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 Im dunklen Wald

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Joffrey Baratheon
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BeitragThema: Im dunklen Wald   Do Apr 16, 2015 8:15 pm

~~~Ein dunkler Wald mit dichten Bäumen, die kaum Sonnenlicht durchlassen.~~~

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BeitragThema: Re: Im dunklen Wald   Mi Aug 12, 2015 10:13 am

cf: die Straßen
Am folgenden Abend schlugen sie ihr Lager in einem Wald kurz vor Hüglingen auf. Yoren machte es sich am Feuer bequem und zog Feder, Pergament aus einer Tasche. Heute würde er dem Jungen Unterricht erteilen, morgen würde Wex im wald warten müssen während er seinen Pflichttermin mit Roose Bolton abhielt und danach würden sie nach Peik segeln.
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BeitragThema: Re: Im dunklen Wald   Mi Aug 12, 2015 3:26 pm

Cf: Die Strassen.

Wex Peik


Wex würde einige Kaninchenfallen ausgelegt haben und fing auch was, sodass er mit ein paar vorräten die der Wirt ihnen überliess einen Eintopf kochen konnte... etwas hausgemachtes Brot dazu und ein Schlauch voll Wein... zumindest ging es ihnen gerade noch nicht schlecht.... Der Junge war sehr ruhige Gesellschaft...aber

sobald es um Unterricht ging war er voll da und begeistert...er wollte lernen wie man die sachen schrieb die er hören konnte.... und er schlug sich wacker... natürlich lernte er nur Stück für Stück und an einem Tag kam man da nicht über " Hallo und Winterfell und Ja Nein, sowie das ABC und vorstellungsfloskeln " heraus.


Sie würden aber bestimmt noch Zeit finden..Der Wald war irgendwie etwas urig und gruselige Schatten liessen Wex fantasie ein wenig mit ihm durchgehen .... . Roose Bolton würde am nächsten Tag sich mit ihm treffen...
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BeitragThema: Re: Im dunklen Wald   Mi Aug 12, 2015 7:08 pm

Der Abend kam schnell und brachte Kälte mit sich. Yoren legte sich einen Mantel über während er die Schreibversuche seines Knappen beobachtete. Ab und an nahm er einen Löffel des Eintopfs den Wex gekocht hatte.
Yoren war ein schwieriger Lehrer. Er rügte häufiger als er lobte, aber die Gelehrigkeit des Jungen erfreute ihn über alle Maßen. Vielleicht stimmte es wirklich was man über Bastarde sagte, Yoren hatte viele Hochgeborene Kinder die langsamer lernten als Wex. Die nach folgte bald auf den Abend.
Yoren legte sich zum Schlafen und bald folgte auch der Morgen und warf sein Licht über die Bäume.
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BeitragThema: Re: Im dunklen Wald   Do Aug 13, 2015 4:39 am

Wex hielt die ganze Nacht das Feuer am laufen .. und übte und übte und übte...es machte ihm sogar Spass würde man meinen und solange er genug Papier hatte versuchte er natürlich immer besser zu werden.... er kannte zwar nicht viele Worte, aber seine Schrift sah auch scheusslich aus. er musste das leserlich schreiben , leserlich! dafür rügte Yoren auch nicht zu oft... und dann kamen immer mehr neue Wörter dazu und es war alles fast zuviel.... doch er schlief letzendlich im Morgengrauen ein.... halb über seinen Papieren und sabberte sogar auf seinen Ärmel.... er roch immernoch fürchterlich ... das erste was er ihm schreiben würde, war "Waschen ""fragezeichen?" und machte eine typische Geste... er wollte nicht immer so stinken am ende hielt man ihn noch für ein Stinker....Er fand eigentlich immer irgendwo einen kleinen Flusslauf oder ähnliches.... das lenkte ihn aber einfach ab...

(Hügelingen ist vorbereitet, Lord Yoren xD )
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BeitragThema: Re: Im dunklen Wald   Do Aug 13, 2015 9:33 am

Als Yoren erwachte räumte er die das Schreibzeug wieder weg und wandte sich dann an seinen Knappen.
"Geh dich Waschen, ja. Frische Kleidung befindet sich auch irgendwo in der Satteltasche." Er nahm einen bissen altes Brot.
"Du wirst heute hier warten, ich habe etwas zu erledigen. Morgen früh wirst du mich am Hafen der Stadt treffen. Am besten im "Goldfisch". Er schrieb dem Namen der Schenke auf ein Blatt. So wie Wex gelernt hatte würde er zumindest das Wort erkennen können wenn er es auf dem Schild sah. Außerdem gab Yoren dem Jungen etwas Geld.
"Sollte ich in drei Tagen nicht da sein verschwindest du. Schlag dich nach Maidengraben durch und gib einem der Lord das, sie werden es erkennen. Aber ich glaube nicht das es soweit kommt. Übe weiter wenn du kannst."
Er reichte Wex noch den Siegelring von seinem Finger und saß auf.

tbc: Hüglingen
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BeitragThema: Re: Im dunklen Wald   Do Aug 13, 2015 3:39 pm

Wex nickte und verneigte sich kurz vor Yoren. Da waren doch noch Erinnerungen an sein Leben als Knappe vorhanden, nichtnur das Kochen und Putzen... er hatte schon ewig keine Waffe mehr geführt...momentan war auch alles was er wollte schreiben lernen. Der Weg seine Gedanken richtig auszudrücken, war der Weg der Tinte und Feder.

Er lauschte Yoren und nickte er würde seine Befehle befolgen, falls er nicht wiederkam ebenso.... doch das stimmte ihn traurig.. er wollte das er wieder kam. Aber er verstand auch, dass Yoren sich in Gefahr begab.... keiner normale Mensch redete sonst so ...als würde er vielleicht nicht wiederkommen.

Er reichte ihm die Hand zum Abschied... Eine der ältesten Gesten der Welt für Freundschaft oder eine Übereinkunft.
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BeitragThema: Re: Im dunklen Wald   Mo Mai 23, 2016 10:07 pm

First Post of Osha

Es war keinen Mond her, dass sie von dem Turm in der Schenke aufgebrochen waren, doch sie waren in dieser kurzen Zeit schon wesentlich weiter gekommen, als je mit Bran, Hodor und diesen zwei seltsamen Reet - Kindern. Osha mochte Bran, doch er als Krüppel hatte sie stets aufgehalten. Sie fragte sich - und nicht zum ersten Mal - ob er und seine Begleiter überhaupt noch am Leben waren. Hinter der Mauer war es gefährlich und wie viel Überlebenschancen konnte man einer Gruppe von einem schutzlosem Krüppel, einem wehrlosen Riesen, einem kampfunfähigen Besserwisser geben? Die einzige, die halbwegs mit einer Waffe umgehen konnte, war diese unerträgliche Meera. Und natürlich hatten sie noch den Wolf... Und wieder einmal wünschte Osha sich, sie hätte sie doch begleitet und sei es nur um Hodors Willen. Der gutmütige, schwachköpfige Riese hatte es ihr wirklich angetan.
Doch die Götter hatten ihre Position deutlich gemacht. Ein Leben hinter der Mauer war unmöglich geworden, sie gehörten dort nicht mehr hin. Sie hatte alles getan, um das dem kleinen Lord deutlich zu machen, hatte sogar die Geschichte von ihr und Brune erzählt, doch seine Gedanken waren vergiftet von den Worten des Reet Jungen. Bran mochte ein Warg sein, doch hinter der Mauer hatte er immer noch nichts verloren.
Immerhin hatten sie den kleinen Rickon nicht mitgenommen. Immerhin war er in Sicherheit. Doch wer konnte schon von Sicherheit sprechen, in einer Welt, in der jeder ein Feind sein konnte? Osha hatte Quängeln und Jammern vom ersten Tag an erwartet, den sie alleine losgezogen waren, doch der Kleine schlug sich wacker. Nur ab und zu konnte sie ihn nachts weinen hören.
Rickon erinnerte sie an sich selbst: Von aller Familie verlassen, allein gelassen in einer Welt, die es in den wenigsten Fällen gut meinte. Ihre Aufgabe war es, ihn zu beschützen und bei allen Göttern, das würde sie tun. Sie würde ihr verdammtes Leben für ihn geben und wenn das nicht reichte, hatte er noch immer seinen riesigen Schattenwolf.
Langsam wichen die grasbewachsenen Hügel, auf die schon der erste Schnee gefallen war, winzigen Büschen und die Bäusche freundlichen Bäumen, die nun in dunkle Tannen übergingen.
Osha blieb vor dieser neuen Landschaft stehen und sah sich nervös um. Der dunkle Wald voller Schatten beunruhigte sie. Nicht so Struppel, dessen dunkles Fell man zwischen den Bäumen kaum sehen konnte.
Wenn man selbst einen Schattenwolf kaum ausmachen kann hier, welche andere Wesen mochten dann hier lauern?
Rickon, sagte sie zu dem Kleinen, Ruf deinen Wolf zurück und bereite ein Feuer vor. Ich gehe uns ein Abendessen jagen.
Hinter den Bäumen ging gerade die Sonne unter.
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BeitragThema: Re: Im dunklen Wald   Mo Mai 23, 2016 11:58 pm

First Post

Viel zu lange war Rickon nun schon von Bran getrennt. Und von Robb und Mutter und Vater, Arya, Sansa und Jon. Die Mädchen vermisste Rickon nicht so sehr, aber seine Brüder fehlten dem Jungen schrecklich. Auch wenn seine Mutter immer sehr kalt gegenüber Jon gewesen war - das war an Rickon nicht vorbeigegangen - und gesagt hatte, er wäre nicht ihr Sohn, hatte Rickon niemals einen Unterschied zwischen Jon, Robb und Bran gemacht. Es waren ja seine Brüder gewesen und sie waren es noch immer. In seinen Träumen kamen sie oft vor, besonders Robb und seine Mutter und das machte Rickon Angst, denn von seinem Vater hatte er ebenfalls geträumt, bevor er gestorben war. Er träumte oft, fast jede Nacht und selten waren diese Träume schön. Meist erwachte er und fand sich weinend auf dem kalten Boden wieder, mit Struppel, der sich zu ihm gesellt hatte. Allgemein war der Schattenwolf so ziemlich das Wichtigste für Rickon geworden. Natürlich war Osha da, die auf ihn aufpasste und ihn tröstete, wenn er mal wieder traurig war, aber der größte Trost war es dann doch, wenn er sein Gesicht in das weiche, warme Fell des Schattenwolfs zu vergraben, auch wenn Struppel selten an einem Ort bleiben wollte und oft einfach wieder weglief. Aber er beschützte Rickon, so wie auch Osha und wenigstens das gab ihm ein kleines Gefühl von Sicherheit. Am liebsten wäre Rickon bei Bran geblieben, hätte ihn beschützt, aber das wollte Bran nicht. Er war sich nicht sicher, ob er Bran jemals wiedersehen würde. Vater hatte er nicht wieder gesehen und irgendwie wurde er das Gefühl nicht los, dass er seine ganze Familie nie wieder sehen würde.
Aber ich habe ja Struppel, dachte er, um sich etwas zu beruhigen. Und Osha. Und Beruhigung konnte Rickon gerade sehr gut gebrauchen, als er, Struppel und Osha in diesem unheimlichen, finsteren Wald umherliefen. Es schien, als wollten die Äste der Bäume nach ihm greifen und als wolle die Dunkelheit ihn verschlingen und sogleich musste Rickon an die Geschichten der Alten Nan denken, die seine älteren Brüder stets belächelt, er selber aber irgendwie für wahr gehalten hatte und es noch immer tat.
"Rickon", hörte er Osha sagen. Sie hörte sich ebenfalls nicht sehr sicher an, was Rickon noch mehr beunruhigte. "Ruf deinen Wolf zurück und bereite ein Feuer vor. Ich gehe uns ein Abendessen jagen."
Der Junge deutete ein Nicken an und erhob dann seine Stimme. "Struppel! Struppel, wo bist du?", rief er in den Wald, suchte und fand den Schattenwolf im Unterholz. "Struppel, hierher!" Struppel hob den Kopf und kam dann nach einem kurzen Zögern zu Rickon getrabt. Sofort hockte der Junge sich auf den Boden und umschlang den Schattenwolf mit seinen Armen. "Brav!", lobte er Struppel, strich ihm über den Kopf und sah dann wieder hoch zu Osha.
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BeitragThema: Re: Im dunklen Wald   Di Mai 24, 2016 9:15 pm

Als Osha Rickons Schattenwolf das erste Mal gesehen hatte, war dieser ein wildes, ungezähmtes Biest gewesen. Doch seit sie auf Reisen waren, hörte der Wolf immer besser, inzwischen sogar ein wenig auf Osha. Dennoch fragte sie sich jedes mal, wenn Rickon seinen Struppel rief, ob der Wolf dieses Mal nie wieder zurück kam. Ein Teil von Osha wünschte sich das sogar. Sie war in dem Bewusstsein aufgewachsen, dass Schattenwölfe wilde, tödliche Kreaturen waren, unbezähmbar und nicht dazu gemacht, bei den Menschen zu leben. Im zarten Alter von 15 war sie eines Tages auf einen gestoßen, wie er ein Reh zerlegt hatte. Osha würde den wilden Blick in den dunklen Augen niemals vergessen. An jenem Tage war ihr auch klar geworden, wie wichtig die Freiheit war. Die Starks jedoch hatten dieses Gebot der Freiheit gebrochen und den Wölfen beigebracht, ihre Herren zu lieben. Es war keine offensichtliche Form von Gefangenschaft und doch war es Gefangenschaft.
Rickon schlang die arme um den Wolf und sah Osha an. Du weißt doch noch, wie du ein Feuer machst? Versuch es zum Brennen zu bringen, die Schatten in diesem Wald sind tief. Die Flammen werden hoffentlich einige von ihnen fern halten zu können. Osha sah zu dem Jungen hinunter und biss sich auf die Lippe. Sie wollte ihn nicht alleine lassen. Allein die Götter wussten, was zwischen den Schatten hockte und was es mit einem kleinen Jungen anstellen würde. Er hat den Wolf. Und du wirst in Hörweite bleiben, sagte sie sich selbst.
Widerstrebend nahm Osha das Gepäck von ihrem Rücken und legte es neben Rickon. Nur den kleinen Bogen, den sie samt Pfeilen auf einem verlassenen Gehöft gefunden hatte, behielt sie bei sich. Dann beugte die Wildlingsfrau sich zu dem Kleinen hinunter und nahm sein Gesicht in beide Hände.
Rickon, es ist ganz wichtig, dass du mir jetzt zuhörst und tust was ich sage. Hörst du mir zu? Bleib hier, mach ein Feuer, roll unser Schlafzeug aus. Ich muss auf die Jagd wir haben nichts mehr zu essen. Ich lasse dich nicht gerne allein, denn ich traue diesem Wald nicht. Aber wenn irgendetwas passieren sollte, fang an zu schreien. Struppel wird dich beschützen und wenn ich dich schreien höre, komme ich sofort. Hast du mich verstanden?
Mit diesen Worten stand sie auf und schulterte den Bogen. Ich bin bald zurück, versprach Osha und verschwand zwischen den dunklen Bäumen.
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BeitragThema: Im dunklen Wald   Mi Mai 25, 2016 5:49 pm


Der Herr des Lichts sagte ihr auf einmal, das sie eine andere Aufgabe bekam und Ser Loras warten könne. Sie solle in den Norden reisen und den kleinen Rickon Stark aufsuchen. Diese bitte befolgte Melisandre sofort. Ihr Pferd stand bereit und schließlich ritt sie Richtung Norden, es würde einige Zeit dauern bis sie dort ankommen würde aber dies nahm in Kauf. Immerhin musste die rote Frau etwas wichtiges erledigen. Deshalb war Ser Loras im diesem Fall neben Sache, dies konnte sie noch nach holen. Wobei sie doch schon darauf Lust hatte, Loras zu erzählen das es einen Weg gäbe seine Schwester zurück zu holen.

Es vergingen einige Tage und sie war schon eine Weile unterwegs. Der Weg war ziemlich lang. Melisandre hatte gehört, das er sich in einem Wald aufhielt. Sie dachte, das er vermutlich seinen Wolf dabei hatte, der ihn beschützte. Schließlich nach einigen Tagen erreichte sie den Wald. Er war sehr dunkel, jedoch konnte sie ihre Umgebung gut erkennen. Die Priesterin aus Asshai ritt mit ihren weißem Pferd durch den Wald.

Sie erkannte von weitem ein Kind mit einem Wolf. Er war wirklich alleine! Hatte ihn niemand begleitet? Langsam schritt sie mit ihrem Pferd auf ihn zu
„Ich grüße euch, kleiner Junge! Sagt mir, warum seit ihr so alleine in diesem Wald? Es sind gefährliche Zeiten. Da solltet ihr nicht ungeschützt hier sein.“
Melisandre versuchte es erst einmal auf die freundliche Art. Wen sie Glück hatte, vertraute er ihr. Verständlicherweise wusste sie, wer vor ihr stand, dennoch wollte sie ihm weiß machen, das sie nicht wüsste wer er sei.

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Zuletzt von Melisandre am Do Mai 26, 2016 7:43 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Im dunklen Wald   Do Mai 26, 2016 3:53 pm

Wie Osha es ihm gesagt hatte, hatte Rickon ein kleines Feuer gemacht und die Schlafsachen bereitgelegt. Das Feuer machen beherrschte der Junge mittlerweile ziemlich gut und so ging es auch schnell und einfach. Struppel blieb die ganze Zeit geduldig neben Rickon sitzen, was ihm nur recht war. Der Wald gefiel Rickon nämlich so wenig, wie er wohl Osha gefiel. Natürlich würde er kaum zugeben, dass er sich fürchtete, immerhin war er ja schon groß!
Trotzdem war es schon einige Zeit her, seit seine Begleiterin auf die Jagd gegangen war und das besorgte Rickon dann doch ein wenig. Gerade saß er am Feuer um sich zu wärmen, als Struppel unruhig wurde. "Struppel, was hast du denn.", fragte der Junge seinen Schattenwolf beunruhigt, als er es auch hörte. Hufgeklapper! Schnell sprang er auf die Füße und stellte sich hinter Struppel und da sah er auch schon ein weißes Pferd mitsamt Reiter, nein Reiterin! Sie hatte rotes Haar, nicht wie Sansa, nein, es war irgendwie viel dunkler und war in einem ähnlichen Rotton gekleidet. „Ich grüße euch, kleiner Junge! Sagt mir, warum seit ihr so alleine in diesem Wald? Es sind gefährliche Zeiten. Da solltet ihr nicht ungeschützt hier sein", sprach die Frau Rickon an. So ganz geheuer war sie Rickon und vorallem Struppel nicht, denn dieser begann nun leise zu knurren. Skeptisch und auch etwas ängstlich musterte der kleine Junge die Frau. "Ich bin nicht alleine", widersprach Rickon rasch und trotzig. "Ich habe doch Struppel. Er beschützt mich. Und Osh-" Er brach ab. Vielleicht sollte er Osha lieber nicht nennen. "Und Ihr? Was macht Ihr hier alleine im Wald?", versuchte Rickon schnell abzulenken.
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BeitragThema: Re: Im dunklen Wald   Do Mai 26, 2016 7:07 pm

Osha irrte durch den Wald, bis es ganz dunkel war. Es gab keine Kaninchen, überhaupt kein Wild, nirgends. Sie sah nur einen hässlichen, kleinen Vogel, der durch das Unterholz hüpfte. Sie schoss ihn, auch wenn es ihr unangenehm war, dass sie und vor allem der Junge, Fleisch von einem Tier aßen, das sie nicht kannten. Dennoch - sie hatten sonst nichts zu essen und die letzte Mahlzeit war bereits einen Tag her. Das war der kleine Lord nicht gewohnt.
Der Weg zum Lager zurück war schwerer zu finden als gedacht. Der Wald sah überall gleich aus, dieselben Bäume, dieselben Steine, und die Dunkelheit machte es nicht gerade einfacher. Doch Osha erinnerte sich auf ihrem Weg in den Wald hinein auf einen Bach gestoßen zu sein. Sie fand ihn schneller als erwartet und von da an war es ein Kinderspiel zum Lager zurück zu finden, zumal nun der Schein des Feuers - zuerst in der Ferne, doch er kam immer näher - Osha ihren Weg zeigte.
Kein Wild hier, kleiner Lord, nur so ein..., begann Osha, ehe sie zwischen den Bäumen hervortrat. Dann erst hörte sie Struppel knurren, ein Laut, den sie zuvor einfach abgetan hatte, denn der Schattenwolf mochte an sie gewöhnt sein, doch er wollte auch seinen Herren beschützen. Dass Struppels Knurren nicht Osha galt, bemerkte diese erst, als ihr Blick zum Feuer wanderte.
Mit einem Fluchen ließ Osha das Abendessen fallen, legte einen Pfeil in den Bogen und richtete die Spitze auf die rotgekleidete Frau, die dort hoch zu Ross vor dem Feuer wartete und scheinbar mit dem kleinen Lord sprach.
Osha mochte sie nicht, überhaupt nicht und da schien es ihr nicht anders zu ergehen als dem Schattenwolf, der mit gesträubtem Fell vor Rickon stand.
Ich weiß nicht, wer du bist, aber ich rate dir, schleunigst von dem kleinen Lord wegzugehen, es sei denn du willst mit einem Pfeil im Herzen sterben, knurrte Osha.
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BeitragThema: Im dunklen Wald   Do Mai 26, 2016 7:43 pm


Sie lächelte ihn freundlich an und stieg schließlich von ihrem Pferd hinab. Langsam und in eleganten Schritten näherte sich Melisandre den Stark Jungen. Jedoch lies sie genug Abstand zwischen den beiden, das er keine angst haben sollte. Da die Priesterin schon bemerkte, wie sein Schattenwolf, sie anknurrte.
Rickon beäugte sie skeptisch, etwas anderes hätte sie von ihm auch nicht erwartet. Niemals würde er eine fremde Frau glücklich begrüßen. So schlau war er, das der junge Lord vorsichtig war.
Schließlich meinte er zu ihr, das er nicht alleine sei. Er hätte doch Struppel bei sich, der ihn beschützte. Zudem wäre auch noch Osh-. Dann brach er allerdings ab.
Struppel. Was für ein niedlicher Name für einen Schattenwolf. Allerdings hob sie unauffällig eine Augenbraue als er noch halb einen anderen Namen nannte. Wahrscheinlich wurde Rickon doch noch von jemand anderes begleitet. Sie konnte aber nicht sagen von wem. Melisandre hätte es auch seltsam gefunden, wenn der kleine Lord ganz alleine mit seinem Schattenwolf in der Wildnis gewesen wäre.
Daraufhin wollte er wissen wer sie war.
„Ich bin die rote Frau. Ihr könnt mich aber auch Lady Melisandre nennen,“ antwortete sie.

Auf einmal nahm sie eine weitere Stimme wahr. Augenblicklich stieß seine vermutliche Begleiterin dazu. Diese hatte einen toten Vogel in der Hand und lies ihn jedoch abrupt fallen als sie den ungewünschten Eindringling sah. Letztendlich richtete die Wildlingsfrau ihren Bogen auf sie und meinte, das sie schnell von dem Jungen weg gehen sollte, wenn sie nicht sterben wollte.
Die Priesterin hatte keine angst vor der Unbekannten, sie hob eine Hand.
„Ich komme in Frieden und möchte euch keine schmerzen zu fügen. Ich habe mich bereits dem Jungen vorgestellt. Ich bin Lady Melisandre, wer droht mir mit dem Pfeil und Bogen?“

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BeitragThema: Re: Im dunklen Wald   Mo Mai 30, 2016 5:20 pm

Der Junge war froh, auf einmal eine bekannte Stimme hinter ihm ertönte. Osha! Er drehte sich um und sah die Wildlingsfrau mit einem kleinen Vogel zwischen den Bäumen hervortreten, bis sie dann die fremde Frau - Melisandre, wie sie sich vorgestellt hatte - erblickte. Schnell wie der Wind hatte sie das Abendessen zu Boden fallen lassen und richtete nun ihren gespannten Bogen auf die rote Frau. Warum man sie so nannte, lag nahe. Rickon selbst war mit der ganzen Situation gänzlich überfordert. Wer war diese Frau, die sich als Lady Melisandre vorgestellt hatte? Der Name sagte ihm immerhin nichts. Doch, was ihn noch mehr interessierte: Was wollte sie von ihm? Vollkommen irritiert kniete der kleine Prinz sich auf den Boden, direkt hinter seinen Struppel, und krallte seine Finger in dessen dichtes, weiches Fell, das Gesicht nah am Schattenwolf. Eine Träne rollte über seine Wange und Rickon sah auf. "Wo ist Bran? Ich will zu ihm! Und zu Robb! Und Mutter und Vater! Wo ist Vater?", fragte er laut, mit zitternder Stimme, obwohl er nicht wirklich eine Antwort erwartete. Weitere Tränen flossen aus den Augen des kleinen Jungen. Er hatte plötzlich schreckliche Angst, auch wenn Struppel bei ihm war. Nichts wünschte er sich jetzt mehr, als bei seiner Familie zu sein, doch die war nicht da und irgendwie vollkommen verstreut auf der ganzen Welt, so erschien es Rickon. Wenn sie überhaupt noch leben... "Ich will nach Hause. Osha, bring mich nach Hause! Verzweiflung füllte seine Stimme und auch ein wenig Naivität. "Bestimmt warten zu Hause schon alle auf uns. Wir müssen nach Hause, Osha. Ich und Struppel und du!" Mit roten Augen blickte Rickon zu seiner Begleitung. Er wusste, dass sie nicht nach Hause konnten und auch nicht zu seiner Familie und er wusste auch, dass Vater tot war, aber er wollte es einfach nicht wahrhaben.
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BeitragThema: Re: Im dunklen Wald   Do Jun 02, 2016 10:56 pm

Mit einem Fluchen ließ Osha den Bogen samt Pfeil fallen, als Rickon weinend zusammen brach. Sie lief zu ihm, kniete sich neben den Jungen und nahm ihn in den Arm. Was sollte sie sagen? Die Wahrheit? Dein Vater ist tot, Kleiner? Er musste sich damit auseinander setzen, früher oder später. Es war besser, die Wahrheit zu sagen. Und nach Hause... Sein Zuhause lag in Trümmern, die Feinde seiner Familie regierten dieses Land. Der Junge hatte nichts. Es gibt kein Zuhause mehr, Rickon. Es hörte sich so hart an. Sie wollte es nicht sagen, doch was nutzten ihm schon Lügen?
Osha strich ihm über die Haare und ließ ihn weinen. Dein Vater ruht in den Grüften von Winterfell, Kleiner. Du wirst ihn nicht wiedersehen, wohin auch immer wir gehen. Und dein Bruder... Der Bruder, der seine Armee in die falsche Richtung geleitet hatte. Der einen Krieg an der falschen Front schlug und vielleicht verlieren würde. Was hatte Osha noch zu Brandon Stark gesagt: Da unten haben deine Götter keine Macht. Waren die Götter hier, in diesem Wald?
Dein Bruder ist im Süden und bekämpft sich mit einem anderen König. Und du weißt, dass Bran fort ist. Hinter der Mauer. Niemand sollte da sein. Hinter der Mauer lauerte nichts als der Tod. Die Götter haben klare Zeichen gesandt, dachte Osha. Doch niemand schien sie zu erkennen, niemand hörte auf sie. Wir können nicht zurück, noch nicht, Rickon. Sie drückte ihn an sich und sah dann wütend zu dieser Melisandre auf. Osha hatte diese Frau in Rot komplett vergessen. Struppel knurrte sie noch immer an. Und der Bogen lag außerhalb von ihrer Reichweite.
Seht Ihr, was Ihr getan habt, zischte Osha wütend und deutete auf den Jungen.
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BeitragThema: Im dunklen Wald   Sa Jun 11, 2016 11:25 pm


Anstatt sich vorzustellen, ging die junge Wildlingsfrau sofort zu dem kleinen Stark Jungen und tröste ihn. Innerlich war sie verwirrt, da Rickon anfing zu weinen, sie wusste nicht, warum er dies machte. Sie war die ganze Zeit über höflich gewesen und hatte nicht einmal gezeigt, das sie boshaft war. Vermutlich war die ganze Situation für den jungen Prinzen zu viel gewesen. Nur so konnte sich die Priesterin, sein Verhalten erklären.

Seine Gefährtin redete währenddessen auf ihn ein auch, wenn sie nicht wusste, wer sie war hoffte sie, das Rickon sich dadurch wieder beruhigte. Schließlich wand die Fremde sich zu ihr und keifte sie wütend an. Sie gab ihr die Schuld, das er jetzt so aufgebracht war.
Melisandre hob eine Augenbraue.
"Verzeiht, das war keines falls meine Absicht gewesen. Er ist aus heiterem Himmel, in Tränen ausgebrochen. Dabei habe ich ihm nichts getan," erwiderte sie und ließ ihre Hand wieder senken.

Genauso ist der Vorfall passiert und sie war wirklich nicht, die Schuldige aber es war klar, das eine Wildlingsfrau ihr die Schuld gab. Sie wünschte sich, das sie da noch ohne weitere Probleme raus kam. Melisandre wollte, das sie wusste, wer die Unbekannte an Rickon' s Seite war. Damit sie im klaren war, mit wem sie es zu tun hatte. Weiterhin blieb sie an dem Punkt stehen, zudem sie gegangen war. Sie wollte die Fremde nicht noch wütender machen.
"Ihr könnt euren Zorn zügeln, der Junge mag wohl mit dem Vorfall nicht ganz umgehen zu könnten. Deswegen weint er."
Sie dachte, das sie so seine Weggefährtin besänftigen konnte.

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BeitragThema: Re: Im dunklen Wald   So Jun 26, 2016 7:20 pm

Rickon wusste natürlich all das, was Osha ihm zum dutzendsten Mal schon sagte, doch er musste es wohl wieder und wieder hören um es wirklich zu realisieren. Langsam beruhigte er sich und wischte sich auch seine Tränen aus den Augen und zur selben Zeit schien auch Struppels Knurren leiser zu werden. Du musst stark sein. Wie Robb. Robb ist auch stark. Du bist doch kein kleines Kind mehr. Du bist bald ein Mann und vielleicht wirst du auch mal ein Ritter und Ritter müssen tapfer sein und stark. Tapfer und stark wollte Rickon sein und so befreite er sich aus Oshas Umarmung, rief Struppel leise zu sich und musterte Melisandre. "Was wollt Ihr denn von uns?", fragte er also, wobei er Gelassenheit vorgab, obwohl das Herz unter seiner Brust raste wie das eines panischen Kaninchens. Langsam schluckte er und wartete auf eine Antwort der roten Frau. Stell sich nicht so an. Was sollte sie dir denn tun? Du hast Osha bei dir und Struppel. Gar nichts kann sie dir tun. Und dennoch hatte die Fremde etwas Unheimliches an sich. So etwas, was Rickon eigentlich nur aus Geschichten von der Alten Nan kannte. Aber das waren ja bloß Geschichten und nichts Wahres. Nichts wovor man sich fürchten musste.
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BeitragThema: Re: Im dunklen Wald   Mo Jun 27, 2016 8:23 pm

Als der Kleine aufgehört hatte zu weinen und sich die Tränen abwischte, stand Osha auf und bewegte sich so unauffällig wie nur möglich auf ihren Bogen zu. wer auch immer diese rote Frau war, die Wildlingsfrau würde sich wesentlich sicherer fühlen, wenn sie eine Waffe in ihren Händen wusste.
Die rote Frau wies die Schuld natürlich von sich, was sonst? Wenn Osha ehrlich war, hatte Rickons Ausbruch auch nichts mit dem erscheinen der fremden zu tun. Beziehungsweise hatte dies seinen Ausbruch nur veranlasst. Doch Osha war niemand, der eingestand, einen Fehler gemacht zu haben. Also hob sie nur die Augenbraue und fragte spöttisch: Ach ja?
Inzwischen war sie bei der am Boden liegenden Waffe angekommen, hob sie auf, spannte die Sehne und legte einen neuen Pfeil ein. Jedoch zielte sie nicht. Noch nicht. Doch die rote Frau sollte sich in Gefahr wissen. Nicht, dass sie gar übermütig wurde und sich dem kleinen Lord näher als erlaubt näherte.
"Was wollt Ihr denn von uns?", fragte Rickon in bemüht gelassenem Ton. Doch Osha hörte die Angst heraus. So etwas konnte sie nur allzu gut. Dann bin ich also nicht die einzige, der diese rote Dame Angst einflößt... Nur, dass die Wildlingsfrau anders mit Angst umging. Statt wie Rickon anfangen zu weinen, ging sie in die Offensive.
Den Bogen immer noch gespannt trat sie zwei Schritte auf die Frau in rot zu. Das frage ich mich auch, zischte sie.
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BeitragThema: Im dunklen Wald   Mi Jul 06, 2016 6:33 pm


Der kleine Starkjunge wischte sich die Tränen weg, löste sich von seinem über alles geliebtem Wolf und wollte schließlich von ihr wissen, was sie von ihnen wollte. Melisandre wusste was sie wollte, jedoch konnte die rote Frau noch nicht Antworten. Da seine Begleiterin nicht auf sie gehört hatte und erneut ihren Bogen spannte. Diesen richtete sie wieder auf sie. Die Fremde wollte auch wissen, was sie von ihnen wollte.

Melisandre mochte es nicht, wenn jemand so mit ihr umging aber letztendlich gab sie ihre Antwort preis:
"Ich möchte euch helfen auch, wenn ihr misstrauisch seit. Ihr braucht keine angst vor mir zu haben, ich möchte euch nichts böses."
Erneut sagte sie ihnen, das sie niemandem Schaden wollte. Ehrlich gesagt war es auch so. Der Herr des Lichts hatte sie hier zu Rickon und der Unbekannten gebracht. Nun wollte sie den beiden helfen.
"Kommt mit mir mit und ich verspreche euch, das mein Herr euch gut behandeln wird."

Es war ihr klar, das jetzt nichts gutes passieren würde. Sie würden ihr mit Sicherheit nicht glauben und auch nicht mit ihr mit gehen wollen. Zudem würde auch noch junge Frau vielleicht auch noch ihren Pfeil loslassen und dieser würde sie dann treffen. Diese Wildlinge waren waren unberechenbar.

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Zuletzt von Melisandre am Sa Okt 29, 2016 7:54 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Im dunklen Wald   Mi Okt 26, 2016 1:57 pm

Rickon konnte sehen, wie Osha einen Pfeil in ihren Bogen einlegte und dessen Sehne spannte. Aber langsam wurde er selbstsicherer und seine Körperhaltung strahlte genau dies aus. Niemand von meinen Brüdern würde so ein Angsthase sein wie ich. Nicht einmal Arya! Sansa vielleicht schon, aber die ist ja auch ein Mädchen. Der Junge wandte sich zu Osha. "Osha, nicht!", sagte er laut und deutete auf ihren Bogen. So gefährlich sieht die rote Frau dann doch nicht aus...oder? Kritisch, mit einem Hauch von Neugier, musterte Rickon die Fremde. "Wobei denn helfen?", fragte er sie dann mit dieser Unbekümmertheit in der Stimme, die wohl nur Kinder in einer solch ausgeprägten Form aufweisen können.
Struppels Knurren war nun vollkommen verklungen, wobei das große Tier trotzdem kein bisschen von Rickons Seite weichen wollte. Rickon erinnerte sich noch ganz genau an den Tag, an dem der Schattenwolf zu ihm gekommen war. Sein Vater und seine Brüder waren weggeritten (als Rickon nachgefragt hatte, ob er mitkommen dürfte, hatte sein Vater ihm nur gesagt, er wäre noch zu jung dafür) und als sie zurückkamen hatten sie die sechs kleinen Fellbündel dabei. Jons Wolf sah ganz anders aus. Schneeweiß mit roten Augen. Geist hat er ihn genannt. Was würde er doch dafür geben wieder bei seiner Familie zu sein. Ob die rote Frau das meinte? Wird sie Osha und dabei helfen?
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BeitragThema: Re: Im dunklen Wald   Sa Okt 29, 2016 5:09 pm

Mit jedem Wort, dass diese seltsam Rothaarige äußerte, wurde Osha misstrauischer. Ihr Herr würde sie also gut behandeln? Oh ja. Solange er nicht wusste, wer der kleine Lord war. Entweder würden sie ihn töten oder als Geisel nehmen, um den Jungen Wolf zu erpressen.
Der Kleine verbot ihr indirekt, die Fremde weiter zu bedrohen und um ihn nicht noch weiter zu verängstigen - dass sie ihm vielleicht auch einfach gehorchte, würde sie nie zuhören - entspannte die Wildlingsfrau die Sehne, änderte aber ansonsten nichts an ihrer Position. Diese Frau sollte sich ruhig weiter bedroht fühlen, dann tat sie wahrscheinlich auch nichts Dummes. Wobei eine Aura von Macht von ihr ausging, die Osha seltsam verunsicherte. Konnte man die Fremde überhaupt mit Waffen töten? Hinter der Mauer hatte sie genug gesehen, um das für möglich zu halten.
"Wobei helfen?", fragte der kleine Lord mit einer gehörigen Portion von Neugier in der Stimme und sah die Fremde weiterhin an. Osha stellte sich dieselbe Frage, wenn auch eher aus Misstrauen denn aus Neugier heraus. Was sie hier roch, war eine verdammte Falle.
Welchem Herrn dient Ihr denn? Und weshalb sollten wir seine Hilfe brauchen?, stellte sie zwei knappe Fragen. Ihr Tonfall war noch immer drohend. Sie waren auf den Weg zu den Umbers. Dort hatte Bran Stark sie hingeschickt, um Hilfe zu erbitten. Und dorthin würden sie gehen.
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Melisandre

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BeitragThema: Im dunklen Wald   Sa Okt 29, 2016 7:52 pm


Endlich befahl der junge Wolf, der Wildlingsfrau, das sie aufhören sollte, sie zu bedrohen. Immerhin spannte sie nicht mehr ihren Pfeil so sehr an. Innerlich gab sie sich zufrieden auch, wenn die Fremde jeder Zeit ihre Meinung ändern konnte und den Pfeil doch noch abschiessen konnte.

Interessiert blickte er sie an.
"Wobei denn helfen?" fragte er sie.
Liebevoll sah sie ihn an.
"Ihr könntet gut meinem Herren helfen. Er würde sich sehr freuen, Euch kennen zu lernen."

Sein Wolf verhielt sich ruhig und knurrte nicht mehr. Dennoch blieb er an der Seite des kleinen Starks.
"Welchem Herrn dient Ihr denn? Und weshalb sollten wir seine Hilfe brauchen?", wollte die Wildlingsfrau wissen.
Melisandre blickte schließlich zu ihr.
"Mein Herr ist Stannis Baratheon, dem rechtmäßigen König. Er führt gegen die Boltons Krieg und wäre es nicht im Euren Sinne, eure Heimat wieder zurück zu erobern? Ihr wollt doch sicherlich nicht den Boltons, den Norden überlassen?"
Sie hoffte, das er so angebissen hatte und sie ihn mitnehmen konnte. Was mit der Wildlingsfrau war wusste sie nicht. Jedoch konnte sie sich nicht vorstellen, das sie den junge Wolf alleine mit einer Fremden losziehen würde. Deswegen musste sie wahrscheinlich beide mitnehmen. Obwohl ihr dies nicht passte.
"Mein Herr ist zur Zeit in Weißwasserhafen. Ich werde Euch, zu ihm bringen, wenn dies Euer Wunsch ist?"



tbc: Weißwasserhafen

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thx Hayley Marshall from Confrontations
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