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 Der Königsweg

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Joffrey Baratheon
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BeitragThema: Der Königsweg   Do Apr 16, 2015 8:17 pm

~~~Hier schlängelt sich der Königsweg durch die Landen.~~~

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BeitragThema: Re: Der Königsweg   Mi Sep 23, 2015 9:11 pm

Schnee fiel und bedeckte die hängenden Schultern der Reiter.
Eine kleine Gruppe frierender Männer, elf an der Zahl, acht Pferde und ein Gespann voller Fässer.
Die Männer des Nordens auf dem Weg zur königlichen Hochzeit.
Ser Venlyron Poole, der Ritter von Grünteich und der ältere Bruder des verstorbenen Kastellans von Winterfell. Ein Mann auf der Suche nach seiner Nichte, nicht zum Feiern aufgelegt. Ben Cerwyn, eigentlich Benfred, ein Vetter Lord Medgers, ein fähiger Bogenschütze und Mann ohne große Bedeutung.
Ser Weigorn Schiefer, der Onkel des derzeitigen Lords, ein Mann Grauensteins und sein Neffe Martyn, der Erbe von Hangbruch. Ser Hector Wells, Breit wie hoch, wandernder Ritter, Erbe von Heidental und seine schwangere Gemahlin Lyanna Eisenschmied. Jon Eisenschmied, einer junger Mann und zukünftiger Lord von Grauherd. Cregan Karstark, der Sohn eines ehrgeizigen Kastellans, Wex Peik, ein stummer Knappe und sein Herr Lord Yoren Eisenschmied.
Yoren zog den Mantel zusammen und betrachtete den schwankenden Wagen vor ihm. Das war kein Sommerschnee mehr.
Lange ritten sie Südwärts bis sie die Zwillinge erreichten, sie überquerten die Brücke nicht ohne die Beleidigungen und eine Gruppe hochnäsiger Freys die sich einen anschlossen. Namentlich Ser Hosteen Frey, Ser Ryman Frey und der schwarze Walder Frey.
Die Gerüchte von den Eiseninseln hatten bereits die Flusslande erreicht und die Freys sprachen darüber. Yoren ballte die Faust.Mallister, dieser Idiot.
Auf dem Weg durch die zerstörte Landschaft schlossen sich ihnen weitere Reisende auf dem Weg nach Königsmund an.
Lord Karyl Vanke, Lord Erman Butterquell und ein wütender Clement Peiper, den man die gesamte Reise von den Freys fernhalten musste.
Bei Jungfernteich stießen sie auf den abziehenden Randyll Tarly und folgten seiner Armee nach Süden.
tbc: Thronsaal
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Gorjon Rikke

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BeitragThema: Re: Der Königsweg   Di Jun 14, 2016 9:34 pm

cf: Burg Grauenstein - Lager der Rebellen

Missmutig trat Gorjon einen Stein von der Straße in den nahen Bach. Kaum das er von Burg Grauenstein in die Heimat zurückgekehrt war, hatte sein Vater ihn wieder auf Reisen geschickt. Dabei war er nur ein paar Tage später eingetroffen als seine Brüder. Das er dabei auch noch sein Pferd verhökert hatte um in Bordellen und Gasthäusern mit Geld um sich werfen zu können sah er nicht als guten Grund für diese als Strafe empfundene Aufgabe. Leise fluchend stapfte er zu seinen Kameraden zurück.
Der Zweitgeborene hatte sich mit drei Männern aufgemacht Lady Katherine Baratheon zu empfangen. Warum, dass wusste er gar nicht so genau. Aber es war wichtig, dass hatte sein Vater klar gemacht. Aus diesem Grund hatte Gorjon auch kurzerhand das örtliche Gasthaus in Beschlag genommen. Typische Gerichte des Nordens sollten serviert werden und er hatte seinen Männern aufgetragen die Tür des Gasthauses mit Bannern von Haus Rikke und Haus Bolton zu schmücken. Ein wenig Eindruck wollte man auf Jemanden mit dem Namen Baratheon ja machen, auch ohne große Lust auf das Treffen.
"Wann kommen die endlich?", wollte einer der Gefolgsmänner wissen. "Kann ich hellsehen?", schnauzte Gorjon ungehalten zurück, da vernahm er den Klang heran nahender Pferde. Lachend schnipste er mit den Fingern. "Endlich.", brummte er, dann nickte er seinen Kameraden zu. Einer der Männer verschwand mit einer Armbrust über eine Leiter auf das Dach des Gasthauses. Er sollte sich verbergen, schließlich traute Gorjon den Südmenschen nicht. Sein anderen beiden Männer stellten sich neben ihm auf, der Eine hielt missmutig ein Banner hoch, während Gorjon wiederum versuchte eine möglichst erhabene Pose einzunehmen. Dieses Gebaren gab er jedoch schnell auf, als die Reiter nicht direkt in Sichtweite kamen. Stattdessen wischte er einfach noch mal mit dem Handrücken über die Nase und dann an seinen Wamst.
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Katherine Baratheon

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BeitragThema: Der Königsweg   Mi Jun 15, 2016 10:15 pm


Cf: Haus von Lex Lennister

Jonos hatte sie nach draußen begleitet, so lange bis Katherine allein weiter gehen konnte. Sie zog ihre Kapuze auf und ging die Gassen entlang. Schließlich erreichte die Brünette ihr Gemach.
Die Prinzessin freute sich, das sie jemanden gefunden hatte, der ihr half Lana zu suchen. Alleine würde sie, ihre Tochter niemals finden.
Katherine wollte gerade ihren Umhang ausziehen, als ein Rabe an ihrem Fenster saß. Verwirrt blickte sie diesen an und nahm, den Brief zu sich, den er bei sich hatte.Ein wirkliches Wappen konnte sie nicht darauf erkennen, dennoch öffnete sie, diesen und las die darin erhaltene Botschaft.
Daraufhin hob sie eine Augenbraue. Sie sollte zum Königswegs? Warum sollte sie dorthin? Misstrauisch legte die junge Lady den Brief auf ihren Schreibtisch und machte sich auf dem Weg.
Selbstverständlich hatte sie bei der Sache, ein ungutes Gefühl. Jedoch wollte sie wissen, warum sie dorthin sollte. Deshalb verließ sie wieder ihre Bleibe, holte ihr Pferd und ritt zu dem Königsweg. Die Schönheit hatte keine Zeit um sich, irgendwelche Soldaten zu suchen, die sie beschützen. Dafür hatte sie keine Zeit. Joffrey wollte sie nicht Fragen. Er hatte mit Sicherheit wichtigeres zu tun.

Natürlich war es als Prinzessin, gefährlich, alleine zu reisen. Dieses Risiko ging sie aber ein.
Schlussendlich erreichte Katherine den Königsweg und den Treffpunkt. Nachdem sie die Banner der Boltons sah, war sie noch verwirrter als vorher. Was sollte das ganze? Was wollten die Boltons von ihr? Schließlich stieg sie von ihrem Pferd ab und betrat das Gasthaus. Dort wartete bereits ein junger Mann mitsamt seinen Männern. Katherine beäugte diese unauffällig.
„Seit ihr der, mit dem ich mich treffen soll?“

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Gorjon Rikke

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BeitragThema: Re: Der Königsweg   Mi Jun 15, 2016 10:33 pm

Gespannt lauschte Gorjon auf die Pferdegeräusche. Zu seinem Erstaunen konnte es sich nicht um sonderlich viele Tiere handeln. Reisten die Südländer nicht stets mit einem großen Gefolge? Er konnte sich die Frage selbst nicht beantworten, doch als sich die Tür des Gasthauses öffnete war seine Frage ohnehin beantwortet. Eine einzelne Frau trat in den Raum und Gorjon und seine Männer warfen sich fragende Blicke zu. Eindeutig war sie aber die erwartete Lady, sonst würde sie wohl kaum nach einem Treffen fragen.
"Aye, der bin ich wohl. Gorjon vom Haus Rikke.", stellte sich der Nordmann auf ihre Frage hin vor, wobei er dem Mann mit dem Banner kräftig vor die Brust schlug. Sofort stand Dieser wieder stramm, um das Banner zu präsentieren und dann in einer Halterung beim Eingang zu befestigen. In diesem Moment trat auch der Armbrustschütze wieder ein, was bewies, dass die Frau allein angekommen war. "Ich muss sagen, Lady Baratheon, es ist erfrischend Jemanden aus dem Süden kennenzulernen der nicht mit einem halben Wanderzirkus im Gefolge antanzt.", polterte Gorjon lachend heraus, während sein Gefolge angesichts der offensichtlichen Ungefährlichkeit der Lady dazu überging sich an einem Tisch niederzulassen und lautstark nach Bier zu verlangen.
Gorjon warf dem Wirt einen kurzen, wütenden Blick zu als er den Raum betrat. Noch immer war sein linkes Auge rot und geschwollen. Das Veilchen, dass Gorjon ihm geschenkt hatte nachdem er nicht sofort die anderen Gäste raus warf, hätte er besser verbergen sollen. So aber widmete er sich wieder der Lady Baratheon. Sie war überaus schön anzusehen, wenngleich sie auf den Nordmann fast schon zerbrechlich wirkte. Umso erstaunlicher, dass sie allein war. "Halten wir uns nicht länger mit Vorgeplänkel auf. Setzt euch, nennt mir euren vollen Namen.", teilte er ihr mit befehlender Stimme mit. Man hatte extra einen Tisch für den Gast anrichten lassen, an dem Gorjon ihr nun gegenüber sitzen konnte. Wie es geplant war brachte ein Magd ein vom Zweitgeborenen aufgetragenes Gericht heran. Schafsinnereien, Zwiebeln und Hafermehl im Magen des Schafes ließen seine Vorfreude auf das Mahl groß werden. Aber es gab auch andere, wichtige Dinge. "Nun sagt, warum habt ihr mich herbestellt?", fragte er die Lady in barschem Ton, ganz gleich ob sie seiner Aufforderung sich zu setzen nun bereits nachgekommen war oder nicht.
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Katherine Baratheon

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BeitragThema: Der Königsweg   Mi Jun 15, 2016 11:55 pm


Der große Nordmann antwortete ihr, das sein Name Gorjon Rikke sei. Daraufhin zuckte sie zusammen, da er gegen die Brust eines Mannes schlug. "Ich muss sagen, Lady Baratheon, es ist erfrischend Jemanden aus dem Süden kennenzulernen der nicht mit einem halben Wanderzirkus im Gefolge antanzt," schließlich musste er lachen. Katherine ' s Gesicht blieb ausdruckslos. Ihr Vater hatte ihr nach all den Jahren, ihr Lachen geraubt durch die ganzen Prügel die er der jungen Lady angetan hatte.
„Nun, ihr müsst wissen, das ich auf mich alleine gestellt bin. Ich komme nicht so einfach an irgendwelche Soldaten. Ich könnte sicherlich bei meiner Verwandtschaft nachfragen aber ich will ihnen nicht immer zur Last fallen.“
Es war schwierig alleine zu Leben aber nach einiger Zeit würde sie auch damit klar kommen.
Gorjon bittete sie schließlich sich zu setzten. Die Brünette setzte sich aus Höflichkeit. Der Mann aus dem Norden wollte von ihr wissen, wie sie mit vollen Name hieß.
„Ich bin Lady Katherine Baratheon,“ antwortete sie.

Letztendlich brachte der Magd, das Bier und das Essen. Wen sie ehrlich war, freute sie sich über das Bier auch, wenn ihr Gegenüber mit Sicherheit etwas anderes von einer Lady ihres Standes gewohnt war. Jedoch hatte ihre große Liebe, Noah sie auf den Geschmack gebracht. Früher trank sie mit ihm heimlich in der Schmiede immer Bier. Deshalb bevorzugte sie eher den Hopfen als irgendeinen Wein. Allerdings hielt Katherine bei dem Mahl inne. Schafsinnereien war dann noch nicht so ihr Fall. Sie war aber nicht wegen dem Essen hier. Dies war neben Sache.
Der nordische Mann wollte von ihr wissen, warum er sie herbestellt hatte.
Erneut blickte sie ihn verwirrt an. Sie hatte ihn nicht herbestellt! Sie wusste selbst nicht warum sie hier war.
„Ich weiß nicht, was ihr wollt aber eines kann ich euch versichern! Ich habe euch nicht hier hin bestellt! Ich weiß selbst nicht warum ich hier hin kommen sollte.“

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BeitragThema: Re: Der Königsweg   Do Jun 16, 2016 10:03 am

Es bereitete Gorjon einigen Spaß, dass die Brünette zusammenzuckte, kaum das er seinen Mann zur Ordnung schlug. Sein Lachen wenig später teilte sie nicht, dafür aber einen Spruch, der dem Nordmann äußerst seltsam vorkam. Sie reiste alleine und wollte ihre Verwandschaft nicht behelligen? Wofür war Familie denn da, wenn nicht um einander zu schützen? Wie es eben seine Art war, sprach Gorjon seine Gedanken frei heraus. "Es ehrt euch eure Verwandten nicht belästigen zu wollen, aber ich bin mir sicher ihr hättet ihnen größeren Kummer bereitet wenn euch auf unbegleitetem Weg etwas zugestoßen wäre.", sprach er voller Überzeugung aus und einer seiner Männer erhob sich direkt wieder vom Tisch.
Er griff sich provokant in den Schritt und richtete seine Worte sowohl an Gorjon als auch an die Lady. "Noch kann ihr so allerhand zustoßen!", lauteten die Worte mit denen er bei seinen Kameraden Gelächter erntete. "Und dir kann meine Faust zustoßen!", brüllte Gorjon ihn an, wobei er erwähnte Faust auf den Tisch hämmerte, womit sofort wieder Ruhe herrschte. Für gewöhnlich hätte ihm der Spruch des Mannes gefallen. Aber da sein Vater ihn zu diesem Gast gesandt hatte, musste er die Frau, die Katherine Baratheon hieß, wohl verteidigen.
Sie ließ sich ebenfalls am Tisch nieder und schien auch von dem Bier angetan. "Nur zu. Hier im Norden gibt es wenigstens Anständiges auf den Tisch.", prostete er ihr zu. Wenigstens verlangte sie nicht nach Wein oder einer anderen Mahlzeit. Doch dies wurde ohnehin bald zur Nebensache. "Hä?", drang es nur dümmlich vom sichtlich verwirrten Nordmann. Wollte die Lady ihn etwa auf den Arm nehmen? "Wenn ihr mich nicht herbestellt habt, wer denn dann?", fragte er mit wütendem Ton und der Befürchtung hier gehörig seine Zeit zu verschwenden. Der Zweitgeborene nahm noch einen kräftigen Schluck Bier, dann wollte er es genau wissen.
"Mein Vater hat einen Raben vom Haus Baratheon erhalten. Er trug mir auf mich hier mit einer Lady des Hauses Baratheon zu treffen und anzuhören was sie zu sagen hat. Ein wichtiges Geschäft sollte es geben. Mehr weiß ich nicht.", erklärte er ihr mit sehr klaren Worten und einem genervten bis grimmigen Blick. "Sagt mir, Katherine vom Hause Baratheon: wieso seit ihr hier und warum behauptet ihr ich hätte euch hierher bestellt?", verlangte er zu erfahren.
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Katherine Baratheon

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BeitragThema: Der Königsweg   Do Jun 16, 2016 10:35 pm


Anscheinend hatte der Nordmann gefallen an ihrer Reaktion, jedoch ließ sie sich nicht davon beeinflussen. Nach seinen Worten legte Katherine, ihre Kapuze schließlich ab und offenbarte ihrem Gesprächspartner ihre ganze Schönheit. Daraufhin sah sie Gorjon direkt an.
„Dies mag schon sein. Zweifellos könnte, die Majestät, König Joffrey mir helfen. Da er auch mein Cousin ist. Allerdings ist er mit wichtigeren Dingen beschäftigt. Deshalb möchte ich ihn nicht zur Last fallen,“ belehrte sie ihn.
Ohne darauf vorbereitet zu sein faste er sich an seinem Schritt. Angewidert blickte die Prinzessin ihn an. Hatte er kein benehmen gegenüber einer Baratheon?

Gorjon meinte zu ihr, das sie ruhig das Bier trinken könne, da es im Norden gutes Bier gäbe. Die Brünette nickte. Sie nahm das Bier und trank einen Schluck. Er hatte recht, es schmeckte wirklich köstlich! Misstrauisch wanderte ihr Blick zu dem Essen, sie war immer noch nicht sonderlich angetan von dem Essen. Jedoch probierte sie ein Stück. Nein! Schafsinnereien waren wirklich nicht ihr Fall gewesen.
Verwirrt wurde sie letzten Endes von dem jungen Mann angeschaut. Da er wissen wollte, wer ihn herbestellt hatte, wen sie es nicht gewesen sei. Katherine hatte keine Ahnung, weil sie es selbst nicht wusste. Sie hatte keinen Plan warum sie sich hier Treffen sollten.

Schließlich erklärte Gorjon ihr, warum er hier sei. Sie merkte, das er mittlerweile genervt war, sie konnte es nur allzu gut verstehen. Nun aber beantwortete die junge Lady ihm, warum sie hier her kommen sollte.
„Ich habe auch einen Brief bekommen, indem stand, das ich mit jemanden treffen sollte. Mehr weiß ich auch nicht.“

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BeitragThema: Re: Der Königsweg   Do Jun 16, 2016 11:06 pm

Gorjons Augen leuchteten während seine Augenbrauen kurz nach oben zuckten. Er hatte also tatsächlich die Cousine des Königs vor sich und eine wahre Augenweide war sie auch noch. Umso wütender war der Zweitgeborene auf den Gefolgsmann, der sich so unsittlich verhielt. Vielleicht sollte er ihm doch eine Tracht Prügel verpassen, allerdings musste dies wohl auf einen späteren Zeitpunkt warten.
Nachdem er Katherine aufgefordert hatte zu trinken tat sie es auch und sie wirkte erfreut. Nur das Essen schien ihr nicht zu gefallen, doch so leicht ließ Gorjon sie nicht davon kommen, schließlich hatte er diese Mahlzeit höchstpersönlich ausgewählt. "Keine Scheu, greift nur zu. Das ist die Spezialität dieses Gasthauses.", prahlte er das Essen, obwohl er keinerlei Ahnung hatte ob er damit die Wahrheit sprach.
Zu diesem Zeitpunkt war der Nordmann noch sehr heiter, was sich aber schnell ändern sollte. Gorjon verstand alsbald die Welt nicht mehr und er gab sich keinerlei Mühe es zu verbergen. "Ihr weißt auch nichts?!", stieß er empört aus. Seine Miene hatte sich ebenso verfinstert wie seine Laune. Wurden sie denn Beide an der Nase herumgeführt? Oder wollte ihn diese hohe Dame einfach nur zum Narren halten. "Von wem habt ihr den Brief bekommen?", fragte er sie, dann griff er stirnrunzelnd zu seinem Bier, um sich mit einem kräftigen Schluck für die anstehende Grübelei zu stärken. Niemand würde sie einfach aus Jux hierher beordern, oder doch? Für Gorjon stand einzig fest, dass seine Zeit hier gänzlich verschwendet war.
Doch gerade als er überlegte sich zu erheben war wieder der Lärm von Pferden zu hören. Sofort war das Gefolge des Zweitgeborenen zur Stelle. Einer der Männer eilte ans Fenster, die anderen Beiden warfen einander nervöse Blicke zu, sie waren unschlüssig ob sie ihre Waffen ziehen sollten. "Sechs Reiter! Sie tragen das Zeichen von Drachenstein!", rief der Mann am Fenster und Gorjon schlug wieder auf den Tisch. Wütend sah er Lady Katherine an. "Habt ihr davon gewusst?", fragte er sie streng.
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Katherine Baratheon

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BeitragThema: Der Königsweg   Sa Jun 18, 2016 6:06 pm


Letztendlich meinte er zu ihr, das sie ruhig etwas essen könnte. Immerhin sei dies eine Spezialität des Gasthauses gewesen. Daraufhin nickte Katherine und aß ein paar kleinere Stücke. Jedoch trank sie lieber etwas von dem Bier. Sie wusste nicht, wann sie wieder so etwas trinken konnte.

Aprubt veränderte sich seine Laune, nachdem sie bekannt gegeben hatte, das sie auch nichts wusste. Schließlich wollte Gorjon wissen von wem sie den Brief erhalten hatte.
"Ich muss euch enttäuschen. Leider konnte ich, das Wappen auf dem Brief kaum erkennen," antwortete sie.
Es war schon recht seltsam, das sie so eine Nachricht bekommen hatte. Wer spielte mit ihr so ein Spielchen, das sie noch nicht einmal das Wappen erkennen konnte?

Unerwartet waren erneut Pferde zu hören. Die Schönheit sah, wie einer der Männer sie darin belehrte, das es Männer aus Drachenstein waren. Sofort musste sie husten und spuckte dabei das Bier aus, welches sie gerade zu sich genommen hatte. Woraufhin die hübsche Lady sich den Mund, mit der Hand abwischte. Wütend sah der Nordmann sie an und schlug infolgedessen, mit seiner Hand auf den Tisch. Sie hatte innerlich angst, das dieses Treffen jetzt eskalieren könnte. Dabei hasste Katherine nichts mehr als Gewalt. Sie spürte, das Panik in ihr aufstieg, da sie nicht wusste, ob ihr Vater unter den Männern gewesen war. Katherine hatte angst, davor ihn wieder zu sehen, weil sie nicht wusste, was er von ihr wollte. Schließlich hatte er sie von zu Hause verbannt. Nervös bewegte die Prinzessin sich auf der Bank hin und her. Bitte nicht Vater! Bitte nicht Vater! Bitte nicht Vater!

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BeitragThema: Re: Der Königsweg   Sa Jun 18, 2016 7:46 pm

Stirnrunzelnd nahm Gorjon zur Kenntnis, dass auch die Lady Baratheon nicht wusste wer genau ihr den Brief geschrieben hatte. Er nickte, war aber keineswegs zufriedengestellt. Zu viel bei diesem Treffen gab ihm ein mulmiges Gefühl und noch mehr gab ihm ein Gefühl bloßgestellt zu werden. Dementsprechend ungehalten war er, als zu allem Überfluss auch noch weitere Gäste eintrafen. Ein halbes Dutzend Reiter - das konnte doch nur Ärger bedeuten! Und scheinbar war auch die Brünette an seinem Tisch dieser Meinung, denn in einem wenig damenhaften Moment hatte sie ihr Bier quer über den Tisch gespuckt.
Zweifellos war sie verängstigt. Gorjon konnte aber nicht sagen ob es wegen den Reitern oder den Nordmännern im Gasthaus so war. Da sie aber bislang ruhig gewesen war, schob er die Schuld recht schnell auf die Eindringlinge, zu deren Empfang er sich nun erhob. "Wenn die hier sind um euch ein Leid anzutun schmeiße ich das Pack persönlich in den nächsten Fluss.", versprach er der Schönheit, um sie zu beruhigen. Derweil hatte das Pferdegetrappel aufgehört, es wurde rasch durch ein Klopfen an der Tür ersetzt. Ohne auf eine Antwort zu warten traten die Männer auch schon herein, es waren wie erwartet sechs Soldaten mit dem Zeichen Drachensteins. "Lady Katherine!", rief der Älteste von Ihnen erfreut wie erleichtert aus, womit er sich zügig verneigte. Er wollte auf die Brünette zu treten, doch Gorjon verstellte ihm den Weg.
"Der ungebetene Besuch möge sich vorstellen!", tönte er dem Soldaten mit Zorn in der Stimme entgegen, während die anderen drei Nordmänner mit den Händen am Schwertgriff begannen die restlichen Baratheons zu umrunden. Der alte Soldat blieb ebenso wie sein Gefolge unbeeindruckt und verneigte sich auch kurz vor Gorjon. "Fosterbald Celtigar, ich diene Lord Darius Baratheon.", stellte er sich vor, dann deutete er zuerst auf die Lady und dann auf Gorjon. "Mein Lord hat mir aufgetragen seine Tochter und das Mitglied des Hauses Rikke in ihrer Begleitung sicher nach Drachenstein zu eskortieren. Mylady, eine Kutsche wird bald für euch und den Gast aus dem Norden eintreffen.", erklärte sich der Mann mit fester, befehlsgewohnter Stimme und passend zu seinen Worten war nun auch das Geräusch einer Kutsche zu hören, die vorgefahren wurde.
Gorjon war von alle dem noch immer nicht zufriedengestellt. Er sollte also mit nach Drachenstein kommen? Das konnte sich der alte Sack in die Haare schmieren! "Lady Katherine, was habt ihr dazu zu sagen?", sprach er zur Brünetten, vielleicht würde sie in Anwesenheit ihrer Leute gesprächiger werden, was den Grund für ihr Gespräch anging. Oder aber dieser Darius Baratheon war für all das Chaos verantwortlich, es würde zumindest erklären warum der Herr Celtigar von seiner Anwesenheit wusste.
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Katherine Baratheon

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BeitragThema: Der Königsweg   Sa Jun 18, 2016 9:04 pm


Katherine hob eine Augenbraue. Er wollte sie allen ernstes in den Fluss werfen, wenn die Männer ihr Schmerzen zu fügen würden? Gorjon konnte es versuchen aber sie glaubte nicht daran, das, das Gefolge ihres Vater' s, sich von einem Nordmann so etwas gefallen ließe. Er würde ohne Frage den kürzeren ziehen auch, wenn die Prinzessin ihr Gegenüber nicht kannte, schien er nicht so schlecht zu sein, wie sie vorerst dachte. Seine Worte hatten sie deshalb nicht beruhigt.
Nun klopfte es an der Tür und ein paar Männer traten in das Gasthaus ein. Einer von ihnen rief erfreut ihren Namen. Allerdings stellte der junge Rikke sich vor ihr. Verwirrt sah sie den Nordmann an. Mit dieser Reaktion hatte die Baratheon nicht mit gerechnet. Seine Aussage von vorhin, nahm er wohl ziemlich ernst. Jedoch schien ihr Gegenüber nicht begeistert von dem Besuch gewesen zu sein und wollte deshalb auch seinen Namen erfahren. Daraufhin stellete er sich mit dem Namen Fosterbald Celtigar vor.  Sie kannte sein Gesicht, sie hatte ihn nicht vergessen! Die Nachricht, die Fosterbald, den beiden überbrachte erschlug sie regelrecht. Sie sollte mit Gorjon nach Drachenstein?!
Katherine erhob sich von der Bank und schüttelte heftig den Kopf.
„Das könnt ihr vergessen! Ich werde nicht nach Drachenstein gehen!“ protestierte sie.
Was sollten die beiden auf Drachenstein? Das einzige, was sie sich erklären konnte war, das ihr Vater etwas im Schilde führte aber was konnte sie nicht sagen. Wen sie ehrlich war, wollte sie auch nicht darüber nachdenken. Verdammt! Sie würde niemals in diese Kutsche einsteigen!

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BeitragThema: Re: Der Königsweg   Sa Jun 18, 2016 9:57 pm

Überrascht drehte sich Gorjon zu Katherine herum. Die Dame hatte heftig gegen den Aufbruch nach Burg Drachenstein protestiert, was den Nordmann verwunderte. War Drachenstein denn nicht ihre Heimat? Hatte er etwas falsch verstanden? Oder waren diese Männer am Ende gar keine treuen Vasallen von Darius Baratheon? So oder so freute sich Gorjon über ihre Worte, denn sie gaben ihm Bestätigung und Auftrieb in seinem Bestreben diesen unverschämten Soldaten ihr Vorhaben ordentlich zu versauen. "Ihr habt die Lady gehört.", sprach er also mit fester Stimme zu Fosterbald Celtigar, dessen Blick eine Mischung aus Enttäuschung und Angst enthielt.
"Aber, Mylady...", begann Fosterbald während er wieder auf sie zu gehen wollte, dieses Mal stieß Gorjon ihn kräftig von sich, sodass der alte Mann zurück taumelte. Sofort rührten sich seine Kameraden, um ihm beizustehen, aber der alte Soldat brachte sie mit einer einzigen, schneidigen Handbewegung wieder zur Ruhe. "Ich werde auch nicht mit euch gehen!", verkündete Gorjon derweil. "Ich weiß nicht welches Spiel ihr Baratheons hier spielt, aber es interessiert mich auch einen feuchten Dreck! Ich habe meine Zeit hier genug verschwendet!", schnauzte er den Trupp an, aber Herr Celtigar ließ sich so leicht nicht abwimmeln. "Ihr werdet feststellen, dass ihr im Interesse eures Hauses handelt, wenn ihr uns folgt.", meinte er, womit er Gorjon einen Brief überreichte.
Eilig überflog der Nordmann die wenigen Zeilen. Er konnte nicht sonderlich gut lesen und kniff angestrengt die Augen zusammen, um sich einen Reim aus den Wörtern machen zu können. Was er aber sofort begriff war, dass dieser Brief von seinem ehrenwerten Vater stammte. Das Oberhaupt der Rikkes forderte Gorjon auf einer Delegation nach Drachenstein zu folgen. Siegel und Handschrift stimmten, da gab es keinen Zweifel. Mit grimmigem Blick stieß Gorjon ein Knurren aus, dann zerknüllte er den Brief um ihm Fosterbald vor die Füße zu schmeißen. "Nun gut. Ich werde euch folgen, weil mein Vater es befiehlt.", gab er sich geschlagen. "Ich danke euch für euer Einsehen, Ser Rikke.", meinte Fosterbald, aber Gorjon schritt ohne es zur Kenntnis zu nehmen an ihm vorbei, um zu den anderen Nordmännern zu gehen.
"Reitet ihr zurück zur Schanze.", befahl er ihnen. Wenn sein Vater sein Siegel auf diesen Lord Baratheon gab, würde Gorjon nichts von ihm befürchten. Es blieb jedoch noch die Angelegenheit mit Lady Katherine zu klären. Der Zweitgeborene trat wieder zurück zu ihr, während Fosterbald sich ihr endlich nähern durfte. "Euer Vater wird eine Ablehnung seiner Aufforderung nicht dulden, Mylady.", teilte der alte Soldat ihr gerade mit. Auch Gorjon war nun auf der Seite des Reiters. Er griff sich die Krüge mit Bier und prostete Lady Katherine zu. "Leistet mir und dem Bier in der Kutsche Gesellschaft.", forderte er von ihr, dann musterte er wieder den Soldatentrupp. "Wenn die frech werden kann ich sie immer noch in den Fluss schmeißen!", behauptete er mit einem schallenden Lachen, dann verschwand bereits der erste Schluck Bier in seiner Kehle. Er war gespannt wie es wohl wäre in einer Kutsche herum gefahren zu werden, sonst war er stets geritten. Bestimmt konnte man sich in einer Kutsche besser betrinken als hoch zu Ross.
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BeitragThema: Der Königsweg   Sa Jun 18, 2016 10:39 pm


Ihr Gegenüber war sichtlich überrascht über ihr handeln. Er hatte auch keinerlei Wissen, welch Grausamkeiten ihr Vater, der jungen Lady angetan hatte. Celtigar war ziemlich enttäuscht über ihr Antwort. Er setzte schon zu einem neuen Satz an, jedoch kam es nicht dazu. Fosterbald kam aber nicht dazu, da Gorjon ihn von sich stieß. Katherine hatte wirklich angst, das die Situation aus dem Gleichgewicht geriet. Sie wollte lebend, das Gasthaus verlassen.
Der Nordmann gab Celtigar zu verstehen, das er auch nicht mit ihnen ging. Der ältere Mann übergab ihm schließlich einen Brief. Katherine wollte gerne wissen, was in diesem drin stand. Celtigar überreichte auch der jungen Brünette einen Brief. Letztendlich verstand sie, was sie wollten. Wütend blickte sie die Männer an und ließ den Brief an.
„Also schön, wenn es sein muss komme ich mit,“ erwiderte sie.
Gorjon dirigierte währenddessen seine Soldaten, das sie zurück reiten sollten.
Der ältere Mann trat schließlich zu ihr.
„Euer Vater wird eine Ablehnung, seiner Aufforderung nicht dulden, Mylady,“ meinte er.
Sie nickte und blickte ihn finster an.
Nun nahm Gorjon sich zwei Krüge mit Bier.
"Leistet mir und dem Bier in der Kutsche Gesellschaft", erwiderte ihr.
Zögernd griff Katherine zu. Sie hatte nicht wirklich Lust etwas zu trinken. Jedoch wollte sie ihn nicht verärgern. Die Baratheon verstand aber nicht warum sie auf einmal in einer Kutsche fahren durfte?
Sie wusste gar nicht mehr, wie es sich anfühlte darin zu sitzen. Da sie damals in einem Käfig nach Königsmund verbannt wurde. Deshalb wusste die Schönheit nicht warum sie so überraschend nach Drachenstein reisen sollte.

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BeitragThema: Re: Der Königsweg   Sa Jun 18, 2016 11:10 pm

Gorjon bemerkte das auch Katherine einen Brief erhalten hatte. Der Inhalt beider Briefe musste ähnlich sein, denn auch die Brünette änderte ihre Meinung. Der Sinneswandel klang sehr erzwungen, aber das konnte er ihr nicht verdenken. Herumkommandiert werden wollte schließlich Niemand, ganz besonders nicht wenn man schon sehr klar Stellung zu einer Sache bezogen hatte. Widerwillig stimmte die Dame zu, dann nahm sie das Bier von Gorjon wieder entgegen. Wenigstens würde die Reise auf diese Art angenehmer gestaltet werden können.
Die Soldaten schienen dem Nordmann nicht gänzlich zu vertrauen. Der Zweitgeborene spürte manch einen misstrauischen Blick in sein Genick beißen, als er das Gasthaus verließ. Der Lady gegenüber verhielten sich die Soldaten überaus freundlich und beinahe ehrfürchtig. Niemand wagte es sie anzurühren, also half ihr auch Niemand von ihnen in die Kutsche einzusteigen, sodass Gorjon einfach kurzerhand seine Hand dafür reichte, sodass sie sich selbst entscheiden konnte ob sie die Hilfe annehmen wollte. Es war wohl unangebracht dies zu tun, aber er wollte das diese Sache voran ging. Vor allem wollte er außer Sicht der Soldaten kommen.
Die Kutsche war erstaunlich edel hergerichtet und würde auch bei dem langen Weg vor ihnen gemütlich bleiben. Bequeme Sitze und eine breite Kabine rissen den Nordmann zu einem anerkennenden Pfeifen hin. Er stellte seinen Bierkrug kurz ab und lümmelte sich dann auf einen von zwei Sitzplätzen. Scheinbar war genau geplant gewesen zwei hohe Gäste abzuholen. Mittels Vorhängen konnte man die Kabine verhüllen, aber Gorjon wollte die Landschaft sehen, während sie fahren würden. Vorausgesetzt Lady Katherine spielte bei der Sache mit. Denn noch immer war er sich unsicher warum sie so seltsam auf die Erwähnung von Drachenstein reagiert hatte. "Gar nicht übel.", lobte er aber zuerst die Kutsche, er konnte es nicht lassen gegen das Holz zu klopfen und einige der Ornamente zu befingern.
Dann aber wandte er sich wieder an die hochgeborene Schönheit. Er hielt ihr den Krug zum Anstoßen hin und grinste. "Keine Ahnung warum wir auf einmal hier sitzen, aber ich denke wir sollten die Fahrt angenehm gestalten.", teilte er ihr dabei mit. Nach einem kräftigen Schluck Bier war sein Durst nach Antworten aber erst recht entfacht. "Sagt... warum wolltet ihr nicht nach Drachenstein?", fragte er sie mit sehr ernstem Blick und einer gedämpften Stimme, schließlich sollte Fosterbald nicht mithören. "Müssen wir irgendetwas befürchten?", wollte er wissen, denn trotz seiner Kooperationsbereitschaft war er weit davon entfernt sich für seine Lage zu begeistern. Mit Bier und feiner Gesellschaft konnte er zwar das Beste aus der Situation machen, aber wenn Katherines Verhalten von großer Sorge herrührte waren auch diese Ablenkungen vollkommen nichtig. Noch hatte die Kutsche sich keinen Zoll bewegt, noch gab es die Möglichkeit der Fahrt zu entfliehen.
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Katherine Baratheon

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BeitragThema: Der Königsweg   So Jun 19, 2016 12:22 am


Schließlich verließen das Gasthaus. Als sie vor der Kutsche standen, reichte der junge Mann ihr die Hand. Es dauerte eine Weile bis die Prinzessin seine Hand annahm. Es war wesentlich einfacher mit Hilfe in der Kutschte einzusteigen. Wenigstens hatten die Soldaten Respekt vor ihr. Immerhin war es etwas gutes an diesem ganzen Theater.

Katherine war erstaunt darüber, das sie so eine gute Kutschte bekamen. Deshalb machte sie sich nur noch mehr Sorgen, welchen Plan ihr Vater ausgeheckt hatte. Es musste irgendetwas schreckliches gewesen sein. Warum sonst sollte sie mit einem Nordmann nach Drachenstein reisen?
Gorjon hingegen war von der Kutsche begeistert. Oben im kalten Norden halten sie wahrscheinlich nicht solches Gefährt.
"Keine Ahnung warum wir auf einmal hier sitzen, aber ich denke wir sollten die Fahrt angenehm gestalten." meinte er.
Sie nickte. Bis sie in ihrer Heimat waren sollten die beiden sich irgendwie Ablenken. Nachdem er etwas von seinem Bier getrunken hatte sah die Brünette zu ihrem. Trinken würde doch jetzt eine gute Idee sein. Schließlich trank sie ebenfalls einen großen Schluck von ihrem Bier.

Letztendlich wollte er wissen warum sie nicht nach Drachenstein wollte. Diese Frage musste irgendwann kommen. Katherine stellte den Krug auf dem Tisch und zog sogleich ihren Umhang enger.
„Ich denke, ihr habt so einige Geschichten über meinen Vater gehört? Nun warum ich nicht nach Hause möchte? Mein Vater hat mir regelrecht das Leben zerstört! Er hat vor meinen Augen, meine Mutter getötet und als, ob dies nicht reichte hat er mir noch meine Tochter weg genommen! Also, wenn ihr so gütig seit, ertränkt mich bitte bei dem nächsten Fluss den wir erreichen.“
Erklärte sie ihm und blickte aus dem Fenster. Die Schönheit wollte unter keinen Umständen ihren Vater wider sehen. Dafür hatte er ihr zu viele schreckliche Dinge angetan

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Gorjon Rikke

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BeitragThema: Re: Der Königsweg   So Jun 19, 2016 9:47 am

Langsam schüttelte Gorjon den Kopf, noch während die Dame vor ihm erzählte. Er hatte noch nie von ihrem Vater gehört, was wohl vor allem daran lag, dass er sich nicht groß mit den Lords aus dem Süden beschäftigte. Für Gorjon zählten nur die nördlichen Häuser. Natürlich kannte er die Namen Lennister, Baratheon und Tyrell, aber da hörte es auch schon auf.
Die Geschichte die er von Katherine zu hören bekam war ein starkes Stück. Die Mutter getötet, die Tochter geraubt? Das klang so ganz und gar nicht nach einem guten Gastgeber und die Bitte der Frau sie doch zu ertränken verstärkte das ungute Gefühl in Gorjons Magen. War sie wirklich so verzweifelt, dass sie lieber sterben wollte als ihrem Vater zu begegnen? Wut mischte sich in das seltsame Wirrwarr an Empfindungen, das den Zweitgeborenen gerade in Schach gehalten hatte. Seine Hand verkrampfte sich um eine der hölzernen Armlehnen. "Verflucht!", schimpfte er und mit einem unbewussten Ruck zerbrach er das Holz in seiner Hand. Ungläubig stöhnend betrachtete er den kleinen Teil der Kutsche, der sich nun in seinen Fingern befand. Achtlos warf er aus dem Fenster, dann zog er die Vorhänge zu. Er wollte nicht mehr die Landschaft sehen, besonders nicht den Fluss.
"Bei uns im Norden hätten wir euren Vater längst auf einen Pfahl gesteckt.", machte Gorjon seiner Wut Luft, auch wenn diese Behauptung wohl nur begrenzt Substanz hatte. Er betrachtete Lady Katherine und hob dann wieder seinen Krug. "Trinkt mehr. Das wird helfen.", empfahl er ihr. Sollten sie doch noch fliehen? Gewiss wäre dieser Tyrann von Drachenstein auch dem Nordmann gegenüber nicht friedfertig, wenn er schon seine eigene Familie so behandelte. Doch in diesem Moment setzte sich die Kutsche in Fahrt, was Gorjons Gedanken in eine andere Richtung lenkte. Die Kutsche ging voran und genau so mussten sie es auch tun.
Auch der Nordmann stellte seinen Krug auf den Tisch ab. Er griff mit beiden Händen seine Eisenkette, die ihm wie stets um den Hals hing. Den eisernen Widderkopf an ihrem Ende präsentierte er Lady Katherine. "Diese Kette trage ich seit vielen Jahren. Sie ist aus Eisen und wiegt schwer. Nur zu, fasst sie an und überzeugt euch das ich nicht lüge. Eisen ist ein ehrliches Metall.", begann er zu reden, ehe er schnell zum Punkt kam: "Ihr Gewicht zieht mich herunter, aber trotzdem laufe ich gerade und ungebeugt. Die Worte unseres Hauses lauten 'Unser Stolz bricht Eisen' und ich halte mich jeden Tag daran. Ich werde euch nicht ertränken. Stattdessen werdet ihr eurem Vater begegnen und zwar ebenfalls erhobenen Hauptes. Wenn es irgendeine Kette gibt die versucht euer Haupt herunter zu zwingen, denkt daran: Stolz bricht Eisen!"
Warum sich Gorjon am Ende in Rage geredet hatte wusste er selbst nicht. Sein Tonfall war lauter geworden. Lag es daran, dass er die Taten von Katherines Vater jetzt schon verabscheute? Die Rikkes waren nie zimperlich gewesen, da war der Zweitgeborene keine Ausnahme. Doch die eigene Familie war stets ein Heiligtum gewesen, da konnte er einfach nicht begreifen wie Darius Baratheon sich so verhalten hatte. Mit einem Kopfschütteln öffnete er wieder die Vorhänge. Er war jetzt geladen mit Wut und hielt es für sinnvoll sich abzulenken. "Sprechen wir nicht weiter über Drachenstein. Wir sitzen in einer prächtigen Kutsche und haben Bier, die letzten Landstriche des Nordens und viel Zeit zum Reden. Da will ich etwas Heiteres hören.", meinte er, auch wenn es nicht einfach war jetzt den Schalter umzulegen. Ein kräftiger Schluck Bier half. "Wenn ich nicht irre kommt ihr von Köngismund, oder? Erzählt von der Stadt oder von den Menschen. Verdammt, erzählt einfach irgendetwas was euch freut oder zum Lachen bringt."
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Katherine Baratheon

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BeitragThema: Der Königsweg   Di Jun 21, 2016 10:14 pm


Dem Nordmann schien es keinesfalls zu gefallen, als sie ihn in ihre Geschichte einweihte. Anstatt die Ruhe zu bewahren zerbrach er, die Armlehne, auf der noch vorhin, seine Hand gelegt hatte. Augenblicklich zuckte die Schönheit zusammen. In den letzten Jahren, war Katherine unter ihrem Vater ziemlich schreckhaft geworden.
"Bei uns im Norden hätten wir euren Vater längst auf einen Pfahl gesteckt." meinte er.
Daraufhin zog sie eine Augenbraue hoch. Die Menschen im Norden waren auch wesentlich brutaler als die im Süden. Sie hatte schon, die ein oder andere gruselige Geschichte gehört. Vor allem die Taten der Boltons, brachte die junge Lady sehr aus der Fassung.

Schließlich erhob Gorjon seinen Krug und befahl ihr mehr zu trinken. Jedoch schüttele sie den Kopf.
„Es ist besser, wenn ich bei meinem Vater, einen klaren Kopf habe.“
Nun stellte er seine Krug auf den Tisch ab und berührte seine Kette, die er trug.
Als er meinte, das sie die Kette ruhig anfassen konnte, legte sie ihre zierliche Hand kurz auf das Schmuckstück. Gorjon erwähnte den Spruch seines Hauses und, das sie an diesen denken sollte, wenn sie herunter gezogen wird. Katherine nickte.
„Das werde ich machen. Ihr habt mein Wort,“ versprach sie ihm.

Letztendlich ließ sie die Kette wieder los.
Der Nordmann wollte schließlich etwas von Königsmund erfahren oder was sie glücklich machte.
Katherine musste gut nachdenken bevor sie irgendetwas antwortete. Am liebsten hätte sie ihm etwas über Noah erzählt. Allerdings wäre dies viel zu gefährlich gewesen. Sie wusste nicht, wie er darauf reagierte. Deshalb entschloss sie sich für Königsmund.
„Nun, was soll ich sagen? Die Hauptstadt ist eine prächtiger Ort. Es leben sehr viele verschiedene Menschen dort. Ich finde die Händler ganz interessant, einige kommen sogar aus Essos und verkaufen dort ihre Ware. Wart ihr schon einmal in Essos?“
Sie konnte sich nicht vorstellen, das Gorjon schon einmal dort gewesen war. Die Prinzessin konnte sich auch täuschen.

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Gorjon Rikke

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BeitragThema: Re: Der Königsweg   Mi Jun 22, 2016 4:17 pm

Die schreckhaften Dame weigerte sich noch mehr Bier zu trinken, da sie anscheinend einen klaren Kopf behalten wollte. Gorjon war zwar der Ansicht, dass sie etwas flüssigen Mut dringender nötig hatte, trotzdem nickte er. Wenn sie seinen Rat ausschlug, war sie schließlich selbst Schuld.
Wenige Augenblicke später allerdings hatte sie einen weitaus wichtigeren Rat angenommen. Sie versprach sich an seine Worte und die des Hauses Rikke zu erinnern, wenn es kritisch wurde. Wieder nickte Gorjon, dieses Mal mit großer Entschlossenheit und ernstem Blick. Er würde sie gewiss daran erinnern, falls sie ihrem Versprechen nicht gerecht wurde. Der Ausspruch "Stolz bricht Eisen" sollte Stärke spenden, aber er verlangte im Gegenzug auch den ernsthaften Willen das Gesprochene in die Tat umzusetzen.
Durch ihr Versprechen fühlte sich auch der Nordmann besser. Er würde sich ebenfalls mit dem tyrannischen Vater auseinander setzen müssen, da war es gut wenn die Lady ihr Gesicht wahrte und nicht von der Burgmauer zu springen versuchte. "Und ihr habt mein Wort, das mein Versprechen aus dem Gasthaus noch gilt. Für die Dauer des Treffens steht ihr unter meinem Schutz.", gab auch er ein Versprechen. Er tat es mit großem Stolz und einem Klopfen auf die eigene Brust. Es war herrlich sich so vor einer hohen Dame und Augenweide aufspielen zu können, zumal er nichts Neues gelobte, sondern sich ohnehin nur an bereits Gesagtes hielt. So schrecklich die Erzählung der Dame über ihren Vater auch gewesen war glaubte Gorjon trotzdem das der Lord nur ein weiterer Schwächling aus dem Süden war. Ein grausamer Schwächling, aber eben ein Schwächling.
Als Gorjon dann auf heitere Themen beharrte dauerte es bis eine Antwort kam. Zum Glück hatten sie viel Zeit bei ihrer Reise. Die Kutsche trödelte keineswegs, doch war sie langsamer unterwegs als man es zu Pferde seien würde. Die Landschaften des Nordens bewegten sich am Fenster entlang und der Zweitgeborene erkannte, dass einer der Reiter ein zusätzliches Pferd mitführte. Es musste sich um Gorjons Tier handeln.
"Händler sind toll!", konnte er Lady Katherine zustimmen. "Die bringen wenigsten Abwechslung. Und sie haben die wildesten Geschichten, Neuigkeiten und allerhand Nippes. Und trinkfest sind die Meisten auch.", führte er seine Gedanken weiter aus, ehe er wegen Essos den Kopf schütteln und laut lachen musste. "Ich weiß ja nicht mal wo Essos liegt oder was Essos ist.", gestand Gorjon, was er als keine Schande betrachtete. "Ist Essos auch so eine prächtige Stadt wie Königsmund? Ihr sagtet die Hauptstadt hätte viele Menschen, wie viele sind es?", hatte er auch direkt weitere Fragen. Derweil passierte die Kutsche eine große Holzbrücke, wodurch es einen kurzen Moment sehr wackelig wurde. Ein weiteres Stück von der bereits angeknacksten Lehne brach und nun hatte es der Nordmann sehr schwer bequem zu sitzen. Eine Hand musste er stets beschäftigen, da sie sonst auf scharfkantigem Holz ruhen würde. So strich er sich mal durch den Bart, mal zupfte er an den Vorhängen herum und ansonsten hielt er einfach seinen Krug fest. "Habt ihr eigentlich je von Schattenwölfen gehört?", fragte er die Lady schließlich, denn er wollte sich natürlich auch als großer Jäger aufspielen und mal wieder damit angeben Robb Starks Bestie getötet zu haben.
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Roya Strom

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BeitragThema: Re: Der Königsweg   Fr Jun 24, 2016 5:35 pm

cf: Tore von Königsmund
Roya Strom & Jaime Lennister

Der Ritt schmerzte in ihren Knochen, doch ließ sie sich nichts anmerken. Lange schon war es her gewesen als sie ihr Pferd so bis an die Erschöpfung getrieben hatte, sie so lange geritten war, dass selbst ihr der Schweiß im Gesicht stand und sie den Schlaf kaum noch erwarten konnte. Den ganzen Tag waren sie durchgeritten, hatten eine Weile keine Pause gemacht und sich stets neben dem Königsweg gehalten, um Karawanen und ähnlichem aus dem Weg zu gehen. Nun war es bereits tiefschwarze Nacht, als sie endlich anhielten. Die Schattenkatze rutschte trotz ihres schmerzenden Rückens recht galant vom Rücken des Pferdes und sattelte es ab. Die Pferde hatten eine ruhige Nacht verdient, denn Morgen würde es nicht weniger anstrengend werden. Wie gut das ihre langbeinige Stute schon als Fohlen sehr zäh gewesen war, denn das Durchhaltevermögen brauchte sie nun. Roya behielt die Kapuze immer noch auf, genau wie ihren Reiseumhang und ihre Waffen. Alles blieb an ihrer Stelle während sie ein Lager auf einer kleinen Lichtung neben dem Königsweg herrichtete. Dann sah sie zu ihrem Begleiter, der nicht minder erschöpft aussah als sie und nickte ihm kurz zu, bevor sie ihre Decke auf dem Boden ausbreitete, sich neben ihrem Pferd ausstreckte, um zu schlafen. Ihre Doppelklingen legte sie dennoch neben sich, jedoch umrahmte ihr schlanker Körper diese, sodass niemand es wagen würde, sie zu stehlen. Dann war sie bereits im Begriff die Augen zu schließen, als sie noch einmal zum Lennister herüber sah.
"Entzündet kein Feuer. Es würde nur Aufmerksamkeit erregen. Morgen früh reiten wir weiter, sobald die Sonne aufgeht.", waren ihre knappen Worte und dann schloss sie die Augen. Sie war zu müde um sich weiter zu unterhalten, jedoch war sie immer wach genug um zu merken, ob sich jemand heran schlich. Bzw war ihre Stute ihr ein solch treuer Wegbegleiter, dass sie sie warnen würde.

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~Royas Song~:
 

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Jaime Lennister

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BeitragThema: Re: Der Königsweg   So Jun 26, 2016 7:03 pm

Der Ritt hatte Jaime Lennister ganz klar ermüdet, auch wenn er lange Reisen auf dem Pferderücken gewohnt war. Doch würde er lieber sterben als das vor seiner Weggefährtin zu zu geben. Mehrmals hatte er nun schon versucht, ein Gespräch anzufangen, doch die Schattenkatze hatte jedes Mal abgeblockt.
Vielleicht hätte ich mir einen gesprächigeren Meuchelmörder suchen sollen, dachte er nach dem vierten gescheiterten Versuch. Allerdings... Wenn sie immer so wenig sprach, waren die Chancen, dass sie über diesen Rachefeldzug plauderte, sehr gering und das war gut so. Außerdem - welcher Meuchelmörder war schon gesprächig?
Also versuchte der Königsmörder es nicht nochmal erneut, sondern schwieg mit ihr. Sie ritten, bis es dunkel wurde. Ohne ein Wort suchten die beiden sich einen Rastplatz. Sein ganzer Körper fühlte sich wund an, als er von seinem Pferd rutschte und es ungelenk mit einer Hand absattelte. Dabei brauchte er wesentlich länger als die Schattenkatze, die sich bereits schon nieder gelegt hatte.
Über ihre Warnung konnte er nur schnauben. Haltet Ihr mich für völlig blöd?!, fragte er. Doch die Auftragsmörderin war schon eingeschlafen.
Jaime schlief weniger gut. Die Vorfreude auf seine Rache war einer seltsamen Nervosität gewichen. Was, wenn Locke nicht mehr in Harrenhall war? Was, wenn das, was sie hier taten, nicht einmal das richtige war?
Ich habe bereits einen König getötet. In den Augen der meisten war das auch nicht richtig. Über diesen Gedanken schlief er ein.

Am nächsten Morgen wachte der Königsmörder vor der Schattenkatze auf. Nachdem er sich im Gebüsch erleichtert hatte, aß er ein dürftiges Frühstück und wartete, bis seine Wegbegleiterin erwachte.
Als sie es tat, hielt er sich mit einer Phrase wie "Guten Morgen" gar nicht erst auf. Habt Ihr eine Karte? Ich möchte wissen, wie weit Harrenhall von hier ist.

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Katherine Baratheon

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BeitragThema: Der Königsweg   Mi Jun 29, 2016 9:59 pm


Nachdem sie seine Kette wieder losgelassen hatte, versicherte Gorjon ihr, das, das Versprechen, welches er ihr in dem Gasthaus gab weiterhin galt. Dadurch wurde sie ein wenig ruhiger, wobei sie nicht glaubte, das er alleine gegen die Wachen ihres Vater' s ankommen würden. Sie wünschte sich aber, das er sie nicht beschützen brauchte. Am besten sollte, das Treffen oder jegliche Komplikation zu Ende gehen.

Schließlich warf er ein, das er Händler toll fand. Das waren sie in der Tat! Ohne sie war das Leben nur halb so interessant gewesen. Nun wollte er wissen, was Essos genau sei.
„Nun, Essos könnt ihr als riesige Landmasse bezeichnen, die im fernen Osten liegt. Die Königin der  
Drachen soll dort herkommen. Glaubt ihr daran, das es diese Drachen wirklich gibt?“
fragte sie.
Katherine blickte kurz aus dem Fenster, ehe sie sich wider ihrem Gegenüber zu widmete.
„Königsmund hat an die 500.000 Einwohner. Ich denke, damit könnt ihr im Norden nicht mit halten?“

Die junge Lady spürte, das sie über eine Brücke fuhren. Abrupt brach ein weiteres Stück der Lehne von Gorjon ab. Sie sah wie er  immer wider seine Hand bewegen musste.
Der Nordmann wollte schließlich von ihr wissen, ob sie jemals von den Schattenwölfen gehört hatte.
Daraufhin hob sie eine Augenbraue. Natürlich hatte sie von diesen Wölfen gehört. Sie war jedoch gegenüber den Stark' s neutral eingestellt.
„Sicherlich habe ich von den Schattenwölfen gehört. Sie sind doch etwas besonderes.  Ich denke, das jeder etwas mal etwas von ihnen gehört hatte. Warum fragt ihr?“

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Gorjon Rikke

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BeitragThema: Re: Der Königsweg   Do Jun 30, 2016 1:45 pm

"Königin der Drachen? Wer soll das denn sein?", fragte Gorjon gleichermaßen ungläubig wie amüsiert. Der Titel klang interessant und hatte ihn direkt wieder von Essos abgelenkt. Geschichten über eine Landmasse im Osten würde ihn zwar auch begeistern können, aber eine Königin der Drachen hatte noch einen viel abenteuerlicheren Klang. "Keine Ahnung ob es Drachen gibt. Solange sich die Biester nicht in den Norden wagen soll es mir egal sein. Obwohl... das wäre mal eine Jagdtrophäe, nicht wahr?", meinte er zum Thema der Drachen, wobei er am Ende wieder lachte.
Als Katherine über Königsmund sprach war ihm das Lachen wieder vergangen. Fast wie ein schmollendes kleines Kind verschränkte er die Arme. "Bah! 500.000? Ihr lügt doch!", grummelte er. Da konnte der Norden in der Tat nicht mithalten. Der Spruch der Lady hatte den Nagel auf den Kopf getroffen und Gorjons Stolz gekränkt. Der Nordmann musste wieder selbst auftrumpfen, er konnte den Norden nicht in so einem schlechten Licht stehen lassen. So recht glauben wollte er der Lady auch nicht. 500.000 Menschen klang einfach viel zu viel. Hatte die ganze Welt überhaupt so viele Leute?
Nur gut das sie auf die Schattenwölfe zu sprechen kamen. Zufrieden nahm er zur Kenntnis, dass Lady Katherine schon von ihnen gehört hatte. "Das will ich euch gerne verraten.", tönte Gorjon, als sie wissen wollte warum er das Thema überhaupt hoch geholt hatte. Seine Brust war bereits mit Stolz geschwollen, trotzdem hielt er dann inne. Die Kutsche wurde langsamer, man merkte es ganz deutlich. Ein Blick aus dem Fenster verriet dem Zweitgeborenen, dass sie längst nicht im Süden waren. Dafür erkannte er aber eine kleine Ansammlung von Menschen. Banner von Drachenstein konnte er ausmachen, Pferde und eine kleine Schar von Dienern. Es war offensichtlich wer der Lord dieses Haufens war, denn nur eine Person dort war fein gekleidet. Bevor er aber weitere Einsichten erlangen konnte drehte sich die Kutsche derart ungünstig, dass sein Blick versperrt wurde. "Wir werden erwartet.", brummte er zu Lady Katherine. "Lord Darius, wir hatten euch nicht hier erwartet.", konnte man draußen Fosterbalds Stimme hören.
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Katherine Baratheon

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BeitragThema: Der Königsweg   Sa Jul 02, 2016 5:08 pm


Skeptisch blickte der junge Mann sie an als sie, von der Königin der Drachen sprach. Was wurden den Kindern im Norden eigentlich beigebracht? Womöglich nicht viel? Da sie nicht viel Kenntnis von der Geschichte hatten.
Schließlich seufzte sie.
"Die Königin der Drachen ist eine Targaryen. Ich vermute, das ihr aber von ihnen schon etwas gehört habt? Man sagt, sie würde drei Drachen besitzen. Wen ihr mich fragt, glaube ich daran, das es sie auch gibt, " erkläre sie ihm.
Katherine war schon immer fasziniert gewesen von den Drachengeschichten. Jedoch verbot ihr Vater mehr davon zu erfahren. Deshalb versuchte sie nun, auf anderen Wegen etwas von den Targaryen heraus zu finden.
Etwas entsetzt hob sie eine Augenbraue, nachedem Gorjon meinte, das ein Drache eine ausgezeichnete Jagdtrophäe sei.
"Ich glaube, nicht das ihr einen Drachen töten könntet. Vorher würde er euch verbrennen!" meinte sie.

Die Schönheit gab nun preis, wie viele Einwohner Königsmund hatte. Dies wollte der Nordmann ihr nicht so recht glauben und warf ihr vor, das sie lügen würde.
Erneut schüttelte sie den Kopf.
"Ich lüge nicht! Das ist die Wahrheit, wenn ihr euch selbst überzeugen wollt. Kann ich euch und eure Familie in die Hauptstadt einladen."
Es war das mindeste was sie für ihn machen konnte. So war sie nun einmal. Katherine würde sich freuen, wenn sie eine nordische Familie nach Königsmund einladen könnte.
Selbstverständlich war Gorjon zufrieden als sie verkündete, das sie von den Schattenwölfen schon gehört hatte. Er schien mächtig stolz zu sein, wenn es um dieses Thema ging. Sie wollte gar nicht erfahren, was er getan hatte. Da er so gute Laune hatte, wenn sie über die Schattenwölfe sprachen.

Schlagartig hielten sie an. Sie sah, das Gorjon aus dem Fenster blickte. Katherine selbst zögete. Daraufhin meinte er, das sie erwartet wurden. Letzten Endes hörte sie Fosterbalds Stimme, die ihren Vater erwähnte.
Sofort zuckte sie zusammen. Vater war hier?
"Überlasst Katherine und Gorjon Rikke mir," sagte ihr Vater.
Er nannte sie nur beim Vornamme und lies alle Titel weg, das war so typisch für ihn. Sie zögerte und blickte kurz zu dem Nordmann. Letztendlich beschloss sie den Anfang zu machen, öffnete die Tür und stieg aus der Kutsche aus. Katherine hatte wahnsinnige angst und, wenn ihr Kleid nicht so lang gewesen wäre, würde man auch sehen, wie ihre Beine zittern würden.
Sie wartete nich auf ihre Begleitung, da sie es endlich hinter sich haben wollte, warum auch immer er hier war. Die Brünette blieb schließlich vor ihm stehen.
"Vater," meinte sie und blickte mit gesenktem Kopf nach unten. Sie konnte ihn nicht ansehen, es ging einfach nicht.
Darius legte seine Hand unter ihrem Kinn und hob ihren Kopf hoch.
"Wen ich mit dir rede, sollst du mich ansehen. Hast du das verstanden?!"
Die junge Lady reagierte nicht, und blickte weiterhin an ihm vorbei. Innerlich wurde Katherine' s Vater wütend und verpasste der Schönheit eine kräftige Ohrfeige. Daraufhin kippte sie ein wenig zur Seite und spürte Blut auf ihrer Lippe. Darius hingegen störte dies nicht, sondern packte seine Tochter mit einem festem Griff an ihrem Arm und zog sie näher an sich.
"Ich sagte: Hast du das verstanden?!" hauchte er ihr in einem eiskalten Ton in ihr Ohr.
Schließlich nickte sie.
Zufrieden lächelte er sie an, ließ sie los und wand sich schließlich an alle beteiligte.
"Ihr wisst warum ihr hier seit?" Dabei blickte er Gorjon und Katherine an.

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Gorjon Rikke

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BeitragThema: Re: Der Königsweg   Sa Jul 02, 2016 7:12 pm

"Natürlich! Über die Targaryens weiß ich Bescheid, nur den Namen "Königin der Drachen" hatte ich noch nie gehört.", tönte Gorjon mit eifrigem Nicken. In Wahrheit wusste er nicht halb so viel über die Targaryens wie er es zugeben wollte, aber das brauchte Lady Katherine ja nicht wissen. Also tat er einfach so, als wäre er nur von dem ungewöhnlichen Beinamen überrascht gewesen.
Keineswegs überrascht war er von den Zweifeln an seiner Jagdkunst. Ein Drache - da musste selbst Gorjon eingestehen, dass er zu dick aufgetragen hatte. "Gut möglich. Mein Bart brennt sicherlich schnell.", gab er ihr also lachend recht, wobei er sich über die erwähnte Gesichtsbehaarung strich. Trotzdem blieb der Gedanke in seinem Hinterkopf. Gorjon der Drachentöter, das klang sogar noch besser als Wolfstöter. Und so ein anständiger Titel durfte es ruhig sein, bevor man noch anfing ihm einen spöttischen Beinamen zu verpassen. Sein Bruder wurde der Pfähler genannt. Das war passend, aber es würde Gorjon nicht gefallen.
"Ich danke euch, aber ich muss ablehnen. Unser Platz ist im Norden, in der Hauptstadt würden wir nur zu Tode schwitzen.", wies er ihre Einladung nach Königsmund zurück. Es wäre wirklich interessant die vielen Menschen zu sehen, aber er glaubte es der Lady mittlerweile auch ohne es mit eigenen Augen zu sehen. Allein ihre Einladung zeugte davon, dass sie selbstbewusst genug war um ihre Aussage auch zu beweisen.
Das für den Zweitgeborenen erheiternde Gespräch starb ab, als sie von Katherines Vater abgefangen wurden. Sofort merkte er der Lady eine Veränderung in ihrer Haltung an. "Stolz bricht Eisen.", mahnte er sich noch einmal, aber es schien nicht so als würde sie ihn hören wollen. Die Adelige verließ die Kutsche eilig, als würde man sie mit der Peitsche hinaus treiben. So schnell kam Gorjon gar nicht hinterher und als er ausgestiegen war musterte er erst einmal die Gesellschaft, die sie empfing. Es waren wesentlich mehr Diener als Soldaten, doch der Lord von Drachenstein stach ohnehin genug raus um diese Beobachtung in den Hintergrund zu rücken.
Der Nordmann begann gerade von der Kutsche weg zu treten, als Katherine geschlagen wurde. Sofort trat er zügigen Schrittes auf den Lord zu, der seine Tochter am Arm griff. Er war tatsächlich ein jämmerlicher Feigling, dieser südländische Lord. Gorjon war voller Zorn, also dachte er auch nicht lange nach. Er hatte Katherine sein Wort gegeben und das wog mehr als die Soldaten um ihn herum. "Ihr wisst warum ihr hier seid?", fragte der Herr von Drachenstein gerade, da schlug ihm Gorjon das Grinsen aus dem Gesicht. Es war keine Ohrfeige. Die geschlossene Faust des Nordmanns traf Darius ins Gesicht und es bereitete dem Zweitgeborenen große Freude als sein Gegenüber im Staub der Straße lag.
Sofort erwachte die Gesellschaft zum Leben. Die Soldaten fielen über Gorjon her, sein törichter Angriff auf ihren Lehnsherren durfte nicht ungesühnt bleiben. Zu seinem Glück setzten sie nur die stumpfen Teile ihrer Waffen ein, sie prügelten mit den Stangen ihrer Speere auf ihn ein, bis er niedersank. Zwei Männer griffen der Nordmann, um ihn auf die Beine zu heben. Doch in seiner Wut und Dummheit war Gorjon noch nicht fertig. Sein Ellbogen grub sich mit Schwung ins Gesicht des einen Soldaten und erst als er darauf hin mit einem halben Dutzend Speerspitzen konfrontiert wurde verschwand seine Gegenwehr.
Seine Widerspenstigkeit war nicht geschlagen. "Habt ihr keinen Verstand, ihr Kanalratten?! Seht euch um! Das ist der Norden! Das Land von Roose Bolton, dem Wächter des Nordens, meinem Lehnsherren! Lasst mich los, sonst seht ihr bald aus wie die Fatzken auf seinen Bannern!", brüllte er die Menge an und es erstaunte Gorjon selbst, als man von ihm abließ. Zumindest war er wieder frei sich zu bewegen, auch wenn seine Glieder schmerzten. "Wir wissen nicht warum wir hier sind. Wenn es nur für eine Schlägerei war, so nehmt mit mir Vorlieb, nicht mit einer Frau.", tönte er nun in Richtung von Lord Baratheon, wobei er zwischen ihn und Katherine humpelte. Er war voller Zorn, so hatte er sich diese Reise wirklich nicht vorgestellt. Die Tatsache, dass ein Fingerzeig des aus der Nase blutenden Lords genügte um sein Ende zu besiegeln entging Gorjon, was diesen kühnen - oder auch dummen - Vorstoß ermöglichte.
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