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 Lager der Rebellen

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Joffrey Baratheon
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BeitragThema: Lager der Rebellen   Do Apr 16, 2015 8:13 pm

~~~Ein großes Feldlager, außer Schussreichweite von Feinden und nahe eines Waldes.~~~
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Myranda Kennel

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BeitragThema: Re: Lager der Rebellen   Fr Mai 20, 2016 6:11 pm

Erster Post von Myranda

Die Sonne ging über den Zelten der Soldaten unter und mit der Dunkelheit kam die Kälte. Myranda hatte sich in einen dicken, blauen Wollmantel gehüllt. In einem hatten die Starks wohl immer recht gehabt: Der Winter naht. Gerade in den letzten Wochen merkte man das immer stärker. Vielleicht fiel es auch nur ihr auf, weil ihr so langweilig war. Ramsay hatte sie ihn den letzten Tagen kaum gesehen und wenn, war da nicht mehr zwischen ihnen gewesen als ein kurzer Blickwechsel. Er hatte zu tun, das wusste sie. Seit sein Vater mit dieser Armee von Rebellen zurück gekommen war, gab es nun einmal viel zu erklären. Da hatte man nicht immer Zeit für seine einfachen Bettgefährtinnen wie Myranda nun einmal eine war. Obwohl sie sich nicht sicher war, ob er nicht doch für diese dumme Gans Solveig Zeit hatte.
Die Eifersucht überrollte sie. Myranda zeigte sie nicht, wenn Ramsay erkannte, wie eifersüchtig sie war, konnte er sie als langweilig abtun und was dann mit ihr geschah, wusste sie. Besser, man blieb immer interessant für Ramsay.
Wie auch immer, hier draußen im Soldatenlager fanden sich immer ein oder zwei Männer, die ihr über ihre Langeweile hinweg helfen konnten. Die meisten waren auf den ersten Blick angetan von ihr, andere brauchten ein bisschen Hilfe, doch den weiten, vielversprechenden Ausschnitt in ihrem Kleid stellte sie stets stolz zur Schau.
Gerade waren die Soldaten alle auf ihrem Weg irgendwohin, ob es nun Saufgelage, Würfelspiele oder der obligatorische Wachdienst waren. Die meisten von ihnen warfen Myranda einen bedeutenden Blick zu, doch der richtige war nicht darunter, und so zwängte sie sich an ihnen vorbei, ließ den ein oder anderen auch gewähren, wenn dieser die Hand an gewisse Stellen legte. Doch sie blieb nicht stehen.
Was Myranda hier sah, war Langeweile. Es schienen immer die gleichen Männer zu sein, all ihre Gesichtszüge sahen gleich aus. Auf ihre Weise waren sie genauso langweilig wie ein einsamer Abend in ihren Gemächern oben in der Burg.
Also schob sie sich zwischen den Zelten hindurch, lief fast das gesamte Lager ab und suchte weiter. Als sie endlich jemanden fand, war es schon fast dunkel, die Lagerfeuer brannten und der stete Strom an Soldaten fast versiegt. Es war ein großer Mann und er war betrunken oder zumindest angeschwipst, als sie ihn traf. Er stolperte fast über ein gespanntes Seil.
Sie wusste nicht, woher dieser Eindruck kam, aber er wirkte perfekt. Myranda setzte ihr verführerischstes Lächeln auf und ging mit schwingenden Hüften auf ihn zu.
Na, Großer?, begrüßte sie den Mann.
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Gorjon Rikke

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BeitragThema: Re: Lager der Rebellen   Fr Mai 20, 2016 6:34 pm

Einstieg

"Ich schwöre es euch! Das Monster war riesig!", donnerte Gorjons Stimme über den fröhlichen Lärmpegel des Soldatenlagers hinweg. Eine Gruppe Männer im Waffenrock der Boltons hatte sich um ihn gescharrt und ihr Lachen ließ seine Brust mit Stolz anschwellen. Der Nordmann gab wieder einmal die Geschichte über Robb Starks Schattenwolf zum Besten, eine Beschäftigung der er seit Tagen nachging. Selten war es aber so zufriedenstellend wie hier. Eine Handvoll betrunkene Soldaten zu beeindrucken war schließlich etwas ganz Anderes als es mit einer Schar unfreiwillig zuhörender Bauern zu tun. "Groß wie ein Bär war das Viech! Das war vielleicht eine Arbeit sein Kopf mit dem von diesem Möchtegern-König zu vertauschen!", tönte er weiter, wobei er überaus schwungvoll mit seinem Humpen gestikulierte.
Reichlich floss der Gerstensaft über, aber Gorjon störte es mittlerweile nicht mehr. So viel Bier war auf dem Weg hierher verschüttet und getrunken worden, da nahm er die paar Tropfen nicht einmal zur Kenntnis. "Humbug! Ich wette es gibt hunderte Männer die behaupten sie hätten den Wolf getötet!", kam ein Einwand aus den Reihen der Zuhörer und sofort hatte Gorjon den Störenfried am Kragen gepackt. "Willst du sagen ich lüge!?", brüllte er seinem Gegenüber direkt ins Gesicht und sofort wurde Dieses bleicher. Noch bevor es aber zu Handfesterem kam ließ Gorjon von ihm ab, denn er war im Moment zu heiter in seiner Rolle als Geschichtenerzähler. Da nun wohl andächtigere Ruhe herrschen würde versuchte er eine kühne Pose auf einem Fass einzunehmen, was jedoch nur damit endete, dass er beinahe im Dreck landete. Der guten Stimmung tat dies keinen Abbruch.
Erst recht war der Nordmann erfreut als sich eine weibliche Gestalt hinzu gesellte. Zunächst blickte er etwas verdutzt, dann aber packte er sie einfach lauthals lachend bei der Hüfte, um sie an sich heranzuziehen. "Seht ihr, ihr Tagediebe? Sie hat sich sofort den Bestientöter ausgesucht!", lallte er in die Runde und die Soldaten grölten Spott oder Zustimmung heraus. Zeit genug für Gorjon also die Frau genauer zu begutachten, wofür er sein bierseligstes Lächeln herauskramte. Zweifellos stammte sie aus der Gegend, so viel konnte er noch ausmachen. Unansehnlich war sie auch keineswegs. Stolz klopfte er sich auf die Brust, weil er endlich einen empfänglichen Zuhörer witterte und für später vielleicht noch mehr. "Na? Hast wohl auch schon von meinen Heldentaten gehört?", fragte er sie mit fester und vor allem lauter Stimme. Ob ein Schuss mit der Armbrust eine Heldentat war konnte sich diskutiert werden, in seinem jetzigen Zustand und mit seiner gewohnt nicht vorhandenen Bescheidenheit allerdings fühlte sich Gorjon als solle man ihn gefälligst zum nächsten König krönen.
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Myranda Kennel

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BeitragThema: Re: Lager der Rebellen   Fr Mai 20, 2016 6:51 pm

Ein Geschichtenerzähler also. Die waren keineswegs langweilig, es sei denn, sie erzählten die ein und selbe Geschichte immer wieder. Doch für eine Nacht sollte es wohl genügen. Er war vorlaut, dieser Mann, angetrunken und keineswegs zimperlich. Myranda würde ihren Spaß mit ihm haben.
Dennoch schrie sie überrascht auf, als er sie an sich heranzog. Aber es störte Myranda keineswegs, dass er sie wortwörtlich mitten ins Rampenlicht zog. Als der Mann sie näher begutachtete, grinste sie ihn an und stubste ihm mit dem Ellbogen leicht in die Seite.
Bestientöter! Die Geschichte habe ich tatsächlich noch nicht gehört. Allerdings habe ich offene Ohren, du Riese. Welche Bestie hast du da denn getötet?, fragte sie und wartete auf seine Geschichte. Sie hatte wirklich noch nicht davon gehört, aber so glorreich konnte sie nicht sein. Soldaten wie ihn kannte Myranda zur Genüge. Es war die Sorte, die gerne prahlte und trank, alles als eigenen Verdienst wertete und vor allem keinerlei Hemmungen besaßen, was Frauen betraf. Also genau ihr Typ.
Sorgen machte ihr nur eines: Er schien es als Sieg zu betrachten, sie erobert zu haben. Solche Männer klammerten gerne und eigentlich wollte Myranda es bei einer Nacht bewenden lassen. Doch das war erst einmal vage Zukunft und wenn tatsächlich gar nichts mehr ging, konnte sie noch immer mit Ramsay drohen. Das klappte so gut wie immer.
Aber noch war ja nichts geschehen, also lehnte sie sich an den Körper des Mannes, sah bewundernd zu ihm hoch und mimte die aufmerksame Zuhörerin. Langweilig würde ihr heute wohl nicht werden.
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Gorjon Rikke

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BeitragThema: Re: Lager der Rebellen   Fr Mai 20, 2016 8:15 pm

Erfreut und geschmeichelt vom Interesse der Frau plusterte sich Gorjon nur noch immer weiter auf. Für ihn gab es schlichtweg nur einen plausiblen Grund für ihr Verhalten - sie hielt ihn für den Größten und Tollsten auf der Welt. Damit es auch bloß bei dieser Meinung bliebe ließ Gorjon sich bei seiner Geschichte natürlich auch nicht lumpen. "Die Bestie vom König des Nordens persönlich!", verkündete er lautstark, woraufhin er verächtlich auf den Boden spuckte, kaum das er "König des Nordens" gesagt hatte. "Ein grässlicher Schattenwolf mit schrecklichen Zähnen. Groß wie ein Bär war er, aber genutzt hat es gar nichts! Wir haben seinen Kopf auf die Schultern des Möchtegern-Königs gesetzt und ihm eine würdige Parade quer durch das Lager verschafft.", prahlte er weiter mit stolz geschwellter Brust.
Da die junge Frau so interessiert war und sich bereitwillig an ihn lehnte wurde Gorjons Griff noch fester und gieriger. Seine Hand begann an ihrem Körper entlang zu wandern, während seine Stimme immer lauter tönte. "Jetzt gibt es nur noch einen König. Diese goldgelockte Fotze aus dem Süden. Lang lebe die Goldfotze!", lallte er in die Runde der Soldaten und unter dem allgemeinen Gelächter leerte er seinen Krug. Bier lief ihm vom Bart während er den Krug achtlos wegwarf und sich wieder der Frau widmen wollte. Doch einer der Soldaten wagte seine Geschichte in Zweifel zu ziehen. "Du bist doch nur ein Großmaul! Du weißt doch gar nicht was du redest!", meinte er mit einem fiesen Grinsen. Der Mann in den Farben der Boltons betrachtete dabei auch sehr genau die Frau, fast als hätte er sie erkannt. Kopfschüttelnd zog er von dannen, nachdem Gorjon ihm ein lautstarkes "Halts Maul!" an den Kopf geworfen hatte.
Für den Nordmann stand fest das er hier im Lager derjenige mit dem größten Anteil am Sturz von Robb Stark war. Nicht wenig Stolz und Freude brachte ihm dieser Gedanke. Er sah noch kurz dem Soldaten hinterher der sich von dannen machte, dann aber grinste er die Dunkelhaarige wieder dümmlich an. Bestimmt musste sie ihm bereits mit ganzer Seele verfallen sein, etwas Anderes zog er gar nicht in Erwägung.
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BeitragThema: re: Lager der Rebellen   Fr Mai 20, 2016 9:42 pm

Während der Mann seine Geschichte erzählte, schmiegte Myranda sich noch näher an ihn. Vom Ende des jungen Wolfes hatte sie gehört, doch anders als Ramsay hatte sie es kaum berührt. Er jedoch betrachtete es als großen Sieg seines Hauses und ihm zuliebe hatte sie eine begeisterte Miene aufgesetzt. Aber ihm Grunde hatte es sie gelangweilt und das tat es auch jetzt.
Dennoch lachte sie, als der Mann seine Erzählung beendete. Dann reckte sie sich hoch - er war verdammt groß - und gab ihm einen Kuss auf die Wange.
Und wie soll ich dich nennen, mein Held?, fragte sie lächelnd.
Seine tastenden Hände entgingen ihr natürlich nicht, doch sie konnte nicht gerade sagen, dass es ihr missfiel. Schließlich war es das, wofür sie hier war. Myranda strich eine Strähne ihres Haares über die Schulter zurück. Dabei kam sie - natürlich ganz zufällig - an das Band ihres Mieders und der ohnehin schon große Ausschnitt wurde noch größer.
Und wie hast du diese große schreckliche Bestie niedergestreckt, mein Riese?, wollte Myranda in leicht sarkastischem Tonfall wissen.
Sie wollte gerade fortsetzen, als der Soldat der Bolton seinen Kommentar abließ. Myranda kannte ihn, er war während des Krieges ausschließlich auf Grauenstein positioniert gewesen. Und sie glaubte, er war auch einer von Ramsays Lieblingen. Er schien sie auch zu erkennen, aber das war ihr egal. Ramsay wusste mit Sicherheit Bescheid, auch wenn sie nicht darüber sprachen. Die kurze Zeit, die sie sich sahen, hatten die beiden besseres zu tun, als zu reden.
Dennoch wartete Myranda bis der Soldat weg war. Ramsay wollte auch sie nicht unnötig provozieren. Dann aber wandte sie sich wieder mit verführerischer Stimme an den Mann neben ihr: Wenn du willst, kannst du mir diese Geschichte auch an einem ungestörten Platz erzählen. Wenn wir dort auch nicht nur reden müssen... Mit diesen Worten beugte sie sich leicht vor, so dass er noch bessere Sicht in ihren Ausschnitt hatte, als ohnehin schon.
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Gorjon Rikke

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BeitragThema: Re: Lager der Rebellen   Fr Mai 20, 2016 10:53 pm

Jedes Mal wenn Gorjon seine Geschichte erzählt hatte war er danach hochzufrieden gewesen, weil es währenddessen Essen, Trinken oder einfach Unterhaltung gegeben hatte. Nie aber war er so glücklich gewesen wie gerade. Die Schönheit küsste ihm auf die Wange und je länger sie sprach desto mehr rückten die Soldaten in den Hintergrund. "Gorjon Rikke von der kahlen Schanze.", stellte er sich auf Nachfrage hin stolz und mit kräftiger Stimme vor, ehe er wieder in dümmliches Gelächter verfiel. "Bleib ruhig bei 'mein Held' oder was auch immer dir gefällt. Und wie nenne ich dich?", sprach er zu ihr und sein Blick wurde allmählich immer weiter an sie gefesselt, besonders als der Anblick wie zufällig noch reizvoller wurde.
Ihr Sarkasmus flog schnurgerade an ihm vorbei. Gorjon glaubte in diesem Moment tatsächlich angehimmelt zu werden, also sparte er auch nicht mit weiterer Selbstbeweihräucherung. "Mit einem Bolzen direkt ins Herz!", verkündete er kühn, auch wenn es glatt gelogen war. Er war nicht sonderlich gut mit der Armbrust, hatte nicht einmal genau erkannt wohin er den Wolf getroffen hatte. Da man mit einer solchen Geschichte aber schlecht Eindruck machen konnte wurde die Wahrheit also aufgehübscht. "Die Anderen haben gezittert vor Angst als die Bestie geknurrt hat, also habe ich dem Ganzen schnell ein Ende gesetzt!", behauptete er weiter, wieder war es eine Lüge, denn bestimmt ein halbes Dutzend Bolzen war zeitgleich auf das Tier abgefeuert worden. Da Gorjon aber mit lieblicher Stimme und schönen Augen "mein Held" oder "mein Riese" genannt wurde drehte sich die Wahrheit immer weiter.
Er grinste selig und gierig ihren Ausschnitt hinunter als sie sich vorbeugte, während es in seinem Kopf ordentlich ratterte. Ihre Aufforderung war nicht direkt genug erfolgt als das er sie direkt verstanden hätte, also brauchte es etwas bis der Groschen beim Nordmann fiel. Als es dann aber soweit war nickte er eifrig. "Es gibt allerhand zu erzählen, aber dafür ist hinterher Zeit.", grölte er freudig und schon suchte sein Blick hastig das Lager ab. In alle Richtungen blickte und wankte er kurz bis er wieder wusste wo sein Zelt stand. "Ah...", entfuhr es ihm erleichtert, da er doch noch nicht die Orientierung verloren hatte. In all seinem Übermut und Glück versuchte er nun die Dunkelhaarige einfach auf seine Schulter zu werfen, ganz so als wollte er sie rauben. Es war weniger ein Problem der Kraft als der benebelten Koordination. Gewiss würde sie mithelfen müssen um "fortgeschleppt" zu werden, aber das wollte und durfte Gorjon gerade nicht wahr haben. Egal ob er sie über die Schulter geworfen oder einfach so im Schlepptau zu seinem Zelt befördern würde wäre der Ausgang doch hoffentlich immer Derselbe.
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BeitragThema: Re: Lager der Rebellen   Sa Mai 21, 2016 8:28 pm

Gorjon Rikke von der kahlen Schanze, wiederholte Myranda mit sarkastischem Unterton. das ist wahrhaft der Name eines Heldens. Sie war sich sicher, dass er die Anspielungen nicht verstand. Laut und groß und stolz mochte er vielleicht sein, doch das sprach in keinster Weise für seine Intelligenz. Zu seiner Erzählung, wie er denn Wolf des toten Königs ganz alleine erlegt hatte, sagte Myranda erst einmal gar nichts. Zuerst dachte sie auch, das wäre gar nicht nötig, dieser Gorjon würde sie direkt zu seinem Zelt schleppen, doch dafür brauchte dieser dumme Riese viel zu lange. Myranda spürte wieder, wie sich Langeweile in ihr ausbreitete. Sie dachte daran, nach einer geeigneten Antwort zu suchen, aber entschied sich dagegen. Am besten ging das hier so schnell wie möglich über die Bühne. Einen Rückzieher konnte sie schließlich jetzt nicht mehr machen.
Als er endlich begriff, war Myranda der Arm um ihre Taille bereits mehr als nur lästig geworden. Dennoch hielt sie still, auch als er sie in alle Richtungen erst einmal mit zerrte, um offenbar sein Zelt zu finden. Als er sie sich schließlich einfach über die Schulter warf - oder es zumindest versuchte - ließ Myranda es ebenfalls geschehen und half sogar ein bisschen nach, indem sich aus einer Seitenlage auf den Bauch drehte. Der Weg zu seinem Zelt war nicht weit, doch schon während den wenigen Metern wusste Myranda, dass dies blaue Flecken werden würden. Dementsprechend froh war sie auch, als sie das Zelt endlich erreicht hatten und sie sich von seiner Schulter auf den Boden gleiten lassen könnte. Dabei löste sich das Band in ihrem mieder vollkommen und ganz ohne jeden Halt glitt das Kleid von Myrandas ansonstem nackten Körper.
Blieb nur noch zu hoffen, dass er einigermaßen gut im Bett war.
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BeitragThema: Re: Lager der Rebellen   Sa Mai 21, 2016 11:10 pm

"Wahrhaft!", wiederholte Gorjon voller Stolz ehe er sich selbst die Faust auf die Brust klopfte. Wieder hatte er den Unterton der Worte nicht durchschaut, weshalb er weiterhin ganz in seinem Element war. Zwar erfuhr er nicht den Namen der Frau an seiner Seite, doch scherte es ihn herzlich wenig. Voller Vorfreude schleppte er sie zu seinem Zelt.
Erstaunlicherweise wurden seine Bewegungen klarer und geschickter, je näher er an sein Lager kam. Hatte die Schönheit vorhin noch nachhelfen müssen so war Gorjon nun im Vergleich dazu nahezu grazil. Noch während er sich ins Zelt schob löste sich sein Gürtel. Zum Glück musste er nicht mehr ständig kampfbereit und gar mit Rüstung herum laufen. So war auch sein Körper bald entblößt, nur die eiserne Kette mit dem Widderkopf hing noch immer um seinen Hals.

Als Gorjon später verschwitzt nieder lag mochte die Kette sonstwo liegen. Er hatte alle Viere von sich gestreckt, fast so als wollte er die Figur auf dem Banner der Boltons nachstellen. Seine Brust bebte förmlich von der schweren Atmung, während nur noch seine Augen kontrolliert bewegt wurden und zu einem schmalen Spalt am Zelteingang wanderten. Es war längst völlig Dunkel geworden, soviel konnte er gerade erkennen. Sein Blick suchte wieder die Dunkelhaarige.
Zimperlich war er sicher nicht gewesen. Nachdem sie ihn so wild gemacht hatte war er auch mit vollem Eifer zu Werke gegangen, gierig aber auch gebend. Mit einer Hand fuhr Gorjon die Haare aus seinem Gesicht während er sich aufrecht hinsetzte. Er lachte kurz und brummig, griff nach einem Krug der zu seinem Entsetzen leer war. "Jetzt bin ich auf Krawall aus.", meinte er in einem lauten Tonfall, der sonst für Flüche reserviert war. Er hatte gegessen, getrunken, seinen Spaß gehabt - nur eine Rauferei fehlte noch um den Tag perfekt zu machen. Voller Übermut gab er der Dunkelhaarigen einen saftigen Klaps aufs Gesäß. "Was ist? Kennst du jemanden der eine Abreibung verdient hat?", wollte er lachend wissen.
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BeitragThema: Re: Lager der Rebellen   Di Mai 24, 2016 8:02 pm

Myranda fühlte sich erschöpft, wund und wunderbar. Sie lag nackt auf dem Bauch neben diesem Gorjon, den Kopf und die Arme auf seinen Brustkorb gestützt und die Beine angewinkelt. Der Riese atmete heftig ein und aus. Sonderlich zimperlich waren sie nicht mit einander gewesen, es war rauh und heftig gewesen und vor allem lang. Genauso wie Myranda es mochte. Ihre Fingernägel hatten sicherlich Spuren auf dem Rücken des Mannes hinterlassen, doch er beklagte sich nicht. Es schien ihm gefallen zu haben.
Der Abend war also nicht ganz vor die Hunde gegangen. Gorjon war langweilig, wenn er trank und redete, so wie die meisten Männer. Im Bett aber war er absolut fantastisch. Als er sich aufsetzte, drehte Myranda sich um und zog die Beine an die Brust. Sie betrachtete ihn, als er nach dem Bierkrug griff. er war haarig. Myranda mochte keine Körperhaare. Sie mochte den Mann nicht. Nur das Ding zwischen seinen Beinen war ganz gut.
Doch dieses Theater war noch lange nicht zu Ende und ein Rückzieher war unmöglich. Also hörte sie ihrem Bettkumpanen zu und biss vor unterdrückter Wut die Zähne zusammen, als er ihr einen Klaps auf das Hinterteil gab. Sie hasste es, so behandelt zu werden wie irgendein Hund, den man mit einem leichten Klaps daran erinnerte, wie die Rollenverteilung war. Doch sie sagte nichts dazu.
Oh, da kenne ich sicher viele. Der Soldat zum Beispiel, der dich so zum Affen gemacht hat, mein Held. Oder sollte ich lieber Bär sagen? Sie strich durch seine Brustbehaarung auch wenn ihr vor Ekel fast alles hochkam. Wie gesagt, Myranda hasste Körperhaare. Langsam ließ sie ihre Hand tiefer wandern.
Doch so schnell sind wir doch sicher noch nicht fertig, oder?, fragte sie, obwohl sie wirklich genug hatte.
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Gorjon Rikke

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BeitragThema: Re: Lager der Rebellen   Di Mai 24, 2016 10:17 pm

Als die Dunkelhaarige erwähnte viele Männer zu kennen denen er eine Abreibung verpassen konnte spannte sich Gorjon bereits vor Vorfreude an. Doch ihre folgenden Worte ließen ihn verdattert und in Gedanken zurück. Zum Affen gemacht? Daran konnte er sich nicht erinnern und fieberhaft überlegte Gorjon welcher Soldat es gewagt hatte ihn vorzuführen. War es etwa der Boltonsoldat der zuletzt verschwunden war? Zeit näher darüber nachzudenken wurde dem Zweitgeborenen jedoch nicht gewährt. Die Schönheit strich über seine Brust und da Gorjon nun etwas aufmerksamer und von seinem hohen Ross herunter gekommen war bemerkte er eine Spur von Abscheu bei ihr. Oder hatte er sich doch geirrt?
Was sie danach sagte - und vor allem tat - ließ nur gänzlich andere Schlüsse zu. Wieder bildete sich ein Grinsen auf Gorjons Gesicht. "Wir sind längst nicht fertig.", versprach er ihr, womit er den Mund leider reichlich voll genommen hatte. Ihre Berührung ließ ihn das Verlangen nach mehr spüren. Der Geist war willig, doch was war mit dem Fleisch? Sie hatten sich bereits lange und äußerst rau vergnügt, da war er nicht bereit jetzt direkt wieder ans Werk zu gehen. Ein Jammer, denn seit langem hatte er keine solch interessante Frau gehabt. Die Schöne neben ihm war eine rechte Furie gewesen und hatte ihn mit vielerlei Dingen überrascht. Sie hatten sich gegenseitig angestachelt und der Gedanke dies zu wiederholen war allzu verlockend. Doch die Kraft war vorerst nicht vorhanden.
"Ich sollte dich mit auf die Festung meiner Familie nehmen.", meinte Gorjon also, obwohl er es eigentlich gar nicht vorhatte. So interessant und anders die Frau auch war wäre sie dort sicherlich unerwünscht. Um sich aber Zeit zu verschaffen glaubte er das es gut war über die Heimat zu reden. Unbewusst wurde er dabei auch direkt sehnsüchtig. "Die kahle Schanze... endlich kehrt dort wieder altes Recht ein, jetzt wo dieser Stark Abschaum entmachtet ist. Meine Brüder haben Gefangene dorthin gebracht, es wird das erste Mal seit langer Zeit sein das wieder gepfählte Leiber die Festung zieren können.", überlegte er halblaut was ihn in der Heimat erwarten könnte. Sonderlich scharf darauf die unglücklichen Soldaten der Starks zu pfählen war er nicht, allerdings hatte die grausame Bestrafung viel mit der Tradition seines Hauses zu tun, weshalb er dieses Ereignis doch irgendwie herbei sehnte. Da er sich aber auch im hier und jetzt befand kehrte seine Aufmerksamkeit schnell zu der Hand zurück, die so unanständig schön an ihm herum wanderte. Gorjon steuerte nun seinerseits mit einer Hand das äquivalente Ziel bei der Frau an. "Du hast mir immer noch nicht gesagt wie ich dich nennen soll.", stellte er fest.
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BeitragThema: Re: Lager der Rebellen   Mi Mai 25, 2016 4:15 pm

Gepfählte Männer? Das hörte sich wahrlich nach der Art Geschichte an, die Myranda mögen könnte. Also zog sie ihre Hand zurück und legte all ihre Finger auf die seine, um sein grobes Streicheln zu unterbinden. Die kahle Schanze ist also eure Heimat? Erzählt mir mehr darüber. Haben die Starks Eure Traditionen dort verboten? Ramsay hatte dazu einst sein Leid geklagt. Die Starks hatten zumindest das Häuten von Männern unterbunden, ein Jammer, da es doch zu Ramsays Lieblingstätigkeiten gehörte. Myranda persönlkich schaute dabei am liebsten zu, all das Blut und die Schreie zu nah an ihrem Ohr mochte sie nicht.
Auf seine Frage nach ihrem Namen schürzte sie unschlüssig die Lippen. Sonderlich scharf darauf, ihm ihren Namen zu nennen war sie nicht, denn was, wenn dieser Mann sich tatsächlich als anhänglich bewies? Also setzte sie einfach ein keckes Lächeln auf und sah zu ihm auf. Ist das wirklich so wichtig, mein großer, starker Bär?
Myranda wusste nur allzu gut, dass sie mit ihren unbedachten Handbewegungen seine Lust wieder angestachelt hatte, aber es war ihr lieber, von dieser scheinbar uralten Tradition des Pfählens erzählt zu bekommen. Nur war es sicher nicht das, was er jetzt wollte. Ein kleines Lächeln schlich sich auf ihre Lippen, als ihr eine mögliche Lösung einfiel.
Sie erhob sich vom Bett, ging vor dem Mann auf die Knie und ließ ihre Finger seine Oberschenkel hochwanderte. Ich habe eine Idee, mein Held. Wie wäre es, wenn ihr erzählt und ich mich hierum kümmere? Die Worte wurden von einem Grinsen begleitete, während ihr Gesicht sich seinem Unterkörper nährte.
Myranda hasste den Geschmack, doch diese Geschichte war ihr lieber.
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BeitragThema: Re: Lager der Rebellen   Mi Mai 25, 2016 7:43 pm

Etwas enttäuscht blickte Gorjon auf die Hand, die seine Finger zurück hielt. Gerade war er wieder in Stimmung gekommen und nun sollte er doch gebremst werden? Erstaunt sah er die Frau an, als sie sich nach der Schanze erkundigte. Er konnte sein Glück kaum glauben, diese Fragen kamen gerade recht. Anstatt mit erschöpftem Leib weiterzumachen würde er eine Pause machen, während der er einer seiner Lieblingsbeschäftigungen nachgehen konnte: mit der Familiengeschichte prahlen. "Verboten und unter Strafe gestellt, eine himmelschreiende Ungerechtigkeit!", klagte er jedoch zunächst über die Starks, wie es eben seine Art war.
Bevor er erzählen konnte wollte er noch wissen wie er die Dunkelhaarige nennen sollte, aber sie wehrte ihn geschickt ab. Die Schmeichelei gefiel Gorjon, also ließ er dieses Thema einfach auf sich beruhen. Zufrieden schüttelte er den Kopf. Und das Ganze wurde noch weitaus besser. Als sie auf die Knie sank ahnte er worauf es hinaus laufen würde und die Erregung als sie ihre Andeutungen machte war immens. "Das ist die beste Idee die ich in meinem Leben gehört habe.", verkündete er also lachend.
Recht schnell musste Gorjon feststellen wie schwer es war eine Geschichte zu erzählen, wenn man derartig abgelenkt war. "Bestimmt weißt du, dass die Schanze nicht allzu weit von hier liegt. Mann kann sie an einem Tag erreichen. Früher war schon der Weg den kahlen Hügel hinauf zur Festung mit aufgespießten Leibern umgeben, aber dann durften wir nicht einmal die Zinnen damit krönen.", begann er zunächst ganz normal, doch je länger die Schönheit ihr Werk verrichtete desto schwerer wurde es ganze Sätze aneinander zu reihen. "Ich hörte den Boltons sei es ähnlich ergangen mit dem... äh... mit dem Häuten. Das ist... nicht wirklich mein Fall, da sieht ja jede Trophäe hinterher gleich aus. Weißt du beim... beim Pfählen... das... ah... ist ganz interessant wie dann jeder Körper anders aussieht. Manchmal ragt der Pfahl nämlich aus der Brust, mal aus der... aus der Schulter und dann... dann auch mal wieder aus dem offenen Mund.", war der weitere Bericht also deutlich unverständlicher.
Doch Gorjon fühlte sich in seiner Haut einfach zu wohl um aufzuhören. Es war deutlich zu spüren gewesen, dass sie sich für die Grausamkeiten interessierte. Also sollte sie es auch hören, selbst wenn der Nordmann sich arg konzentrieren musste. Zudem war er bemüht die Schrecklichkeiten nicht direkt anzusprechen. Es war wahrhaft ein blutiger Brauch, aber eben Tradition. Die Boltons taten schließlich Schlimmeres. "Mein Bruder meint, wenn die Verurteilten sich... winden und... schreien, dann... wäre es als ob sie singen und tanzen. Darum hat er so oft... so oft... zum Tanz geladen, dass sie ihn den Pfähler nennen. Natürlich... mussten wir das immer... so machen das die Starks keinen Wind... keinen Wind von der Sache bekamen. Die Leiber wurden hinterher verbrannt, eine schreckliche Verschwendung. Jedenfalls... weiß ich... das bald wieder Männer um die Festung herum... singen und tanzen werden...", beendete er schließlich doch seine Erzählung, nur Sekunden vor dem Punkt an dem sich die Freude auf den Höhepunkt steigerte. Welch ein bizarrer Abend es doch geworden war.
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BeitragThema: Re: Lager der Rebellen   So Mai 29, 2016 4:43 pm

Myranda hasste den salzigen Geschmack in ihrem Mund. Dennoch schuckte sie ihn hinunter, als wäre nichts. Die ganze Zeit hatte sie dem Nordmann aufmerksam zugehört. Jetzt antwortete sie ihm, während sie sich auf die Suche nach ihrem Kleid machte.
Singen und Tanzen... Ich glaube kaum, dass es ein angenehmer Gesang ist. Ihr habt also einen Bruder? Ist er auch so groß wie Ihr? Oder größer? An ihrem Grinsen konnte man erkennen, dass sie keineswegs die Körpergröße meinte. Ihr Kleid entdeckte sie am Eingang, direkt neben dem blauen Umhang, den sie auf dem weg hierher getragen hatte. Ihr scheint die alten Traditionen, nach dem Fall der Starks wohl wieder in aller Öffentlichkeit auszuführen? Habt Ihr die Erlaubnis von Lord Roose Bolton? Er ist jetzt Wächter des Nordens, wie Ihr sicher wisst. Myranda zog sich das Kleid über den Kopf und begann das Mieder wieder zu zu schnüren. Jedoch nicht bis ganz nach oben. Ein wenig Blickfreiheit sollte dieser Gorjon schon haben. Ihren Umhang hob sie nur auf und nahm ihn mit zum Bett, wo sie sich grazil neben den Nordmann setzte.
Oben auf Grauenstein hört man nichts anderes mehr als das Gerede darüber, dass man das Häuten wieder einführen soll. Wirklich begeistert bin ich davon ehrlich gesagt nicht. Die Schreie gehen noch. Aber der Gestank... Und die tausend Fliegen. Es ist so... Sie suchte nach dem richtigen Wort. schmutzig. Mit einem kurzen Kopfschütteln gab sie ihrem Missfallen Ausdruck.
Dann sah sie Gorjon an. Wie war das noch einmal mit der Abreibung? Vielleicht ergab sich da ja eine Gelegenheit, unbemerkt zu verschwinden. Das Pfählen war nicht halb so aufregend, wie sie zuerst gedacht hatte und dieser stupide Riese schon gar nicht.
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BeitragThema: Re: Lager der Rebellen   So Mai 29, 2016 7:25 pm

Wieder ließ sich Gorjon erschöpft aber äußerst zufrieden zurückfallen. Er atmete schwer, allerdings keuchte er nicht so wie vorhin. "Nein, angenehm ist der Gesang sicherlich nicht.", konnte er der Dunkelhaarigen nur zustimmen. Es passte ihm nicht, dass sie sich für seinen Bruder interessierte, jedenfalls nicht jetzt wo er seiner Meinung nach der einzige Kerl auf der Welt war für den sie sich zu interessieren hatte. Trotzdem beantwortete er ihre Frage, auch wenn ihm die eigentliche Anspielung dahinter entgangen war: "Wir sind alle Riesen. Aber... ich würde sagen er ist einen Fingerbreit größer. Und der jüngere Bruder einen Fingerbreit kleiner."
Viel besser gefiel es Gorjon über die Traditionen des Nordens zu reden. Er blieb dabei einfach liegen, sodass er nicht mitbekam wie die Frau ihre Sachen zusammen suchte. Im Moment konnte er nur die Zeltdecke sehen. "Eine Erlaubnis haben wir nicht. Aber Roose Bolton ist ein wahrer Nordmann, der die Traditionen ehrt und wir sind seit Jahrhunderten dem Haus Bolton treu. Es gibt also keinen Grund um Erlaubnis zu fragen, weil es selbstverständlich ist.", gab er mit großer Überzeugung von sich, dann erst drehte er seinen Kopf. Die Dunkelhaarige war nun fast wieder angezogen und auch Gorjon raffte sich langsam auf, wobei er aber vorerst weiter nackt sitzen blieb.
"Das kann ich mir denken. Es ist auch eine ziemliche Sauerei, wenn man es genau nimmt. Pfählen geht da mit weniger Schmutz vonstatten. Aber... Traditionen sind nun einmal Traditionen.", teilte er ihr Einschätzung, wenn auch mit etwas weniger Missfallen. Er konnte sich gut vorstellen, dass dieses Gesprächsthema in Grauenstein vorherrschen würde, auf der kahlen Schanze würde es wohl ähnlich sein.
Nach all dem Gerede und hauptsächlich dem drumherum hatte der Nordmann schon fast wieder vergessen gehabt eine Prügelei angedroht zu haben. Aus der Nachfrage schloss er, dass die Frau dabei sein und das Ganze sehen wollte. Vielleicht würden sie sich dann später auch wieder vergnügen können, jedenfalls solange man noch vor Grauenstein lagerte. Lange würde es nicht mehr sein, dann wollte Gorjon sie loswerden. Vorerst aber nahm er zufrieden zur Kenntnis, dass sie scheinbar sehr an ihm Gefallen gefunden hatte, da es auf der Oberfläche so den Anschein hatte. "Stimmt.", meinte er also grinsend, während er sich nun endlich daran machte seine Kleidung zu sammeln.
Seine Eisenkette legte er dabei ganz bewusst zuerst an, so wie er es fast immer tat. Als er danach fertig war fühlte er sich allerdings ziemlich wacklig auf den Beinen. Er hatte getrunken und andere Anstrengungen hinter sich, trotzdem wollte er nicht gestehen das er wohl nicht auf der Höhe war. "Dieser Lümmel von vorhin kann was erleben.", verkündete er in markigem Ton und in Bezug auf den Soldaten, von dem die Dunkelhaarige behauptet hatte er hätte ihn verspottet. Danach trat er auch rasch aus dem Zelt, wobei er einen völlig zufällig nahe dem Eingang stehenden Mann in seinem schlecht orientierten Eifer anrempelte. "Pass doch auf!", schnauzte ihn der Kerl an und Gorjon war nur zu dankbar für diese Gelegenheit nicht erst nach dem Bolton Soldat suchen zu müssen nur um dann einzugestehen, dass er nicht mal mehr wusste wie der Kerl aussah.
"Halt die Schnauze!", blökte der Nordmann also zurück und schon flog seine Faust ins Gesicht des Angerempelten. Sogleich war die unmittelbare Umgebung voller Leben. Andere Männer eilten herbei um zu sehen wie der Fremde erstaunlich gut Paroli bot. Es war ebenfalls ein großer Mann, allerdings weniger breit und Gorjon musste schnell einen Schlag in den Magen verdauen. Eine echte Rangelei entstand, in deren Eifer der Rikke keine Chance hatte zu bemerken wie ein anderer Mann - mit denselben Insignien wie der Angerempelte auf der Brust - direkt in Myrandas Nähe ein Messer zog und auf die Prügelnden zuschritt. Bevor allerdings mehr geschah gingen mehrere andere Männer dazwischen, um die Streithähne zu trennen, wodurch sich das Ganze schnell auflöste. Gorjon torkelte angesäuert davon.

tbc: Königsweg


Zuletzt von Gorjon Rikke am Di Jun 14, 2016 9:22 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Lager der Rebellen   So Mai 29, 2016 8:50 pm

Er schien ihre Anspielung tatsächlich nicht zu verstehen. Myranda konnte nur den Kopf schütteln über so viel Dummheit. Sie wartete bis er sich ganz angezogen hatte. Er brauchte tatsächlich unglaublich lange dazu. Wie hatte sie je auf den Gedanken kommen können, dieser Mann sei irgendwie interessant? Er war einfach nur ein brutaler, dummer, saufender Geschichtenerzähler. Langweilig.
Seinen Kommentar zu Roose Bolton ignorierte sie. Ganz sicher war Myranda nämlich nicht, ob die Lords der Kahlen Schanze tatsächlich ihr Ritual des Pfählens durchführen konnte. In Wahrheit war es nämlich Ramsay gewesen, der auf die Tradition des Häutens gepocht hatte. Was dieser dumme Riese natürlich nicht wissen konnte.
In einer Ecke des Zeltes entdeckte Myranda einen Krug Wasser. Verstohlen nahm sie ein paar Schlucke und gurgelte, um den ekelhaften Geschmack in ihrem Mund los zu werden. Gorjon schien es nicht einmal zu bemerken. Sie stellte sich an den Ausgang des Zeltes und zog sich ihren blauen Umhang über. Draußen war es kühl, letztendlich hatten die Starks also doch recht: Der Winter nahte.
Endlich wurde der Riese fertig mit Anziehen. Myranda kam nicht umhin, seinen wankenden Schritt zu bemerken. Die heutige Schlägerei würde er wohl nicht gewinnen. Dazu hatte er wohl schon genug Bier intus. Was aber auch bedeutete, dass es für sie sicherer war, zu verschwinden. Sie wollte nicht wie eine Trophäe an den Gewinner weiter gereicht werden.
Dass die Schlägerei quasi vor der Haustür stattfand, überraschte Myranda dann doch. Gorjon stürzte sich ins Getümmel, während sie noch kurz stehen blieb und überlegte, vielleicht doch noch ein wenig zu bleiben. Doch es war eine übliche, langweilige Schlägerei. Selbst der Kerl mit dem Messer würde sie nicht interessanter machen.
Nein, Myranda hatte ihren Spaß für heute gehabt. Es war Zeit nach Hause zu gehen. So ließ sie das Zelt des dummen Riesens hinter sich zurück und machte sich auf den Weg nach Grauenstein.

tbc...
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