an Deck führten. Es war ein Wunder, dass ich nicht gestolpert war umso erleichterter war ich endlich wieder zu sitzen, als ich weniger sanft auf eine nahe liegende Kiste gesetzt wurde. Das Schwindelgefühl war wieder zurückgekehrt, doch jetzt war ich mir nicht mehr sicher, ob das von der Wunde herrührte, oder von dem Wellengang. Ein wenig Übelkeit stieg in mir auf, als ich mich umsah und die Wellen rings um das Schiff ansah und den blauen Horizont, hinter dem das Ziel des Schiffes, und so wie es auch meines, lag.
Wie üblich wurde zuerst nach meinem Namen gefragt, das war anscheinend eine sehr wichtige Information. Egal wann und wo ich geschnappt wurde, zuerst wurde von meinen Peinigern nach meinem Namen gefragt. Üblicherweise würde ich mir jetzt einen Namen einfallen lassen, doch ich war zu müde, zu benebelt und schwach um meine Gehirnwindungen zu solch einem Spagat zu bewegen. „Rouge“, antwortete ich also knapp und sah der Seefrau in die Augen. Verarztet zu werden lag in meinem Sinn, verbluten stand nicht unbedingt auf meinem Plan und das hieß doch auch, dass ich den Tod durch den Säbel eines der Matrosen nicht zu befürchten hatte. Warum sollten sie sich die Mühe machen mich zu versorgen und ihre Vorräte zu verbrauchen, wenn sie mich doch eigentlich umbringen wollten?
„Ich bevorzuge in diesem Fall eher die sanften Hände einer Dame, danke!“, gab ich knapp lächelnd an und warf einen kurzen Blick auf die Hand, die ich immer noch auf meine Wunde gedrückt hielt. Den Teil mit dem wehtun überhörte ich einfach mal, mir war nicht danach darüber nachzudenken. Das Schmunzeln der Seefrau an dieser Stelle gefiel mir jedoch ganz und gar nicht, war sie am Ende noch der Capitän?
Eine Plötzliche Welle der Kälte durchfuhr mich und ließ mich erschaudern, schwarze Flecken erschienen vor meiner Sicht und ließen das Gesicht der jungen Dame seltsam verschwimmen. Kalter Schweiß bedeckte meinen Körper und mein Herz schlug unangenehm schnell. Wir wurde schlecht, schlechter noch als schon zuvor und mein Bewusstsein schwankte. Stark blinzelnd, in der Hoffnung das Schwarz somit vertreiben zu können senkte ich den Kopf. Mit meiner freien Hand klammerte ich mich an der Kiste fest, die meinen einzigen Halt darstellte, eins war sicher, noch einmal aufstehen konnte ich vergessen.
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BeitragThema: Re: Auf hoher See   Fr Sep 16, 2016 3:14 am

Der unbekannte Fremde musste schon einiges an Blut verloren haben, sonst würde er kaum so schwankend vor ihr her laufen, wobei die Seefrau natürlich bedenken musste, dass sie jemanden vor sich hatte, der wohl nicht allzu oft auf einem Schiff war, während es fuhr. Noch ein Hinweis darauf dass er wohl tatsächlich versehentlich auf der Weißen Wölfin gelandet war. Doch das war etwas, was man klären würde können, wenn der junge Mann wieder aufrecht stehen konnte, ohne sich vor Schmerz zu krümmen. Seine Hände waren blutüberströmt, so dass Vaessa eigentlich schnell handeln wollte, ohne viel Gerede vorne weg. Natürlich, sie würde Konsequenzen walten lassen müssen. Aber sie war nun mal kein herzloser Mensch, der einen Blinden Passagier, ob nun beabsichtigt oder nicht, einfach so ohne Wenn und Aber von Bord warf.
Geduld war oft der Schlüssel, in diesem Fall wohl auch.
Als sie seinen Namen gehört hatte nickte die junge Kapitänin knapp und musste nur noch breiter Grinsen, als sie die lauten Wünsche des Verletzten hörte. Bevor sie antwortete bat sie einen Mann jedoch darum ihr sauberes Wasser, Feuer, eine saubere Klinge und ein paar Mullbinden zu bringen.
"Ich weiß nicht, welche sanften Hände du meinst, aber selbst eine Seefrau legt gerne einen eher groberen Ton an den Tag", erklärte sie und half ihm dabei von der Kiste runter auf den Boden zu rutschen. "Hinlegen, so komm ich besser an die Wunde dran und jetzt Hand weg!", sagte sie deutlich, und nahm das Messer von ihrem Mannschaftsmitglied an, welches ihr nun auch den Eimer mit sauberem Wasser hinstellte und eine Fackel hinhielt, in deren Flamme Vaessa nun das Messer hielt, während sie kniete.
Sobald die Messerklinge glühte, warnte die blonde Nordfrau Rouge vor: "Beiß dir nicht die Zunge ab!"
Als sie die Wunde unter seinem Hemd dann auch noch so weit frei gelegt hatte, konnte man sie mit dem Wasser etwas ausspülen und schließlich die heiße Klinge darauf drücken, um sie auszubrennen und somit auf eine Weise zu desinfizieren. Das geschafft, konnte man die Wunde trocken wischen und schließlich mit dem vorhanden Verbandszeug verbinden.
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BeitragThema: Re: Auf hoher See   So Okt 02, 2016 3:18 pm

Für mein vernebeltes Hirn ging alles zu schnell. Im ersten Moment war der Mann neben der Camptänin noch da gewesen, im nächsten schon wieder fort und ich befürchtet schon fast ich hätte ihn mir nur eingebildet. Wäre mein Zustand besser gewesen, hätte ich auf den Kommentar über grobe Seefrauen einen versauten Witz gemacht, doch jetzt verkniff ich ihn mir. Ohne Widerrede legte ich mich auf den Boden. Liegen ist gut, viel besser! Die Hand nahm ich dafür nur sehr zögerlich von der Wunde und verzog leicht das Gesicht dabei. Ich wusste was jetzt kam, ich war schon oft genug verletzt gewesen und hatte genug Geschichten gehört, um dieses Verfahren zu kennen. Ich kniff die Augen zusammen und atmetet tief durch. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen nicht zu schreien, doch als die heiße Klinge meine Haut berührte schrie ich durch die zusammengebissenen Zähne auf und schlug mit den geballten Fäusten gegen den festen Holzboden. Meine Augen tränten und ich bäumte mich leicht auf vor Schmerz. Erleichtert entspannte ich mich wieder, als es vorbei war und ich verbunden wurde. Schlaff lag ich auf dem Deck des Schiffes und starrte mit halb geöffneten Augen gen Himmel. Jetzt ist nicht die Zeit zum Ausruhen! Reiß dich zusammen!
„Ihr habt nicht zu viel versprochen, Mylady…“, murmelte ich und drückte mich in eine sitzende Position. Vorsichtig betastete ich den Verband und begutachtete mit prüfendem Blick ihre Arbeit. Es brannte noch immer und mein halber Körper schien betäubt vom Schmerz zu sein. Erschöpft lehnte ich mich gegen die Kiste, die mir vor kurzem noch als Sitzunterlage gedient hatte und sah meine Heilerin an. „Nun, Captain..." , ich räusperte mich. Vor lauter geschrei war meine Stimme etwas heiser und rau geworden, mein Hals fühlte sich trocken an und ich schluckte schwer. "…wie sieht mein Schicksal aus? Werde ich von Bord geworfen? Aber ihr habt mir verarztet, wofür ich euch natürlich sehr dankbar bin, also ist das eher unwahrscheinlich…Also, was macht ihr Seefahrer mit blinden Passagieren, ich bin neugierig…“ Mit einem schiefen Grinsen, was durch die Strapazen der letzten Minuten ein wenig schwächer als gewöhnlich war, legte ich den Kopf schief und sah die blonde Frau vor mir fragend an.
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BeitragThema: Re: Auf hoher See   Sa Okt 08, 2016 12:50 pm

Die kleine Prozedur mit Feuer, Wasser und Verband, war recht schnell auch, wenn Vaessa den Verletzten auf dem Boden halten musste, sobald dieser die Hitze der Klinge spürte. Aber wenigstens steckte der Kerl die Behandlung ganz gut weg, so dass er sich wieder aufsetzte und gegen die Kiste lehnte, während der Captain das Messer im Wasser abwusch und jenes dann über Bord schüttete. Das Messer steckte sie selbst wieder ein, ehe der Eimer von einem Seemann entgegen genommen wurde und die Blondine sich mit einem Tuch die Hände abtrocknete. "Ich verspreche nie zu viel... und wenn ich etwas verspreche halte ich es für gewöhnlich sogar", meinte sie und schaut mit ihren meerblauen Augen erst dann wieder zu Rouge, als dieser sie direkt als Captain ansprach. Seine Augen waren immer noch leicht benebelt vor Schmerz. Seine Spekulationen ließen sie jedoch leicht belustigt ausatmen.
"Seefahrer schmeißen blinde Passagiere gnadenlos über Bord, so wie ich es normaler Weise auch tue", verriet sie ihm mit ruhiger Stimme. "Ich bin also gnadenlos, aber nicht herzlos und unfair... Ein Verletzer, wie du hätte, keine Chance sich zu irgendeinem Stück Festland zu kämpfen. Die See hätte dich in wenigen Tagen, wenn nicht sogar Stunden, verschlungen." Sie beobachtete ihn und ging dann in die Hocke, um wieder auf Augenhöhe mit ihm zu sein. "Gut, manch andere haben vielleicht auch nicht die besten Chancen, aber das liegt dann meist daran, dass wir sie zu spät entdecken und dann schon zu weit draußen auf dem Meer sind... Aber gesunde Leute haben dennoch eine größere Chance dazu lebend aus der Sache rauszukommen!" Bei diesen Worten zauberte Vaessa sogar wieder ein Schmunzeln aufs Gesicht und richtete sich dann auf, um ein paar Schritte auf Deck zu gehen. "Du wirst heute noch ruhen... Morgen schauen wir, wie nützlich du dich vielleicht in der Küche oder beim Putzen machen kannst", sagte sie und deutete zwei ihrer Leute dem blinden Passagier auf die Beine zu helfen, damit er ihr folgen konnte. Schließlich konnte er ja nicht hier oben bleiben.
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BeitragThema: Re: Auf hoher See   Sa Nov 19, 2016 6:47 pm

Verdammt, ich könnte jetzt Alk gebrauchen! Die Behandlung mochte vorbei und somit das Schlimmste überstanden sein, doch die Wunde schmerzte immer noch und ich hatte große Lust diesen Schmerz im Alkohol zu ertränken. Das Aufsetzten war vielleicht doch keine so gute Idee gewesen, mir verschwamm leicht die sicht und dass das Schiff vom Wellengang schaukelte ließ mich auch nicht gerade vor Freude in die Luft springen. Instinktiv legte ich eine Hand auf den Verband über der Wunde, als wollte ich sie schützen, oder weiter den Blutfluss stoppen. „Eine bemerkenswerte Eigenschaft…sieht man immer seltener“, murmelte ich nur und hielt mein Lächeln mehr aus Gewohnheit aufrecht, als aus Belustigung. Die Lider meiner Augen fühlten sich schwer an, als hätte jemand heimlich Steine daran befestigt und sie gen Boden zogen. Sollte sie mir wirklich etwas zu trinken geben würde mich das sofort ins Reich der Träume schicken, das wusste ich jetzt schon. Es fiel mir unglaublich schwer zu ihr nach oben zu sehen, warum konnte sie sich nicht hinknien, oder was weiß ich, sich hinlegen, oder wenigstens von der Sonne weg gehen. Während ich weiter darum kämpfte die Augen offen zu halten hörte ich ihr zu, sie sprach ruhig und ich war mir sicher, dass ich nicht der erste blinde Passagier war, mit dem sie zu tun hatte. Welche ein Glück…
Ich wusste dass ich Respekt zeigen sollte, Ehrfurcht oder sonst noch irgend einen Scheiß, der mir mein Überleben sichern sollte…aber so wie es aussah hatte sie mit ihrem Messer nicht nur meine Haut verbrannt, sondern auch die Barriere zwischen Gedanken und Mund geschmolzen. „Wie großzügig von euch, ich fühle mich gleich viel besser“, schnaubte ich und bemerkte erleichtert, dass sie in die Hocke gegangen war. „Dann solle ich froh sein, dass ich gleich gefunden wurde…die Götter müssen mich mögen, nicht nur haben sie mich auch gerettet, sondern mich auch auf das wohl einzige Schiff mit einem weiblichen Captain geschickt…“ Das Grinsen kehrte zurück und ich versuchte sie weiter anzusehen, als sie aufstand. Es wurde langsam ein Ding der Unmöglichkeit die Augen offen zu halten und ich drückt leicht auf die frisch verbundene Wunde, um nicht an Ort und Stelle einzuschlafen. Der stechende Schmerz trieb sofort das Adrenalin in meine Adern und ich war wieder Wach. „Ich bin ein wahrer Profi in der Küche, Putze ist nicht so mein Ding…aber ich hoffe ich kann mich nützlich machen…“, murmelte ich und sag fragend zu den beiden Männern, die auf mich zustapften. Bevor ich etwas sagen konnte wurde ich auf die Beine gezerrt und mir wurde es kurz schwarz vor Augen. „Nicht so hastig, oder ihr könnt mich gleich tragen...“, zischte ich während meine Sicht langsam wieder zurückkam. Mich aufstützend humpelte ich dem Captain hinterher und biss die Zähne zusammen.
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BeitragThema: Re: Auf hoher See   Do Dez 08, 2016 10:54 pm

Sicher war es gerade nicht leicht für ihn, sich noch weiter bei Bewusstsein zu halten. Eine blutende Verletzung, die Ohnmacht, die ihn wohl vor seinem Fund ereilt hatte und nun die Behandlung mit Feuer und Wasser. Ein Werdegang, der Kraft kostete. Kraft, die ein Mensch erst mal brauchte. Andere wären vielleicht schon viel früher an der Wunde untergegangen.
Andererseits verspürte Vaessa nun auch eine gewisse Genugtuung, als Rouge meinte einen Ton anzugehen, der ihm gerade wahrlich zu nichts weiter verhalf. Aber die Seefrau aus dem Norden sagte nichts dazu, sondern schnaufte leise, egal ob sein Grinsen sie irgendwie ansprach.
"Sehr gut, dann darfst du uns bald deine Kochkünste beweisen und wehe du belügst mich...", meinte sie und ging langsam voraus; ein Lächeln auf den eher schmalen Lippen, das sich zu einem Grinsen verzog, als ihre Männer scheinbar zu ruppig mit ihrem Blinden Passagier umgingen, aber sie hörte, wie er folgte, so dass sie nun weiter ging, bis sie vor einem kleinem Raum stehen blieb und diesen öffnete. Er war nicht groß, eine kleine Kajüte, in der eine Hängematte hin und her schaukelte. "Ich hoffe, das passt... Ich wäre beleidigt, wenn nicht.", meinte sie mit einem Zucken der Brauen und während sie Platz machte, um den Verletzten und Verarzteten durch zu lassen.

"Und jetzt noch eine Sache... Was hast du auf meinem Schiff gesucht?"
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BeitragThema: Re: Auf hoher See   So Dez 11, 2016 11:19 am

Stehen war nicht gut. Gar nicht gut. Mein Bewusstsein schwankte und jeder halbherzige Schritt ließ das Schwarz am Rande meiner Sicht größer werden. Wach bleiben! Mit halb geschlossenen Lidern ließ ich mich weiter schleifen und nutzte die mich stützenden Matrosen als Gehhilfe aus. Eigentlich war es nicht ich der ging, sondern die beiden, die mich weiter nach vorn bugsierten. Nach einer gefühlten Ewigkeit waren wir endlich in einer kleinen Kajüte angekommen. Die Einrichtung war mir scheißegal, ich sah nur ein Bett in das ich mich legen konnte. Gut, es war nur eine Hängematte, aber man musste nehmen, was man kriegen konnte. "Es ist perfekt!" Schwerfällig ließ ich mich in das Ding fallen und verzog das Gesicht leicht, als ich mich etwas zu weit drehte und mein Wunde gespannt wurde. Fast wäre ich in die Bewusstlosigkeit abgesunken, aber die Stimme des Captails hielt mich wach. Mit müdem Blick sah ich zu ihr hoch.
„Ihr habt ziemlich viele Fragen…“, nuschelte ich und legte meine Hand wieder auf die Wunde. „Ich bin geflohen und dachte mir ein Schiff wäre doch ein Ideales versteck.“ Mir war nicht danach mir große Lügengeschichten auszudenken und blieb einfach bei der möglichst kurzen Wahrheit, dass ich ein Dieb und Hochstapler war, der vor der Justiz geflohen war musste Madame Captain ja nicht wissen.
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BeitragThema: Re: Auf hoher See   Mo Dez 12, 2016 12:22 am

Dass es der Bursch mit den deutlich zittrigen Beinen und dem müden Blick noch durch ihr Schiff schaffte, grenzte wahrscheinlich an irgendeine Art Wunder, aber Hauptsache war, dass er es geschafft hatte, sobald er sich sichtlich erleichtert in die Matte schwang und dabei das Gesicht verzog. Ein etwas mitleidiges Schmunzeln trat dabei auf die Züge des weiblichen Captains, der sich nun auf einer Holzkiste niederließ.
"Ich habe das Recht auf viele Frage, mein Lieber... Ein fremder Kerl auf meinem Schiff, der plötzlich so überrascht war, dass wir abgelegt haben, ist mir doch in gewisser Weise neu." Es war die Wahrheit. Die meisten blinden Passagiere gaben doch recht schnell zu, dass sie einfach nur kostenlos von A nach B wollten und zuvor ausgekundschaftet hatten, wohin das Schiff segelt. Dieser hier war anders. Verletzt, entsetzt und jetzt auch noch so ehrlich und sagend, dass er verfolgt wurde und sich dachte hier Schutz zu finden. Die Frage war, wovor er geflüchtet war... Vaessa hatte nicht gerne Verbrecher auf ihrer Weißen Wölfin, wobei sie selbst nicht die unschuldigste Seefrau war. Die krummen Geschäfte, die sie unter der Hand trieb, schützen sie jedoch vor zu vielen Piratenüberfällen, bei welchen ihre Crew und die Ware zu Schaden kommen würde.
Aber dennoch nickte die Blondine erstmal verstehend und war der Annahme, dass es wohl klüger wäre den Verletzten erstmal schlafen zu lassen, um zu einem anderen Zeitpunkt besser mit ihm reden zu können. "Darüber reden wir lieber morgen noch mal... Ruh dich aus", meinte sie und sah noch einen Moment dabei zu, wie er immer weiter abdriftete, bis der Dunkelhaarige schließlich gänzlich ins sein Unterbewusstsein eingeschlossen war.
Ves selbst machte sich wieder an die Arbeit und beauftragte einen ihrer Männer als Wache, bis sie zum Abend hin in einem eher ruhigen Gewässer alle Schlaf suchten.

Zeitsprung zum nächsten Tag
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BeitragThema: Re: Auf hoher See   Di Jan 03, 2017 1:36 am

Das mit dem Einschlafen war dann doch schneller gegangen, als erwartet. Ich hörte kaum noch zu, während der Captain sprach und schließlich war ich komplett eingeschlafen. Das leichte schaukeln der Hängematte hatte mich in den Schlaf gewiegt und es war ein Ding der Unmöglichkeit gewesen, wach zu bleiben.


Zeitsprung zum nächsten Tag:

Ich wusste nicht genau wie lange ich geschlafen hatte, meine Kajüte hatte kein Fenster, also war es unmöglich die Tageszeit auszumachen. Verschlafen sah ich mich um und versuchte mich daran zu erinnern, was passiert war. Die Erinnerung kam mit einem stechenden Schmerz, als ich mich versuchte aufzurichten. Ah, ja…Verfolgung, Abgestochen werden, flucht aufs Schiff, Schiff legt ab und kleines Plauschchen mit dem Captain. Was für ein Tag. Genauso gut erinnerte ich mich daran zum Küchendienst verdonnert worden zu sein, sollte ich denn dazu in der Lage sein. Ich war immer noch müde, trotz der mit Sicherheit langen Schlafpause war ich noch hundemüde und hätte mich am liebsten einfach umgedreht und weitergeschlafen. Doch ich musste noch etwas erledigen, bevor ich wieder von der hübschen Capitänin behelligt wurde. Vorsichtig und möglichst leise stieg ich aus der Hängematte, wobei mir erst wieder bewusst wurde wie unangenehm es doch war, wenn man eine mit Feuerbehandelte Wunde hatte. Ich suchte nach einem Versteck, viel gab es hier in der Kajüte nicht, aber ich fand einen Schlitz im Boden, der sich als Versteck für das wenige Diebesgut, welches ich noch bei mir hatte, eigenen würde. Ich warf einen schnellen Blick über die Schulter zur Tür und zog dann die mit Diamanten bestückte Kette aus meiner Hose, sowie zwei Ringe aus purem Gold. Es war nicht bequem gewesen darin zu schlafen, aber immerhin hatte ich alles noch und würde mir auch auf dem neuen Kontinent meinen Aufenthalt finanzieren können.
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BeitragThema: Re: Auf hoher See   Mi Feb 01, 2017 2:11 pm

Die Sonne war noch nicht ganz über den Horizont gekrochen, als die ersten Leute auf dem Schiff regten. Die junge Kapitänin selbst stand selbst auch schon früh wieder auf den Beinen und beobachtete für ein paar Momente den Sonnenaufgang, während sie sich den vergangen Tag nochmal durch den Kopf gehen ließ. Dieser Rouge hatte seinen Grund für seine scheinbar ungeplante Seefahrt kurz zusammengefasst, bevor Vaessa ihn gestern alleine gelassen hatte. Er ist geflohen und hat ein Versteck gesucht... , rief sie sich wieder ins Gedächtnis und fragte sich sogleich vor wem oder was er geflohen war. Ein Riese oder ein zähnefletschender Hund wird es wohl kaum gewesen sein... und ins Königsmund rannte eigentlich nur eine Gruppe von Leuten rum, die jemanden hetzen würden, selbst wenn ihr so eine Hetzjagd noch sie zu Teil geworden ist. Die Rot- oder Goldröcke, wie man sie auch immer nennen wollte, verfolgten jeden, der etwas unansehnliches getan hatte und das machte die Sache für ihren blinden Passagieren nicht gerade besser, so viel stand fest.
Dass sie den dunkelhaarigen, jungen Kerl heute also noch einmal genausten unter die Lupe nehmen würde, stand für die Seefrau aus dem Norden fest, so dass sie sich von der großen blendenden Scheibe am Himmel abwandte und anfing die ersten Befehle an Bord zu verteilen. Die Segel wurden gehisst und die Weiße Wölfin gewann langsam wieder an Fahrt, während Vaessa noch ihren ersten Maat ans Steuer stellte, um selbst dann unter Deck zu gehen und nach dem Besucher an Bord zu gucken. Sie klopfte an die Tür und machte diese dann auch sogleich auf. "Morgen, blinder Passagier. Zeit dich ein wenig nützlich zu machen. Wie geht's der Wunde?", wollte sie wissen und blieb im Türrahmen der Kajüte stehen.
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BeitragThema: Re: Auf hoher See   Mo Feb 27, 2017 1:24 pm

So rasch, wie es meine versorgte Wunde erlaubte richtete ich mich auf und hiefte mich mehr oder weniger elegant zurück in die Hängematte. Innerlich stöhnend kniff ich die Augen zusammen. Nein so eine Stichverletzung war kein Spaß. Die Schritte kamen immer näher und ich hatte so einen Verdacht, wer auf dem Weg zu mir war. Erneut warf ich einen Blick auf mein Versteck, doch es war nicht zu erkennen, dass ich dort meine Schätze gebunkert hatte. Genau in diesem Moment ertönte ein Klopfen an der Tür und ich rief ein verschlafenes „Herrein“, was jedoch völlig überflüssig war. Ohne zu zögern wurde die Tür geöffnet und niemand geringerer, als die Kapitänin trat ein. Ich schenkte ihr das charmanteste Grinsen zu dem ich fähig war und richtet mich schwerfällig in dem wackeligen Stoffgestell auf. „Wunderschönen guten Morgen, Frau Kapitän. Welch eine Ehre euch zu dieser frühen Stunde in meinem bescheidenen Gemächern begrüßen zu dürfen.“ Zugegeben es war ein wenig geschwollen, aber man wollte dem zarten Geschlecht gegenüber doch freundlich bleiben. Mit einem Seufzen ließ ich mich dann doch dazu breitschlagen einen etwas ernsthafteren Tonfall anzuschlagen. „Den Umständen entsprechend“, erwiderte ich und stellte mich vorsichtig auf die eigenen Füße. Nach einer kurzen Pause fragte ich schließlich: „Nun, womit kann ich euch behilflich sein?“
Es war mir zwar schleierhaft wie ich in meinem Zustand groß helfen konnte, aber das sollte nicht meine Sorge sein. Blieb nur zu hoffen, dass sie ein wenig Gnade angesichts meiner Wunde zeigte.
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BeitragThema: Re: Auf hoher See   Fr März 31, 2017 1:16 pm

Die nordische Seefrau besah sich ihren Gast ein wenig und versuchte sich nochmal eine Meinung über ihn zu bilden. Die Wunde und deren Behandlung hatten wahrscheinlich ordentlich an ihm gezehrt, aber dafür sah der junge Kerl ausgeschlafener und nicht mehr ganz so gehetzt aus, wie am Tag zuvor.
Das sogenannte charmante Grinsen, das Vaessa geschenkt wurde, erwiderte sie mit einem Hochziehen ihrer grazilen Brauen, während sie sich weiterhin in den Türrahmen lehnte. "Hmm, also soweit ich weiß, sind das immer noch meine Gemächer, ich habe sie dir nur für eine begrenzte Zeit vermacht, mein Guter", meinte sie mit einem frechen Grinsen, war dann aber doch froh zu hören, dass es ihm den Umständen entsprechend ging und er im Allgemeinen auch immer noch bereit war zu helfen.
Die zierliche Blondine nickte und überlegte kurz. "Steh erst mal auf, Rouge. Du bekommst Essen, was zum saufen, ich werde dich nochmals etwas ausquetschen und dann schauen wir mal, wie zufällig deine Lebenskräfte heute sind. Hier und da was schrubben oder vielleicht doch was kochen", überlegte Ves mit einem schiefen Schmunzeln, ehe sie sich vom Rahmen abstieß und auf ihren blinden Passagier wartete. Vielleicht würde er ja tatsächlich noch ganz nützlich sein. Es war ja eigentlich schon ein, Wunder, dass sie ihn nicht gleich über Bord geworfen hatte. Aber es wäre nicht fair gewesen. Gestern hätte sie dem Dunkelhaarigen Draufgänger keine zwei Stunden gegeben, ehe ihn in den Wellen wahrscheinlich die Kräfte verlassen hätten. Aber nun war er hier. Immer noch auf ihrer Weißen Wölfin und immer noch unter ihrem wachsamen blauen Blicken.
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