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 Königswald

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Vaessa Cassel
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Alter : 21
Ort : Auf meinem Schiff 'Weiße Wölfin'

BeitragThema: Königswald    So Jul 03, 2016 7:19 pm

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Hier befindet sich der Königswald. Eine dichte Zusammenkunft von Laub- als auch Nadelbäumen, die manchmal verzwickte Wurzeln über die Wege wachsen lassen. Vorsicht ist also geboten, wenn man durch ihn hindurch reitet, um zu jagen oder einfach nur den Schatten der Bäume zu genießen.

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BeitragThema: Re: Königswald    So Jul 03, 2016 11:26 pm

cf: Tore von Königsmund

So gut tat es den frischen Wind, der durch die Bäume zog, mal wieder im Gesicht zu spüren. Das gedämpfte Getrappel der Hufe war Musik in ihren Ohren, wobei dazu nur noch das Gefühl der Pfeilfedern an ihrer Wange fehlte, ehe diese in ihrem Augenwinkel lagen und dann davon zischten, um ihr Ziel zutreffen und zu markieren.
Als sie auf die Antwort ihres Begleiters und ihrer Wache wartete, schaute sie kurz frech grinsend zu ihm hinüber und lachte dann bei seinem Konter. Vielleicht wollte sie ihn ärgern. Wer Anera kannte, wusste, dass sie gerne zu Späßen aufgelegt war und selten eine Chance für Witze sausen ließ. Sie liebte es einfach zu lassen, die es ihr in der Kindheit oft vergönnt war, während sie durch die alten Gemäuer von Harrenhal huschte und Fledermaus spielte, um den Geist zu suchen, der diese hässliche Burg heimsuchen sollte. Vergebens. Nun war auch das Hause Whent aus Harrenhal vertrieben und die schöne Maid war die letzte Überlebende ihres Hauses. Zugegeben. So hatte sie einiges an Geld bekommen, denn die Whents waren durch die ehemals guten Zeiten von Harrenhal nun nicht unendlich versunken in Schulden und hatten Geld genug gehabt, das nun alles auf die junge Lady zurück kam. Eine junge Lady ohne Mann und als Oberhaupt eines ehemals bekannten Hauses. Doch sie ließ sich zu sehr von ihren Gedanken lenken, das sollte nicht sein. Nicht heute, an einem so guten Tag.
"Ich will immer ärgern, wenn ich Chance dazu habe, Dantis. Leider werdet ihr da öfter zu meinem Opfer", kicherte sie und trieb Nachtwind nun langsam in den Galopp, um den Wald schneller zu erreichen und um über einen flachen, verkohlten Stamm zu springen. "Wir werden sehen, ob Ihr es wirklich noch könnt. Derjenige mit dem erst geschossenen Vogel gewinnt, sobald wir ein Stück durch den Wald geritten sind", schlug sie vor und sah den erfahrenen Kämpfer und Jäger herausfordernd an.
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BeitragThema: Re: Königswald    Di Jul 05, 2016 7:55 pm

cf: Die Tore von Königsmund

Soso, necken wollte sie mich also. Nun gut, sollte sie nur. Es würde an mir abprallen, falls es bösartig war und wenn es amüsiert war, so sollte sie nur Scherzen. Ich sparte zwar an meinem Lächeln, jedoch hatte ich öfter ein amüsiertes Funkeln in den Augen, als manche Menschen mir zutrauten. Ich war eben kein Mann der vielen Worte, oder des lauten Gelächters. Nicht einmal Wein lockerte mich dafür genug. Er machte mich eher ernster und ich hasste es wenn er meine Sinne vernebelte. Deswegen trank ich fast nie. Es war einfach dumm sich an etwas zu gewöhnen, was man nicht immer genießen konnte. Vielleicht auch ein Grund warum ich keine Frau habe...
Meine Gedanken schweiften wieder zu Lady Whent, die neben mir her ritt. Etwas an dieser Frau war seltsam und ich hatte bereits einen Verdacht, den ich jedoch noch nicht aussprechen würde. Erst wenn der richtige Moment kam. Es war nämlich äußerst seltsam, dass eine junge Lady, die gerade ihr Zuhause verloren hatte, komplett ohne Männer oder Soldaten in Königsmund ankam. Ich hatte sie ja davor im Wald kennen gelernt, aber da war sie schon allein gewesen. Das war nicht die Regel, soweit ich das wusste. Und ich hatte schon unter einigen Häusern gedient, wenn auch nur kurzweilig. Der Kampf des Krieges lag mir mehr, als irgendwelche verzogenen Gören zu hüten. Doch Lady Whent unterschied sich auch diesbezüglich von anderen Weibern. Ja sie war manchmal etwas zynisch, jedoch schien sie nicht hilflos, was den Verdacht verstärkte, dass mit ihren Männern vielleicht etwas passiert war. Keine Frau würde sonst alleine in den Wäldern zurecht kommen, nicht wahr? So kam mir der Gedanke, dass ich nur zum Schein arrangiert war, dass sie mich eigentlich gar nicht brauchte. Meine Augen huschten über das freche Gesicht und ich beschloss bei unserer Rückkehr ein paar Leute zu bestechen um an Informationen zu kommen. Sie würde mir mit Sicherheit nichts sagen, richtig? Dazu war sie doch viel zu stur.
Ihr wollt es also wirklich wissen, MyLady? Nun, weint nicht, wenn Ihr verliert., sagte ich auf ihre Worte hin, als sie die Wette zur Sprache brachte. Tatsächlich lächelte ich Ihr kurz feixend zu, bevor sich meine Miene wieder in Ernsthaftigkeit verlor. Nach einer Weile des dahinreitens richtete ich mich im Sattel auf, knotete die Zügel am Sattel fest, sodass sie nicht umherschlackerten, holte meinen Bogen und einen Pfeil, der am Ende Falkenfedern hatte, hervor und legte diesen auf die Sehne aus Rosshaar, mit der ich meinen Bogen spannte. Der schrille Pfeifton, der meine Lippen verließ, erschreckte Assam in keinster Weise. Schon oft hatte der Hengst diesen Ton vernommen, in zu vielen Schlachten hatte er mich bereits getragen, als dass ihn noch irgendetwas erschrecken könnte. Doch die Fasane, die im Unterholz gegluckt hatten, erschreckten sich durchaus. Und es dauerte keine Minute, da waren sie in die Luft geflattert, jedoch schaffte es einer nicht weiter, als bis zu den Baumkronen. Triumphierend ließ ich meinen Bogen sinken und sah zu Anera herüber, während wir uns dem toten Tier näherten, welches in die Büsche am Wegesrand gefallen war.
Ich nehme an, man kann es als gewonnen ansehen, nicht wahr? Was ist mein Preis?, fragte ich und war dabei in keinster Weise überheblich, doch ein wenig schmunzelte ich schon. Man gewann ja nicht alle Tage gegen eine Lady, die so siegessicher gewesen war, wie Anera Whent.
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BeitragThema: Re: Königswald    Mi Jul 06, 2016 3:47 am

Die Leichtigkeit im Sattel zu sitzen und scheinbar über die freie Ebene als auch durch den Wald zu fliegen, war beiden Reitern gegeben. Beide konnten sich für einige Augenblicke auf den Wind konzentrieren, der ihnen durch die Haare wischte. Aber diese nette Freiheit hatte einen Haken, das glaubte zumindest Anera, welche einen Blick zu ihrer Leibwache warf, um zu ergründen, was er wohl gerade dachte. Sie schielte nur zu Dantis hinüber und dennoch schien es, als könnte er irgendwann merken, dass sie seine Mimik beobachtete. Schnell wandte sie ihren dunklen Blick wieder nach vorn und trieb Nachtwind mit einer sachten Bewegung ihres Beines weiter voran.
Die schöne Maid konnte nicht sagen, ob der Söldner nicht sogar schon selbst von ihrem Geheimnis gehört hatte oder sie es ihm doch einmal anvertrauen sollte. Vielleicht würde es helfen, wenn sie mal mit jemandem darüber redete und schließlich vertraute sie dem dunkelhaarigen, älteren Mann mehr als ihren alten und wahrscheinlich bereits verrotteten Wachen. Hätte sie doch seltener mit Waffen geübt. Hätte der Schmied sie nur von ihrem Bogen ferngehalten... Ja, dann wäre die junge Lady Whent heute vielleicht ein anderes Mädchen, aber vielleicht würde sie dann auch immer noch in Harrenhal festsitzen und Trübsal blasen, weil sie nicht aus diesem hässlichen Haufen Stein raus kam.
Anera fühlte sich in einer Zwickmühle gefangen und war froh ihre ängstlichen Gedanken mit einer kleinen Jagd vertreiben zu können. Wenigstens für eine Zeit lang. "Ich weine nicht, Dantis. Ich fordere wenn eine Revanche, wenn ich noch einmal geübt habe", antwortete sie ihm grinsend und sie ritten weiter, durchbrachen die Stille des Walds mit dem Getrappel der Pferdehufe. Irgendwann zückte die junge Lady ihren Bogen und legte einen Pfeil ein, band aber noch die Zügel an dem Sattel fest und Nachtwind wurde wie auf ein Stichwort etwas langsamer. Auf ihre Umgebung achtend, blieb die dunkelhaarige Schönheit zum Spannen bereit, nur der schrille Pfeifton hinter ihr brachte sie plötzlich aus dem Konzept und zu spät schoss sie den Pfeil ab, so dass er höchstens nur die Schwanzfeder eines der Tiere erwischte und diese ausriss.
Dantis dagegen warf Anera einen triumphierenden Blick zu, als beide ihren Bogen sinken ließ, den die kleine Lady seufzend zur Kenntnis nahm, ehe sie beide ins Dickicht ritten, um die Beute zu suchen und dann auch zu finden. Sie legte sich wieder ihren Bogen um und sah dann zu ihrer Leibwache, schenkte dieser von ihrem Sitz auf Nachtwind eine feine Verbeugung. "Ich verneige mich vor dem Sieger und entschuldige mich für mein loses Mundwerk, Dantis Tarbor. Ihr verdient einen Preis, so sagt mir nur welchen ihr erwünscht", gab die junge Fledermaus kund und glitt dann elegant vom Rücken ihres Pferdes, um den erschossenen Vogel am Pfeilende aufzuheben. "Eure Beute gehört natürlich auch euch." Damit reichte sie ihm den Vogel und wartete dann auf seinen Siegeswunsch, während sie ihrem Hengst sanft über die Nüstern strich. "Nun? Was wünscht Ihr von mir als Preis?", fragte sie dann direkt und schaute ihn abwartend an.
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BeitragThema: Re: Königswald    Mi Jul 06, 2016 5:04 pm

War ich stolz darauf das ich gewonnen hatte? Ja war ich!
Das Schmunzeln auf meinen Lippen konnte mir nun wirklich keiner mehr verwehren und als wir so dahin ritten, um meine Beute einzusammeln, wurde mir der Vogel sogar zugestanden. Ich rutschte geschickt von Assmas Rücken, streichelte dem Braunen kurz über den Hals und schritt dann die wenigen Schritte, die mich noch von meiner Beute trennten. Der Vogel, den ich erwischt hatte, war groß und gut genährt. Doch danach bücken brauchte ich mich gar nicht, denn Anera, wie die Lady Whent mit Vornamen hieß, hielt ihn mir schon direkt vor die Nase. Dann fragte sie nach meinem erwünschten Preis und ich brauchte wahrlich nicht lange zu überlegen. Doch wurde nun meine Miene wieder ernst und ich ging etwas näher zu ihr heran, nun, da sie auch auf dem Boden stand und nicht mehr hoch zu Ross war. Ich zog mit einem Ruck den Pfeil aus dem toten Vogel und wischte die metallene Spitze an meiner Hose ab, während ich das Federvieh an meinen Sattel band, mit dem Kopf nach unten, damit er nicht ausblutete.
Wie großzügig von Euch, mir meine erschossene Beute darzubieten., sagte ich und deutete meinerseits eine Verbeugung an. Dann kam ich näher zu ihr heran, nicht bedrohlich doch nun sehr ernst. Halb lehnte ich mich an die Schulter meines grasenden Pferdes und verschränkte die Arme vor der Brust. Dann äußerte ich meinen Wunsch.
Ich möchte, dass Ihr mir die Wahrheit sagt. Die Wahrheit darüber, was im Wald geschehen ist und warum Ihr damals wie heute ohne Eure Männer seid., sagte ich ruhig, ernst und fordernd zugleich. Dennoch war es mehr eine Bitte, als eine Forderung und mein Gesichtsausdruck glich dem eines geduldigen Mannes, der nur auf eine verdiente Antwort wartete. Und genau das war ich in diesem Moment.
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BeitragThema: Re: Königswald    Do Jul 07, 2016 1:00 am

"Die Beute steht Euch zu, so sollt ihr sie auch bekommen", antwortete die junge Lady Whent darauf und schaute zu wie er den Vogel vom Pfeil befreite, diesen säuberte und das tote Tier schließlich am Sattel fest machte. Allerdings fiel Anera auf, dass ihre Leibwache dabei sein soeben gezeigtes Siegerlächeln verlor. Er wurde ernst und leider gefiel ihr das ganz und gar nicht, sodass die dunkelhaarige Schönheit zwar zu ihm hinüber schielte, nebenbei aber noch kurz durch die Mähne ihres liebsten Freundes strich, um diesen für den guten Ritt zu loben.
Aber beide Pferde waren nun erst mal damit beschäftigt das Gras für sich zu beanspruchen. Eine Pause, die sich beide Tiere verdient hatten, keine Frage. Dennoch wurde Anera ein wenig nervös, als Dantis ihr auf einmal ein Stück näher an sie heran rückte und schließlich mit ernster und leicht fordernder Miene zu ihr hinab blickte. Natürlich war sie kleiner! Ein Leichtgewicht für jeden ausgewachsenen Mann. Aber sein dunkler Blick verriet ihr schon fast, was er von ihr forderte, ohne dass er es aussprach. Die Wahrheit. Es war klar gewesen und die schöne Maid wusste selbst, dass sie selbst mit dem Gedanken gespielt hatte Dantis in ihr Geheimnis einzuweihen. Nur welches ihrer Geheimnisse war schlimmer? Dass sie ihre eigene Mutter getötet hatte? Oder war es grausamer gewesen, die fünf Männer umzubringen, nachdem diese ihr geschworen hatten zu Schweigen, sie ihnen aber nicht vertraute. Nun überlegte Anera. Schluckte ihre innere Unruhe runter und lehnte sich mit geschlossenen Augen und einem tiefen Seufzen gegen einen Baum am Wegrand. Dann erst sah sie ihre Leibwache an.
"Ihr verlangt nach etwas, das ich mir geschworen habe zu vergessen. Doch da weder meine Gedanken noch meine Träume schweigen und ich ohnehin schon mit dem Gedanken gespielt habe, es euch anzuvertrauen... werde ich dies auch tun... Aber nicht hier." Mit diesem Worten und einem ebenso ernstem Blick zu ihm, nahm sie die Zügel von Nachtwind und führte diesen mit sich weiter ins Dickicht und weg vom Trampelpfad, der durch den Wald verlief. Sie wollte sicher gehen ungesehen zu sein.
"Meine Männer wurden getötet. In einer sternenlosen und mondlosen Nacht, in der mein kleiner Trupp aus Leuten rastete. Wir waren auf dem Weg nach Königsmund. Und da ich ihnen wegen einer Sache nicht gänzlich vertraute... schoss ich ihnen allen einen Pfeil durch die Kehle... Das Blut von sechs Menschen hängt an meinen Händen", fing sie an, wusste dass sie nicht alles erzählt hatte und bangte somit um weitere Nachfragen.
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BeitragThema: Re: Königswald    Do Jul 28, 2016 11:20 pm

Meine Augen ließ ich weiter auf der jungen Lady ruhen und entdeckten vor allem Unsicherheit, was ich so bei ihr selten gesehen hatte. Als ihr Leibwächter war ich eigentlich immer bei ihr und auch wenn ich ihr Gesicht nicht sehen konnte, sah ich an ihrer Körpersprache, wie es ihr gerade ging. Und nun war sie deutlich hin und hergerissen. Es musste wahrlich ein schreckliches Geheimnis sein, wenn sie so unsicher wurde, ob sie es mir sagen sollte. Doch ich blieb hart und wartete weiter in einer Geduld, die ich mir mit den Jahren angeeignet hatte und die unerschütterlich war. Als sie zu sprechen begann und erklärte, warum sie damals allein im Wald auf mich gestoßen war, lupfte ich leicht meine Augenbrauen. Nun, zugetraut hätte ich ihr eine solche Tat wohl, aber dass sie dies wirklich für nötig gehalten hatte, war für mich etwas schwer zu verstehen. Klar, wenn man seinen Männern nicht vertraute, dann konnte man sie auch einfach stehen lassen. Aber sie direkt alle umzubringen? Nun, es war geschehen und sie hatte es mir anvertraut. Ich würde es nicht weiter sagen. Auch wenn ich um den Ruf der Söldner wusste, so wusste ich auch, wer ich war. Selbst ich, der Nimmertod, konnte keinem Kind ein Haar krümmen. Auch ich hatte ein Gewissen, nur das dieses eben manchmal...schlief. Meine blauen Augen suchten ihre dunklen und ich spürte den ernst auf meinem Gesicht. "Ich danke Euch für Euer Vertrauen, MyLady. Ich urteile nicht über Euch, aber ich hoffe, dass ich Euch niemals quer komme. Ich hänge sehr an meiner Kehle, versteht Ihr?", sagte ich und rieb mir mit meiner rauen Handfläche über die freie Haut an meinem Hals. Auch wenn es scherzhaft gemeint war, so lag doch eine gewisse Warnung darin. wenn sie sie verstand, war es gut. Wenn nicht, war sie dumm. Aber so schätzte ich sie nicht ein.
Sie würde verstehen, dass ich es nicht dazu kommen lassen würde, dass sie mich einfach hinterrücks ermordete. Ich war auf der Hut, nicht nur wegen ihr. Auch generell immer und ich war nicht so leicht zu überrumpeln, wie man vielleicht dachte. Gut, niemand der meinen Kämpfernamen kannte, dachte das. Aber man sollte es schließlich mal anmerken.
"Wollen wir nun aus diesen kratzenden Büschen verschwinden, oder habt Ihr noch mehr Geheimnisse, die ihren Weg über Eure Lippen finden sollten?" Ein schmales Lächeln huschte über mein ernstes Gesicht und ließen es für einen Moment freundlicher aussehen. Dann strich ich sanft über den Hals meines Braunen und sah sie nicht weiter an, um nicht aufdringlich zu sein.
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BeitragThema: Re: Königswald    Mo Aug 01, 2016 2:12 pm

Er schien die nötige Geduld mit der jungen Lady zu haben und ihr die halbe Wahrheit nicht allzu übel zu nehmen. Natürlich, sie hätte ihre Männer damals nicht zwingend töten müssen, aber sie hätten reden können, hätten sie nicht gehen lassen können. Wer wusste schon, was der König dazu sagen würde!? Vielleicht würde er lachen und sich amüsieren oder eben doch seinen Henker rufen, weil Anera an ihrer Mutter Verrat und doch Erlösung verübt hatte. Sie wollte diese Gedanken endlich verblassen lassen, aber es ging einfach nicht. Erst recht nicht, wenn sie ihre persönlich Leibwache nun auch noch in einen teil der der Wahrheit eingeweiht hatte. Die Wachen wären ihr schon beinahe egal gewesen... Wobei die schöne Maid sich auch eingestehen musste, dass es ihre Mutter bis heute auf ganz eigene Weise verdient hatte. Zudem wäre es ohnehin nicht mehr lange mit ihr gegangen und so hatte die junge Fledermaus ihr wahrscheinlich nur den Gnadenschuss verpasst. Dennoch entringen seine Worte ihr ein schwaches Lächeln.
"Eure Kehle ist in besten Händen, mein Lieber. Dass ihr ein besserer Kämpfer als meine ehemaligen Wachen seid, kann ich zudem auch sagen", sagte sie und legte den Kopf leicht schief. Sie wusste, dass sie es sich mit dem Söldner nicht verscherzen sollte, schließlich hatte Anera ihn schon kämpfen sehen, selbst wenn dies nur im Burhurt der Fall gewesen war. Doch es war nicht der einzige Grund, aus dem die hübsche Dunkelhaarige ihm kein Haar krümmen würde. Dantis war zwar 'nur' ihre Leibwache, doch sie verstand sich mit ihm! Bei seiner Frage seufzte sie, schmunzelte aber. "Die guten und bösen Damen haben immer irgendwelche Geheimnisse, doch vorerst sollte dieses Geheimnis genügen." Das meinte sie ernst. Für den Anfang würde das wirklich genügen und sie baute darauf, dass Herr Tarbor sein Wort halten würde.
"Demnach... Ja, lasst Uns auf diesem Gestrüpp verschwinden." Mit diesen Worten führte sie ihren Apfelschimmel Nachtwind wieder sicher auf einen Weg zurück und setzte dort mit Schwung wieder auf. "Gönnt ihr mir noch eine Revanche oder sollen wir gleich zurück in die stinkende Stadt?", wollte sie dann mit einem fragenden Blick aus ihren dunklen Augen wissen.
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BeitragThema: Re: Königswald    Mi Aug 03, 2016 5:42 pm

"Wie nobel von Euch, mir das zu sagen.", antwortete ich und deutete eine kleine Verneigung in ihre Richtung an. Dabei umspielte ein Lächeln meine Lippen und ich strich mir kurz über den Bart, die Zügel meines Pferdes in der Hand und darauf wartend, dass sie mir aus dem Dickicht folgte. Das Frauen immer Geheimnisse hatten, wusste er. Er hatte schon viele kennen gelernt, hatte aber nie wirklich Interesse an deren körperlichen Freuden gezeigt. Außer sie hatten einen ausgeprägten Charakter, der mich ansprach. Meine Aufmerksamkeit wurde wieder auf meine zubeschützende gelenkt, als diese sich mit ihrem großen Schimmel aus dem Dickicht an mir vorbei zwängte. Ihr Pferd schnaubte Assam kurz an, worauf dieser für einen Moment die Zähne zeigte, um seinem Unwillen deutlich zu machen. Er war ein Charaktertier und mochte er ein anderes Pferd nicht, so konnte man es nicht ändern. Ich lachte kurz leise auf und behielt genug Abstand, als ich Anera folgte. Sie stieg wieder auf, sobald sie auf dem Weg war, also tat ich es ihr gleich, weniger elegant als sie. Oben angekommen überkreuzte ich die Hände ein wenig und stützte mich auf dem Sattelbock ab, um sie anzusehen. Mein Blick war beinahe unschuldig.
"Also lasst Ihr mir nicht meinen Gewinn?", sagte ich und seufzte dann tief und gespielt enttäuscht. "Nun gut, weil Ihr es seid gönne ich Euch eine Revanche. Alles ist mir lieber als in dieses Getümmel aus Bettlern und schmutzigen Adligen zurück zu kehren.", fügte ich dann hinzu und ein Grinsen schlich sich auf meine Lippen. Langsam nahm ich Assams Zügel wieder auf und wartete auf ihre Reaktion, musste ja schließlich auf sie aufpassen.
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BeitragThema: Re: Königswald    

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