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 Das Gemach von Gorjon und Kalya

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Kalya Rikke

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BeitragThema: Re: Das Gemach von Gorjon und Kalya   Fr Apr 13, 2018 12:44 pm

Sobald meine Handgelenke frei von dem Seil waren, zog ich sie vor meinen Körper und rieb leicht über die wundgescheuerten Stelle, lächelte dann etwas, als er mich massierte. Zwar packte er mitunter ein wenig zu fest zu, aber da ich wusste, dass er sich größte Mühe gab, schwieg ich darüber und genoss es einfach, denn im großen und ganzen massierte er ziemlich gut.
Irgendwann wird der Winter kommen, ja... Und dann wird nach jedem Ausflug nach draußen alles furchtbar klamm und schwer sein... Trotz der unangenehmen Seite von Käöte und Schnee freute ich mich irgendwie auf den Winter. Zwar war ich ziemlich verfroren, wenn ich irgendwie in nassen oder feuchten Sachen draußen war, aber ich liebte es einfach,mwie der Schnee die Welt in etwas neues, zauberhaftes verwandelte, scheinbar alles schlechte und hässliche unter sich verbarg und nur reine, glitzernde Schönheit zurückließ.
Seine Ankündigung veranlasste mich nun jedoch dazu, mich zu ihm umzudrehen und ihm forschend ins Gesicht zu sehen, wofür ich mich ein Stück von ihm lösen musste. Aller Bauern? Deine Mutter... überträgt mir jet schon so viel Verantwortung? fragte ich staunend, aber doch mit einem Kloß im Hals. Gorjon hatte zwar recht, ich war gut mit zahlen, aber die Rikkes hatten mehr Land und damit mehr Höfe in ihrem Besitz als meine eigene Familie, zudem kannte ich mich hier nicht aus. Es wäre so leicht, jemanden zu enttäuschen, Fehler zu machen... Ich biss mir leicht auf die Lippe, um all diese Selbstzweifel zu vertreiben und mich darauf zu konzentrieren, was diese Aufgabe bedeutete. Anscheinend vertraute Lady Olla mir, und dieses Wissen rührte mich so sehr, dass ich rot wurde, auch wenn es wohl so wirkte, als käme das von seinen abschließenden Worten.

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Gorjon Rikke

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BeitragThema: Re: Das Gemach von Gorjon und Kalya   Fr Apr 13, 2018 8:44 pm

Bei der Massage gab sich Gorjon tatsächlich allergrößte Mühe, vor allem wo er sah das Kalyas Handgelenke etwas wund gescheuert waren, es war ein wenig eine Entschuldigung an sie, denn obwohl er sie ganz klar hatte unterwerfen wollen, wollte er doch nicht das sie irgendwelche Schmerzen hatte. Vielleicht meinte er es daher auch etwas zu gut mit dem Krafteinsatz, aber man spürte doch das es sehr liebevoll und sanft sein sollte und er ihr nur eine Freude machen wollte. "So schlimm ist das doch gar nicht. Mir macht die Kälte gar nichts aus!", tönte er dann wenig bescheiden auf Kalyas Worte hin. "Du kannst dich immer bei mir wärmen.", versprach er zudem noch, ehe er von den Plänen seiner Mutter zu erzählen begann.
Auf ihre Nachfrage hin legte er den Kopf schief und begann doch nochmal angestrengt zu überlegen. "Naja, also... so ganz genau habe ich das nicht... also... auf jeden Fall bekommst du irgendeine Aufgabe bei der Verwaltung der Bauern... was jetzt unbedingt genau das ist... ich meine... du könntest das ganz bestimmt, also warum nicht?", antwortete er ihr wenig aufschlussreich, während es ihm gelang sich selbst zu verwirren, sodass er sie ziemlich dämlich anblickte und kurz grunzte, als sie rot wurde, er war tatsächlich nicht sicher woran das lag.
"Sie wird dir das Alles schon in Ruhe erklären.", fand er schließlich mit lautem Brummen, wonach er sie einmal innig küsste. "Also ich finde ja du müsstest die Abgaben an Kartoffeln erhöhen, die esse ich so gerne...", dachte er dann schon laut nach, was wohl ihre erste Amtshandlung wäre, er knuffte sie jedoch ganz leicht und mit einem Grinsen, was zeigte das es nicht ernst gemeint war. "Hast ja den ganzen Winter Zeit um zu lernen."
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BeitragThema: Re: Das Gemach von Gorjon und Kalya   Sa Apr 21, 2018 11:30 am

Mit einem leisen Knacken reagierten meine Schultern auf die innige Zuwendung, die sie erfuhren, dennoch erhob ich keinen Protest oder machte Anstalten, ihn aufzuhalten. Er war nun mal stärker als ich und nicht unbedingt begabt darin, seine Stärke auch einzuschätzen und dementsprechend gemäßigt einzusetzen, und selbst wenn er mir ein wenig weh tat, merkte ich doch die Absicht dahinter, sodass ich es nicht übers Herz brachte, ihn aufzuhalten oder zu sagen, dass es eher den gegenteiligen Effekt erzielte als die Schmerzen zu lindern. Die Kälte macht mir auch nichts aus... aber ich mag es einfach nicht, wenn alles so klamm ist... erwiderte ich nur, kuschelte mich dann an ihn, die Erlaubnis hatte er mir ja grade gegeben.
Seine Worte erklärten zwar nicht, was jetzt wirklich meine Aufgabe sein würde, aber das konnte ich schließlich auch noch Lady Olla fragen, wenn ich sie das nächste Mal sah, der Winter war ja noch lange nicht vorbei. Auf seinen Vorschlag hin kicherte ich leise und schüttelte den Kopf Du isst so ziemlich alles gerne, mein Liebling... und außerdem brauchen sie ihre Kartoffeln selbst... du weißt, wie dringend sie benötigt werden um über den Winter zu kommen... Mit einem kleinen Lächeln schlug ich dann noch vor Wir könnten aber auch einfach unsere eigenen Kartoffeln anbauen... ein kleiner Acker, und die Kartoffeln gehören dann ganz dir... niemand isst sie dir weg...

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BeitragThema: Re: Das Gemach von Gorjon und Kalya   Mo Apr 23, 2018 1:09 pm

Auch wenn seine Massage etwas zu enthusiastisch gewesen war zeigte Gorjon zumindest beim kuscheln, dass er auch zärtlicher zu ihr sein konnte. Hätte er gewusst das er Kalya Schmerzen bereitete so hätte er sofort aufgehört, nun aber wurde sie wenigstens beim gemeinsamen Schmusen so sanft behandelt, dass sie sich erholen konnte. Dabei sprachen sie auch über ihre wichtige Aufgabe nach dem Winter, auch wenn Gorjon nicht genau wusste, was es denn nun letztendlich war. Trotzdem hatte er längst Vorschläge für sie, auch wenn diese nicht ganz ernst gemeint waren und er freute sich sehr, als sie darauf kichern konnte.
"Es schmeckt ja auch alles so gut. Und noch dazu bist du eine unverschämt gute Köchin, ich habe gar keine Wahl als alles gerne zu essen.", erwiderte er schulterzuckend, dann nickte er leicht. "Ja ja... sie sollen ihre Kartoffeln haben.", stimmte er ihr zu, ehe ihr nächster Vorschlag ihn verwunderte. Kurz hob er eine Augenbraue, dann schüttelte er den Kopf. "Nein, das lassen wir. Es gibt ohnehin schon kaum Platz in der Schanze, das geht also nicht. Außerdem sollst du keine Feldarbeit verrichten, das wäre nicht angemessen. Ich bin schon sehr zufrieden, so wie es jetzt ist, glaub mir.", lehnte er ihren Vorschlag ab, zum Beweis das er nicht verhungern würde klopfte er sich dabei auf den Bauch.
Sehr zu seinem Ungemach klopfte es aber auch an der Tür, woraufhin er laut brummte das man nicht stören solle. Es klopfte jedoch erneut und er erkannte die Stimme des Maesters, der die Angelegenheit dringend nannte und zu Gorjons Verwunderung nach Kalya verlangte, mit zweierlei Nachrichten für sie. Verwundert und leise grummelnd erhob sich der Nordmann, womit er seine Frau sanft auf die Beine schob. Der Maester würde tatsächlich zwei Anliegen an sie haben, zunächst die Frage wann sie zuletzt geblutet habe, aber auch eine Botschaft die per Rabe von der Seewindwacht kam, wonach sich angeblich ihr Bruder gemeldet habe.
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BeitragThema: Re: Das Gemach von Gorjon und Kalya   Mo Apr 23, 2018 2:06 pm

Mit einem leichten Schulterzucken nahm ich seine Ablehnung zur Kenntnis, ersparte es mir dabei, ihm zu erklären, dass ich eher an ein Stückchen Acker außerhalb der Mauern gedacht hatte, nicht auf der Burg selbst, schließlich wusste ich nur zu gut, dass hier jeder freie Fleck verplant war und kein Grund zur Verfügung stand, vor allem nicht für sowas. Außerdem war ich auch irgendwie froh, dass er abgelehnt hatte, da wir beide so schon einen ziemlich vollen Tag hatten und mehr als genug Aufgaben, da wäre ein weitere Beschäftigung genau das Gegenteil von dem, was wir eigentlich brauchten.
Als man uns unterbrach, seufzte ich tief, ging dann vor die Tür. Missmutig betrachtete ich den Maester, doch als er mir mitteilte, was er zu sagen hatte, war die grobe Störung vergessen. Ohne auf seine Frage einzugehen las ich die Nachricht wieder und wieder, mein Herz setzte ein paar Schläge aus. Er war also wirklich noch am Leben! Er hatte sich gemeldet!
Erst auf wiederholtes Nachfragen durch den Maester teilte ich ihm mit, dass meine letzte Blutung erst wenige Tage zurücklag, eine Schwangerschaft kam also sicherlich nicht in Frage. Zu sehr war ich von den in der leicht kantigen Schrift meines Vaters verfassten Nachricht. Mit einem gemurmelten Dank an den Mann vor mir kehrte ich ins Zimmer zurück, man sah mir wohl deutlich an, dass es mich beschäftigte, zumal ich nicht einmal zu Gorjon sah, während ich zum Schreibtisch lief, um eine Antwort zu verfassen.

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BeitragThema: Re: Das Gemach von Gorjon und Kalya   Di Apr 24, 2018 10:35 pm

Kalyas tiefes Seufzen vermischte sich mit Gorjons tiefem Gebrumme und er folgte ihr ziemlich genervt mit dem Blick, als sie zur Tür ging um dem Maester zu öffnen. Sein Blick blieb an ihrem Hintern hängen, was ihm angenehm genug war um den Zorn etwas zu vergessen und er musterte sie äußerst zufrieden, während sie ihre Antworten gab und dann eine kleine Nachricht in Empfang nahm. Als sie sich umdrehte sah er sie dann gespannt und erwartungsvoll an, doch zu seiner Verwunderung ging sie einfach an ihm vorbei, was ihn laut grunzen ließ. Gorjon hatte keine Ahnung was in der Nachricht stand, aber es musste eindeutig wichtig sein.
Leise fluchend erhob er sich also nochmal und mit ausgiebigem Strecken schlurfte der Nordmann hinter seine Frau, um ihr ein wenig über die Schulter zu schauen als sie schrieb. Gorjon konnte sowohl die empfangene Nachricht als auch ihre filigrane Schrift erkennen, doch er tat sich mit dem Lesen mal wieder schwer und so versuchte er mit einem Kuss auf ihre Wange ihre Aufmerksamkeit zurück zu holen. "Was war das denn? Was steht in der Nachricht? Es muss ja wirklich wichtig sein, wenn du dich direkt so emsig an den Schreibtisch setzt.", brummte er etwas ungehalten, da ein winziges Schriftstück wohl für wichtiger empfunden wurde als er selbst.
Noch einmal versuchte er bei ihr zu spionieren, jedoch wieder ohne wirklichen Erfolg. Er konnte nicht mit dem Finger unter den Wörtern herfahren, also war ihm das Lesen zu anstrengend und er hörte einfach zu was Kalya zu erzählen hatte, sie hatte ihn nun wirklich sehr neugierig gemacht.
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BeitragThema: Re: Das Gemach von Gorjon und Kalya   Sa Apr 28, 2018 8:28 am

Zugegebenermaßen erschreckte es mich, als er mich plötzlich berührte. Ich hatte ihn wirklich vergessen, obwohl er ja bis vor kurzem noch weit näher an mir war als jetzt. Dass ich ihn über diese Nachricht so sehr ausgeblendet hatte, beschämte mich etwas, dennoch war mir die Nachricht auch weiterhin so wichtig, dass ich nicht lange aufsah. Mein Bruder hat sich wohl gemeldet... Er ist seit Jahren weg, weggelaufen mit seiner Geliebten... Ich dachte er wäre tot... erklärte ich leise, während ich schnell weiterschrieb.
Bald war der gesamte schmale Papierstreifen gefüllt und ich stand auf, um die Nachricht mit einem Raben zu meinen Eltern zu schicken. Dass ich nicht sofort loskonnte, um direkt mit ihnen zu reden und so die genauen Umstände herauszufinden, unter denen die Nachricht eingetroffen war, aber dennoch wollte ich wissen, ob sie vielleicht erfahren hatten, wo er war, ob er nach Hause kam, wie es ihm ging. Daher griff ich hastig nach einem Kleid, zog mich an und wollte direkt los, zögerte dann aber nochmal. Durfte ich wirklich so losstürzen, einer Hoffnung nachjagen, die ich eigentlich schon lange aufgegeben hatte?
Langsam drehte ich mich zu ihm um und blickte zu ihm hoch Ist.. ist es für dich ok, wenn ich die Nachricht losschicke? fragte ich zögernd und legte den Kopf schief. Ich wollte nicht schon wieder einen Streit provozieren, nicht wegen sowas und nicht so kurz nachdem wir uns endlich wieder vertragen hatten.

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BeitragThema: Re: Das Gemach von Gorjon und Kalya   Di Mai 01, 2018 8:06 pm

Als sich Kalya sogar erschreckte war Gorjons Verwirrung endgültig komplett. Was auch immer in der Nachricht stand, es musste furchtbar wichtig für sie sein und er musste es unbedingt erfahren. Nicht einmal während sie sprach hörte sie mit dem Schreiben auf und für einen Moment verwirrte auch ihr Tempo den Nordmann, ehe er endlich die Erklärung geliefert bekam und kurz beeindruckt pfiff. "Das ist in der Tat ziemlich wichtig...", stellte er kopfkratzend fest, immerhin hatte sie ihm ja schon einmal von ihrem Bruder erzählt und auch wie er damals verschwunden war. Das er sich nun also nach all den Jahren gemeldet hatte war ein angemessener Grund für Aufregung und Gorjon ließ von ihr ab, während er selbst auch schon aufgeregt im Zimmer umher ging, warum genau wusste er nicht.
Als sie den Brief dann fertig verfasst hatte versuchte er einen weiteren Blick darauf zu erhaschen, aber wieder war er zu langsam, er konnte einfach nicht gut genug lesen. "Aber natürlich ist das in Ordnung. Ich wundere mich das du überhaupt fragst.", erwiderte Gorjon sofort kräftig nickend und während er letzte Hand daran anlegte sich anzuziehen. "Ich komme mit, wehe dem Maester wenn er es nicht sofort absendet!", verkündete er dann noch, ehe er sie die letzten Schritte zur Tür förmlich heraus schob, natürlich mit beiden Händen an ihrem Hintern.
"Sag mir aber was du geschrieben hast...", brummte er auf dem Weg zur Kammer des Maesters, die Neugier war nun groß. "Aber dir muss jetzt auch klar sein, dass du nicht direkt aufbrechen darfst. Das geht einfach nicht.", stellte er direkt danach klar, noch bevor sie eine Antwort hatte geben können. Er wollte sie nicht direkt wieder verlieren, erst recht nicht wenn es jederzeit zu heftigem Schneefall kommen könnte, der sie womöglich für viele Monate trennte.
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BeitragThema: Re: Das Gemach von Gorjon und Kalya   Mi Mai 02, 2018 12:06 pm

Mit einem dankbaren Lächeln lief ich zur Tür hinaus, auch wenn seine Hände auf meinem Hintern normalerweise ein Grund für mich waren, langsamer zu werden und das Gefühl zu genießen. Heute aber war es nicht so, ich wollte so schnell es geht zum Maester, damit die Nachricht meine Familie erreichte und ich eine Antwort bekam. Ich habe nur geschrieben, dass sie mir möglichst alle Informationen mitteilen sollen, die sie haben... Ob sie wissen, wo er ist, wie es ihm geht, ob er heimkommt... Mit einem kleinen Seufzen nahm ich seine Hand und ging mit ihm los zum Maester.
Und keine Sorge, ich habe nicht vor, zur Seewind - Wacht zu reiten... Ich weiß, dass es zu gefährlich ist... und außerdem müsste ich dafür von dir weg, und das will ich nicht... Mein Bruder ist seit Jahren weg... da kann ich auch noch ein paar Wochen länger warten, bis der Winter vorbei und eine Reise wieder sicher ist... Wenn nochmal so ein Sturm aufkommt, während ich weg bin... dauert es womöglich bis zum Frühjahr, bis ich zurückkommen kann, und das würde ich nicht aushalten... die paar Wochen jetzt waren schon schlimm genug für mich... Sanft drückte ich seine Hand und seufzte, übergab die Nachricht dann an den Maester mit der Bitte, dass er sie sofort losschicken möge, was der ältere Mann dann auch direkt tat.
Schon der kurze Weg über den Hof zum Maester hatte mich vollkommen durchnässt und in der überstürzten Hast, in der ich aufgebrochen war, hatte ich nur ein dünnes Kleid angezogen, den Mantel vergessen, sodass ich jetzt mit einem schnellen Dank wieder den Rückzug antrat, um schnell wieder zurück ins Warme zu kommen.

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BeitragThema: Re: Das Gemach von Gorjon und Kalya   Sa Mai 05, 2018 12:16 am

"Ja... ich verstehe das dir das alles jetzt sehr wichtig ist... aber Kalya... dir muss jetzt schon klar sein, dass sie all dies vielleicht gar nicht wissen und er einfach nur ein Lebenszeichen gesendet hat. Das er vielleicht nicht geschrieben hat wo er ist und das er nicht heimkommen wird... ich weiß nicht was los ist, aber... naja... ", versuchte Gorjon sehr stümperhaft Kalya auf das Schlimmste vorzubereiten, als sie auf dem Weg zum Maester waren. Wenn sich ihr Bruder all die Jahre nicht hatte blicken lassen war er in Gorjons Augen ein verdammt mieser Bruder und Sohn, sodass er schon eher davon ausging das Kalya am Ende enttäuscht war, was er wiederum absolut hassen würde und gerne verhindern wollte.
Zum Glück zeigte sich die Rothaarige direkt sehr vernünftig, sie schaffte es ihn mit den besonnenen Worten zu beruhigen und ihn wissen zu lassen, das sie jetzt nicht völlig durchdrehen würde, wegen eines vagen Briefes. "Ganz genau. Wenn der Maester aber meint das Wetter bleibt noch lange gut könnten wir zusammen zur Wacht, sofern es schnell geht.", konnte er aber trotzdem nicht anders als ihr ein kleines Versprechen zu geben, schließlich wollte er ja besonders hilfreich sein. Gorjon war jedenfalls entschlossen sie glücklich zu machen und er drückte ebenfalls kurz ihre Hand, bevor sie den Maester antrafen.
Der strömende Regen hatte derweil dafür gesorgt das sie völlig durchnässt waren. Gorjon legte seinen Mantel um sie, doch er war selbst bereits so durchnässt, dass es keinen wirklichen Schutz bot. "Ab vor den Kamin oder gleich in ein heißes Bad...", brummte er, während er sie rasch weiter schob, was wohl gar nicht nötig war. Gorjon war in großer Eile ins Trockene zu kommen und sie konnten sich nun alle Zeit lassen um wieder warm zu werden, wofür er auch gleich noch ordentlich Holz nachlegte. "Erzähl mir von deinem Bruder.", brummte er dann, als er sich halbwegs getrocknet hatte und nach neuen Klamotten griff.
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BeitragThema: Re: Das Gemach von Gorjon und Kalya   Do Jun 07, 2018 1:33 pm

Ich weiß, dass ich vielleicht keine Antwort auf all diese Fragen bekommen werde... Aber falls sie es doch wisen, können sie es mir sagen... Weniger als ein 'Ich weiß nicht' können sie nicht sagen, also habe ich auch nichts zu verlieren... Ich habe so viele Jahre ohne Wissen um meinen Brider gelebt, da schaffe ich auch noch ein paar Monate mehr... Ein leichter Schauder überlief mich, als ich in den Regen hinaustrat, und shcüttelte ein wenig den Kopf als er die Reise anbot. Ich wollte nicht zur Wacht reisen, nicht jetzt, nicht so kurz nachdem ich gerade erst von dort zurückgekomen war Nein, wir werden er bleiben... Es hat keinen Sinn, jetzt zur Wacht zu reisen, was sie wissen können sie mir auch auf postalischem Weg mitteilen... Und er ist nicht da, das hätten sie sonst geschrieben... Es gibt also keinen Grund, warum wir aufbrechen sollten...
Ich sah dem Raben nach, als dieser sich auf den Weg zur Wacht machte, lief dann aber hastig zurück nach drinnen, weg aus dem Regen. Schnell streifte ich den nassen Mantel ab und setzte mich dicht ans Feuer, bis die Wärme und das goldene Licht mich umhüllten, die Nässe und Kälte aus meinen Knochen vertrieben. Ein heißes Bad wäre vielleicht das beste... Aber nur mit dir… alleine macht es nicht halb so viel Spaß

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BeitragThema: Re: Das Gemach von Gorjon und Kalya   Sa Jun 09, 2018 6:30 pm

"Etwas zu verlieren hast du nicht...", murmelte Gorjon gleichermaßen zustimmend wie verwirrt. Eben noch war Kalya Feuer und Flamme gewesen über die ominöse Botschaft aus ihrer Heimat und nun betrachtete sie die Dinge schon wieder ganz nüchtern. Gorjon selbst war gerade wohl viel aufgeregter als seine Frau, denn er freute sich einfach zu sehr für sie. "Wahrscheinlich hast du Recht...", gestand er dann seufzend, es war einerlei ob sie nun per Rabe die wenigen Details erfuhr oder vor Ort und sie hatte ganz Recht, wenn er dort persönlich anwesend war, hätten sie es bereits längst erfahren. Somit blieb ihnen nichts anderes übrig als zu hoffen das der Rabe Wind und Wetter zügig trotzen konnte und sie zumindest nicht gänzlich im Dunkeln gelassen wurden.
Nach dem schnellen Marsch durch den Regen war das heiße Bad wirklich genau richtig, Gorjon half kräftig dabei mit es einzuschütten und bald saßen sie gemeinsam im Wasser und er seufzte zufrieden und wohlig entspannt. Erst jetzt fiel ihm auf, dass Kalya seine Bitte von vorhin ignoriert hatte, er war zu einfältig um anzunehmen, dass sie es vielleicht bewusst getan hatte, um nicht weiter über ihren Bruder zu sprechen. "Würdest du mir von deinem Bruder erzählen? Irgendwas muss dir ja noch in Erinnerung sein...", hakte er also einfach noch einmal nach, während er bereits ein wenig tiefer abtauchte, damit sie sich einfach auf seinen Bauch setzen konnte. Unabhängig davon ob sie ihm antwortete begann er dann sie und sich zu waschen, wenn sie schon einmal im Wasser waren konnte er dies auch direkt tun. Er genoss es sich so zu wärmen und blieb lange drin, während draußen nur weiter kalter Wind und Starkregen herrschten.
"So ist es hier wirklich selten runter gekommen...", meckerte er schließlich, als sie doch wieder die Wanne verließen. Natürlich ließ er es sich nicht nehmen sie höchstpersönlich abzutrocknen, wobei sein Blick wieder zum Fenster fiel. "Dein Bruder hätte sich echt besseres Wetter aussuchen können... oder sich melden können, als du noch da warst... hm... sag mal... wärst du dann auch zurück gekommen? Angenommen er hätte sich kurz vor deinem Aufbruch gemeldet... wärst du dann hier?"
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BeitragThema: Re: Das Gemach von Gorjon und Kalya   Mi Jun 13, 2018 1:40 pm

Mit einem wohligen Seufzen sank ich ins warme Wasser und rutschte durch die große Wanne, bis ich mich bequem an seine starke Brust kuscheln konnte. Er ist schon so lange weg... aber früher, bevor er gegangen ist... er hat mir beigebracht zu reiten und zu kämpfen, hat mich immer verteidigt, als ich noch zu schwach oder zu jung war um es selbst zu tun... Ich habe ziemlich viel Unsinn gemacht damals, wollte unbedingt so stark und mutig sein wie er... und er hat fast immer die Schuld auf sich genommen, auch wenn er dafür die Strafen bekommen hat... Er sagte immer, die Kekse, die ich ihm dafür gemacht habe, und ein Lächeln seien Entschädigung genug, außerdem sei er ja auch nicht ganz unschuldig gewesen... Eben jenes Lächeln breitete sich auf meinen Zügen aus, als ich erzählte, und ich streichelte abgelenkt Gorjons Brust, den Blick verträumt in die Ferne gerichtet. So lange hatte ich mir nicht mehr gestattet, an meinen Bruder zu denken, dass mir erst jetzt wirklich bewusst wurde, wie sehr ich das vermisst hatte. Ich hatte eindeutig unterschätzt, was für ein großer Teil meiner Selbst er doch war.
Er mag den Regen... also vielleicht war es doch Absicht... Langsam hob ich den Kopf und sah ihn an Natürlich wäre ich dann hier! Glaubst du wirklich, ich hätte dich sitzen lassen, die Verlobung gelöst, nur weil er wieder aufgetaucht wäre? Der Gedanke, dass er mich und meine Liebe zu ihm so einschätzte, versetzte mir einen herben Stich. Mittlerweile sollte er doch wohl wissen, wie viel ich für ihn empfand, wie viel ich für ihn zu tun bereit war!

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