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 Die Zwinger

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Myranda Kennel

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BeitragThema: Re: Die Zwinger   Mo Jan 16, 2017 10:22 pm

Das deutliche Zittern. Das Zähneklappern. Seine geweiteten Augen. Oh, die Angst dieser Kreatur war deutlich zu spüren und Myranda sog sie ein durch jede Pore. Ganz so gut wie eine Jagd war es nicht - die Schreie und der Geruch nach Blut fehlte, doch dazu kamen sie erst noch. "Mylady" Das zweite Mal an diesem Tag, das man Myranda so nannte. Innerlich schnaubte sie kurz. Als hätte sie irgendetwas mit diesen verzogenen Gören gemein.
Langsam ließ sie sich auf die Knie, so dass sie nun auf Augenhöhe mit Stinker war und erwiderte mit beinahe freundlichem Ton: "Lady? Aber nicht doch. Es ist noch nicht lange her, da habe ich ebenfalls in diesen Zwingern gelebt. Nun, nicht ganz in so... verschmutzten Verhältnissen. Dennoch... wir zwei sind uns gar nicht so unähnlich." Myr wusste, dass eben diese Freundlichkeit ihm so viel mehr Angst einjagen würde als Drohungen oder ein kaltes Lächeln es jemals schaffen würden. Und genau diese Angst war es, nach der Myranda lechzte, der Grund, warum sie überhaupt hergekommen war. Sachte hob sie Stinkers Kinn an und lächelte ihn so freundlich wie nur möglich an. "Die Hunde sind nicht da", stellte sie das offensichtliche fest. "Was bedeutet, dass Ramsay auf der Jagd ist. Doch wer hat die Hunde geholt?" Es war eindeutig eine Frage, die Stinker beantworten sollte und würde. Er war jämmerlich. Ein Hund, der so viele Schläge bekommen hatte, dass er bei jeder Bewegung seines Herrchens zu zittern und winseln begann. Das beste, was man mit einem solchen Hund tun konnte, war ihn weiterhin zu schlagen, rein zum Amusement. Zu mehr war er nicht mehr gut.
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BeitragThema: Re: Die Zwinger   Di Jan 17, 2017 5:28 pm

Diese Stimme, mit der sie sprach... Man hätte Stinker eine kalte Messerklinge an die Kehle drücken können und er hätte sich weniger bedroht gefühlt. "Lady? Aber nicht doch. Es ist noch nicht lange her, da habe ich ebenfalls in diesen Zwingern gelebt. Nun, nicht ganz in so... verschmutzten Verhältnissen. Dennoch... wir zwei sind uns gar nicht so unähnlich." Gar nicht so unähnlich? Irritiert biss Stinker sich auf die Unterlippe und schwieg. Diese Stimme...diese Stimme. Sie war beinahe so schrecklich wie Lord Ramsays. Nein, denk so etwas nicht! Als Myranda sein Kinn mit ihren Fingern anhob und ihn so freundlich anlächelte, konnte nicht mehr von Zittern die Rede sein, nein, er bebte geradezu. "Die Hunde sind nicht da. Was bedeutet, dass Ramsay auf der Jagd ist. Doch wer hat die Hunde geholt?" Es war eine einfache Frage und doch durchfuhr Stinker ein Zucken. Sie ist wütend, dass sie nicht mit auf die Jagd gegangen ist. Und sie wird mich dafür bestrafen. Stinker wusste es. Was aber noch viel schlimmer war, war die Frage, wer die Hunde geholt hatte. Ich kann es nicht sagen, ich kann es nicht sagen. Mit geweiteten Augen starrte Stinker an Myranda vorbei. "I-ich kann es Euch nicht sagen, Myla-" Abrupt brach er ab und kniff die Augen zusammen. "Ich weiß es nicht...ich k-kenne ihren Namen nicht. Ich bitte Euch, verzeiht mir." Ich bin solch ein Narr, solch ein Narr! Natürlich wäre Myranda verärgert darüber zu hören, dass eine Frau die Hunde geholt hatte. Narr, Narr, Narr!
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Myranda Kennel

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BeitragThema: Re: Die Zwinger   Di Jan 17, 2017 7:21 pm

Als sie ihn berührte, begann Stinker so jämmerlich zu beben, dass es Myranda wirklich verwunderte, warum er sich nicht gleich die Hosen voll machte. Was sie unweigerlich zu der Frage führte, wie ein Mann sich erleichterte, so ohne seinen Schwanz. Mehr als ein Loch konnte nicht mehr vorhanden sein, oder? Es hörte sich nicht gerade angenehm an. Noch ein Pluspunkt, den man Ramsay, ihrem Ramsay für diese Art der Bestrafung geben konnte. Schließlich hatte Stinker es verdient oder nicht? Nicht, dass Myranda irgendetwas mit den Starks oder wie sie alle hießen verbunden hätte. Doch letztendlich kam es auch nicht auf das Vergehen an. Die Bestrafung war es, die zählte, die es auszukosten galt und die Bestrafung, die man dieser erbärmlichen Kreatur hatte zukommen lassen... Nun, sie war perfekt.
Sachte strich sie ihm (oder sollte man es eher als ES beschreiben?) über das stoppelige Kinn, um ihn noch mehr zu verängstigen. Als Myranda jedoch seine Antwort hörte und die Wut in ihr erneut überkochte, wurde ihr Griff fester und sie zwang ihn gerade zu, sie anzusehen. "Sie?! Wer ist sie? Eine Frau? Wie sah sie aus?" Ihre Stimme triefte nur so vor Eifersucht und Zorn. Wer konnte es sein? Die Hure von eben konnte es nicht sein, doch wer wusste schon, ob sie die einzige aus ihrem Gewerbe hier auf Grauenstein war? "Wie sah sie aus?!", wiederholte Myranda diesmal lauter und hielt sein Kinn so viel fester, dass es sicherlich weh tat. Doch das sollte es auch. Und wie es weh tun sollte.
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BeitragThema: Re: Die Zwinger   Di Jan 17, 2017 7:57 pm

"Sie?! Wer ist sie? Eine Frau? Wie sah sie aus?" Als sich ihr Griff verfestigte und sie sein Kinn noch mehr anhob, hätte Stinker vor Schmerz beinahe aufgeschrien. Doch es kam kein Laut aus ihm heraus. Stattdessen kniff er die Augen zusammen und spürte, wie eine heiße, salzige Träne an seinem Augenwinkel herunterlief. Was bin ich nur für ein Narr! Ich hätte sagen sollen, dass ich es nicht weiß. Und doch konnte er Solveig nicht verraten, dürfte er sie nicht verraten. Es ist gefährlich genug, dass sie mich kennt...Dass sie Theon Graufreud kennt, der ich einmal war, verbesserte Stinker sich rasch in Gedanken. Er schluckte einmal - insofern das ging mit seiner ausgetrockneten Kehle. "E-es war eine Frau", antwortete Stinker mit zittriger Stimme. "A-aber ich...ich konnte nicht mehr erkennen...es ist...es war so d-dunkel. N-nicht einmal die Haarfarbe konnte ich erkennen. A-aber es waren l-lange H-haare, My-" Erneut brach Stinker abrupt ab. Ich wollte es schon wieder sagen. "I-ich b-bitte Euch, b-bitte! Ich habe n-nichts getan." Verängstigt starrte Stinker Myranda an. Hätte ich damals nur das Richtige getan. Wäre ich an Robbs Seite geblieben, an seiner Seite gestorben. Der Tod ist gnädiger als das hier. Aber ich habe den Tod nicht verdient. Es war nicht das erste Mal, dass Stinker diese Gedanken dachte. Wenn man einsam ist, denkt man zu viel nach.
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BeitragThema: Re: Die Zwinger   Di Jan 17, 2017 10:43 pm

Er schrie nicht. Allein das reichte Myranda als Grund aus, noch etwas fester zuzudrücken. Die einzelne Träne war eine Bestätigung der Macht, die sie gerade über ihn hatte, doch eine einzelne Träne reichte nicht. Sie wollte ihn heulen und winseln sehen, wollte ihn schreien hören. Doch das kam noch. Erst würden sie dieses kleine Problem namens Jagdbegleiterin lösen und dann würde der eigentliche Spaß erst losgehen. Stammelnd und zitternd - aber noch immer mit trockener Hose - versicherte Stinker Myranda, dass er die Frau nicht erkannt hätte, weil es zu dunkel gewesen wäre. Seine Erklärung ergab Sinn und sie glaubte ihm (wer wollte auch schon etwas mit einem solchen Jammerlappen zu tun haben wollen, die meisten flohen wohl schon vor dem Gestank), doch Wut und Eifersucht trieben sie noch immer. Außerdem - wo blieb denn der Spaß, wenn sie jetzt einfach von ihm abließ. "Ich glaube dir nicht", verkündete sie schlicht, aber mit einem gefährlichen Unterton. "Also noch einmal - wer ist diese Frau?" Ramsay könnte sie jagen - und sie die Hunde holen schicken, um sie in Sicherheit zu wiegen - doch das war nicht sein Stil. Aber die Jagd? Das war ihre Aufgabe, ihr Platz an seiner Seite, das Merkmal, das sie von all den anderen unterschied. Und irgendein dahergelaufenes Mädchen wollte diesen Platz einnehmen?! Ihre Augen funkelten wütend auf und ihr Griff um Stinkers Kinn wurde noch ein wenig fester. Anderen Menschen hätte er vielleicht leid getan, so als Ventil für ihre Eifersucht zu dienen, doch Myranda verspürte keine Mitleid. Nie.
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BeitragThema: Re: Die Zwinger   Mi Jan 18, 2017 6:26 pm

Noch fester drückte Myranda zu und dieses Mal konnte Stinker sich einen Schluchzer vor Schmerzen nicht verkneifen. Seine Haut war so dünn und trocken geworden, dass sie durch Myrandas festen Griff am Kinn aufriss. "Ich glaube dir nicht. Also noch einmal - wer ist diese Frau?" Wieder kniff Stinker seine Augen zusammen. Wieso glaubt sie mir nicht? Was habe ich falsch gemacht? Und trotzdem würde er Solveig nicht verraten können. Theon Graufreud war ein Verräter und ein Abtrünniger. Ich bin es nicht. Ich bin nur Stinker. "Ich bitte E-euch. I-ich weiß es w-wirklich nicht. S-sie war wieder so schnell d-draußen. Ich k-konnte sie n-nicht erkennen. Ich f-flehe Euch an. B-bitte tut mir n-nichts an. Ich h-habe nichts getan." Vermutlich wiederholte er sich. Lord Ramsay wäre gelangweilt. Ich langweile ihn oft. Stinker konnte nur hoffen, Myranda nicht zu langweilen. Ob sie das Gleiche mit jenen tut, die ihn langweilen wie auch Lord Ramsay? Er mochte gar nicht daran denken. Aber woran sollte ich denn denken? "B-bitte glaubt mir", flehte er wieder und sobald wieder eine Träne floss, merkte er, wie an seinen Beinen etwas Nasses, Warmes herunterlief. Stinker verzog sein Gesicht ein wenig mehr. Er schämte sich nicht. Scham war ihm unbekannt. Aber ich ekle mich selber an.
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BeitragThema: Re: Die Zwinger   Fr Jan 20, 2017 4:05 pm

Der Schluchzer, der ihm entwich, brachte Myranda beinahe zum Lächeln, doch es war nicht genug. Selbst die aufgerissene, trockene Haut an seinem Kinn und der dünne Blutfaden an ihren Fingern reichten nicht aus. Sie wollte ihn weinen sehen, ihn schreien und betteln hören, sie wollte ihm weh tun. Wieder stammelte er vor sich hin, versuchte sie zu überzeugen, dass er nicht wusste, wer die Frau war. Myranda glaubte ihm noch immer - Ramsay hatte diesen Mann in der Mitte entzwei gebrochen wie einen dünnen Ast, er würde sich ganz sicher nicht erdreisten, zu lügen - doch ob er die Wahrheit sagte oder nicht, spielte keine Rolle. Sie würde Stinker verletzen, so oder so, da reichte eine nicht-existente Lüge als Vorwand. "Lügner!", zischte sie und schlug ihn mit der Hinterhand mitten ins Gesicht, während sie ihn gleichzeitig von sich stieß und aufstand. "Hat Lord Ramsay dir nicht gezeigt, was mit Lügnern geschieht?", fragte sie, über ihm aufragend, die Hände in die Hüften gestemmt. "Oder muss ich deine Erinnerung ein wenig auffrischen?" Ihre Stimme war nicht wütend, jedoch auch nicht freundlich - man konnte einen gefährlichen Unterton darin lauern hören. Myranda trat nicht weiter auf ihn zu, sondern griff stattdessen nach einer der vergessenen Leinen aus Leder für die Hunde, die an einem Pfosten in der Ecke des Zwingers hingen. Das raue Leder in ihren Händen war ihr nur allzu vertraut und mit einem gemeinen Lächeln strich sie mit den Fingern darüber, bevor sie wieder auf die erbärmliche Kreatur vor ihr zutrat.
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Solveig Rabe

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BeitragThema: Zwinger   Do März 16, 2017 12:14 am


Cf: Wald vor Grauenstein

Sie blickte Ramsay entsetzt an. Nachdem er sagte, das die Hunde sich um die Leiche kümmerten.
„Ja, Mylord. Ich bringe die Hunde auch wieder in den Zwinger.“, meinte sie.
Diese arme, arme Hure.
Sie wollte nicht wissen, wie viele Menschen noch so zerfleischt wurden.
Schlussendlich gingen die beiden zurück zur Burg.

Als sie auf der Burg ankamen, nickte sie kurz den jungen Bolton zu. Anschließend loste die Blondine, die Hundegruppe zu dem Zwinger. Nachdem sie jedoch davor stand, war das Tor weit geöffnet. Ihr Herz fing an zu rasen und ihr Atem wurde schwerer. Wer war bei Theon?
Mit erhobenen Hauptes betrat sie den Zwinger und brachte die Hunde wieder dort hin, wo sie hingehörten. Nachdem sie die Hunde eingesperrt hatte nahm sie auf einmal Stimmen wahr. Ihr war bewusst, das Theon nicht alleine war. Vorsichtig ging die Schönheit einige Schritte auf seinen Zwinger zu. Dort nahm sie eine Frauenstimme wahr. Diese konnte sie jedoch niemanden zu ordnen. Allerdings wollte Solveig wissen, wer diese Frau war. Weswegen sie zu ihm ging.
Dann sah die junge Lady ihn. Er sah schlimm aus.
Ihr Blick glitt zu dem Tor, da sie sah, das ein Rabe zu ihr lief. Sie wusste, das dies ein gutes Zeichen war, das der Rabe, das Tier auf ihrem Hauswappen war.

Letztendlich räusperte sie sich.
„Entschuldigt, aber Lord Bolton hat mir aufgetragen, das ich Stinker holen soll.“
Sie betete zu den alten Göttern, das sie ihr, diese Lüge abkaufte.

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BeitragThema: Re: Die Zwinger   Sa Apr 01, 2017 3:04 pm

Aus Angst vor der Peitsche kauerte Stinker sich noch mehr zusammen. Sein Wimmern war wie Balsam für Myrandas Seele. Mit einem sadistischen Lächeln schwang sie das Leder probeweise durch die Luft, so dass es ein befriedigendes Zischen von sich gab. Sie wollte es gerade auf die erbärmliche Kreatur vor ihr sausen lassen, als eine Stimme sie in ihrem Werk unterbrach. Eine weibliche Stimme. "Entschuldigt, aber Lord Bolton hat mir aufgetragen, Stinker zu holen." Na, wenn das nicht die kleine Hure war, die sich in Ramsays Vertrauen geschlichen hatte. Er hat sie mit auf die Jagd genommen, sie hat die Hunde mitgebracht. Für wen hielt diese Frau sich eigentlich?!
Langsam drehte Myr sich um und widmete der Fremden ein eiskaltes Lächeln. Sie war hübsch, sehr hübsch und das brachte Myranda noch mehr zum Rasen. "Hat er das? Nach seiner Jagd müsste er doch befriedigt sein." Weiterhin kalt lächelnd legte Myranda den Kopf schief. "Du warst doch mit ihm auf der Jagd. Hast du ihn nicht genug befriedigt?" Ihre Stimme nahm einen zunehmend gemeineren Ton an. Eine Weile musterte Myranda sie. Wenn Blondie Recht hatte und Ramsay sie wirklich beauftragt hatte, Stinker zu ihm zu bringen, dann könnte das unangenehme Folgen für Myr selbst haben. Doch sie würde der kleinen Schlampe ganz sicher nicht geben, was sie wollte. "Ich glaube dir nicht", gab Myranda kund, nahm das Leder fester in die Hand, drehte sich mit einer galanten Bewegung um und ließ gleichzeitig das Leder auf Stinkers Rücken klatschen. Und wieder. Und wieder. Und wieder. Über seine Schmerzenslaute vergaß sie fast die Eifersucht, die tief in ihr brodelte.
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BeitragThema: Re: Die Zwinger   So Apr 09, 2017 10:44 pm

Die Angst, die Stinker verspürte, war unbeschreiblich. Sein ganzer Körper war angespannt. Er konnte sehen, wie Myranda nach einer Hundeleine griff. Nein, bitte nicht. Bitte nicht. Bitte nicht. Nicht. Doch kein Wort drang aus seinem Mund - was hätte es auch gebracht zu flehen und um Gnade zu beten? Nichts. So schwieg Stinker und die einzigen Laute, die er von sich gab, war das Gewimmer, das er sich nicht verkneifen konnte. Auf einmal vernahm Stinker ein Geräusch. Und dann eine Stimme. "Entschuldigt, aber Lord Bolton hat mir aufgetragen, Stinker zu holen." Ein wenig hob er den Kopf. Es war ihm keine unbekannte Stimme, erneut. Nein, nicht Solveig. Nicht jetzt. Natürlich glaubte Myranda ihr nicht oder zumindest sagte sie das. Es war erleichternd für einen Moment nicht ihre volle Aufmerksamkeit zu haben, doch diese Erleichterung währte nicht sonderlich lange. Gleich darauf spürte er schon das Leder auf seinen Rücken klatschen. Der Schmerz, der eintrat als die Haut auf seinem Rücken aufriss, war so heftig, dass Stinker aufschreien musste. Doch es blieb nicht bei diesem einen Schlag. Immer und immer wieder schlug Myranda mit dem Leder auf seinen Rücken und mittlerweile wurde ihm schlecht vor Schmerz. Flach lag er auf dem Boden und hofte, dass es bald zu Ende ginge.
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Solveig Rabe

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BeitragThema: Die Zwinger   Sa Apr 22, 2017 7:17 pm


Es gefiel ihr ganz nd gar nicht, wie sie die beiden vor fand. Die Frau strahlte völligen Hass aus. Deshalb wollte Solveig wollte, die Sache vorsichtig ran gehen, weil sie nicht vor hatte, das die Situation eskalierte.
Sie wand sich kurz Theon zu, der seinen Kopf hob als er sie erblickte.

Die Fremde schenkte ihr ein kühles Lächeln. Schlussendlich wollte sie von ihr wissen, ob sie ihn nicht auf der Jagd befriedigt hatte.
Solveig lächelte die Brünette an.
"Ich wüsste nicht, was Euch, das angeht?!"
Natürlich war sie mit ihm auf der Jagd gewesen. Mehr hatte Ramsay aber auch nicht mit ihr angestellt. Sie war ihm sehr dankbar dafür gewesen.
Die junge Frau blickte sie an.
Zu ihrem Pech, glaubte sie ihr nicht. Solveig blieb ausdruckslo. Jedoch wurde sie innerlich nervös. Die Brünette nahm die Peitsche in die Hand und schlug mit dieser auf Theons Rücken ein. Der Graufreud schrie daraufhin laut auf. Seine Schreie borhten sich tief in ihr Gehör. Wütend blickte sie, das Miststück an.

"Das hättet Ihr nicht machen dürfen!"
Ihre Augen verschwanden und sie stand einfach nur da und konzentrierte sich auf die Fremde. Der Rabe, der vorhin in den Zwinger kam ging auf die Brünette zu. Nur wenige Minuten später flog er empor und stürtzte sich auf die Frau. Das gefiederte Tier pickte mit seinen Schnabel mehr mals auf das Gesicht der Fremden ein. Solange bis es blutig war.
Die Augen der Blondine kamen wieder zu vorschein und der Rabe verschwand. Sie blickte zu Theon.
"Bringen wir es zu Ende!"

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BeitragThema: Re: Die Zwinger   Sa Apr 29, 2017 10:49 pm

Stinker ging immer mehr in die Knie, bis er quasi flach am Boden lag. Weder das noch seine schmerzerfüllten Schreie brachten Myranda dazu aufzuhören. Ganz im Gegenteil. Sie genoss diese Kontrolle, diese Gewalt. Je tiefer er ging, desto härter schlug sie zu, je lauter er schrie, desto mehr genoss sie dieses Spielchen. Die blonde Pute hatte sie bereits wieder vergessen. Sollte sie nur irgendetwas versuchen, sie würde die gleiche Peitsche zu spüren bekommen. Wie die Striemen wohl auf ihrem hübschen Gesicht aussehen würden? Nicht mehr so, dass Ramsay sie weiterhin haben wollen würde. Doch die Blondine zu unterschätzen, war ein riesiger Fehler gewesen. "Das hättest du nicht tun sollen", rief Blondie und Myr verdrehte nur die Augen - was sie zu tun hatte, entschied hier allein sie. Nun, Rams vielleicht noch. Doch ganz sicher keine dahergelaufene Schlampe.
Dennoch hielt sie kurz inne, bevor sie zum nächsten Hieb ausholte, der Stinker zum Quieken gebracht hätte, als wäre er ein Schweinchen. Ein schwanzloses Schweinchen. Doch dazu kam es nie. Ein schwarzer Schatten rauschte auf Myranda zu und bevor sie sich überhaupt darüber wundern konnte, spürte sie scharfe Krallen in ihrem Gesicht. Sie schrie auf, als der Rabe wieder und wieder in ihr Gesicht pickte, sogar ganze Fleischstücke herausriss. Sie schlug mit der Peitsche nach ihm, erwischte jedoch nur ihren eigenen Hüftknochen. Der Schmerz des Hiebes war nichts gegen das Feuerwerk in ihrem Gesicht. Sie schrie - wieder und wieder -, ließ die Peitsche fallen und schlug mit den Händen nach dem Federvieh, doch das machte es nur noch schlimmer. Blut tropfte in ihre Augen und färbte ihre Sicht zuerst rot, bevor sie schließlich gar nichts mehr sah. Und dann war es endlich vorbei. Das Picken - doch nicht der Schmerz. Ohne jegliche Orientierung wankte sie durch den Raum, blind und stinksauer. Es war das Miststück gewesen, ganz sicher. Sie würde dafür bezahlen, so viel stand fest. Doch dann stolperte sie und fiel der Länge nach hin. Dreck kam in die Wunden und wieder schrie Myranda auf. Sie kam auf die Knie - doch weiter nicht.
Ramsay wird dich umbringen dafür", zischte sie. "Er wird dich bei lebendigem Leib häuten und dich den Hunden zum Fraß vorwerfen. Du wirst bezahlen, Blondie!"
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Solveig Rabe

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BeitragThema: Die Zwinger   So Mai 28, 2017 12:42 am


(OCC: Ich habe Theon mitgeschrieben, da seine Posts zu lange dauern. Ich hoffe, das war ok.)

Die angsterfüllte Schreie der Brünetten waren, wie Musik in ihren Ohren. Es lag ein Hauch von Gerechtigkeit in der Luft! Der Rabe leistete gute arbeit und lies erst von ihr ab, bis sie wieder im Hier und Jetzt war. Der Rabe flog auf ihre rechte Hand. Blutüberströmt und vor allem blind Schrie die kleine Hure sie an.
"Ich glaube nicht, das Lord Bolton noch etwas dagegen machen kann und für Euch wird er sich einen Dreck interessieren!" meinte sie kühl zu ihr, streichelte zärtlich das gefiederte Tier und grinste sie fies an.

Währenddessen schritt sie zu Theon und der Vogel flog auf dem Boden.
"Ist alles in Ordnung mit dir, mein Prinz?" fragte sie und strich ihm sanft über die Wange.
Dieser nickte. Solveig packte ihn und half ihm auf. Die Blondine sah zu der Fremden und dann wand sie sich wieder ihrem Geliebten zu.
"Wir müssen sie töten. Damit wir von hier verschwinden können."
Der junge Mann sah sie erst verängstigt an. Dann jedoch wurde er zunehmend ernster und entschlossender. Woraufhin er sich aufrappelte. Solveig ging erneut zu der Frau, griff sie grob in die Haare und zerrte sie aus dem Zwinger heraus. Theon folgte ihr.
"Komm her! Nun geht schon!"
Solveig wollte sich den Spaß daraus machen, das sie die letzten Meter zu Fuß gehen sollte.

Als sie aus dem Zwinger waren, hatten sie Glück, da niemand auf dem Hof war. Sie sah sich um und sie erblickte den Brunnen.
"Geh weiter!" forderte sie, dei Brünette auf. Nachdem sie den Brunnen erreicht hatten standen sie davor.
"Vielleicht errätst du wovor du stehst?"
Während die drei vor dem Brunnen standen offenbarte die Frau, dei falsche Antwort.
"Leider falsch geraten. Aber vielleicht wirst du es so herausfinden!"
Die Lady gab dem Graufreud, das Zeichen, das sie sie gemeinsam packen sollten. Woraufhin Solveig und Theon, die Brünette jeweils an ihrem Nacken und Kopf griffen und in den Brunnen drückten. Die Fremde zappelte, wie ein wehrloser Fisch. Nach wenigen Sekunden holten sie diese wieder hoch.
"Und? Hast du es jetzt erraten?"
Diese hustete und sagte ihnen den richtigen Namen. Jedoch hielt Solveig nicht viel davon.
"Tut mir leid. Ich habe dich nicht verstanden." Daarufhin drückte sie diese erneut unter, das Wasser. Ihr Opfer blieb solange im Brunnen bis sie sich nicht mehr bewegte. Schlussendlich ließen sie von ihr ab. Erleichtert blickte sie Theon an.
"Gehen wir! So lange es noch geht!"




tbc: Pass am Fluss

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Zuletzt von Solveig Rabe am Sa Jun 03, 2017 11:24 pm bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Die Zwinger   So Mai 28, 2017 11:58 pm

Myranda hatte sich noch nie ausgeliefert gefühlt. Immer war sie es gewesen, die quälte und tötete, sie, die über ihren Opfern stand, sie, die Freude an ihrem Leiden hatte. Und jetzt war sie hier, auf den Knien, so gut wie blind durch ihr eigenes Blut und nur ihre Wut war es, die die Schmerzen zurückhielt. Hilflose Wut, denn diesmal war sie, Myr, es, die ausgeliefert waren. Sie konnten alles mit ihr tun, alles, was sie wollten, denn unter Schmerzen und beinahe blind, wie sie jetzt war, würde sie sich kaum noch wehren können, das wurde Myranda in einem nüchternen Augenblick klar. Sie hatten vor sie zu töten? Sie würden sie töten. Blondie hatte Recht, Ramsay konnte ihr nicht helfen, nicht jetzt, nicht mehr. Doch das hieß nicht, dass er die beiden nicht jagen würde, dass er Myranda nicht rächen würde. Und es hieß vor allem nicht, dass Myr nicht wehrlos sterben würde.
Sie spürte die Hand von Blondie in ihren Haaren und wurde nur eine Sekunde später brutal auf die Füße gezogen. Der Schmerz war stark - doch ihre Wut und vor allem ihre Todesangst waren stärker. Sie schlug um sich, beschimpfte Blondie, doch sie rief kein einziges Mal um Hilfe. Sie bettelte nicht. Sie würde mit Stolz sterben und den beiden vor die Füße spucken.
Blondie schaffte es, Myranda zu dem Brunnen zu zerren, doch sie schaffte es nicht ohne Weiteres. Sie wehrte sich, wehrte sich so stark sie konnte. Haarsträhnen wurden ihr herausgerissen und das Blut füllte ihre Augen nun ganz aus, so dass sie nichts mehr sah außer rot. Sie wusste nicht, wohin sie gingen und als Blondie sie zwang, stehen zu bleiben, wusste sie nicht, wo sie waren. Es spielte auch keine Rolle, Myranda würde nicht bereitwillig aufgegeben, egal wie der Ort ihrer Hinrichtung aussah.
"Miststück!", zischte sie also nur, als Blondie sie nach dem Ort fragte. Es war die falsche Antwort, doch Myr hatte das Gefühl, dass nichts die richtige Antwort gewesen wäre. Ihr Kopf wurde nach unten gedrückt und sie zischte Beleidigungen, bis sie plötzlich nur noch Wasser schluckte. Das flüssige Nass brannte in ihren frischen Wunden und Myranda schrie auf, schluckte Wasser. Das Atem wurde schwer, sie begann zu zappeln, doch der Griff in ihrem Haar war zu stark. Japsend schnappte sie nach Luft, als sie wieder nach oben gerissen wurde und spuckte das Wasser aus. Es würde ihr letzter Atemzug werden, denn nur eine Sekunde später wurde sie wieder unter Wasser gedrückt. Myranda kämpfte um Luft, schluckte nur noch mehr Wasser, atmete es ein, atmete es aus, doch es war nicht das, was sie brauchte. Sie brauchte Luft. Luft, Sauerstoff. Verzweifelt begann sie sich gegen den Griff in ihrem Nacken aufzubäumen, zappelte und schrie unter Wasser. Ihre Finger krallten sich in den Stein des Brunnens, bis die Kuppen blutig wurden. Es dauerte nicht lange, bis ihr schwindelig wurde. Das Zappeln wurde weniger und im Wasser schien sie endlich die Augen öffnen und sehen zu können, es war Ramsay, den sie sah. Ramsay, der ihr versprach, Blondie und Stinker für alles bezahlen zu lassen. Für alles, was sie ihr angetan hatten.
Und als jene beiden längst verschwunden waren, ließen sie nur eine Leiche im Wasser zurück, deren blutverkrustete Augen blind in die Tiefen des Brunnens starrten, die sich langsam rot verfärbten von ihrem Blut.
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BeitragThema: Re: Die Zwinger   Sa Jun 03, 2017 10:17 pm

Stinker lag flach auf den Boden, hilflos und mit vor Schmerz verzerrtem Gesicht. Mit Tränen in den rot gefärbten Augen und Schweiß am ganzen Körper. Mit jedem Hieb wurden die Schmerzen stärker und seine Schreie lauter, doch dann plötzlich hörten die Schläge auf und sein Wimmern wurde übertönt von den Schreien einer anderen Person. Langsam hob Stinker den Kopf und sah, wie wie Myranda - aus ihrer Kehle drangen die schmerzerfüllten Schrei nun - mit etwas Schwarzem in ihrem Gesicht zu kämpfen hatte. Sind das Federn? Ist das ein Vogel? Er brauchte einen Moment, ehe er erkannte, dass es tatsächlich ein Rabe, war, der im Gesicht seiner Peinigerin herumpickte und kratzte und das konnte er auch erst erkennen, als das Tier von ihr abließ und auf dem Boden, direkt vor seinen Augen landete. An seinem schwarzen Schnabel klebte Blut. Im selben Moment stand Solveig vor ihm, fragte ob alles in Ordnung wäre. Noch immer irritiert nickte er langsam, ohne die Worte wirklich registriert zu haben, und ließ sich dann von der jungen Frau auf die Beine helfen. "Wir müssen sie töten. Damit wir von hier verschwinden können." Theon wusste nicht genau, was sich unsicher anfühlte - sein wackeliger Stand oder genau diese Worte zu hören. Unterdessen ließ Solveig nicht auf sich warten und zog Myranda an den Haaren aus dem Zwinger heraus. Theon folgte den beiden langsam und zitternd und schon gleich darauf, gab Solveig ihm ein Zeichen. Er sah zu dem Brunnen, an dem sie angelangt waren. Alles ging schnell. Solveig und Theon drückten den Kopf der Braunhaarigen unter Wasser und es dauerte nicht lange, bis diese sich nicht mehr wehrte und der Körper erschlaffte. Sie ist tot. Solveig blickte Theon an. "Gehen wir! So lange es noch geht!" Er nickte zunächst langsam, noch unentschlossen über diese Entscheidung, ergriff dann aber ihre Hand und lief mit ihr in Richtung Tor.

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