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  Die Befreiung der Flusslande | Vergangenheit

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BeitragThema: Die Befreiung der Flusslande | Vergangenheit    Fr Aug 18, 2017 1:50 am

Es war ein großer Moment für Ben Gurlitt gewesen, als er vor Robb Stark in seinem Zelt stand und vom Lord des Nordens einige Worte des Lobes und des Respekts erhalten hatte. Durch die Beziehungen ihrer beiden Häuser kannte der Gurlitt Robb bereits persönlich... doch hatte der junge Recke der Flusslande niemals erwartet, dass sich ihre Lage jemals so entwickeln würde.

Viel war passiert, nachdem Robbs Vater zur Hand des Königs ernannt worden war. König Robert Baratheon starb und in Folge der Krönung seines Sohnes Joffrey wurden Rufe laut, dass Joffrey aus einem inzestuösen Verhältnis der Königin und ihren Zwillingsbruders entstanden sei. Eine wahrhaft schauerliche Vorstellung für Ben, doch aufgrund dieser Gerüchte und der dadurch entstandenen Unruhe in Königsmund wurde Eddard Stark gefangen genommen und der Großteil seines Gefolges getötet. Wegen der diplomatischen Bande von Haus Stark und Gurlitt war Bens Bruder und Erbe seines Hauses eben in Eddard Starks Gefolge und zählte zu den Toten. Ein schwerer Schlag für die Familie von Ben, der besonders seine Mutter und Schwester sehr traf. Sein Vater hingegen vermutete, dass dies einen unsagbaren Sturm nach sich ziehen würde... womit der Lord von Rahlen leider recht behalten sollte.
Unerwarteterweise nahm die Frau von Lord Eddard Stark den Gnom Tyrion Lennister gefangen und provozierte damit das gesamte Haus Lennister. Zunächst wurden einige Siedlungen im Süden der Flusslande überfallen und als die Gurlitt von diesen Taten erfuhren, wurde das gesamte Haus in Bereitschaft versetzt. Natürlich war der Blaue Arm noch weit ab der Gefahrenzone, doch da Lord Baldur gewisse Vorahnungen hatte und als der 'Falke an der Küste' nur selten überrascht wurde, war sein Haus bereit. Während Bens Onkel, Elay Strom, das Hauptkommando über die Mannen der Gurlitt hatte, hatte Ben eine kleine Schar an mutigen Kriegern um sich geschart, die auf ständiger Patrouille in den eigenen Ländereien waren... um diese zu beschützen. Aufgrund dessen wusste Ben in der Anfangszeit nicht, wie die Pläne der Flusslords waren, da er besagte Pläne von seinem Vater nicht hörte. Es waren jedoch keine Männer des Hauses bei der Schlacht am Goldzahn anwesend.
Nachdem also die Lennister in die Flusslande eindrangen kehrte Ben mit seinen Männern nach Rahlen zurück, nur um festzustellen, dass sein Vater zusammen mit seinem Onkel und einen Großteil ihrer Truppen nach Schnellwasser marschiert war, um den Ruf von Haus Tully zu folgen. Da Ben aufgrund der aktuellen Lage der neue Erbe des Hauses war, musste und sollte er Zuhause bleiben, was er auch widerwillig einhielt.
Die Schlacht unter den Mauern von Schnellwasser ging ebenfalls an die Männer der Westlande und Bens Vater und Onkel gehörten zu den wenigen Glücklichen, die sich in die Burg retten konnten, die daraufhin von Ser Jaime Lennister gnadenlos belagert wurde. Dies war eine unglaublich schlechte Entwicklung für die Flusslande, die nun vollkommen wehrlos gegen die Armeen der Lennister waren. Ben schickte seine Schwester und Mutter mit drei seiner besten Männer nach Seegart zu ihren Freunden des Hauses Mallister, da er so um ihre Sicherheit fürchtete. Rahlen war zwar besser befestigt als die meisten anderen Burgen der kleinen Häuser und konnte somit einer Belagerung kurz widerstehen... doch da sein Vater viele Männer mitgenommen hatte, hatte Ben demnach nicht genug Soldaten um seinen Geburtsort lange zu verteidigen. Und so kam es auch. Die Lennister schickten eine kleine Einheit ihrer Männer, die trotzdem groß genug war für eine Belagerung, und setzten Ben mit seinen wenigen Männern in Rahlen fest. Die Lage war aussichtslos... bis der Norden zur Hilfe kam! Robb Stark hatte die Männer des Nordens um sich geschart und marschierte in Richtung Schnellwasser. Auf ihren Weg dorthin hatten sich bereits Freys und die Mallister dem Banner der Starks angeschlossen und als die Mallister davon berichteten, dass Rahlen ebenfalls noch Widerstand leistete, retteten sie Burg am Blauen Arm. Selbstverständlich schloss sich Ben Robbs Armee an und kurze Zeit später kam es so zur Schlacht im Whisperwald.
Es war ein gerissener Plan gewesen, der zwar nicht den Geschmack des jungen Gurlitt traf... aber seinen Zweck erfüllte und im Anbetracht der Zerstörung durch die Lennister gerechtfertigt war. Ben und der Rest der Soldaten seines Banners griffen mit den Mallister vom Osten her an, als das Signal kam. Aufgrund der vielen Schläge, die sein Haus in der letzten Zeit eingesteckt hatte, kämpfte Ben mit großer Leidenschaft und behauptete sich stark im Schlachtgetümmel. Die Armee von Robb Stark holte sich den Sieg und konnte in dieser Schlacht auch Ser Jaime gefangen nehmen, was ein unglaublicher Erfolg war. Beflügelt von diesen Sieg marschierte das Heer mit großer Geschwindigkeit auf den Belagerungsring von Schnellwasser zu und griff ohne Vorwarnung an! Auch dieses Mal kämpfte Ben an der Seite der Mallister und damit auch in direkter Nähe zu Robb Stark. An sich war Ben zu diesem Zeitpunkt noch nicht so erfahren im Kampf zu Pferde, doch auch in dieser Schlacht bewies sich der Erbe des Hauses Gurlitt und tötete viele Lennister-Soldaten.
Damit war Schnellwasser gerettet und auch Bens Vater und Onkel waren nun in Sicherheit. Es folgte eine große Siegesfeier, an der die Beiden jedoch aufgrund ihrer Erschöpfung nicht teilnahmen. Nachdem das Lager aufgeschlagen war, Bens Männer sich auch ausruhten und mit ihren Waffenbrüdern feierten... rief Robb Ben tatsächlich zu ihm.

So trat Ben aus dem Zelt und strahlte vor Freude und Stolz. Sie hatten gewonnen! Die Flusslande hatten zusammen mit dem Norden gegen den Angreifer triumphiert und konnten ihren Sieg nun feiern! Natürlich war der junge Gurlitt, aufgrund der letzten Tage ebenfalls hundemüde und würde wohl einige Tage durchschlafen können... doch gehörte eben dieser Moment ihnen und er wollte ihn voll auskosten. Zwar war Ben in Robbs Zelt die Unstimmigkeit im Bezug auf den Königsmörder aufgefallen, doch machte er sich diesbezüglich keine Sorgen. Er respektierte Robb vollkommen und war der festen Überzeugung, dass er diese Sache schon regeln würde.
Daher schlenderte Ben durch das Lager und stimmte mal hier mal dort in die Siegesgesänge der Männer ein... denn alles in allem traf er gefühlt an jeder Ecke auf bekannte Gesichter. In ihm floss zur Hälfte das Blut eines Nordmannes und aus diesem Grund hatte er die letzten Jahre auch viel Zeit im Norden verbracht... immerhin kamen die guten Beziehungen ja nicht von ungefähr! Doch schließlich erreichte Ben den Lagerplatz seiner Männer, wo sich auch einige Mannen der Mallister und Cerwyn versammelt hatten. Als die feiernden Soldaten Ben bemerkten brüllte einer freudig: ''Und schaut mal da, wen uns die Götter in unsere Runde geschickt haben?! Ein Hoch auf Ben! Ein Hoch auf unsere Siege! Ein Hoch auf unsere Bande, Freude!'' Sofort brach ein freudiger Tumult aus, dem Ben im Wortlaut nicht folgen konnte, aber dennoch belustigt: ''Hoch, Hoch, Hoch!'' mit brüllte. Er fühlte sich gut, nahm einen gefüllten Metallkrug entgegen, stieß mit einigen Männern an und stimmte ins erste Lied mit ein. Wahrlich... man konnte diesen Sieg nur feiern!
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Gorjon Rikke

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BeitragThema: Re: Die Befreiung der Flusslande | Vergangenheit    Fr Aug 18, 2017 7:31 pm

Von allen Seiten drangen Siegesgesänge und trunkenes Gegröhle, in welches Gorjon und seine kleine Gefolgschaft von Nordmännern bei jeder sich bietenden Gelegenheit einstimmten. Ihre kleine Gruppe zog sichtlich angetrunken und obszön grölend durchs Lager, angeführt natürlich vom Zweitgeborenen selbst. Einige Schnapsflaschen wechselten immer wieder die Besitzer und waren offenkundig auch ein Grund für die gute Laune der Nordmänner, doch wusste Gorjon um ein drohendes Ungemach. Bei all der Freude über den Sieg war ihnen das Bier ausgegangen und so wanderte sein leicht glasiger Blick immer wieder durch die Reihen der anderen Soldaten, bis ihm eine Gruppe Flussländer ins Auge stach, die ebenfalls zelebrierte und zu seiner Freude scheinbar noch ein wenig mehr in ihren Fässern hatte. Zwar mochte der Nordmann allgemein keine Flussländer, doch der Alkohol vertrieb diesen Gedanken ebenso wie all anderen Gedanken auch und fröhlich grinsend gingen sie einfach auf die Gruppe zu.
"Na, ihr Fischköppe?!", lautete seine ebenso herzliche wie lautstarke Begrüßung und dem scheinbaren Anführer namens Ben, den man gerade noch hatte hochleben lassen, klopfte er direkt äußerst kräftig, aber eben freundschaftlich gemeint auf die Schulter. "Bei den Göttern, diesen Löwen-Wichsern haben wirs gezeigt, was?", tönte er weiter, während seine Männer sich einfach unter den anderen Trupp mischten und sich an deren Bier bedienten. Gorjon grinste daraufhin bloß und drückte dem Mann namens Ben die einzige noch ungeöffnete Schnapsflasche in die Hand.
"Kleine Aufmerksamkeit von der kahlen Schanze.", kam es dabei erneut mit voller Lautstärke, ein anderer Tonfall war Gorjon im Moment offenkundig nicht möglich. "Ist guter Kümmelschnaps, damit du endlich mal ein paar Haare ins Gsicht kriegst, aye?!", lachte er heiter, woraufhin er sich einfach direkt auf eine Bank neben den Zelten der Flussländer plumpsen ließ. "Dann erzählt mal! Wen habe ich hier vor mir? Mit wem teile ich heute erlesene Getränke und irrwitzige Geschichten?"
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BeitragThema: Re: Die Befreiung der Flusslande | Vergangenheit    Sa Aug 19, 2017 12:59 am

Schon lange hatte sich Ben nicht mehr sogut gefühlt... unabhängig vom ganzen Alkohol, den er schon intus hatte! Zuviel Leid war dem Gurlitt in der letzten Zeit untergekommen und wie er feststellen musste, waren aussichtslose Schlachten genau das richtige Mittel, um den ganzen Frust mal rauszulassen. Ben liebte zwar das Kämpfen, doch hatte er bisher noch nie in so hoher Zahl getötet, was das Ganze doch wieder zu etwas anderen machte. Direkt nach der Schlacht im Whisperwald überkam ihm diese Gewissheit... doch wurde sie von seinen guten Absichten wieder verdrängt. Ob das gut und richtig war? Ansichtsssache, doch Ben war sich sicher, dass das Töten für ihn niemals zu einer spaßigen Angelegenheit werden würde. Es war ein Mittel ihrer Welt um seine Ziele zu erreichen und in Bens Ansicht war das Schützen der Heimat und der Eigenen ein viel besserer Grund als die reine Belustigung oder den Rausch, den man dadurch erhalten konnte.
Doch diese Gedanken waren alle gerade überhaupt nicht wichtig. Sie hatten gewonnen und jetzt wurde gefeiert! Der junge Erbe seines Hauses hatte all' seine engsten Waffenbrüder um sich, sie hatten noch genug Alkohol und nicht einmal die Götter konnten jetzt noch ihre Siegesfeier stoppen! So hatte Ben gerade ziemlich schnell seinen ersten neuen Krug gelehrt und stimmte nun in das aktuell gesungene Lied 'Das Wasser ist weit' ein, was verständlicherweise hauptsächlich von den Flussländern der Runde gesungen wurde. Da die Cerwyn-Männer jedoch schon relativ stram waren, gröhlten sie unverständlich mit... ja es war einfach zum Schießen.
Plötzlich traten von außen weitere Nordmänner heran, die Ben persönlich erst bermerkte, als ihr Anführer sie mit 'Fischköppe' grüßte. In einer normalen Situation wäre Ben nun sehr getränkt gewesen... doch da er seinen zweiten Krug bereits schon wieder zur Hälfte ausgetrunken hatte, sah er darüber hinweg. Der heftige und starke Klopfer des bärtigen Nordmannes traf Ben schon relativ hart und drückte seine Schulter nach unten, doch blieb er ohne Probleme aufrecht stehen und verzog nur 'kaum merklich' das Gesicht. Ben drehte sich um und nickte Gorjon und seinen Kumpanen grinsend entgegen. "Grüße, Freunde! Setzt euch zu uns! Wir haben noch genug Platz und Trank für uns alle!", entgegnete er freundlich und auch wenn die Leute von Gorjon kaum Bens Begrüßung abgewartet hatte, freute er sich über die nun größere Runde. Der Gurlitt kannte ja die Art der Nordmänner, weswegen ihn dies nun auch im nüchternen Zustand kaum gekränkt hätte.
"Worauf du deinen Bart verwetten kannst, Freund!", antwortete Ben stolz und wandte sich der nun echt ansehnlichen Runde zu, "ODER?! Wir haben diesen Bastarden gezeigt, was passiert wenn man sich mit den Söhnen des Nordens und der Flusslande anlegt! Sollen sie es nur nochmal versuchen! Ich sage euch: Wir werden sie allesamt nochmals durch alle sieben Höllen jagen! DAS IST EIN VERSPRECHEN!!!" sofort brüllten die Mannen der Gurlitt, Mannister und der Cerwyn aus einer Mischung der Freude und des Stolzes los und als Ben abschließend seinen Krug hob, wurden die Rufe noch einmal kurz lauter.
Dann wurde vom Anführer der neuen Nordmänner Ben eine ungeöffnete Flasche in die Hand gedrückt, was Ben ein wenig überraschte, ihn aber ein strahlendes Lächeln ins Gesicht trieb. "Wirklich? Danke sehr!", sagte Ben freudig, öffnete die Flasche mit seinem Mund und nahm ohne zu zögern einen kräftigen Schluck. ... ... Genau in diesen Moment dachte Ben, dass ein Drache in seinem Rachen Amok lief! Sofort setzte er die Flasche ab und kämpfte mit dem Schnaps in seinem Hals, doch wie auch gegen die Lennister gewann Ben auch diesen Kampf... wenn auch die Verluste zahlreicher waren! Nachdem er den Schnaps versenkt hatte, ring er nach Atem, kam aber aus dem Grinsen nicht mehr raus. "Woooah... das war... unerwartet!", lachte Ben und reichte die Flasche an einen seiner Männer weiter. Gorjon hatte sich währenddessen bereits hingesetzt und verlangte nun zu wissen, mit wem er eigentlich die Ehre hatte. Der Erbe der Gurlitt hustete noch einige Male, ehe er wieder genug Luft in den Lungen hatte um ganze Sätze zu sprechen. "Ben Gurlitt ist mein Name! Zweiter Sohn von Lord Baldur Gurlitt, dem 'Falken an der Küste'. Ihr habt vielleicht auch von meinen Onkel Nabor Gurlitt, dem 'Fels des Blauen Arms' gehört!", antwortete Ben stolz und deutete dann auf die Männer in seinen Reihen, "Die Männer in Lederwams und gelb-schwarz sind die Männer meines Hauses. Mit den Cerwyn seid ihr ja sicherlich bekannt und die anderen Söhne der Flusslande sind vom stolzen Haus der Mallister! Wahre Freunde in der Not und in der Schlacht, dass kann ich euch sagen!" Doch nun setzte sich auch Ben Gorjon gegenüber und grinste ihn an: "Und ihr? Ihr habt die kahle Schanze erwähnt... also... Haus Rikke, richtig?"
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Gorjon Rikke

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BeitragThema: Re: Die Befreiung der Flusslande | Vergangenheit    Sa Aug 19, 2017 6:55 pm

In seiner trunkenen Freude war Gorjon nicht in der Verfassung sich um die Reaktion des Flussländers zu scheren. Sein Blick galt auch mehr der Bierreserve als seinem Gegenüber, sodass er sowohl das kurz verzogene Gesicht als auch das leichte Einsinken der Schulter übersah. Was er sehr wohl zur Kenntnis nahm war die freundliche Einladung, die ihn sofort erfreut zum lachen und grinsen brachte. "Das ist doch mal ein Wort!", brachte er seine Freude auch mit lautstarken Worten zum Ausdruck und prompt wurde dem Flussländer der Tag wohl noch zusätzlich versüßt, zumindest wenn man von der heftigen Reaktion auf die Verspottung der Lennisters ausging.
Verwundert hob Gorjon eine Augenbraue, während die anderen Männer grölten amüsierte er sich bestenfalls über Bens tollkühne Ankündigung. "Setz dich lieber auf deinen Arsch und trink.", fand der Zweitgeborene, war er doch der festen Ansicht das die Nordländer die ganze Drecksarbeit gemacht hatten, während den Flussländern dadurch bloß der Arsch gerettet worden war. Seine Laune verdarb dies freilich nicht, denn auch die Reaktion auf den Schnaps war heftig und entlockte ihm nun wieder ein lautes, tiefes Lachen. "Jaja, das ist jedenfalls keine Ziegenmilch!", grölte er, wobei er sich auf den Oberschenkel klopfte und auch mit einiger Freude den Nachwirkungen zusah.
Zum Glück hielt das Husten nicht zu lange an, sodass Gorjon auch recht schnell wieder zu Atem kam und der Vorstellung lauschen konnte. Es freute ihn mit welchem Stolz Ben sich und seine Familie hervor hob. "Nie von ihm gehört, genauso wenig wie von deinem Haus.", musste er trotzdem staubtrocken und vollkommen ehrlich gestehen. Grinsen konnte Gorjon trotzdem noch, erst recht als er nun seinerseits nach dem Namen gefragt wurde, was er noch eine Spur deftiger zelebrierte als ohnehin schon.
""Nun Ben Gurlitt, vor dir steht Gorjon Löwenfluch, der zweite Sohn von Lord Bartok aus dem Haus Rikke von der kahlen Schanze.", verkündete er laut und stolz, wobei er sich die Faust auf die Brust donnerte und dann auf seine kleine Schar Nordmänner deutete, die sich eigentlich schon in Bier und der anderen Gruppe verloren hatte. "Und das ist halt mein Haufen sogenannter Gefolgsleute.", blieb ihre Vorstellung dementsprechend kurz, woraufhin er aber wieder lachen konnte. Überhaupt war er in einer Stimmung in der er Alles witzig finden konnte. "Ist aber verdammt anständig von dir unser Haus zu kennen. Wird so manch Einer noch kennen lernen.", predigte er mit erhobenem Zeigefinger und ergatterte dann bei der Gelegenheit die Schnapsflasche. Anders als Ben hatte er kein Problem den Inhalt herunter zu bekommen und nach einem guten Schluck gab er sie direkt wieder an den Sohn vom Falken weiter.
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BeitragThema: Re: Die Befreiung der Flusslande | Vergangenheit    So Aug 20, 2017 2:16 am

Der Alkohol floß in Ströhmen und die Gesellschaft wurde immer größer uns ausgefallener. Gerade noch wurde Ben von seinen Waffenbrüdern hochgelobt und es wurde freudig gesungen, als plötzlich einige Mannen des Hauses Rikke sich ihrer Runde anschlossen. Zwar hatte Ben sie freundlich zu ihnen eingeladen... doch hätte es wohl ehrlich gesagt keinen Unterschied gemacht, ob er dies getan hätte oder nicht. Sei es drum! Der Gurlitt hatte seine Worte gesprochen und der bärtige Nordmann reagierte, dem Norden typisch, lautstark und voller Emotion. Diese Facetten schätzte Ben mit an meisten an den Verbündeten seiner Heimat.
So sprach Ben in hohen Tönen über das Waffenbündnis der beiden Königslande und ihre gemeinsame Stärke, woraufhin Gorjon ihn mehr oder weniger dazu aufforderte den Mund zu halten und mehr zu trinken. Ben hielt inne und schaute den Rikke einen Moment lang stumm an... bis er nicht mehr konnte und anfing breit zu grinsen. "Ohoh?! Entschuldigt, Herr feiner Nordmann! Aber hier müssen wir uns nicht erst hinsetzen um ordentlich einen über den Durst zu trinken! Passt mal auf!", entgegnete Ben, schon fast ein wenig streitlustig, und setzte seinen vollen Krug an seinen Mund an. Überraschenderweise fing er an besagten Krug mit unerwartet starken Zügen auszutrinken und direkt nach den ersten Schlucken stimmten die Mannen um sie herum in ein rhythmisches: "Oi! Oi! Oi! Oi!" ein... bis Ben tatsächlich den ganzen Krug ausgetrunken hatte. Mit einen lautstarken, wohligen Seufzer warf Ben den Krug auf den Boden, wischte sich seinen Mund an seinem Ärmel trocken und verbeugte sich danach tief in die Runde.
Doch gegen den heimtückischen Schnaps des Rikke war Ben danach nicht gefeit gewesen. Auf den Kommentar von Gorjon konnte Ben nicht mehr als halbgares Husten und Röcheln erwidern, da der Kümmeldrache in diesen Moment immer noch in seiner Kehle wütete. Als er dieses Ungeheuer dann schleißlich doch gebändigt hatte und er seine Leute vorgetellt hatte, erntete von Bart tragenden Not eine Antwort... welche er Nüchtern wohl doch fast als Beleidigung entfunden hätte. Doch war Ben nicht nüchtern und schmunzelte daraufhin nur. "Was?! Verdammt schade! Ich glaube ich muss dir bei passender Gelegenheit die Geschichte des Felsens des Blauen Arms mal erzählen.", antwortete Ben, der nun auch saß und von einen seiner Männer eine Hasenkeule gereicht bekommen hatte und diese bearbeitete, als Gorjon sich vorstellte. Zwar aß Ben dabei, doch konnte man an seinem Blick erkennen, dass er dem Rikke gespannt zuhörte. Er nannte sich selbst Löwenfluch, wobei eigentlich jeder in dieser Runde sich so nennen konnte... aber der Gurlitt wollte ihm nicht die Laune verderben, daher behielt er diesen Gedanken für sich. Gorjon kannte er vom Namen nicht von seinen Reisen, doch sein Vater war für Ben ein Begriff, wie eben der Name seiner Heimstatt. "Freut mich, Gorjon Rikke! Das Schicksal hat die Zweitgeborenen unserer Häuser heute hier zusammengeführt um frische Bande in Freude und Trank zu schmieden!", sagte Ben laut, während er Gorjon grinsend zunickte und gleichzeitig dabei mit der Hasenkeule wild gestikulierte.
Fast schon beiläufig kommentierte der Nordmann die Tatsache, dass ein Flussländer sein Haus kannte. Ben nickte erneut und antwortete: "Selbstredend! Die letzten Jahre habe ich zum größten Teil auf dem Pferderücken verbracht und habe die Heimat meiner Mutter aus dem Hause Cerwyn erkundet! Von Grauwasser Wacht bis zur Mauer selbst führte mich der Weg... und dabei habe ich so einiges aufgeschnappt!" Nachdem er seine Erklärung abgeschlossen hatte, nahm Ben die Flasche von Gorjon entgegen und obwohl er eben schon fast vom Kümmelschnaps überwältigt worden war... nahm er mutig einen weiteren Schluck. Dieses Mal steckte er ihn sogar ganz gut weg und schüttelte nur einmal kräftig seinen Kopf als Reaktion auf den Alkohol. "Und wie stellst du dir das vor, Gorjon Löwenfluch?", fragte Ben und richtete sich aus seiner sitzenden Position ein wenig mehr auf, "Aber sei gewarnt, dass mein Haus dahingehend nicht ruhen wird! Wir können euch ja nicht den ganzen Ruhm alleine lassen!" Ein zwei Männer von Bens Haus stimmten ihm daraufhin halblaut zu, waren jedoch offensichtlich bereits zu betrunken um klare Worte zu sprechen.
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Gorjon Rikke

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BeitragThema: Re: Die Befreiung der Flusslande | Vergangenheit    So Aug 20, 2017 7:04 pm

"Gar nicht so schlecht.", musste Gorjon zugeben, nachdem Ben auf streitlustigste Weise den Krug ergriffen und geleert hatte. Seine Mannen zollten ihm lauten Applaus und auch Gorjon hatte mitgeklatscht und gelacht. Jedoch hallte ihm auch der Tonfall des Flussländers noch in den Ohren und so launisch wie der Alkohol machen konnte war dies keine gute Kombination. "Naja... gar nicht schlecht dafür das es bei uns nur die Portion für Säuglinge wäre!", spottete er also wieder, wobei ihm die heftige Reaktion auf den Schnaps recht gab. "Und wenn du mich noch mal einen feinen Herren nennst, kannst du deine Zähne gleich mit schlucken!", blökte er bei der Gelegenheit hinterher, wodurch sich deutlich zeigte wie schnell seine Laune gerade schwanken konnte.
Immerhin hatte sich Ben durch seine Trinkfestigkeit bewiesen, auch wenn er es nicht in Worten ausgedrückt hatte. Gorjon schätzte trinkfeste Gesellschaft hoch ein, daher grinste er auf das Angebot mit der Geschichte des Felsens und nickte dazu. "Ich würde sagen, die Gelegenheit ist passend!", tönte er sogar, womit sich Ben geradezu geadelt fühlen durfte, war es sonst doch stets Gorjon der als Erstes mit seinen Geschichten prahlen wollte.
Überhaupt gefielen die kernige Worte dem Nordmann und er lachte lauthals, während er Ben zuprostete, als dieser über Schicksal und frische Bande sprach. Zwar war er daran nicht wirklich interessiert, doch derartig angeheitert spielte das auch keine Rolle mehr. "Dann gibt es wahrlich viel zu bereden!", freute er sich dafür umso mehr über die lange Reise des Flussländers, das er eine Mutter aus dem Norden hatte machte ihn zugleich auch eine deutliche Spur erträglicher, auch wenn er über die Reaktion auf den Schnaps weiterhin nur lachen konnte. Eine gute Gelegenheit für Gorjon um seinen Männern mit raschen, heftigen Gesten zu signalisieren das er nun seinerseits die Trinkfestigkeit beweisen würde und man brachte ihm einen eben so großen Krug wie Ben, der jedoch nicht ganz gefüllt war. Für den Rest goss Gorjon einfach den Schnaps hinzu und grinste dann, bevor er begann vernahm er weitere Fragen.
"Na wie schon? Ich erschlage weiter Lennisters und brülle dabei die Worte meiner Ahnen heraus!", hatte er eine sehr simple Art sein Haus bekannter zu machen. "Stolz bricht Eisen!", donnerte er auch gleich hervor und es wurde von allen anwesenden Gefolgsleuten wiederholt. "Nichts für ungut, aber ihr Fischköppe seit halt keine guten Kämpfer. Alles was ein Flussländer kann, kann ein Nordmann doppelt so gut.", tönte er direkt nachdem Ben verkündet hatte sein Haus wolle ebenfalls Ruhm ernten. Gorjon sah es als eine Herausforderung und griff dann endlich zum Krug, den er ebenso wie Ben ohne abzusetzen leerte, bloß eben in merklich kürzerer Zeit. Am Ende lachte er kurz auf, was von einem heftigen Aufstoßen unterbrochen wurde, wonach er nur noch lauter lachte.
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BeitragThema: Re: Die Befreiung der Flusslande | Vergangenheit    Mo Aug 21, 2017 3:15 am

Nach seiner Verbeugung riss Ben, angefeuert vom Applaus der Rikkes, noch einmal seine Arme zum Triumph hoch und genoss diesen Moment. Natürlich konnte der Nordmann direkt danach nicht anders als den Erfolg zu schmälen, denndoch grinste Ben ihn breit an und ließ die Arme oben. "Spotte nur soviel du willst! Ein Säugling, egal ob aus dem Norden oder unseren Flusslanden, hätte in diesen verdammten Krug gepasst!", sagte er laut und nahm so die Arme runter. Die Drohnung von Gorjon nahm Ben jedoch nicht für voll... da er ähnliches Verhalten schon häufig im Norden erlebt hatte. Tatsächlich hatte ihn das damals die ersten Male schon stark verunsichert, doch er hat gelernt damit umzugehen und sagte dementsprechend gar nichts dazu. Jedoch einer von Bens Vertrauten schien die Sache nicht ganz auf sich beruhen lassen zu wollen und machte einen Schritt auf Gorjon zu. Ebenfalls wollte er gerade die Fäuste kampfbereit heben, sofern man das in seinem Zustand wirklich so nennen konnte. Ehe er sich jedoch wirklich überhaupt aufbauen konnte, trat Ben dazwischen - bevor er vom Kümmelschnaps trank - und schupste den Soldaten einfach um. "Kellan... beruhig' dich und ruh' dich aus. Ich will nicht, dass so eine Nichtigkeit unsere Siegesfeier kaputt macht. Verstanden?", sagte Ben ernst zu ihm, als er ihm jedoch gleichzeitig die Hand zum Aufrichten hinhielt. "Ja... Entschuldige Ben... Ich...", stammelte der 18-Jährige Junge und Ben drückte ihn einmal kurz und kräftig an sich. "Ist in Ordnung. Wir reden morgen. Jetzt geh.", sprach Ben etwas gedämpfter und schließlich verzog sich der Junge Names Kellan in eines der Zelte. Ben drehte sich wieder um, nickte Gorjon kurz zu, ehe ihn die Feierstimmung wieder packte und er den Kümmeldrachen herausforderte.
Wenig später kamen sie auf Bens Onkel Nabor zu sprechen und Ben schnitt kurz die Geschichte seines Rufnamens an, die Gorjon jetzt hören wollte. Ben überlegte kurz und klatschte dann in die Hände. "Nagut! Aber nur weil du mir so sympathisch bist! HAHA!", lachte Ben herzhaft und räusperte sich unbeholfen, "Gut. Es begab sich vor gut 10 Jahren... genau hier! Vor den Mauern von Schnellwasser hatte unser Lehnsherr Lord Hoster Tully zu einem großen Zweikampfs-Turnier ausgerufen und alle Häuser des Flusslandes waren selbstverständlich da! So auch die Gurlitt und die Mallister!" Ben ließ an dieser Stelle eine beabsichtigte Pause, da er schon damit rechnete, dass die Söhne des Flusslandes ab da anfangen würden vor stolz zu brüllen... was auch eintrat. Nachdem sie sich wieder gefangen hatten, fuhr Ben fort: "Doch auch aus anderen Königsländern kamen mutige Streiter um sich auf dem Feld der Ehre zu beweisen. Aus dem Norden... dem Grünen Tal, der Weite, den Sturmlanden und sogar aus Dorne war ein Speerwirbler angereist um sein Können zu zeigen. Für mein Haus trat mein Onkel Nabor an. Wie ein Bulle in Menschengestalt! Als ich noch ein kleiner Racker war, konnte er mich in hohe Baumkronen werfen! Streitkolben und der Schild waren seine Waffen und schon vor dem Turnier hatten die Leute einen gesunden Respekt vor ihm. Bis zur Hälfte des Turniers besiegte er 35 Gegner ohne jegliche Mühe oder Verletzung. Niemand konnte seinen Schild überwinden. die nächsten Gegner brachten ihn schon mehr ins Schwitzen... darunter auch besagte Nordmänner. Doch auch sie unterlagen ihm. Schließlich stand mein Onkel im letzten Kampf einen Bastard aus dem Sturmlanden gegenüber... Phelan Sturm war sein Name. Es war ein unglaublich harter Kampf, den keiner verlieren wollte. Im Moment der Entscheidung durchbohrte Phelan den Schild meines Onkels und verletzte ihn so schwer am Arm, dass das Blut in einem Augenblick bereits seinen ganzen Arm eingehüllt hatte. Doch mein Onkel stand wie ein Fels da und fällte seinen Gegner mit einer massiven Kopfnuss. Er überlebte die Verletzung und als Andenken an diesen Moment, an seinen blutumhüllten Arm, tättowierte er sich den ganzen Arm blau und ab diesen Tag wurde er der 'Fels des Blauen Arms' genannt." Damit schloss Ben seine Geschichte ab und war gespannt auf die Reaktion seines Gegenübers. Die Trauer kam einen kurzen Moment hoch, doch riss Ben sich zusammen und ließ es sich nicht anmerken.
Ferner wollte nun Gorjon offenbar zeigen, dass er auch einen Krug ohne Probleme leeren konnte und er zeigte deutlich, dass er adabei keine halben Sachen machen wollte. Er füllte den Krug zum Schluss voll mit Schnaps... doch ehe er trank, riss er nochmal ordentlich das Maul auf. Zwar war Ben doch sichtlich von der Darbietung des Mottos der Rikke beeindruckt... doch die nachfolgenden Worte ließen doch ein wenig Verdruss in den Flussländern um sie herum aufkommen. Dieses Mal konnte der Gurlitt es ihnen nichtmal verdenken. Doch gerade als Geraune langsam anfing lauter zu werden hob Ben seine Hand. "Naaaah, Nah, Gorjon! Dieser Feldzug war kein Wettstreit. Der Norden stand uns in der Stunde der Not bei und das wird auf ewig nicht vergessen! Sicher ist auch, dass wir ferner nur auf unsere Stunde warten, diesen Gefallen zu erwidern! Denn Blut ist unser Band~!", sprach Ben stolz und fing im letzten Teil an das Motto seines Hauses zu rufen. "UND LEIDENSCHAFT IST UNSER SCHWERT!", schlossen die Männer seines Hauses den Ruf ab und Ben grinste zufrieden Gorjon entgegen. Es stimmte ohne Zweifel, dass der Norden ihre Heimat gerettet hatte, trotzdem durfte man nicht den Stolz der Flusslande unterschätzen, der auch seinen Anteil am Sieg hatte. So sah Der Erbe seines Hauses zu, wie Gorjon seinen Krug deutlich schneller austrank als Ben es getan hatte und bei dem Anblick konnte er auch nicht anders als freudig zu klatschen. "HAHA! Doch ich erkenne neidlos an, dass du im Kampftrinken mir überlegen bist! Und für diesen Sieg habe ich auch tatsächlich was für dich! Na los!", sprach Ben und mit einer heranwinkenden Bewegung flitzte einer von Bens Leuten in sein Zelt und brachte ihn etwas, was Gorjon so nicht erkennen konnte, bis Ben es nun in der Hand hatte. Stolz überreichte der Gurlitt dem Rikke eine kunstvoll verzierte Flasche aus blauen Glas. "Feinster Rahler-Blaumet. Meine Mutter brachte einen Meister-Metbrauer aus ihrer Heimat mit, als sie meinen Vater heiratete. Mein Haus stellt ihn nur für festliche Anlässe her und dies ist meine Flasche für diesen erfolgreichen Kriegszug... Sie gehört dir!"
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Gorjon Rikke

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BeitragThema: Re: Die Befreiung der Flusslande | Vergangenheit    Mo Aug 21, 2017 9:41 pm

Als sich der Mann namens Kellan erhob sah Gorjon schon aufmerksam auf, irgendwie erwartungsvoll und sichtlich an einem Kampf interessiert. Der Bursche durfte gerne sein Glück versuchen, zumindest soweit es den Nordmann betraf. Ben hatte offensichtlich andere Pläne, was ihm auch recht war. Eine zünftige Prügelei war nie zu verachten, eine gute Geschichte tat es für den Anfang aber auch. Und mit solch einer Geschichte rückte Ben dann auch heraus, womit die Kampfeslust schnell der Neugierde wich und Gorjon gespannt zuhörend sitzen blieb. "Wehe die Geschichte langweilt mich!", hatte er wieder eine Drohung parat, serviert mit erhobenem Zeigefinger, aber auch lautem Gelächter und eindeutig eher scherzhaft gemeint.
Schnell stellte sich heraus das es keine Drohungen oder Skepsis gebraucht hätte. Die Erzählung traf haargenau Gorjons Geschmack und er grinste breit, während der gesamten Geschichte und staunte am Ende sogar anerkennend und beeindruckt. "Nun, du hast nicht übertrieben!", fand er lauthals lachend. "Und ich werde den Fels des blauen Arms garantiert nicht mehr vergessen. Hm... weißt du was? Ich werde ihn sogar beizeiten herausfordern und besiegen!", freute er sich auf seine ganz eigene Art über die gute Geschichte. Das der Onkel möglicherweise nicht mehr lebte zog der betrunkene Hüne gar nicht in Betracht.
Auch das er seine Gastgeber beleidigte nahm er nicht wirklich wahr. Er stand zu seinen kernigen Worten und irgendwie sah er sich durch Ben bestätigt, der nicht nur die Lage geschickt beruhigte, sondern auch klar stellte das kein Wettbewerb vorlag. Gorjon quittierte dies nur mit einem Schulterzucken, nachdem er den Krug geleert hatte war seine Reaktion dann schon üppiger. "Das will ich auch meinen! Moment? Etwas für mich?", war er zunächst voller Stolz, dann sehr überrascht und wieder neugierig. Er sah dem Boten hinterher, streckte sogar den Kopf um das Geschenk so früh es ging zu erkennen, auch wenn er mit diesem Vorhaben scheiterte.
Als er den Blaumet überreicht bekam wurden Gorjons Augen größer und größer, er nahm die Flasche verwundert entgegen und strahlte breit, woraufhin er sich erhob und Ben nochmal kräftig auf die Schulter klopfte und ihn dann einfach herzlich umarmte. "Ich glaube, ihr seid doch nicht so übel!", lachte er freudig, wonach er die Flasche ausgiebig betrachtete. Die Verzierungen waren ihm eher zuwider, doch der Inhalt würde ganz nach seinem Geschmack sein und er zeigte mit seinem Verhalten wohl ganz deutlich das er das Geschenk wertschätzte. "Ihr lasst euch wirklich nicht lumpen, wie? Wir aber auch nicht! Komm doch später mit zu unseren Zelten, wir haben ein paar Weiber von deren Versorgungstross aufgegabelt, die Feier kann also wirklich die ganze Nacht dauern.", lachte er.
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BeitragThema: Re: Die Befreiung der Flusslande | Vergangenheit    Di Aug 22, 2017 2:42 am

Ben hatte gerade eine mögliche Schlägerei zwischen dem bulligen Gorjon und dem im Vergleich zimelich schmächtigen Kellan gerade so noch unterbinden können. Bestimmt gab es hier und da im gesamten Lager kleinere Kalberein... doch nach sowas stand dem Gurlitt eben nicht der Sinn, noch dazu wollte er nicht mitansehen, wie einer seiner Leute chancenlos verprügelt werden würde. Ben war sowieso der Typ Mensch, der sich sehr um seine Mitmenschen kümmerte und als Kommandant der Truppen seines Hauses hatte er zu diesen Männern zusätzlich noch eine ganz andere Verpflichtung. Kellan war, neben der Tatsache, dass er halt noch sehr unerfahren war, momentan ein wenig neben sich... da er direkt nach der Schlacht erfahren hatte, dass sein Vater hier bei der ersten Schlacht gefallen war. Dies hatte dem jungen Mann sehr zu schaffen gemacht und Ben wusste das.
Doch die Situation war wieder entspannt und es kam zur Geschichte von Bens Onkel Nabor "Keine Angst, Freund! Wenn dir diese Geschichte nicht gefällt, verbringe ich den Rest der Nacht im Wassergraben der Burg!", fertigte der Sohn des Flusslandes die einfache Drohnung Gorjons ab und fing mit der Geschichte an. Und sie punktete... und wie! Nach dem ersten Kommentar des Rikkes nickte Ben ihm dankend entgegen. "Und noch als krönender Abschluss: Der Kämpfer aus Dorne ist direkt in seiner ersten Runde rausgeflogen!", lachte Ben und schlug sich tatsächlich auch aufs Knie, da er wirklich einen Lachkrampf hatte. Als er sich wieder gefangen hatte sprach Gorjon weiter und bei seinen Worten, wurde Bens Grinsen immer bitterer. "Tut mir Leid dich da enttäuschen zu müssen, Gorjon... aber er starb direkt zu Beginn des Krieges in Königsmund. ... ... Zusammen mit meinen Bruder Kaden...", erklärte er mit traurigen Unterton und schaute auch mit trauernden Blick ins Lagerfeuer, "Sie gehörten zu Eddard Starks Gefolge, als diese ganze Scheiße da passierte... Aber ich... wir werden früher oder später unsere Vergeltung bekommen. Blut ist unser Band!" Ben hob mit gesenkten Kopf seinen Krug in die Luft und alle Anwesenden aus Bens Gefolg -und Kameradsschaft hoben ebenfalls ihre Getränke. "Leidenschaft ist unser Schwert!", beendeten nur die Soldaten der Gurlitt das Motto des Hauses und im stillen Gedenken an die Gefallenen wurde nun auf die Getrunken und auf das Versprechen von Ben.
Nun verkündete der Flussländer, dass er seinem neuen Freund auch etwas schenken wollte, in Anerkennung auf seinen Schlund, undso erhielt Gorjon von ihm eine seltene Flasche Rahler-Blaumet. Allein als der Gurlitt dies verkündete war die Reaktion des Nordmannes einfach unbezahlbar gewesen! Der Rikke ergob sich und kam auf Ben zu, der ihn nun wieder breit angrinste. Als er vor ihm ankam, erhob sich auch Ben, hielt stolz dem Schulterklopfer stand und erwiderte mit einem Arm die Umarmung, mit dem er Gorjon seinerseits auf den Rücken klopfte. Ja... es war schön neue Bande zu knüpfen. "Sag' ich ja! Schulter an Schulter kann niemand unsere Länder bezwingen, dass sag' dir!", antwortete Ben dem bärtigen Nordmann und im sie herum wurde dies lautstark bestätigt.
Dann brachte Gorjon etwas zur Sprache, was Ben im ersten Moment nicht richtig verstand. "Deine Worte in die Ohren der Götter! Der der Alten und der Neuen! Soll diese Feier niemals enden!", sprach Ben freudestahlend und ganz leicht lallend... ehe er schlagartig inne hielt und sein Blick wieder klarer wurde, "Moment! Was hast du da gerade gesagt?! Was für Frauen? Wo kommen die her?" Auf die Worte von Ben hin hielten auch alle anderen Flussländer und die Krieger der Cerwyn inne und schauten Gorjon an. Mit jeden Moment der verging wurde Ben klarer was sein neuer Freund da eigentlich gerade von sich gegeben hatte. "... Weiß Robb von diesen Gefangenen?", fragte Ben langsam und leiser als bisher und man konnte förmlich spüren, dass die Atmosphäre sich direkt änderte.
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BeitragThema: Re: Die Befreiung der Flusslande | Vergangenheit    Di Aug 22, 2017 3:24 pm

Mit der tollen Geschichte war die drohende Schlägerei schnell in Vergessenheit geraten und allmählich drohte sich Gorjon gar mit Ben anzufreunden, so gut wie sie sich verstanden. Er lachte lautstark als er erfuhr wie sich der Kämpfer aus Dorne geschlagen hatte, dieser Teil gefiel ihm tatsächlich besonders gut. "Nichts Anderes hatte ich erwartet!", tönte er, doch als Bens Lachen sich wandelte hielt er leicht verspätet inne. Langsam senkte sich sein Blick und er knurrte hörbar, während er ebenfalls seinen Krug in die Luft hob. Zwar erwiderte er den Gruß nicht, aber seinen Respekt wollte er schon bekunden. Nicht unbedingt für Eddard Stark, aber ganz sicher für den blauen Arm.
Es war großes Glück das die trübe Stimmung nicht lange anhielt. Mit einem schönen Geschenk wurden die neuen Bande gefestigt und Gorjon grinste breit. "Naja... Schulter an Stirn wohl eher...", scherzte er zwar noch in Bezug auf seine Größe, aber es war eindeutig das darin nur Zustimmung lag und er keinesfalls spottete. Er hob auch gleich freudig wieder den Krug, als auch Ben zustimmte das die Feier niemals enden möge, diesen Spruch krakeelte er auch direkt hinaus, wonach er zu trinken begann. Als er absetzte starrte er jedoch in lauter verwunderte Blicke, die er nicht sofort zuordnen konnte. Es gefiel ihm ganz und gar nicht so angesehen zu werden.
"Hast du Grünkohl in den Ohren? Hab ich doch gerade gesagt! Das sind Weiber vom Versorgungstross der Lennisters!", kam es also sehr patzig zurück und er setzte sich etwas auf, als da noch eine weitere - seiner Meinung nach dämliche - Frage kam. Sofort verzog Gorjon das Gesicht, um dann heftig abzuwinken. "Was geht es Robb denn bitte schön an, hm?", knurrte er bloß und blickte dann noch mal in die Runde. "Also wenn ihr euch lieber gegenseitig in den Arsch ficken wollt halte ich euch nicht auf!", brüllte er sichtlich angefressen und schnaubend, trank danach lieber noch einen Schluck um nicht noch schlimmere Worte zu verwenden. Er war schwer beleidigt, dass sein freundliches Angebot derart abgewiesen wurde.
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BeitragThema: Re: Die Befreiung der Flusslande | Vergangenheit    Do Aug 24, 2017 11:38 am

Glücklicherweise gefiel Gorjon die Geschichte von Ben, sodass der Erbe des Hauses Gurlitt nun die Nacht doch nicht im Burggraben von Schnellwasser verbringen musste. So angeheitert, wie Ben gerade war... machte es sicherlich keinen Unterschied, doch er hätte sich so vermutlich die Grippe seines Lebens eingefangen. Der Sohn der Flusslande war jedoch ein Mann von Ehre und wäre zu seinem Wort gestanden, wenn der Fall der Fälle eingetreten war.
Bens Lachen im Bezug auf den dornischen Krieger wurde sogar nochmal lauter, als de Rikke seinen Senf dazu gab. "Nicht wahr?! HAHA, ja das kommt eben davon wenn man die ganze Zeit nur gegenseitig den Sonnenspeer in den Arsch rammt!", brüllte Ben mit Tränen in den Augen und als der Gurlitt diesen Spruch zum Besten gab, rastete die komplette Runde um das Lagerfeuer im Gelächter aus. Es war ein unglaublich spaßiger Moment, bis die Sprache wieder auf Bens Onkel zu sprechen kam. Er schätzte es sehr, dass Gorjon und seine Mannen sich dem Schluck zu Ehren der Gefallenen anschloss... solche Gesten bedeuteten einen Familienmenschen wie Ben tatsächlich unglaublich viel. In diesem Sinne nickte Ben Gorjon anerkennend entgegen, nachdem er einige kräftige Schlucke vom Ale genommen hatte und damit den Drang bekämpfte sofort auf ein Pferd zu springen und nach Königsmund zu reiten.
Die Laune verbesserte sich jedoch schnell wieder, als Ben erneut die Bande zwischen dem Norden und den Flusslanden verbal aufleben ließ und die Kombination ihrer gemeinsamen Stärke als unbesiegbar betitelte. Gorjon ließ wieder einen Spruch von sich geben... doch dieses Mal hatte er nichtmal etwas spottendes gegenüber den Flussländern an sich. Ben guckte ihn dennoch mit großen Augen an und wackelte belustigt mit dem Kopf hin und her. "Naja Gorjon... sieh es mal so: Je größer sie sind, desto tiefer Fallen sie. Das haben die verdammten Lennisters wohl von uns am schmerzhaftesten erfahren... Was Leute?!", sprach Ben erneut mit großen Stolz in seiner Stimme und erneut stimmte ihm die Runde zu und wilde Beleidigungen gegenüber den Westländern wurden wahrlos ausgesprochen.
Doch nun kippte die Stimmung unglaublich stark, als der Rikke verkündete, dass sie einige Lennister-Frauen gefangen genommen hatten und Ben dazu einlud sich den Rest der Nacht mit ihnen zu vergnügen. Ben hatte diese Tatsache im ersten Moment einfach überhört, doch als ihm klar wurde was da gerade ausgesprochen wurde... machte er seine Überraschung - im negativen Sinne - direkt deutlich. Auch seine Männer, die Männer der Mallister und der Cerwyn waren deutlich ungehalten von dieser Erkenntnis und alle Augen ruhten jetzt auf Gorjon, der offenbar das Problem nicht wirklich erkannte bzw. den es nicht sonderlich scherte. Seine Kommentare halfen nicht wirklich dabei die Lage zu entspannen und Ben sah seinen Leuten an, dass sie kein Problem damit hatten diese Sache nun hässlich enden zu lassen. *Was für eine verdammte Scheiße! Ich hasse es wenn Nordmänner solche Aktionen bringen müssen! Verdammte Sturköpfe! ARRRGHH!!!* fuhr es Ben ärgerlich durch den Schädel und warf zornig seinen Krug auf den Boden und wadte sich an Gorjon. "Es geht ihn verdammt viel an, wenn in seinen Kriegslager unschuldige Frauen vergewaltigt werden!", brüllte Ben und funkelte den Rikke mit seinen Blick an. Einen langen Moment herrschte Stille. Nur das Feuer knackte und loderte im Hintergrund und stellte wohl die Laune der Runde so ganz gut dar. Bens Schädel ratterte, da er nun in einer wahrhaftigen Zwickmühle war. Er hatte den Rikke im Moment unglaublich lieb gewonnen und sah ihn tatsächlich schon als wahren Verbündeten an, doch schoss ihm diese Sache, verständlicherweise, so dermaßen quer... dass er dem Hünen am liebsten direkt eine gezimmert hätte. Schließlich seufzte Ben so schwer, dass fast ein mentaler Stein aus seinem Mund gefallen wäre, und suchte wieder den Blick des bärtigen Nordmannes. Der Blick des Gurlitt war nun weniger zornig, als gequält, und er verschränkte die Arme vor Brust. "Gorjon... sieh mal... Ich kann das einfach nicht zulassen, verstehst du? Ich kann es nicht totschweigen... aber wenn du mir keine andere Wahl lässt, muss ich Robb diese Sache melden.", auch wenn Ben gerade versuchte Gorjon zur Vernunft zu bringen, konnte man deutlich den ernsten und gewissenhaften Ton in seiner Stimme raushören, "Ich verstehe, dass du Lust in dir hast. Die meisten hier haben sicher das Gleiche verlangen, oder?! ... ... Aber so geht das nicht. Deswegen mach' ich dir einen Vorschlag: Ich kenne eine Taverne, hier in der Nähe, wo die Damen dir deine Wünsche aus dem Bart lesen können. Ich und wer auch immer auch großes Verlangen hat begleitet dich und deine Männer dorthin... dafür übergibst du diese Lennister-Frauen morgen in meine Obbhut. So muss ich Robb nichts melden und alle kommen auf ihre Kosten. Was sagst du, Freund?" Ben zwang sich zu einen freundlichen Lächeln, löste die Verschränkung seiner Arme und hielt Gorjon eine Hand hin. Natürlich flunkerte Ben mit besagter Taverne nicht, da er diese häufig mit seinen Bruder besucht hatte, wenn dieser seine dringenden Bedürfnisse zu stillen hatte. So hoffte der Gurlitt, dass der Rikke einwilligte und diese Sache nicht unnötiger noch hässlicher werden musste.
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BeitragThema: Re: Die Befreiung der Flusslande | Vergangenheit    Do Aug 24, 2017 1:47 pm

Der plötzliche Umschwung der Stimmung gefiel Gorjon ganz und gar nicht. Eben hatten sie noch heiter Freundschaft geknüpft und die Westländer auf gröbste Art und Weise verunglimpft, nun blickte er in allerhand verwunderte bis gar feindselige Gesichter und knurrte seinerseits nur. Als Ben dann zu brüllen begann erhob er sich instinktiv und schlagartig, auch machte er angriffslustig einen Schritt nach vorne, während sich ihm die Fäuste ballten und sein Knurren kurz lauter wurde. Er hatte ganz genau verstanden was Ben da von sich gab und seine Wut steigerte es erheblich. "So läuft der Hase also! Du gottverdammt edler Held!", brüllte Gorjon zurück, wonach er so schwer schnaufte das ihm ein Flocken Sabber in den Bart rutschte.
Die ganze Situation schrie nun nach einem Kampf, auch seine Gefolgsleute hatten es verstanden und wirkten bereit. Vorher kamen aber noch leisere Töne vom Flussländer, auch wenn diese nicht gerade beruhigend auf Gorjon wirkten. Sie sorgten allerdings dafür das er die Situation voll und ganz verstand und so blieb er schnaufend stehen, bis Ben sein Angebot vollständig unterbreitet hatte.
"Ja geh doch zu Robb Stark und lutsch ihm bei der Gelegenheit gleich den Schwanz!", knurrte der Nordländer als erste Antwort, wobei er näher zu Ben trat und seine Hand einfach ignorierte.
Gorjon begann nun mit äußerst tiefer, grollender Stimme zu reden, seine Augen waren dabei nur auf die von Ben fixiert und enthielten Finsterkeit und Zorn. Er hatte eine ganze Menge Punkte die er dem Flussländer an den Kopf werfen wollte und bei jedem neuen Gedanken stieß er ihm mit einer Hand gegen die Brust, nicht feste genug um ihn umzuwerfen, aber vielleicht ausreichend stramm um ihn zurückzudrängen.
"Erstens mal habe ich nie gesagt das es Lennister-Frauen sind. Sie stammen vom Versorgungstross der Lennisters, aber es sind Flussländerinnen die dort zur Arbeit gezwungen wurden.", knurrte er den ersten Punkte, untermalt mit dem ersten Stoß, wobei es immer so weiter ging: "Zweitens habe ich nie gesagt das es Gefangene sind. Auch den Scheiß hast du dazu gedichtet. Wir haben sie im Gegenteil ja sogar aus den Händen der Lennisters befreit und jetzt vergnügen sie sich bei unseren Zelten mit Wein und Röstbrot. Und Drittens... drittens, habe ich nie gesagt das wir sie vergewaltigen. Die Weiber lechzen doch nur nach einem echten nordischen Schwanz zwischen den Beinen.", fuhr er fort, mit immer leicht kräftiger werdenden Stößen.
Am Ende zog Gorjon die Hand ein und stellte sich einfach vor Ben auf. Er war größer und eine gute Ecke breiter, stierte ihm direkt mit großem Zorn in die Augen. "Jetzt sag mir Ben Gurlitt, zweiter Sohn von Lord Baldur Gurlitt... hast du gerade wirklich den Fehler deines Lebens gemacht und mich einen Vergewaltiger geschimpft? Müssen wir das jetzt mit den Fäusten klären?", brummte er tief. Gorjon baute jedoch noch eine zweite Chance für Ben ein, was ungewöhnlich für ihn war und wohl nur ein Resultat aus dem großen Spaß den sie vorhin noch gehabt hatten: "Oder habe ich mich gerade einfach nur verhört?"
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BeitragThema: Re: Die Befreiung der Flusslande | Vergangenheit    Fr Aug 25, 2017 12:04 pm

Die Folgende Situation verlief im Grunde, so wie Ben sich in seinen Gedanken bereits vorgestellt hatte. Gorjon wurde zorning und fing an wild rumzuschreien, wie der Gurlitt es schon einige Male im Norden erlebt hatte. Das er sich jedoch in Unrecht befand, konnte der Sohn des Falken in den Moment noch überhaupt nicht ahnen. Er hatte die Arme vor der Brust verschränkt und hielt den Wutanfall des Rikke mühelos aus und ignorierte seine Beleidigungen so gut es ging.
Nun hatte Ben jedoch seinen Vorschlag ausgesprochen und hielt dem bärtigen Nordmann die Hand hin, welche er vollkommen ignorierte und schnell auf Ben zutrat. Einige von den Gurlitt-Soldaten wollten dazwischen gehen, doch Gorjon war viel zu schnell und war bereits an ihm dran. Er stieß ihn gegen die Schulter, was den Flussländer tatsächlich ein wenig wütend machte, doch er ballte nur die Fäuste und biss sich auf die Unterlippe. Dementsprechend trat er bei dem Schupser nicht zurück, doch was nun folgte ward Ben mehr als nur aus der Bahn.
Gorjon offenbarte ihm die wahren Hintergründe zu jenen Frauen. Allein schon bei der ersten Info brach in Bens Kopf die Welt zusammen und er riss die Augen soweit auf, als stünde sein toter Bruder vor ihm. Vollkommen wehrlos macht Ben nun bei jeden Schupser von Gorjon einen Schritt zurück und aufgrund dieser Wendung hatte er die Stimme vollends verloren. Er öffnete immer wieder den Mund, doch es kamen keine Worte heraus. Schließlich stoppten die Stöße und Gorjon stand bedroglich vor dem Erben von Rahlen. Ben zitterte leicht... nicht aus Angst, sondern vor der eigenen Scharm. "Gorjon, ich... es tut mir... der Alkohol... ich habe nicht recht...", stammelte Ben, immer noch vollkommen gefangen von der Wendung der ganzen Sache und schaffte es immer noch nicht einen ganzen Satz zu formen. Nun sprach der Nordmann seine letzten Worte und diese waren quasi der Weckruf für Ben. Das Zittern hörte mit einen Schlag auf und auch sein Blick wurde wieder klarer. Er wusste nun was zutun war.
Stille herrschte erneut und Ben stand mit gesenkten Blick vor dem Rikke. Er hatte immer noch die Fäuste geballt und nach einen weiteren Moment hob er den Kopf. "Gorjon... es tur mir unendlich Leid, dass ich jene Dinge ausgesprochen habe, ohne weiter nachzufragen. Es war falsch und hat vor deinen Leute deine Ehre verletzt. Das verstehe ich.", sagte Ben mit lauter, aber ruhiger Stimme. Sein Blick hielt den des Nordmannes nun ohne Probleme stand und die Spannung war immer noch fast unerträglich. "Ich weiß auch, dass man Gesagtes nicht zurücknehmen kann daher mich trifft die ganze Schuld. Deswegen werden wir es nicht dabei belassen.", sprach Ben weiter und seine linke Hand wanderte zum Heft seines Schwertes, ohne den Blick von Gorjon abzuwenden. Er zog es so, wobei mit dem Griff an der Parierstange klar war, dass er seine Waffe nicht zog um zu kämpfen. Nachdem die einseitige Klinge komplett draußen war, rammte der Gurlitt sie in den Boden, sodass Adwin stecken blieb. Er wandte sich von Gorjon ab und zog dabei auch seinen Dolch. Ein Mann trat aus der Menge an Ben heran, der offensichtlich einer der Mallister war. "Ben! Überleg' dir bitte genau, was du da gerade machst!", sprach der Mallister mit sorgenvoller Stimme und Ben drückte ihm im vorbeigehen nur die Klinge in die Hand. "Es ist in Ordnung, Deano. Ich tue, was getan werden muss.", sagte der Gurlitt nur und stand nun auf offenen Feld.
Er hatte keine Rüstung an und war nun auch unbewaffnet. Er schaute rüber zu Gorjon und atmete einmal tief ein und aus. "Wir klären das nun mit Fäusten... da ich aber meine Schuld erkannt habe, habe ich vor den Göttern kein Recht dich zu schlagen... also,", mit diesen Worten seufzte er ein letztes Mal schwer, wenn auch sehr befreiend, "tu' was getan werden muss. Meine Leute werden nicht eingreifen. Du hast mein Wort drauf."
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BeitragThema: Re: Die Befreiung der Flusslande | Vergangenheit    Fr Aug 25, 2017 4:32 pm

Schon bei der ersten Erklärung fand eine spürbare Veränderung in Bens Haltung und Gesichtsausdruck statt, allein schon das er sich nun herum stoßen ließ war ein eindeutiges Zeichen dafür, aber es hielt Gorjon nicht davon ab all seine Erklärungen und Vorwürfe vorzubringen. Jeder Schubser war eine Genugtuung für ihn, zudem hielt er seinen Körper auf Spannung, ständig in Erwartung eines Angriffs durch Ben oder aber seiner Kumpanen. Das der Flussländer letztendlich keinen Widerstand leisten würde hätte er wohl an dessen veränderter Mimik erkennen müssen, der ausbleibende Angriff überraschte ihn dennoch weniger als die folgende Entschuldigung.
Mit einem Mal wurde auch Gorjon ruhiger, so ein direktes Eingeständnis von Schuld hatte er nicht erwartet, daher sog er nur scharf Luft ein, um sich die Sache wenigstens ordentlich anzuhören ohne direkt weiter zu schimpfen. Er lauschte sehr gespannt und glaubte ehrliche Worte vom Flussländer zu vernehmen, trotzdem war der Nordmann noch immer voller Zorn und man sah ihm wohl deutlich an das er gerade mit sich selbst ringen musste um nicht doch ausfallend oder gewalttätig zu werden. Gerade noch rechnete er damit wieder eine ausgestreckte Hand zu sehen, da griff Ben auch schon zum Schwert und instinktiv zuckte Gorjons Hand kurz, bevor er kapierte das die Parierstange und nicht der Griff genommen wurde.
Schnaufend und weiterhin mit geballten Fäusten sah er kurz zu, dann trat er einen Schritt zurück um Ben Zeit zur Vorbereitung zu geben. Bislang hatte er sich Alles wortlos angehört, aber als sein Gegenüber sich entwaffnet hatte zog er rasch sein eigenes Schwert, um es ebenso in den Boden zu rammen, wonach er vortrat. "Selbst Schuld wenn du nicht zuschlägst.", bellte er nur laut und genervt kopfschüttelnd. Gorjon hatte Probleme oftmals mit der Faust gelöst, auch wenn er eigentlich im Unrecht war. Nie hatte er jedoch darauf verzichtet zurück zu schlagen, weshalb er so gut wie immer irgendwie Recht bekommen hatte. Diese Erfahrung erlaubte ihm auch genau zu wissen wo Schläge höllisch weh taten, ohne langfristigen Schaden anzurichten.
Einen genau solchen Schlag versetzte er Ben auch ohne Vorwarnung und geradezu ansatzlos, mit einer Geschwindigkeit die bei einem Mann seiner Größe geradezu beängstigend sein musste. Seine Faust grub sich tief und mit großer Kraft in Bens Magen, wobei er seinen Körper in den Schlag herein drehte und ihn zusätzlich verstärkte.
Erneut schüttelte er den Kopf, während er langsam einen Schritt zurück trat, ganz so wie ein Arzt über einem den Tod geweihten Patienten. "Hast ja echt Eier, muss man sagen...", knurrte er mit schief gelegtem Kopf, während Ben sich mit großer Wahrscheinlichkeit wohl am Erdboden krümmte. Sollte es so sein, würde Gorjon ihm nun die Hand reichen, um ihm aufzuhelfen. "Ich respektiere deine Entscheidung, hast echt Mumm... für einen Flussländer. Also sind wir quitt, soweit es mich betrifft.", erklärte er dabei und sofern Ben ohne Murren mitspielte folgte nun erneut eine herzliche Umarmung, wobei er ihm aufmunternd auf den Rücken klopfte. "Setz dich lieber. Ich will ungern die neuen Bande der Freundschaft aufgeben, ihr seid ganz in Ordnung. Alle hier. Es ist noch genug Met da, auch wenn du eben was verschüttet hast. Und das Angebot mit den Weibern gilt immer noch. Allerdings... überlasse ich dir nach dem Auftritt gerade nur das Mädel, das so aussieht wie Walder Frey.", war er auch durchaus schon wieder zu Scherzen aufgelegt, es ging hart aber herzlich zu.
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BeitragThema: Re: Die Befreiung der Flusslande | Vergangenheit    So Aug 27, 2017 8:07 pm

Niemals hätte Ben beim Sieg über die Lennister erwartet, dass die Siegesfeier eine solche Wendung nehmen würde. Er hatte, mehr oder weniger, unfreiwillig einen der Nordmann-Krieger beleidigt und diesen einen Vergewaltiger geschimpft. Zwar würde Ben tatsächlich zu dieser Aussage stehen, wenn er sich nicht vorher mit Gorjon angefreundet hätte... doch die Dinge waren nun passiert und der Gurlitt war ein Mann, der einen solchen Fehler nicht auf sich sitzen lassen konnte. Aus diesem Grund hatte er sich entschlossen dem Rikke seine Vergeltung zu gewähren und diesem so zu erlauben, ihn ohne Gegenwehr zu schlagen bzw. zu verprügeln. Erstaunlicherweise gab es von Bens Männern und Waffenbrüdern dahingehend keine wirklichen Widersprüche, außer von Deano Mallister... einen guten Freund aus Kindertagen. Doch niemand konnte Ben von seiner Entscheidung abbringen. War es das starke Ehrgefühl in Ben oder die starke Fahne aus seinem Mund, die diese Entscheidung untermauerte? ... Nun die Antwort auf diese Frage war eh unwichtig!
Gorjon schien die Lösung von Ben zu akzeptieren, da er ebenfalls sein Schwert in den Boden rammte und dann grimmig vor den Gurlitt trat. Ben hatte zu diesen Zeitpunkt schon seine Fäuste geballt und war bereit, da er den Blick des Bärtigen ebenso grimmig erwiderte. Den Kommentar von Gorjon ließ Ben unkommentiert, da er nach wie vor keinen Sinn darin sah, sich jetzt zu wehren. Was für ein Ehremann wäre er, wenn er einen Fehler eingestehen würde... dann aber den Beleidigten windelweich prügeln würde? Nein, dass war nicht der Weg der Gurlitt und der Flussländer war bereit. So dachte er jedenfalls.
"SCHLAG Z-!!", wollte Ben gerade rufen, als sich schon die Faust des Rikke tief in seine Magengegend grub und ihm so sofort jede Luft aus den Lungen hämmerte. Noch nie hatte er so einen Schlag abbekommen und ihm wurde direkt schwarz vor Augen, während er tatsächlich den Boden unter den Füßen verlor und einen Moment später sehr unsanft auf den Knien landete und seinen Sturz, mehr aus Instinkt als durch bewusste Reaktion, mit den Händen abfing. Er übergab sich zwar nicht - wobei er die Grenze wirklich nah gestrichen hatte - doch er spie mehrere Male Spucke laut röchelnd und nach Luft japsend aus. Der Gurlitt hatte dabei wirklich große Mühe sich in dieser kauernden Position zu halten und er konnte keinen klaren Gedanken fassen. Als Gorjon ihn ansprach konnte Ben ihn nicht mit Worten antworten, sondern gab nach wie vor nur unverständliche, schmerzhafte Laute von sich. Er konnte jedoch langsam aber sicher wieder mehr von seiner Umgebung wahrnehmen und so auch die Hand, welche der Rikke ihm hinhielt. Hilflos packte Ben schwach den Arm vom Nordmann und zog sich,  langsam aber stetig, an diesem hoch, bis er wieder halbwegs auf den Beinen war. "Mit... so einen... Schlag... könntest du... einen Bären... den Kopf... einschlagen...", hustete Ben mit schmerzverzerrter Stimme, brachte jedoch schon wieder einen Lächeln hervor, während er sich weiterhin hilfesuchend an Gorjons Arm geklammert hatte und nach Luft ring, "Aber ich freue mich darüber... das die Bande... nicht zerschlagen sind!" Wegen seinen Zustand konnte sich Ben eh nicht gegen die Umarmung vom Rikke wehren, doch selbst wenn... hätte er es nicht getan. Aus dem Hintergrund stimmten auch die anderen Flussländer und die Cerwyn in die wieder freundschaftliche Stimmung ein und Ben setzte sich dankend wieder hin und hielt sich mit einem Arm den Bauch. Er hörte Gorjon mit einem zugekniffenen Auge zu und grinste ihn schmerzvoller Miene an. "Danke Gorjon. Ich danke dir auch für das Angebot... aber nach dem Schlag ist das Einzige, was ich in dieser Nacht noch hochbekommen werde, einen Krug mit Met oder Ale um den Schmerz wegzutrinken!", erklärte sich Ben verwunderlicherweise sehr belustigt und schnell wurde ihm ein Krug gereicht, welchen er erstaunt ansah, "Huch?! Na das ging ja schnell! Seis' drum! Auf uns alle Freunde!", rief Ben, leiser als er eigentlich wollte und hob den Krug nur leicht über seinen Kopf... da er nicht mehr Kraft im Arm hatte.
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BeitragThema: Re: Die Befreiung der Flusslande | Vergangenheit    So Aug 27, 2017 10:05 pm

Gorjon brauchte nicht einmal auf Ben zu achten um zu wissen wie erfolgreich sein Schlag gewesen war. Er hatte es deutlich gespürt, natürlich verzichtete er trotzdem nicht darauf sich anzusehen wie der Flussländer am Boden kniend um Luft rang. Kurz beobachtete er das Röcheln und Spucken, dann schüttelte er genervt den Kopf, wonach er begann Ben zu loben und ihm aufzuhelfen. Das dies für Erstaunen sorgen würde hatte er sich bereits gedacht, allerdings änderte es nicht daran das er Ben schwungvoll auf die Beine half und ihn umarmte.
"Klar könnte ich das.", lachte er lauthals und sichtlich amüsiert, als sein geschundener Gesprächspartner dann wieder hustend zu Wort meldete. Zu gerne hätte Gorjon jetzt eine Anekdote über seine Schlagkraft zum Besten gegeben, aber Ben hatte ihm die schönste Übertreibung schon vorweg genommen, egal was er nun erzählte es würde nicht an die Tötung eines Bärens mit bloßer Faust ran reichen. Daher blieb es also dabei das er wieder die Freundschaft herauf beschwor und zu seiner Freude war auch der Flussländer noch immer dabei. Der Gedanke das er zu fest zugelangt hatte kam Gorjon zu keiner Sekunde, immerhin hatte es Ben ja so herausgefordert, sowohl mit seiner vorschnellen Beleidigung als auch dem Verhalten danach.
Die Stimmung war schnell wieder positiv, scheinbar konnte sie in beide Richtungen gleichermaßen schnell umschlagen. Auch Gorjon bekam einen Krug Met gereicht, während Ben erklärte warum er nicht später dabei sein würde. Lachend deutete der Nordmann also auf den Mann dem Ben zuvor seinen Dolch gereicht hatte. "Tja, dann kriegt halt der da die holde 'Walderina'.", lachte er bloß und prostete dann kurz zu, ehe er sich einen großen Schluck genehmigte "Auf uns alle Freunde!", stimmte auch Gorjon zu, wesentlich lauter als Ben und im Vollbesitz seiner Stimme.
Als er den Krug wieder absetzte, klopfte er dem Flussländer kräftig auf den Rücken. "Mal ernsthaft Junge, wir müssen an deiner Standfestigkeit arbeiten. Eigentlich müsstet du den Schmerz wegvögeln. Nimm einen Schluck Wodka, sieh dir die Weiber an... dann wirds dir besser gehen.", lachte er herzlich. Er war sich wahrlich nicht zu fein ein wenig Salz in die Wunde zu streuen, erst recht nicht wenn er getrunken hatte. "Na, oder auch nicht. Ehre hast du zumindest. Aber ich geb dir einen Rat. Nächstes Mal steh nicht so blöd rum. Schlag zurück, sonst hältst du das nicht lange durch."
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BeitragThema: Re: Die Befreiung der Flusslande | Vergangenheit    Do Aug 31, 2017 2:25 am

Der Fausthieb von Gorjon hatte dermaßen gesessen, dass der nachziehende Schmerz sich tatsächlich so anfühlte... als würde ihm gleich das gesamte Gemächt abfallen. *Götter?! Was straft ihr mich so?! Womit habe ich diese Höllenqualen verdient?! Dieser Schmerz! Diese Pein!*, brüllte er im Kopf, während er sich schmerzerfüllt gerade mal auf allen Vieren halten konnte und versuchte den Schmerz zu überstehen.
Gorjon half ihm schließlich auf und machte direkt deutlich, dass für ihn wieder alles in Ordnung war. Eigentlich war Ben nicht der Mann, der zynische Kommentare brachte, doch durch die Schmerzen, die fast einen Magendurchbruch erzeugten, war er in dieser Hinsicht doch sehr motiviert gewesen. Gleichwohl unterbanden die Schmerzen diese Bemühungen auch wieder komplett da der Gurlitt durch jene Schmerzen nicht in der Lage war zu sprechen. Als sie jedoch langsam abklungen lobte er die Stärke des Rikke, der es lachend bestätigte. Was änderes hätte Ben auch gewundert! Die ganze Meute war nun wieder in Stimmung und Ben setzte sich mit schmerzverzerrten Gesicht hin, Deano Mallister direkt wieder an seiner Seite. Der Flussländer lehnte das erneute Angebot vom Nordmann nun freundlich ab und verwieß auf seinen aktuellen Zustand. Gorjon zeigte daraufhin auf Deano, der verwundert dreinblickte und sein Glück nicht wirklich fassen konnte bzw. wollte. "Was, nein?! Ich... also...", sagte der Blondschopf und Ben stieß ihn leicht mit dem Ellbogen in die Seite. "Ach... der feine Herr Deano regt sich immer auf, dass er meinen Bruder nicht zu seinen 'Spaß-Touren' beleiten durfte, aber hier den Schwanz einziehen? Was würde Kaden von dir denken?!", entgegnete Ben und Deano guckte ihn überrascht an. Schließlich nahm er seinen Krug, schluckte und hielt ihn hoch in die Luft. "Nagut! Für dich, Bruder! Das mach' ich nur für dich!", brüllte er in Richtung Himmel und nahm einige große Schlucke.
Die Bande der Freundschaft wurden nun erneut hochgelebt und Ben freute sich, dass er es noch irgendwie hat retten können. Der Schlag auf den Rücken tat Ben tatsächlich nicht wirklich weh, aber das lag wohl daran, dass sein Bauch sich immer noch anfühlte, als wäre ein Steinbock dagegen gelaufen. Er steckte den Kopf und hörte seinen neuen Freund zu und seufzte mit einen Lächeln auf den Lippen. "Zum Wodka sage ich tatsächlich nicht nein!", gab Ben offen zu und nahm gleich noch einen Schluck von seinen Krug und hörte weiter zu. Er nickte Gorjon anerkennd zu, als er ihm seine Ehre zugestand. "Danke Freund. Das weiß ich echt zu schätzen!", sprach Ben ehrlich und seufzte erneut, "Versteh' es nicht falsch. Das ist mir schon klar und wäre ich im Recht gewesen, hätte ich zugeschlagen... darauf kannst du deinen Bart verwetten. Aber so wie ich zu meiner Meinung stehe... stehe ich auch zu meinen Fehlern und das heißt, die Strafe anzunehmen, die mich erwartet. Das gehört zur Ehre dazu, oder nicht?" Ben blickte ihm mit ernsten Ausdruck in die Augen, wendete seinen Blick jedoch dann ab um noch einen Schluck zu nehmen und dann laut zu röbsen, was die nahen Umliegenden gröhlend aufnahmen.
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BeitragThema: Re: Die Befreiung der Flusslande | Vergangenheit    Fr Sep 08, 2017 9:46 pm

Gorjons Lachen drang laut und kräftig durch das Lager, als der Deano genannte Flussländer so verwundert und zurückhaltend reagierte. Das Ben ihn sofort deswegen triezte machte die Angelegenheit umso köstlicher und er wartete gespannt ab wie es enden würde, verzog dann das Gesicht als es schneller ging als erhofft. "Meine Fresse, ihr Flussländer macht es aber auch kompliziert...", brummte er bloß und trank noch einen großen Schluck Met. "Fick sie halt einfach von hinten, dann musst du ihr nicht in die Fratze starren...", brummte er, noch halb am Krug hängend, woraufhin sich ein guter Schluck Met in seinem Bart verteilte und goldene Tropfen herunter rieselten.
Das Gorjon dies nichts ausmachte zeigte sich schnell, denn er wischte sich einfach einmal über den Mund und sprach direkt weiter, auf die Freundschaft mit den Flussländern. Da Ben dem Wodka zustimmte wurde auch gleich eine Flasche hergereicht, ausnahmsweise überließ es Gorjon sogar dem Anderen den ersten Schluck zu nehmen, danach wollte er aber selbst auch trinken. Es bot ihm die Gelegenheit Ben mit seinen Ratschlägen was den Faustkampf anging zu segnen, auch wenn diese wohl nicht gut ankamen. Schnaufend und schulterzuckend verzog der Nordmann daraufhin das Gesicht.
"Scheiß drauf, wenn du im Faustkampf gewinnst, dann hast du Recht. So einfach ist das.", brummte er bloß als Antwort und musterte den Flussländer nochmal. "Ist doch wie mit nem Schiedskampf. Also tu dir selbst einen Gefallen und hau immer kräftig drauf.", führte er es noch weiter aus, wenn auch ziemlich bockig, wonach er aber schon wieder grinsend aufstand und einen kräftigen Schluck Wodka nahm. "So... genug von euch traurigen Gestalten. Ich geh jetzt zu den Weibern, wer nicht mitkommt ist selber Schuld!", verkündete er zufrieden und mit großer Geste, tatsächlich gab es gejohlte Zustimmung und er machte sich grinsend auf den Weg.
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Die Befreiung der Flusslande | Vergangenheit
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