Game of Thrones

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Joffrey Baratheon
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BeitragThema: Konferenzraum   Do Apr 16, 2015 8:05 pm

~~~Der Konferenzraum der Burg befindet sich hier. Der Rat setzt sich an der Tafel zusammen und bespricht wichtige Themen.~~~
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BeitragThema: Re: Konferenzraum   Mi Jul 06, 2016 2:21 am

Lord Manderly mit Warrek Cassel


Nachdem seine Männer untergebracht und die Pferde versorgt waren, würde ein Bote an sein Quartier klopfen. Er war nicht allein, begleitet von 2 Wachen , die ungefähr 2 Köpfe grösser als der Bote waren, sah er den Cassel Anführer an mit einem freundlichen und teils erstauntem Blick. Er hatte wohl die Gerüchte gehört, die vom  Überfall auf Schwarzfels kursierten. Angeblich waren sie überrascht und überrannt worden von einer Horde der brutalsten Krieger der Boltons. Manche sagten sogar, das der Bastardsohn von Roose Bolton den Angriff anführte und das Blut der gefallenen von ihrem Muskelfleisch leckte während er sie langsam , Stück für Stück häutete. Das gemeine Volk neigte dazu  Nachrichten auszuschmücken ,also was man davon glauben wollte blieb jedem selbst überlassen der sich kein eigenes Bild machen konnte. Dementsprechend wirkte es ein wenig ehrfürchtig, wie der kleine Bote  neben Warrek einherschritt bis zum Konferenzraum. Stets begleitet von den 2 riesigen Männern. Zum glück blieb der Weg im freien nur kurz, bevor sie in eine steinerne Halle eintraten und den rechten Gang nahmen um in den Konferenzraum zu gelangen. Wandbehänge und das Sigil der Manderlys, der Wassermann mit Dreizack , waren allgegenwärtig. Sie versuchten ein wenig das beklemmende Gefühl vom dunklen Stein zu verdrängen und ein Feuer wärmte die müden Knochen in jedem Raum. Ein grosses Feuer wurde im Kamin des Konferenzraumes geschürt, damit es wohlig warm blieb, denn Lord Manderly wurde schnell um die Füsse und die arme herum kalt. Dann begann er mehr zu trinken und er wollte sie nicht gleich sternhageldicht trinken müssen, nur wegen der Kälte, besonders wenn er einen Gast erwartete, mit dem er einiges besprechen musste. Verdammte Freys, Boltons, Lennisters alle die miteinander unter einer  Decke stecken. Dieses Dreckspack wird noch für alles bezahlen. Mit diesem Gedanken brach er ein Schenkel vom Truthahn der vor ihm stand ab. Erstaunlich wieviel Kraft noch in den Wurstähnlichen Fingern des Lords steckte. Seine Erscheinung allerdings liess darauf vermuten, dass er schon ewig nichtmehr zu fuss gehen konnte. Er war riesig, in der Breite und selbst in der Höhe nicht kleingewachsen. Doch er war so breit, dass er auf einem extragrossem Stuhl auf einer Trage platznahm , während jeder andere im Raum auf einem verzierten Holzstuhl sitzen musste. Momentan befanden sich bei ihm seine 4 Träger und 4 Handlanger, die sich um sein Wohlergehen kümmerten. Die Tafel war mit 10 Sitzen besetzt, doch alle standen leer. Manderly rann ein kleiner Schweisstropfen über die speckige Wange hin zum doppelten Kinn und verschwand in den Falten vom Dritten und Vierten Kinn. Ein Kronleuchter hing über ihnen mit mehreren Kerzen um den Raum etwas mehr zu erleuchten. So erblickte Lord Manderly den eintreffenden Cassel und hob den  Truthahnschenkel wie ein Zepter in die Luft. Ihr braucht da nicht herumstehen und auf den Sommer warten junger Lord Cassel. Kommt her und leistet mir beim Essen gesellschaft während ihr mir erzählt was ihr mit Kleinfinger zu schaffen habt. Mit solchen vertrauenswürdigen Menschen braucht ihr euch nicht noch umgeben in eurer Lage. Es heisst aus verlässlicher Quelle das er der letzte  Sargnagel von Ned Stark war. Ich versuche euch einen guten Rat mit auf den Weg zu geben er rülpste lautstark und biss nochmal herzhaft,reissend von dem Truthahnfleisch ab , nachdem er den ganzen Schenkel in Waldfruchtsosse tunkte und wendete. die ganze Sosse  umrandete daraufhin sein Mund. Dafür gabs aber ja Taschentücher. Lord Manderlys Taschentuch war ebenso wie er, überdimensional. Nachdem er es benützte, sah er den Cassel durchdringen aus seinen Hundeäuglein an. Und wer genau hinsah erkannte die eigene Gerissenheit und Listigkeit von dem Lord von Weisswasserhafen. "Ich denke.... Du kannst aber nicht nur von gutem Rat leben und bist auch kaum mit einer  handvoll Männer entkommen. Was also gedenkt ihr zu tun ... Lord Cassel.?. Diese Frage, war wohl die Frage der Fragen. Und der Lord wartete auf die Antwort mit einem Kochlöffel voll Kartoffelpürree mit Fleischsosse.
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BeitragThema: Re: Konferenzraum   Mi Jul 06, 2016 11:00 pm

Warrek Cassel bei Lord Manderly

Kaum dass er das innere des Bergfrieds betrat, spürte Warrek wie ihm langsam eine gewisse Wärme durch die die kalte 'Rüstung' und durch die Glieder floss. Ein angenehmes Gefühl nach dem Ritt durch die Kälte und dem kleinen Kampf, der sich zuvor auf Schwarzfels zugetragen hatte. Wie es den Anwohnern wohl ging? Der Krieger wollte es sich eigentlich nicht ausmalen und folgte stattdessen dem Bediensteten weiter durch die Neue Burg. Das Wappen des Hauses Manderly war stets zu sehen, so dass man fast das Gefühl bekam, der Wasser man würde einem mit seinem Dreizack verfolgen wollen. Doch der dunkelhaarige Mann aus dem Norden unterdrückte solch Gefühl schnell im Keim, bereitete sich in Gedanken eher auf das Bevorstehende vor, das nicht mehr lange auf sich warten ließ, da der Konferenzraum erreicht war. Auch dort prasselte ein Feuer im Kamin und einige Kerzen brannten um das nötige Licht zu spenden, während man, um Lord Manderly zu erkennen, wahrscheinlich nicht so viel Licht benötigte, aber es sei so, wie es ist. Und während sein Gegenüber noch an seinem Truthahn-Schenkel nagte, neigte Warrek mit dem nötigen Respekt seinen Kopf vor dem Lord und hörte schließlich was dieser zu sagen hatte.
Setzten war keine schlechte Idee, wobei der junge Herr doch ganz froh darüber war noch auf beiden Beinen zu stehen beziehungsweise zu laufen, während sich der fette Lord über Kleinfinger ausließ und nebenbei erwähnte, dass dieser wohl mitverantwortlich am Tod von Ned Stark war - dem Mann dem der junge Cassel sein Leben anvertraut hätte. Dennoch setzte er sich erst mal zu dem Lord und verschränkte auf dem Tisch die Finger miteinander, stützte sich dabei ein wenig auf die Tischkante. "Vor dem Sommer muss erst mal der Winter kommen, Mylord", sagte er eher beiläufig als wirklich ernst gemeint, wobei es doch der Wahrheit entsprach. Der Winter naht; das war schon immer so.
"Und was Kleinfinger betrifft... So habe ich mit ihm noch nichts zu schaffen und werde es mir auch gut überlegen, nachdem ihr mir diesen gut gemeinten Rat gebt." Er meinte es tatsächlich ernst. Dass man Petyr Baelish für gewöhnlich nicht trauen sollte, hatte wahrscheinlich inzwischen schon jeder Mann und jede Frau in Westeros gehört, dennoch riefen schwierige Entscheidungen nicht selten auch nach Risiken, die man eingehen musste, um an sein gewünschtes Ziel zu kommen. So sah Warrek dem Lord noch einen Moment beim Essen zu, ehe dieser fortfuhr. Ja, wie auch Petyr ihm sagte, konnte der Recke aus dem Hause Cassel keine Burgen mit netten Worten erobern oder besser gesagt zurück gewinnen und befreien. Mit dem kleinen Haufen an Männern noch viel weniger. Wie viele waren sie? Keine Hundert oder gar fünfzig mochte er meinen und deswegen lehnte sich der dunkelhaarige Nordmann mit einem resignierten Seufzen in seinem Stuhl zurück und sah dem Lord direkt an. Da war etwas in seinem Blick, das von Hinterlistigkeit sprach.
"Ich sprecht wahre Worte, Lord Manderly. Weder mit Gerede noch mit meinen paar elendigen Männern kann ich etwas im Norden bewirken... aber ich will etwas bewirken und wenn Ihr es ebenso wollt... Rate ich Euch, mir Hilfe zu stellen... Ein Mann kann kein Nordmann sein, wenn er behauptet die Boltons seien Wächter des Nordens. Die Rote Hochzeit hat gezeigt, wem und was die gehäuteten Männer in die Treue schwören. Und das ist ganz gewiss nicht der Norden", erklärte Warrek seine Meinung, behielt dabei stetig eine kühle Miene bei, die eisern zu sein vermochte. "Deswegen bitte ich Euch darum, mir Truppen zu leihen. Kampffähige Nordmänner, die wissen, für was sie zu kämpfen haben und wenn Ihr nochmal hören wollt, für was sie zu kämpfen haben: Ich kämpfe für das Erbe der Starks. Mein Vater, mein Bruder als auch mein Onkel, mein Haus, war ihnen treu ergeben und ich bin gewillt diese Tradition aufrecht zu erhalten, selbst wenn wir gerade keinen Stark vor Augen haben. Noch sind die Wölfe nicht ausgerottet worden."
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BeitragThema: Re: Konferenzraum   Do Jul 14, 2016 3:33 am

Durch ein Lacher seinerseits verschluckte sich der voluminöse Lord und man musste ihm helfen mit einem Kelch voll Wein den er hastig austrank, dabei floss ihm die rote "Suppe" seitlich über den dicken Hals und über die Robe, doch es erfüllte den Zweck und sein Rachen war wieder freigespült. Nach mehreren kleinen Hustern und  dem Kelch , sowie ein paar mal auf die Brust klopfen fing sich der Lord wieder "Das haben die Starks auch immer gesagt." eine kurze Pause "Aber mein Winter scheint viel schöner zu werden als eurer solange Weisswasserhafen von meinen Soldaten bewacht wird. Roose Bolton wird es nicht wagen mich hier in meiner Stadt anzugreifen. Aber das auch nur solange ihm nichts zustösst. Er sagte die  Worte so nebenbei das sie fast ihre Bedeutung verstreichen liessen und doch waren sie in gewisserweise viel bedrohlicher als sie wirklich aussahen und sich anhörten, während der Lord weiter seinen Truthahn zerteilte und in Preiselbeersosse tunkte. "Soldaten die euren Worten Gehör schenken würden habe ich und ich bin sogar gewillt sie mit euch ziehen zu lassen um eures Vaters und Onkels Willen. Doch ihr ,Bursche, könnt mich nicht mit ein bisschen honigbeträufelten Worten von einem Krieg gegen die Boltons überzeugen. In einem offenem Kampf solltest auch du dich vorsehen. Man sollte die Häuter, ob man sie hasst oder nicht, definitiv nicht unterschätzen. Also schlage ich dir vor, du beweist mir erst einmal ob du auch das Zeug dazu hast deine Worte in die Tat umzusetzen. Ich meine ... die Starks hatten ihre Richtlinien und doch solltest du dir stets vor Augen halten, wohin es  das Haus gebracht hat. Sei klüger falls du das Spiel der Throne betretten willst. Der dicke Lord mit den Hundsäuglein hatte da definitiv Erfahrung,wenn es darum ging  dieses Spiel zu spielen.
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BeitragThema: Re: Konferenzraum   So Jul 17, 2016 4:47 pm

Warrek Cassel

Die kurze Luftnot des Lords sorgte bei Bediensteten und auf Warrek für kurze wenn auch schon eher gewohnte Sorge. Und nach wenigen Augenblicken war die Aufregung, man dies überhaupt so nennen durfte, auch schon vorbei und die beiden Männer konnten die wichtigen Unterredungen über die Zukunft des Nordens weiter führen, während Wyman Manderly weiterhin mit seinem Truthahn und der Preiselbeersoße beschäftigt war, ganz nebensächlich versteht sich.
"Roose Bolton ist nicht das einzige Mitglied der Familie. Von seinem Bastard gibt es schon lange genug Berichterstattungen, die nichts Gutes über ihn verheißen. Ein gnadenloses Monster, heißt es. Aber ein Monster mit Verstand", erwiderte der bärtige Mann mit dem dunklen Haar, das auch seinen Bruder ausgezeichnet hatte. Doch sein Bruder war nicht hier, ebenso wenig wie sein Vater oder sein Onkel. Auch nicht seine Cousine, wobei diese wenigstens noch lebte, wo auch immer sie gerade war. Aber Gedanken an Verwandten zu verschwenden, gerade jetzt, war nicht richtig. Es gab Dringenderes zu klären, dass nicht warten konnte und nicht warten durfte. Die Worte seines Gegenübers erfreuten ihn in der Hinsicht, dass Lord Manderly bereit wäre ihm seine Truppen zu leihen. Sie ihm zur Verfügung zu stellen, damit das Land für die richtigen Wächter des Nordens zurück erobert werden konnten. "Jedes Haus hat seine Richtlinien... Doch Ehre muss bei mir nicht immer an erster Stelle stehen, so wie es bei Ned Stark der Fall war. Wo ihn das hingeführt hat, haben wir alle gesehen...", sagte Warrek und dachte kurz nach, während er seinen dunklen Blick kurz senkte als auch wieder hob, um den dicken Lord von Weißwasserhafen anzusehen. "Ich werde mich beweisen, indem ich meinen Sitz zurückerobern werde. Schwarzfels ist keine große Festungsanlage, aber sie bietet Nähe zu Eurer Stadt. Und auch wenn die Gehäuteten eure Truppen jetzt noch nicht brauchen sollten... eines Tages werden sie trotzdem wollen, dass ihr das Knie vor ihnen beugt und wenn ihr das nicht tut, werden sie angreifen. Wahrscheinlich von Schwarzfels aus, da dort Truppen gesammelt werden können." Warrek stellte sich in seinem Kopf eine Karte vor. "Etwas, das man verhindern sollte, solange man noch kann, so dass ich in den frühen Morgenstunden mit einem kleinen Trupp ausreiten werde, um zu sehen, wie viele Männer den Fels halten. Dann kann ich sagen, wie viele Recken ich für einen Gegenschlag brauche und wie viele Männer nötig sind, um mein Zuhause zu halten."
Der Mann aus dem Hause Cassel lehnte sich langsam zurück und ließ seine Arme auf den dafür vorgesehenen Lehnen ruhen. "Zudem werde ich dafür sorgen, dass meine Cousine uns beisteht. Ihr solltet Euch vielleicht an sie erinnern. Sie war Euer Mündel, ehe sie mit einem Händler aus Braavos ausgerissen ist.", fügte er noch an und sah den Lord prüfend an. Ob er sich an das blonde Mädel erinnerte? Vielleicht. Aber er konnte sich vorstellen, dass es länger her ist, dass die heutige Kapitänin hier war.
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BeitragThema: Re: Konferenzraum   Do Jul 28, 2016 2:56 am

Lord Manderly


Alle bemühten sich wirklich sehr um die Gesundheit des Lords. Ohne seine zahlreichen Helfer wäre er bestimmt schon lange an seiner Fettleibigkeit gestorben auf die eine oder andere Weise. Aber zum Glück war er ein Lord und konnte es sich leisten wie eine Mastgans zu leben. Nach der kleinen Aufregung  lauschte der Lord erstmal aufmerksam den Worten seines Gegenübers bevor er zu einer Antwort ansetzte. "Diesen Kampfhund den er als Sohn grosszieht, er schafft sich schnell viele Feinde das hat noch keinem aufstrebendem jungen Mann gut getan. Doch bisher scheint der Erfolg ihn stets begleitet zu haben. Er wird vermutlich eure schwerste Hürde werden, die es zu überwinden gilt im Kampf um Gerechtigkeit und die echte Freiheit des Nordens. Desdo schneller er stirbt, desdo besser." Der alte Manderly hob leicht eine Augenbraue und sah ernst zu Warrek.
"Ich will damit nur sagen das du auf dich aufpassen solltest und auf die Wahl deiner Freunde." Nur eine kurze Pause liess er aufkommen bevor er fortfuhr "Und deswegen wirst auch du diese elenden Hurensöhne von dort vertreiben und wieder Ordnung schaffen. Gut, ich werde dafür sorgen das die Männer ausgeruht und bereit sind wenn ihr sie braucht." Lord Manderly sah ein, dass Schwarzfels als erstes befreit werden musste. Dann hob der feine dicke Herr nochmal die Augenbraue in leicht fragender und nachdenklicher manier, gefolgt von einem Blinzeln. Ahhh, das kleine Mädchen mit den Zöpfen und der Sommersprosse auf der Nase, ich erinnere mich. Welch eine Nervensäge. Ich vergleiche sie gern mit dem Wind. Der Wind macht auch immer nur das was er will. Es ist lange her seitdem sie das letzte mal hier aufgekreuzt ist."er musste grinsen. Da kamen bei ihm wohl gewisse Erinnerungen auf die in ihm solch eine Reaktion hervorriefen. Kurz darauf flüsterte man ihm etwas ins Ohr  und seine Miene nahm einen gewissen Ernst an "Wenn dies dann alles war Lord Cassel, werde ich mich ein wenig um andere Gelegenheiten noch kümmern müssen, ich bin aber froh, dass ihr als erstes auf meine Hilfe vertraut habt. Euer Vertrauen soll nicht umsonst sein. Wir holen Schwarzfels zurück. Und den Norden " Das letzte liess er allerdings unausgesprochen, man wollte ja auch nicht gleich in die Zukunft greifen als wäre es so einfach wie ein Plätzchen von seinem Nachtischteller zu stibitzen.
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BeitragThema: Re: Konferenzraum   Sa Jul 30, 2016 2:09 am

Warrek Cassel

Ja, Ramsay Schnee oder vielleicht sogar bald Bolton, das konnte keiner so genau sagen, würde wohl oder übel seine größte Hürde sein. Der Bursche hatte Ahnung von Kriegstreiberei und hatte seine Tücken, wie es hieß, doch Genaues wusste Warrek nicht, daher konnte er derzeit nur auf die Worte des fetten Lords vertrauen und hoffen, dass dieser ihm ein Freund war, doch so wie es aussah, war dem so! Er würde ihm die Männer geben, welche er benötigte, um somit einen Sitz wieder aus den Händen der Boltons zu befreien. Seinen Sitz um genauer zu sein. Eine gute Sache die den jungen Recken dazu verführte einen seiner Mundwinkel ein wenig in die Höhe zu ziehen.
Gerade als die Rede von Vaessa war, konnte er kaum anders. Zugegeben, er hatte seine Cousine nur ein einziges Mal persönlich gesehen, so dass er sie kaum persönlich kannte. Aber er hatte aus den Briefen genug raus lesen können. "Ja, der Wind ist wohl die beste Umschreibung für sie. Und wenn sie lange nicht mehr hier war, so wird es wieder Zeit für sie", sagte er und nickte bedacht, während er sich zurück lehnte und ihm eine seiner dunklen Strähnen ins Gesicht fiel. Fast als wäre dies das Zeichen dafür, dass auch die Würfel gefallen waren, so wie Lord Wyman Manderly auch zu verstehen gab.
"Ich wusste, ihr würdet den Starks weiterhin die Treue halten, wenn es auch nur eine Chance geben würde den Norden für die richtige Sache zurück zu holen, Mylord. Ihr habt mich nicht enttäuscht, dafür danke ich und so gesehen wäre das vorerst wirklich alles." Mit diesen Worten stand Warrek auf, schenkte dem Lord noch eine Verneigung und fand den Weg dann auch schon selbst hinaus. Er ging den gleichen Weg zurück, wie den zuvor, so dass er wieder den Thronsaal passieren würde. Die Überraschung war allerdings, dass dieser dieses Mal nicht leer war.
Ein junges Mädel, wahrscheinlich Lord Manderlys Enkelin, dachte er sich und ein Herr mit voran geschrittenem Alter und dennoch unverkennbar.
Wieder verneigte sich der Cassel. "Mylady Manderly, Mylord Baratheon. Warrek Cassel mein Name. Lord Manderly hat wohl noch eine Kleinigkeit zu tun, bevor er sie empfängt. Ich war gerade bei ihm."

tbc: Thronsaal
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BeitragThema: Re: Konferenzraum   Fr Okt 14, 2016 10:20 am

Stannis Baratheon:

Stannis Baratheon stand sich abstützend im Konferenzraum der Manderlys über den großen wuchtigen Tisch gebeugt, und blickte auf die große Karte welche den Norden darstellte. Der Konferenzraum war alt und schmucklos. Das einzig wertvolle darin waren wohl jener alte wuchtige Tisch, an denen Stühle mit Lehnen in Form eines Dreizacks, dem Wappen der Manderlys standen. Mehrere Kerzen brannten spärlich, und gaben dem Raum so Licht das er sonst nicht gehabt hätte. Lord Manderly, fett wie immer saß auf dem Dreizack-Stuhl am Tischende, und blickte stumm auf die sich auf der Karte befindenden stehenden Holzfiguren die den Wappen der großen Häuser des Nordens nachempfunden waren. Seine dicken Finger spielten selbst mit einer Figur die einen Meermann mit Dreizack darstellen sollte. Sein eigenes Haus. Stannis dagegen blickte nur verdrossen auf die Karte. "Karstark, Cerwyn, Umber... sie alle kämpfen auf Seiten der Boltons." sagte er zu Lord Manderly. "Wie viele Mann halten die Mormonts und die Glovers unter Waffen?""Zu wenige um gegen die Übermacht der Boltons etwas auszurichten, euer Gnaden." sagte Lord Manderly und zuckte mit den Schultern. "Sicherlich spüren viele andere Häuser einen gewaltigen Hass auf die Boltons. Doch sie werden lieber einem Mann aus dem Norden als einem aus dem Süden folgen. Und wenn es Roose Bolton ist." Stannis hasste die Ausweglosigkeit. Lord Manderly war ein kluger Mann, doch in Situationen wie diesen verbarg sich der Lord von Weisswasserhafen gerne hinter einer Mauer der Hilflosigkeit. Er ertrug einen unangenehmen Zustand lieber als selbst nach Lösungen zu suchen. "Du weisst genau was die Lösung ist." dachte Stannis mürrisch in Gedanken. An Lord Manderly gerichtet sagte er schroff. "Mylord, es wäre wesentlich einfacher wenn ihr mich gleich militärisch unterstützen würdet. Ich kann nicht den Norden befreien, wenn ich tagein tagaus nur hiermit euch sitze und diese Karte anschaue. Es sind die Worte eurer früheren Lehnsherren die uns sagen, dass der Winter naht. Wir sollten die Zeit also nutzen die uns noch gegeben ist." Daraufhin erhob sich Lord Manderly sehr schwerfällig. "Euer Gnaden, ihr könnt euch immerhin schonmal glücklich schätzen das ich euch empfangen und aufgenommen habe. Ihr mögt im Norden zwar aufgrund eurer Vergangenheit vielleicht mehr Ansehen geniessen als anderswo in Westeros. Aber das bedeutet nicht das ihr automatisch die Unterstützung der anderen Häuser habt. Im Norden geben wir nicht nur etwas auf Abstammung sondern auch auf Führung. Und wenn ihr euch der Führung als würdig beweisen wollt, wäre es ein guter Anfang Rickon Stark ausfindig zu machen. Die Häuser des Nordens würden euch nur unterstützen wenn ihr gelobt den Jungen auf seinen angestammten Platz zu setzen. Und was den Winter betrifft so solltet ihr da lieber an uns denken. Je länger wir brauchen um den Jungen zu finden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit das Roose Bolton das ausnutzen und uns angreifen wird. Ich bitte euch das zu bedenken."
Stannis knurrte als er das hörte. Er hasste es sich ständig durchsetzen zu müssen. In dieser Beziehung war er leider nicht Robert. Aber so ungern er es auch zugab, so hatte Lord Manderly Recht. Es hing alles davon ab, ob Rickon Stark noch lebte. Die Geschichte die sie von Vex Pyke dem überlebenden Bastard der Eisenmänner aus Winterfell gehört hatten, gab Anlass zur Hoffnung. Rickon Stark musste sich irgendwo an der Ostküste des Nordens zwischen Skagos und Weisswasserhafen mit einer Wildlingsfrau aufhalten. Und Stannis war gewillt ihn zu finden. Noch bevor es die Boltons taten, was den Tod des Jungen bedeutet hätte. In dieser Sache musste er liefern. "Ich habe es nicht vergessen Lord Manderly. Und erinnert mich nicht immer an eure Gastfreundschaft. Ich weiss sehr zu schätzen was ihr tut und bin mir der Umstände sehr wohl bewusst. Ihr habt euch schon jetzt als loyaler Vasall der Krone erweisen." sagte er ernst. "Das Wohl des Jungen bedeutet mir genauso viel wie euch. Ich habe zu diesem Zweck Lady Melisandre dazu beauftragt ihn zu finden." Wyman Manderly stand abrupt auf. "Doch nicht etwa die Rote Frau!" Mit dieser Reaktion hatte Stannis gerechnet. In diesem Moment musste er tief Luft holen. Diese Konversation strengte ihn an. Und wäre es nicht Lord Manderly, der da auf den Stuhl saß, hätte Stannis ihm bereits eine Tracht Prügel erteilen lassen. "Ja Lady Melisandre. Der Gedanke mag euch nicht behagen, aber sie ist in solchen Angelegenheiten sehr zuverlässig. Sorgt euch nicht um den Jungen. Ich werde Sorge tragen, dass er hier sicher ankommt." Lord Manderly schnaufte, und liess sich wieder auf seinen Stuhl mit einem Plumpsen hinab. Bevor er noch sagen konnte "Das will ich in Anbetracht meiner Gefolgschaft zu euch auch hoffen, euer Gnaden." wechselte Stannis schnell das Thema.
"Sobald der Junge hier ist, meint ihr das wir dann mit der Unterstützung der Mormonts und der Glovers rechnen können?" "Sicherlich" versicherte. Wyman Manderly. "Ich denke auch das die Cerwyns mit sich reden lassen. Die Flints, Tallharts und Hornwalds sowieso. Auch die kleineren Häuser werden zu uns überlaufen. Sie warten nur darauf einen Stark wieder in Winterfell herrschen zu sehen. Schwieriger wird es bei den Umbers. Sie sind in dieser Angelegenheit gespalten. Und ganz unmöglich wird es bei den Karstarks. Ich befürchte das Robb Starks Entscheidung Lord Karstark hinzurichten die Beziehung der Starks zu den Karstarks für alle Zeit beschädigt hat.""Der Junge hätte niemals in solch frühen Alter regieren dürfen." sagte Stannis mürrisch und dachte verärgert an die Zeit zurück als Robb Stark sich König des Nordens genannt hatte. Stannis war sich sicher das Eddard Stark die Umstände nach seinem Tod nicht gutgeheissen hätte. Schließlich hatte er zuletzt noch seinen Anspruch unterstützt.
Dann wurde er plötzlich auf den weissen Fleck mitten auf der Eng aufmerksam. "Was ist mit Grauwasserwacht?" "Lord Reed?" Lord Manderlys Augen wurden fade. "Schwer zu sagen. Haus Reed kontrolliert die Eng hat aber selbst nicht viele Männer. Ihre größte Waffe sind die Sümpfe in denen Grauwasserwacht liegt. Sie können sie fluten und damit den Königsweg unpassierbar machen. Außerdem weiss niemand ob der verworrenen Lage wo Grauwasserwacht liegt." "Und würde er uns unterstützen?"
fragte Stannis ungeduldig. "Wie gesagt es ist schwer vorherzusagen. Lord Reed wurde seit Jahren nicht gesehen. Er gilt als Eigenbrötler. Wenn er euch nicht unterstützen sollte, müssen wir hoffen das er uns wenigstens die Eng passieren lässt." "Es wäre sehr zu hoffen." brummte Stannis und kniff die Augen zusammen. War der Norden erst befreit würde er nicht rasten. Er würde weitermachen.
Sein Finger lag auf einem Punkt unterhalb der Eng. Die Zwillinge.
"Boltons, Freys, Lennisters.... sie werden alle für ihre Verbrechen bezahlen." murmelte er. "So die Götter wollen ja." sagte Lord Manderly und erhob sich schwerfällig. "Demzufolge ist es eine gute Entscheidung von euch mit Leanna Schwarzhain eine Ehe einzugehen. Die Flusslande werden euch eher folgen als es der Norden tut."
"Ja.." sagte Stannis leer und hörte fast nicht mehr zu. Seine Gedanken waren weit weg auf Drachenstein. Selyse war verstorben und seitdem war er Witwer. Zu diesem Zweck hatte er mit Haus Schwarzhain ein Heiratsbündnis geschlossen. Während er daran eher wenig Gedanken verschwendete, machte ihm doch der Tod von Selyse zu schaffen. Er hatte sie nie geliebt. So war es auch eine Selbstverständlichkeit das er keine Tränen um sie weinte. Doch um Shireen tat es ihm innerlich Leid. Seine Tochter...
War sie doch von den Göttern mit einer närrischen Mutter und einem abweisenden Vater ausgestattet worden.
In diesem Moment hasste er sich selbst dafür das er nicht bei ihr sein konnte.
Vermutlich hätte seine Erscheinung sie ohnehin nicht aufzuheitern vermocht. Doch es war seine Pflicht.
Seine Pflicht als Vater gegenüber seiner Tochter...
Er würde nach ihr nach Weisswasserhafen schicken lassen. Gleich im Anschluss auf diese Unterredung mit Lord Manderly.
"Euer Gnaden?"
"Hmmm?"
Just erwachte er aus seinen Gedankengängen, als Lord Manderly ihn ansprach.
"Werdet ihr Lady Leanna bei ihrer Ankunft am Hafen empfangen?" "Ja das werde ich. So gebietet es die Ehre und meine Pflicht gegenüber der Familie meiner zukünftigen Frau." sagte er kühl.
"Wir sollten keine Zeit verlieren und dieses Bündnis mit Haus Schwarzhain am besten sofort jetzt schliessen. Es ist gut schon jetzt eine Basis in den Flusslanden zu haben."
Lord Manderly nickte nur. "Es wird erwartet das sie noch heute in Weisswasserhafen ankommen wird."
Sein Gesicht wurde entspannter. "Danke. Lasst es mich wissen wenn sie da ist. Ich gedenke pünktlich zu sein." "Ich werde mitkommen. Wollen wir heute gemeinsam zu Abend essen? Ich lasse Fisch auftragen." Stannis bemühte sich ein dankendes Nicken zu bewerkstelligen. Er hasste Fisch.
Mit wenigen aber höflichen Worten verabschiedete er sich, und war froh endlich dieses Gespräch hinter sich zu haben. Es kamen unangenehme Tage auf ihn zu. Lady Leanna, Rickon Stark, Die Befreiung des Nordens und Shireen. All diese Dinge waberten in seinem Kopf herum.  Und in diesem Moment musste er an das denken was er einst zu Lord Davos gesagt hatte. "Wir müssen immer unsere Pflicht tun."
Gerade als er an seine Tochter dachte, wurde das schlechte Gefühl wieder stark. Er würde seine Pflicht  tun. Vor allem für Shireen.

tbc: Weisswasserwacht- Der Hafen.
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BeitragThema: Re: Konferenzraum   So Okt 16, 2016 5:13 pm

cf: Weisswasserhafen - Der Hafen:

Er hatte ihr durch einen Pagen zu verstehen gegeben, dass er mit ihr zu sprechen wünsche. Vermutlich hätte Lord Manderly an seiner Stelle ihr noch mehr Zeit gegeben. Aber er war nicht Lord Manderly.
Er war Stannis Baratheon, König der Andalen, der Rhoynar und der Ersten Menschen. Lord der Sieben Königslande und Protektor des Reiches. Und als solcher war es an ihm wie schnell er mit seiner künftigen Königin sprechen musste. Gewiss wäre es nur um den Austausch von Höflichkeiten gegangen, hätte Stannis das Gespräch auch auf einen anderen Tag verlegen können. Für sowas hatte er einfach keine Zeit. Er war König und kein Barde der mit ein paar Nettigkeiten um ein paar Münzen für sein täglich Brot betteln musste. Nein ihm ging es um etwas anderes. Stannis hatte am Hafen etwas an Leanna bemerkt. Nicht ihren versteckten Abscheu vor ihm, der ihm ohnehin gleich war. Nein. Es war etwas was man in diesen Tagen bei Frauen so selten fand. Intelligenz. Cersei Lennister war schon damals hinterlistig gewesen, doch das machte sie nicht unbedingt intelligent. Selyse war die Dummheit in Person in seinen Erinnerungen, was es Stannis auch erschwert hatte diese Ehe mit ihr zu ertragen. Aber er war standhaft geblieben.
Aber es gab diese Art von intelligenten Frauen die zu unverzichtbaren Mitstreiterinnen ihrer Männer wurden, da ihr Geist an den Stellen wo der Mann schwach war die Lücken füllte. Catelyn Stark, Margaery Tyrell, Joanna Lennister waren solche Frauen gewesen. Lady Melisandre war auch so. Und nicht zuletzt seine Nichte Katherine. Stannis hatte trotz aller Schwierigkeiten mit dem anderen Geschlecht großen Respekt vor Damen die sich nicht zu verstecken brauchten oder Furien werden mussten um mit Klugheit und Bedachtheit ihre Pflichten zu tun. Seine Mutter, Cassana Estermont, war so gewesen. Und Leanna so glaubte er auch, wenn sie aus sich herauskam. Waren sie erst einmal verheiratet, würde er nicht zulassen das Leanna sich wie Selyse in ihre Kammern verkroch und hoffte der Tag möge niemals kommen das Stannis ihr Bett aufsuchte. Er beugte sich wieder über die Karte, berechnete die Entfernung die der Marsch eines Heeres von den Zwillingen nach Flusswasser benötigte, als es an der Tür klopfte und der Page sie hereinbrachte. Nachdem er den Pagen mit einem Blick weggeschickt hatte, blickte er sie dagegen ernst aber nicht unfreundlich an.
"Seid gegrüßt Lady Leanna. Ich hoffe ihr konntet euch etwas frisch machen. Ihr verzeiht das ich als König leider den Pflichten gegenüber dem Reich gegenüber denen der Höflichkeit den Vorzug geben muss. Und wegen jener Pflichten habe ich euch auch hierherbeordert." Als er das sagte, wies er mit der Hand auf einen Beistelltisch, der abseits von dem großen Beratungstisch mit der Karte und den Figuren stand. Auf diesem stand eine große Karaffe mit Wein und zwei Gläsern. "Setzt euch bitte." Als sie saßen, nahm er die Karaffe zur Hand. "Wein?" sagte er und blickte ohne zu lächeln gespannt zu ihr. Auch für ihn war diese Situation ungewohnt. Aber er wollte immerhin Sorge tragen, dass diese Ehe nicht wie seine erste mit Selyse darin endete das Leanna für ihn nur ein Klotz am Bein wurde. Was heißt wollte, musste!
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BeitragThema: Re: Konferenzraum   So Okt 16, 2016 8:18 pm

cf: Neue Burg - Leannas Solar

Nachdem sie sich zum Schutz vor der Kälte, die durch diese Gemäuer strich wie ein eisiger Geist, einen dunkelgrünen Umhang übergeworfen hatte, folgte Leanna dem Pagen zu dem Konferenzraum. Kaum trat sie ein, erkannte sie, dass der König bereits mitten in den Kriegsvorbereitungen steckte. Eine große Karte der Sieben Königslande war auf dem Tisch ausgebreitet und Figuren in Form der Wappen der Häuser, die sie verkörperten, waren über die gesamte Karte verteilt. Truppenbewegungen. Als sie kleiner gewesen war, hatte Lucas ihr manches über Kriegsführung erklärt. Er hatte schon immer in die Schlacht ziehen wollen und war letztendlich nie wieder zurück gekehrt. Ohne groß zu suchen fand Lea den Fleck auf der Karte, der ihre Heimat kennzeichnete. Darauf standen die geschnitzten Figuren mehrerer Raben.
Schnell wandte sie den Blick ab und nun ihrem Verlobten zu. Euer Gnaden, begrüßte sie ihn und neigte nur den Kopf, da er ihr den Knicks bereits untersagt hatte.
Die Zeit hat für ein Bad und frische Kleidung gereicht. Insofern war es mehr als genug, Euer Gnaden, beantwortete sie seine Frage und befolgte schließlich seine Anweisung, sich zu setzen. Zu dem Wein nickte sie, fügte aber hinzu: Nicht zu viel, bitte. Ihr Vater hatte ihr nie mehr als einige Schlucke genehmigt. Sie bezweifelte, dass sie mehr vertrug und Angetrunkenheit wäre in diesem Fall völlig fehl am Platz.
Während Stannis den Wein eingoß, sah Leanna sich erneut in dem Raum um. Dass er sie ausgerechnet hierher - wo der kommende Krieg geplant werden würde - beordert hatte, um sich über ihre ehelichen Pflichten zu unterhalten, konnte kein Zufall sein. Doch woran wollte er sie erinnern? So wenig es ihr gefallen mochte, er würde sich Söhne wünschen, die sie ihm nach all ihren Möglichkeiten zu schenken versuchen würde. Auf offiziellen Veranstaltungen würde es als Königin ihre Pflicht sein zu erscheinen. Außerdem würde sie ihn in seinem Vorhaben, die Flusslande zu befreien und die Rote Hochzeit zu rächen, so gut wie eben möglich unterstützen. Denn war das auch nicht ihr Ziel gewesen, wegen dem sie dieser Ehe überhaupt zugestimmt hatte?
Da gab es nur eine Frage, die sie sich gestellt hatte, seit sie nach Weißwasserhafen aufgebrochen war. Natürlich hatte Leanna gehört, dass Stannis Baratheon neue Götter eingeführt hatte - oder in diesem Fall nur einen. Ebenso hatte sie Gerüchte über Opferungen und Hinrichtungen gehört, weil manche Männer sich diesem neuen Gott nicht beugen wollten. Doch Leanna hatte stets zu den Alten Göttern des Nordens gebetet, wie es in ihrem Haus üblich war. Das letzte Haus im Süden, dass überhaupt noch die Alten Götter verehrte und die Sieben ablehnte. Doch war sie nun gezwungen, diesen neuen Gott anzunehmen und ihren alten Glauben aufzugeben? Sie hoffte es nicht.
Aber noch schwieg sie und wartete, bis Stannis zu sprechen begann. Ihre Fragen und Antworten für den richtigen Moment aufzusparen, war nur ein Aspekt der Höflichkeit, den Leanna bis aufs Äußerste beherrschte.
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BeitragThema: Re: Konferenzraum   Mo Okt 17, 2016 10:13 am

Schon ihre Art überzeugte Stannis das er bei ihr richtig gelegen hatte. Selyse hatte sich bei ihrem ersten Treffen wie ein schwer zu bändigendes Ross aufgespielt, das mit jeder Silbe das aus seinem Mund kam beachtet werden wollte. Leanna dagegen wägte ihre Worte ab. Sie dachte nach. Und Stannis schätzte von den wenigen Dingen auf dieser Welt nichts mehr als Menschen die wussten was sie sagten.
Um also das Gespräch für sie so angenehm wie möglich zu machen, bemühte er sich seine Stimme
zwar bestimmend aber nicht herrisch klingen zu lassen. Stattdessen achtete er darauf, dass sein Ton gelassen, ruhig aber doch ernst blieb. Für jemanden wie ihn der Dinge immer gerade heraussprach keine einfache Sache. Aber Stannis war bewusst das von dieser Ehe nicht nur für Leanna sondern auch für ihn einiges abhing. Deshalb wollte er auch Sorge tragen das er sie nicht vor den Kopf stieß. "Ihr wundert euch sicherlich, warum ich euch ausgerechnet hierhergebeten habe, Lady Leanna." sagte er nüchtern ohne eine Mine zu verziehen. "Das ich mich mit euch über unsere Ehe und die für uns daraus entspringenden Pflichten unterhalten möchte, ist uns denke ich beiden bewusst. Und euch werden auch die generellen Pflichten einer Frau gegenüber ihrem Manne bekannt sein. Aber...." Er blickte stirnrunzelnd mit kurzen Blick auf den Konferenztisch und der darauf liegenden Karte. "... könnte euch die eine oder andere Erwartung die ich an euch habe überraschen."
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BeitragThema: Re: Konferenzraum   Mo Okt 17, 2016 12:35 pm

Während sie seinen Worten aufmerksam folgte, hob Leanna den Becher an ihre Lippen und nippte an dem Wein. Er war mit Wasser gestreckt, was ihr nur gelegen kam, schließlich vertrug sie wirklich wenig. Nein, die Trunkenheit würde sie für die Eheschließung und die darauf folgende Nacht aufheben. Sicher würde sie es brauchen. Ihr Griff um den Becher wurde ein wenig fester und sie schluckte. Am besten nicht daran denken.
Stattdessen wog Lea die Worte ihres Verlobten ab. Also war die Wahl des Raumes tatsächlich kein Zufall gewesen. Doch welche Hilfe erwartete er von ihr in der Kriegsplanung? Damit hatte sie nie viel zu tun gehabt und es auch nie gewollt. Kriege zu planen und Schlachten zu schlagen, war die Sache der Männer. Zuhause bleiben und für eine sichere Rückkehr beten dagegen fiel in das Gebiet der Frauen. Was Strategien betraf, konnte sie ihm keine große Hilfe sein und das musste Stannis wissen. Welche anderen Pflichten erwartete er also?
Meine Pflichten als Ehefrau sind mir bewusst, Euer Gnaden. Doch über die Pflichten, die Ihr soeben angedeutet habt, bin ich mir unsicher, erwiderte sie in neutralem Ton und stellte den Becher ab. Der Wein hatte einen sauren Nachgeschmack in ihrem Mund hinterlassen. Um eine aufrechte Haltung bemüht - wie man es ihr von Kind auf beigebracht hatte - sah sie ihren Verlobten fragend an und wartete seine Erwiderung ab. Sie hatte das Gefühl, dass er sie tatsächlich überraschen würde.
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BeitragThema: Re: Konferenzraum   Mo Okt 17, 2016 3:09 pm

Stannis stellte seinen Becher ab, und blickte kurz scheinbar abwesend zur Seite. Oft schon hatte er gehört das dieser abwesende Blick von ihm für andere zu seinen angenehmsten zählte.
Dann blickte er Leanna emotionslos an. "Ich weiss das ihr euch wünscht jemanden anderen zu heiraten, Lady Leanna. Leugnet es nicht. Es hilft nichts es abzustreiten. An eurer Stelle würde ich auch am liebsten einen gutaussehenden Jüngling heiraten. Ob dieser euch besser behandelt als ich wissen nur eure alten Götter selbst." Er machte eine Pause, und nahm einen Schluck Wein während er sie nicht aus den Augen liess. "Meine Tochter, Prinzessin Shireen, würde das auch tun wenn es sie denn gäbe. Diese tapferen, jungen Helden die von einer Schlacht zur nächsten Reiten und zu Legenden des Reiches wie in den Liedern werden..." Als er das sagte fühlte er plötzlich einen Stich im Herz. Teufel warum hatte er sie nur erwähnt. Er versuchte sich eines besseren zu besinnen, doch es war zu spät. Einmal angefangen musste er da jetzt durch. Er lächelte nicht. "Ich habe ihr immer gesagt das es außerhalb der Lieder solche Sagengestalten nicht gibt." Er atmete seufzend ein. "Aber sie glaubt immer noch daran."
Dann besann er sich eines besseren, als ihm klar wurde das er gerade darüber mit seiner Verlobten redete. Solche persönlichen Dinge hatten hier nichts verloren. Und plötzlich ärgerte Stannis sich über sich selbst.
"Rhaegar Targaryen und mein Bruder Robert waren nach außen hin strahlende Helden. Der eine war die zukünftige Hoffnung eines vom Irren König geschundenen Reiches, der andere sein Befreier. Ihr wisst wie die Geschichte ausging. Rhaegar vergewaltigte Lyanna Stark und Robert wurde zum größten Säufer und Besucher von Huren seit Aegon den Unwerten. Ihr könnt euch aussuchen, welchen der beiden ihr ehrenwerter findet. Was mich angeht, so bin ich weder ein Vergewaltiger noch ein rumhurender Säufer. Ihr habt nichts dergleichen von mir zu befürchten. Was ich aber von euch erwarte ist, das ihr wie ich eure Pflicht gegenüber dem Reich, eurem König und dem Haus Baratheon gewissenhaft erledigt." Noch hielt er die andere spezielle Erwartung vor Leanna zurück. Er wollte das sie sich auf ihn einliess. Hier und jetzt.
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BeitragThema: Re: Konferenzraum   Mo Okt 17, 2016 5:22 pm

Stannis überraschte sie wirklich. Doch nicht mit den Pflichten, die er ihr aufzählte, denn damit hatte sie bereits gerechnet. Auch die kurze Ansprache über den Unwillen zu der Eheschließung kam nicht als Überraschung, auch wenn Leanna nicht gedacht hätte, dass er es so implizit formulieren würde. Nein, was sie wirklich unvorbereitet tat, war das Gefühl in seinen Augen, als er von seiner Tochter sprach. Lea hatte Stannis Baratheon immer für einen gefühlskalten Mann gehalten, der nach außen hin nicht einen Funken von Liebe empfinden könnte, egal für wen. Außerdem hatte sie von Shireen Baratheon gehört, dem kleinen Mädchen mit dem verschandelten Gesicht, das wegen ihrer Grauschuppen ihr Dasein in einem weit entlegenen Zimmer von Drachenstein fristen musste. Für die Kleine hatte Leanna stets Mitleid empfunden, denn für ihre Grauschuppen konnte sie nun wahrlich nichts. Doch es hatte auch immer ein Hauch von Überlegenheit mit hinein gespielt, jene Überlegenheit, die schöne Menschen für ihre entstellten oder hässlichen Mitmenschen bereit hielten. Sie gab es nicht gerne zu, aber das Gefühl war da.
Leanna hätte nie geglaubt, dass dieser gefühlskalte Mann, als den sie ihren Verlobten sah, für seine kleine entstellte Tochter auch nur der Hauch von Zuneigung entgegenbrachte. Und dennoch war es da, dieses Gefühl, sie sah es in seinen Augen und hörte es in seiner Stimme. Stannis Baratheon liebte seine Tochter, wie auch ihr Vater Leanna liebte. Und somit empfand sie das erste Mal Sympathie für den Mann, den sie in Kürze heiraten würde.
Während Stannis seine kleine Ansprache über Heldentum hielt, spürte sie, wie ihre Wangen leicht erröteten. Es stimmte. Sie wollte ihn nicht heiraten. Sie hätte einen wahren Helden heiraten müssen. Auch was ihren Glauben an die Lieder und Geschichten betraf, behielt er recht. Leanna hatte diese Geschichten schon immer geliebt, doch ihr Glaube an gerechte und schöne Helden war über die Jahre hinweg immer stärker eingeschränkt worden, bis hin zu dem Tod ihres Bruders. Doch irgendwo tief in ihr hatte noch immer der kindische Glaube geschlummert, es könnte anders sein. Sie könnte auch aus Liebe heiraten.
Aber wäre es nicht unhöflich ihm das so direkt zu sagen? Sicher. Also senkte sie nur den Kopf und erwiderte: "Ihr habt Recht, Euer Gnaden. Doch wenn ich nicht bereit wäre, jede meiner Pflichten zu erfüllen wie gewünscht, würde ich nicht hier sitzen und mein Vater hätte Euch eine Absage erteilt. Ihre Stimme war klar und während der letzten Worte hob sie stolz das Kinn und sah ihm in die Augen. Er sollte sehen, dass sie es ernst meinte.
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BeitragThema: Re: Konferenzraum   Mo Okt 17, 2016 7:21 pm

Stannis Gesicht war wieder ernst und zeigte keine Regung. Dennoch liess er nach ihrer direkten und zugespitzten Antwort ein anerkennendes Nicken erkennen. "Euer Haus ist alt und ehrwürdig, Lady Leanna. Und ihr macht ihm mit jener Einstellung alle Ehre. Deswegen seid ihr auch würdig in meine Kriegsplanung einbezogen zu werden. Nicht zuletzt da ihr aus den Flusslanden stammt, und eure Ortskenntnisse besser als meine sind." Kurz hielt er inne, bis er weitersprach. "Ich erwähnte ja das ich eine ganz besondere Erwartung an euch habe. Aber bevor ich mehr dazu sage, möchte ich das ihr eure Fragen an mich richtet die euch so sehr auf der Zunge brennen." Dabei machte er eine längere Pause, in welcher er sie prüfend begutachtete. Stannis Baratheon war gespannt ob sie noch weiter aus sich herausgehen würde. Das Gespräch hatte jedenfalls schon mal gut angefangen. Aber es musste weitergehen. Er musste sich wirklich sicher sein.
Und zu diesem Zwecke wollte er das sie ehrlich ihm ihre Sorgen vor dieser Ehe anvertraute.
Nicht das er hoffte von ihr gemocht zu werden. Keineswegs. Stannis ging es allein darum, dass Leanna sich nicht wie ein Einsiedlerkrebs vor ihm verkroch sondern mit offenen Karten spielte. Nur dann wäre sie würdig die Königin zu werden die das Reich brauchte. Und die Selyse niemals war.
"Ihr habt das Recht von mir als eurem künftigen Ehemann Rechenschaft zu verlangen. Das bin ich euch und nicht zuletzt der Ehre eures Hauses schuldig. Also fragt."
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BeitragThema: Re: Konferenzraum   Mo Okt 17, 2016 9:53 pm

Dann wollte Stannis also doch ihre Hilfe in seiner Kriegsplanung. Etwas überrascht sah sie an, während sie bereits überlegte, was sie erwidern sollte. Was dachte er? Dass ihr alle gängigen Taktiken und Strategien geläufig waren? dass sie die Stärke eines jeden Hauses bestimmen konnte und ebenso deren Schwächen? Denn das wusste Leanna nicht. Sie war zu keiner Kriegerin erzogen worden, sondern zu einer Lady. Natürlich konnte sie diese Tatsache verschweigen und während der Planung improvisieren. Doch irgendetwas sagte Lea, dass ihr Zukünftiger Ehrlichkeit mehr zu schätzen wusste als ein bedauerliches Vertuschen der eigenen Schwächen.
Sie neigte leicht den Kopf. Ich danke Euch für diese Ehre, Euer Gnaden. Doch muss ich gestehen, dass ich der Kriegsführung nie viel Zeit oder Energie gewidmet habe. So fürchte ich, dass ich Euch nicht von großer Hilfe sein werde. Mal ganz davon abgesehen, dass ihr allein der Gedanke, durch das Planen einer Taktik ganz bewusst mit dem Leben von Männern, Väter, Brüdern und Söhnen zu spielen, Übelkeit verursachte. Doch das behielt sie lieber für sich. Denn ob es ihr nun gefiel oder nicht, diese Ehe war geschmiedet worden, um einen Krieg zu gewinnen. Da sollte man mit dem Prinzip der Kriegsführung umgehen können.
Als Stannis sie aufforderte, ihre Fragen zu stellen, sah sie ihn ein wenig überrascht an. Hatte er nur geraten, dass es Fragen gäbe, oder standen Leanna diese Fragen ins Gesicht geschrieben? Eigentlich hatte sie gedacht, ihre Mimik recht gut unter Kontrolle zu haben. Aber so oder so - es waren keine Fragen, die sich nicht trauen würde zu stellen und so senkte sie ergeben den Kopf.
Man hört, das Haus Baratheon hätte die Sieben aufgegeben und dient nun einem Gott aus Essos. Tatsächlich waren die meisten Gerüchte über die sogenannte Rote Frau, doch das brauchte Leanna nun nicht unbedingt zu erwähnen. Doch meine Familie betet seit Jahrhunderten zu den Alten Göttern. Es würde mich schmerzen, diesen Glauben aufzugeben. Eilig fügte sie hinzu: Auch, wenn ich es tun würde, wenn Ihr dies von mir verlangt, Euer Gnaden.
Bevor sie die nächste Frage stellte, zögerte Leanna kurz in der Angst, dies könnte zu persönlich werden. Doch Stannis hatte sie um Ehrlichkeit gebeten und diese würde sie ihm auch zuteil werden lassen. Außerdem würde es mich freuen, Eure Tochter kennenzulernen. Nach dem Tod ihrer Mutter muss es schwer für sie sein, eine neue Frau an der Seite ihres Vaters zu sehen und ich möchte nicht, dass sie schlecht von mir denkt.
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BeitragThema: Re: Konferenzraum   Di Okt 18, 2016 4:17 am

Indem Moment wo sie Shireen erwähnte, spürte Stannis wieder einen Stich im Herzen. Aber er gab sich selbst die Schuld daran. Hätte er sie bloß nicht erwähnt. Andererseits war es vielleicht keine schlechte Idee Leanna und Shireen zueinander zu bringen. Seine Tochter hätte sie bestimmt gemocht. Und wenn Leanna sich beim ihm nicht wohl fühlte, was sprach dann dagegen ihr Shireen anzuvertrauen. Das Mädchen musste raus aus Drachenstein. Jetzt wo Selyse tot war, gab es keinen Grund mehr sie in den dunklen Kammern dieser Gruft einer Burg alleine zu lassen. Und Leanna konnte für seine Tochter keine schlimmere Ersatzmutter sein, als Selyse schon eine schlimme Mutter gewesen war.
Er würde darüber noch genauer nachdenken. Ob er dem zustimmte, hing davon ab wie sie sich insgesamt als Ehefrau machte. "Wir werden sehen." sagte er ausweichend und verzog das Gesicht als ihm der Wein nicht mehr schmeckte. Missmutig stellte er das Glas weg. "Meine Tochter ist ohnehin auf den Weg nach Weisswasserhafen. Es wird Zeit das sie endlich Drachenstein verlässt." sagte er tonlos und blickte zur Seite. Um das schlechte Gewissen das ihn erfüllte abzustellen, wechselte er schnell das Thema.
"Das ich euch in meine Planungen einweihe hat nichts mit Ehre zu tun, sondern mit der Verantwortung die euch wie mich für das Gelingen unserer gemeinsamen Befreiung des Nordens und der Flusslande trifft." sagte er barsch. "Und nein ich erwarte von euch keine tiefgreifenden militärischen Kenntnisse, Lady Leanna. Wie denn auch bei eurer Erziehung? Was ich erwarte ist das ihr als meine Königin als Diplomatin des Hauses Baratheon auftretet. Und das..." Er hielt kurz inne um wieder einen neutraleren, gelassenen Ton anzuschlagen. "...bringt mich zu eurer Frage nach der Religion des Roten Gottes." Er blickte sie fest an.
"Ich sagte doch ihr habt nichts zu befürchten, solange ihr eure Pflicht erledigt. Wie auch immer, die Religion zu wechseln gehört nicht zu euren Pflichten. Selbst wenn ihr den Glauben an den Roten Gott freiwillig annehmen wollen würdet, würde ich es euch verbieten. Könnt ihr euch denken warum?"
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BeitragThema: Re: Konferenzraum   Di Okt 18, 2016 8:43 pm

Gerade als sie Shireen erwähnte, musterte Leanna ihren Verlobten genauer. Denn ihre Bitte hatte weniger mit dem Wunsch zu tun gehabt, die Prinzessin tatsächlich kennenzulernen - ihr war bewusst, dass es früher oder später ohnehin dazu kommen würde - als mit der Tatsache, dass sie zuvor Gefühl in seinen ernsten, toten Augen hatte aufblitzen sehen. Lea wollte sicher gehen, dass er tatsächlich fühlen konnte, dass es Menschen gab, die ihm wichtig waren. Sie war sich nicht sicher, ob es ihr dabei um sich selbst ging - denn wer wollte schon einen gefühlskalten Ehemann, ob die Ehe selbst nun politischen Hintergrund hatte oder nicht? - oder wirklich um die Kinder, die sie ihm zu schenken gedachte. Denn wie sehr der Gedanke ihr auch missfiel, es war ihre Pflicht. Doch welches Kind wollte schon einen Vater, der es nicht liebte? Und tatsächlich, da war es wieder. Keine Liebe in dem Sinne, wie Lea sie so oft in den Augen ihres Vaters gesehen hatte. Nein, mehr eine Art Schuld. Aber das reichte ihr. Mit dieser Erkenntnis fiel es ihr ungleich leichter, seinen barschen Tonfall gelassen hinzunehmen.
Stannis erwartete also mehr diplomatische als militärische Fähigkeiten von ihr. Nun, die konnte sie ihm bieten. Der höfliche Umgang und die Auseinandersetzung mit Worten war inzwischen ein Gebiet geworden, das sie blind durchstreifen konnte ohne auch einen einzelnen Fehltritt, wie als wäre es ein vertrautes Zimmer, das man jahrelang bewohnt hatte.
Was Leanna dagegen mehr verwunderte, war die angebliche Verbindung von Diplomatie zur Religion. Natürlich war sie froh, ihre Alten Götter behalten zu können, in diesem Falle sogar zu müssen. Doch der Zusammenhang war ihr schleierhaft. Nur war sie keine Person, die nach einer Frage, die man während des ersten Durchdenkens nicht ganz klären kann, lieber den Kopf in den Sand steckte als es erneut zu versuchen. Was bedeutete das Übernehmen einer anderen Religion also nach außen hin? Sie dachte eine längere Zeit gründlich darüber nach, bis ihre Vermutung sich schlüssig genug anhörte, um sie zu äußern.
Ob ich Eure Religion nun freiwillig annehme oder nicht, für Eure Gegner oder die Zweifler unter Euren Verbündeten könnte es aussehen, als sei ich dazu gezwungen worden. Das wiederum würde den Eindruck vermitteln, Euch die Treue zu schwören würde bedeuten, ebenso Eurem Gott die Treue zu schwören. Das könnte viele Häuser aber davon abhalten, sich Euch anzuschließen, da die meisten viel darauf geben, ihren Göttern treu zu bleiben. Leanna sprach bedacht und langsam, wie jemand, der sich seiner Sache nicht ganz sicher war.
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BeitragThema: Re: Konferenzraum   Mi Okt 19, 2016 4:42 am

"Fast aber nicht ganz." sagte Stannis und nickte. Dann stand er auf, und bedeutete ihr mit einem Nicken es ihm gleichzutun. Er trat schließlich wieder an den Tisch zu der großen Karte, und blickte auf den Norden der sich vor ihm erstreckte. Sich an der Tischkante abstützend, sagte er zu ihr: "In der Tat würde es viele Häuser verschrecken, wenn ich euch zwinge an den Roten Gott zu glauben. Aber das ist nicht der einzige Grund. Haus Schwarzhain ist wohl das Haus südlich der Eng, dass mit dem Norden die größten Verbindungen pflegt. Nicht zuletzt weil eure Familie nie den Glauben an die alten Götter aufgegeben haben." Er schwieg einen Moment. "Meine Gefolgsleute befinden sich gerade an der Ostküste, um Rickon Stark ausfindig zu machen der dort zusammen mit einer Wildlingsfrau nach den Plünderungen von Winterfell durch die Eisenmänner geflohen sein soll. Es ist mein Wille den Jungen wohlauf zu finden, und mit seinem Anspruch auf den Thron von Winterfell die Häuser des Nordens zu überzeugen sich unserer Sache anzuschließen. Sie werden eher vor mir das Knie beugen, wenn es ein Stark als Lord von Winterfell auch tut. Und nun kommt ihr ins Spiel, Mylady." Dann blickte er ihr fest in die Augen. Er wollte dass sie ihm zuhörte. Das sie begriff wie wichtig ihre Rolle war. Und das er sie als seine künftige Ehefrau ihm fast gleichgestellt respektieren würde. "Sobald Rickon Stark sich sicher in meiner und Lord Manderlys Obhut in Weisswasserhafen befindet und wir geheiratet haben, möchte ich das ihr, Lord Davos und ich uns zu den verschiedensten Höfen des Nordens aufmachen um ihre Unterstützung zu erbitten.
Selbstverständlich werde ich Einladungen an sie alle auch zu unserer Hochzeit versenden, weshalb ich euch auch erst ehelichen kann wenn Rickon Stark in Weisswasserhafen ist. Hier in der Anwesenheit des rechtmäßigen Lords von Winterfell zu heiraten, ist nämlich etwas anderes als es ohne ihn zu tun.
Ob nun auf unserer Hochzeit oder anschließend bei den Besuchen bei den anderen Höfen, verspreche ich mir das euer Glaube an die alten Götter als meine Königin sowie unsere geplante Inthronisierung von Rickon Stark als Lord von Winterfell die anderen Häuser am ehesten überzeugen wird sich uns anzuschließen. Das ist mein Plan zur Befreiung des Nordens und anschließend der Flusslande. Und euch kommt eine entscheidene Rolle darin zu. Als Königin an meiner Seite."
Sein Blick war immer noch ernst. Doch in seiner Stimme klang eine gewisse Feierlichkeit mit, als er sie stolz anblickte und ihre Zustimmung erwartete.
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BeitragThema: Re: Konferenzraum   Mi Okt 19, 2016 3:41 pm

Auf seine Bitte hin erhob Leanna sich von dem Stuhl und stellte sich Stannis gegenüber an den Tisch. Während sie seiner Erklärung lauschte, ließ sie ihren Blick über die Karte gleiten. Wieder blieb sie kurz bei ihrer Heimat hängen, versuchte sich aber nicht von ihrer Sehnsucht nach ihrem Zuhause ablenken zu lassen und die Karte als Ganzes zu erfassen. Die Häuer, die sich Stannis' Sache angeschlossen hatten, waren ebenso markiert, wie die Häuser, die weiterhin den Boltons oder Frey und damit den Lannisters folgten. Die Anzahl dieser Häuser war erschreckend hoch. Sie haben ihre Familie und Armeen geschlachtet und dennoch folgen sie diesen Mördern. Aber warum? Das galt es herauszufinden, wenn man diese Lords und Ladys für sich gewinnen wollte.
Als ihr Verlobter den Jüngsten der Starks erwähnte, sah Lea ihn verwirrt an. Sie konnte sich noch gut an die Nachricht erinnern, die der Maester von Rabenbaum ihr vorgelegt hatte, als der Krieg unter Robb Stark im vollen Gange war. Brandon und Rickon Stark seien tot, hingerichtet durch Theon Graufreud, dem Mündel der Familie Stark. Doch scheinbar war ihnen doch die Flucht gelungen. Plötzlich musste Leanna an Catelyn Stark, die Mutter der beiden, denken. Sie war im Glauben gestorben, all ihre Söhne wären tot. Ein Kloß bildete sich in ihrer Kehle und in einem schnellen Gebet flehte sie die Götter an, nie einen solchen Moment erleben zu müssen. Es hieße, Rickon Stark sowie sein Bruder Bran wären tot, gab sie nachdenklich zu bedenken. Allerdings schien Stannis sich seiner Sache sehr sicher, deshalb fügte sie hinzu: Wie habt Ihr von seiner Flucht erfahren?
Zu seinem restlichen Plan nickte sie nur. Es hörte sich logisch an. Außerdem würde es kaum Blutvergießen bedeuten, eine persönliche Erleichterung für Leanna. Dieses Reich hatte schon genug geblutet. Auch den Aufschub der Hochzeit nahm sie mit einer gewissen Erleichterung auf, wenn sie diese auch nicht zeigte. Je nachdem, wie lange Rickon Stark verschollen blieb, stunden ihr noch Wochen vielleicht sogar Monate bevor, in denen sie ihr Bett für sich alleine hatte. Eine sehr willkommene Nachricht.
Leanna hatte sich nie sonderlich für Politik interessiert. Doch langsam wurde ihr klar, dass diese Beschäftigung von nun an ihre Zukunft sein würde, also fragte sie: Welche Häuser - glaubt Ihr - werden am ehesten zu überzeugen sein, Euer Gnaden?
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BeitragThema: Re: Konferenzraum   Mi Okt 19, 2016 7:30 pm

"Von Rickon Starks Überleben wissen wir, weil Lord Manderly aus den Überresten der damaligen Ruinen von Winterfell ein Junge, genauer gesagt ein Bastard von den Eiseninseln namens Vex Pyke, zugelaufen ist. Obwohl er stumm war war, konnte der Junge kommunizieren das Theo Graufreund mitnichten  Brandon und Rickon Stark sondern zwei Stallburschen hat abschlachten lassen. Während sich Bran Starks Spur an dieser Stelle verliert, soll sein Bruder Rickon mit einer Wildlingsfrau abgezogen sein. Mehr wissen wir leider auch nicht. Aber ich hoffe dass sich das Geheimnis bald lüftet, wenn wir den Jungen tatsächlich gefunden haben." Stannis war etwas enttäuscht das seine Rede Leanna gänzlich kalt gelassen hatte. Während er sich über sich ärgerte das er ihr gegenüber etwas übereifrig gewesen war, war er dennoch beeindruckt wie sie die Fassung beibehielt. Konnte es am Ende sein dass sie sich in manchen Gesichtspunkten gar nicht so unähnlich waren?
Er verwarf diesen Gedanken sofort. Selbstverständlich war ihm ihre Reaktion nicht entgangen, als er sagte mit ihrer Hochzeit wegen Rickon Stark noch etwas warten zu wollen. Ja sollte sie sich nur freuen. Von ihren restlichen Pflichten entband sie das trotzdem nicht. Immerhin stellte er mit Genugtuung fest, dass sie von sich aus sich mit ihrer künftigen Aufgabe beschäftigte, indem sie jene letzte Frage gestellt hatte.
Missmutig blickte er von ihr weg auf die Karte. "Sobald wir verheiratet sind und sich Rickon Stark in unserer Obhut befindet, hoffe ich das uns große Häuser wie die Glovers, die Cerwyns, die Mormonts, die Tallharts, die Hornwalds und die Flints von Witwenwacht unterstützen werden. Diese Häuser brauchen wir jedenfalls wenn wir im Norden die Entscheidung gegen die Boltons erringen wollen. Die Umbers sind auch ein sehr mächtiges Haus. Aber momentan unterstützen sie derzeit Roose Bolton.      Wir müssen sehen was die Zukunft bringt. Leider werden die Boltons gerade von den kleineren Häusern wie den Whitehills, Staublins und den Ryswells unterstützt, da diese seit dem Untergang der Starks an Macht gewonnen haben. Mit den Karstarks werde wir jedenfalls gerade nicht rechnen können." sagte er grimmig und wandte sich von der Karte. "Das hat Robb Stark besorgt."
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BeitragThema: Re: Konferenzraum   Mi Okt 19, 2016 8:50 pm

So emotionslos die Erzählung ihres Verlobten auch sein mochte, sie ging Leanna recht nahe. So war es schon immer mit den wirklich schlimmen Geschichten gewesen. Sie mochte einfach kein Blutvergießen und zu wissen, dass es real war, machte das Ganze nicht besser. Sie senkte den Kopf, um ihr Erbleichen zu verstecken. So viele hatten dieser Reaktionen wegen schon für schwach gehalten, doch Leas Meinung nach waren jene schwach, die auf diese Art und Weise ihre Macht zeigten, da kein anderer Weg für sie existierte. Doch so wie es sich anhörte, konnte es eine Weile dauern, bis man Rickon Stark gefunden hatte. Eine Tatsache, die ihr gar nicht so ungelegen kam.
Lea runzelte leicht die Stirn, als sie sah, wie Stannis' neutrale Miene sich wandelte. Er schien jetzt ziemlich verärgert. Wieder ging Leanna alles durch, was sie gesagt oder getan hatte, doch sie fand nichts, was ihn hätte verärgern können. Allerdings - so kalt, wie dieser Mann war - war es nun nicht gerade einfach zu sagen.
Um sich von diesen Gedanken abzulenken, trat Leanna einen Schritt näher an den Tisch mit der Karte und suchte mit den Augen die Sitze der Familiennamen, die er nannte. So, wie sie es sah, hatten alle nordischen Häuser nordöstlich von Winterfell sich den Boltons angeschlossen. Der Landstrich, in dem Rickon Stark sich aufhalten sollte. In diesem Zusammenhang stellte sich ihr sofort eine Frage.
Leanna sah von der Karte auf und ihrem Verlobten in die Augen. So wie Ihr es beschrieben habt, Euer Gnaden, liegen die Sitze der Bolton Anhänger alle im Nordosten. Wenn sie Rickon Stark zuerst finden, was werden sie mit ihm tun?. Nach dieser Frage klegte sie eine kurze Pause ein. Und was werden wir dann tun?
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BeitragThema: Re: Konferenzraum   Do Okt 20, 2016 6:58 am

Der Blick den Stannis ihr zuwarf müsste ihr Antwort genug sein. "Wir sollten nicht im Traum daran denken was dem Jungen und anschließend uns passiert, sollten die Boltons seiner habhaft werden. Deswegen rate ich euch daran keinen Gedanken zu verschwenden, solange kein Anlass besteht.
Ich habe nicht ohne Grund Lady Melisandre angewiesen diese Mission anzuführen. Sie ist schon mit schlimmeren fertig geworden."

Dann setzte er sich ans Tischende jenes langen Tisches. Leanna war niemand der versuchte ihm zu schmeicheln, sondern trug ihre Bedenken geschickt und offen vor. Das gefiel ihm. Er hatte bei ihr offenbar den richtigen Riecher gehabt, als er beschlossen hatte sie in seinen Beraterstab zu holen. Leider bedeutete das zwangsläufig Konfliktstoff, da Stannis sich sicher war das sie mit Melisandre nicht zurecht kommen würde. Dafür würde Davos jetzt eine prominente Mitstreiterin haben, die zusammen mit ihm versuchen würde dem Treiben der Roten Frau ein Ende zu setzen. Stannis sah jetzt noch keinen Grund einzugreifen, obwohl er wusste das Davos sich durch Leanna ermutigt fühlen würde sich als seine Hand noch mehr in Stellung zu bringen. Was Leannas Bedenken gegenüber Rickons Rettung anging, so wollte der König wirklich keinen Gedanken daran verschwenden. Rickon Stark war ihre einzige Hoffnung um die Häuser des Nordens auf ihre Seite zu ziehen. War sie verloren, so war alles verloren.
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BeitragThema: Re: Konferenzraum   Do Okt 20, 2016 7:37 pm

Leanna senkte den Kopf und nickte. Natürlich, Euer Gnaden. Seine Worte trafen sie tiefer, als sie zu zeigen gedachte. Sie hatte schon oft von der Grausamkeit der Boltons gehört - der gehäutete Mann war schließlich nicht zufällig als das Siegel dieses Hauses gewählt worden. Doch, auch wenn die Praktik des Häutens inzwischen verboten war, so hörte man doch immer Gerüchte. Nicht zuletzt, von dem, was Theon Graufreud zugestoßen oder eher zugefügt worden war. Dieser Mann war ein Verräter gewesen und bislang war jeder davon ausgegangen, er wäre sogar soweit gegangen, seine Ziehbrüder zu töten. Und doch war die Strafe, die der Bastardsohn von Roose Bolton ihn ausgesetzt hatte, schlimmer als auch der größte Verräter sie je erleiden sollte. Allein bei dem Gedanken, einen kleinen Jungen in den Fängen dieser Monster zu wissen, verspürte Lea Übelkeit. Doch wie Stannis andeutete, wäre das nicht die einzige Folge. Vermutlich hatte er Recht. Ohne einen Stark in ihren Händen würden die Häuser des Nordens ihm niemals folgen. Doch der Junge war nicht der einzige Stark oder?
Was ist mit Sansa Stark?, fragte Leanna nachdenklich. Man hört wenig von ihr. Befindet sie sich noch immer in den Händen der Lannisters? Denn das war das letzte, was Lea von dem Mädchen gehört hatte. War es nicht sogar Lady Starks Absicht gewesen, den Königsmörder gegen ihre Töchter einzutauschen, als sie ihn freiließ? Doch das war inzwischen schon beinahe ein Jahr her.
Mit einem schalen Geschmack im Mund wurde ihr plötzlich bewusst, wie wenig sie überhaupt wusste über die momentane politische Situation. Bisher war ihre einzige Sorge gewesen, ihren Vater und ihre Brüder wieder sicher Zuhause zu wissen. Doch das hatte sich mit dieser Verlobung geändert. Sie würde den Maester um ein wenig Unterricht bitten müssen oder sich gleich an Stannis wenden? Ob er davon allerdings so begeistert war, wollte sie sich gar nicht vorstellen. Nein, der Maester war die bessere Wahl.
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BeitragThema: Re: Konferenzraum   Fr Okt 21, 2016 9:52 am

Als sie ihre Frage stellte, schüttelte er augenblicklich den Kopf. Natürlich hatte er sich für den Fall das Rickon Stark tot war, bereits Gedanken zu einer Alternative gemacht. Und diese Alternative hiess Sansa Stark, älteste Tochter von Lord Eddard Stark. War ihr jüngerer Bruder nämlich tot, stand nach dem Gesetz der Erbfolge der Thron von Winterfell nämlich ihr zu. Als er daran dachte, biss er sich augenblicklich auf die Lippe. Keiner wusste wo Sansa sich momentan aufhielt. Aus Süden hatte ihn noch kein Wort vom Hof in Königsmund erreicht. Noch war ihm etwas über eine mögliche Flucht zu Ohren bekommen. Jedenfalls war sie auf dem Thron von Winterfell nur seine zweite Wahl. Die Menschen des Nordens hatten nie eine über sie herrschende Lady gehabt. Geschweige denn eine Königin des Nordens. Wie Lord Manderly schon richtig gesagt hatte, zählte hier außer Blut auch Stärke. Und bezüglich letzterem zweifelte er aus Erzählungen, dass sie sich durchsetzen konnte. Lady Lyanna Mormont war jünger als Sansa aber galt als durchsetzungsstark. Wollte Sansa von den Lords als Lady von Winterfell anerkannt werden, musste sie es auch werden. Abgesehen davon hatte Stannis keinen Sohn, den er mit ihr hätte verheiraten können. Dementsprechend zog er Rickon als Lord von Winterfell weiterhin vor. An Leanna gewandt sagte er schließlich: "Das entschließt sich unserer Kenntnis, Mylady." sagte er zog die Augenbrauen zusammen. "Weder aus Königsmund noch von anders her kommen neue Gerüchte. Wir werden aber beraten was in ihrem Falle zu tun ist, sollte uns Wort über sie erreichen.
Solange dies nicht der Fall ist, halte ich daran fest das Rickon Stark rechtmäßiger Lord von Winterfell ist, und dies mit unserer Unterstützung hoffentlich auch sein wird."
Letzten Endes war er dankbar, dass sie ihn an Sansa erinnert hatte. Sie würden nicht umhin kommen, sich bald erneut mit ihr zu beschäftigen.
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