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 Herzliches Zusammentreffen [Vergangenheit]

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Frenya Do Breg

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BeitragThema: Herzliches Zusammentreffen [Vergangenheit]   Sa Jan 27, 2018 10:39 am

Die Überfahrt mit dem verdammten kleinen Boot, war die Hölle. Frenya würde nicht zugeben, wenn sie gefragt werden würde ob sie Angst vor dem Wasser hätte. Aber ... wer wusste schon was dort unten lauerte? Nicht zu vergessen die Kälte. Die Art von Kälte die dir den Arsch wegfriert, noch bevor du zum Feuer kriechen könntest. Die Wildlingsfrau war froh als das dürftige Boot, es wurde befürchtet es würde sinken bevor sie das Land sehen könnten, am Ufer anlegte und die Männer und Frauen beinahe gemeinsam aus dem schwimmenden Sarg sprangen. Alle watschelten durch das Wasser, bevor sie trockenen Boden an den Stiefeln spüren konnten. Es war grün, grüner als der verfluchte Wald. Spärlich war der Schnee verteilt, es schaute immer wieder Grün aus dem Boden, die Bäume waren zwar nicht so dicht aneinander gewachsen wie in ihrer Heimat ... doch, es waren Bäume die ihr nicht gänzlich bekannt waren. Faszinierend, sie war immens aufgeregt. Es war nicht zu vergleichen mit den Träumen, auch wenn diese mehr Einblicke ermöglichten als dieser eine Augenblick. Bisher hatte sie immerhin nur die Bäume erblicken können, aber das begeisterte sie schon. Die meisten der Passagiere waren schon abgezogen, drei weitere warteten auf die Riesin und winkten sie näher zu sich, sie folgte. "Du weißt was abgemacht war. Du kannst mitkommen, wenn du hilfst die Dörfer zu überfallen.", der Blick des Mannes, der ihr scheinbar eine Bedingung zur Reise stellte, war nicht besonders groß. Er war kleiner als Frenya und ebenfalls schmächtiger. Er öffnete den Mund um etwas zu sagen, stattdessen grunzte er erstmal erfreut, "Mit dir wird es viel einfacher. Du kannst viel mehr tragen als die anderen.", ein anderer sprach gleich darauf mit, "Die Tochter der Riesen, das wird so vi-" er unterbrach mitten im Satz, als er die schwarze Faust der Frau ins Gesicht bekam und sprachlos zu Boden sackte. Der schmächtige neben ihn, der zuvor noch eine Bedingung gestellt hatte, wurde schlagartig wütend. Als aber ihr Blick auf ihn fiel, hielt er inne und überlegte ob es klug wäre gegen sie anzugehen. "Ich gehe meinen eigenen Weg.", sagte sie in der alten Sprache, hart und rau. Das lange Gesicht des Gegenübers, machte klar das er dieser Sprache nicht mächtig war. Sie nickte kaum merklich und ging dann ihres Weges. Die zwei Wildlinge die noch auf den Beinen standen, trugen den Ohnmächtigen ins Boot und zogen dann fluchend weiter.

Endlich, es war so weit. Die Reise begann nun hier. Mit einem schmunzeln auf den Lippen, wurde der Wald erkundet. Moos blickte verteilt aus den Schneedecken. Kiefern, Tannen und Fichten ragten in die Höhe, in verschwenderischer Fülle. Es war wunderschön anzusehen, auch die ihr bekannten riesigen Wachbäumen. Zumindest etwas, was sie an ihre Heimat erinnerte und sie trösten konnte. Wenn sie so etwas wie Heimweh erfuhr. Vorerst wollte sie die Mauer meiden, immerhin gab es genug Geschichten Jenseits der Mauer. Den Bärenkopf der Kapuze tiefer ins Gesicht gezogen, ging sie nun schnellere Schritte und später führte es zum rennen. Die spärlichen Wälder, sorgten für Schutz. Im offenem Gelände konnte man sie viel zu schnell entdecken und in den Königslanden, hatte sie nun mal kein guten Ruf als Frau vom freien Volk. Die Knienden waren eben voller Vorurteile. Nach einiger Zeit, wurde sie langsamer und schnaufte etwas. Der Blick schweifte umher und sie ging allmählich in die Hocke, vorsichtigen Schrittes bewegte sich Frenya ins Dickicht. Ein grummeliges Schnaufen war zu hören. Ihr war dieses Geräusch bekannt und nur ein Wesen machte dies ständig. Aufgerichtet, erblickte sie den bekannten Bären. "Bruder, hat dir das Bad nicht gepasst?", grinste sie hämisch den Bären an, der nur ein Schnauben von sich gab und auf sie zutrottete. Sein Fell war noch feucht, er hatte sich mehrfach geschüttelt weshalb einige Haare aufrecht standen. Er schmiegte auf seine Weise sein Schädel gegen ihre Hüfte, für Frenya war es mehr ein stoßen. Er konnte meist seine Kraft nicht einschätzen, und wäre die Wildlingsdame nur ein wenig schmächtiger, würde sie jegliche Zuneigungen des Bären von den Füßen reißen. Buchstäblich. Mit Herzlichkeit wurde die Begrüßung erwidert, sie ging wieder in die Hocke, legte die Hände seitlich an seinen massigen Schädel an und legte die Stirn gegen seine. Als das Wiedersehen abgeschlossen war, gingen sie gemeinsam weiter. Nicht Seite an Seite ... der Bär ging mal quer durchs Dickicht mal, ging er ein paar Meter hinter ihr und schnupperte an vielem was ihm über den Weg lief. Er war ... eigensinnig. Während Frenya ein Ziel hatte. Sie war sich zumindest sicher, erst einmal ein Ort zu finden ... an dem sie einige Tage bleiben könnte. Sie hatte keinen Plan. Diese fremde Welt zu betreten, ohne deren Sprache wirklich zu beherrschen, war alles andere als klug gewesen. Aber es musste ihrer Meinung nach getan werden. Als Ogra Ban trottete wenig später einfach davon, vermutlich nur um wieder etwas zum fressen zu suchen. Er tat dies öfter. Verlass war zwar auf ihn, doch das Tier in ihm war nun mal präsenter als der bekannte Freund. Also zog sie alleine weiter, durch die Bäume konnte sie nicht ganz die Sonne erkennen und nahm an sie würde Richtung Westen gehen, in Wirklichkeit war es aber weiter nördlich. Wenn sie gegen die Mauer laufen würde, würde sie bis dahin erkennen, das es die falsche Richtung wäre. Ihre Schritte waren ziemlich leise, dank ihrer Stiefel. Stattdessen hörte sie andere Schritte und wurde wachsamer.
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Gorjon Rikke

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BeitragThema: Re: Herzliches Zusammentreffen [Vergangenheit]   So Jan 28, 2018 11:13 pm

Während Gorjon Rikke durch den Wald nur knapp südlich der Mauer stapfte gelang es ihm Lärm für eine ganze Kompanie zu machen. Ein Hüne von seiner Statur bewegte sich nie elegant oder geschmeidig durch den Wald, aber bedingt durch seine miese Laune stampfte Gorjon förmlich voraus, während er den ein oder anderen Fluch in seinen Bart brummte und den Göttern und der restlichen Welt die Schuld an seiner Misere gab. "Verfluchte Mauer... dämliche Hexen... Scheiß Wildlinge...", murrte er immer wieder als einzige, halbwegs verständliche Worte heraus, während er sich weiter nach Norden bewegte und somit stets auf die Mauer zu.
Der Zweitgeborene trug schweres Gepäck bei sich, doch weder der große Rucksack noch Kettenhemd und Stoffrüstung schienen ihn sonderlich zu behindern. Gelegentlich fuchtelte er mit seinem Schwert nach ein paar Zweigen die ihm im Weg erschienen, nicht weil sie ihn hinderten, sondern nur weil er wütend war. Auf diese Art entging ihm sogar der Bär, der in diesem Wald sein Unwesen trieb, ebenso natürlich auch die Wildlingsfrau. Gorjon konnte sie weder hören noch sehen, er vermutete auch gar keine Wildlinge hier, schließlich war es dafür die falsche Mauerseite. Soweit es ihn betraf hatten die Wildlinge brav nördlich der Mauer zu bleiben, da rechnete er längst mit keinem Angriff mehr.
Auf diese Weise brachte er sich erstaunlich nahe heran an die Wildlingsfrau. Da er es nicht ahnte wurde sein Gefluche auch nicht unterbrochen und er machte schließlich eine kurze Rast, nicht weit von ihrer Position und auf einem alten Baumstumpf. Vor sich hin murrend setzte er den Rucksack ab und nahm etwas Proviant hervor, der ohne ein einziges Anzeichen von Manieren rasch in seinem Mund verschwand. Hastig wurde es mit etwas Ziegenmilch herunter gespült, dann wischte er sich einmal mit dem Ärmel über den Bart, ehe er sich kurz umsah. "Ein Scheißwald ist das hier... viel zu viele Bäume...", knurrte er nur, während er verschnaufte und dabei wohl ähnlich klang wie der Bär.
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Frenya Do Breg

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BeitragThema: Re: Herzliches Zusammentreffen [Vergangenheit]   Mo Jan 29, 2018 9:12 pm

Schweigend und wachsam wurde der Hüne beobachtet, der zwischen einigen Bäumen auftauchte und auch schon wieder verschwand. Er wurde sofort verfolgt. Er war groß, das war schon einmal gut. Das bedeutete meist, der Mann war langsam aber stark. Es hätte auch anders sein können, aber so hatte Frenya eine Art ... Chance, wenn es zur Verteidigung kam. Sie konnte sein Proviant riechen. Eine feine Nase konnte man ihr nachsagen, aber wenn sie es riechen konnte ... dann war sie nicht die einzige. Bevor es also dazu kommen konnte, ging sie langsam auf ihn zu. Mit genügend Abstand blieb sie stehen, um zu verhindern das er sie packen oder sofort das Schwert nach ihr schlagen könnte. Sie stand hinter ihm, nicht in seinem Blickfeld. Durch ihre leise Art, die sie durch die Jagd nun mal angeeignet hatte, konnte sie einige Minuten verharren. Dann aber, bemerkte der Mann sie endlich und sein Gesichtsausdruck war weniger gastfreundlich. Sie wusste was die Wildlinge ständig taten. Und auch das sie Frauen mitnahmen, war auch weniger Vorteilhaft beim kennenlernen. Sie hatte keine bösen Absichten. Ganz im Gegenteil, sie wollte dass der Nordling sie zuerst bemerkte, bevor plötzlich der rote Bär in sein Sichtfeld trat. Er war gefräßig und nicht zu unterschätzen, wenn er etwas wollte.
Als der bärtige Hüne, Frenya mit grimmiger Mine musterte, schwieg sie vorerst. Sie war sich unsicher. Ihr äußeres machte sofort klar, was sie war. Aber wenn sie jetzt auch noch sprach. Ihr Akzent war grauenhaft, es kam häufiger zu Missverständnissen mit anderen ihres Volkes. Die gemeine Zunge war eine grauenhafte Sprache, aber sie konnte es doch versuchen, nicht wahr? Langsam hob sie die offenen Hände und ließ den Blick nicht von ihm ab, "Bär, Mann töten.", ihre Akzent war brummend und knurrend. Aber das gesagte war klar. Der streunende Bär würde ihn töten, jetzt musste sie ihm nur klar machen das es am Proviant lag. Weshalb ihr Blick mehrfach auf die Tasche fiel. Selbst ein Ochse würde diese Gesten verstehen, nicht wahr? Ja, mal davon abgesehen das sie nicht daran dachte, das die Bärenkapuze vielleicht darauf schließen könnte das sie sich mit 'Bär' meint und der Hüne es als Drohung sehen würde. Ein freundliches 'Gespräch' war eindeutig zum scheitern verurteilt.
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Gorjon Rikke

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BeitragThema: Re: Herzliches Zusammentreffen [Vergangenheit]   Mo Jan 29, 2018 9:33 pm

Wie lange er schon beobachtet worden war konnte Gorjon nicht sagen, nur das es ihm ganz und gar nicht gefiel von einer Wildlingsfrau aus irgendeinem Gebüsch heraus angeglotzt zu werden. Als er sie also endlich entdeckte erhob sich der Nordmann sofort und sein Blick musterte sie alles andere als freundlich. Verwundert grunzte Gorjon, er wollte sie schon anschreien, da geriet auch noch ein roter Bär in sein Blickfeld, ein wahres Prachtexemplar mit ungewöhnlicher Färbung. Aus dem Grunzen wurde ein Knurren und Gorjon sah zwischen Bär und Wildling hin und her, eine Hand am Schwert, in der anderen Hand immer noch ein letzter Rest seiner Mahlzeit.
Das der Bär es auf eben jene Mahlzeit abgesehen hatte begriff er erst, als die Frau ihn so deutlich darauf hinwies, selbst dabei brauchte er eine Weile. Ihre Worte klangen so als könnten sie genauso gut aus dem Schlund des Bären stammen und Gorjon schnaufte wütend. "Nein. Mann töten Bär.", brummte er laut und spöttisch zurück und schob sich den letzten Rest in den Mund, ehe er seine Armbrust packte und geschwind einen Bolzen einlegte. Da der Bär ihn nur umkreiste glaubte er dafür genug Zeit zu haben, andernfalls konnte er sich immer noch auf seine Klinge verlassen. Gewiss wäre es klüger nicht mit dem Bären zu kämpfen, aber in seiner Wut war es Gorjon egal, zumal er das Essen nun ja bereits vernichtet hatte.
"Scheiß Wildlinge... Scheiß Bären... Scheiß Wald...", fluchte er für sich, als er die Armbrust auf den Bären richtete. Er ließ den Bolzen nicht fliegen, zielte stattdessen einfach und wartete ab was der Bär tun würde. Er wollte es nicht drauf ankommen lassen den Bären zu töten, darauf das es sich um den Kumpanen der Frau handeln könnte kam er nicht. Er blieb einfach ruhig stehen, das übliche Mittel um streunende Bären loszuwerden.
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Frenya Do Breg

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BeitragThema: Re: Herzliches Zusammentreffen [Vergangenheit]   Do Feb 01, 2018 9:20 pm

Der haarige Mann war sonderbar. Hatte er die Warnung nicht verstanden? Seine Worte daraufhin, machten genau so wenig Sinn. Sie hatte ihm dasselbe gesagt, oder nicht? Die gemeine Zunge war eine komplizierte Stimme. Alles klang gleich, genauso wie das Verhalten. Die rothaarige Frau schüttelte den Kopf und wollte ihm gerade klar machen, das es schlecht war denn Bären zu reizen, doch da war es schon zu spät. Er hatte den Rest des Proviants verschlungen und Ogra Ban gefiehl dies nicht. Er brummte, tief und wütend. Er bäumte sich auf und war von imposanter Größe, dabei bestärkte das hinzukommende Brüllen nur das Bild. Der Nordling schien das bald als Angriff zu deuten, Frenya schritt ein bevor es zu Verletzungen kam. Sie stürmte auf den Mann zu der etwas verblüfft erschien aber mehr mit seiner Wut zu kämpfen hatte. Er sprach irgendwas, die Worte verstand sie kaum, doch die Tonart war ganz klar. Mit ihrem gesamten Gewicht rammte sie den Hünen und hoffte so das er aus dem Gleichgewicht geraten würde, vielleicht sogar stürzen. Die Bewegung wie sie nach ihren Äxten an dem Gürtel griff, schien wie flüssig. "Runter! Sofort! Zieh ab, bevor ich dir Beine mache!", sie brüllte in der alten Sprache. Es klang bedrohlicher, als es gemeint war. Und es war ausschließlich auf den Bären gerichtet, auch wenn sie dabei den Mann fixierte. Der rote Bär ging runter auf seine vorderen Tatzen, schnaubte wieder nur als Antwort und ging hinter seine Gefährtin. Die Blicke der Fremden richteten sich nur noch auf den Nordling, der etwas gereizter als zuvor schien.
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Gorjon Rikke

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BeitragThema: Re: Herzliches Zusammentreffen [Vergangenheit]   Fr Feb 02, 2018 5:05 pm

So sonderbar Gorjon auf die Frau wirkte, so rätselhaft war sie wiederum für ihn. Er begriff nicht das sie seine simple Aussage nicht verstanden hatte, für den Nordmann waren die Dinge im Moment wunderbar einfach. Er hatte seine Armbrust und würde den Bären töten, so jedenfalls der Plan. Anfangs hatte Gorjon das Tier verschonen wollen, da sich der Bär aber so aufbaute bekam er doch ein wenig Panik, was er aber nie zugeben würde. Stattdessen baute sich Gorjon seinerseits auf, um sich einen Wettbewerb im Anschreien mit dem Bären zu liefern. Er brüllte laut, plusterte sich auf und schien den Bären sogar ganz provokant zu imitieren, stets mit der Armbrust als Rückversicherung in der Hand.
Als dann aber die Wildlingsfrau voran preschte endete diese Posse abrupt. Da er so auf das Tier fixiert gewesen war hatte Gorjon sie nicht kommen sehen und die Wucht riss ihn tatsächlich einige Schritte weiter, die er brauchte um taumelnd das Gleichgewicht zurück zu erhalten. Gestürzt war er letztendlich nicht, trotzdem war es bemerkenswert das eine Frau ihn überhaupt hatte bewegen und aus dem Gleichgewicht bringen können und er starrte sie an wie ein Wesen aus einer anderen Welt, ehe er wütend und irritiert grunzte, dabei die Armbrust wieder hob.
Schwer verwirrt sah er dann zu wie sich der Bär hinter die Frau begab, nachdem sie allerhand geschrien hatte. Es verwirrte ihn so sehr, das er nicht sofort selbst etwas krakeelte, sondern einfach auf das ungleiche Duo starrte. Es brauchte einen Moment, dann endlich fiel der Groschen beim Nordmann und er senkte langsam die Waffe. "Das ist also dein verlauster Fellball, hä?", brummte er lautstark und deutete dabei zwischen der Frau und dem Bären hin und her. "Bist du zu dämlich dir einen Hund zu halten?", fragte er weiterhin, wobei die Lautstärke nichts mit einem gesitteten Gespräch zu tun hatte, sondern wieder nur pures Anschreien war. "Der beschissene Bär kriegt jedenfalls nichts von meinem Essen, das es klar ist!", fuhr er noch weiter fort, ehe ihn der Verdacht beschlich sie könnte ihn nicht verstehen. Sie war ein Wildling, da gab es keine Zweifel und er würde sie wohl gleich erschießen müssen, allerdings war er nun neugierig. Er wollte wissen warum sie mit einem Bären unterwegs war und warum sie ihn hatte wegstoßen können, vorerst wartete er aber ab, ob sie sich verständigen konnte.
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Frenya Do Breg

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BeitragThema: Re: Herzliches Zusammentreffen [Vergangenheit]   Fr Feb 02, 2018 11:13 pm

Ein wahrer zäher Brocken der Mann. Er ließ sich zwar nicht umstoßen, doch immerhin irritiert genug um erstmal nur zu starren. Sein Gesicht erinnerte Frenya an eine erfrierende Forelle. Dumpfer Blick und absolute Regungslosigkeit. Der Mann brüllte irgendwas. Frenya hätte ihn am liebsten angebrüllt. Wie sollte sie irgendwas verstehen?! Es war zu laut und vor allem, flogen bei dem Gebrüll einiges an Essen aus seinem Mund. Ogra Ban hätte vermutlich sogar davon satt werden können, an der verlorenen Ration. Übertreibung machte es doch deutlich, wie ungewöhnlich seine Reaktion war. Das feindselige vielleicht nicht, doch aber das gebrülle. Sie wurde noch nie so intensiv und lange angebrüllt. Amüsant war es schon. Hätte er nur keine Armbrust in der Hand und wäre so launisch, bei der ersten Begegnung. Sie verstand nicht viel, doch immerhin bemerkte sie das er sie als dämlich bezeichnete. Sie atmete tief durch. "Du dämlich für Hund.", raunte sie wenig amüsiert. Was fiel den Burschen ein? Der Jungspund hatte wirklich Nerven. Kein Wunder, dass die Wildlinge alle so schlechte Laune hatten wenn sie zurück in den Norden kamen. Gorjon und Frenya bieteten sich ein Starr-Wettbewerb. Ohne wirklich eine aggressive Haltung zu besitzen, wurde der Griff um die Axtschäfte verstärkt. So wie der junge Mann, hatte auch die Frau nicht allzu viel Geduld. Aber auch nur, weil der Bär mürrisch wurde. Durch das Geschrei des Menschen fühlte er sich beinahe herausgefordert. Rotbart schiebte seine Gefährtin beiseite und schnaubte, jetzt brüllte er den Mann wieder an.
Die Situation war für Außenstehende vermutlich verwirrend, aber es ging den Teilnehmern wohl nicht anders. Wütend die Kapuze runter gerissen, brüllte sie nun den Bären an in einer Sprache, dem der Nordling fremd war. Der Bär blickte beinahe desinteressiert zur Frau, blieb aber still. So blieb es auch, bis wohl der Mann es wieder wagte zu brüllen. Der Bär war eben kein Freund von Konkurrenz in jeglicher Hinsicht. Viele Worte gab sie nicht an den bedrohlichen Mann. Sie wusste auch nicht so richtig, wie sie sich erklären könnte. Es dachte sich so schlecht, mit einer Armbrust im Gesicht. Bildlich gesprochen.
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Gorjon Rikke

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BeitragThema: Re: Herzliches Zusammentreffen [Vergangenheit]   Mi Feb 07, 2018 11:52 am

Weder seine Lautstärke noch die entweichenden Essensreste kümmerten Gorjon, während er die Wildlingsfrau anbrüllte. Allein weil sie auf der falschen Seite der Mauer stand war sie ihm schon ein Dorn im Auge, aber nun wo sie ihn gestoßen hatte war es natürlich viel schlimmer und in Gorjons Augen rettete sie nur ihr ungewöhnlicher Begleiter vor einem Bolzen durch die Brust. Immerhin hatte sich der Nordmann nun schon entschieden zuerst den Bären zu erschießen, weil er das riesige Tier für eine größere Bedrohung hielt als die Frau. Vorerst war er aber immer noch neugierig, also schoss er nicht.
"Nein! Du bist dämlich!", gab er ihr zurück, womit die Diskussion schnell anspruchsvoll genug war, das auch der Bär würde mitreden können. Kurz wurde er noch wütender, womit er sie während des Starr-Wettbewerbs umso knurriger anblickte. Erst als sie die Kapuze herunter riss und wieder den Bären anbrüllte kam etwas Bewegung in die Sache hinein und Gorjons Haltung entspannte sich ein wenig. Er musterte das ungleiche Duo noch einmal misstrauisch, ließ dann aber zumindest die Armbrust sinken, sodass sie zwar immer noch fest in seiner Hand lag, aber die Frau nicht mehr direkt auf die Spitze des Bolzens blicken musste.
"Sprichst wohl wirklich nicht unsere Sprache...", grummelte er dann, während er den Kopf schief legte. Kurz schielte er nochmal zum Bären, aber als dieser sich ruhig verhielt beließ er es dabei und deutete stattdessen auf sich selbst. "Gorjon Rikke.", erklärte er dabei lautstark, eine simple Vorstellung würde sie sicherlich verstehen, auch wenn es den stolzen Nordmann kränkte nicht sein übliches Brimborium bei der Vorstellung abziehen zu können. Nachdem er also auf sich gedeutet hatte deutete er dann wiederum auf die Frau, in der Hoffnung das sie es verstehen würde.
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Frenya Do Breg

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BeitragThema: Re: Herzliches Zusammentreffen [Vergangenheit]   Mo Apr 16, 2018 6:58 pm

Wie konnte es dieser Wicht von einem Mann es wagen?! Sie dämlich zu nennen, also wirklich. Er zielte blind auf allem, das taten stehts nur Idioten. Als sie dann den Bären anbrüllte, schien sich der Mann aber zu beruhigen. Zumindest ein wenig. Er senkte die Armbrust etwas und sagte etwas. Es dauerte ein Moment, damit sie verstand. Er deutete auf sich und sprach zwei Wörter. Goron? Verflucht, er hatte zu schnell gesprochen. Dann deutete er auch noch auf sie. Sie ballte die rechte Hand und schlug sich diese auf die Brust. "Frenya Do Breg.", raunte sie. Die Begrüßung war respektvoll gehalten, sie war neu in diesem Land und durfte es sich nicht gleich mit allen verscherzen. Auch wenn es bei diesem wohl beinahe zu spät war. Das er ihren Titel verstand, das war stark zu bezweifeln. Aber einfach nur ihren Namen zu nennen, war ihr nicht geheuer. Er nannte doch auch seinen Titel ... oder Stamm? Keine Ahnung was das letztere Wort war, oder das Erste?
"Nächster Ort?", die Frage war klar verständlich. Mehr oder weniger.
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Gorjon Rikke

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BeitragThema: Re: Herzliches Zusammentreffen [Vergangenheit]   Do Apr 19, 2018 7:55 pm

Für den Moment glaubte Gorjon die Wildlingsfrau war nicht einmal in der Lage seine simple Vorstellung zu verstehen, doch als sie sich ihrerseits die Faust auf die Brust schlug war er irgendwie erleichtert. Man konnte also doch mit ihr reden, zumindest ein wenig. "Frähnja do Bräck...", wiederholte er ihren Namen, wobei ihm die Aussprache ziemlich misslang, was Gorjon aber nicht weiter interessierte. Ebenso wenig interessierte ihn ein etwaiger Titel der Rothaarigen, aber immerhin erkannte er das ihre Absichten für den Moment nicht bösartig waren. Das sich dies jederzeit ändern konnte wusste der Nordmann aber auch, er würde Schwert und Armbrust also stets griffbereit haben.
Ihre Frage war zwar verständlich, brachte Gorjon trotzdem dazu zu stutzen und sich verwirrt am Bart zu kratzen, wodurch es leicht so wirken konnte als würden sie wieder aneinander vorbei reden. Er verstand durchaus worauf sie hinaus wollte, aber mit diesem Bären im Schlepptau war sie sicherlich noch weniger willkommen als ohnehin schon, ganz gleich wohin sie nun ging. Gorjon deutete also wieder zwischen ihr und sich selbst her. "Wir... gehen dort lang...", brummte er laut und wies in eine bestimmte Richtung, dann deutete er auf den Bären und die genau entgegengesetzte Richtung, eine klare Anweisung also ihn fortzuschicken.
"Jag deinen Flohfänger sonst wohin, kapiert? Der Bär kann nicht mit, wenn du in einem Dorf willst.", erklärte er laut. Er wusste nicht wie viele Worte sie verstehen konnte, aber er nahm wie so oft an das seine Worte besser verstanden wurden, wenn er sie laut heraus posaunte. Wenn sie sich allzu schwer tat würde er sie also einfach anschreien, für Gorjon ein gutes Hilfsmittel. "Also... schick den Bär weg... dann sehen wir weiter. Kapierst du? Bär... weg! Hinfort! Wegjagen!"
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Herzliches Zusammentreffen [Vergangenheit]
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